Elon Musk kritisiert den deutschen Atomausstieg

Eine Videoempfehlung für diejenigen, die einen Netflix Account haben. Thorium ist eine Dokumentation, die das Thema Flüssigsalzreaktoren beschreibt. Der Erzähler des Films ist Alvin Weinberg, der, da er bereits 2006 verstorben ist, hier als gezeichnete Figur dargestellt ist. Wer glaubt, dass Flüssigsalzreaktoren eine brandneue Erfindung ist, wird sicherlich etwas staunen, was Weinberg über die Anfänge der Forschung zum Besten gibt. Die Dokumentation beschreibt auch den Einfluss des Militärs Uran statt Thorium für Kern-Reaktoren zu verwenden. Es ging um waffenfähiges Plutonium. Dafür nahm man auch eine geringere Sicherheit in Kauf. Es kommen auch ausgesprochene Atomenergie-Kritiker zu Wort.  Die Dokumentation ist also keine reine Werbeveranstaltung.

+++

Elektroautos verlieren massiv Strom beim Laden – Besitzer zahlen drauf. Weiterlesen bei 24auto.de.

+++

Europas Machtkampf um die Kernenergie. Dieser Artikel in der Welt steht hinter einer Bezahlschranke.

+++

Energie-intensive Industriebetriebe aus Mitteldeutschland tragen sich mit dem Gedanken, ihre Produktionen einzustellen. Die stark gestiegenen Erdgas- aber auch Strompreise werden als Grund genannt. Zum Artikel geht es hier lang.

+++

Elon Musk kritisiert den deutschen Atomausstieg. Der Mann scheint zu ahnen, was auf Deutschland zukommt. Der Stern berichtete.

+++

Wer jemals die Zeugen Jehovas an der Tür hatte, der wird beim Wort des Verkündens einer frohen Botschaft jetzt ein Déjà-vu haben.

Nur, das ist in der Gesellschaft noch nicht angekommen, gerade weil Journalist*Innen von ARD, ZDF bis Bildzeitung oder Handelsblatt immer noch das falsche Narrativ im Wahlkampf hochgehalten haben, wonach der Klimaschutz eine finanzielle Belastung sei, statt die frohe Botschaft zu verkünden, dass Klimaschutz nun billiger ist, als die Klimazerstörung. Diese frohe Botschaft kann aber die Gesellschaft selbst verbreiten, mit dezentralen Aufklärungsveranstaltungen organisiert von tausenden Initiativen.

Der Verkünder der frohen Botschaft ist Hans-Josef Fell, einem der Erfinder des EEG, welches den Stromverbrauchern gerade Rekordpreise beschert. Statt des Wachturms gibt es die Energiewende. Aber, dass es nicht so rüberkommt, das ist die Schuld von Journalisten von ARD, ZDF, Bildzeitung und Handelsblatt. Fell, das kann man dann auch noch lesen, hat noch weitere frohe Botschaften. Im Grunde liegt sämtliche Technik für die Energiewende vor. Firmen würden nur darauf warten, sie endlich auf den Markt zu bringen. Ob diese Unternehmen auf ein geheimes Signal warten?

“Alle Technologien existieren bereits, viele Firmen stehen in den Startlöchern, um Klimaschutzprodukte massenhaft auf den Markt zu bringen.”

Vielleicht wurden die Speicher für die 20-30 TWh, die Deutschland nach Fells eigener Studie bis zum Jahr 2030 benötigt, ja bereits gefertigt und stehen schon in irgendwelchen Lagerhallen und warten nur auf den praktischen Einsatz? Fells Plan hatten wir schon einmal vorgestellt. Deutschland muss nur die besagten Speicher nur einsetzen und einfach die Zementindustrie einstellen, außerdem große Teile der übrigen Wirtschaft. Eigentlich wie eine Art Morgenthau-Plan, nur neuer und grüner eben. Interessant ist sicherlich, dass ein Vorreiter für eine hochsubventionierte Industrie sich gegen Subventionen wendet, natürlich nur gegen die, die nicht zur eigenen Agenda passen. Fells frohe Botschaft hat auch sonst religiöse Züge. Nachlesen kann man sie hier.

+++

Enteignen ist gerade sehr in Mode. Nach Wohnungsunternehmen war es nur eine Frage der Zeit, bis es auch Energie-Unternehmen betrifft. Hier geht es zur Webseite der Initiative Enteignetrwe.

+++

Am deutschen Energiewesen soll die Welt genesen, wenigstens Südkorea. Die taz glaubt, dass ein deutscher Kohleausstieg als Vorbild für einen Ausstieg Südkoreas taugen könnte. In dem Artikel findet sich kein Wort über die Rolle der Kernenergie. 24 Blöcke sind in dem asiatischen Land aktiv an 4 weiteren wird gebaut. Allerdings wird danach Schluss sein, was dem Land aber dennoch einen Anteil von Kernenergie von ca. 30% bei der Stromerzeugung bringt. Als Exportprodukt wird Kernenergie allerdings weiter eine Rolle spielen für Südkorea. Alles in allem kein Vergleich zur Situation in Deutschland.

+++

Gutes Timing bei Bundesumweltamt. Kaum ist die Bundestagswahl vorbei, rückt das Amt mit den ersten unangenehmen Ankündigungen heraus. Weniger Fleisch, Milch besser nur als pflanzliches Produkt sind einige der Vorgaben, die das Amt für die Zukunft sieht. Zur Meldung im Deutschlandfunk geht es hier.

+++

Energiewende ausgeträumt – droht jetzt der Blackout? Zum Video bei Tichys Ausblick bitte hier entlang.

+++

Universität Bayreuth:

Neue klimageschichtliche Studie: Abkühlungsperioden bewirkten Evolutionsschub

Die Temperaturen auf der Erde hatten einen signifikanten Einfluss auf den Verlauf der Evolution. Eine besonders hohe Zahl neuer Arten von Meerestieren entstand nach erdgeschichtlich kurzen Abkühlungsperioden, denen bereits eine weitaus längere Abkühlungsperiode vorangegangen war. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universitäten Bayreuth und Erlangen-Nürnberg in einer Studie, die in der Zeitschrift PNAS erschienen ist. Durch Kombinationen von empirischen Daten und Computersimulationen haben sie herausgefunden, dass der Einfluss eines raschen Klimawandels auf die Biodiversität erheblich von länger währenden Klimatrends in vorhergehenden Abschnitten der Erdgeschichte mitbestimmt wird.

Aufgrund einer Fülle erdgeschichtlicher Daten ist bekannt, dass es im Verlauf der Erdgeschichte mehrere lang andauernde Eis- und Warmzeiten gegeben hat. Die Forscher in Bayreuth und Erlangen haben nun diese Perioden in Langzeit- und Kurzzeittrends unterteilt, um den Effekt der Temperaturschwankungen auf die Artenentstehung zu erforschen. Die Kurzzeittrends hatten hierbei jeweils eine Dauer von rund sechs Millionen Jahren und können auf geologischen Zeitskalen als Klimawandel beschrieben werden.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit zeigen: Der Einfluss des jeweiligen Klimawandels auf die Artenentstehung wird erst deutlich, wenn man die langzeitlichen Temperaturtrends vor dem Klimawandel mit einbezieht. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zur Entstehung neuer Arten kommt, um fast 28 Prozent, wenn auf eine lange andauernde Abkühlung eine kurzzeitige Eiszeit folgt. Tritt eine kurzzeitige Eiszeit allerdings nach einer lang andauernden Erwärmung ein, steigt die Wahrscheinlichkeit nicht an.

Die durch Computersimulationen gestützten Berechnungen werden durch fossile Funde und paläoklimatische Daten bestätigt. So kam es in der Erdgeschichte immer zu einem ungewöhnlich hohen Anstieg neuer Arten von Meerestieren, wenn nach einer langzeitlichen Abkühlung eine Eiszeit eintrat. Die Autoren der Studie erklären diesen Hype der Evolution dadurch, dass die Folgen der eiszeitlichen Abkühlung durch die Nachwirkungen der vorangegangenen langen Abkühlungsperiode verstärkt wurden. „Die Kombination der gleichgerichteten Klimaentwicklungen bewirkte eine verstärkte Absenkung der Meeresspiegel. Insbesondere vor Festlandsküsten und in der Nähe von Inseln wurden die Meere so flach, dass viele der hier lebenden Meerestiere nicht oder nur selten ins offene Meer hinausschwimmen konnten. Ihre Mobilität war erheblich eingeschränkt. Infolgedessen waren weit verbreitete Populationen, die der gleichen Gattung oder Spezies angehörten, während vieler Millionen Jahre voneinander abgeschnitten und isoliert. So konnten sie sich unabhängig voneinander weiterentwickeln und ausdifferenzieren. Küstennahe Meeresbereiche mit niedriger Wassertiefe wurden so zu Hotspots der Evolution“, erklärt Gregor Mathes M.Sc., Erstautor der neuen Studie.

Die neuen Forschungsergebnisse zeigen beispielhaft, dass der Einfluss eines kurzfristigen Klimawandels auf die Biodiversität nur dann realistisch eingeschätzt werden kann, wenn auch längere erdgeschichtliche Zeiträume berücksichtigt werden. „Unsere Berechnungen haben ergeben, dass kurze Abkühlungsperioden, die auf einen langen Temperaturanstieg folgen, eine deutlich schwächere Antwort der Evolution nach sich ziehen“, sagt Mathes. Bereits im Januar 2021 hat das Team aus Bayreuth und Erlangen in einer anderen Studie nachgewiesen, dass es nicht zuletzt auch vom erd- und klimageschichtlichen Kontext abhängt, wie sich kurze Temperaturanstiege auf das Aussterberisiko von Arten auswirken.

Das Forschungsteam aus Bayreuth und Erlangen ist Teil der Forschungsgruppe TERSANE („Temperature-Related Stresses as a Unifying Principle in Ancient Extinctions“), in der Wissenschaftler*innen aus ganz Deutschland Zusammenhänge zwischen der Biodiversität und klimageschichtlichen Prozessen erforschen.

+++

Youtube:

Die nächste Eiszeit kommt bestimmt | #22 Energie und Klima Vorlesung

+++

Pressetext.com:

Synthetisches Methan wird deutlich billiger

Rohstoffe sind laut Pacific Northwest National Laboratory Wasserstoff und CO2 aus Rauchgasen

+++

Nochmal Pressetext.com:

Autobatterien laden bald während der Fahrt

Wissenschaftler revolutionieren drahtlose Energieübertragung auf dem Weg zur Dekarbonisierung

+++

DWN:

Bundestagswahl 2021: Platzt der Traum von der Energiewende? – TEIL 1

Angesichts absehbarer gesellschaftlicher Widerstände und technischer Probleme werden die kommenden Jahre das Schicksal der Energiewende entscheiden – die Parteien blenden diese Herausforderungen in ihren Wahlprogrammen weitgehend aus.

Eine kleine Geschichte der Energiewende

Mit dem Schlagwort „Energiewende“ wird ein Generationenprojekt der deutschen Politik im Bereich der Energieversorgung bezeichnet. Im Kern handelt es sich dabei um den Ausstieg aus der bislang vorherrschenden fossil-nuklearen Energieversorgung hin zu einem System, das auf regenerativen Energiequellen fußt – in Deutschland handelt es sich dabei insbesondere um Windkraft, Solarenergie, die Verstromung von Wasserstoff und Biomasse. Ziel der Energiewende ist aber nicht nur der Umbau der Stromversorgung, sondern auch der Mobilität sowie der Wärmeversorgung im Wohnbereich und letztendlich des gesamten Endenergiebedarfs des Landes. Damit verbunden ist auch das begrüßenswerte Ziel, Deutschlands Abhängigkeit von anderen Staaten und Rohstofflieferanten weitgehend zu reduzieren.

Weiterlesen bei den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

+++

Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ:

Chancen und Grenzen von KI in der Klimamodellierung

Erdsystemmodelle sind die wichtigsten Werkzeuge, um den physikalischen Zustand der Erde quantitativ zu beschreiben und – z.B. durch Klimamodelle – vorherzusagen, wie er sich in Zukunft durch menschlichen Einfluss verändern könnte. Wie vermehrt eingesetzte Methoden der Künstlichen Intelligenz helfen können, diese Prognosen zu verbessern, und wo die Grenzen der beiden Ansätze liegen, hat ein internationales Team um Christopher Irrgang vom Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) jetzt in einem Perspektiven-Artikel für das Journal Nature Machine Intelligence ausgeführt. Ein wesentlicher Vorschlag: beide Ansätze zu einer selbstlernenden „Neuronalen Erdsystemmodellierung“ zu verschmelzen.

Weiterlesen bei idw.