Leicht verschätzt: In Nordamerika schneit es doppelt so viel wie zuvor angenommen

Die Erde erwärmt sich, wie reagiert der Schnee darauf? In den Alpen haben Hüsler et al. 2014 Satellitenbilder ausgewertet und die schneebedeckte Fläche ausgemessen (snow cover area percentage, SCA) . Überraschenderweise hat sich dieser Wert in den letzten 27 Jahren kaum verändert. Abstract: A satellite-based snow cover climatology (1985–2011) for the European Alps derived from AVHRR data Seasonal snow cover is of great environmental and socio-economic importance for the European Alps. Therefore a high priority has been assigned to quantifying its temporal and spatial variability. Complementary to land-based monitoring networks, optical satellite observations can be used to derive spatially comprehensive …

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Windklau auf hoher See

Ein Gutachten des Dresdeners Experten für Energierecht an der TU Dresden, Ulrich Büdenbender, im Auftrag der STEAG kommt zu dem Schluss, dass die Einigung zum Kohleausstieg gegen die Verfassung verstößt. Lange Prozesse wie beim Atomausstieg könnten die Folge sein. Den Artikel aus der WELT kann man hier nachlesen. +++ Über das kleine Riepsdorf in Ostholstein und die dortigen Probleme mit Windkraft wurde hier schon berichtet. Jetzt kommt heraus, dass einer der Windmüller aus dem Ort Bäume beschnitten hat, leider ohne Genehmigung und zudem noch Bäume, die auf Gemeindeland oder Grundstücken von Dritten standen. Grund waren die erwarteten Lieferungen von neuen …

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Spannender Schnee von gestern

Das Thema heute lautet Schnee auf der nördlichen Halbkugel. Hier die Entwicklung der letzten 50 Jahre (laufendes 12-Monatsmittel): Abbildung: Entwicklung der Schneefälle auf der nördlichen Halbkugel mit zusätzlicher Unterscheidung von Eurasien und Nordamerika. Quelle: Rutgers University Global Snow Lab. Daten November 1966 bis Dezember 2019. Von Mitte der 1960er bis Mitte der 1980er Jahre gab es viel Schnee. Um 1990 herum machte sich der Schnee ziemlich rar. In den folgenden 30 Jahren schneite es auf mittlerem Niveau. Und hier die Schneefälle der nördlichen Hemisphäre im Jahresvergleich: Abbildung: Schneefälle der nördlichen Hemisphäre im Jahresvergleich. Quelle: Global Cryosphere Watch. Die Schneemasse des …

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Klimaschutz wird mit Naturzerstörung bezahlt

Claudia Kempfert, Professorin für Energieökonomie, ist eine heiße Kandidatin für einen Posten im 5-köpfigen Expertenrat des Klimaschutzgesetzes. Der Rat soll u.a. die Einhaltung von Klimazielen überprüfen. Im Handelsblatt erschien jetzt ein Artikel, der ihre Eignung für diesen Posten in Frage stellt. Dazu werden zwei Kritiker von Frau Kempfert zitiert, die sich mit einem Aufsatz von ihr auseinandergesetzt haben. „Der Düsseldorfer Ökonom Justus Haucap: „Im Grunde ist wirklich alles völlig falsch, was sie schreibt“, resümiert Haucap und widerspricht fast sämtlichen Annahmen und Zahlenbeispielen aus dem Aufsatz“ und der Magdeburger Ökonom Joachim Wegmann: „[er] wirft Kemfert vor, auf „sehr ungewöhnliche Weise“ zu …

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Wie Modelle den Teufel mit dem Beelzebub austreiben

Wir hatten unlängst hier berichtet, dass es inzwischen auch unter den Klimamodellierern Zweifel gibt an den hohen Empfindlichkeiten in Modellen, was die Wirkung von CO2 auf die globalen Temperaturen betrifft.  Am oberen Ende der Skala ermitteln wenigstens 7 Modelle Werte für die ECS (Equilibrium Climate Sensivity – Die Erwärmung durch das Verdoppeln des CO2- Gehaltes nach Einstellung des Gleichgewichtes auch im Ozean, die außerhalb des bisher für wahrscheinlich gehaltenen Bereichs von 1,5…4,5 °C liegen. Was sind die Gründe dafür? Die Frage treibt die Klimamodellierer um, denn die offensichtliche Übertreibung lässt die Glaubwürdigkeit der Projektionen gegen Null gehen. Ein hochrangiges europäisches …

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Oberflächen-Eismassenbilanz in der Westantarktis war in den letzten 100 Jahren positiv

In der Antarktis lagern riesige Mengen an Wasser in Form von Eis. Was macht der Klimawandel mit der Antarktis? Wir schauen heute, was es Neues zum Thema gibt. Die US-amerikanische National Science Foundation hatte am 1.11.2019 gute Nachrichten: Die hohen Eisklippen am Rand des antarktischen Eisschildes sind wohl stabiler als gedacht: Antarctic ice cliffs may not contribute to ice-sheet instability as much as predicted Even the tallest ice cliffs should support their own weight rather than collapsing catastrophically Antarctica’s ice sheet spans close to twice the area of the contiguous United States. Its land boundary is buttressed by massive, floating …

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Die gute Nachricht: Kein Kipppunkt beim arktischen Meereis

Das arktische Meereis ist in den letzten 100 Jahren geschrumpft, darüber herrscht Einigkeit. Die Entwicklung lief aber nicht linear und stetig ab. Zwischenzeitlich wuchs das Meereis nämlich auch für einige Jahrzehnte. Was könnte dahinterstecken? Li et al. 2018 haben es herausgefunden: Das arktische Meereis wird vom Ozeanzyklus der AMO (Atlantische Multidekadenoszillation) mitgesteuert: Atlantic Multidecadal Oscillation Modulates the Impacts of Arctic Sea Ice Decline The Arctic sea ice cover has been rapidly declining in the last two decades, concurrent with a shift in the Atlantic Multidecadal Oscillation (AMO) to its warm phase around 1996/1997. Here we use both observations and model …

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Es war einmal… 2015

Einer der größten Hits der englischen Band Oasis war „Don’t look back in anger“, der im Jahre 1996 als Single ausgekoppelt wurde. Gegen den Rat der Band schauen wir nun doch noch mal zurück im Zorn, genauer in das Jahr 2015. Beim Sender Phoenix (Sendung: Unter den Linden) kann man ein 38:40 Minuten langes Video aus dem Jahr 2015 ansehen, bei dem zwei Studiogäste über das Thema Klima vor dem Hintergrund des Pariser Abkommens diskutieren. (Anmerkung: Die Einblendungen links oben stammen von Einsteller des Videos nicht von diesem Blog!). Es sind der Grünen Politiker Jürgen Trittin, der ja hier wegen …

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Bis zu 50% des arktischen Meereisverlustes der letzten Jahrzehnte hat natürliche Ursachen

Das arktische Meereis taucht immer wieder in den Nachrichten auf, insbesondere wenn es mal wieder geschrumpft ist. Wer sich selber einen Überblick über die Entwicklung des arktischen Meereises verschaffen will, kann dies in diesem Online-Tool des NSIDC machen. David Middleton hat auf WUWT eine gute nichtalarmistische Einführung zum Thema Meereis geschrieben. Darin geht er auf grundsätzliche Fragen ein, wie die Meereisbedeckung überhaupt gemessen wird und was „eisfrei“ eigentlich genau bedeutet. Außerdem setzt Middleton die aktuelle Entwicklung in den Kontext der letzten Jahrtausende. Interessant ist auch eine Arbeit von Bunzel et al. 2018, in der Probleme bei der satellitengestützten Bestimmung der …

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Eine Sch****-Idee: Wundersame Winter-Waldbrände

Laut verschiedenen Medienberichten soll die Abstandsregel für Windkraftwerke zu Siedlungen nun doch wieder aufgeweicht werden. Das kleine Dorf Riepsdorf (Ostholstein) in Schleswig-Holstein hat 63 Windkraftanlagen auf seinem Gebiet. Nach aktuellen Plänen sollen es noch mehr werden, was die Meinung der Bevölkerung spaltet. Mehr dazu in einem Artikel in den Lübecker Nachrichten (Paywall). Das Thema spaltet auch die Jamaika Koaltion des Landes, wie ebenfalls die LN berichtet (Paywall). Die FDP will strengere Regeln, während die CDU und auch die Grünen den Windkraftanlagenbetreibern weiterhin freie Hand lassen wollen. +++ Solaranlagen gefährden die Stromversorgung und belasten die CO2-Bilanz der Schweiz. Das jedenfalls sagt …

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Wie nun auch die FAZ aus einer Wetteranomalie in der Westantarktis ein „Sommerwetter rund um den Südpol“ macht

Von Dr. Gert Maichel Am 13. Februar 2020 veröffentlichte Joachim Müller-Jung einen Artikel in der FAZ, in dem er aus einen kurzzeitigen Rekordtemperaturwert an der von Argentinien betriebenen Station Esperanza auf der Antarktischen Halbinsel „Sommerwetter rund um den Südpol“ (so die Überschrift) machte. Das wird dann mit weiteren Hinweisen auf das gesamte antarktische und globale Wettergeschehen kräftig gemischt, so dass dem uninformierten Leser wirklich das Gruseln kommen kann. Noch nie seit Beginn der Temperaturmessungen hätte es global einen so warmen Januar gegeben. Mit 1,14 Grad Celsius sei der globale Januarwert gegenüber dem Durchschnitt des 20-sten Jahrhunderts übertroffen worden, so wird …

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Preisverdächtig: „Erhöhte Gefahr für Handwerker durch milde Winter“

Die Welt wird immer grüner, eine neue Studie, die die Zeitschrift Nature veröffentlicht hat, beschreibt noch einen weiteren Effekt. Mehr Pflanzen bedeuten nämlich mehr Verbrauch von CO2 und mehr Verdunstung von Wasser, was wiederum kühlende Wirkung hat. Wie gut, dass es noch Forscher gibt, die in diesem Bereich forschen, obwohl beim Thema Klima doch „Science is settled“ gilt. Möglicherweise ist ja doch noch nicht alles erforscht und der alte Sokrates-Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ hat immer noch Gültigkeit. Die Studie von Piao et al. 2020 ist hier zu finden. +++ Nicht das ambitionierte Kanada war in 2019 führend …

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Hurra, wir leben noch!

Es ist nicht lange her, da waren die Medien voll von Bildern der außergewöhnlichen Brände in Australien. Die Brände und die Folgen sind aber gerade aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten. Es gibt Ausnahmen wie den Blogger Sascha Lobo, der auf Instagram die Folgen der Brände dokumentiert. Neben den zugegebenen düsteren Fotos von Lobo, erscheinen aber auch sehr ermutigende Bilder von der Rückeroberung der Brandflächen durch die Natur. Die Seite Brightvibes hat unter dem Motto „Life after the bushfires“ etliche solcher Fotos veröffentlicht. Sehenswert. +++ Die Niagarafälle sind aktuell zum Teil eingefroren und erzeugen beeindruckende Bilder. Möglicherweise ist der Winter …

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Früherer Premierminister von Island hat Klimakatastrophen-Tourismus satt: Gletscher waren früher kürzer als heute

Viele Gletscher schrumpfen derzeit, so wie sie es stets getan haben, wenn sich das Klima erwärmte. Was gibt es Neues von der Gletscherfront? Im August 2019 wurde auf Island medienwirksam der Okjokull-Gletscher beerdigt. Die BBC berichtete: Climate change: Iceland holds funeral for melted glacier The glacier called Okjokull, is the first in the country to be lost to climate change, after the warmest July ever on record. Iceland loses about 11 billion tonnes of ice per year, and scientists have warned that there are about 400 other glaciers also at risk. They fear all of the island’s glaciers will be …

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