Erwärmung durch weniger Wolken oder weniger Wolken durch Erwärmung?

Einer der großen, verborgenen Diskussionspunkte der Klimadebatte ist die Rolle der Wolken. Wolken sind der Sonnenschirm der Erde, und sie hindern einen großen Teil der Sonnenstrahlung daran, auf die Erdoberfläche zu gelangen und dort ihre Wärmewirkung zu entfalten. Eine Änderung der Wolkenbedeckung um nur wenige Prozentpunkte hat signifikante klimatische Auswirkungen, das ist klar.

Da ist es interessant, einmal auf die Entwicklung der globalen Wolkenbedeckung der letzten 30 Jahre zu schauen (Abbildung 1). In diesen Zeitraum fällt auch ein Teil der letzten Haupterwärmungsphase 1977-2000, während der sich die Erde um ein halbes Grad erwärmt hat (Abbildung 2). Das Ergebnis ist überraschend – aber eigentlich irgendwie auch wieder nicht. Die Daten zeigen nämlich, dass die Wolkenbedeckung just im Moment der Haupterwärmungsphase spürbar zurückgegangen ist, so dass mehr Sonnenenergie den Erdboden erreichen konnte. Es stellt sich sogleich die Frage nach Henne und Ei. Waren die ausgedünnten Wolken möglicherweise der Grund für die Erwärmung? Oder hat die Erwärmung zu Veränderungen in der Atmosphäre geführt, die dann zu einer verminderten Wolkenbedeckung geführt haben?

Zwischen den beiden Möglichkeiten liegen ganze Klimawelten. Viele Klimarealisten sehen die Sonnenaktivität via kosmische Strahlung und Wolkenkondensationskeime als Wolkenregisseur. Weltklimaratsanhänger hingegen sehen das CO2 als Haupterwärmungsantrieb an, wobei die zunehmende Wärme die Wolkendecke angeblich verringern soll. Im Klimarealisten-Fall würde CO2 nur eine untergeordnete Rolle spielen, während die Wolken im IPCC-Fall einem positiven Rückkopplungsprozess für CO2 entsprechen würden, was (zusammen mit Wasserdampft als starkem Treibhausgas) die Klimawirkung des CO2 signifikant verstärken würde.

 

Abbildung 1: Globale monatliche Wolkenbedeckung 1983-2009. Insgesamt ist im Zeitraum eine Abnahme der Wolkendecke um mehrere Prozent zu erkennen. Überlagert ist eine Schwingung, die offenbar eng mit dem 11-Jahres-Sonnenfleckenzyklus verbunden ist. So fällt zum Beispiel das Wolkenmaximum 1987 in ein Minimum der Sonnenaktivität und das Wolkenminimum um 2000 in ein Sonnenmaximum. Abbildung von climate4you.com nach The International Satellite Cloud Climatology Project (ISCCP) 

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Statistik-Trick befördert CO2 vom Beifahrer zum Chauffeur: Fragwürdiger neuer Shakun-Artikel in Nature

Einer der wichtigsten Punkte der hitzigen Klimadebatte ist die Frage der Klimawirksamkeit des Kohlendioxids, also die CO2-Klimasensitivität. Wieviel Erwärmung bringt zusätzliches CO2 in der Atmosphäre eigentlich? Hier gehen die Meinungen bekanntlich weit auseinander. Da bietet es sich an, in die geologische Vergangenheit der Eiszeitzyklen der letzten 2 Millionen Jahre zu schauen, denn damals hat es bedeutende CO2-Schwankungen gegeben. Und wir haben Glück, anhand von Eiskernen der Antarktis und in Grönland lassen sich CO2-Gehalt und Temperaturentwicklung rekonstruieren.

Genau das hat man auch gemacht. Vor mehr als 10 Jahren veröffentlichte ein schweizerisch-französisches Forscherteam in der Zeitschrift Science eine Untersuchung eines Antarktis-Kerns. Mit dabei war übrigens auch der heutige Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Wissenschaftliche Grundlagen“ des Weltklimarats IPCC, Thomas Stocker. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass das CO2 der Temperaturentwicklung um ca. 800 Jahre hinterherhinkt. Berücksichtigt man diesen wichtigen zeitlichen Zusammenhang, so wird klar, dass die CO2-Entwicklung während dieser Zeit wohl eher eine Reaktion auf die Temperatur darstellt und keineswegs die Ursache der Klimaänderungen sein kann. Aus den Eiskerndaten eine bedeutende Klimapotenz des CO2 abzuleiten ist daher abwegig. Einen plausiblen Mechanismus für die beobachtete Entwicklung gibt es übrigens auch: In warmem Wasser kann sich nämlich weniger CO2 lösen. Da sprudelt das freiwerdende Kohlendioxid zu Beginn der Warmzeit einfach aus dem Meer heraus und sammelt sich in der Atmosphäre. Wenn es dann zu Beginn einer neuen Eiszeit kälter wird, kann sich dieser CO2-Überschuss im nun aufnahmebereiten Meerwasser wieder lösen und die CO2-Konzentration der Atmosphäre sinkt.

Die verzögerte CO2-Entwicklung versuchten einige bekannte Akteure der Klimadiskussion in der Vergangenheit gerne zu verschleiern, darunter auch Al Gore in seinem Oscar-prämierten Film „Eine unbequeme Wahrheit“. Der Fehlschluss ist Mitgrund dafür, dass der Film laut Gerichtsbeschluss an britischen Schulen nicht mehr unkommentiert gezeigt werden darf. Auch Hartmut Graßl wandte den Trick in seinem Buch „Klimawandel – Was stimmt? Die wichtigsten Antworten“ nur allzu gerne an. 

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Tropfsteine mit Klimagedächtnis: Augusto Mangini meldet sich zurück

Nach mehrjähriger Pause hat sich Professor Augusto Mangini vom Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg wieder eindrucksvoll in der öffentlichen Klimadebatte zurückgemeldet. Schon früh hatte Mangini darauf hingewiesen, dass es in den letzten 10.000 Jahren erhebliche natürliche Klimaschwankungen gegeben hat, welche eng an die Entwicklung der Sonnenaktivität gekoppelt waren, woraufhin er von führenden IPCC-nahen Forschern scharf angegriffen wurde. Eine Übersicht zu Manginis Forschung und der unverständlichen Reaktion einiger führender deutscher Klimaforscher haben wir kürzlich in unserem Blog-Artikel „Professor Augusto Mangini – Ein Pionier des Klimarealismus“ gegeben.

Es ist höchst erfreulich, dass die Organisatoren des diesjährigen Extremwetterkongress in Hamburg Professor Mangini die Möglichkeit gaben, seine Forschung vor großem Publikum zu präsentieren. Sein Vortrag „Klimakurven im Vergleich – Warum es so große Unterschiede gibt“ lief in der Nachmittagssitzung des 20. März 2012, wobei allerdings der Zeitrahmen von 15 Minuten für das wichtige und komplexe Thema leider viel zu kurz war. Man muss sich schon wundern, dass andere Redner wie etwa der schillernde Prof. Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung die dreifache Redezeit zugeteilt bekamen, obwohl sie wenig Neues zu berichtet hatten. Ein Onlinevideo des Mangini-Vortrags gibt es leider nicht (dafür aber von Prof. Mojib Latif, das wir bereits an anderer Stelle ausgiebig kommentiert haben).

Anlässlich des Kongresses berichtete auch die Zeitschrift Bild der Wissenschaft in der April 2012-Ausgabe über Manginis Arbeiten. In seinem sehr ausgewogenen und lesenswerten Artikel „Klima in Kalk“ beschreibt Autor Klaus Jacob in leicht verständlicher Weise die Methodik und klimatischen Zusammenhänge der Heidelberger Tropfsteinforschung. Jacob schreibt:

„[Mangini] beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Tropfsteinen – und ist zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen: Die natürlichen Klimaschwankungen sind größer, als die Wissenschaftler bisher annahmen. Das hat Konsequenzen für die Zukunft, denn die Schwankungen überlagern die menschlichen Einflüsse. Die Kontinente müssen also nicht zwangsläufig immer wärmer werden, sondern der Trend könnte auch eine Verschnaufpause einlegen, sogar eine vorübergehende Abkühlung ist möglich.“

Jacob weiter:

„[Mithilfe der Tropfsteine] hat Mangini das mitteleuropäische Klima der letzten 9000 Jahre rekonstruiert. Auffällig ist ein heftiges Auf und Ab mit Unterschieden von rund 2 Grad Celsius. […] Schon mehrfach in den letzten 8000 Jahren schoss die Temperatur innerhalb von nur 200 Jahren um rund 1 Grad in die Höhe. Die Temperatur scheint von Natur aus stärker zu schwanken, als es etwa der Weltklimarat IPCC in seinen Berichten ausweist. […] Manginis Kurven deuten nun […] auf den Beginn einer kühlen Phase hin.“

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Verliert die Sonne jetzt auch noch ihre Flecken, kurz vor dem Maximum des solaren 11-Jahres-Zyklus?

Was ist bloß mit der Sonne los? Wenige Monate vor dem feurigen Gipfel des aktuellen solaren 11-Jahres-Zyklus droht nun die Sonne plötzlich fleckenlos zu werden. Dabei sollte unser Mutterstern doch gerade jetzt wie ein Sommersprossengesicht aussehen. Aber die Flecken spielen einfach nicht mit.

Was hat es eigentlich mit diesen mysteriösen Sonnenflecken auf sich, mag sich der eine oder andere fragen. Sonnenflecken sind relativ kühle und daher dunkel erscheinende Bereiche auf der Sonnenoberfläche, die weniger sichtbares Licht ausstrahlen als der Rest der Oberfläche. Ursache für die Abkühlung sind starke Magnetfelder, die die Konvektion behindern, wodurch im Zentrum der Sonnenflecken weniger Energie an die Sonnenoberfläche gelangt. Was im Zentrum der Flecken an Energie fehlt, macht die Umgebung der Flecken jedoch mehr als wieder wett. Sonnenflecken sind immer mit dem Auftreten von sogenannten Sonnenfackeln (faculae) gekoppelt. Diese Sonnenfackeln sind deutlich heißer als der Rest der Sonnenoberfläche und aus diesem Grund auch außerordentlich hell. Insgesamt führt daher eine erhöhte Fleckenanzahl zu einer Helligkeitssteigerung der Sonne. Kurz gesagt: Mehr Flecken bedeuten eine aktivere Sonne, weniger Flecken eine schwache Sonne.

Die Zählung der Sonnenflecken und das Abschätzen ihrer Größe sind eine einfache, aber sehr effektive Methode, um die Sonnenaktivität zu bestimmen. Auch heute noch ist die Sonnenfleckenrelativzahl eine wichtige Größe, da ihre Messung unabhängig von Effekten in der Erdatmosphäre ist. Selbst mit Amateurmitteln lassen sich Sonnenflecken leicht selbst beobachten. Dazu wird ein (plastikfreies) Fernglas auf einem Stativ oder ein Teleskop auf die Sonne gerichtet. Das Sonnenbild wird dann auf einen dahinterliegenden, abgeschatteten Schirm projiziert. Aber Vorsicht: Niemals durch das Okular des Fernrohrs oder den Sucher der Kamera schauen. Es herrscht akute Erblindungsgefahr!

Heutzutage geht es auch einfacher. Täglich wird im Internet auf mehreren Webseiten das neueste Sonnenbild eingestellt, zum Beispiel auf spaceweather.com (siehe Abbildung unten).

Es gibt zwei offizielle Sonnenflecken-Messzahlen:

Internationale Sonnenfleckenzahl (=Wolf Zahl; diese Zahl wird z.B. von der NASA bei ihren Sonnenfleckenprognosen angegeben)

Boulder Sonnenfleckenzahl (diese wird z.B. auf spaceweather.com berichtet, ist etwa um ein Viertel höher als die Internationale Sonnenfleckenzahl)

Also aufgepasst beim Vergleich von Sonnenfleckenzahlen. Immer nur die gleichen Typen nehmen oder umrechnen! Als Daumenregel gilt: Wenn man die offizielle Sonnenfleckenzahl (typ-unabhängig) durch 15 teilt, erhält man ungefähr die Anzahl der Sonnenflecken, die man auf den Sonnenbildchen erkennen kann.

 

Abbildung: Sonne am 7. April 2012 (spaceweather.com). Nur ein einziger größerer Fleck ist zu erkennen, der die Nummer 1450 trägt. Wird die Sonne jetzt – kurz vor dem solaren Maximum – fleckenlos?

 

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Vorindustrielle Temperatur-Achterbahn auf dem Tibet Plateau: Die Sonne wars !

Vor wenigen Monaten veröffentlichte Liu Yu von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zusammen mit zwei chinesischen und einem schwedischen Kollegen eine neue Studie zur Klimageschichte der letzten zweieinhalb Jahrtausende auf dem Tibet Plateau. Anhand von Baumringen konnten Liu und sein Team die detaillierte Temperaturentwicklung für diese Region rekonstruieren. Sie fanden ausgeprägte Temperaturschwankungen, wobei sich Kälte- und Wärmeperioden zeitgleich zur Entwicklung in Europa und anderen Teilen der Erde ereigneten. In der Temperaturkurve deutlich auszumachen sind die Römische Wärmeperiode, Mittelalterliche Wärmeperiode, Kleine Eiszeit und die Moderne Wärmeperiode (siehe Abbildung unten). Die Kälteperiode der Völkerwanderungszeit vor 1600 Jahren ist ebenfalls zu erkennen, wird jedoch von kurzen aber starken Wärmeschüben unterbrochen. Hierbei traten zum Teil Erwärmungsraten auf, die deutlich über denjenigen der letzten 100 Jahrzehnte liegen.

Die Temperatur schwankte während der untersuchten 2500 Jahre um etwa ein Grad und verlief weitgehend synchron zur Entwicklung der Sonnenaktivität. Die Forscher führten an ihrem Datensatz Frequenzanalysen durch und fanden eine ganze Reihe von primären solaren Zyklen, die in den Bereich der Eddy, Suess/de Vries und Gleissberg-Perioden-Bereich fallen. Im Kontext der Klimageschichte der Vergangenheit zeigt sich, dass die Erwärmung der letzten 150 Jahre noch vollständig im Rahmen der natürlichen Klimavariabilität liegt und vom Zeitpunkt und Erwärmungsbetrag dem zu erwartenden natürlichen Muster entspricht. Eine starke Erwärmungswirkung des CO2 wie es vom IPCC postuliert wird, kann aus den Tibet-Daten nicht bestätigt werden.

Abbildung: Temperaturentwicklung des zentral-östlichen Tibet-Plateaus nach Liu et al (2011). Text in der Kurve wurde ergänzt. Die dünnen Linien oben und unten stellen den Fehlerbereich dar.

 

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Klimaschnipsel der Woche

In Großbritannien entfachte sich kürzlich eine hitzige Debatte über das Klimawandelgesetz (Climate Change Act) von 2008. Gemäß diesem Gesetz sollen die Treibhausgas-Emissionen in Großbritannien bis zum Jahr 2050 um 80% gegenüber 1990 verringert werden. Eine Analyse durch die Regierung hatte ergeben, dass hierdurch Kosten von bis zu 18 Milliarden Pfund pro Jahr entstehen, was etwa 650 Pfund pro Haushalt und Jahr entspricht. Der britische Finanzminister George Osborne hatte sich bereits letzten Herbst 2011 in einer Rede beunruhigt über die anstehende Kostenlawine gezeigt:

„Ich bin besorgt über die Auswirkungen der grünen politischen Regelungen die nicht nur in Großbritannien, sondern auch von der Europäischen Union beschlossen wurden. […] Wenn wir die britische Wirtschaft mit immer weiteren sozialen und umweltpolitischen Einschränkungen belasten – so wertvoll die Ziele der einzelnen Maßnahmen auch sein mögen – werden wir nicht nur diese Ziele verfehlen, sondern werden auch die Unternehmen wirtschaftlich darunter leiden. Arbeitsplätze werden verloren gehen und unser Land wird ärmer werden.“   

Im März 2012 hatte der britische Europaparlamentarier Roger Helmer gefordert, den Climate Change Act aufzuheben, da es sich um eine „extrem unverhältnismäßige Maßnahme eines äußerst spekulativen Problems“ handelt. Andere bekannte Gegner des Klimagesetzes sind Lord Nigel Lawson, der ehemalige Schatzkanzler unter Magaret Thatcher, sowie Lord Andrew Turnbull, der ehemalige Vorsitzende des Civil Service unter Tony Blair. Lord Turnbull hatte beklagt, dass das Gesetz „vertragliche Belastungen auferlegt, unabhängig davon was andere Länder tun oder auch nicht tun.“ Er gab ferner zu Bedenken, dass die Maßnahmen in Großbritannien für sich betrachtet nur einen äußerst geringen Beitrag gegen die Klimaerwärmung darstellen würden.

Trotz dieser Bedenken entschied der britische Minister für Energie und Klimawandel, Ed Davey, jetzt im März 2012 nach einer Überprüfung, dass das Klimawandelgesetz weder aufgehoben noch verändert werden soll. Dies berichtete The Telegraph am 20. März 2012.

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In seinem neuesten Buch „The Rational Optimist: How Prosperity Evolves“ plädiert der britische Zoologe und Autor Matt Ridley für mehr Optimismus. The Observer schrieb über das Buch „Ridley kritisiert diejenigen Schwarzmaler, die in allem nur eine kontinuierliche Verschlechterung erkennen wollen. Er zeigt in seinem Buch, dass es solche Miesepeter immer gegeben hat und sie stets daneben lagen. Ridley fordert diese Pessimisten auf, endlich das rationale Denken einzusetzen.“

In einem Interview mit der Zeitung Die Presse wurde Matt Ridley jetzt darauf angesprochen, dass er in seinem Buch u.a. schreibt, der Klimawandel würde seinen Optimismus trüben. Ridley antwortet darauf:

„Seit der Fertigstellung des Buches bin ich weniger besorgt wegen des Klimawandels. Ich bin jetzt besorgter über die Maßnahmen, die wir gegen den Klimawandel ergreifen. Denn sie haben das Potenzial, die Wirtschaft zu schnell zu entkarbonisieren und die Menschen in Armut zu stürzen.“

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Interessante Neuigkeiten zum IPWW: Intergovernmental Panel on Wild Water (Achtung Satire!)

von Christian Knauer

Vor dem Hintergrund mehrerer länger anhaltender Regenphasen wurde ich von der Regierung beauftragt „Die Erforschung des Einflusses des Menschen auf den Wasserhaushalt“ zu untersuchen. Nach der Auswertung der Regenentwicklung seit Beginn der Wetteraufzeichnung und verschiedener sogenannter Proxywerte manifestiert sich die Theorie, dass der Mensch schuld daran ist. Durch steigende Grundwasserentnahme bei gleichzeitig voranschreitender Oberflächenversiegelung durch Bauwerke und Straßen trägt der Mensch immer mehr Grundwasser in den oberflächigen Wasserhaushalt ein. Dies führt zu verstärkter Wolkenbildung in der Atmosphäre und damit zu Regenwasser, welches nicht im ausreichenden Maße versickern kann und daher in absehbarer Zukunft einen unumkehrbaren Runaway-Effekt erzeugt, welcher nicht mehr zu stoppen sei, falls bestimmte Kippmomente durch weiteren Eintrag überschritten würden.

Die Vorboten der sich anbahnenden Katastrophe könne man z.B. anhand der Flutwelle in Istanbul schon jetzt beobachten. Allerdings seien noch einige Fragen, insbesondere in Hinblick auf globale Kollateralschäden zu erforschen. Die Regierungsspitze ist von dieser Theorie so begeistert, dass sie sich fortan „Wasserkanzlerin“ nennt, einen von mir geleiteten Wissenschaftlichen Beirat etabliert und sofort jede Menge Forschungsgelder bereitstellt u.a. für das ebenfalls von mir geleitete Paderborn-Institut für Konsenswasserforschung (PIK). Mir wird schnell klar, dass da noch mehr zu holen ist. Um meinen weiteren Forderungen Nachdruck zu verleihen, stelle ich düstere Prognosen auf und behaupte, dass die neulich in der Sahara stattgefundenen stärksten Regenfälle seit 30 Jahren ebenfalls durch meine Theorie erklärt werden können, da Wolken durch die Durchmischung der Atmosphäre und durch Winde nicht lokal auf Deutschland begrenzt werden können. Deshalb müsse das Problem global gelöst werden.

Die Regierung wirbt bei anderen, ebenso versiegelten Ländern für meine Theorie, welche von den anderen Regierungen schlussendlich akzeptiert wird. Eine internationale politische Institution, das IPWW (Intergovernmental Panel on Wild Water) wird ins Leben gerufen und wählt aus vielen, dem IPWW zugearbeiteten wissenschaftlichen Veröffentlichungen diejenigen aus, die meine These unterstützen. Die anderen werden aus Gründen der eigenen Legimitation nie veröffentlicht oder erfolgreich ignoriert. Um wissenschaftlichen Anschein zu erwecken, lässt das IPWW die Berichte von den Autoren untereinander und anderen linientreuen Wissenschaftlern verifizieren. Nach weiterer Überarbeitung und Umformulierung der Berichte wird das Manuskript für Entscheider der Regierung vorgestellt. 

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Graßl’s Erwärmungsprognose von 1990 droht dramatisch zu scheitern

Das Problem mit den IPCC-Klimaprognosen ist bekanntlich, dass sie immer wieder verändert und an die reale Temperaturentwicklung angepasst werden. Wenn es dann immer noch nicht so richtig passt, wird schnell die 30-Jahres-Klimadefinition aus dem Hut gezaubert, was dann die Diskussion gänzlich abwürgt. Da ist es dann fast schon ein Glücksfall, wenn man sich mit einer älteren Prognose beschäftigen darf, die genau diesen 30-Jahreszeitraum umfasst und in nicht allzu ferner Zukunft sein Zieldatum erreichen wird. Und genau solch eine wollen wir hier besprechen. Autor der Vorhersage ist kein geringerer als Prof. Hartmut Graßl, bis 2005 Direktor des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI) und 1994 bis 1999 Leiter des Weltklimaforschungsprogramms der UNO in Genf.

Im Jahre 1990, also vor nunmehr 22 Jahren, alarmierte Hartmut Graßl mit seinem Buch „Wir Klimamacher“ die Öffentlichkeit und sagte eine schlimme Klimakatastrophe vorher. Auf Seite 61 schrieb er damals zusammen mit seinem Co-Autor Reiner Klingholz:

„Schon in den nächsten 30 Jahren wird sich die Erde mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein bis zwei Grad erwärmen.“

Nun sind die 30 Jahre bald um und wir erlauben uns nachzuschauen, ob sich die Natur an die Prognose gehalten hat. Das Ergebnis ist ernüchternd: Zwar ist die globale Durchschnittstemperatur von 1977 bis 2000 um 0,5°C angestiegen, wovon sich etwa die Hälfte davon, also 0,25°C, zwischen 1990-2000 ereignete. Danach begann jedoch der bekannte Erwärmungsstop, der bis heute andauert. Um auch nur die Untergrenze von Graßl’s Prognose zu erreichen, müsste die Temperatur in den kommenden 8 Jahren also um 0,75°C ansteigen; um die Obergrenze zu erreichen, sogar um 1,75°C. Zum Vergleich: Die gesamte Klimadiskussion dreht sich „nur“ um 0,8°C, um die sich die Erde seit 1850 erwärmt hat. Zudem hat Kollege Mojib Latif gerade vorhergesagt, dass sich die „klimatische Atempause“, also der Erwärmungsstop bis 2020 fortsetzen wird. Es sieht also überhaupt nicht gut aus für Graßl’s Prognose. Man muss kein Hellseher sein, um die Prognose schon jetzt als gescheitert zu bezeichnen. 

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Konferenz zu Klimafolgen für Deutschland: Berlin, 24.9.2012

Wann 24.09.2012 von 10:00 bis 17:00 Wo Berlin, Humboldt Universität, Senatssaal Name Peggy Gräfe Kontakttelefon 0331-288-2665 Termin übernehmen vCal iCal Klimawandel hat Folgen. Erstmals können diese jetzt für alle Regionen Deutschlands im Zusammenhang dargestellt werden – und das für besonders betroffene Sektoren, von der Land-, Forst- und Wasserwirtschaft bis hin zur Energieversorgung. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) lädt Sie deshalb gemeinsam mit dem Land Brandenburg und der Humboldt Universität zu Berlin zu einer bundesweiten Konferenz für Akteure und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden ein. Die Wissenschaftler präsentieren die Ergebnisse der regionalen Klimafolgenforschung für Deutschland am PIK. Zusätzlich wird …

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Dokumentarfilm: Vom Fläming in die Schorfheide – Leben mit dem Wald (rbb 6.4.2012, 11:30 Uhr)

Zweihundert Hektar Wald hat Freiherr von Lüninck im Fläming durch Sturmtief „Kyrill“ 2007 verloren – ein Drittel des Schadens, den der Sturm in Brandenburg angerichtet hat. Das war bisher der größte Verlust in seiner 300 Jahre alten Familiengeschichte als Waldbesitzer. Doch mit welchen Bäumen soll er diese Lücke schließen? Eine schwere Entscheidung, denn niemand weiß, welche Bäume in einhundert Jahren in der Mark noch wachsen werden. Überall in Deutschland suchen Forscher nach Bäumen, die den Klimawandel überleben könnten. Der Film zeigt Menschen, die mit dem Wald leben und dabei vor neuen Herausforderungen stehen. Film von Heike Raab und Maren Schibilsky …

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Dokumentarfilm: Das Herz der Sahara – Anatomie einer Wüste (ZDF Info, 8.4.2012 um 01:15 Uhr)

Im Südwesten von Libyen, im Fezzan, leben Tuareg, die die Geschichte der Natur und der Menschen in der Sahara gut kennen. Die heute größte Warmwüste der Erde war nicht immer von lebensfeindlicher Trockenheit geprägt. Phasen fruchtbarer Regenfälle machten sie zum Lebensraum inzwischen längst vergangener Zivilisationen. Und auch heute könnte der globale Klimawandel für die Sahara mehr Regen und damit mehr Chancen auf Besiedlung bringen. Quelle: tvinfo.de Film: arte/ZDF 2008 Der Film ist auch auf youtube verfügbar:  

Starke Sonne drängt den Staub am Aralsee zurück: Feuchtere Zeiten während Wärmeperioden

Ein internationales Forscherteam um Xiangtong Huang hat sich nun die Klimageschichte des Aralsees näher angeschaut. Zur Gruppe gehören auch Wissenschaftler des Geoforschungszentrums GFZ in Potsdam sowie von der Universität Leipzig. Aus dem Seeboden des Aralsees gewannen die Forscher einen 11m langen Sedimentkern, der die vergangenen 2000 Jahre abdeckt. Mithilfe von Korngrößenuntersuchungen konnten sie Veränderungen der Staubmengen rekonstruieren, was wiederum Rückschlüsse auf Wind- und Trockenheitsphasen zulässt.

Die Studie ergab, dass sich trockene, staubige Phasen mit feuchteren, weniger staubigen Phasen im Laufe der letzten zwei Jahrtausende stets abwechselten (siehe Abbildung unten). Dabei war die Staub-Entwicklung eng an die Temperaturentwicklung gekoppelt, welche wiederum weitgehend synchron zur Sonnenaktivität verlief. Staubige, trockene Phasen ereigneten sich am Aralsee besonders während der solararmen Kältephasen. Insbesondere während der Kleinen Eiszeit entstanden mächtige Staubablagerungen, aber auch in etwas geringerem Maße während der Kälteperiode der Völkerwanderungszeit. Die solaraktiveren Wärmeperioden hingegen waren am Aralsee feuchter und weniger staubig ausgebildet. Vor allem während der Römischen Wärmeperiode und der Modernen Wärmeperiode ab den 1940er Jahren gab es nur wenige Staubablagerungen. Auch während der Mittelalterlichen Wärmeperiode nahm die Staubigkeit ab, wenn auch nicht so stark wie in den beiden anderen Wärmeperioden. 

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Kipp-Element auf wackeliger fachlicher Grundlage: Grönlands Eismassen lassen sich vom Potsdam-Institut keine Angst einjagen

In schöner Regelmäßigkeit meldet sich das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mit einer neuen Klimahorrorstory. Noch im Juni 2011 versuchte das PIK uns mit einer Sintflutwarnung zu schocken („Meeresspiegel steigt heute schneller als je zuvor in den letzten 2000 Jahren“), aktuell versucht man uns mit extremen Regenfällen, Hitzewellen und anderem Extremwetterunbill in Angst und Schrecken zu versetzen. Pikant am Rande: Bereits 2011 kooperierte das PIK mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Studie, die eine signifikante Zunahme von Sturm-, Hagel- und Überschwemmungsschäden suggerierte. Schön dass man sich dagegen versichern kann. Interessenskonflikte sah hier keiner der beteiligten Partner (siehe „Die kalte Sonne“ Seite 274-275). In diesen Kontext passen auch gut die kürzlichen Versuche des PIK, den Menschen für einzelne heiße Sommer und kalte Winter verantwortlich zu machen (Rahmstorf & Coumou 2011), obwohl andere Forschungsinstitutionen zu ganz anderen Ergebnissen gelangt sind (siehe S. 96-98 in „Die kalte Sonne“). Es ist geradezu auffällig, dass die Arbeiten des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung stets nur das Klimakatastrophenszenario weiter verschärfen. Ausgewogenere Studien, die die Rolle natürlicher Klimafaktoren hervorheben, werden in der Regel an anderen Forschungsstätten erarbeitet. Gibt es hierfür eine Erklärung? 

Vor wenigen Wochen durfte die Potsdamer Presseabteilung endlich wieder schreckliche Nachrichten verbreiten. Im März 2012 ratterte die PIK-Meldung „Grönlands Eismassen könnten komplett schmelzen bei 1,6 Grad globaler Erwärmung“ über die Ticker der Nachrichtenagenturen. Es gäbe eine neue Studie „mit einer neuartigen Computer-Simulation“, die der PIK-Doktorand Alexander Robinson zusammen mit zwei weiteren Instituts-Kollegen ersonnen hat. Und in dieser virtuellen Computerwelt konnten die Forscher beobachten, dass die grönländischen Eismassen „unumkehrbar“ abschmelzen würden, wenn sich die Erde um ein weiteres knappes Grad erwärmte. Dann wäre eine Art Lawineneffekt gestartet, aus dem es kein Entrinnen mehr gäbe. Eine Einbahnstraße ohne Wiederkehr. Im Gegensatz zu vorangegangenen Studien setzte das PIK dabei den Temperaturwert dieser verhängnisvollen Weggabelung um anderthalb Grad herab und steigerte damit das vermeintliche Gefahrenpotential dramatisch. Das PIK schlussfolgert daraus: 

„Die Eismassen Grönlands sind wahrscheinlich viel verletzlicher durch die Erderwärmung als bislang gedacht.“ […] „Wenn die Menschheit ihren Ausstoß an Treibhausgasen ungemindert fortsetzt, steuert sie langfristig auf acht Grad globaler Erwärmung zu. Dies würde innerhalb von 500 Jahren zu einem Abschmelzen von einem Fünftel der Eisdecke Grönlands führen, und zu einem fast vollständigen Eisverlust in 2000 Jahren, so die Studie. ‚Das würde man nicht als raschen Zusammenbruch bezeichnen‘, erklärt Robinson. ‚Allerdings ist es rasch, wenn man es vergleicht mit dem, was bislang in der Erdgeschichte passiert ist. Und wir nähern uns wahrscheinlich bereits der kritischen Grenze‘.“ 

Die deutsche Presse war entzückt und frohlockte über den großen Unterhaltungswert der Meldung. Ohne den Inhalt kritisch zu hinterfragen, wurde der Inhalte der Pressemitteilung praktisch im copy-paste-Verfahren übernommen (z.B. Spiegel Online, Augsburger Allgemeine, Stern, wissenschaft-aktuell.de). Endlich konnten die Redakteure das Feld „Katastrophe der Woche“ in ihrem Pflichtenheft abhaken. 

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Filmkritik: Mit der Tara ins Herz des Klimawandels

Vor kurzem lief auf arte der Dokumentarfilm “Mit der Tara ins Herz des Klimawandels”. Aus dem etwas mysteriös klingenden Titel wird man zunächst nicht richtig schlau. Erst wenn man hört, dass es sich bei der Tara um ein Segelschiff handelt wird einiges klarer. Im Prinzip handelt der Film von acht Männern, die sich 2006 mit ihrem Boot im arktischen Packeis einschließen lassen, um mit durchschnittlich einem halben km/h über den Nordpol zu driften. Die Idee ist nicht ganz neu. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hatte Fridtjof Nansen mit seinem Schiff Fram eine solche Expedition unternommen. Die Neuauflage der Fahrt fand im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes Damocles statt, das den Klimawandel in der Arktis zu ergründen sucht. Aus diesem Grund führte das Oktett jede Menge meteorologische und ozeanographische Messgeräte mit, um jeden Tag fleißig neue Daten zu erfassen. Unter anderem sägten die Männer ein Loch neben ihrem Boot ins Eis, um dort täglich mithilfe einer Winde eine Messsonde langsam in 4 km Tiefe hinabzulassen. Dabei registrierten sie unzählige wertvolle Temperaturdaten, sammelten Wasserproben, ermittelten den Salzgehalt und andere Eigenschaftswerte des unter dem Eis verborgenen Arktischen Ozeans. Selbst im Satellitenzeitalter sind derartige Daten nur zu gewinnen, wenn man sich an den Ort des Geschehens begibt. 

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Umbenennung unserer Epoche in „Anthropozän“: Nützlich oder grobe Selbstüberschätzung?

Wenn in ein paar Millionen Jahren die Geologen einer zukünftigen intelligenten Lebensform in den Sedimentschichten der Erde graben, werden sie eine seltsame Gesteinslage finden. Darin werden sie auf Cola-Dosen, Betonbruchstücke und iPhone-Fossilien stoßen. Dies sind die Schichten der Heutezeit, welche zu dem Zeitpunkt bereits von vielen Metern Sediment verschüttet sein werden. Fasziniert von diesem Gedanken, machen sich die Geologen bereits jetzt Gedanken, wie man diese Epoche wohl nennen könnte. Dabei kam man auf den Namen „Anthropozän„, das Zeitalter der Menschen.

In ihrem Artikel „Mensch, deine Zeit“ befasste sich nun Petra Steinberger mit der neuen Epoche. Der Beitrag erschien am 9.3.2012 in der Süddeutschen Zeitung. Die Einleitung ihres Textes macht deutlich, dass in der Anthropozän-Diskussion zunächst einige Missverständnisse ausgeräumt werden müssten. Steinberger schreibt:

„Nicht die Natur regiert die Erde. Entgegen anderslautender Meinungen wahrscheinlich Gott auch nicht. Sondern die Menschen.
Blasphemie! For solche Sätze wäre man vor einiger Zeit noch auf dem Scheiterhaufen gelandet oder mit schlimmeren Qualen bedacht worden. Amnaßung! Hybris! Mensch, du überschätzt dich, hätte man sich in seinen letzten Stunden dann noch anhören müssen, vermutlich zu Recht! Der Mensch war der Natur die meiste Zeit seiner Existenz eher hilflos ausgeliefert, und fand im besten Fall Zuflucht in Geisterbeschwörungen und selbst gebauten Gotteshäusern. Diese Zeit liegt historisch ein paar Jahrhunderte und erdgeschichtlich nur ein paar Nanosekunden zurück.“

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