Das Geomar und die Klimaalarm-Kinderbücher

Fritz Vahrenholt nahm am „Wirtschaftstag Sachsen 2021, Radebeul – CDU Wirtschaftsrat“ teil. Seinen Vortrag können Sie ab Minute 1h 04 min 40 sek anschauen:

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Alex Reichmuth am 27.9.2021 im Nebelspalter:

Überall in Europa: Die Strompreise gehen durch die Decke

In ganz Europa kostet Elektrizität immer mehr. Die Ursachen sind die kriselnde Gasversorgung und die höheren Abgeltungen für CO₂-Emissionen. Die gestiegenen Strompreise könnten ein Vorgeschmack auf das sein, was mit der Umsetzung der Klimapolitik droht.

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FDP am 21.9.2021:

Emissionshandel ist das beste Klimaschutz-Konzept

Die FDP hat mit dem CO2-Deckel das effizienteste und wirksamste Klimaschutzprogramm aller Parteien. Dass das funktioniert, belegt jetzt auch ein Gutachten von Professor Joachim Weimann von der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg.

Klimaschutz ist im aktuellen Bundestagswahlkampf ein zentrales Thema. Doch in Deutschland wird der Schutz unseres Klimas zu oft im Sinne kleinteiliger, teurer und planwirtschaftlicher Vorgaben verstanden. Die Freien Demokraten wiederum vertrauen auf das wichtigste Instrument des Klimaschutzes: den Emissionshandel. Nach Ansicht der FDP reicht eine zentrale Vorgabe: wie viel CO₂ im Jahr ausgestoßen werden darf, um die Klimaziele von Paris zu erfüllen.

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Das Gutachten können Sie hier als pdf herunterladen.

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Leserpost von Helmut Welker:

Wenn ich die Abkehr von der derzeitigen Stromproduktion will, dann muss ich für mein neues Konzept der Stromproduktion zuerst das Mengengerüst erstellen. Erst wenn ich diese Menge ermittelt habe, kann ich planen. Kurz ein paar (vermutlich unvollständige) Gedanken.

  1. Wieviel Strom muss ich bei Wegfall der Atomkraft erzeugen?
  2. Wieviel Strom muss ich erzeugen, wenn ich auf Kohle, Gas und Öl verzichte?
  3. Wieviel Mehr-Strom brauche ich für die Heizungen?
  4. Wieviel Mehr-Strom brauche ich, wenn ich die e-Mobilität möchte?
  5. Wieviel Mehr-Strom brauche ich für die Spitzen, bei Wolken, Regen und Windstille.

Dann mache ich einen Strich darunter. Wir werden sicherlich im hohen TW-Bereich landen. Dann ziehe ich die Menge meiner vorhandenen Erneuerbaren Quellen ab. Dann muss die Spitzenbetrachtung gemacht werden: Wohin mit dem Mehrstrom? Woher bekomme ich im Winter, bei klirrendem Frost (dabei meist Windstille und des Nachts) diese benötigte Menge an Energie her? Wenn wir eine geschlossene Schneedecke haben, dann ist unserer Solarproduktion bei null, auch bei Sonnenschein!!!!

Nun habe ich diese Zahl, diese Menge, die ich mit Erneuerbaren erzeugen muss. Erst dann kann man richtig rechnen! Ich bezweifle, dass unsere Klimahysteriker diese Betrachtung gemacht haben! In meinen Augen haben sie das Mengengerüst vernachlässigt und sind voll „Begeisterung“ losgerannt. In meinem Berufsleben hatte ich viel mit Planung und Auslegung von Anlagen und Geräten zu tun. Die erste Frage war immer: Wieviel wollen Sie transportieren, zählen und bearbeiten? Dann war immer schnell klar, in welche Richtung es geht.

Beispiel: Wir hatten eine Anfrage eines Spielwarenherstellers für eine Transport- und Sortieranlage. Er gab uns eine Kapazität von Stück/Std. an. Diese Zahl war schon sehr ambitioniert. Nun legten wir die Anlage auf diese Menge aus und kamen zu einem stolzen Preis. Unsere Geschäftsleitung bekam schon glänzende Augen. – In der Diskussion mit den Kunden stellte sich dann heraus, dass diese Menge (Stück/Std,) nur in den Monaten November bis ca. 15. Dezember notwendig war. Im Rest des Jahres reichten 10 % der angeforderten Leistung. – Der Kunde sparte dann Millionen. In diesen kritischen 8 Wochen stellte er dann Hilfskräfte ein, die in 24h/7 Tage diese Menge abarbeiteten. Er sparte Millionen und es funktionierte. – Im Rest des Jahres konnten 4 Mitarbeiter die Menge manuell bequem erledigen.

In meinen Augen fehlte in der politischen Diskussion diese Mengenbetrachtung völlig. Und dies wird uns in der Diskussion in der nächsten Zeit beschäftigen und manchen um die Ohren fliegen. Dazu reichen einfache Rechenregeln – die 4 Grundrechenarten!

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Neil Frank ist eine lebende Meteorologie-Legende, Klimaexperte und langjähriger Direktor des US National Hurricane Center. Mit 90 geistig und körperlich unglaublich fit und frisch. Eine beeindruckende Persönlichkeit. Er hat die US Dustbowl im Midwest noch als Kind persönlich erlebt und erzählt am Anfang etwas davon. Eine spannende Interviewserie, die für die meisten im Inhalt wohl überraschend sein dürften.

Teil 1:

Hier geht es zu Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7

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Nebelspalter am 28.9.2021:

«Beschwerden durch Infraschall von Windrädern muss man endlich ernst nehmen»

Unruhe, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck – die gesundheitlichen Folgen von nicht-hörbaren Geräuschen durch Windkraft-Anlagen sind anscheinend vielfältig. Solche Auswirkungen von Infraschall brauchen mehr Beachtung, fordert der deutsche Mediziner Christian-Friedrich Vahl.

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In Alfred Brandenbergers Vademecum geht es um den Wasserstoff. Reinschauen lohnt sich.

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Max-Planck-Gesellschaft:

Keine Algenblüte in der eisfreien Arktis

Plankton wird im arktischen Ozean nicht vermehrt wachsen, weil ihm nicht genügend Stickstoff zur Verfügung steht

Der Arktische Ozean erwärmt sich und das Meereis schrumpft. Damit vergrößert sich die Wasseroberfläche des Arktischen Ozeans, auf die Sonnenlicht trifft. Wird dadurch das Planktonwachstum boomen, das wiederum Fische und andere Tiere ernähren könnte, und so ein blühendes Ökosystem entstehen? Eher nicht, wie Erkenntnisse eines Forschungsteams unter Leitung der Princeton University und des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz zeigen.

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Nochmal Max-Planck-Gesellschaft:

Auch hungernde Bäume bilden Reserven

Wenn die Fotosynthese lange lahmgelegt ist, gewinnen junge Fichten notfalls sogar durch Selbstverdauung Energie

Bäume haushalten mit ihren Reserven anders als bislang angenommen. Sie bilden nämlich auch in Hungerphasen, also etwa während langer Trockenperioden, energiereiche Kohlenstoffverbindungen, die ihnen für genau solche Zeiten als Vorräte dienen. Dafür verzichten sie darauf, weiter zu wachsen, und verdauen im Extremfall sogar eigene energiereiche Bestandteile. Bislang gingen Biologen davon aus, dass Pflanzen nur Reserven bilden, wenn genügend Fotosyntheseprodukte vorhanden sind und auch der Bedarf für ihr Wachstum gedeckt ist. Anhand der neuen Erkenntnisse lassen sich Modelle verbessern, die vorhersagen, wie sich Wälder mit dem fortschreitenden Klimawandel entwickeln werden.

Weiterlesen bei der Max-Planck-Gesellschaft

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Universität Rostock:

Israelischer Forscher entdeckt an Uni Rostock einen Schalter für die CO2-Nutzung in Cyanobakterien

Der israelische Humboldt-Forschungsstipendiat Dr. Nadev Oren von der Hebrew University in Jerusalem untersucht am Institut für Biologie der Universität Rostock Cyanobakterien, also so genannte Blaualgen. Sie nehmen etwa 25 Prozent des Treibhausgases Kohlendioxyd (CO2) durch ihre Photosynthese auf. „Einige fadenförmige Cyanobakterien haben bemerkenswerte Fähigkeiten entwickelt, die es ihnen ermöglichen, dort zu wachsen, wo andere Organismen es nicht schaffen“, sagt Dr. Oren.

Der Gastwissenschaftler beschäftigte sich bereits an seiner israelischen Heimatuniversität mit der Austrocknungstoleranz von Cyanobakterien in der Wüste Negev. „Das ist eine der rauesten Umgebungen für Leben auf der Erde, mit großen Temperaturschwankungen, häufigen Wechsel zwischen Wasserverfügbarkeit und Trockenheit und extrem hohem Licht“, schildert Dr. Oren. Um einen trockenen und heißen Lebensraum erfolgreich zu besiedeln, haben sich Cyanobakterien der Bodenkruste vielfältig angepasst. Wie Dr. Oren sagt, sind die Grundlagen dieser Anpassungen bis heute allerdings nur unvollkommen verstanden.

Hier setzt das Forschungsprojekt von Dr. Oren an. Während seines zweijährigen Aufenthalts an der Universität Rostock führt der israelische Wissenschaftler seine in der Heimat begonnene Forschung fort. Dr. Oren untersucht nun auf molekularer Ebene die Auswirkungen von Trockenstress auf den Stoffwechsel des Cyanobakteriums Leptolyngbya, das in sogenannten Biologischen Bodenkrusten der Wüste Negev weitverbreitet ist. Wie der Gastwissenschaftler erläutert, wird dabei eine von ihm mit entwickelte Apparatur zur exakten Einstellung von definierten Trocken-, Temperatur- sowie Lichtbedingungen für die Behandlung der cyanobakteriellen Zellen zum Einsatz kommen. „In dieser Apparatur wird verfolgt, wie Zellen des Cyanobakteriums Leptolyngbia bei einsetzendem Trockenstress schrittweise die biologische Aktivität einstellen und bei Wasserzugabe sofort wiederherstellen“, sagt Nadev Oren. Er fand heraus, dass dieses Cyanobakterium ein genetisches Anpassungsprogramm an Trockenstress startet, das durch Licht aktiviert beziehungsweise inaktiviert wird.

„Dr. Oren ist extrem gut ausgebildet und sehr offenen für neue Fragestellungen“, unterstreicht sein Rostocker Gastgeber Professor Martin Hagemann. Der Rostocker Forscher gilt international als Experte für den Stoffwechsel von Cyanobakterien. Und so kam das aktuelle Forschungsprojekt auch durch die langjährige Zusammenarbeit von Professor Hagemann von der Abteilung Pflanzenphysiologie der Universität Rostock und der Arbeitsgruppe von Professor A. Kaplan Hebrew der University Jerusalem zustande. Eine wissenschaftliche Herausforderung stellt das molekulare Verständnis der Signalleitung bei der Anpassung von Zellen dar. Warum? Das erklärt der Forscher kurz und knapp so: „In meinen bisherigen Arbeiten wurde Licht als Signal für die Trockenstressanpassung identifiziert, es ist jedoch unklar, wie sich das auf den Stoffwechsel unter Trockenbedingungen auswirkt.“

Gemeinsam mit Professor Hagemann und seinem Team von der Uni Rostock haben die Akteure nun den Mechanismus aufgeklärt, wie das Lichtsignal den Stoffwechsel reguliert. Dabei spielt die Lichtqualität eine zentrale Rolle. Ist rotes Licht eingeschaltet, wird die CO2-Nutzung von Cyanobakterien angeschaltet und trägt so wesentlich zum Überleben der Wüstencyanobakterien bei. Hingegen wird in Gegenwart von dunkelrotem Licht die CO2-Nutzung eingeschränkt. Der neuentdeckte Schalter für die CO2-Aufnahme von Cyanobakterien erlaubt es diesen Organismen, sich an wechselnde Bedingungen in ihren Lebensräumen erfolgreich anzupassen. Diese kürzlich in der führenden Zeitschrift Science Advances publizierte Erkenntnis hat große Auswirkungen für das Verständnis des CO2-Kreislaufes auf der Erde, aber auch für die biotechnologische Anwendung von Cyanobakterien als CO2-neutrale Produzenten für Chemikalien und Energie.

Hier an der Universität in Rostock habe er ein schöpferisch gutes kollegiales Klima vorgefunden, sagt Dr. Oren. „Bevor meine Frau und die zwei kleinen Kinder und ich nach Rostock umzogen, wussten wir nur sehr wenig über die Stadt“, sagt Dr. Oren. „Vor allem vor den harten Wintern wurden wir gewarnt“, lächelt der israelische Gastwissenschaftler. „Aber schon kurz nach unserer Ankunft wurden unsere Bedenken zerstreut.“ Professor Hagemann und sein Team, das internationale Begegnungszentrum und andere freundliche Menschen, die wir in Rostock kennenlernten, hätten die Familie sehr unterstützt. „Darüber hinaus habe ich in Rostock eine hilfsbereite wissenschaftliche Gemeinschaft kennengelernt, vor allem in meiner Gastabteilung für Pflanzenphysiologie, aber auch in anderen Abteilungen, wie dem Elektronenmikroskopiezentrum der Medizinischen Fakultät. Diese fruchtbaren Kooperationen ermöglichten mir einen breiten und umfassenden wissenschaftlichen Ansatz, der meinen PostDoc-Aufenthalt zu einem großen wissenschaftlichen Erfolg macht“, unterstreicht der israelische Forscher. „Außerdem lernten wir eine friedliche und freundliche Stadt kennen, in der wir uns schnell zu Hause fühlten. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Universität Rostock und die Stadt als Ganzes wesentlich zum Erfolg des Projekts beitragen werden“.

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Das Geomar bringt den Klimaalarm zu den Kindern. Von Geomar.de:

„Hitzefrei!“ in der Ostsee

Vierter Band der Kinderbuchreihe „Phillipp Fisch“ thematisiert Klimawandel im Meer.

19.08.2021/Kiel. Was passiert durch den Klimawandel unter Wasser? Wie geht es den Lebewesen in der Ostsee? „Hitzefrei!“ aus der Kinderbuchreihe „Phillipp Fisch“ erzählt auf leicht verständliche Weise für ein junges Publikum eine lehrreiche und unterhaltsame Geschichte über den Klimawandel in der Ostsee und seine Auswirkungen auf die Meeresbewohner. Das handliche Büchlein ist der vierte Band der Reihe, die vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel herausgegeben wird, und ist kostenlos erhältlich.

Alle Klimaalarm-Kinderbücher können Sie für Ihre Kleinen hier kostenlos als pdf herunterladen.

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Cliff Mass:

Was Global Warming The Cause of the Great Northwest Heatwave? Science Says No.

Synopsis

Society needs accurate information in order to make crucial environmental decisions. Unfortunately, there has been a substantial amount of miscommunication and unscientific handwaving about the recent Northwest heatwave, and this blog post uses rigorous science to set the record straight. First, the specific ingredients that led to the heatwave are discussed, including a high-amplitude ridge of high pressure and an approaching low-pressure area that “supercharged” the warming. Second, it is shown that global warming only contributed a small about (1-2F) of the 30-40F heatwave and that proposed global warming amplification mechanisms (e.g., droughts, enhanced ridging/high pressure) cannot explain the severe heat event. It is shown that high-resolution climate models do not produce more extreme high temperatures under the modest global warming of the past several decades and that global warming may even work against extreme warming in our region. Importantly, this blog demonstrates that there is no trend towards more high-temperature records. Finally, the communication of exaggerated and unfounded claims by the media, some politicians, and several activists are discussed.

Siehe auch Bericht auf Real Clear Investigations.

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Steven Koonin über den 6. IPCC-Bericht im Wall Street Journal:

Climate Change Brings a Flood of Hyperbole

Despite constant warnings of catastrophe, things aren’t anywhere near as dire as the media say

The Intergovernmental Panel on Climate Change has issued its latest report assessing the state of the climate and projecting its future. As usual, the media and politicians are exaggerating and distorting the evidence in the report. They lament an allegedly broken climate and proclaim, yet again, that we are facing the “last, best chance” to save the planet from a hellish future. In fact, things aren’t—and won’t be—anywhere near as dire.

Weiterlesen im im Wall Street Journal