Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal

Aufmerksame Leser werden es schon bemerkt haben. Die Grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bekommt momentan etwas mehr Platz in diesem Block. Immerhin tritt sie an, Deutschland demnächst im höchsten Staatsamt zu führen. Ob das gelingt und vor allem, ob das für Deutschland gut ist/wäre, das wird sich zeigen. Man stolpert ja permanent über Baerbock, weil sie in den Medien extrem präsent ist. Und weil wir denjenigen helfen wollen, die sich in der Entscheidung bei der nächsten Wahl möglicherweise noch nicht ganz sicher sind, werden wir hier immer wieder mal Aussagen der Grünen einstreuen.

Eine Aussage betrifft den Vorwurf, dass sie noch nie eine politische Führungsposition inne hatte. Sie steht für die klassische Politikerkarriere: Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal, aber wie gesagt, ohne jemals ein Ministerium geführt zu haben und bewirbt sich jetzt um das Amt, welches die Richtlinien der Politik vorgibt. Die Wirtschaftswoche berichtete:

„Es klang nach einer gefälligen Pointe im ersten TV-Interview als grüne Kanzlerkandidatin. Annalena Baerbock reagierte damit auf die Skepsis, dass sie keine Führungserfahrung als Ministerin hat. „Ich komme ja aus dem Sport“, sagte die 40-Jährige. „Auch Jürgen Klopp hatte als Trainer beim Beginn in Liverpool keinen Profischein als Trainer.“ Die Botschaft: Beim Fußball-Erfolgstrainer fragt keiner mehr, ob er es kann.“

Nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich. Klopp begann seine Trainer Laufbahn 2001 beim FSV Main 05, 2008 wechselte er zu Borussia Dortmund, dort blieb er bis 2015 Trainer, eher er zum FC Liverpool wechselte. Mit anderen Worten Klopp war 14 Jahre im Trainergeschäft bevor er in England anheuerte. Die Trainerlizenz („Profischein“) hatte er zum Zeitpunkt des Wechsels nach Liverpool bereits 11 Jahre. Der Vergleich mutet in der Tat ohnehin schon eigenartig an (Klopp hat immerhin mehrere Meistertitel, Pokalsiege und einen Championsleaguesieg vorzuweisen), er ist in diesem Fall nicht nur anmaßend sondern richtiggehend falsch. Klopp hat seine ersten Sporen im Traineramt übrigens bei der D-Jugend von Eintracht Frankfurt 1987/88 verdient und ist nicht von gleich auf jetzt als Cheftrainer zu Liverpool gekommen…

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Das Kabinett verabschiedet schärfere Klimaziele. Während sich die Minister loben, kommt Kritik aus der Wirtschaft. Die Verteilung der CO2-Kosten sei „nicht akzeptabel“. Besonders die Beteiligung der Vermieter an den Heiz- und Warmwasserkosten ist strittig. Weiterlesen in der FAZ.

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Nikolaus Blome von RTL kommentiert das neue Klimagesetz. Die Regierung verschweige die Kosten der geplanten Maßnahmen und schenke den Bürgern keinen reinen Wein ein.

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Der 46 Tage Wettertrend des ECMWF sieht für die Zeit bis Ende Juni 2021 eher unterdurchschnittliche Temperaturen vor. Weder für Mai noch für Juni sieht es derzeit nicht nach einem Rekordmonat aus. Eine schöne Übersicht bietet Kachelmannwetter über die Anomalien einzelner Monate und Orte, in diesem Fall Berlin.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Geomar am 26.3.2021:

Wie der Meeresspiegel den globalen Kohlenstoffkreislauf beeinflusst

Kieler Isotopenmessungen ermöglichen neue Einblicke in Karbonat-Ablagerungen am Meeresboden

26.03.2021/Kiel, Santa Cruz. Mithilfe einer neuartigen Methode zur Messung stabiler Strontium-Isotope, die am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel entwickelt worden ist, konnte ein internationales Team von Wissenschaftler*innen jetzt erstmals wesentliche Details des Kohlenstoffkreislaufs der vergangenen 35 Millionen Jahre rekonstruieren. Dabei zeigte sich, dass Meeresspiegelschwankungen nicht nur Folge von, sondern auch Mitverursacher von Klimaveränderungen sein können. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Science.

Kohlenstoff ist ein wahrer Verwandlungskünstler unter den Elementen. Mit Kalzium bildet er beispielsweise Kalziumkarbonate, aus denen Korallenskelette oder die Schalen von Kalkalgen bestehen. In Verbindung mit Sauerstoff bildet Kohlenstoff das Treibhausgas Kohlendioxid, in Verbindung mit Wasserstoff das noch wirksamere Treibhausgas Methan. Kohlenstoff ist also auch ein wichtiger Indikator der Klimageschichte. Je mehr Kohlenstoff in biologischer Form, im Meeresboden oder im festen Untergrund gebunden ist, desto kühler war es auf der Erde – und umgekehrt. Den Kohlenstoffkreislauf in allen Details nachzuvollziehen ist daher fundamental, um auch das Klimasystem der Erde zu besser zu verstehen.

Wissenschaftler*innen der University of California Santa Cruz (USA) und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel berichten heute in der renommierten Fachzeitschrift Science über neue Einblicke in den globalen Kohlenstoffkreislauf der vergangenen 35 Millionen Jahre. Dabei geht es insbesondere um Prozesse, die Kohlenstoff durch die Ablagerung von Karbonaten aus der Umwelt entfernen. „Wir konnten so nicht nur die Verknüpfung zwischen Kohlenstoffkreislauf und Klimaveränderungen nachvollziehen, sondern auch den Einfluss von Meeresspiegelschwankungen auf den Kohlenstoffkreislauf nachweisen“, erläutert Prof. Dr. Anton Eisenhauer vom GEOMAR, Co-Autor der Studie.

Die Untersuchung beruht auf analytisch aufwendigen Messungen von Isotopen des Elements Strontium in Meeresbodenproben. „Strontium ist Kalzium sehr ähnlich und wird daher in die Kalziumkarbonatschalen von Meeresorganismen mit eingebaut“, erklärt die Hauptautorin Prof. Dr. Adina Paytan von der amerikanischen University of California – Santa Cruz. Über das Strontium können so Rückschlüsse auf die Bildung von Kalziumkarbonat im Meer gezogen werden. Das neuartige Verfahren zur präzisen Messung sogenannter „stabiler Strontium-Isotope“ war zuvor am GEOMAR in Kiel entwickelt worden.

Das internationale Team fand, dass die stabilen Strontium-Isotopenverhältnisse im Ozean großen Schwankungen unterlagen, die im Zusammenhang mit den Veränderungen des Kohlenstoffkreislaufs der letzten 35 Millionen Jahre stehen. Dabei spielt auch der Meeresspiegel eine entscheidende Rolle. Das ergab der Vergleich von Karbonatablagerungen in Küstennähe und im tiefen Ozean.

Weiterlesen auf IDW.

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Theodor Landscheidt war ein Visionär und erforschte bereits vor mehr als 20 Jahren wichtige Komponenten des natürlichen Klimawandels. Eine Übersicht seiner Berichte und Paper finden Sie auf Landscheidt Cycles Research. Auch Alfred Brandenberger widmet ihm in seinem Vademecum ein eigenes Kapitel.

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Paper von Björn Lomborg aus dem Juli 2020:

Welfare in the 21st century: Increasing development, reducing inequality, the impact of climate change, and the cost of climate policies

Climate change is real and its impacts are mostly negative, but common portrayals of devastation are unfounded. Scenarios set out under the UN Climate Panel (IPCC) show human welfare will likely increase to 450% of today’s welfare over the 21st century. Climate damages will reduce this welfare increase to 434%.

Arguments for devastation typically claim that extreme weather (like droughts, floods, wildfires, and hurricanes) is already worsening because of climate change. This is mostly misleading and inconsistent with the IPCC literature. For instance, the IPCC finds no trend for global hurricane frequency and has low confidence in attribution of changes to human activity, while the US has not seen an increase in landfalling hurricanes since 1900. Global death risk from extreme weather has declined 99% over 100 years and global costs have declined 26% over the last 28 years.

Arguments for devastation typically ignore adaptation, which will reduce vulnerability dramatically. While climate research suggests that fewer but stronger future hurricanes will increase damages, this effect will be countered by richer and more resilient societies. Global cost of hurricanes will likely decline from 0.04% of GDP today to 0.02% in 2100.

Climate-economic research shows that the total cost from untreated climate change is negative but moderate, likely equivalent to a 3.6% reduction in total GDP.

Climate policies also have costs that often vastly outweigh their climate benefits. The Paris Agreement, if fully implemented, will cost $819–$1,890 billion per year in 2030, yet will reduce emissions by just 1% of what is needed to limit average global temperature rise to 1.5°C. Each dollar spent on Paris will likely produce climate benefits worth 11¢.

Long-term impacts of climate policy can cost even more. The IPCC’s two best future scenarios are the “sustainable” SSP1 and the “fossil-fuel driven” SSP5. Current climate-focused attitudes suggest we aim for the “sustainable” world, but the higher economic growth in SSP5 actually leads to much greater welfare for humanity. After adjusting for climate damages, SSP5 will on average leave grandchildren of today’s poor $48,000 better off every year. It will reduce poverty by 26 million each year until 2050, inequality will be lower, and more than 80 million premature deaths will be avoided.

Using carbon taxes, an optimal realistic climate policy can aggressively reduce emissions and reduce the global temperature increase from 4.1°C in 2100 to 3.75°C. This will cost $18 trillion, but deliver climate benefits worth twice that. The popular 2°C target, in contrast, is unrealistic and would leave the world more than $250 trillion worse off.

The most effective climate policy is increasing investment in green R&D to make future decarbonization much cheaper. This can deliver $11 of climate benefits for each dollar spent.

More effective climate policies can help the world do better. The current climate discourse leads to wasteful climate policies, diverting attention and funds from more effective ways to improve the world.

Ein hochinteressantes Paper. Einem jedoch gefiel es gar nicht, dem Potsdamer Stefan Rahmstorf:

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PM des Museums für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung am 15.4.2021:

Ökosysteme über Jahrmillionen stabil trotz Artensterben

Ökologische Gemeinschaften von Säugetieren blieben über Jahrmillionen hinweg in ihren Wechselbeziehungen stabil, obwohl die einzelnen Arten ausstarben und durch neue ersetzt wurden. Diese Stabilität konnte auch durch mehrere Umweltkrisen nicht beeinträchtigt werden. Wissensbasierte Maßnahmen zum Schutz von kompletten Ökosystemen sind langfristig für die Gesellschaft erfolgreicher als eine Fokussierung auf einzelne Arten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, die von einem interdisziplinären Team aus Forscher:innen aus dem Museum für Naturkunde Berlin / Deutschland und Spanien im Wissenschaftsjournal Science veröffentlicht wurde.

Das Team beschäftigte sich mit einer in der Naturschutzbiologie schon lange diskutierten Frage: Sollen sich Schutzbemühungen vor allem auf einzelne gefährdete Arten fokussieren? Oder ist es sinnvoller, sich auf die ökologischen Funktionen und Prozesse eines Ökosystems zu konzentrieren, die auch als sogenannte Ökosystemdienstleistungen für uns Menschen von Bedeutung sein können?

Um herausfinden, welche dieser beiden Alternativen langfristig nachhaltiger ist, untersuchten die Forscher:innen fossile Säugetiergemeinschaften der letzten 21 Millionen Jahre und verglichen die jeweilige Artenvielfalt mit den ökologischen Funktionen, welche die einzelnen Arten in ihren Ökosystemen einnahmen. Zum Beispiel kann eine Gemeinschaft viele Pflanzenfresser beinhalten, die ausschließlich Knospen, Blätter und Zweige fressen. Hingegen hat eine andere Gemeinschaft beispielsweise weniger Pflanzenfresser, aber darunter sind Grasfresser. Was passiert mit diesen Gemeinschaften, wenn sich zum Beispiel das Klima ändert? „Ein besseres Verständnis über das Verhalten von Ökosystemen in der Vergangenheit hilft uns dabei, wissenschaftlich fundierte Entscheidungen zum Schutz unserer heutigen Systeme zu treffen“, sagt Erstautor Fernando Blanco vom Museum für Naturkunde Berlin. „Indem wir tief in die erdgeschichtliche Vergangenheit schauen, können wir grundsätzliche Fragen zur langfristigen Stabilität von Ökosystemen stellen”, ergänzt Johannes Müller, Co-Autor und Professor am Museum für Naturkunde Berlin.

Für seine Untersuchung konnte das Team auf fossile Großsäuger der Iberischen Halbinsel zurückgreifen, die mit einer Spanne von 21 Millionen Jahren bis in das Untere Miozän zurückreichen. „Dieser Fossilnachweis gehört zu den vollständigsten und bestuntersuchten auf der Welt für diesen Zeitabschnitt. Daher war er ideal für unsere Arbeit geeignet“, sagt Soledad Domingo, Co-Autorin der Studie und Professorin an der Universität Complutense in Madrid. Unter Verwendung einer sogenannten Netzwerk-Analyse erstellten die Forscher:innen einerseits Gruppierungen von Gemeinschaften mit ähnlicher Artenvielfalt und andererseits solche mit einer ähnlichen Ökologie. Dafür berücksichtigten sie Informationen über die jeweilige Ernährungsweise, die Körpergröße und die Art der Fortbewegung und ordneten diese in „funktionelle Einheiten“. „Die allgemeine wissenschaftliche Auffassung ist, dass der Schutz dieser sogenannten funktionellen Diversität einem Ökosystem dabei helfen sollte, in Anbetracht äußerer Einflüsse stabiler zu bleiben“, sagt Joaquin Catalayud von der Universität Rey Juan Carlos in Madrid und Co-Autor der Studie.

Die Forscher:innen fanden heraus, dass die fossilen Säugetiergemeinschaften auf ihrer funktionellen Ebene wesentlich widerstandsfähiger gegenüber Umweltveränderungen waren als in ihrer jeweiligen Artenzusammensetzung. Nur erhebliche Störungen auf globaler Ebene konnten die ökologische Struktur nachhaltig ändern. So sind die heutigen Säugetiergemeinschaften der Iberischen Halbinsel in Bezug auf ihre ökologischen Wechselbeziehungen immer noch jenen von vor 8 Millionen Jahren ähnlich. „Überraschenderweise ist die funktionelle Struktur der iberischen Säugetiergemeinschaften trotz massiver klimatischer Veränderungen stabil geblieben. Sie überdauerten die Austrocknung des Mittelmeers vor rund 6 Millionen Jahren ebenso wie die klimatischen Veränderungen während der Eiszeiten“, so Manuel Hernández Fernández, Co-Autor und Professor an der Universität Complutense in Madrid.

Maßnahmen zum Schutz von Ökosystem-Funktionen haben langfristig wesentlich größere Effekte als eine Fokussierung auf einzelne Arten, so das Ergebnis der Studie. Aber auch der Schutz von langlebigen ökologischen Gemeinschaften bedeutet nicht zwingend, dass die darin enthaltenen Arten ebenfalls bessere Zukunftsaussichten haben. „Auch Arten aus ökologisch-funktionell vielfältigen Gemeinschaften verfügen einzeln betrachtet über kein geringeres Aussterberisiko als Arten aus funktionell weniger reichen Gemeinschaften“, sagt Blanco. „Natürlich ist uns bewusst, dass Schutzmaßnahmen nicht nur auf wissenschaftlicher Grundlage, sondern auch auf Basis politisch-gesellschaftlicher Überlegungen erfolgen, aber wir müssen uns über die langfristigen Prioritäten unseres Handelns im Klaren sein.“

Publikation: F. Blanco, J. Calatayud, D.M. Martín-Perea, M.S. Domingo, I. Menéndez, J. Müller, M. Hernández Fernández, J.L. Cantalapiedra. Punctuated ecological equilibrium in mammal communities over evolutionary timescales. Science, 10.1126/science.abd5110 (2021).

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University of California – Santa Cruz am 15.4.2021:

Coral reefs prevent more than $5.3 billion in potential flood damage for US property owners

Coral reefs provide many services to coastal communities, including critical protection from flood damage. A new study led by researchers at the University of California, Santa Cruz, and the U.S. Geological Survey reveals how valuable coral reefs are in protecting people, structures, and economic activity in the United States from coastal flooding during storms.

Published April 15 in Nature Sustainability, the study found that coral reefs offer more than $1.8 billion in annual flood protection to coastal communities. Losing 1 meter of reef height would cause 100-year flooding zones to increase by 23%, impacting 53,800 more people (a 62% increase) and 90% more property and increasing damages by $5.3 billion.

The study also found that the United States has 200 miles (325 kilometers) of high-value reefs that are worth more than $1.6 million per mile ($1 million per kilometer) annually for flood protection alone. Most of these high-value reefs are in Florida and Hawaii.

„Valuing the flood risk-reduction service of existing ecosystems is one step toward managing them as natural infrastructure,“ said lead author Borja Reguero, an associate researcher at UC Santa Cruz. „This study provides new local information on how reefs protect communities at the building-block level, while maintaining a national focus for policy purposes.“

The researchers combined computer models of storms and waves with engineering, ecological, mapping, social, and economic tools to create detailed and rigorous estimates of the value of coral reef defenses along U.S. coastlines. They analyzed flood risk and assessed reef benefits along the reef-lined coasts of Hawaii, Florida, Guam, American Samoa, Puerto Rico, the U.S. Virgin Islands, and the Commonwealth of the Northern Mariana Islands.

Information from the study is intended for use by a wide variety of coastal managers working on flood mitigation, coastal defense, transportation, and hurricane response and recovery.

„These results identify how, where and when U.S. coral reefs provide the most significant coastal flood reduction benefits, helping state and territorial agencies better direct efforts to safeguard lives, avoid economic losses, and meet the goals of the U.S. Coral Reef Task Force to protect and preserve U.S. coral reefs,“ said co-author Curt Storlazzi, a USGS research geologist.

The study also calculates how much critical infrastructure—such as hospitals, fire stations, roads, and power plants—coral reefs protect from coastal flooding. To produce these results, the researchers developed new computer models that can forecast flood damages with and without coral reefs all along the shoreline at very high resolution.

„Achieving this kind of definition required a complex modeling strategy to account for all the processes relevant in coral reef environments, which are significantly different to those driving flooding in other coastlines,“ Reguero said. „The approach can also be applied to other ecosystems, and it now allows assessing the impacts of future changes in storms or sea level rise too.“

While sea level rise is a growing threat to coastal communities and economies, losing ecosystems like coral reefs can have comparable effects in much shorter timeframes. Reefs are in trouble across the U.S., but they can recover if resources are invested in their management and restoration, according to coauthor Michael Beck, who holds the AXA Chair in Coastal Resilience at UC Santa Cruz.

„This work quantifies the critical role of reefs in flood mitigation and provides the evidence needed to invest hazard management, disaster recovery, and insurance funds in these natural defenses,“ Beck said. „We are glad to see that some of the key data and results from this work are already being used by the Federal Emergency Management Agency and the Nature Conservancy to inform reef restoration and new insurance options for reefs.“

Paper: The value of US coral reefs for flood risk reduction, Nature Sustainability (2021). DOI: 10.1038/s41893-021-00706-6

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In der Schweiz gibt es eine Debatte zum CH-CO2-Gesetz zwischen Prof. Knutti und dem Journal der CH-Erdölvereinigung. Hier eine Kritik des Weltwoche-Verlegers Roger Köppel zum „Wahrheits“-Anspruch von Prof. Knutti: