Ex-Bundestagspräsident Thierse sieht in Greta Thunbergs Klima-Botschaft „Antidemokratisches“

Die Welt am 4. September 2019:

Deutschland Ex-Bundestagspräsident: Thierse sieht in Thunbergs Klima-Botschaft „Antidemokratisches“

Der SPD-Politiker Wolfgang Thierse sieht in den Worten der Klimaaktivistin Greta Thunberg einen „antidemokratischen Affekt“. Der frühere Bundestagspräsident warnt deshalb die Klimabewegung.

Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse warnt vor Rigorismus in der Klimadebatte. Der Satz der Klimaaktivistin Greta Thunberg, das Klima vertrage keine Kompromisse, sei „von erhabener Wichtigkeit und zugleich falsch“, sagte Thierse dem Berliner „Tagesspiegel“ in einem Video-Interview. Denn der Satz enthalte einen „antidemokratischen Affekt“. Politik funktioniere „nur Schritt für Schritt, immer auch auf dem Weg von Kompromissen“. Wichtig sei, dass die Richtung eindeutig sei, mahnte der SPD-Politiker. Dabei könne sich die Partei ein Beispiel an Willy Brandt nehmen, sagte Thierse. Brandts großes Verdienst sei, dass er Politik auch für die Menschen gemacht habe, die das nicht selbst für sich tun konnten, unter anderem die Menschen im Osten Deutschlands.

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Charlotte Stiebritz gab am 4. März 2019 auf Utopia Tipps, wie man lästige Klimakritiker argumentativ niederringt:

Klimawandel-Fakten: So überzeugst du die Leugner des Klimawandels

Gefestigte Falschinformationen und Gerüchte sind die Grundlage für Theorien, die den Klimawandel abstreiten. Mit dieser Technik kannst du die Leugner des Klimawandels von den Fakten überzeugen.

Falschinformationen und Gerüchte – das wollen wir doch genau wissen, was hiermit konkret gemeint ist.

Zur Beantwortung dieser Frage haben Wissenschaftler der Universitäten von Queensland und Westaustralien eine Anleitung zum Widerlegen von Falschinformationen entwickelt, die sich nicht nur gegenüber Leugnern des Klimawandels, sondern auch auf jedem anderen Gebiet anwenden lässt. Die von ihnen entwickelte Methode enthält im Wesentlichen drei Kernpunkte:

1. Im Mittelpunkt sollten immer die Fakten stehen, nicht das Gerücht.

2. Bevor das Gerücht erwähnt wird, sollte vor der Falschinformation gewarnt werden.

3. Die Fakten des Gegenarguments müssen die Lücke füllen, die das widerlegte Gerücht hinterlässt.

Etwas verschwurbelt übersetzt, aber nach dreimaligem Lesen beginnt man die „Technik“ zu verstehen. Übrigens: Die Anleitung zur Erkennung von Klimaalarm lautet ganz genauso: (1) nur Fakten zählen, (2) Klimaalarmstory zitieren, (3) wirkliche Fakten und sich daraus ableitende Interpretation ausführen. Weiter auf Utopia:

Die Forscher, die das Handbuch entwickelt haben, fanden heraus, dass eine Diskussion durch verschiedene Bumerang-Effekte erschwert werden kann:

–Je vertrauter eine Information ist, umso eher wird sie als wahr akzeptiert. Wiederholst du das Gerücht deines Gegenübers – sei es auch nur, um es zu widerlegen – bestärkst du es womöglich langfristig noch.

Oder anders ausgedrückt: Am besten die Fachargumente von Klimakritikern verschweigen, sonst könnte noch jemand dadurch aus Versehen überzeugt werden. Wahnsinn: Ein Aufruf dazu, Kritik einfach zu ignorieren und nicht drauf einzugehen.

–Einfache, kurz gehaltene Informationen können besser verarbeitet werden und werden bereitwilliger angenommen als detailreiche, komplizierte Ausführungen. Lege dir am besten zwei, drei stichhaltige Argumente zurecht, die du in einer Diskussion kurz und knapp anwenden kannst.

Anders ausgedrückt: CO2 ist der Universalschurke für alles. Das verstehen die Leute. CO2 hier, CO2 da. CO2 überall. Was die Leute nicht verstehen: Der solare Einfluss auf das Erdklima ist nichtlinear mit variabler Phasenrelation, was in etlichen Fachstudien bereits nachgewiesen ist. Man müsste sich nun daran machen und die komplizierten Zusammenhänge genau studieren, wobei es gut Anhaltspunkte gibt, wie es funktioniert. Aber die komplizierte Wahrheit kommt bei den Leuten nicht gut an. Dann doch lieber simpler Quatsch, der geht immer. Weiter bei Utopia:

–Besonders schwierig ist das Widerlegen von Falschinformationen gegenüber Personen, die eine stark verfestigte Ansicht zu dem Thema haben. Werden sie mit gegenläufigen Fakten konfrontiert, suchen sie umso tiefer nach Argumenten, die ihre eigene Weltanschauung stützen – und bestärken sich damit selbst in ihrer Überzeugung.

Dies gilt für beide Seiten der Debatte. Nur wenigen gelingt es, sich auf die Argumente der Gegenseite einzulassen und ernsthaft und ergebnisoffen zu diskutieren. Dabei wäre genau dieses gemeinsame Diskutieren so wichtig. Die Alarmseite setzt jedoch alles daran, gemeinsame Diskussionsrunden zu unterbinden. Siehe erster Punkt des Bumerang-Effekts. Und noch eine Passage auf Utopia:

Hast du das Gerücht als falsch identifiziert, braucht dein Gegenüber nun eine alternative Antwort auf die Frage, warum du von einem menschengemachten Klimawandel sprichst, wenn es doch schon immer Temperaturveränderungen gegeben hat. Die Lücke, die das Gerücht hinterlassen hat, muss mit Fakten gefüllt werden. 

Beispiel: Zwar lassen sich gewisse Temperaturschwankungen durch natürliche Begebenheiten erklären, es ist aber mittlerweile belegt, dass die drastische Erderwärmung der letzten Jahrzehnte fast ausschließlich auf menschliches Verhalten zurückgeht. Der UN-Klimarat hat bestätigt, dass etwa ein Grad Celsius der globalen Erwärmung gegenüber vorindustriellen Werten vom Menschen verursacht wurde. Die Leugner des Klimawandels versuchen hier also, mit einer Halbwahrheit Unterstützung zu finden.

Verstehen Sie diese Logik? Klimarealisten kritisieren den IPCC dafür, dass er den natürlichen Klimafaktoren nicht genug Platz einräumt. Was macht Charlotte Stiebritz daraus? Die Klimarealisten hätten Unrecht, weil der IPCC einfach Recht hätte. Eine Argumentation ohne störende Fakten und ohne wissenschaftliche Inhalte. Abschlussfrage: Was hat Frau Stiebritz studiert und was befähigt sie zur Mitsprache im Thema Klimawandel? Das bleibt unklar. Hier die Titel von zwei anderen Stiebritz-Artikeln: „Kohlrabi kochen: Das musst du bei der Zubereitung beachten“ und „Katze entwurmen: Das solltest du beachten„.