Klimagrundwissen für alle

Eifelon am 31.1.2020:

Geologe Dr. Sebastian Lüning schafft offen zugängliches Klimagrundwissen für alle

Das Wetter spielt verrückt – Nichts ist mehr so, wie es früher war – Heute ist es viel wärmer und trockener – Früher gab es mehr Schnee – Alles ist durcheinander – Nichts ist mehr natürlich – So viele Extreme wie heute gab es früher nicht – Schlimm der Klimawandel. Wer mit seinen Mitmenschen über das Wetter spricht, erhält meist diese Antworten, gepaart mit einem tiefen Seufzer: Wir müssen etwas gegen den Klimawandel tun. Verwunderlich ist das nicht, vergeht fast kein Tag, an dem uns Experten und Medien von einer Wetter- oder Klimakatastrophe erzählen beziehungsweise dem menschengemachten Klimawandel die Schuld an der Katastrophe geben und dabei gleichzeitig auf die Wichtigkeit der deutschen Energiewende hinweisen, die ohne diese permanent geschürte und am Kochen gehaltene Angst vermutlich weit weniger Anhänger fände.

Auf der anderen Seite gibt es Experten, die vor der Klimahysterie und den wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und gesundheitlichen Folgen einer konzeptionslosen Energiepolitik warnen. Für Außenstehende ist es kaum zu durchblicken, wer Recht hat, welche Daten stimmen. Oder sind es am Ende dieselben Grundlagen, auf die sich beide Seiten beziehen, nur jeweils anders gewichtet und ausgelegt?

„In der Klimadiskussion muss man klar zwischen der instrumentell gemessenen und historisch rekonstruierten Klimaentwicklung und den im Gegensatz dazu mit starken Unsicherheiten behafteten Zukunftsprognosen unterscheiden.“

Das sagt Dr. habil. Sebastian Lüning. Der Geologe und Paläontologe hat sich die Mühe gemacht, gemessene Daten bzw. aus Rekonstruktionen gewonnene Daten zu sämtlichen Faktoren – Temperatur, Hitze, Kälte, Dürre, Niederschläge, Stürme, Meeresspiegel – auf die sich das Klima auswirkt, aus öffentlichen Quellen zusammenzutragen. Unter klimawandel-in-deutschland.de hat er sie für jeden sichtbar gemacht. Es handelt sich um eine nüchterne Zusammenstellung der Fakten, die von beiden Seiten der Klimadebatte als sachliche Grundlage verwendet werden kann. Inhaltliche Kritik an der Darstellung hat es bisher nicht gegeben, wie Lüning im Gespräch mit EIFELON berichtet.

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Teslas großer Durst

Der Wasserverbrauch der geplanten Tesla Fabrik in Brandenburg wird gigantisch sein. 372.000 Liter Wasser – nicht pro Tag sondern pro Stunde, das berichtet die Berliner Zeitung, wird die Gigafabrik benötigen.

„Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) , dass gegenwärtig „weder die Trinkwasserversorgung noch die Schmutzwasserentsorgung in dem von Tesla gewünschten Zeitrahmen gewährleistet werden“ könne. Außerdem liege das Baugebiet in einer Trinkwasserschutzzone. „Wir geben zu bedenken, dass eine Genehmigung zur Grundwasserförderung für andere Antragsteller die öffentliche Trinkwasserversorgung gefährdet.“

Es stellt sich die Frage, warum die Fabrik ausgerechnet in einer niederschlagsärmeren Gegend Deutschlands gebaut wird. In ganz Deutschland fielen im Jahr 2019 im Durchschnitt 730 Liter pro Quadratmeter. In der Nähe der geplanten Fabrik in Strausberg waren es in 2019 ganze 529 Liter, also fast 40% weniger als im Durchschnitt.

Nach den 2019er Werten hätte die Fabrik eher ins regenreiche Saarland gemusst und nicht in das zweittrockenste Bundesland Brandenburg. Wie das Wasserproblem zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz passt, ist kaum aufzulösen.

„Tesla-Chef Elon Musk hatte sich vor rund einer Woche bei Twitter in die Diskussion um Umweltschutzbedenken eingeschaltet. Er erklärte dort, die Fabrik werde unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und der Umwelt entwickelt.“

Ob Elon Musk bei der Standort Wahl doch eher die Nähe Polens im Blick gehabt hat und damit günstige Arbeitskräfte?

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Die erste Nominierung für den Auweiha Award 2020 im Februar geht an die Grünen, genau an deren Digitalexperten Dieter Janecek. Der hat tatsächlich vorgeschlagen, dass Elektroautos von einem geplanten Tempolimit ausgenommen sein sollten. Beim derzeitigen Energiemix bedeutet eine höhere Geschwindigkeit auch mehr Strombedarf, also mehr CO2 Ausstoß. Dieses wird sich auch so schnell nicht ändern, spätestens bei Dunkelflaute wird zwingend CO2 erzeugt. Wenn Wind und Sonne fehlen, müssen andere Quellen einspringen. Das Thema Verkehrssicherheit wird anscheinend bei diesem Vorschlag gar nicht berücksichtigt, wo es doch bei Verbrennern so gern benutzt wird. Es gibt also böse Raserei (Verbrenner) und gute Raserei (Elektro). Was denn nun, lieben Grüne? Ihr müsst euch schon entscheiden.

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Der Brexit gefährdet die Klimaziele der EU, schreibt die Welt:

„Großbritannien hat mit Abstand die beste Emissionsbilanz aller Industriestaaten“, sagte Hanns Koenig vom britischen Beratungsunternehmen Aurora Energy Research“

Das dürfte zum einen an dem Anteil von Atomkraft bei der Stromproduktion liegen aber auch an den Windkraftanlagen in Schottland, für die ca. 14 Millionen Bäume gefällt wurden.

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Über CO2 und Digitalisierung hat Kaltesonne ja schon einmal berichtet. Prof. Dr. Christoph Meinel vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) hat im Spiegel dazu einen Artikel geschrieben.

„Einer aktuellen Studie zufolge, von der im Magazin „MIT Technology Review“ berichtet wird, entspricht der CO2-Fußabdruck für das Training eines einzigen modernen neuronalen Netzes dem fünffachen CO2-Fußabdruck des Lebenszyklus eines Kraftfahrzeugs inklusive seines Verbrauchs entspricht. Eine andere Vergleichsrechnung: Anstelle eines bestimmten KI-Trainings kann man über 300 Mal von San Francisco nach New York und zurück fliegen.“