Wie die Durchreichestiftung „European Climate Foundation“ mit viel Geld die Klimadebatte heimlich monopolisiert

Die Klimareporter singen ein Loblied auf Finnland in Sachen Klimaziele. Das Land hat ehrgeizige Pläne, allerdings auch einen beträchtlichen Anteil von Torf zur Gewinnung von Strom. Das Verbrennen von Torf ist in mehrfacher Hinsicht kritisch. Ganz am Ende kommt in dem Artikel verschämt die Erklärung, warum Finnland aus solchen schmutzigen Technologien aussteigen kann. Das Kernkraftwerk Olkiluoto 3 geht mit einer Leistung von 1.800 Megawatt Anfang 2020 ans Netz. Rechnerisch reicht diese Leistung für ganz Finnland. Und weil man bei den Klimareportern nicht direkt so richtig Farbe bekennen will, schickt man Friday For Future (FFF) vor, denen man unterstellt, dass sie das vermutlich nicht gut finden. Es sieht also so aus, als wenn FFF die maßgebliche Instanz ist, was die Klimareporter meinen dürfen und was besser nicht.

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Apropos Kernenergie: Kabarettist, Physiker und TV Moderator Vince Ebert sinniert über Kernkraft bei Spektrum der Wissenschaft.

Was wäre, wenn wir die Gefahren der Kernenergie überschätzen? Atomkraft hat keinen sonderlich guten Ruf. Doch im Vergleich zu anderen Arten der Energieerzeugung scheint sie gar nicht mal so gefährlich.“

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Erstaunlich kritische Töne schlagen die Klimareporter hingegen in Sachen „Demokratiefestival“ am 12.06.2020 an. Besonders die Rolle des Kondomhändlers Einhorn missfällt den Klimareportern. Für Einhorn dürfte sich die PR rund um das Event jetzt schon gelohnt haben. Die Klimareporter warnen vor enttäuschten Hoffnungen, weil sie vermutlich erkannt haben, dass sich die Demokratie nicht mit einfachen Bauerntricks reinlegen lässt.

„Ob man das Projekt nun gutheißt oder nicht, der Crowdfunding-Erfolg ist in einer Hinsicht ein besorgniserregendes Symptom. Es sagt schließlich einiges über das politische Zeitgeschehen aus, wenn Zehntausende so wenig Möglichkeit zur politischen Teilhabe sehen, dass sie im Zweifel sogar dafür zahlen.“

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Über die Schildbürger aus Baden-Württemberg haben wir ja schon berichtet.
Jetzt kommt der nächste Streich: Menschen mit wenig Einkommen sollen laut SWR lernen Strom zu sparen. Ministerien sollen dabei helfen. Vielleicht sind die Schildbürger doch weniger dumm als gedacht, denn weniger Stromverbrauch bedeutet auch weniger Import von „dreckigem“ polnischem Kohlestrom.

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Was darf Satire? Offenbar sehr viel. Die PARTEI will laut Tagesspiegel zur nächsten Bundestagswahl Klimawissenschaftler als Kandidaten aufstellen. Ob dann auch Wissenschaftler aus Potsdam dabei sein werden, ist fraglich, denn eines der Parteiziele ist die Wiederherstellung einer Sonderbewirtschaftungszone (SBZ), die das Gebiet der 5 neuen Bundesländer umfassen soll. Da diese räumlich getrennt (aka Mauer) vom Rest der Bundesrepublik sein soll, könnten die Potsdamer Wissenschaftler gar nicht zum Bundestag reisen.

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Frei nach Marlon Brando in der Pate: Wir werden ihnen ein Angebot machen, dass sie nicht ablehnen können. So etwa kann man Versuch der SPD nennen, betroffenen Bürger laut SWR ein Windbürgergeld zu zahlen. Im Gegenzug sollen dann der Rechtsweg eingeschränkt werden. 2020, das Jahr in dem eine Partei versucht seine Bürger zu korrumpieren als ob es den Anwohnern lediglich um das Geld ging. Ob dieser Ausverkauf von Demokratie und Rechtstaatlichkeit in Einklang mit dem Grundgesetz steht? Ohnehin scheint die SPD gewisse Probleme mit dem Verständnis von Demokratie zu haben. Irgendjemand sollte dringend der neuen SPD Vorsitzenden Saskia Esken erklären, für was das GO in NGO steht. NGOs sollen nach ihrer Vorstellung nämlich in Gesetzgebungsverfahren eingebunden werden. Kleiner Tipp Frau Esken: Es wären dann GOs und damit wäre der Gag weg. Ganz abgesehen davon, dass es zahlreiche NGOs gibt, die so transparent wie ein Glas Mich sind und man nicht weiß, wer hinter diesen Organisationen steht. Lobbyisten dürften sich freuen, endlich keine Offenheit mehr.

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Kennen Sie schon die Klima-Allianz? Es gehört offenbar zum Zeitgeist, dort Mitglied zu sein. Mit dabei sind kirchliche Gruppen, Pfadfinder, der Abmahn-Verein „Deutsche Umwelthilfe“, die Klimakläger von Germanwatch und viele mehr. Sie eint der Glaube an die Klimakatastrophe. Was tut die Klima-Allianz? Den Jahresbericht 2017/18 finden Sie hier. Uns interessiert der Posten „Finanzen“ auf Seite 27:

Die Klima-Allianz Deutschland blickt auf erfolgreiche Geschäftsjahre 2017 und 2018 zurück. Sowohl die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen als auch die aus Projektgeldern konnten gesteigert werden. Mehr als die Hälfte der Einnahmen stammt aus den Projektmitteln der European Climate Foundation (ECF). Die Ausgaben in 2017 und 2018 verteilen sich zu rund 60 Prozent auf Personalkosten. Die restlichen 40 Prozent der Kosten wurden für Projekte und Sachausgaben wie Miete, Aktionen und Veranstaltungen verwendet. Insgesamt zeigen die Entwicklungen der Einnahmen seit 2013 nach oben und konnten bis 2018 versechsfacht werden. Besonders erfreulich ist hierbei die Diversifizierung der Einnahmequellen.

Ein Großteil der Gelder kommt von der European Climate Foundation (ECF).

Die ECF ist keine Unbekannte (siehe unseren Beitrag „Follow the Money„). Hierbei handelt es sich um eine Durchreichestiftung, die von reichen Milliardärsstiftungen in den USA und anderswo gespeist wird. Hier werden die Milliardärsgelder an die operativen Einheiten weitergegeben. So schickte man 2017 Aktivisten zu Braunkohleabbaue:

August: Aktion Rote Linie Hambach, 3.000 in Rot gekleidete Menschen bilden eine Kette um den Braunkohletagebau Hambach. Mit der „Roten Linie gegen Kohle“ stellen sich die Demonstrant*innen schützend vor Natur und Dörfer. Die rote Linie gilt dabei als Symbol für die Grenze der gefährlichen Erderwärmung und des Kohleabbaus.

Außerdem tanzte man vor dem Bundestag gegen den Klimawandel (gab es nicht schon früher Regentänze von Schamanen um den Regen herbeizuflehen?):

Oktober: Tanzaktion. Hundert Schüler*innen setzen unter dem Motto „Frischer Wind für den Kohleausstieg“ vor dem Bundestag ein tänzerisches Zeichen für einen schnellen Kohleausstieg. „Es geht um unsere Zukunft“, mahnen die Jugendlichen in Richtung der Jamaika-Sondierungsgespräche. Die musikalische Begleitung liefert das Orchester des Wandels.

Ein weiteres schönes Beispiel dafür, wie die ECF wie eine Krake die deutsche Klimadebatte mit üppigen Stiftungsgeldern an sich reißt. Die Öffentlichkeit sieht eine Vielzahl von Gruppen, die sich für den Klimaalarmismus einsetzen. Am Ende werden die meisten davon jedoch aus vor allem einer Quelle finanziert, der üppig gefüllten Kriegskasse der ECF…