Fridays for Future: Wie erreichen wir die Jugend?

Von Sebastian Lüning

Seit zweieinhalb Jahren protestieren Kinder und Jugendliche im Rahmen von „Fridays for Future“ (FFF) gegen die Klimakatastrophe. Sie haben Angst vor einem klimatischen Weltuntergang, der die Erde angeblich in 10 Jahren unbewohnbar machen würde. Sie fühlen sich ihrer Zukunft beraubt, einige von ihnen mussten aufgrund ihrer Ängste bereits in psychologische Behandlung. Teile der Elternschaft haben sich von der Klimafurcht ihrer Kinder bereits anstecken lassen und schlossen sich in der Bewegung „Parents for Future“ zusammen, um bei den Protesten mitmachen zu können. Die Information über das Ende der Welt erhielten die FFF-ler von klimaaktivistischen Wissenschaftlern. Denen vertrauen sie blind, denn die Rollen in der öffentlichen Klimadebatte sind seit langem klar verteilt: Klimaalarmisten haben immer Recht, wohingegen Kritiker der Klima-Extremsichtweise wahlweise dumm, rechtsextrem oder gekauft sind. Das ist praktisch, denn so muss man sich die Argumente der Kritiker gar nicht anhören.

Den Kindern und Jugendlichen würde eine fachliche Argumentation allerdings sowieso wenig nützen, denn sie besitzen logischerweise noch gar keinen Schulabschluss, haben möglicherweise Physik und Chemie bereits abgewählt. Das Interesse an den Naturwissenschaften ist oft gering. Umso mehr interessieren sich die Freitagsdemonstrierer für den Protest als solchen. Zu allen Zeiten waren junge Leute auf die ältere Generation sauer. Kinder sehen das Tun ihrer Eltern prinzipiell kritisch, die ihrer Meinung nach alles falsch gemacht haben. Vielleicht ist es eine Art Reflex gegen jahrelange Erziehung und Anweisungen: Iss Deine Suppe auf, Du gehst jetzt ins Bett, kein Kino ohne fertige Hausaufgaben…

Die Jugend sucht stets nach Ersatzvorbildern. Die scheint sie in Form der Klimaprediger und ihrer jungen Helferinnen Greta, Luisa und Co. gefunden zu haben. Die Klimademonstranten schauen zu ihnen auf wie zu Popstars. Genau wie bei den Musikidolen, rennen die Anhänger in großen Massen zu den freitäglichen „Klima-Konzerten“, die einen Touch von Klima-Gottesdienst haben. Nachbeten ist erlaubt, kritisch mitdenken jedoch verpönt. Wie in der echten Religion. So fordert die Jugend im tausendstimmigen Chor, doch endlich die Energie zu verteuern, Freiheiten einzuschränken und Verzicht zu üben. Das kann wirklich nur in einer Überflussgesellschaft passieren, in der seit Jahrzehnten die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Das ist natürlich langweilig. Revolution und Verzicht sollen offenbar wieder Schwung in die Bude bringen. Volles Risiko aus Langeweile.

So richtig bis zu Ende durchgedacht haben die FFF-ler ihre Forderungen aber sicher nicht. Was würde es bedeuten, wenn die Politik augenblicklich auf die extremen FFF-Forderungen eingehen würde? Strom gibt es nur noch an sonnigen und windigen Tagen. Kein Fleisch, kein Internet, keine Auslandsreisen, keine hippen Klamotten, keine Haustiere, kein Kino, keine Heizung, kein Auto, keine Geschwister… Wenn man sich die totale Dekarbonisierung mal in Ruhe vor Augen führt, sollte jeder vernünftige Mensch eigentlich einen Riesenschreck bekommen und aus seinem naiven Traumdenken aufwachen. Verantwortung zu übernehmen bedeutet auch, dass man die Dinge realistisch sieht. Da tun sich die Freitagsdemonstierer schwer. Denn ihnen wurde von den Vorbetern genau vorgesagt, was sie zu skandieren haben.

Wie könnte man die Jugend erreichen, wenn es mit Sachargumenten und Diskussion augenscheinlich nicht funktioniert? Antwort: Auf der emotionalen Schiene. Genau auf dieser Ebene wurde die Jugend von den Klimaaktivisten geködert, mit Angst gefügig gemacht. Nun sollte den jungen Demonstranten auch die Konsequenzen ihrer Forderungen vor Augen geführt werden. Was wäre, wenn plötzlich alles umgesetzt werden würde?

Eine dreiteilige Youtube-Serie tut genau dies. Im Stile von „Teufels Advokat“ wird den Klimaaktivisten vorgeführt, was auf sie zukommen würde, wenn man auf sie bedingungslos hören würde. Im Laufe der „10 Tipps für den Kampf gegen das CO2“ wird schnell klar, dass die Forderungen der Klimaaktivisten utopisch und nicht zuende gedacht sind. Indem die alarmistische Ideologie ad absurdum geführt wird, merkt vielleicht der eine oder andere, auf was er/sie sich eingelassen hat.

Als Autor der Reihe erhielt ich so einige erschrockene Zuschauer-Emails: Das wäre doch absurd, das könne doch nicht ernst gemeint sein. Die traurige Wahrheit: Die Aktivistenseite meint es bitter ernst. Alle Fakten der Serie sind genauestens recherchiert, alle Emissions-Zahlen sind wahr. Nachzulesen auf einschlägigen Aktivistenseiten und in zahllosen Medienberichten. Was jedoch nie berichtet wird ist, dass die Klimawirkung des CO2 wohl maßlos überschätzt wird, der Weltuntergang also unwahrscheinlich ist. Nachzulesen unter andere in unserem neuen Buch „Unerwünschte Wahrheiten: Was Sie über den Klimawandel wissen sollten“. Die Freitagsdemonstrierer wissen davon leider nichts. 99,9% aller Jugendlichen kennen nicht einmal den Begriff „CO2-Klimasensitivität“. Diese Wissenslücke ist nicht zufällig, sondern von den aktivistischen Klimawissenschaflern bewusst geplant. Denn nur schlecht informierte FFF-ler sind gute Multiplikatoren und können vor den Aktivistenkarren gespannt werden. Auch das war schon immer so: Unwissenheit ist bekanntlich die beste Basis, um extreme Ideologien zu befördern.

Der dritte Teil der Serie „10 Tipps für den Kampf gegen das CO2“ ist jetzt verfügbar und umfasst die Tipps 8-10:

8. Halma statt Hollywood
9. Haustiere sind Klimabestien – weg damit
10. Klimakiller Kinder: Hashtag #Birthstrike

Für alle, die die Teile 1 und 2 noch nicht kennen:

Teil 1

1. Das Auto muss weg
2. Flugscham: Verzichte auf Reisen in ferne Länder
3. Klimasünde Kleidung

Teil 2

4. Dämme Deine Fleischeslust ein
5. Pullover und Winterjacke statt Heizung
6. Schluss mit dem Sauberkeitswahn
7. Klickscham: Klimakiller Internet

In Kürze startet auf dem Youtube-Kanal “Klimawandel Crashkurs“ eine wöchentliche Nachrichtensendung zu den Themen Klima und Energie. Sie können den Kanal kostenlos abonnieren, um nichts zu verpassen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf EIKE