Österreichische Polizei rüstet sich für überregionalen Netzzusammenbruch

Roland Tichy begrüßte Ende September 2021 zur Sendung „Tichys Ausblick“ Fritz Vahrenholt, den Politiker und Unternehmer Albert Duin und den Kraftwerksexperten Frank Hennig. Hier gehts zum Video der Sendung.

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Kurz vor der Bundestagswahl 2021 haben wir hier über einen Enkeltrick berichtet, bei dem Enkel ihre Großeltern moralisch zwingen, im Sinne der Enkel (vor allem grün) zu wählen. Ein Leser hat daraufhin im Kontaktformular von wir-stimmen-zusammen.de eine Nachricht hinterlassen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kinder,

danke für die tiefen Einblicke auf der Seite in Grafiken und Zusammenstellungen und all die vielen Argumente. Ich bin Wissenschaftler – tatsächlich – und damit per se Skeptiker. Ich betrachte bei Kurven auch die Zeiten und Daten hinter dem Anfang und eventuell dem Ende. Ich schaue nach, ob die Daten in anderen Zusammenhängen auch einen Sinn ergeben und ich versuche, mich nicht von Zahlen – und seien sie noch so groß – überrumpeln zu lassen. Erst mal schauen, was dran ist. Ihr werdet es nicht glauben und es ist auch nicht Euer Ding, aber es gibt eine ganze Menge Omas und Opas, die als Wissenschaftler, Ingenieure und Arbeiter all den Wohlstand geschaffen haben, den Ihr so selbstverständlich nutzt. Was wärt Ihr gerade heute ohne Energie und ohne das Internet?

Unser Ansatz ist so: Schutz der Natur vor Zerstörung und unnützem Flächenverbrauch. Bereitstellung kostengünstiger und stets verfügbarer Energie in skalierbaren Größenordnungen. Wenn möglich, Vermeidung von Verbrennungsprozessen, die zu extremen Belastungen unserer Atemluft führen (z.B. Pelletheizungen).  Nutzung umweltfreundlicher Verbrennungstechnologien (moderne Dieselmotoren), solang es keine kostengünstigen synthetischen Treibstoffe oder effiziente Wasserstofftechnologien gibt. Es gibt noch viel mehr, aber darüber könnten wir stundenlang reden. Das wäre auch spannend, denn wir erzählen nicht vom Krieg, sondern von der Zukunft. Eurer Zukunft. Weil wir wollen, dass Ihr die unbeschwert genießen könnt. Allerdings müsstet Ihr dazu lernen, lernen und nochmals lernen und dann richtig hart arbeiten. Mal mit dem Kopf und mal mit Maschinen oder auch mal mit den Händen. Anders wird es nicht gehen. Vom Reden allein und Forderungen an andere stellen, wird das nichts.

Unsere Lösung ist nicht einfach, aber nachhaltig und das wird, außer in Deutschland, mittlerweile weltweit so gesehen.

Schaut mal hier: https://www.nuscalepower.com/, oder hier: https://lockheedmartin.com/en-us/products/compact-fusion.html. Auch ein deutsches Unternehmen versucht sich – leider seit kurzem in Kanada: https://dual-fluid.com/ und viele, viele andere. Windräder und Solarpaneele können trotzdem gebaut werden und Ihr könnt auch Rad fahren und Vegan leben. Aber ohne Energie, wann immer Ihr sie braucht, wird das nichts.

Wäre es für Licht, Wärme und genug zu essen für alle nicht gut, wenn wir uns gemeinsam für alle Energien einsetzen, die uns helfen, die Erde lebenswerter für alle zu machen? Wir würden Euch helfen, vieles zu verstehen, was Ihr im Moment nicht verstehen könnt, weil es Euch noch an ein paar Jährchen Ausbildung und Erfahrung mangelt. Ihr müsst nur wollen, Wir sind bereit. Dem Klima wird es egal sein, es ist wie es ist und wir sind ein Krümel auf dem Planeten und ein Nichts im All. Nehmen wir uns nicht so wichtig und die Zukunft gemeinsam in die Hand.

Viele Grüße

Ein fleißiger Opa

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Ryan Maue, US-Klimaforscher, betreibt die Seite Climatlas.com. Es fehlen zwar noch 2 Tage bis der Monat September komplett ist in seinen Karten, aber wir werfen dennoch schon einmal einen Blick darauf. Demnach liegt der September 0,35 Grad Celsius über den langjährigen Mittel 1991-2020. Interessant dabei Grönland mit einer starken Abweichung nach unten, während andere Teile der Arktis wärmer waren.

(Abbildung: Screenshot Climeatlas.com)

Maue gibt auch Daten für das aufgelaufene Jahr heraus. Dort beträgt die Abweichung weltweit 0,18 Grad Celsius zum langjährigen Mittel. Die Südhemisphäre, die Antarktis und auch die Tropen mit geringer Abweichung bzw. Abkühlung, während die Arktis auch hier über dem Mittel liegt, ebenso wie der Bereich nördlich des 80. Breitengrads.

(Abbildung: Screenshot Climeatlas.com)

Die deutsche Bilanz des Septembers 2021 gibt es beim DWD. Zu trocken und zu warm. Siehe auch diesen Beitrag dazu, um es im langjährigen Kontext einzusortieren.

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Was ist los im Europäischen Erdgasmarkt? Die NZZ hat es untersucht, der Artikel verlangt eine Registrierung. Derweil gibt der erste Gasversorger in Deutschland auf. N-tv berichtete.

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Efahrer.com zu den geplanten Kappungen des Ladens von Elektroautos im Jahr 2022 im Vereinigten Königreich.

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Der schwache Wind im Jahr 2021 verhilft der Kohle zu einem Comeback bei der Stromerzeugung. Weiterlesen in der Heilbronner Stimme.

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Das Umweltbundesamt informiert über den ersten Verkaufstermin für den Handel mit Zertifikaten im nationalen Brennstoffemissionshandel (nEHS).

“Im nEHS sind alle Brennstoffe des Energiesteuergesetzes einbezogen: Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas, Erdgas und ab 2023 auch Kohle. Zur Teilnahme am nEHS verpflichtet sind Unternehmen und Organisationen, die solche Brennstoffe in Verkehr bringen, z. B. Erdgasversorger oder Unternehmen der Mineralölindustrie.”

Weiterlesen hier.

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Der Krisenforscher Frank Roselieb im Interview mit der Zeit über die Klimakrise:

Ob das Klimaschutzprogramm der Grünen wirklich stark ist, muss die Realität zeigen. Ziemlich schwach war allerdings die Krisenkommunikation für das Klima. Gerade Annalena Baerbock hat auf beinahe jede Frage mit dem Klimawandel geantwortet. Den meisten Menschen dürfte das zu monothematisch gewesen sein. Die Grünen haben zu viel auf Katastrophenrhetorik gesetzt, stattdessen hätten sie die Menschen mehr bei ihren spürbaren Problemen abholen und Lösungen anbieten müssen: Die erwarten funktionierende Krankenhäuser, Fernreisen mit dem Flugzeug und problemlos zur Arbeit zu kommen. Da hätte sie ansetzen und zeigen müssen, warum genau diese Dinge durch den Klimawandel gefährdet sind.

Das gesamte Interview gibt es hier.

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China stellt der Tech-Branche den Strom ab.

“Mehrere Zulieferer wichtiger Komponenten für Apple-Hardware (und für Tesla) müssen nach eigenen Angaben die Produktion in China stoppen. Die Unterbrechungen dauern zum Teil eine ganze Woche und sind nötig wegen einer Maßnahme der chinesischen Regierung, beispielsweise in den Städten Kunshan und Suzhou für das produzierende Gewerbe den Strom abzuschalten.”

Golem berichtete.

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Unsere Nachbarn in Österreich und dort besonders die Grünen Stromerzeuger sind nicht unkreativ bei der Promotion. Touristische Wanderungen zu imposanten Windkraftanlagen hatten wir schon. Jetzt kommt Biodiversität durch Solarpanele auf Steelen. Hier geht es zum Artikel. Auch das PV-Magazin beschäftigt sich damit.

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Wolfgang Epple stellt 3 Filme vor, von denen wir hier auch schon 2 vorgestellt haben. Sie beschäftigen sich mit den Erneuerbaren Energien:

Climate Crimes
Planet of the Humans
Headwind”21

Zum Artikel bitte hier klicken.

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Wind Fail – nächster Teil. Der britische Energiekonzern SEE beichtet seinen Aktionären, dass die Erneuerbaren Energien zwischen April und Ende September 32% weniger Strom geliefert haben als prognostiziert. Ähnliches berichten RWE und der dänische Energiekonzern Orsted.

“More specifically, Orsted said that during the second quarter, wind speeds averaged 7.8 meters per second, which was “significantly lower” than normal speeds of 8.6 meters per second.”

Weiterlesen hier.

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Der Kurier:

“Polizei rüstet sich für überregionalen Netzzusammenbruch. Der Klimawandel und der rasche Ausbau erneuerbarer Energie machen diesen wahrscheinlicher.”

Zum Artikel.

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Leapfrog meint auf Deutsch so etwas wie Bocksprung, wenn man also aus dem Stand sehr weit springt. So einen Sprung sehen Autoren einer Studie bei Entwicklungs- und Schwellenländern. Gemünzt ist es auf die Stromversorgung und gehofft wird, dass diese Länder den fossilen Schritt komplett aussparen. Enformer, der Energieblog von RWE, berichtet über die Studie.

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Quarks, die Wissenschaftsendung des WDR, ”glänzt” mit Wissen. Diesmal über Tornados. Anlass war das Ereignis in Kiel. Und Quarks weiß es besser als die Wissenschaft. Die sieht eine Abnahme gefährlicher Tornados in den USA. Anzahl, Stärke und Schäden nehmen ab.

(Abbildung: Screenshot Twitter, Quelle Ian Livingston/Washington Post)

Die Kommentare unter dem Tweet von Quarks sind spannend.

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Billy Eilish ist eine US-Sängerin und Songschreiberin. Sie gehört zu den Unterzeichnern eines Briefes an die Regierenden dieser Welt, initiiert von Fridays-For-Future (FFF). Sie selbst gab in den sozialen Netzwerken bekannt, dass sie mit ihrem ersten verdienten Geld ein US-Muscle-Car (Dodge) mit mehr als 400 PS gekauft hat. Das Auto hat einen Verbrauch von 28 Litern / 100 km. Wir leben in einer verrückten Welt. Zum Ansehen hier klicken.

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Leserpost:

Haben die Berater von Annalen Baerbock ihr noch nicht erklärt, dass Ausübung von Druck doppelten Gegendruck erzeugt? Das Projekt der Gaspipeline Nordstream 2 wurde und wird bekanntlich von den Grünen massiv kritisiert und steht im Falle einer Regierungsbeteiligung der Grünen ernsthaft auf dem Prüfstand. Gas ist ja schmutzig, da es bei Verbrennung CO2 erzeugt. Daher ist es von der Speisekarte des Energiemixes langfristig zu entfernen. Und nun wundert sich Frau Baerbock, wenn die russische Regierung einen neuen „Kunden“ für den Gasverkauf sucht. In China haben die Russen anscheinend schon einen neuen Abnehmer gefunden. Nun stehen wir kurz vor der Wahl zum 20. Bundestag. Da kommt es gut, in die Rolle des „Kümmerers“ zu schlüpfen. Also wird dem Wähler erklärt wer hier die Bösen sind: Russland, weil sie einfach so die Gaspreise erhöhen und die Bundesregierung, die sich gefälligst darum kümmern soll, dass uns im Winter nicht die Wohnungen auskühlen. Das nennt man geschicktes delegieren von Verantwortung. Machen sollen die Anderen. „Geh, I red bloß drüber“ sagte einst launig Waldi Hartmann. Zum Bericht bitte hier entlang.

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Leserpost:

Wer kennt noch den Vorgänger von Harald Lesch? Jean Pütz, ehemalige Moderator der „Hobbythek“, hat sich zu Wort gemeldet. Der alte weiße Mann liest dem Klimaretter-Nachwuchs die Leviten. Er hat eine klare Meinung zu E-Autos, zu Heizsystemen und zu geplanten Parkgebühren.

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Abstandsregeln von Windkraftanlagen

Eine Anmerkung zu einer Notiz im Blogbeitrag vom 30.09.2021. Über die Verlinkung gelangt man zu einem Artikel der Süddeutschen Zeitung. Darin wird berichtet, dass zwei bayerische SPD-Politikerinnen Verfassungsbeschwerde gegen die in Bayern gültigen Abstandsregeln für Windkraftanlagen zu Wohnbebauung (10H – Abstand 10 x Höhe der WKA) beim Bundesverfassungsgericht eingelegt haben, um diese Regelung zu kippen.

Für mich ist das ein ungeheuerlicher Vorgang. Es liegen eine Reihe von Untersuchungen vor, welche Gesundheitsschäden beim Menschen durch den Infraschall der Windkraftanlagen hervorrufen können. Die Abstandsregelung ist eine Schutzmaßnahme um diese Gesundheitsschäden zu vermeiden. Dass nun Politikerinnen diese Regelung aufheben wollen ist ein Schlag ins Gesicht aller Bürger in den betroffenen Regionen. Damit werden Gesundheitsbelastungen bewusst billigend in Kauf genommen werden. Die Politikerinnen und Politiker sollen eigentlich zum Wohl der Bürger tätig sein. Eigentlich müsste die Politik dafür eintreten, diese Abstandsregelung deutschlandweit, zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung, einzuführen. Doch Anscheinend sind einige aus der Politik nur an ihren eigenen Wegen interessiert. Ist das bereits der Weg in eine Ökodiktatur?

Viele Grüße
Dipl. Ing. Martin Krohn