Kinder, es ist doch alles so einfach

Im Jahr 1978 erschien der Roman “Garp oder wie er die Welt sah” von John Irving. Das Buch wurde später mit Robin Williams in der Hauptrolle verfilmt. Liest man ein aktuelles Interview von Professor Volker Quaschning bei Utopia.de, dann kommt einem der Titel zwangsläufig in den Sinn, nur müsste es dann heißen: Quaschning oder wie er die Welt sieht. Im Grunde ist es nämlich alles ganz einfach, man muss nur wollen und Probleme gibt es nicht. Immerhin geht er auf die Kritik an den Grünen Stromquellen ein. Er scheint sie also schon irgendwie wahrzunehmen. Seine Sichtweise auf die Probleme ist allerdings extrem eingeengt – und die Grenzen von Mathematik und Physik kann auch er nicht in dem Interview aufheben.

Beispiel Infraschall: Den gibt es zwar, aber er hat keinerlei Auswirkungen auf den Menschen, sagt Quaschning. Blätter erzeugen den auch, ebenso Autos. Aha. Dazu passt aktuell ein Urteil aus Frankreich. Dort wurde einem klagenden Ehepaar Schadenersatz in Höhe von 128.000 Euro zugesprochen. Vermutlich wegen Blätterrauschen und Autoverkehr, wenn wir Quaschning richtig verstehen. Das Gericht kommt ansonsten zu ganz anderen Schlüssen als Quaschning.

Beispiel Speicher: Ihm scheint auch bewusst zu sein, dass Speicher der Schlüssel zu allem sind. Er sieht aber keine Probleme, dass kurzfristig über Batteriespeicher zu regeln. Wir haben ja schon mehrfach hingewiesen auf die immensen Kosten solcher Speicher auf die gesamte Republik gerechnet. Die BBC hat den Rohstoffbedarf allein für die Umstellung der Mobilität im Vereinigten Königreich auf Elektro einmal ausgerechnet und kommt zu interessanten Zahlen.

„The UK, for instance, wants all new cars to go electric from 2030. But to switch Britain’s 31.5 million petrol and diesel vehicles over to a battery-electric fleet would take an estimated 207,900 tonnes of cobalt, 264,600 tonnes of lithium carbonate, 7,200 tonnes of neodymium and dysprosium, and 2,362,500 tonnes of copper.

Scientists estimate Earth’s total carbon store

Humans help cook up mineral bounty

Earth’s rarest minerals catalogued

This amounts to twice the current annual world production of cobalt (used in battery electrodes), an entire year’s world production of neodymium (to make electric motor magnets) and three-quarters of the world production of lithium (battery electrolyte).

Replacing the estimated 1.4 billion internal combustion engine vehicles worldwide would need 40 times these quantities, and that’s before the metal and mineral requirements of all the wind turbines and solar farms are considered.“

Diese Zahlen betreffen nur die E-Mobilität in UK, auch wenn die nach Quaschnings Idee mit der Speicherung von Strom für Haushalte in Zusammenhang steht. Offenbar sind Fahrzeugbatterien fest eingeplant als Speicher für Haushaltsstrom. Es wird bestimmt spannend dann morgens in sein Auto zu steigen und zu hoffen, dass noch genügend Kapazität für die Fahrt vorhanden ist.

Für längere Perioden ohne genügend Wind und Solarstrom sieht Quaschning power-to-gas als die Lösung. Er erwähnt besser nicht, dass diese Art der Gasgewinnung katastrophal schlechte Wirkungsrade aufweist. Wo soll der ganze Strom eigentlich herkommen mit dem Wasserstoff und später synthetisches Gas hergestellt werden soll? Wir sind ja nicht einmal in der Lage den bereits heute benötigten Strom sicher und zuverlässig über die Grünen Stromquellen zu erzeugen. Zukünftig soll es aber noch viel mehr sein.

Beispiel Windkraft und Greifvogelbestand: Hier greift er auf die Allzweckwaffe der bedingungslosen Befürworter von Windkraft zurück: Die Katze. Sie ist vorwiegend schuld an toten Vögeln und es gibt so unglaublich viele Katzen. Wie oft eigentlich noch muss man auf den Unterschied zwischen Garten- und Singvögel sowie Greifvögeln hinweisen? Greifvögel fliegen selten gegen Fensterscheiben, geraten unter Autos oder werden von Katen getötet. Trotzdem kommt dieser unsägliche Apfel/Birnenvergleich immer wieder, auch von Quaschning. Wir haben das Thema bereits Ende 2019 in diesem Blog schon einmal ausführlich behandelt.

Alles in allem ist das Interview ein schönes Beispiel für das Wahrnehmungsgesetz, dass der Mensch nur das sieht, was er sehen will – manchmal nicht einmal das.

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Die NZZ kommentiert die Entwicklung der steigenden Energiepreise:

“Hinter der Preisexplosion stecken nicht nur konjunkturelle Gründe. Der Übergang von einem traditionellen Energiesystem zu einem, das auf erneuerbare Ressourcen setzt, ist mit Friktionen und Unwägbarkeiten verbunden.”

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Daniel Wetzel von der Welt beschreibt, warum die Kernenergie bei der Klimakonferenz offenbar keine Rolle spielt, im Gegenteil systematisch ausgesperrt wird. Der Artikel steht hinter einer Bezahlschranke. Auf Wunder, die in Glasgow passieren sollen, hofft Christian Stöcker vom Spiegel in seiner Kolumne.

“Die Bevölkerung des Planeten Erde muss, mit Blick auf den Gipfel in Glasgow, auf ein Wunder hoffen: darauf, dass sich die Delegationen vor Ort doch noch zu mehr durchringen können, als bislang angekündigt wurde. Dass zumindest die auf der Konferenz formulierten Emissionsziele der einzelnen Länder, die sogenannten NDCs, endlich im Einklang wenigstens mit dem Ziel stehen, die Erwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten. Darüber wird es noch einmal deutlich schlimmer und viel gefährlicher.

Die Gefahr ist jedoch groß, dass dieses Wunder von Glasgow ausbleibt – und zwar deshalb, weil die Regierungen der Welt noch immer auf ein anderes, zukünftiges Wunder hoffen: Auf eine magische Technologie, die es plötzlich tatsächlich, nicht nur als »Plan«, möglich macht, CO₂ in großem Stil schon beim Entstehen oder aus der Atmosphäre wieder einzufangen.

Die nachträgliche Entfernung von Treibhausgasen ist schon jetzt ein ungern betonter Bestandteil aller Klimaberechnungen. Mit jedem Jahr, in dem die wichtigste Kurve der Welt weiter ansteigt, wird der zwangsläufig erforderliche Anteil dieser noch längst nicht sinnvoll einsatzbereiten Wundertechnologie an der Rettung der Menschheit vor sich selbst größer.

Dabei hätten wir doch längst eine andere, schon einsatzbereite Wundertechnologie: erneuerbare Energien.”

Wir bräuchten demnach noch ein drittes Wunder: Die Sonne müssten 24 Stunden scheinen und der Wind mit immer mindestens 12 Meter pro Sekunde wehen.

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Animierte Statistiken sind faszinierend. Bei dieser hier geht es um die Erzeugung von Solarstrom auf der Welt und die Verschiebung der Anteile für verschiedene Länder im Laufe der Zeit.

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Fliegende Windkraftanlagen präsentiert ein Startup aus München.

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Mehr als 2/3 der Deutschen wollen nach einer Meldung in der nächsten Heizperiode weniger heizen. Der Grund: die steigenden Kosten. Pullover, Mütze und Handschuhe dürften künftig stark gefragt sein.

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Raketentreibstoff soll sich nach Angaben von Forscher am Georgia Institute of Technology mit den vorhandenen Rohstoffen auf dem Mars produzieren lassen.

“Drei Rohstoffe, die dazu benötigt werden, sind auf dem Planeten bereits vorhanden: Wasser in gefrorenem Zustand, CO2 sowie Sonnenlicht. Die Mars-Landefähre soll zwei Arten Mikroorganismen transportieren: Cyanobakterien, früher Blaualgen genannt, und manipulierte Bakterien – Escherichia coli.”

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Der Speicherhersteller Quantumscape verschweigt die Energiedichte seiner Akkus. Golem berichtet über das schweigsame Unternehmen, das nebenbei fleißig Investorengeld einsammelt. Ohne die Angaben lassen sich die Speicher leider nicht testen.

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Leserzuschrift von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Eine Anmerkung zur 77. Klimaschau. Der Bericht über das „persönliche Kohlenstoff Budget“ ist schon sehr interessant. Es lebe der Überwachungsstaat. Gerade nach den Corona-Einschränkungen werden die Menschen bereit sein, weitere Einschränkungen für das Gemeinwohl in Kauf zu nehmen?. Es ist schon aberwitzig, was sich einige vorstellen. Vielleicht sollte man noch eine Atemsteuer einführen, dabei wird schließlich auch CO2 freigesetzt.

Klammheimlich werden immer mehr Freiheitsrechte eingeschränkt. Wann wird den Menschen vorgeschrieben, ob und wohin sie in den Urlaub fahren dürfen? Wann werden die Hobbys vorgeschrieben, denen jemand nachgehend darf? Wenn das so weitergeht, sehen wir einer sehr düsteren Zukunft entgegen. Es ist gerade so, dass eine ganze Reihe von Freiheitsrechten, welche über lange Zeit errungen wurden nach und nach wieder einkassiert werden. Dazu werden die Menschen auch noch „weichgekocht“ um die Einschränkungen ohne Murren hinnehmen. Wird es wieder einmal Zeit für eine Revolution?

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CLINTEL schrieb am 3.11.2021 einen Brief an den Chef des IPCC, um Fehler im 6. Klimazustandsbericht zu benennen:

Sehr geehrter Herr Dr. Lee,

wir haben nun eine Zwischenprüfung der AR6 WG1 Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger (Summary for Policymakers 

(SPM) durchgeführt und sind der Auffassung, dass sie die neueste objektive Klimawissenschaft in sechs Schlüsselbereichen falsch wiedergibt:

1. Es ist nicht „eindeutig“, dass allein der menschliche Einfluss den Planeten erwärmt hat; die mäßige Erwärmung von ~1°C seit 1850-1900 ist durch eine noch Kombination von anthropogenen und natürlichen Einflüssen.

2. Die neue „Hockeystick“-Grafik (Abb. SPM.1) ist, wenn sie im Detail analysiert wird, ein Sammelsurium von disparaten Indikatoren aus verschiedenen Zeiträumen der letzten 2.000 Jahre, die  zusammen die dazwischen liegende, gut etablierte Temperaturvariabilität nicht erkennen lässt, zum Beispiel die römische und mittelalterliche Warmzeit und die kleine Eiszeit.

3. Die Häufigkeit sogenannter „extremer Wetterereignisse“ wird im SPM fälschlicherweise verzerrt dargestellt  im SPM falsch dargestellt im Vergleich zu den genaueren Darstellungen im Entwurf des Hauptberichts. Dieser zeigt  in vielen Kategorien keine statistisch signifikanten Trends im Zeitverlauf.

4. Die Entwicklungen in der Kryosphäre werden in der SPM ebenfalls falsch dargestellt, insbesondere dass es praktisch keinen statistisch signifikanten Trend beim arktischen Meereis in den letzten 15 Jahren gibt.

5. Ebenso werden die Entwicklungen im Ozean im SPM fälschlicherweise verzerrt dargestellt; insbesondere der wahrscheinliche bescheidene Anstieg des GMSL bis 2100 deutet nicht auf eine „Klimakrise“ hin.

6. Die CMIP6-Klimamodelle sind noch empfindlicher als die ohnehin schon überempfindlichen CMIP5-Modelle des AR5, und ignorieren die von Fachleuten überprüften wissenschaftlichen Beweise für eine geringe Empfindlichkeit. Die Modelle führen zu ungültigen Schlussfolgerungen über ECS und „Kohlenstoffbudgets“; der wahrscheinliche globale Temperaturanstieg bis 2100 deutet nicht auf eine „Klimakrise“ hin.

Diese Bedenken sind in der umseitigen Tabelle zusammengefasst und werden auf den folgenden Seiten genauer analysiert.

Unsere detailliertere Analyse wird zu gegebener Zeit folgen.

Wir kommen leider zu dem Schluss, dass der SPM fälschlicherweise auf eine „Klimakrise“ hinweist, die in Wirklichkeit nicht existiert. Das SPM wird in unangemessener Weise zur Rechtfertigung drastischer sozialer, wirtschaftlicher und menschliche Veränderungen durch strenge Abmilderung herangezogen, während eine umsichtige Anpassung an jeden noch so geringen Klimawandel in den kommenden Jahrzehnten viel angemessener wäre.

Angesichts des Ausmaßes der vorgeschlagenen politischen Auswirkungen muss der SPM den höchsten wissenschaftlichen 

Standards entsprechen und eine einwandfreie wissenschaftliche Integrität innerhalb des IPCC aufweisen.

Sie erinnern sich vielleicht daran, dass der InterAcademy Council im Jahr 2010 eine unabhängige Überprüfung der IPCC-Verfahren auf Ersuchen des damaligen UN-Generalsekretärs und IPCC-Vorsitzenden durchführte. 

Zu seinen Empfehlungen gehörte, dass die Kommentare der Gutachter von den Autoren angemessen berücksichtigt werden

und dass echte Kontroversen in den IPCC-Berichten angemessen berücksichtigt werden.  Der AR6 

SPM erweckt wenig Vertrauen, dass diese Empfehlungen umgesetzt worden sind.

Wir kommen zu dem Schluss, dass der SPM der AR6 WG1 bedauerlicherweise keine objektive wissenschaftliche Grundlage bietet auf die sich die politischen Diskussionen auf der COP26 stützen können. Er versäumt es auch, die positiven Auswirkungen von leicht erhöhten CO2-Gehalts und der Erwärmung auf die Land- und Forstwirtschaft und das menschliche Leben auf der Erde darzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,
Guus Berkhout, Präsident von CLINTEL (https://clintel.org),
Jim O’Brien, Vorsitzender des ICSF (www.ICSF.ie)

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Der neue GRÜNE Zaubertrick – Demand Side Management

Von Dipl.-Ing Klaus H. Richardt

Wenn wir tatsächlich, wie von den Grünen verlangt, 2030 aus der Kohle aussteigen, sind bei Dunkelflaute nur noch 48 GW (ohne Pumpspeicherkraftwerke) verfügbar, bei einem täglichen Spitzenbedarf von 65 – 70 GW. Die vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke könnten für ca. 6 h 6,3 GW an Leistung beisteuern, aber ob sie bei Dunkelflaute gerade voll sind, ist unsicher, weshalb sie in dieser Betrachtung nicht auftauchen.

Die Grünen behaupten immer, da hilft der europäische Stromverbund, aber die Erfahrung mit 2 in diesem Jahr knapp verhinderten Blackouts in Europa zeigt, dass bei Strommangel in der Regel überall Mangel herrscht, sonst könnte man solche Störungen leichter, ohne Netzabwurf, ausgleichen.

Deshalb haben GRÜNE Wissenschaftler das neue Zaubermittel erfunden: DEMAND SIDE MANAGEMENT

DEMAND SIDE MANAGEMENT (DSM) soll den Bedarf ‚regeln‘. Ist dieser höher als gerade vom Netz lieferbar, schaltet der Smart Meter (neuer, intelligenter, Stromzähler) Verbraucher ab, wie in obigem Bild sichtbar. Das führt dann dazu, dass zwar das Netz nicht zusammenbricht, aber zum Beispiel:

–E-Autos nicht geladen
–Wärmepumpen nicht betrieben
–Industriebetriebe keinen Strom nutzen können.

Wer also auf ein E-Auto umgestiegen ist muss bis zum nächsten Tag warten, wenn er wieder fahren will, wer mit der Wärmepumpe heizt muss sich wärmer anziehen und Industriebetriebe an einem anderen Tag arbeiten, weil kein Strom da ist. Das ist sie dann: D S M, Die Deutsche Strom Mangel-Verwaltung!

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Leserzuschrift von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Von mir einige Anmerkungen zu den Vorstellungen des Umweltbundesamtes (UBA). Höhere Kraftstoffpreise, Abschaffung der Pedlerpauschale, generelle PKW-Maut! Es ist schon ein Unding, wie eine solche Behörde gegen die eigene Bevölkerung schießt. Es sind viele Menschen auf das Auto angewiesen, sei es beruflich oder aus anderen Gründen. Den Menschen das Leben schwer und teuer machen zu wollen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Im Artikel spricht sich das UBA für die Abschaffung der Pendlerpauschale aus, um Fahranreize für längere Arbeitswege abzuschaffen. Darf ein Arbeitsloser dann einen angebotenen Arbeitsplatz ablehnen mit der Begründung eines zu langen Anfahrtwegs? Wie ist es denn mit Arbeitnehmern, welche auf das Auto bei der beruflichen Tätigkeit angewiesen sind, wie Außendienstmitarbeiter, Pflegekräfte usw.? Es ist ja der Trend festzustellen, dass einige politische Kräfte den Menschen das Autofahren ganz zu vermiesen. So hat z. B. der grüne Oberbürgermeister von Tübingen deutlich höhere Parkgebühren für Anwohner in der Stadt durchgesetzt. Nachdem über Mietpreisbremse diskutiert wurde, wird jetzt auf andere Weise der Preis in die Höhe getrieben. Die Menschen sollen das Auto abschaffen und nur noch öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder Fahrrad fahren.

Ich stelle mir dabei vor, dass jemand mit einem Sattel und einem großen Behälter mit Heu in die U- oder S-Bahn steigt. Auf die Frage was das bedeuten soll sagt derjenige, dass er zum seinem Reitverein fährt. Früher hat er den Weg mit dem Auto zurückgelegt, doch auf Anraten der Grünen hat er jetzt sein Auto abgeschafft und ist auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen. Ich frage mich, wie weit derjenige weiterfahren darf. Oder wird von den Grünen jetzt auch das Hobby vorgeschrieben, dem jeder nachgehen darf? Ich sehe die derzeitige Entwicklung mit Sorge. Ich fürchte, dass der Lebensstandard deutlich zurückgehen wird.

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Leserpost:

Argumentationskausalität zwischen Covid-Pandemie und Klimawandel

In einem lesenswerten Aufsatz setzt sich Boris Reitschuster mit Grundwahrheiten in der Demokratie und deren Folgen auseinander und bedient sich dabei einer bemerkenswerten Aussage unseres ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker:

„Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zum Kompromiss und überhaupt zum Zusammenleben; er würde kein Mitbürger, sondern ein Tyrann. Wer das Mehrheitsprinzip auflösen und durch die Herrschaft der absoluten Wahrheit ersetzen will, der löst die freiheitliche Demokratie auf.“
Richard von Weizsäcker bei seiner Antrittsrede als Bundes-Präsident am 1 Juli 1984.

Reitschuster bezieht sich in seinen Darstellungen auf die politischen Handlungsweisen der Coronapolitik. Sie könnten jedoch genau so auf den Klimawandel gespiegelt werden. Wir erleben nach dem G20 Gipfel vom vergangenen Wochenende aktuell den Weltklimagipfel COP 26, bei dem Delegierte ihre Grundwahrheiten konstituieren, die als Grundlage für alternativlose Beschlüsse hergenommen werden. Wir verfolgen alle gespannt mit welchen Resultaten die ungeheuer große Zahl der Delegierten am Ende der Zusammenkunft in Glasgow auseinandergeht.

„Die Welt“ berichtet von teilnehmenden 40.000 Kongress-Delegierten, zu denen am Wochenende noch 100.000 Umweltaktivisten aus aller Welt um Greta Thunberg zu einer Großdemonstration anreisen. Doch schon nach ein paar Kongresstagen zeichnet sich ab, dass die Ergebnisse nicht befriedigend sein werden. Alles so wie bei den vergangenen Veranstaltungen: außer Spesen nicht viel gewesen.

Niemand wird sich trauen zu verlangen bzw. einzufordern, dass Nationen mit zukünftig weiter steigenden großen CO2-Emissionen ihrem CO2-Treiben Einhalt gebieten. Fünf asiatische Länder sind für 80 Prozent der derzeit weltweit geplanten Kohlekraftwerke verantwortlich. China, Indien, Indonesien, Japan und Vietnam planen den Neubau von mehr als 600 Kohlekraftwerken. Weiter sind 150 KKW geplant, die sich auf weitere Staaten verteilen. Wenn dann Entwicklungsländer noch  versuchen der Gemeinschaft CO2-Kontingente oder Geldzahlungen abzupressen, wie oder wo soll da CO2 eingespart werden? Am Ende kann es in so einem Spiel doch nur Verlierer geben.

Die Zukunft soll derweil grüner werden, sagen die Mächtigen. Genau das ist durch die CO2-Zunahme auf dem Planeten bereits geschehen. Die Welt ergrünt. Ohne dies wäre die Hungersnot bei den 7,9 Mrd. Menschen schon heute unsäglich größer. Die weiter steigende Weltbevölkerung wird dabei zukünftig zusätzlich einen Energiebedarf verzehren, deren Deckung nicht in ausreichender Form ohne weiteres zu gewährleisten ist. Doch das ist vorgeblich nicht das Thema der Veranstaltung. Das Benennen von Grundwahrheiten ist, so der Eindruck, ohnehin nicht populär und werden daher gerne ausgeblendet, oder als Verschwörungstheorie diffamiert.

Aber stehen wir wirklich vor einer Klimakatastrophe? Die Redakteure der Wochenzeitschrift für Debatte = „Junge Freiheit“ haben, wie für den Klimagipfel gemacht, eine 2-teilige Doku erstellt, die ausführlich, kritisch, aufklärend und spannend daherkommt. Sehr sehenswert:

Mythos Klimakatastrophe: Der angeblich wissenschaftliche Konsens – Teil 1
Mythos Klimakatastrophe: Manipulation, Desinformation, Panikmache – Teil 2