Der Waldmacher

Mit gutem Gewissen schnell zu einem kleinen Vermögen kommen? Das geht, wenn man vorher ein großes Vermögen hatte und in nachhaltige Öko-Produkte des Anbieters UDI investiert hat. Mit Renditen aus Biogasanlagen, Wind- und Solarparkt sollte eine Verzinsung des Kapitals zwischen 3,5% bis 10% erwirtschaftet werden, das ist bei den aktuellen Zinsen der Banken für Guthaben sehr viel. Was soll schon schiefgehen?

Eine ganze Menge, wie die Tagesschau berichtet. Die Liste der Fehlschläge ist lang, gerade erst hat die Green City AG Insolvenz angemeldet, Schaden vermutlich 250 Millionen Euro.

“Finanzexpertinnen wie Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband reichen diese Maßnahmen allerdings nicht. Sie fordert eine strengere Regulierung für den Grauen Kapitalmarkt. Die fange beim Prospekt an. Jeder Anbieter von Wertpapieren – der sogenannte Emittent – muss in Deutschland einen detaillierten Prospekt veröffentlichen, in dem die Anleger unter anderem über mögliche Risiken des Produkts aufgeklärt werden. „Wir stehen auf dem Standpunkt, dass es da eine richtige materielle Prüfung geben müsste“, sagt Mohn. Ähnlich wie bei der Kreditvergabe, wenn eine Bank vorab das Geschäftsmodell eines Unternehmens durchleuchte. „So was bräuchten wir mindestens, um Verbraucher ausreichend vor unseriösen Angeboten zu schützen.“”

Genau, und dann waren da auch noch die ganzen Solar-Insolvenzen wegen des Wechsels zu billigen chinesischen Modulen. Das hat sicher auch kräftig Geld vernichtet. Dafür hatten alle Besitzer von Solar und Wind in den letzten Monaten tolle „windfall profits“, unerwartete Geldsegen. Die merit order macht’s. Siehe Fritz Vahrenholts letzter Newsletter.

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Im November hatten wir über den Australier Tony Rinaudo berichtet. Der Deutschlandfunk hatte seinerzeit einen Bericht über das Projekt der Wiederbegrünung der Sahel-Zone in Afrika. Jetzt widmet der deutsche Regisseur Volker Schlöndorff dem Waldmacher ein Film. Die Welt stellt den Film vor. Einen Trailer gibt es bei Dailymotion zu sehen.

“Worum geht es? Den „Waldmacher“ gibt es wirklich: Er heißt Tony Rinaudo, ist Australier und entdeckte beim gescheiterten Versuch, die Sahelzone zu begrünen, dass das Wurzelwerk der durch Monokultur und Dürre zerstörten Wälder unter der Erdoberfläche weiterwuchert und relativ leicht rekultiviert werden kann. Eine bahnbrechende Erkenntnis, das Ei des Kolumbus, wenn man so will, für eine innerafrikanische Region, aus der die Jugend in die Slums der Städte abwandert, um von dort mit Lastwagen und/oder seeuntüchtigen Booten nach Europa zu gelangen.”

Das Projekt ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Eine begrünte Sahelzone bedeutet wieder Landwirtschaft und somit Ernährung für die Bewohner, gleichzeitig entstehen CO2-Senken. Nicht umsonst gehört zu den Empfehlungen für die Politik laut IPCC das Aufforsten.

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Ein Gasembargo könnte Europa zerreißen. Das sagt der Eon-Chef Birnbaum im Interview im Handelsblatt.

“Ein Embargo auf Steinkohle gibt es schon, ein Embargo auf Erdöl und auch ein Gasboykott sind im Gespräch. Angesichts der Eskalation des Krieges: Sollte die EU sofort auf russisches Gas verzichten?

Ich halte das für falsch. Eben weil ich gerade in Europa unterwegs war. Es ist ja nicht so, dass nur Deutschland durch so einen Schritt hart getroffen würde, Europa hätte ein massives Problem. Zum Beispiel ist die Slowakei komplett abhängig vom russischen Gas, und Länder wie Tschechien und Österreich beziehen heute den größten Teil ihres Erdgases aus Russland. In vielen anderen Ländern der EU ist es mindestens ein gewichtiger Anteil. Wenn wir glauben, wir könnten die deutsche Versorgung sicherstellen, ohne uns auch gemeinsam um die anderen Staaten zu kümmern, dann wird das die EU zerreißen. Wir dürfen das nicht als nationales Thema behandeln.”

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Harald Lesch hat es vergeigt, das sagt er selbst. Allerdings schließt er seine ganze Generation gleich mit ein. Wer seinen Artikel im ZDF darüber liest, der kann schon mal ins Nachdenken kommen. In einer Umfrage erklären viele Jüngere Menschen, dass sie Klimaangst haben, nachdem ihnen vorher – auch durch Lesch – Klimaangst gemacht wurde. Das ist eine selbsterfüllende Prophezeiung. Technische Innovationen zieht Lesch gleich mal den Zahn, die sorgen für soziale Ungerechtigkeiten und Kollateralschäden. Aha? Wie kann es weitergehen? Das will Lesch in einer anderen Kolumne klären. Wir sind gespannt.

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Wassernutzung mit Daten aus dem All. SWR-Aktuell mit einem spannenden Beitrag dazu.

“Bei ihrem Vorhaben, die Wassernutzung in der Landwirtschaft mithilfe von Erdwärme-Daten aus dem All zu verbessern, verzeichnen Forscher, unter anderem aus Baden-Württemberg, erste Erfolge. Die Bilder nach der Verarbeitung erster Daten seien scharf und ermöglichten einen guten Blick etwa auf Straßen, Flüsse und Felder, wie eine Sprecherin der Freiburger Firma ConstellR mitteilte. Das deute auf ein großes Potenzial hin. Erste Pilotversuche auf Grundlage dieser Daten seien schon für die Anbausaison in diesem Jahr geplant.

Die Jungunternehmer testen den Prototyp eines neuen Messinstruments gerade auf der internationalen Raumstation ISS. Die Technologie besteht in erster Linie aus einem Spiegelteleskop mit einer Thermalinfrarotkamera und einem miniaturisierten Computer zur Datenverarbeitung. Sie soll künftig in Satelliten eingebaut werden, die dann Daten zur Temperatur an der Erdoberfläche sammeln.”

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Laut Winfuture bremst die Kernenergie in Frankreich die deutsche Energiewende aus.

“Das größte Problem ist dabei die mangelnde Flexibilität der Atommeiler. Diese können bei einem Stromüberschuss im Netz nicht einfach kurzfristig heruntergeregelt werden. Abgeschaltet werden dann vor allem Windkraftanlagen. In den Simulationen zeigte sich, dass nur die Laufzeitverlängerung in Frankreich dazu führen würde, dass im Jahr 2030 in Frankreich, Spanien und Deutschland zusammengenommen rund 2 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom aus dem Netz gedrängt würden, was einer Energiemenge entspricht, mit der sich eine halbe Million Haushalte versorgen ließe.”

Wie passt das zu den Jubelmeldungen, dass Frankreich letztes und auch dieses Jahr wegen der Revision einiger Kernkraftwerke mehr Strom aus Deutschland importiert als exportiert?

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Das Surfen auf der Kriegswelle geht weiter. Jetzt hat die “Letzte Generation” angekündigt, Öl- und Gaspipelines, die durch Deutschland fließen, friedlich (?) abzudrehen. Wir werden berichten, wenn es zu den angekündigten Straftaten kommen sollte. Mögliche Verfahren dürften vereinfacht gehen, die Aktivisten wollen sich mit Namen und Gesicht in den Weg stellen. Als Grund wird unter anderem der Krieg in der Ukraine angegeben. Eine geeignete Strafkategorie ist wohl „Gefährdung der inneren Sicherheit“. Die Juristen unter den Lesern wissen sicher, mit welchem Strafmaß dafür zu rechnen ist.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

Dazu passt eine Meldung der Welt, dass dringend Arbeitskräfte für Klimawende bis Wohnungsbau gesucht werden. Nur mal angenommen, statt sich an Straßen festzukleben oder Pipelines abzudrehen, würden die Aktivisten einen Beruf ergreifen, mit dem sie ihre Ziele erreichen können…  Ach nein, das geht ja nicht, weil ihnen vorher durch Lesch und Co. Klimaangst gemacht wurde. Wegen Klima-Burn-Out stehen die Damen un Herren Aktivisten vermutlich nicht für den Arbeitsmarkt zur Verfügung.

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Dänemark ist ein Windland. Denkt man jedenfalls, aber so ganz trauen unsere Nachbarn dem Wind offenbar nicht. Die Gasförderung in der Nordsee soll nämlich angehoben werden, das berichtet die Tagesschau. Vielleicht sollte Robert Habeck mal einen Abstecher nach Kopenhagen machen?

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Leserpost von Reinhard Storz:

Es wird von manchen Zeitgenossen behauptet, eine Klimawirksamkeit von CO2 könne es nicht geben. Das Widerspreche dem 2. Hauptsatz der Wärmelehre / Thermodynamik, nach dem Wärme nur von höherer Temperatur in Richtung niedrigerer Temperatur fließen kann. Das bezieht sich sowohl auf Wärmeleitung als auch auf konvektiven Wärmetransport und auf Wärmetransport durch Strahlung. In meinem Ingenieursstudium war das eine der grundsätzlichen Erkenntnisse, die vermittelt wurden.

Das ist nach meinen jetzigen Recherchen sowohl richtig als auch falsch. Richtig ist es im Bereich des Makrokosmos in dem wir agieren. Falsch, zumindest teilweise, im Bereich des Mikrokosmos. Im Bereich der Atome und Moleküle gibt es die Molekularbewegung. Je schneller diese ist, umso höher der Energieinhalt und damit die Temperatur eines Stoffes, wenn wir von der inneren Energie wie Schmelz- und Verdampfungswärme absehen, die ja nicht mit einer Temperaturerhöhung verbunden sind.

Jetzt betrachten wir den Mikrokosmos. Die Moleküle sind einer Schwingung unterworfen. Sie bewegen sich hin und her. Dabei kommen sie auch in seltenen Fällen zum Stillstand, werden durch abermaligen Zusammenstoss auf eine maximale Geschwindigkeit beschleunigt, stoßen mit anderen Molekülen zusammen, wodurch sich ihre Richtung und Geschwindigkeit ändert. Ein Stillstand des Moleküls entspricht einer lokalen Temperatur von 0°K, also -273°C .

Der Energiegehalt des Moleküls ändert sich also mit der Geschwindigkeit und je nach Betrachtungsrichtung, auch mit der Bewegungsrichtung. Dadurch kann auch von einem CO2 Molekül mit geringerer Geschwindigkeit, als der Mittleren in einem Bereich, Energie auf ein anderes Molekül übertragen werden, welches nach einem Zusammenstoss fast keine Geschwindigkeit und damit örtlich eine niedrigere Temperatur hat.

Ich gebe zu, das zu denken ist gewöhnungsbedürftig. Aber 2 Parallele Flächen unterschiedlicher Temperatur tauschen durch Strahlung Energie aus, wobei die Kältere wesentlich weniger Energie auf die Wärmere überträgt als andersherum. Die Erwärmung der kälteren Fläche durch Strahlung von der Wärmeren ist also die Differenz der beiden Strahlungserwärmungsanteile. Womit der 2. Hauptsatz im Makrokosmos, in dem wir leben und beobachten / Messen, wieder stimmt. Ebenso stimmt aber auch, dass einzelne Moleküle aus CO2, Methan oder Lachgas Energie aus der Atmosphäre an die Erdoberfläche zurückstrahlen können.

Falls Sie Herrn Storz schreiben wollen: Wir leiten Ihre Zuschrift gerne an ihn weiter.

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Das Statistische Bundesamt produziert jede Menge interessante Daten. Die Highlights stellt das „DESTATIS“ in Form von Pressemitteilungen vor. Einige davon werden von der Presse aufgegriffen, andere nicht. Hier eine Auswahl jüngerer Pressemeldungen:

Neuer Rekordwert beim Holzeinschlag 2021

Höchste Holzeinschlagsmenge seit der deutschen Vereinigung trotz weniger Schadholz aufgrund von Waldschäden

Pressemitteilung Nr. 170 vom 14. April 2022

WIESBADEN – Im Jahr 2021 wurden in deutschen Wäldern 83,0 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg der Holzeinschlag damit gegenüber dem bisherigen Höchstwert von 80,4 Millionen Kubikmetern im Jahr 2020 noch einmal um 3,2 %. Rückläufig war dagegen der Holzeinschlag aufgrund von Waldschäden. Er sank gegenüber dem Höchstwert aus dem Vorjahr von 60,1 Millionen Kubikmetern zwar um 16,0 % auf 50,5 Millionen Kubikmeter im Jahr 2021, bewegte sich aber weiter auf hohem Niveau.

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Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Februar 2022 um 22,5 % höher als im Februar 2021

Stärkster Anstieg der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte seit über zehn Jahren

Pressemitteilung Nr. 164 vom 13. April 2022

Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt, Februar 2022
+22,5 % zum Vorjahresmonat
+3,3 % zum Vormonat

Preise für pflanzliche Erzeugnisse
+23,8 % zum Vorjahresmonat

Preise für tierische Erzeugnisse
+21,4 % zum Vorjahresmonat

WIESBADEN – Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Februar 2022 um 22,5 % höher als im Februar 2021. Dies ist der höchste Preisanstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Mai 2011. Gegenüber Januar 2022 stiegen die Preise um 3,3 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhöhten sich die Preise für pflanzliche (+23,8 %) und für tierische Erzeugnisse (+21,4 %) deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat.

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Benzin und Diesel in Nachbarstaaten Deutschlands meist deutlich günstiger

Pressemitteilung Nr. N020 vom 11. April 2022

Im Vergleich mit den Nachbarstaaten war Benzin nur in den Niederlanden und Dänemark teurer als in Deutschland, Dieselpreis in Deutschland am höchsten

Benzin- und Dieselpreise an den deutschen Tankstellen nach Höchstständen Mitte März auch Anfang April weiter auf hohem Niveau

WIESBADEN – Benzin und Diesel waren an den deutschen Tankstellen zuletzt teils deutlich teurer als in den meisten direkten Nachbarstaaten Deutschlands. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Daten der Europäischen Kommission und der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt mitteilt, zahlten Autofahrerinnen und -fahrer in Deutschland am 4. April 2022 im Tagesdurchschnitt 2,06 Euro sowohl für einen Liter Super E5 als auch für einen Liter Diesel. Im Vergleich mit Deutschlands direkten Nachbarstaaten war der Preis für einen Liter Superbenzin der Sorte E5 (bzw. Eurosuper 95) an diesem Tag nur in den Niederlanden (2,11 Euro) und Dänemark (2,09 Euro) höher, während Diesel in den Niederlanden (2,04 Euro) und Dänemark (1,93 Euro) billiger war als in Deutschland.

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Preisniveau in vielen Urlaubsländern deutlich niedriger als in Deutschland

Angebot des Statistischen Bundesamtes ermöglicht Preisniveau-Vergleich für Gaststätten- und Hoteldienstleistungen

Pressemitteilung Nr. N 017 vom 5. April 2022

WIESBADEN – Gestiegene Energie- und Lebensmittelkosten schmälern das Budget für Urlaubsreisen in den Oster- oder Sommerferien. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war das Preisniveau für Gaststätten- und Hoteldienstleistungen in vielen beliebten Urlaubsländern im Februar 2022 deutlich niedriger als in Deutschland.

Unter allen ausgewählten europäischen Urlaubsländern war das Preisniveau in italienischen Restaurants und Hotels am höchsten, lag aber immer noch um 3 % unter dem in Deutschland. In Spanien zahlten Urlauber für Gaststätten- und Hoteldienstleistungen 17 % weniger als in Deutschland und in Zypern 19 % weniger. Die bei Touristinnen und Touristen beliebten EU-Staaten Griechenland (-21 %) und Kroatien (-24 %) waren noch günstiger. Malta und Portugal waren in etwa 30 % preiswerter als Deutschland. In Nordmazedonien, Montenegro, Bulgarien und Albanien kosteten Hotelaufenthalte und Restaurantbesuche etwa die Hälfte.

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Sonderauswertung experimenteller Daten zeigt Vorratskäufe von Speiseöl und Mehl

Pressemitteilung Nr. 145 vom 1. April 2022

Nachfrage nach Speiseöl in der Woche vom 7. bis 13. März 2022 mehr als doppelt so hoch wie vor dem Krieg in der Ukraine, Absatz von Mehl mehr als verdreifacht

Absatz in der Woche vom 14. bis 20. März wieder etwas niedriger, aber noch immer auf sehr hohem Niveau – keine Anzeichen für großflächige Unterversorgung 

WIESBADEN – Aufgrund der hohen Nachfrage nach Speiseöl und Mehl seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 haben viele Einzelhändler die Abgabe dieser Produkte rationiert.
Eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigt die stark steigenden Verkaufszahlen für Mehl und Speiseöl ab der 8. Kalenderwoche vom 21. bis 27. Februar 2022. So war die Nachfrage nach Speiseöl in der 10. Kalenderwoche (7. bis 13. März 2022) mehr als doppelt so hoch (+123 %) wie ein knappes halbes Jahr zuvor im September 2021. Die Nachfrage nach Mehl hat sich im gleichen Vergleichszeitraum verdreifacht (+206 %).

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Gaspreise für Haushalte im 2. Halbjahr 2021 um 6,6 % gestiegen

Gaspreise für Nicht-Haushalte (zum Beispiel Unternehmen und Behörden): +51,8 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2021

Pressemitteilung Nr. 144 vom 1. April 2022

WIESBADEN – Die privaten Haushalte in Deutschland haben im 2. Halbjahr 2021 im Durchschnitt 6,83 Cent je Kilowattstunde Erdgas gezahlt. Strom kostete die Verbraucherinnen und Verbraucher durchschnittlich 32,87 Cent je Kilowattstunde. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Gaspreise damit gegenüber dem 1. Halbjahr 2021 um 6,6 %, die Strompreise um 0,8 %. Bei den Nicht-Haushaltskunden, also vor allem Unternehmen und Behörden, fiel die Preissteigerung für Gas mit +51,8 % im Vergleich zum 1. Halbjahr 2021 deutlich höher aus, bei Strom zahlten sie 11,8 % mehr

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Inflationsrate im März 2022 voraussichtlich +7,3 %

Pressemitteilung Nr. 137 vom 30. März 2022

Verbraucherpreisindex, März 2022:
+7,3 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+2,5 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, März 2022:
+7,6 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+2,5 % zum Vormonat (vorläufig) 

WIESBADEN – Die Inflationsrate in Deutschland wird im März 2022 voraussichtlich +7,3 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucher­preisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Februar 2022 voraussichtlich um 2,5 %.

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Energiepreise: Hohe Steigerungen auf allen Wirtschaftsstufen

Pressemitteilung Nr. N 016 vom 29. März 2022

Energiepreise im Februar 2022 gegenüber Vorjahresmonat: +129,5 % für importierte Energie, +68,0 % für im Inland erzeugte Energie, +22,5 % für Energie für Privathaushalte

Besonders starke Preissteigerungen für Erdgas auf vorgelagerten Wirtschaftsstufen

Erdgas- und Erdölimporte aus Russland im Januar 2022: +54,2 % gegenüber Vorjahresmonat

Erdgas wichtigster Energieträger für Industrie in Deutschland

WIESBADEN – Die Unsicherheiten auf den Energiemärkten und die angespannte Versorgungslage mit Erdgas vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben zu hohen Energiepreissteigerungen beigetragen. Die Energiepreise stiegen im Februar 2022 im Vergleich zum Februar 2021 auf allen Wirtschaftsstufen stark an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war importierte Energie 129,5 % teurer als im Vorjahresmonat, im Inland erzeugte Energie kostete 68,0 % mehr und Verbraucherinnen und Verbraucher mussten für Haushaltsenergie und Kraftstoffe 22,5 % mehr zahlen als im Februar 2021.

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