Vorsitzender der britischen Klimawandelkommission verschweigt offenbar Einkünfte über 600.000 Pfund von grünen Unternehmen

Versicherer machen gute Geschäfte mit dem Klimawandel. Das Versicherungs Magazin berichtete im Fabruar 2019:

Versicherer untersuchen Klimawandel und suchen nach Lösungen
Der Sommer in Deutschland 2018 war heiß, ungewöhnlich heiß. Und ungewöhnlich lange heiß. Die Folgen: Waldbrände, Ernteausfälle und sonstige Hitzeschäden. Erste klare Kennzeichen des Klimawandels? Viele Experten bejahen dies. So auch Versicherungsexperten wie Eberhard Faust, Forschungsleiter Klimarisiken und Naturgefahren von Munich Re.

Wieder einmal die Munich Re, die über Stiftungen eng mit dem PIK-Institut verbandelt ist. Da wird ein heißer Sommer 2018 gerne als Beweis für die Klimakatastrophe genommen. Im Artikel heißt es weiter:

Seine Einschätzung und die seiner Kollegen der Munich Re: Bei den bisherigen Modellen und Untersuchungen zu den klimatischen Veränderungen seien „sicher noch Unsicherheiten im Spiel“, aber grundsätzlich sei zu erkennen, dass seit den 90er Jahren die Starkniederschläge in West- und Mitteleuropa um bis zu zehn Prozent zugenommen hätten. Und bei den Überschwemmungsereignissen in dieser Region müsste man „bis zu einer Verdopplung der Häufigkeit“ feststellen.

Es ist klar, dass ein Versicherungsmann dies so sehen muss. Aber was denkt die Wissenschaft darüber? Auskunft hierüber gibt die Webplattform ‚Klimawandel in Deutschland‚:

Seit 1951 hat sich die Häufigkeit von Starkniederschlag von mehr als 30 mm nur geringfügig erhöht. Die Veränderung ist aus statistischer Sicht jedoch insignifikant, so dass kein belastbarer Langzeittrend ausgemacht werden kann. Die Zeitreihe moderner Radardaten zum Starkregen ist leider noch zu kurz, um aussagekräftige Trends interpretieren zu können.

Auch das Umweltbundesamt konnte in seinem Monitoringbericht 2015 zum Klimawandel keine belastbaren Trends zu Starkniederschlägen in Deutschland finden. Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 mm und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben. Im Winter ist der entsprechende Index (Flächenmittel der maximalen 5-Tagessumme der Niederschläge) zwar leicht angestiegen, wobei der Anstieg aufgrund der starken Variabilität von Jahr zu Jahr statistisch nicht signifikant ist.

Klimarekonstruktionen dokumentieren eine hohe natürliche Variabilität der Hochwasserhäufigkeit in Deutschland während der vergangenen Jahrhunderte. Studien zeigen, dass Hochwasser in Mitteleuropa in den vergangenen 500 Jahren nicht häufiger geworden zu sein scheinen. Dasselbe gilt auch auf Europa-Gesamtebene und die letzten 50 Jahre. Auf der 7. Deutschen Klimatagung im Oktober 2006 stellten Manfred Mudelsee und Gerd Tetzlaff Studienergebnisse vor, die auch für Deutschland keine Zunahme der Hochwasserereignisse sahen. Weil immer mehr Menschen an die Ufer zogen, stiegen aber die Schäden durch Hochwasser. Zieht man diesen Wertzuwachs-Effekt ab, zeigt sich Berechnungen zufolge keine ungewöhnliche Zunahme in den vergangenen vier Jahrzehnten.

Ein Teil der natürlichen Variabilität der Hochwässer geht offenbar auf Schwankungen der Sonnenaktivität zurück. Ein Team des Geoforschungszentrums (GFZ) Potsdam um Markus Czymzik rekonstruierte anhand von laminierten Sedimenten die Flutkatastrophengeschichte des bayerischen Ammersees für die vergangenen 450 Jahre. Die Forscher fanden dabei einen deutlichen Zusammenhang der Hochwässer mit der Entwicklung der Sonnenaktivität. 

Abseits der offiziellen wissenschaftlichen Analysen schafft sich hier die Versicherungsbranche ihre eigene Wirklichkeit zusammen, in der Hoffnung, dass wohl niemand die Fakten checkt…

Siehe auch:

Unwetter in Europa: Nicht mehr Überflutungen als früher

Neue begutachtete Studie in Nature Climate Change: Klimawandel lässt Hochwasser in Europa wohl in Zukunft seltener werden

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Geschäfte mit der Energiewende auf Kosten der etablierten Energiesysteme sind verlockend. In Großbritannien „versäumte“ es der Vorsitzende des einflussreichen Climate Change Committee offenbar doch glatt, Einkünfte seiner eigenen privaten Firma aus dem Bereich der grünen Energien anzugeben. Ein ungeheuerlicher Interessenskonflikt, falls sich dies bewahrheitet. Daily Mail vom 9. Februar 2019:

The Lords sleaze watchdog has launched a formal investigation into claims that John Selwyn Gummer failed to declare more than £600,000 of payments made to his private company by ‚green‘ businesses that stand to profit from his advice to Ministers. Five MPs lodged a complaint with Standards Commissioner Lucy Scott-Moncrieff following last week’s Mail on Sunday revelations about the business interests of the Tory peer, who chairs the influential Climate Change Committee (CCC). Just hours later, she announced her inquiry into allegations he may have breached code of conduct rules.

Siehe weitere Berichte hier und hier. In diesem eklatanten Fall wird sogar Wikipedia relativ deutlich:

Gummer wird vorgeworfen, als Vorsitzender des CCC gegen Regelungen zur Offenlegung von Interessenskonflikten verstoßen zu haben. Er soll mehr als 600 000 Pfund von grünen Unternehmen erhalten und diese Zahlungen verschwiegen haben. Mindestens neun Unternehmen hätten Grummer bezahlt, die durch Subventionen der Regierung unterstützt werden.[4]