KLIMAGEDDON: Achten Sie mal darauf, es zählt nicht mehr das Wort, sondern wer es gesagt hat

Von Uli Weber

Wir leben in einer vollhysterischen Wohlfühlgesellschaft, in der jeder beim Ausleben seines Wahns für sich annimmt, alle anderen würden am Ende seine Zeche schon mitbezahlen. Denn mit einer autoruinösen Symbolpolitik versuchen wir die Welt vor einem aus vollalimentierten High-Tech-Kaffeesatz-Modellen geweissagten KLIMAGEDDON zu retten und setzen damit unseren industriellen Lebensstandard aufs Spiel; denn beides ist genauso unvereinbar wie einstmals die VEB-Wirtschaft und die D-Mark. Klimabüßer und Klimaflagellanten beherrschen den öffentlichen Raum, wobei Letztere sich heute mehr als Klimaeinpeitscher verstehen.

Die Nachrichten in den Mainstreammedien werden von apokalyptischen Bildern beherrscht, die Arktis und der Regenwald brennen, Gletscher schmelzen direkt vor unseren Augen und ganze Inseln versinken im Meer. Und wenn wir unsere industrielle Kultur nicht ganz schnell dem CO2-Klimagott opfern, kann die Menschheit das nicht überleben. Also  weg mit dem Kohlestrom, der unsere Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie garantiert, weg mit Verbrennungsmotoren, die unsere individuelle Mobilität sicherstellen und weg mit Grundnahrungsmitteln aus industrieller Landwirtschaft, die uns alle satt machen – und her mit Elektro-Scootern und E-Autos, deren zwingend erforderliche Rohstoffe auch die Kinderarbeit begünstigen, und die am Ende auf Zufallsstrom aus naturfressenden Windkraftanlagen und Solarparks angewiesen sein werden. Und während der ADAC noch von einer E-automobilen Zukunft träumt, Titel Motorwelt 09/2019 „Endlich erschwinglich und alltagstauglich: Die neuen Elektrostars auf der Frankfurter Automesse“, ist die jakobinische Klimarevolution schon viel weiter und stellt das Auto gleich ganz in Frage.

Erinnern wir uns noch einmal an den überstürzten Verlauf der Energiewende. Als hätte man’s genauso vorbereitet und ohne die genauen Ursachen (=mangelhafte Redundanz der Notstromversorgung) zu kennen, wurde bereits am Tag nach dem Tōhoku-Erdbeben eine sogenannte „Ethikkommission“ eingesetzt und nach deren Empfehlung am 30. Juni 2011 ein Atomausstieg bis zum Jahre 2022 beschlossen – und keiner hat damals gefragt, wie in einem Tag überhaupt eine entsprechende „Besetzungsliste“ zustande kommen konnte, wenn sie nicht schon fertig in der Schublade gelegen hatte. Und noch INNERHALB der vorgesehenen AKW-Restlaufzeit erfolgte dann bereits der „Beschluss“ einer sogenannten „Kohlekommission“ vom 26. Januar 2019 zum Ausstieg aus der Kohleverstromung bis zum Jahre 2038 ohne eine tiefergehende Erkenntnis, wie die entstehenden Lücken in der Grundlastversorgung mit elektrischem Strom überhaupt geschlossen werden können. Wenn man dazu einmal die Fachkompetenz ihrer Mitglieder reflektiert, wäre das der Kohlekommission auch gar nicht möglich gewesen. Denn schon heute ist unsere Stromversorgung nicht mehr sicher, und damit ist unser aller Lebensgrundlage in unserer Kohlenstoff-basierten Industriegesellschaft bereits aktuell stark gefährdet. Und trotzdem wollen uns die jakobinischen Krieger der veröffentlichten Meinung und ihr einheitspolitischer Arm mit einer Energiewende, einer Verkehrswende und einer Agrarwende immer schneller in ein ökologisches Mittelalter treiben…

Es gibt offenbar sehr erfolgreiche Mechanismen, mit denen man die Realität ganz sicher aus seinen Überzeugungen ausschließen kann; und mir war das zunächst einmal gar nicht aufgefallen. Auf meinem Weg gegen den Strom der Klimabüßer hatte ich nämlich bereits einige gute Freunde und Bekannte „endgültig aus den Augen verloren“. Und immer war der Widerspruch zwischen hochmoralischer Weltklimagerechtigkeit und geowissenschaftlichen Fakten ein wesentlicher Auslöser dafür gewesen – gelernt ist eben gelernt, hatte ich zunächst ganz naiv gedacht. Und deshalb hatte mich vor einiger Zeit auch ein Disput ziemlich hart getroffen, den ich mit einem Geowissenschaftler aus meiner Generation geführt hatte. In solchen Situationen unterstellt man im Gespräch keinen bösen Willen, und umso erstaunter war ich, als meine lax formulierte Aussage, in heutigen wissenschaftlichen Arbeiten würde oftmals der Abstract nicht mehr zum Inhalt passen, ohne Beweisforderung sofort auf einen absoluten wissenschaftlichen Anspruch gehoben wurde. Ein Umlenken des Gesprächs war gar nicht mehr möglich und der Disput führte über die Behauptung, so etwas würde ein wissenschaftlicher Editor niemals zulassen, direkt in eine persönliche Konfrontation. Eine klärende E-Mail mit einem Link auf eine entsprechende Analyse, die meine zu Beginn des Disputs vorgebrachte Aussage eindeutig stützt, wurde dann mit einem Infrage stellen der Seriosität dieser Quelle aufgrund ungenannter Bewertungen aus dem Internet beantwortet.

Und erst da ist bei mir endlich der Groschen gefallen. Alle diejenigen Menschen, die ich zwischenzeitlich „endgültig aus den Augen verloren“ hatte, waren keine geschulten kommunistischen Kader, sondern hoch intelligente und liebenswerte Zeitgenossen. Aber ihnen allen ist gemein, dass sie in einem Diskurs über Aspekte der gesellschaftlichen Klimahysterie kurz vor Eintritt einer „Erkenntniskatastrophe“ zielstrebig auf eine ganz eigene Interpretation der jeweiligen Kernaussage, eine sakrosankte Wissenschaft und/oder eine Diffamierung der jeweiligen Informationsquelle ausgewichen waren.

Wie kommen solche intelligenten und hoch gebildeten Menschen darauf, ihre Energie damit zu vergeuden, eine Informationsquelle zu diffamieren, anstatt sich mit vergleichbarem Aufwand eigenständig aus deren Originalquelle zu informieren?

Das mag der am 9. September 2019 erschienene wissenschaftliche Artikel “The accuracy of German citizens’ confidence in their climate change knowledge” von Helen Fischer, Dorothee Amelung und Nadia Said auf Nature Climate Change (2019) beantworten. Eine Kernaussage aus dem Abstract lautet, ZItat: “The accuracy of the confidence of the citizens in their climate change knowledge was only around half of what it could be based on the accuracy of their knowledge.”

Der neutrale Google-Übersetzer meint: „Die Genauigkeit des Vertrauens der Bürger in ihr Wissen über den Klimawandel war nur etwa halb so hoch wie die Genauigkeit ihres Wissens“, oder ganz platt in einfacher Sprache ausgedrückt, die Bürger verlassen sich bei der Beurteilung des Klimawandels nicht auf ihr eigenes Wissen, sondern auf ihren guten Glauben.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung dieser Studie auf EIKE. Und ich setze jetzt einfach noch mal einen oben drauf und behaupte, dass viele Menschen sich offenbar dem populistischen Klimaalarm trotz besseren Wissens ganz freiwillig unterwerfen, weil sie originäre Anhänger dieser Ideologie von einer globalen menschlichen Generalschuld sind. Anders als tausende von Wissenschaftlern wäre nämlich bereits ein mittelmäßiger Oberstufengymnasiast im Physik Leistungskurs in einer Jahresarbeit fähig, den ganzen Klimaschwindel als unbewiesene Behauptungen zu entlarven. Er müsste einfach nur nach den eindeutigen wissenschaftlichen Beweisen für 3 zentrale Bekenntnisse der Klimareligion suchen:

  1. „Menschengemacht“: Die wissenschaftlich eindeutige Trennung zwischen dem natürlichen Paläo-Klimaantrieb und einem aktuell „menschengemachten“ Anteil der an der globalen Klimagenese.
  2. „Treibhauseffekt“: Der wissenschaftlich eindeutige Beweis für einen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ (THE).
  3.  „Dekarbonisierung“: Der wissenschaftlich eindeutige Beweis für die quantitative Klimawirkung von Kohlenstoffdioxid (CO2).

Mehr als 30 Jahre nach Gründung des IPCC liegen diese wissenschaftlich notwendigen Beweise für die Kernbekenntnisse der Klimareligion einer zunehmend medial geängstigten Öffentlichkeit nämlich immer noch nicht vor. Das IPCC hat in seinen Berichten inzwischen vielmehr seine konkreten Ausführungen von 1992 zum THE (Kap. 2.1.3 ab Seite 65) durch die vorgebliche Wirkungsweise sogenannter „Klimagase“ ersetzt. Ein naturwissenschaftlich ausgebildeter Gymnasiast müsste also feststellen, dass für die unter den Punkten (1) bis (3) formulierten Phänomene weltweit keinerlei wissenschaftliche Beweise auffindbar sind und könnte in einer solchen Jahresarbeit daher nur seine vergebliche Odyssee auf der Suche nach dem „Heiligen Gral“ der Klimareligion beschreiben…

Wir haben heute die Situation, dass die Massenmedien in ihrer Berichterstattung ganze Teile der Realität ausblenden und der medialen Öffentlichkeit stattdessen gezielt klimaalarmistische Narrative aus aller Welt vermitteln. Und wir haben Neue Minderheitsmedien, die bestrebt sind, diese Informationslücken zu füllen und die alarmistischen Narrative mit entsprechenden Nachweisen zu entlarven. Der aberwitzige gesellschaftspolitische Clou ist nun aber die aktive Diffamierung dieser Minderheitsmedien durch die von den Mehrheitsmedien kostenpflichtig Zwangsbeglückten selbst, teilweise sogar wider besseres eigenes Wissen. Dadurch müssen sich diese Gläubigen den politisch korrekt ausgeblendeten Teilen der Realität dann gar nicht mehr stellen und können blind den Glaubenssätzen einer globalisierenden Klimareligion folgen.

Am Ende zählt heute also nicht mehr das Wort, sondern wer es gesagt hat.

Bereits heute können wir also hautnah die freiwillige Unterwerfung des aufgeklärten menschlichen Geistes unter das Diktat eines intellektuellen Mittelalters erneut miterleben. Inzwischen ist dieser pseudoreligiöse Klimahype nämlich so monströs aufgeblasen worden, dass keine der tragenden Figuren ohne einen Totalschaden ihrer Reputation jemals zur Normalität zurückkehren kann. Und wenn dieser Klimahype trotzdem einmal vorbei sein sollte, dann wird diese Welt nicht mehr so sein, wie sie uns jetzt noch erscheinen mag.

Über zwei Weltkriege und zwei Diktaturen hinweg hatten wir es vermocht, den schönen Schein von der Selbstverantwortung des Menschen aufrecht zu erhalten. Und egal wie mehr-oder-weniger wirtschaftlich beschädigt wir als Industriegesellschaft auch aus dieser Klimahysterie herauskommen mögen, genau dieser selbständig denkende Mensch der Aufklärung wird die historische Phase des Klimaaberglaubens nicht unbeschädigt überstehen.

Wir werden dann nämlich endlich gelernt haben, dass der Mensch, völlig unabhängig von seiner Intelligenz und Bildung, grundsätzlich nach einer emotionalen Sicherheit im Glauben strebt. Wir werden gelernt haben, dass dieser Mensch grundsätzlich manipulierbar ist und dass völlig moralbefreite Manipulatoren, die von ihrer „guten Sache“ grundsätzlich überzeugt sind, rückgratlos für eine grundsätzlich „bessere Welt“ und einen grundsätzlich „neuen Menschen“ kämpfen. Und schließlich werden wir auch noch gelernt haben, dass die demokratische Gewaltenteilung grundsätzlich nur funktioniert, wenn sich alle Beteiligten grundsätzlich an die demokratischen Regeln halten, und dass die Korona der Mächtigen grundsätzlich alle Karrieristen und/oder Mitläufer aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Medien wie magisch an sich zieht, sie wirtschaftlich und/oder emotional grundsätzlich von sich abhängig macht und sich selbst und/oder die gute Sache von deren veröffentlichter Meinung grundsätzlich unkritisch lobpreisen lässt.

Und genau das wäre bereits die Lehre aus zwei Weltkriegen und zwei Diktaturen gewesen…

Artikel-Foto: Foto U. Weber

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