Mexiko: Urwaldzerstörung durch Solarpark

Mexikanische indigene Ureinwohner verklagen die eigene Regierung wegen der geplanten Errichtung eines 674 Hektar großen Solarparks. Über eine Million Solarpanele sollen für das Projekt aufgestellt werden. Dort, wo jetzt noch Wald steht und andere Pflanzen sowie Tiere leben. Weiterlesen hier.

+++

„2021 wird Auto-Boom-Jahr sondergleichen“. Das sagt der Auto-Experte Helmut Becker bei n-tv. Auch ansonsten wagt Becker einige Prognosen. Das Ziel von 1 Million zugelassenen Elektroautos hält er auch 2021 für unrealistisch. Mehr dazu bei n-tv.

+++

Der Wetterbericht soll diverser werden. Aus diesem Grund hat eine Initiative 14 Patenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete gekauft. So können Tiefdruckgebiete jetzt auch Ahmet, Goran oder Chana heißen. Man kann solche First-World-Problems noch weiterspinnen, was passiert, wenn ein Orkan-Tief mit so einem Namen große Schäden anrichtet? Bekommen wir dann eine Wetter-Rassismus-Debatte? Was passiert, wenn ein anderer Pate den Namen nimmt, der bevorzugt für alte weiße Männer benutzt wird? Wer keine Probleme hat, der macht sich welche… Der Spiegel berichtete.

+++

Klimaschutz als Wirtschaftskiller? Nein, sagt Dorothea Siems von der WELT und legt in einem langen Artikel dar, warum Deutschland zum Gewinner einer grünen Revolution werden kann.

„Als technologischer Vorreiter könnte Deutschland auch für den Klimaschutz am meisten bewirken. So liegt der Anteil der Bundesrepublik an den weltweiten CO2-Emissionen bei lediglich zwei Prozent. Entsprechend gering seien die Möglichkeiten, den Klimawandel durch eine Reduzierung der eigenen Treibhausgas-Emissionen zu verlangsamen, macht der Zukunftsrat klar.

+++

Fuldaer Zeitung im Juni 2020:

„Ein Gewinner des Klimawandels“: Jörg Burkard stellt Rekordzahl bei Jungstörchen fest

Den Weißstörchen gefällt es in unserer Region ausnehmend gut. Die Zahl der Brutpaare und der Jungstörche steigt von Jahr zu Jahr an. Bei der jüngsten Beringungsaktion wurden 20 belegte Horste und 38 Jungstörche gezählt.

  • Störche fühlen sich zunehmend wohl in der Region Fulda.
  • Durch eine Beringungsaktion weiß man nun mehr über das Verhalten der Tiere.
  • Ein Grund für die vielen Störche ist der Klimawandel.

Weiterlesen in der Fuldaer Zeitung

+++

ScienceFiles im Juni 2020:

Klima gerettet, Planet tot – Neue Studie zeigt, wie Erneuerbare Energien Biodiversität zerstören

In der Spieltheorie gibt es das so genannte “Zero-Sum-Game”, das Nullsummenspiel. Damit ist eine Situation beschrieben, in denen der Gewinn, den ein Spieler macht, exakt dem Verlust entspricht, den ein anderer Spieler macht. Was einer gewinnt, muss ein anderer verlieren. Die meisten sozialen Beziehungen in dieser Welt der nun einmal endlichen Ressourcen, sind Zero-Sum-Games. Wenn sich fünf Personen einen Kuchen teilen, und der erste, der an den Zug kommt, das größte Stück für sich reserviert, bleibt für die anderen vier weniger übrig. Wenn Rechtsextremismus-Gewinnler Steuergelder in den Hunderten von Millionen Euro abgreifen, um damit Dienste zu finanzieren, die man nicht benötigt, dann fehlen die Hunderte von Millionen Euro da, wo man sie sinnvoll einsetzen könnte.  Nullsummenspiele oder Zero-Sum-Games finden sich auch an öffentlichen Plätzen, wenn ein Kind im Park schreit, dann ist die Ruhe, die eine Vielzahl von anderen dort gesucht hat, zerstört, der Schreigewinn steht dem Ruheverlust gegenüber.

José Andrès Rehbein, Joe Lane, James E. M. Watson und Laura Sonter, die letzten drei Genannten von der University of Queensland in Australien, der Erstgenannte von der Weltbank, haben ein weiteres Beispiel für ein Nullsummenspiel beschrieben. Die Spieler: Erneuerbare Energien und Biodiversität. Das Ergebnis: Je mehr erneuerbare Energieproduktion, desto weniger Biodiversität.

Weiterlesen bei ScienceFiles

+++

Hier etwas für alle Freunde der natürlichen Klimavariabilität und Klimadipole: Guan et al. 2020:

Role of Atmospheric Variability in Driving the “Warm‐Arctic, Cold‐Continent” Pattern Over the North America Sector and Sea Ice Variability Over the Chukchi‐Bering Sea

While the observed decline of sea ice over the Chukchi‐Bering Sea (CBS) has coincided with the “warm‐Arctic, cold‐continent” (WACC) pattern over the North America (NA) sector, there is a debate on the causes of the WACC pattern. Here we present a very similar WACC pattern over the NA sector on both interannual and subseasonal time scales. Lead‐lag regression analyses on the shorter time scale indicate that an anomalous anticyclonic circulation over Alaska/Yukon in conjunction with the downward surface turbulent heat flux and long‐wave radiation anomalies over CBS leads the formation of the WACC pattern by about 1–2 days, while the latter further leads CBS sea ice reduction by about 3 days. These results indicate that atmospheric variability may play an active role in driving both the WACC pattern over NA and CBS sea ice variability.

+++

Und jetzt etwas für Liebhaber des gepflegten Klimahorrors. Eine Meldung von dpa via Business Insider aus dem Juni 2020:

Die Gefahr aus dem Eis: Der Klimawandel lässt tödliche Krankheiten auftauen

Gerade erst wurde gemeldet: Der Mai war so warm wie nie – vor allem in Sibirien.

Wenn der Permafrostboden dort auftaut, drohen böse Überraschungen.

Mikroben können lange tiefgefroren im Eis überleben. Wie gefährlich ist das für die Menschheit im Zuge des Klimawandels?

Gruselig, oder? Weiterlesen bei Business Insider

+++

Und abschließend noch etwas zum Wundern und Schmunzeln. Gesundheitsstadt Berlin meldete im Juni 2020:

Wie Fleischkonsum und Klimawandel zum Auftreten von Pandemien beitragen

In den vergangenen Jahrzehnten ist es immer häufiger zum Auftreten von Pandemien gekommen. Wissenschaftler führen dies unter anderem auf unseren Umgang mit Tieren und den Fleischverzehr sowie auf den damit zusammenhängenden Klimawandel zurück.

Weiterlesen bei Gesundheitsstadt Berlin