Als Deutschland noch kein Gas wollte

Die Tagesschau mit einer Chronik der Ereignisse und warum Katar Deutschland kein oder kaum Gas liefern will und wird. Das Land will kein Lückenbüßer sein und offenbar hat man dort ein gutes Gedächtnis.

“Von 1992 bis 2011 war der heute 70-jährige al-Attiyah Katars mächtiger Minister für Energie und Industrie, und er gilt immer noch als graue Eminenz. Sehr redefreudig über seine aktive Zeit als Verhandler in Sachen Gas. Mit Deutschland klappte es damals aber nicht.

„1997 war ich in Berlin“, erzählt er, „und wollte die Deutschen überreden, unser Flüssiggas zu kaufen. Sie haben abgelehnt und sagten mir: ‚Russisches Gas ist viel billiger.‘ Ich habe sie gewarnt: ‚Der Preis ist nicht alles. Ihr dürft Euch nicht von einer einzigen Quelle abhängig machen, nicht mal von Katar.'“

Heute kaum vorstellbar, dass Katar sein Gas zunächst anbieten musste wie Sauerbier.”

Länder wie Italien haben sich offenbar klüger angestellt als Deutschland und langfristige Lieferverträge mit Katar unterzeichnet. Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichteten bereits im August.

“Während Habeck in Katar eine Abfuhr erhalten hat, scheint der italienische Energiekonzern Eni, der sich mehrheitlich im Besitz der italienischen Regierung befindet, erfolgreicher gewesen zu sein, wie Natural Gas Intelligence berichtet. Das in Rom ansässige Unternehmen meldet Fortschritte bei seinen Bemühungen, die durchschnittlichen 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas, die Russland bisher jedes Jahr nach Italien liefert, bis 2025 zu ersetzen.

„Inmitten der Unsicherheit und Volatilität auf den Märkten haben wir schnell gehandelt, um neue Energielieferungen zu sichern“, sagte Claudio Descalzi, CEO von Eni, in einer Telefonkonferenz zum zweiten Quartal. „Nach neuen Gasverträgen mit unseren Partnern in Algerien, Kongo und Ägypten zu Beginn des Jahres ist Eni im Juni dem North Field East Venture in Katar beigetreten, das Teil des weltweit größten LNG-Projekts ist.“

Das „North Field“ enthält laut Angaben des katarischen Energieministeriums rund 10 Prozent der weltweiten Erdgasreserven. Eni beteiligt sich mit 25 Prozent an einem Joint Venture mit Qatar Energy, das wiederum einen Anteil von 12,5 Prozent am Erweiterungsprojekt North Field East besitzen soll. Der italienische Energieriese besitzt also 3 Prozent am Gesamtprojekt.”

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Deutschland ist abhängig von Rohstoffen. Ebenfalls in der Tageschau ein Artikel darüber. Die deutsche Industrie schlägt Alarm.

“Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine nehmen westliche Regierungen auch die Abhängigkeit von China stärker unter die Lupe. Die Volksrepublik ist unter anderem Hauptlieferant von Seltenen Erden. Die Bundesregierung arbeitet seit Monaten an einer neuen Strategie, die mit verschiedenen Maßnahmen versuchen soll, diese Abhängigkeit zu reduzieren.

Kanzler Olaf Scholz hatte vergangene Woche betont, dass dazu auch die Nutzung heimischer Rohstoffvorkommen zählen müsse. Weitere Instrumente sind ein von Deutschland und Frankreich auf EU-Ebene angeregter staatlicher Finanzierungsfonds für die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen in Europa.”

Schade, dass Erdgas für Olaf Scholz offenbar nicht zu den heimischen Rohstoffen zählt.

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Axel Bojanowski nimmt sich auf seinem Blog den Auftritt von Carla Rochel und Jürgen Trittin bei Markus Lanz vor und entdeckt zahlreiche Aussagen der beiden, die nicht dem Stand der Wissenschaft entsprechen. Wir berichteten in diesem Blog über den Auftritt. Bojanowski findet reichlich schräge Aussagen der beiden Studiogäste.

“Aussage von Carla Rochel: “Wir sind auf dem Weg zwischen 2,5 und 4 Grad, sagen Wissenschaftler”

Das UN-Klimasekretariat UNFCCC sieht eine Erwärmung von 2,1 bis 2,9 Grad:

„Without implementation of any conditional elements of NDCs, the best estimate of temperature change is 2.5–2.9 °C  warming. Assuming full implementation of NDCs, including all conditional elements, the best estimate for peak global mean temperature is 2.1–2.4 °C“

Eine Erwärmung von 4 Grad kann aufgrund von Unsicherheiten nicht ausgeschlossen werden, die Wahrscheinlichkeit liegt laut UNFCCC aber unter 5 Prozent.”

Aber auch Jürgen Trittin glänzte nicht mit Wissen.

“Aussage von Jürgen Trittin: “Anpassung an den Klimawandel ist verbunden mit tausendfachem Tod.”

Anpassung an Wetterrisiken bewirkt die drastische Verringerung von Opferzahlen, wie vergangene Jahrzehnte spektakulär bewiesen haben. Obwohl sich die Weltbevölkerung vervierfacht hat, gibt es bei Naturkatastrophen nur noch ein Bruchteil an Todesopfern, trotz fortgeschrittener Erwärmung:

Opfer aufgrund von Extremwetter können verhindert werden, wenn auch oft mit großem Aufwand.

“Hitzetote zeigen nur die Kälte einer Gesellschaft”, sie wären vermeidbar., sagte mir vor zwei Jahren sogar einer der nachdrücklichsten Warner vor dem Klimawandel, der ehemalige Direktor des Weltklimaforschungsprogramms, Hartmut Graßl.

Technologischer Fortschritt mindert die Anfälligkeit gegenüber Wetterextremen, etwa der Bau von Deichen, Drainagen und Frühwarnsystemen. Solche Vorkehrungen zeigten immensen Effekt, bilanziert eine Studie im Fachmagazin „Global Environmental Change“:

Mit Ausnahme von Hitzewellen hatten sämtliche Arten von Wetterkatastrophen weniger Wirkung als früher. Ob Stürme, Fluten aller Art, Kälte oder Dürre – die Zahl der Toten im Verhältnis zur Bevölkerung, die von Wetterextremen betroffen waren, ging zurück. Trotz globaler Erwärmung.

Je wohlhabender ein Land werde, desto weniger anfällig werde es für Auswirkungen des Wetters. In den vergangenen 30 Jahren macht sich besonders in armen Ländern bemerkbar, dass Maßnahmen zum Schutz vor Wetterkatastrophen ergriffen wurden.”

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Welche Schäden an Kunstwerken durch Klimaaktivisten anrichten erklärt eine Restauratorin bei Arte. Auch vor dem Hintergrund der Schäden sind die Aussagen der Aktivistin Rochel in der o. g. Lanz-Sendung eigentlich eine Farce. Babette Hartwig erklärt, was mit Rahmen passiert, in die flüssiger Kleber eindringt. Spritzende Flüssigkeiten gefährden auch umgebende Gemälde, die ohne Glasscheiben sind und können daher dort erhebliche Beschädigungen anrichten. Der Krieg gegen die Kunst ist ein bizarrer Höhepunkt der Klimaproteste.

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Leserbrief von Dipl. Ing. Reinhard Storz:

Welche Bedeutung haben die periodischen Sicherheitsüberprüfungen (PSÜ) an Kernkraftwerken?

Warum gehe ich auf dieses Thema ein?

In der Presse wurde darüber berichtet, dass bei Kernkraftwerken, die innerhalb weniger Jahre stillgelegt werden sollen, auf die Periodische Sicherheitsüberprüfung verzichtet worden sei. Gleichzeitig wurde von Kernkraftgegnern Unverständnis geäußert, wie die Behörde einer solchen Maßnahme zustimmen und auf diese Weise die Sicherheit der Bevölkerung gefährden könne. Falls diese Anlagen nun doch weiter hin in Betrieb bleiben sollten, müsse das schnellstens nachgeholt werden. Es wurde darüber spekuliert, wie viele Wochen die Kernkraftwerke zur Durchführung einer solchen Prüfung wohl stillstehen würden.

Was muss man zur Beurteilung dieses Sachverhaltes als Hintergrund wissen?

Um sicherzustellen, dass das Kernkraftwerk jederzeit in sicherem Zustand ist, werden sowohl die aktiven als auch die passiven Bauteile regelmäßig daraufhin überprüft, ob sie noch in dem, bei der Genehmigung zugrunde gelegten sicherheitstechnischen Zustand sind. Dazu dienen verbindliche Prüfanweisungen, die im sogenannten Prüfhandbuch zusammengefasst sind.

Diese Prüfungen werden in unterschiedlichen Zeitabständen durchgeführt. Beispielsweise wurde in einem Forschungsreaktor, in dem ich tätig war, die für die Gesundheit der Mitarbeiter wichtige Strahlenschutzinstrumentierung alle 8 Stunden auf einwandfreie Funktion überprüft und das Ergebnis dokumentiert. Andere Prüfungen werden in Abständen von Wochen, Monaten oder Jahren durchgeführt. Inhalt der Prüfanweisungen und zeitlicher Abstand der Prüfungen werden von der Aufsichtsbehörde und deren Sachverständigen begutachtet und in Kraft gesetzt. Dabei wird auch festgelegt, bei welchen Prüfungen von der Behörde bestellte Sachverständige zwingend teilnehmen müssen. Anhand der dokumentierten Ergebnisse dieser Prüfungen wird auch entschieden, welche Bauteile ggf. instand zu setzen oder auszutauschen sind. Aus dieser Vorgehensweise ist erkenntlich, dass die Sicherheit der Kernkraftwerke auf dieser Basis gewährleistet wird.

Aber welchen Zweck haben dann die im Abstand vom 10 Jahren vorgeschriebenen, Periodischen Sicherheitsüberprüfungen?

Dazu findet man vom Bundesministerium für Reaktorsicherheit (BMUV) im Internet folgenden Text:

Die Periodischen Sicherheitsüberprüfungen (PSÜ) dienen dazu, ergänzend zu den laufenden Kontrollen insgesamt ein AKW quasi auf Herz und Nieren zu prüfen. Es sind ganzheitliche Prüfungen, deren Blickwinkel über die Prüfungen im regulären AKW-Betrieb hinausgehen. Die regelmäßigen Kontrollen nach dem Prüfhandbuch (Wiederkehrende Prüfungen = WKP) überprüfen lediglich, ob die geltenden technischen Anforderungen erfüllt werden. Die PSÜ überprüfen darüber hinaus, ob sich aus dem Erkenntnisfortschritt weitere Sicherheitsanforderungen ergeben und wie diese durch Nachrüstungen zu erfüllen sind.

Die PSÜ nehmen einschließlich der Umsetzung von Nachrüstungen üblicherweise mehrere Jahre in Anspruch. Laut Atomgesetz müssen sie alle zehn Jahre durchgeführt werden. Auf die letzte PSÜ darf allerdings verzichtet werden, wenn der Betreiber des AKW verbindlich erklärt, nicht später als drei Jahre nach dem für die letzte PSÜ vorgeschriebenen Zeitpunkt den Leistungsbetrieb des AKW endgültig einzustellen. Der Gesetzgeber hat das so geregelt, weil eine derartig aufwändige Prüfung im Hinblick auf drei Jahre Restbetrieb wohl nicht verhältnismäßig gewesen wäre.

Für die verbliebenen drei Emsland, Isar 2, Neckarwestheim 2 fand das letzte Mal im Jahr 2009 eine PSÜ statt. Das war zulässig, weil ihre Betreiber die verbindliche Erklärung abgegeben hatten, den Leistungsbetrieb einzustellen. Ihre Anlagen wurden also vor 13 Jahren das letzte Mal „auf Herz und Nieren“ geprüft.

Bedenklich ist aus Sicht des BMUV, dass manche Befürworter einer Laufzeitverlängerung die Bedeutung dieser ganzheitlichen Sicherheitsüberprüfung herunterspielen und verzerren. Dabei ist die Rolle der PSÜ seit Jahrzehnten unmissverständlich klargestellt – im PSÜ-Leitfaden von 1997 und im internationalen Regelwerk. Übrigens sehen auch die Spitzen der AKW -Betreiberkonzerne die wichtige Rolle der PSÜ ähnlich wie das BMUV. Hinzu kommt, dass das Gesetz ein Erlöschen der Berechtigung zum Leistungsbetrieb nach der dreijährigen Verlängerung vorsieht. Es gibt also einer PSÜ so großes Gewicht, dass ohne sie unwiederbringlich Schluss für das betreffende AKW ist. Am 31. Dezember 2022 ist der Leistungsbetrieb der drei noch laufenden AKW  also rechtlich zwingend zu beenden nicht nur aufgrund des gesetzlichen Laufzeitendes, sondern auch weil eine notwendige PSÜ fehlt.

Was erkennen wir aus diesem Text?

Für einen Weiterbetrieb der Kernkraftwerke ist jeweils eine PSÜ erforderlich. Für eine derartige PSÜ werden die Ergebnisse der, in den vergangenen Jahren durchgeführten, Wiederkehrenden Prüfungen und sonstige Erkenntnisse statistisch ausgewertet, mit dem Ziel daraus Erkenntnisse zu gewinnen wie man beispielsweise durch Nachrüstungen die Anlagensicherheit auch in den zukünftigen 5, 10 oder 20 Jahren gewährleisten kann. Ein erforderlicher Stillstand der Anlage, zwecks Durchführen einer speziellen Prüfung, dürfte wohl die Ausnahme sein.

Aus dem Text vom BMU erkennen wir auch, warum bei einer Anlage, die innerhalb von 3 Jahren abgeschaltet und verschrottet werden soll, eine PSÜ sinnlos ist. Eine Nachrüstung zu planen, die zur Zeit der Verschrottung oder später wirksam würde, ist sinnlos und wäre Geldverschwendung. Auch im Zusammenhang mit einer möglichen zukünftigen Laufzeitverlängerung um nur 2 oder 3 Jahre wäre eine solche Frage zu beantworten. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Forderung nach der PSÜ vor einer Wiederinbetriebnahme keinerlei sachlichen Grund hat, sondern nur der Verzögerung dienen soll.

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Betreff: Krieg, Energiebedarf, Deutsche Dummheit

Sehr geehrte Damen und Herren,

einige Anmerkungen zum Blog vom 13. 11. 22. In dem Artikel „Militär und Klima“ wird über klimatische Auswirkungen von Kriegen berichtet. Am Schluss des Artikels heißt es: „Zahlreiche Studien kommen zu verschiedenen Ergebnissen, allen gemein ist allerdings, dass man jeden Krieg besser nicht führen sollte, wenn es ums Klima geht“. Ich halte diese Aussage für ziemlich dreist. Soll das heißen, ohne das Klima zu betrachten könnte jeder Krieg ruhig stattfinden? Ich finde Krieg grundsätzlich für verwerflich, eigentlich sollte kein Krieg geführt werden. Am Anfang sollte das menschliche Leid stehen und nicht das Klima.

In einem weiteren Artikel wird über den zukünftigen Energiebedarf berichtet. Es heißt, mitder Umstellung auf E-Autos und Wärmepumpen wird der Energiebedarf sinken. Als Beispiel wird eine Dieselauto genannt, welches mit einem Liter Diesel eine Strecke von etwa 17 km zurücklegt. Ein vergleichbares E-Auto schafft mit der gleichen Energiemenge, die ein Liter Diesel enthält eine Strecke von 50 km. Ein anderes Beispiel beschreibt eine Wärmepumpe als Heizung, welche mit einer Kilowattstunde Strom eine Heizleistung von 3-5 Kilowattstunden erbringt.

Ich halte diese Rechnungen doch für ein wenig geschönt. Sicherlich ist der Wirkungsgrad eines Elektromotors höher als bei einem Dieselmotor. Doch dabei sind auch Randbedingungen zu beachten. Das E-Auto bringt durch die Batteriepakete ein größeres Gewicht (größere Masse) mit sich. Die zusätzliche Masse muss beschleunigt werden, was zusätzliche Energie erfordert. Die Leistung der Batterien geht im Winter, bei kalter Umgebung zurück. Außerdem ist dann noch eine Heizung im Innenraum des Fahrzeuges erforderlich und das geht in vollem Umfang auf die Batterieleistung. Beim Diesel (oder Benziner) entsteht die Wärme als „Abfallprodukt“ (deshalb auch der geringere Wirkungsgrad) und kann direkt in die Heizleistung geliefert werden.

Auch mit den Wärmepumpen habe ich meine Zweifel, ob solche Leistungen (1 KWh Strom erzeugt 3-5 KWh Wärme) wirklich realistisch sind. Ich kann mir vorstellen, dass diese Zahlen auch sehr geschönt sind.  Wie dem auch sei, selbst wenn der Gesamtenergiebedarf etwas geringer wird, steigt der Strombedarf deutlich an. Denn für die meisten Einsätze soll Strom als Energie eingesetzt werden. Wo soll der Strom herkommen?  Mit Wind und Sonne ist das sicherlich nicht zu erreichen. Die Idee, aus Überschussstrom bei viel Wind, Wasserstoff zu gewinnen ist sicherlich auch wirtschaftlich ein Desaster. Eine Elektrolyseanlage, welche nur kurze Zeiten im Jahr läuft, aber durchgehend bereitgehalten werden muss, ist sicherlich nicht wirtschaftlich zu betreiben.

Ein weiterer Artikel berichtet über die „Deutsche Dummheit“ mit dem Atomausstieg. Mit den zukünftigen Ideen der Umstellung der Stromerzeugung auf Wind und Sonne, wird dringend eine Backup-Technologie erforderlich. Ob die Nachbarländer immer bereit sind, Strom an Deutschland zu liefern und ggf. ihre eigene Industrie herunterzufahren, ist fraglich. Nach dem Atomunfall von Fukushima wurde in Deutschland der Slogan ausgerufen „Fukushima ist überall“. Anscheinend war den Atomkraftgegnern nicht bekannt, dass Japan am Pazifischen Feuerring liegt, doch Deutschland von solchen Verwerfungen weit entfernt ist. Über Atomkraft wurde in den letzten Tagen im Bundestag von „Hochrisikotechnologie“ gesprochen. Ich denke, das ist doch sehr übertrieben. Auch das Problem mit dem Atommüll lässt sich lösen durch neue Generationen von Dual-Fluid-Reaktoren. Die können den alten Atommüll als Brennstoff verwenden.

Viele Grüße
Dipl. Ing. Martin Krohn

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Chinese Academy of Sciences am 11.11.2022:

Research finds a negligible climatic impact from the recent methane leak from the Nord Stream pipelines

Researchers from the Institute of Atmospheric Physics, Chinese Academy of Sciences, estimated the possible climatic impact of the leaked methane by adopting the energy-conservation framework of the Intergovernmental Panel on Climate Change’s Sixth Assessment Report.

On September 26, 2022, Nord Stream 1 and 2, two subsea pipelines for transferring natural gas from Russia to Germany, were both deliberately ruptured. Massive quantities of gases, primarily methane, escaped into the ocean and were then released into the atmosphere.

Methane is the second most abundant anthropogenic greenhouse gas after CO2, but has a much stronger greenhouse effect. Hence, whether negative climatic impacts would arise from this incident became a key concern worldwide. A news article published in Nature commented on this issue, but no quantitative conclusions were made.

Recently, researchers from the Institute of Atmospheric Physics, Chinese Academy of Sciences, estimated the possible climatic impact of the leaked methane by adopting the energy-conservation framework of the Intergovernmental Panel on Climate Change’s Sixth Assessment Report (IPCC AR6), released in 2021. Their findings have recently been published in Advances in Atmospheric Sciences.

Having collected all estimates of the total amount of leaked methane available in the world’s media after the incident, it was found that the earliest estimates (1-2 days after) reached up to 0.5 million tons (Mt). However, it later became clear that the quantity of methane that leaked was likely to be much lower than first estimated. In particular, a team from Nanjing University, China, provided a more accurate estimate of 0.22 ± 0.03 Mt by drawing upon multiple observations including those from high-resolution satellites.

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