Dänemarks Königin Margrethe II. hält es für unangebracht, angesichts des Klimawandels in Panik zu verfallen

RND berichtete im April 2020 über eine vernünftige Sichtweise der dänischen Königin zur Klimaproblematik:

Dänemarks Königin Margrethe II. (79) hält es für unangebracht, angesichts des Klimawandels in Panik zu verfallen. Es sei natürlich sehr wichtig, sich den klimatischen Veränderungen bewusst zu sein, sagte die Monarchin in einem am Samstag veröffentlichten Interview der dänischen Zeitung „Politiken“. „Aber Panik zu haben ist ein sehr schlechter Weg, um mit Problemen umzugehen. Das funktioniert nicht.“

Weiterlesen beim RND.

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Christopher Schrader am 18.9.2019 auf Spektrum.de:

Die gängigsten Mythen zum Klimawandel

[…] Tatsächlich sind sich die Klimatologen in den Grundfragen ihres Fachs praktisch vollkommen einig – etwa auf dem gleichen Niveau, wie Übereinstimmung über die Relativitätstheorie und ihre Erklärung der Schwerkraft besteht. Der Konsens besagt: Die Erde erwärmt sich, die von der Menschheit freigesetzten Treibhausgase und besonders Kohlendioxid sind mit 95-prozentiger Sicherheit die dominante Ursache – so steht es im IPCC-Bericht von 2013. »Dominant« heißt je nach untersuchtem Phänomen, dass CO2 deutlich mehr als die Hälfte und bis zu neun Zehntel des Effekts erklärt. Die amerikanischen Wissenschaftsakademien fassten zuletzt im Juni 2019 zusammen: »Wissenschaftler wissen schon seit einiger Zeit aus vielfältigen Beweisketten, dass die Menschen das Klima der Erde verändern.«

Da muss man schon etwas schmunzeln. Die Klimaforscher seien sich „praktisch vollkommen einig“, dass „deutlich mehr als die Hälfte und bis zu neun Zehntel“ der in den letzten 150 Jahren beobachteten Erwärmung vom CO2 stammen. Also 60-90% CO2. Woher die restlichen 40-10% stammen, sagt Schrader nicht. Andere anthropogene Faktoren wie Ruß oder Methan? Oder – man mag es gar nicht denken – natürliche Klimafaktoren? Eigentlich liest sich der IPCC-Spezialbericht zum 1,5-Grad-Ziel anders: 100% anthropogen. Vielleicht meint Schrader das ja auch, will es aber aus taktischen Gründen hier nicht so deutlich sagen. Schrader weiter:

Die Einigkeit in Grundfragen bedeutet übrigens nicht, dass die Klimaforschung ein abgeschlossenes Gebiet ist. Wichtige Fragen sind noch ungeklärt, etwa Details der Wolkenbildung oder des Kohlenstoffkreislaufs. Das stellt die Grunderkenntnisse allerdings nicht in Frage.

Tja, und genau diese Unsicherheiten haben einen enormen Einfluss auf die quantitative Abschätzung der Attribution. Wieviel Mensch, wieviel Natur? Wenn man nicht einmal das diskutieren darf und dafür wissenschaftlich ausgegrenzt wird, ist etwas fundamental faul.

Dann unterläuft Schrader ein kapitaler Fehler. Er vertraut blind den Aktivisten-Papers von Marcott und PAGES2k:

Doch zwischen den Klimaschwankungen der Vergangenheit und den heutigen Veränderungen gibt es gewaltige Unterschiede. In unserer Zeit erwärmt sich die Erde bezogen auf den Zeitraum viel stärker als in der Vergangenheit. Seit der Industrialisierung ist es ungefähr ein Grad pro Jahrhundert wärmer geworden, und betrachtet man den Zeitraum seit ungefähr 1979, beträgt die Erhitzung hochgerechnet sogar 2,5 Grad pro Jahrhundert. Am Übergang von der jüngsten Eiszeit zur Warmzeit, dem dramatischsten natürlichen Klimawandel der vergangenen 100 000 Jahre, heizte sich die Erde nach IPCC-Angaben lediglich um höchstens 0,15 Grad pro 100 Jahre auf. Der heutige Temperaturanstieg verläuft also deutlich schneller.

Stimmt nicht. Verweis auf die folgenden beiden Kapitel unseres Buches „Unerwünschte Wahrheiten„:

Kapitel 3. Noch nie war es so warm wie heute: Stimmt das?

Kapitel 6. Läuft die moderne Erwärmung schneller ab als je zuvor?

Dann folgt im Artikel von Schrader eine besonders lustige Stelle, was sogar Schrader auffällt:

Aus dem jüngsten IPCC-Bericht kann man Aussagen herauslesen wie: Im Zeitraum von 2081 bis 2100 könnten die Temperaturen um 0,3 bis 4,8 Grad höher liegen als zwischen 1986 und 2005. Darüber kann man sich leicht lustig machen, denn dieser Satz scheint kaum Information zu enthalten.

Gar nicht so schlecht auch diese Passage von Schrader:

In seinem jüngsten kompletten Report von 2013/14 hat der Weltklimarat Folgendes dazu gesagt: Die Klimasensitivität im Gleichgewicht liegt wahrscheinlich zwischen 1,5 und 4,5 Grad Celsius. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass sie unter einem Grad liegt, und sehr unwahrscheinlich, dass sie mehr als sechs Grad beträgt. Auf einen zentralen Schätzwert, ein so genanntes »Best Estimate«, konnten sich die Autoren des Berichts aber nicht einigen, schreiben sie in einer Fußnote: Es gebe da zu wenig Übereinstimmung zwischen verschiedenen Methoden, den Wert zu berechnen.

Christopher Schrader würde sehr davon profitieren, wenn er unser Buch einmal lesen würde. Falls er hier mitliest: Wir schicken Ihnen gerne ein Freiexemplar, wenn Sie das Buch auf spektrum.de besprechen.

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Leserpost:

Auch kinderreiche Familien tragen überdurchschnittlich zum erhöhten Ausstoß von Klimagasen bei. Ursula von der Leyen zieht in Europa jetzt die Klimadaumenschrauben an, hat aber selber sieben Kinder. Wie passt das zusammen? Andere „Klimazerstörer“: Mitglieder von Regierungen, Teilnehmer an Klimakonferenzen, FFF-Demonstrationen, exzessive IT-Nutzer wie hypervernetzte NGOs, Greenpeace-Aktivisten, Netflix-Nutzer, Spitzensportler, Landwirte, Lastwagenfahrer die die Monster-Windräder über die Autobahn kutschieren und die Piloten die den FFF-Kids ihre neuen ipods aus China schnellstmöglich nach Deutschland fliegen… Am besten alles abschaffen. Oder den Klimakommunismus einführen. Die Einführung der Diktatur des CO2-Präkariats wäre doch ein schönes Ziel.

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Tagesschau am 21.9.2020:

Oxfam-Studie: Reiche schädigen Klima stärker als Arme

Der reichste Teil der Weltbevölkerung ist laut einer Studie für doppelt so viele CO2-Emissionen verantwortlich wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit. Für den Konsumrausch einer Minderheit zahlten die Ärmsten den Preis, kritisiert Oxfam.

Das Problem wird sich zum Glück bald von selber lösen. Durch astronomisch teure und wirtschaftlich wenig nachhaltige Politik in Europa wird sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit hier bald drastisch verschlechtern. Dann sinken Gehälter und muss ein größerer Anteil des verbleibenden Einkommens für Grundbedürfnisse wie Energie, Transport und Lebensmittel ausgegeben werden. Urlaube werden nur noch selten möglich sein. Der „Konsumrausch“ ist dann sowieso nicht mehr bezahlbar. Der Traum, die Wirtschaft einmal so richtig kräftig gegen die Wand fahren zu lassen, wird wohl bald Wirklichkeit. Die Vorstellung, nach diesem provozierten Crash dann grün erstarkt aufzublühen, ist naiv. Nicht jede Veränderung bringt etwas Gutes. Umweltschutz muss man sich leisten können. Nicht umsonst heißt eine Faustregel in der Technik: Never change a running system. Oder: When it is not broken, don’t fix it.

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Revierkohle.de:

Energiepolitik

NUN-Zertifikat: wie Hamburgs Kitas nachhaltig indoktriniert werden

nach dem Schulprojekt Klimawandel sind nun die Kleinsten dran

NUN lassen Sie uns das mal so sagen: Es ist gerade einmal vier Wochen her, da stellten wir die Frage, ob die Universität Hamburg mit dem „Schulprojekt Klimawandel“ die Jungs und Mädels der Sekundarstufe 1 über die Gymnasien indoktrinieren will (zum nachlesen hier), da schreckte uns eine neue Hiobsbotschaft hoch.

Sie kam in den Medien unscheinbar und harmlos in Form der Mitteilung daher, dass die Stadt Hamburg 9 Akteuren für überzeugende Bildungsarbeit, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz das NUN-Zertifikat verliehen hat. Da wir bisher weder etwas von diesem ominösen Zertifikat noch von der zertifizierenden Stiftung S.O.F. (Save Our Future) gehört hatten, machten wir uns schlau und staunten Bauklötzer ob der unverschämten Indoktrination von Kitas. Sogar die Wasserwerke Hamburg wurden für den Blödsinn vom menschengemachten Klimawandel ausgezeichnet.

Wir haben uns daher gefragt:  was versteht die Behörde unter einer „überzeugenden“ Bildungsarbeit im Bereich Klimawandel ? Warum wird eine solche Auszeichnung verliehen ? Wer ist die zertifizier-ende S.O.F.-Stiftung und wer ist Nutznießer einer solchen „Klimapolitik ?“   

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