Wann kommt das Red Team?

Ist es vernünftig, in wichtigen Fragen nur einer Beratergruppe zu vertrauen? Natürlich nicht. Firmen haben schon längst erkannt, dass es sich oft lohnt, eine zweite Gruppe zu befragen, welche die Ergebnisse der ersten Gruppe unabhängig und gezielt prüft. Die zweite Gruppe wird auch als „Red Team“ bezeichnet. Wikipedia weiß:

Als Red Team oder als Rotes Team wird eine unabhängige Gruppe bezeichnet, welche eine Organisation zur Verbesserung der Effektivität bringen soll, indem sie als Gegner auftritt. Ziel ist es dabei immer, Sicherheitslücken aufzuspüren, bevor ein externer Dritter diese ausnutzen kann. Es ist besonders effektiv in Organisationen mit starren Strukturen und eingefahrenen Verfahrensweisen. Die Geheimdienste der Vereinigte Staaten, sowohl militärisch als auch zivil, haben rote Teams, die sich in die Position feindlicher Staaten versetzen und entsprechende Szenarien durchspielen und Berichte schreiben. Auch private Unternehmen, welche mit Regierungsorganisationen der USA zusammenarbeiten oder Rüstungsunternehmen sind, wie IBM und Leidos, sowie Regierungsbehörden wie das CIA nutzen bereits seit langer Zeit Red Teams. In den Streitkräften der Vereinigten Staaten werden sie verstärkt eingesetzt, seit der Prüfungsausschuss des Verteidigungsministeriums sie empfohlen hat.

Der Physiker Steven Koonin wirbt für die Einrichtung eines Red Teams in den USA, um die Ergebnisse des IPCC auf den Prüfstand zu stellen. In einem ausgezeichneten Vortrag aus dem April 2019 erläuterte er die wichtigsten Punkte der Klimadebatte:

 

 

(übrigens: sie können sich Untertitel in englisch oder deutsch anzeigen lassen, wenn Sie mit der Maus auf den unteren Rand des Youtubeschirms fahren. Dort gibt es ein Rechtecksymbol – links neben dem Rad).

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Kürzlich war Hitzewelle in Deutschland. Dann kühlte es sich schnell wieder ab. Auch in unseren Nachbarländern war es übrigens heiß, zum Beispiel in den Niederlanden. Und auch dort gibt es vernünftig denkende Menschen, die sich mit der Thematik auseinandersetzen. Aus den Niederlanden kontaktierte uns das Klimaatblog, das sich bereits 2015 mit dem Thema beschäftigt hat:

Vor ein paar Jahren hatten wir darüber auf meinem Blog einige Daten zusammen geschrieben. Mit Daten aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland. Link. Wir wollten sehen, ob die maximale Temperaturen und Hitzewellen in der Zeit zunehmen, und benutzte wo immer möglich längere Zeitreihen, am liebsten ab 1900. Unsere Schlussfolgerungen:

–es gibt einen Nord-Süd Gradienten, mit zunehmender Anzahl heisser Tagen (keine Neuigkeit)

–bei den maximale Temperaturen der hier in Betracht gezogen Stationen gibt es keinen deutlichen Trend

–die Anzahl der warmen Tagen nimmt zu, mit unterschiedlichem Tempo in den vier Ländern

–es ist erforderlich, die Definition von Hitzewellen zu standardisieren

Ein Leser schrieb uns kürzlich, ob es auch andere klimarealistische Blogs in Europa gäbe, man höre so wenig davon. Naja, das hängt u.a. damit zusammen, dass sie in ihren Landessprachen schreiben. Am einfachsten ist noch das Blog der GWPF zu lesen, da es in englisch ist. Weitere Blogs:

Frankreich: Pensée Unique

Niederlande: De staat van het klimaat

Norwegen: klimarealistene.com

Schweden: The Climate Scam