Katzen töten jedes Jahr 200 Millionen Sing- und Gartenvögel in Deutschland!?

In Deutschland werden nahezu alle Sing- und Gartenvögel durch Katzen getötet, vielleicht sogar mehr als die Bestände. Das klingt beängstigend, denn so viele Vögel gibt es in Deutschland vermutlich nicht. Auf die Zahl von 200 Millionen kommt der Bayrische Rundfunk, da sehen doch die geschätzten 100.000 durch Windkraft getöteten Vögel geradezu mickerig. Das war vermutlich auch der Sinn der Kachel, der BR24 produziert hat.Ist das schon eine Auswirkung der politischen Präferenz von Volontären im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk? Oder werden solche Kacheln von Praktikanten erstellt?

(Abbildung: Screenshot Twitter)

Der Sender hat diese Fake-Meldung mittlerweile wieder offline genommen.

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Eine spannende Abhandlung zum Thema Golfstrom bzw. AMOC kommt von Severe-Weather. Da die etwas länger ist, empfehlen wir die deutsche Übersetzung über Browsertools. Es gibt einen Ausblick auf die Entwicklung für den Winter 2022/2023 in den USA.

“Now how do we interpret this? Well, there is a strong similarity between the historical data and the latest Winter forecast. This, however, does not mean that the warm ocean anomalies are the sole reason for this, just because the data gives a similar outcome.

It is much more likely that a stronger larger-scale factor is behind the warm ocean anomalies and the forecast winter pattern. In this case, we can see this as the result of a persistent La Nina.

So the strong warm anomalies in the North Atlantic shouldn’t be seen as the main factor or influence for the upcoming Winter. But rather as an indicator of the overall global atmospheric and oceanic circulation, most likely influenced by the dominant cold La Nina.

But there is a specific way in which the warm Gulf Stream anomalies influence the weather in the United States much more directly. And usually not in a good way.”

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Planet e vom ZDF beschäftigt in einer Sendung sich mit dem Thema Energie und Industrie. Die Sendung vom 18.09.2022 zeigt dabei verschiedene Aspekte und Lösungen. Dabei sind interessante Entwicklungen wie die Wiederverwendung von Hochofengasen, um daraus Methanol zu produzieren. Dieses kann als Treibstoff in Schiffen verwendet werden.

(Abbildung: Screenshot ZDF-Mediathek)

Karbongitter in Beton, die Stahl in Stahlbeton ersetzen, werden z. B. in Dresden entwickelt. Zwar ist Karbon noch teurer als Stahl, es muss allerdings deutlich weniger Beton für Bauteile verwendet werden, sie sind dennoch sehr fest. Solche Sendung sind das Gegenprogramm zu Schrumpfplänen, wie sie z. B. in der taz geträumt werden. Zu sehen ist die Sendung noch bis 17.09.2027 in der ZDF-Mediathek zu sehen.

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Die 3. Novelle des Energiesicherungsgesetz soll kurzfristig die Produktion Strom aus Wind und Solar erhöhen. Dafür dürfen mal eben einige Grenzwerte überschritten werden dürfen, IWR berichtet.

“Im Bereich Windenergie können Betreiber von Windenergieanlagen die Grenzwerte der TA-Lärm und die zum Schutz vor Schattenschlag befristet bis zum 15. April 2023 überschreiten. Der Wegfall der Lärm- und Schattenwurfabschaltungen soll es den Betreibern ermöglichen, mehr Strom zu erzeugen. Außerdem sollen Änderungen zur Leistungssteigerung (Softwareupdates, Typenänderung) schnell und unbürokratisch ermöglicht werden, indem der Prüfumfang beim Änderungsgenehmigungsverfahren klargestellt wird.”

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Die sechs größten Irrtümer des Westens listet Garbor Steingart im Focus auf.

“Irrtum 5: Die Welt wird grüner und damit unabhängiger von Gas, Öl und Kohle

Die Fanfaren der Politiker sind durch die Realität nicht gedeckt. Nach 16 Jahren Angela Merkel, in denen sie den Atom-Ausstieg durchsetzte und die Erneuerbaren zu ihrem Thema machte, ist Deutschland noch immer komplett abhängig von Kohle, Gas und Öl. Nur 16,1 Prozent der Primärenergie stammen aus dem Portfolio der erneuerbaren Energien.

Weltweit der gleiche Befund: Trotz all der milliardenschweren Investments in den vergangenen fünf Jahren in Wind- und Solaranlagen bestreiten Öl, Gas und Kohle rund 82 Prozent des weltweiten Primärenergieverbrauchs in 2021. In den vergangenen fünf Jahren wurde lediglich eine Reduktion der fossilen Primärenergie von drei Prozent erreicht.

An der Börse spiegelt sich dieses Beharrungsvermögen der alten, fossilen Welt in exorbitanten Kurssteigerungen für Öl- und Gaskonzerne wider. Allein die saudi-arabische Firma Saudi Aramco ist an der Börse mehr wert als alle DAX-40-Konzerne zusammen.”

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Nach einem AdBlue-Mangel klopft der nächste Mangel-Kandidat an der Tür: Kohlensäure. Die Tagesschau berichtet:

“Brauereien brauchen Kohlensäure vor allem, um Tanks, Flaschen und Fässer „vorzuspannen“, damit das Bier beim Füllen nicht mit Luft in Kontakt kommt und beim Abfüllen nicht schäumt. Viele Brauereien stellen auch Softdrinks her, für die umso mehr Kohlensäure nötig ist.

Technische Kohlensäure entsteht vor allem als Nebenprodukt in der Ammoniak-Produktion, etwa bei der Herstellung von Düngemittel. „Als die Gaspreise extrem gestiegen sind, haben die Hersteller ihre energieintensive Produktion zurückgefahren“, erklärt der Sprecher der Genossenschaft Deutscher Brunnen, Tobias Bielenstein. Der Zusammenhang ist also: weniger Düngemittel gleich weniger Kohlendioxid gleich weniger Kohlensäure.”

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Verwirrend, wenn die letzte Generation von Kindern und Enkeln spricht. Ist es wohlmöglich die vorletzte oder gar vorvorletzte Generation?

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Solar-Kerosin: Mit Sun-to-Liquid zum CO2-neutralen Fliegen? En-former, der Energieblog von RWE zum Thema zum Thema Sun-to-Liquid.

“Bei Sun-to-Liquid-Verfahren wird die energieintensive Vorstufe der Kraftstoffsynthese direkt mittels Sonnenenergie betrieben. Der Umweg über die Stromproduktion entfällt also. Über mehrere Jahre haben gut vernetzte Forschungs- und Entwicklungsteams – insbesondere an der ETH Zürich und dem Deutschen Zentrum Luft- und Raumfahrt im Forschungszentrum Jülich sowie in der bisher größten Versuchsanlage in Móstoles nahe Madrid das Verfahren vorangetrieben.”


“Die Anlage ähnelt zunächst einem CSP-Kraftwerk (Concentrated Solar Power): Ein Feld voller Reflektoren wirft Sonnenlicht gebündelt auf einen Punkt in der Spitze eines Turms. Dort wird in Solar-Turm-Kraftwerken ein Trägermedium erhitzt, das eine Dampfturbine antreibt, um Strom zu erzeugen. In einer „Solar Tower Fuel Plant“ (Solarturm-Kraftstofffabrik) wird stattdessen ein Reaktor betrieben, der in zwei Schritten fertiges Flugbenzin erzeugt.

Im ersten Schritt wird aus Wasser und CO2 ein Synthesegas aus Wasserstoff (H2) und Kohlenmonoxid (CO) gewonnen. Im zweiten Schritt wird aus diesem Syngas über das bewährte Fischer-Tropsch-Verfahren nachhaltiges Kerosin. Außer dem Sonnenlicht besteht lediglich ein geringer Energiebedarf, um die verschiedenen Substanzen durch die Anlagen zu pumpen.”

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Betreff: Zwangsarbeit

Sehr geehrte Damen und Herren,

Einige Anmerkungen zum Blog vom 15. 09. 22. In einem Artikel geht es um eine EU-Verordnung, welche Waren aus dem Binnenmarkt fernhalten will, welche mit Zwangsarbeit gewonnen werden. In dem Artikel geht es um Photovoltaikmodule, welche in China hergestellt und die Zubehörteile gewonnen werden.

Mich hat der Artikel sofort an die Produktion von E-Autos erinnert. Die Rohstoffe für die Batterien (seltene Erden) werden z.T. durch brutale Kinderarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen gewonnen. Eine solche Materialbeschaffung dürfte direkt von der Verordnung betroffen sein. Was bedeutet das jetzt für die E-Autos? Kann die Regierung unter diesen Umständen noch den Kopf in den Sand stecken. Eigentlich müssten die Produktion oder der Import von E-Auto Batterien sofort gestoppt werden, wenn nicht ganz klar nachgewiesen wird, dass die Materialien auf ordnungsgemäße Weise beschafft wurden.

Viele Grüße
Dipl. Ing. Martin Krohn

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Leserzuschrift von Werner Plüss:

Ich kann nicht mehr. Die Deutsche Regierung scheint jede Orientierung und jedes logische Denken verloren zu haben, zudem arrogant, nicht über den Tellerrand schauend, was der Rest von Europa denkt. Man stellt perfekt und sauber funktionierende Kernkraftwerke ab, erwartet aber, dass Frankreich sich sputet mit den Reparaturen. Um die Weihnachten herum soll Frankreich dann volle Solidarität mit dem irrlichternden Deutschland zeigen

Die Schweizer Alpen-Pumpspeicher, mit Atomstrom gefüllt, sollen auch ihre Reservoirs leeren, zu ihrem eigenen Schaden. Um Lastenabwurf, blackouts zu vermeiden. Jonglierend, um zu helfen, das Netz in ganz Europa bei 50 Hz stabil zu halten, nur damit Deutschland weiter Leistung vom Netz nehmen kann, mit ihrem ideologie-getriebenen Energietraumwandel.

Unglaublich, Deutschland ist doch wirklich dran den ganzen Kontinent in die Misere zu treiben. Und wer lacht? Nicht nur Russen und Chinesen. Nein, keine Illusionen bitte. Je schwächer Europa, Deutschland, desto Amerikanischer die Abhängigkeit. Die US Industrie kugelt sich vor Freude für dieses unerwartete Geschenk, Ausschaltung der Deutschen Konkurrenz, Autos, Chemie, Maschinen, durch unbezahlbare Energiepreise, Mangel an Rohstoffen und Zwischenprodukten.

Well done, Scholz, Habeck, Baerbock & Co.

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Alex Reichmuth berichtete am 19.09.2022 im Nebelspalter über Schwierigkeiten der Abscheidung und Lagerung von Kohlendioxid:

CO₂-Abscheidung: Ernüchternde Bilanz

Wenn die Welt bald unter dem Strich kein Kohlendioxid mehr produzieren will, ist sie fast existenziell auf die Abscheidung und unterirdische Lagerung von CO₂ (Carbon Capture and Storage, CCS) angewiesen. Doch bei der Entwicklung dieses Verfahrens stockt es. Das ist zumindest das Fazit einer Studie des Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA), einer amerikanischen Denkfabrik (siehe hier). Die Autoren der Studie sprechen mit Blick auf CCS sogar von einem «Pipe Dream», also einem Wunschtraum.

Weiterlesen im Nebelspalter

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Martin Schlumpf berichtet am 19. September 2022 im Nebelspalter: 

Hitze kann tödlich sein – Kälte aber noch viel mehr – Schlumpfs Grafik 55

Die wöchentlichen Daten des Bundesamtes für Statistik zeigen von Mitte Juni bis Anfang August dieses Jahres eine sogenannte Übersterblichkeit in der Altersklasse der Über-65-Jährigen. Dies bedeutet, dass in diesem Sommer unter den Pensionierten mehr Todesfälle zu verzeichnen waren, als verglichen mit dem mehrjährigen Durchschnitt erwartet werden musste. Dabei spielte Covid-19 praktisch keine Rolle: Nach den Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit ist weniger als ein Fünftel dieser Übersterblichkeit darauf zurückzuführen.

Was wichtig ist:
– Todesfälle wegen Kälte sind in der Schweiz über 30-mal häufiger als Todesfälle wegen Hitze.
– Die Sterblichkeit wegen Hitze ist bei den Über-80-Jährigen leicht gestiegen. Die Sterblichkeit wegen Kälte hat aber deutlich abgenommen.
– Die Anpassungen an neue klimatische Bedingungen sind viel bedeutender als die Auswirkungen der Erderwärmung.

Somit scheint klar, dass der soeben zu Ende gegangene Hitze in diesem Sommer eine erhöhte Zahl an Todesopfern gefordert hat. Wie bedeutend ist das aber, wenn man die langjährige Entwicklung der Todesfälle wegen extremen Temperaturen, also Hitze und Kälte, in Betracht zieht? Eine im vergangenen März an der Universität Bern publizierte Studie hat sich diesem Thema mit beeindruckend reichem Datenmaterial angenommen (siehe hier). Zwei Kernfragen standen dabei im Zentrum: Welche Trends sind bei der temperaturabhängigen Sterblichkeit in der Schweiz auszumachen? Und in welchem Umfang ist dabei der Alterungsprozess der Bevölkerung verantwortlich?

Weiterlesen im Nebelspalter. Auch verfügbar auf schlumpf-argumente.ch.

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Betreff: Niedertemperatur-Wandler

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Blog vom 20. 09. 22 wurde ein sehr interessanter Artikel über einen „Niedertemperatur-Wandler“ gebracht. Dieses Zaubergerät ist in der Lage, ab einer Umgebungstemperatur von 9,5° C Strom zu erzeugen und diesen zu speichern. Bei höheren Temperaturen wird erhöht sich die Stromerzeugung.

Jetzt sollte man doch einfach in einem Raum bei einer Umgebungstemperatur von 9,5 °C Strom erzeugen, diesen dann zum weiteren Aufheizen des Raumes benutzen, was wieder die Stromerzeugung erhöht. Einen Teil des erzeugten Stroms kann dann ins Netz abgegeben werden und der Rest zum weiteren Aufheizen des Raums. Damit verselbständigt sich die Stromproduktion. Das wäre doch die alternative Lösung gegen den Strommangel.

Die ganze Sache hat nur einen klitzekleinen Nachteil. Es widerspricht dem Physikalischen Gesetz der Energieerhaltung. Doch was sind schon Gesetze, die lassen sich ändern. Wenn alle zustimmen, dann dürfte das doch kein Problem sein.

Viele Grüße
Dipl. Ing. Martin Krohn

PS: Das war natürlich nicht ernst gemeint.