Sara Schurmann will Cancel Culture

Am 26.8.2021 nahm Fritz Vahrenholt an einer Talkshow bei Phoenix zum Thema „Fluten, Brände, Stürme – Klimapolitik auf dem Prüfstand“ teil. Vor kurzem brachten wir hier im Blog erste Zuschauerreaktionen. Die Sendung ist auf Youtube verfügbar. Im weitere Zuschauerzuschriften:

Zuschauer Jörg Dornemann schrieb an den Moderator:

Bitte an Herrn Kähler persönlich!
Talkshow am 26.8.2021 bei Phoenix zum Thema „Fluten, Brände, Stürme – Klimapolitik auf dem Prüfstand…

Sehr geehrter Herr Kähler,
Ich habe die Sendung gesehen und ich muss leider sagen, ich war entsetzt. Hört hier in Deutschland niemand mehr zu? Die drei Klima-Protagonisten sprachen immer nur von Denken, Groß Denken, Etwas tun, usw. …und der Moderator? Herr Professor Vahrenholt legte die Probleme dezidiert, sachlich und äußerst präzise dar, die wir mit der derzeitigen Herangehensweise an eine Energiewende haben. Es geht eben darum, wie wir eine Energieversorgung sicher stellen können, oder etwa nicht? So, wie das im Moment geplant ist, kann das nicht klappen. Seine Analysen und Vorschläge sind durchdacht und stichhaltig und man muss ihnen eigentlich folgen.
Auf der anderen Seite wird geträumt von „Groß Denken“, usw., die anderen Floskeln und Worthülsen zu zitieren, spare ich mir. Warum kommt nicht vom Moderator einmal die Frage an diese Fraktion, „wie wollen Sie praktisch technisch mit den den übrig bleibenden Mitteln, also Wind, Sonne, ein bisschen Bio, ein bisschen Wasserkraft die Energieversorgung sicher stellen?“. Das wäre in meinen Augen seine Aufgabe gewesen! Vom „Groß Denken“ und „Zukunftsdenken“ und Aktionismus allein wird nicht eine einzige Kilowattstunde in ein deutsches Stromnetz fließen. 

Sehen Sie sich mal die Charts der Firmen an, die „Erneuerbare Energien“ verkaufen, denken Sie mal an die Dunkelflaute (Nacht ohne ausreichend Wind). Fragen Sie sich mal, ob wir wirklich Stromsperren brauchen, wie ich sie noch in meiner Jugend erlebt habe, weil diese Einrichtungen trotz hoher nomineller Kapazitäten keinen Strom liefern können(!!!!). Wie wollen Sie die Grundlast denn mit diesen Quellen sicher stellen? Aber der Begriff „Grundlast“ ist ja zu einem Unwort deklariert worden, wohl, weil dann mal technisch und nicht quasi-philosophisch darüber nachgedacht werden müsste. Nur sind leider Natur- und Ingenieurwissenschaften aus den Überlegungen (fast) völlig verdrängt. Es scheint mir leider, dass die Energiewende (im derzeitigen, in der Sendung angenommenen Sinne) zu einer Art Ersatzreligion verkommen ist, die nicht hinterfragt werden darf. Zusammengefasst: Für mich sieht kritischer Journalismus anders, ganz anders aus. Auf eine Antwort von Ihnen, die sachlich, sachkundig und wirklich auf das von mir herausgestellte Thema eingeht, bin ich sehr gespannt.
Mit freundlichen Grüßen,
Jörg Dornemann

Eine Redaktionsmitarbeiterin (nicht der Moderator) antwortet sinngemäß, dass man vor allem eine Diskussion anstoßen wollte, geht aber nicht auf die Einseitigkeit der Frage des Moderators ein. Daher scheibt Jörg Dornemann erneut an den Sender:

Sehr geehrte Frau xyz,

Ich danke dafür, dass Sie Ihr Versprechen eingehalten und geantwortet haben. Ihre Antwort geht aber leider völlig(!) an meiner Kritik vorbei und besteht wohl zumindest zum Teil aus Standard-Textbausteinen. Meine Kritik liegt nicht an der Zusammensetzung der Runde, sie liegt immer noch darin, dass sich der Moderator im Vorfeld hätte sachkundig machen müssen(!). Das „inhaltlose Geschwafel“ ohne konkrete Aussagen zum wirklichen Thema, in diesem Falle zu einer gesicherten(!) Energie-Grundversorgung(!), hätte er durch konkrete Nachfragen unterbinden und zu technisch durchführbaren Lösungsvorschlägen auffordern müssen. Die Inhaltlosigkeit der „Aussagen“, der Herrn Vahrenholt Gegenübersitzenden war einfach nur erschreckend und bestand eigentlich nur aus Schlagworten – das brauchen wir in unserer Welt aber garnicht. Ich hatte das ja schon in meiner Ursprungsmail beschrieben. 

Leider weiß ich nun, da ich Antwort von Ihnen bekam, dass Herr Kähler meine Mail, obwohl – aus gutem Grund – an ihn „persönlich“ adressiert, nicht gelesen hat. 

Ich weiß auch, dass Journalismus-Kritik gar nicht gut ankommt, sie ist hier aber m.E. mehr als angebracht. Der kritische Journalismus, der merkt, wenn er „hinter die Fichte geführt“ wird, fehlt mir zusehends in Deutschland und Haltung und Meinung bekommen immer mehr die Oberhand über Wissen. Das Basis-Wissen, das ich im Mittelteil meiner Nachricht beschrieb – in die Diskussion eingebracht – hätte die Sendung zu einem Gewinn für die Zuschauer machen können, so hat der Energieverbrauch während der Sendung nur meinen ökologischen Fußabdruck vergrößert.

Ich wiederhole: „Wird in Deutschland nicht mehr zugehört“? In der Hoffnung durch meine Rückantwort vielleicht doch noch etwas für unsere Zukunft erreichen zu können,

Mit vielen Grüßen, 
Jörg Dornemann

Udo Höweler:

Natürlich haben die Kommentare zu der Sendung schon die verschiedenen Aspekte gesammelt. Allerdings sind mir die nachfolgenden – eher übergeordneten Punkte – aufgefallen:
a) Wieso waren die beiden naturwissentschaftlich/technisch geschulten
   Teilnehm* Männer und die beiden zum Philosophieren neigenden
   Teilnehm* Frauen? Daraus folgt auch die befremdliche Zuordnung der
   beiden Arten von Beurteilungen, die sich in den Kommentaren
   widerspiegeln: langatmig abschweifig bzw. kurz detailliert.
   Das kann doch nicht an den Geschlechtern gelegen haben!

b) Die beiden utopistischen Zunkunftsbetrachterinnen hatten den Vorteil,
   dass sie eine optimistische Grundstimmung darstellen konnten, die
   aber – erstaunlicherweise – auf einer faszinierenden Technik-
   glaubigkeit
beruhte, dass schon alles rechtzeitig durch neue
   Entwicklungen realisiert werden könne, die ich bei den
   Vertreterinnen ihrer Richtung gar nicht erwartet hatte. Dies nimmt
   bestimmt aussenstehende Zuhör* ein und gewinnt sie für die Richtung.

c) Ein solcher Optimismus kann natürlich durch die Formulierung
   kritischer Details der aktuellen Lage und Entwicklung(smöglichkeiten)
   nicht vermittelt werden. Dadurch hingen Herrn Vahrenholts
   Erläuterungen immer etwas Negatives an. Wäre es nicht möglich, die
   Chancen der höheren CO2-Konzentration (bessere Ergebnisse für die
   Nahrungsmittel auch unserer BIOlandwirtschaft…..) mit dem zu b)
   vergleichbaren Vertrauen in eine technische Verwirklichung des
   Umgangs mit CO2 zu formulieren, die dann auch optimistisch klingt?

Zuschauer R. M. schrieb an die Phoenix-Redaktion:

Sehr geehrter Damen und Herren,

Der Teilnehmerkreis Ihrer Sendung “ https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-runde/fluten-braende-stuerme–klimapolitik-auf-dem-pruefstand-a-2238125.html “ war sehr einseitig zusammengesetzt. Drei Klimaaktivisten aber nur ein Teilnehmer mit realpolitischen Positionen. Hätten Sie statt Herrn Plöger einen Wirtschaftswissenschaftler wie z.B. Prof. H.W. Sinn oder G. Felbermayr eingeladen, wäre die Diskussion sicherlich interessanter gewesen. Sie werden mit Gebühren finanziert, die die wenigsten von uns gerne zahlen. Sie sollten sich deshalb verpflichtet fühlen, alle Positionen einer Debatte auch angemessen zu Wort kommen zu lassen. Herr Kähler hätte gut daran getan, darauf hinzuweisen, dass es an der Ahr auch in der Vergangenheit (1804 und 1910) schon schwere Flutkatastrophen gegeben hat.

Klaus Lösche:

Die Phoenix – Gesprächsrunde u.a. mit Fritz Vahrenholt war fast schon mutig, einfach deswegen , weil sie zum Thema u.a.  „anthropogener Klimawandel“ auch Prof. Vahrenholt zu Wort kommen lasst. Man muss fast schon dankbar sein , dass Phoenix das ermöglicht hat. Mit dabei war auch jener Sven Plöger , der erst vor wenigen Jahren den natürlichen Treibhauseffekt umgedeutet hat. Danach sei nicht mehr +15Grad Celsius die „normale“ ( mittlere) Erdtemperatur sondern es sei nun +14 Grad Celsius anzunehmen. Ein Schelm , wer Böses dabei denkt. ..

Seinen Ansatz in der Runde kann man kurz gefasst so charakterisieren: man müsse groß denken um Deutschland klein zu machen ..! Frau Neubauer oder Frau Göpel kommen zu ähnlichen wortreichen Aussagen , wobei sie sich nicht im Ansatz auf nachvollziehbare Fakten oder auf Wissenschaft berufen können . Man muss sich das wirklich klarmachen und das Gespräch daraufhin  abklopfen. Sie setzen einfach etwas voraus , was sachlich nicht vorausgesetzt werden darf und kann , auch wenn beide Damen sich immer wieder auf die Wissenschaft schlechthin berufen.

Auf einer solchen (nicht vorhandenen ) Basis leiten sie dann Ihre Narrative ab.  Sie , zusammen mit Sven Plöger , bilden in dieser Gesprächsrunde ein Abbild derjenigen Narrative , die Dich leider in unserer Gesellschaft mehr und mehr in den Vordergrund schieben und immer wieder von Neuem behaupten , ihr Narrativ bildet die „ Wahrheit“ ab.  Man ahnt auch in dieser Gesprächsrunde  , dass es jenen Narrativen weniger um wirklichen Klimaschutz geht , sondern eher um eine gesellschaftspolitische Transformation.

Auch fragt man sich u.a.,  wie das mit dem Auftrag von öffentlich rechtlichen Medien überhaupt zu vereinbaren ist , wenn Vertreter solcher Organisationen derartige Narrative bedienen?  Die sachlichen und nachvollziehbaren Beiträge von Prof.  Vahrenholt waren wohltuend und sind bereichernd . Er liefert Fakten und praktikable Lösungsansätze . Erstaunlich wie wenig bis gar nicht die anderen Teilnehmer darauf eingehen.

Auffallend war für mich auch, dass seine Argumente den anderen Teilnehmern offenbar sehr wohl bekannt sind (vgl. seine einschlägigen  Bücher zusammen mit Dr. Lüning) aber nicht wirklich akzeptiert oder gewollt werden (Frau Neubauer weist darauf hin etc) . Man schaut anscheinend lieber z.B. auf Aussagen der Wirtschaftswissenschaftlerin Frau Prof. Kempfert , die nun wirklich keine Physikerin oder Naturwissenschaftlern  ist. . Alles das und mehr ist sehr bezeichnend für diese Gesprächsrunde . Man kann wohl nur noch hoffen , dass die sachlichen und praktikablen wie faktenbasierten Narrative eines Prof. Vahrenholt doch noch Chancen erhalten.

Peter Seidel:

Frau Prof. Maja Göpel hatte in Ihren Antworten nur Visionen und Hypothesen, die nicht realistisch sind. Ganz klassisch für Philosophen.

Die Politikerin  Luise Neubauer wirkte sehr naiv und das Geschäft ihrer „Bewegung“ ist ja ernsthaft in Gefahr, nachdem der Wissenschaftler  Fritz Vahrenholt statt einer Temperaturerhöhung von 3 bis 5 Grad nur von 0,3 Grad gesprochen hat. Hopla…keine Klimakrise!

Der Meterologe Fritz Plöge hat mich sehr enttäuscht. Die schlimmen Ereignisse an der Ahr beruhen ausschließlich auf  fehlenden Hochwasserschutz. Der Landrat des betroffenen Landkreises hat deswegen ernsthafte „Schwierigkeiten“.

 Außerdem war das ein einzelnes Wetterereignis, welches noch nicht dem Klima zugerechnet werden kann (Wetterereignisse in der Summe von ca. 30 Jahren sind Klima). Ein einzelnes Ereignis spiegelt noch nicht einmal einen Trend wieder. Was soll die genannte Studie daran ändern??

Das Anzweifeln der Sicherheit bei der Einlagerung von Kohlendioxid mit den Worten „ich glaube“ ist nicht tolerierbar. Das sollen doch bitte Fachleute beurteilen.

Eine funktionierende Energiepolitik ohne Atomstrom ist derzeit  nicht möglich nach Vahrenholts Aussage. Das abschalten der Atommeiler ist falsch.  Nach meiner Meinung sollte hier genauso Geld fließen in Technik, Forschung und Erhalt der Anlagen, wie bei den alternativen Energien, sonst bleiben Netzstabilität, Arbeitsplätze, soziale Errungenschaften und natürlich der Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland auf der Strecke.

Fritz Vahrenholt stand in der Diskussion vollkommen alleine mit seinen fachlich und wissenschaftlich exakt vorgebrachten Fakten. Schade!

Dipl-Chem. Peter Sikorsky:

Toll finde ich, daß sich Herr Vahrenholt bereit gefunden hat, sich auf eine Auseindersetzung mit Anhängern der neuen Glaubensrichtung „menschengemachter Klimawandel“ einzulassen. Dafür Danke und Respekt.

Frau Professor Maja Göpel, Politökonomin: An der Uni gab es eine Zweiteilung, auf der einen Seite vom Audimax Naturwissenschaften, auf der anderen Seite Geisteswissenschaften. Die Einlassungen von Frau Göpel erinnern mich an Schnuppervorlesungen bei den Geisteswissenschaften: theoretisch, abgehoben, unkonkret; ihre Inhaltsleere war sie bemüht durch Aufbau von Emotionalität und Enthusiasmus zu überdecken;

Frau Neubauer: bei dieser jungen Dame hatte ich den Eindruck und starke Zweifel, daß sie überhaupt interlektuell in der Lage war, der Diskussion zu folgen;

Herr  Plöger: Asse: Atommüll-Entsorgung mit CO2 verpressung gleichzusetzen, hat der se noch alle? Weiß er überhaupt, wovon er da redet? Wenn jemand diese Gleichsetzung macht, kann ich als Chemiker nur sagen: der hat keine Ahnung von chemischem Gefahrenpotential. Er ist sicher ein guter Meteorologe, der Volksmund sagt aber nicht zu Unrecht. Schuster bleib deinem Leisten.

Studie mit 1,2 bis 9,0, Zunahme von NAturkatastrophen, habe ich nicht verstanden; sicherlich ging das auch anderen so, einfach abgehoben; dabei ist es ganz einfach:

Vorneweg lieben Dank an das KalteSonne-Team – man liest den Artikel im KalteSonne-Blog vom 17.8.21 Titel: Das Naturschutzgebiet „Ahrschleife bei Altenahr“, da kann man unter Anwendung des gesunden Menschenverstands mutmaßen – das ahrtal wurde im abstand von ca. 100 Jahren bisher min. 3x von Hochwasserkatastrophe wie der jetzt Erlebten heimgesucht – daß es wahrscheinlich in ca 100 Jahren wieder so eine Katastrophe wie jetzt geben wird. In diesem Artikel werden wunderbar Zusammenhänge aufgezeigt, aus denen sich zwanglos das Auftreten solcher katastrophen ableiten läßt. Diesen artikel sollte sich Herr Plöger zu Gemüte führen, plausibel, nachvollziehbar.

KalteSonne-Team: habt Ihr gut gemacht!

Herr Vahrenholt: einsamer rufer in der wüste, sorry, mit welcher Ignoranz Ihre Beiträge und alarmmeldungen behandelt wurden, es macht mich irgendwie fassungslos, wir laufen da sehenden Auges in eine Katastrophe hinein, zahlen und fakten, spielt alles keine rolle, alles nur ein großes gefühl, das wort „Realismus“ wird immer kleiner geschrieben, bis es verschwunden ist. Nochmal Danke!

Sara Schurmann (Aktivistin) auf Twitter liebt die Cancel Culture:

Zitat von Arthur Schopenhauer:

27. Bei jeder Verkehrtheit, die im Publiko oder in der Gesellschaft, ge-
sagt oder in der Literatur geschrieben und wohl aufgenommen, wenigs-
tens nicht widerlegt wird, soll man nicht verzweifeln und meinen, daß es
nun dabei sein Bewenden haben werde; sondern wissen und sich getrös-
ten, daß die Sache hinterher und allmählich ruminiert, beleuchtet, be-
dacht, erwogen, besprochen und meistens zuletzt richtig, beurteilt wird;
so daß, nach einer, der Schwierigkeit derselben angemessenen Frist, end-
lich fast alle begreifen, was der klare Kopf sogleich sah. Unterdessen frei-
lich muß man sich gedulden. Denn ein Mann von richtiger Einsicht unter
den Betörten gleicht dem, dessen Uhr richtig geht, in einer Stadt, deren
Turmuhren alle falsch gestellt sind. Er allein weiß die wahre Zeit: aber
was hilft es ihm? alle Welt richtet sich nach den falsch zeigenden Stadt-
uhren; sogar auch die, welche wissen, daß seine Uhr allein die wahre
Zeit angibt.
(Aphorismen Kap 5 C, Nr. 27.)

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Beitrag von Frank Bosse

In den vergangenen Sommern wurde uns immer wieder ein „zunehmendes Sommer-Regendefizit“ als Auswirkung des Klimawandels verkauft. Wie verhält es sich mit dem Niederschlag am Sommerende 2021?

Seit 1950 ist da kein linearer Trend von Bedeutung. Die 11-jährige Tiefpassfilterung (dicke Linie) lässt übernormale Perioden Mitte der 50er hervortreten, in den 70ern und 80ern hatten wir unternormale Zeiten beim Niederschlag. In den 2000ern ging es aufwärts, ab 2010 wieder abwärts, alles mit geringer Schwankungsbreite. In den letzten Jahren, vor allem in 2018 und 2019, dann sehr wenig Regen, jedoch auch nicht so ungewöhnlich in der Zeitreihe. Im vergangenen Sommer 2021 dann wieder viel Regen, 310mm. Es schwankt so vor sich hin. Anders bei den Temperaturen:

Hier sehen wir seit den späten 80ern einen deutlichen Anstieg, der 11-jährige Tiefpassfilter zeigt, dass der lineare Wachstumstrend vor allem danach entstand. Der diesjährige Sommer war dann mit 17,9°C zwar wieder im Streubereich der vielen Jahre, das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Warm-Trend ungebrochen ist. Seit 1990 erwärmten sich die Sommer um 1,8°C in ganz Deutschland, ein klarer Aufwärts-Trend.

Nichts davon ist beim Niederschlag zu finden. War es also nur ein wohlfeiles Ausnutzen einer Witterungs-Schwankung wie sie schon öfters auch ohne stärkeren menschgemachten Klimawandel vor 1980) auftrat, die das Trommelfeuer der Medien zum Thema Regen und Klima aufmunitionierte? Weil möglichst alles an Wetter und Witterung auf Klimawandel geschoben wird? Das wäre eine ganz schlechte Entscheidung gewesen, denn die Menschen fühlen sich so auf die Schippe genommen. Liebe Medien und sie fütternde „Faktenfinder“: lasst das! Ihr macht Euch immer unglaubwürdiger!

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Zuschrift:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit reichweiten-starken Anzeigen warnt die Akademie Bergstraße die Öffentlichkeit vor einer jetzt schon real existierenden „StromMangelWirtschaft“. Zuletzt kam es unter anderem am 14. August 2021 erneut zu einer extrem kritischen Versorgungssituation. Nur mit voller Kraft der konventionellen Kraftwerke und mit dem stundenlangen Abschalten von Teilbereichen der Industrie konnte ein Zusammenbruch des deutschen Stromnetzes verhindert werden.

Das belegt, dass die vorhergesagte „StromMangelWirtschaft“, das ständige Abschalten von Teilen der Stromverbraucher bei unzureichendem Wind und bei fehlendem Sonnenschein (abends, nachts und bei trübem Wetter) bereits heute Realität ist. Und mit jedem weiteren Kraftwerk, das künftig stillgelegt wird, verschärft sich das Problem.

Die deutsche Stromversorgungskrise ist keine Prognose mehr. Sie ist längst bittere Realität!

Zahlreiche Fachleute, die seit etlichen Jahren eindringlich vor dieser Situation warnten, lagen richtig. Andere lagen falsch, maßen sich aber bis heute weiterhin an, die Richtlinien der Energiepolitik bestimmen zu dürfen, obwohl sich fatalste Folgen für diese Volkswirtschaft längst konkret abzeichnen:

Wesentliche Teile der Industrie investieren wegen dieser Stromversorgungskrise und wegen der steigenden Strompreise längst nicht mehr in Deutschland, sie planen Neuinvestitionen anderswo, wo der Strom zuverlässig und preiswert „aus der Steckdose“ kommt.
In Deutschland ist das Bewusstsein weithin verloren gegangen, dass solche Entwicklungen nicht mehr nur existenz-bedrohend, sondern existenz-vernichtend sind.

Das Problembewusstsein von Politik und Öffentlichkeit muss nun sehr schnell geschärft werden, um Schlimmeres zu verhindern. Da ein Großteil der Mainstream-Medien diese existenzbedrohende Krise bislang noch weitgehend verschweigt, schaltet die Akademie Bergstraße erste Anzeigen in weitreichen-starken Zeitungen, um in verständlicher Sprache deutlich zu machen, wo wir stehen und was zu tun ist.

Falls Sie weitere Anzeigenschaltungen zur Rettung unserer Stromversorgung ermöglichen wollen, können Sie das jetzt durch eine Spende ermöglichen:

Kontoinhaber: Akademie Bergstraße
IBAN: DE82 5086 1501 0000 1964 52
BIC: GENODE51ABH
Raiffeisenbank Nördliche Bergstraße eG

Mit freundlichen Grüßen
Henrik Paulitz

Akademie Bergstraße für Ressourcen-, Demokratie- und Friedensforschung
www.akademie-bergstrasse.de

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