CO2-Grenzzölle: Die EU als Klima-Oberlehrerin

Tichys Ausblick Talk: „Wieviel Klima können wir uns noch leisten?“ am 1.7.2021 mit Fritz Vahrenholt:

Roland Tichy begrüßt zur heutigen Sendung „Tichys Ausblick“ den ehemaligen Umweltsenator von Hamburg, Fritz Vahrenholt und den früheren Kampagnen-Chef von Gerhard Schröder, Matthias Machnig.

Hier die Ankündigung auf TE.

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Die Agence France-Presse (AFP) leakte einen Vorentwurf des 6. Klimazustandsberichts des Weltklimarats (IPCC). Die regierungsnahe Tagesschau berichtete umgehend und sensationsheischend:

„Das Schlimmste kommt erst noch“

Mehr Hitzewellen, mehr Hunger, Überschwemmungen, Artensterben – Experten des Weltklimarats zeichnen ein düsteres Bild für den Fall, dass es nicht gelingt, die Erderwärmung einzudämmen: Sie sehen die Menschheit in Gefahr.

Weltuntergang. Die Welt kommentierte besonnener:

Es ist ganz unwahrscheinlich, dass die Menschheit in den nächsten Jahrhunderten ausstirbt, und ganz gewiss wird sie nicht wegen des Klimawandels aussterben. Menschen können sich in allen möglichen Klimazonen einrichten, sie werden auch im Klimawandel überleben. Das soll nicht heißen, dass der Klimawandel keine Katastrophe ist, vor allem die Jahrzehnte der unberechenbaren Verschiebung von Klimazonen und der Herausbildung neuer klimatischer Verhältnisse können und werden verheerend für die Zivilisation sein. Dennoch werden Menschen in großer Zahl diese Zeit überleben.

Spaltung der Gesellschaft

Es ist gerade wegen der wirklich dramatischen und katastrophalen Auswirkungen, die der Klimawandel für die Zivilisation haben kann, nicht sinnvoll, vom Untergang der Menschheit zu fabulieren. Damit macht man sich zum einen schnell unglaubwürdig, zum anderen kann es bei denen, die es glauben, auch zum Fatalismus führen.

Hintergründe auch auf Infosperber:

Der Weltklimarat will den Inhalt des Vorberichts, der zuerst von der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) veröffentlicht wurde, gegenüber verschiedenen Medien nicht kommentieren. In einer Erklärung, die auf der Internetseite des IPCC veröffentlicht wurde, erklärt der Weltklimarat, dass die Arbeiten am endgültigen Bericht noch im Gange seien. Als Klimatologen aus Frankreich, die am Bericht mitwirken, von französischen Medien zum Inhalt befragt wurden, lehnten auch sie eine Stellungnahme ab. Stattdessen kritisierten sie die AFP und erklärten, es sei nicht seriös, einen unfertigen und noch nicht validierten Vorbericht zu veröffentlichen.

François Gemenne, einer der Co-Autoren des Berichts, erklärte gegenüber «reporterre.net»: «Dies ist eine vorläufige Version vom November 2020. Die aktuelle Version ist ganz anders.» Der an die Medien gegebene Vorentwurf missachte einen wesentlichen Arbeitsschritt beim Verfassen von IPCC-Berichten: Die Integration von Kommentaren, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Entwurf anbringen. «Es gab fast 40’000 Kommentare zu diesem Bericht», so Gemenne. «Wenn wir Ergebnisse veröffentlichen, bevor dieser Prozess abgeschlossen ist, untergraben wir die Glaubwürdigkeit der Arbeit des IPCC als Ganzes.»

Sebastian Lüning war Gutachter des AR6-Berichts. Ihm liegt der Entwurf vor. Eine Kommentierung ist jedoch vor Veröffentlichung nicht gestattet. Wer hat den Entwurf geleakt? Alles deutet in Richtung von Aktivisten-Wissenschaftlern, die damit die Alarmkulisse befeuern wollen.

Eine Kommentierung des Begutachtungsverfahrens des früheren IPCC-Berichts zu Ozeanen und Kryosphäre finden Sie hier hier:

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Alex Reichmuth am 1.7.2021 im Nebelspalter:

CO2-Grenzzölle: Die EU als Klima-Oberlehrerin

Die Europäische Union will mit einer Besteuerung von CO2-Emissionen auf importierten Waren die eigene Wirtschaft schützen und andere Staaten zu mehr Klimaschutz zwingen. Doch Kritiker warnen vor Protektionismus und hohen Lasten für Schwellen- und Entwicklungsländer.

Die Europäische Union hat sich das Ziel gesetzt, der erste klimaneutrale Kontinent zu werden. Aus diesem Grund hat sie kürzlich ihr CO2-Reduktionsziel für 2030 verschärft. Statt nur um 40 Prozent soll der Ausstoss an Kohlendioxid bis dann um stattliche 55 Prozent verringert werden. Die Verschärfung zeigt bereits Folgen beim Europäischen Emissionshandelssystem, an das CO2-intensive EU-Produzenten angeschlossen sind: Innerhalb eines Jahres ist der Preis eines Zertifikats, das zum Ausstoss einer Tonne CO2 berechtigt, von rund 20 Euro auf über 50 Euro gestiegen.

Weiterlesen im Nebelspalter

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Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI):

Sieben Empfehlungen zum Gelingen der Energiewende

Die verschärften europäischen Klimaschutzziele und das neue deutsche Klimaschutzgesetz sind sehr ambitioniert und erfordern drastische und sofortige Maßnahmen. Zur Frage, wie diese am besten ausgestaltet sein sollten, hat das Fraunhofer Cluster of Excellence Integrated Energy Systems (CINES) sieben Empfehlungen für ein Gelingen der Energiewende erarbeitet. Diese wurden heute im Rahmen einer Web-Session vorgestellt.

Welche Weichen müssen in der nächsten Legislaturperiode gestellt werden, um in Bereichen wie Abgaben und Umlagen, der Wärmewende oder des Verkehrssektors sowie anderen Sektoren schnellstmöglich eine Transformation des Energiesystems zu erreichen? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines neuen Kurzpapiers des Fraunhofer CINES, zu dem das Fraunhofer IEE, ISE, ISI und IEG zählen. Basierend auf der Energiesystemanalyse und weiterer Energieforschung der vier Fraunhofer-Institute wurden die folgenden sieben Empfehlungen herausgearbeitet:

1. Technologieoffenheit oder klare Vorgaben: Die richtige Balance finden.

Für das Gelingen der Energiewende ist langfristige Technologieoffenheit ein wichtiger Grundsatz. Es stellt sich jedoch die Frage, ob das neue Klimaschutzgesetz durch den erhöhten Zeitdruck bei der Umsetzung der Energiewende der Technologieoffenheit nicht de facto deutliche Grenzen setzt. Die erforderlichen Infrastrukturplanungen verlangen klare Richtungsentscheidungen, und das Portfolio an Technologien, die bis 2030 schnell und stark ausgebaut werden können, ist begrenzt. Die Politik muss daher den Mut haben, langfristig offen für neue Technologien zu sein, kurzfristig aber die etablierten, schnell verfügbaren Technologien zielgerichtet und mit Nachdruck zu fördern.

2. Energiepreise: Mit grundlegenden Reformen gilt es die Sektorenkopplung zu fördern sowie Sozialverträglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Steigende CO2-Preise alleine entfalten nicht in allen Sektoren die gewünschten Anreize zur Vermeidung fossiler Energietechnologien. Daher sollten höhere Strompreise, die derzeit den Ausbau der Sektorenkopplung behindern, über eine Reduzierung der staatlich induzierten Energiepreisbestandteile wie der EEG-Umlage und ggfs. der Stromsteuer gesenkt werden. Dies könnte gleichzeitig einkommensschwächere Haushalte entlasten.

3. Erneuerbare Energien: Ein stark beschleunigter Ausbau von Wind- und Solarenergie ist das Rückgrat der Energiewende.

Wie hoch der Bedarf genau sein wird, hängt unter anderem davon ab, ob direktelektrische Optionen oder synthetische Energieträger stärker im Fokus stehen. Derzeit sollte insbesondere die Entwicklung bei Onshore-Wind zum Beispiel durch eine Erhöhung der Ausschreibungsmengen, der Ausweisung von mehr Flächen und einer Verbesserung des Genehmigungsprozesses beschleunigt werden.

4. Wärmewende: Sanierung, Wärmepumpen und Wärmenetze sind der Schlüssel zu einem klimaneutralen Gebäudebestand.

Dementsprechend sollte bis 2045 sowohl die Sanierungsrate als auch die Sanierungstiefe gesteigert, 6 Mio. Wärmepumpen installiert und die Ausbaurate von Nah- und Fernwärme um das Dreifache gesteigert werden – bei der Fernwärme mit besonderem Fokus auf hohe Anteile von Wärmepumpen, Solar- und Geothermie, Abwärme sowie Biomasse.

5. Industriewende: Ein klarer Rahmen ermöglicht der Industrie die Transformation zur CO2-neutralen Produktion.

Ohne diesen können Gelegenheitsfenster für die Transformation durch Modernisierungen oder Reinvestitionen in neue Anlagen nicht genutzt und strategische Investitionen nicht getätigt werden. Gerade bei den Grundstoffindustrien und besonders in der Zementindustrie, für die es momentan keine Perspektive zur CO2-Neutralität gibt, sollte die Politik dabei auch Perspektiven für die Abscheidung und Speicherung von CO2 erarbeiten. Die Technologie ist zwar gesellschaftlich noch wenig akzeptiert, stellt momentan jedoch die einzige technisch ausgereifte Option mit großem Minderungspotenzial dar.

6. Verkehrswende: CO2-armer Verkehr ist möglich, erfordert aber schnelles, klares und ehrgeiziges politisches Handeln.

Dazu zählt etwa eine schnelle Umstellung von Fahrzeugflotten auf emissionsfreie Fahrzeuge, die Einführung ambitionierter Flottengrenzwerte für Pkw und Lkw in Europa, die Einführung eines bundesweiten Tempolimits von 130 km/h auf Autobahnen oder ein rasanter Infrastrukturausbau, etwa bei der Schnellladeinfrastruktur für Elektro-Pkw und -Lkw.

7. Infrastrukturen: Energieinfrastrukturen brauchen Planungssicherheit und systemische Ansätze.

Egal ob Stromnetze, Wärmenetze für urbane Räume oder Wasserstoff für die Industrie – viele Energiewende-Optionen benötigen Infrastrukturen. Es braucht eine klare Systementwicklungsstrategie über alle Sektoren hinweg, die nicht nur Orientierung bietet, sondern auch die langfristigen energie- und klimapolitischen Ziele im Blick behält. Für Transport- und Verteilnetze sind dabei sektorenübergreifende, integrierte Planungswerkzeuge und -prozesse erforderlich, auf deren Basis der effiziente Ausbau proaktiv umgesetzt werden kann.

Die ausführliche Darstellung der »7 Empfehlungen für das Gelingen der Energiewende« kann im gleichnamigen Kurzpapier nachgelesen werden.

Originalpublikation: „7 Empfehlungen zum Gelingen der Energiewende“, Download hier

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Fachhochschule Kiel

Innovative Geschäftsideen rund um Pflanzenkohle

Masterstudierende der Fachhochschule Kiel haben Geschäftsideen zur Verbesserung der CO2-Bilanz in der Land- und Ernährungswirtschaft entwickelt. Die Umwandlung (Pyrolyse) von Pflanzen zu Kohle bindet dauerhaft CO2 aus der Atmosphäre. Die dabei entstehende Pflanzenkohle fördert die Gesundheit von Nutztieren und die Fähigkeit von Böden, Wasser und Nährstoffe zu speichern. Außerdem kann das Verfahren der Pyrolyse für die Energiegewinnung genutzt werden. Trotzdem spielt Pflanzenkohle in Deutschland als Erwerbs- oder Energiequelle in der Landwirtschaft bislang kaum eine Rolle. Die Geschäftsideen und Businesspläne der Studierendensehen u.a. die Nutzung des regionalen Knick-Holzes vor.

Innovative Geschäftsideen rund um Pflanzenkohle

Studierende der Fachhochschule Kiel (FH) Kiel haben im Rahmen ihres Masterstudiums Agrarmanagement Geschäftsideen rund um Pflanzenkohle entwickelt. Der Weltklimarat sieht in der thermo-chemischen Umwandlung (Pyrolyse) von Pflanzen zu Kohle eine Chance, dauerhaft CO2 aus der Atmosphäre zu binden. Die dabei entstehende Pflanzenkohle kann vielseitig eingesetzt werden: Als Zusatz zum Tierfutter fördert sie die Gesundheit von Nutztieren, in Böden eingebracht verbessert sie deren Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu speichern. Und sie kann für die Gewinnung grüner Energie genutzt werden. Ein Paradebeispiel hierfür ist Stockholm: In der schwedischen Hauptstadt wird Biomasse in Kleingärten und öffentlichen Parks gesammelt, um sie mittels Pyrolyse in Pflanzenkohle zu verwandeln. Das dabei entstehende Pyrolysegas wird verbrannt und heizt mit seiner Abwärme rund 400 Haushalte; die Pflanzenkohle wird als Bodensubstrat in Gärten und Grünanlagen eingesetzt.

Trotz ihres auch wirtschaftlichen Potenzials spielt Pflanzenkohle in Deutschland als Erwerbs- oder Energiequelle in der Landwirtschaft bislang kaum eine Rolle. „Insbesondere die Land- und Ernährungswirtschaft in Schleswig-Holstein könnte durch die Pflanzenkohle ein deutliches Stück klimaaktiver zu werden“, betont Holger Thiele, Professor für Agrarökonomie an der FH Kiel. Wie dies konkret aussehen könnte, haben Prof. Thiele und seine Masterstudent*innen im vergangenen Semester untersucht. Unterstützt von Christoph Thomsen von der Initiative Modellregion klimapositiv: „Als Klimaschützer schlägt mein Herz für die Pflanzenkohle. Und als Projektmanager reizen mich die vielen Zahnrädchen, die für ein gutes Gesamtprojekt ineinandergreifen müssen, von der Biomassebeschaffung über die Nutzung der Abwärme bis hin zur Pflanzenkohlevermarktung.“

Gleich zwei Studierendengruppen wollen Knickholz für die Produktion von Pflanzenkohle nutzen. Knicks sind bepflanzte Wälle und ein typischer Bestandteil der schleswig-holsteinischen Kulturlandschaft. Das regionale Knicknetz umfasst rund 60.000 km Länge und ist einmalig in Deutschland und Europa. Die Landwirt*innen in Schleswig-Holstein pflegen die Knicks und müssen sie alle zehn bis 15 Jahre stark zurückschneiden. Die Gruppe „Knickkohle“ mit Karen Reiter, Nadine Sievert und Sören Staupe möchte den Holzschnitt zu Pflanzenkohle veredeln. „Wir sind alle in der Landwirtschaft tätig und wissen aus eigener Erfahrung, dass das Knickholz für die landwirtschaftlichen Betriebe unbrauchbar ist und durch den Schnitt nur Kosten anfallen. In der Regel wird das schlicht auf einen Haufen geschoben und verbrannt. Ein klimaschädliches Verfahren, das CO2 freisetzt und damit dem Klima schadet“, erklärt Nadine Sievert. Würde das Holz in einem gesteuerten Prozess verkohlt werden, könnte Kohlenstoff in der Pflanzenkohle gebunden werden. Langfristig könnten ein Holzkraftwerk aufgebaut und Strom, Wärme, Pflanzenkohle und CO2-Zertfikate vertrieben werden. Die genaue Investitionssumme für ein solches Kraftwerk zu beziffern, das jährlich mit einigen 1000 Tonnen Knickholz bespeist werden könnte, sei schwierig, räumt Nadine Sievert ein: „Wir haben eine grobe Projektfinanzierung durchgeführt, hatten für einen Businessplan aber zu wenig Zeit. Die Branche ist jung und dynamisch, einiges beruht auf Annahmen. Aber wir sind von der Grundidee überzeugt und sehen die Notwendigkeit, für die globale Herausforderung des Klimawandels regionale Lösungen zu finden, auch mit gezielten Negativ-Emissionstechnologien wie der Herstellung von Pflanzenkohle.“

Die Gruppe „Klimakohle” untersuchte ebenfalls die Pyrolyse von Knickholz aus Schleswig-Holstein. Vanessa Christian, Monika Ketelsen und Annette Plüschau können sich außerdem vorstellen, durch einen Zertifizierungsprozess CO2-Zertifikate zu verkaufen. „Unser Business-Case sieht vor, die Kohle mit einem CO2-Zertifikat versehen an die Milchbäuerinnen und -bauern der NordseeMilch eG in Witzwort weiterzugegeben, die die Pflanzenkohle zur CO2-Bindung in den Boden einarbeiten“, so Monika Ketelsen. Dadurch könnte deren Milch klimaneutral werden und einen höheren Milchpreis erzielen.

Nils Suhr, Jan-Niklas Steep und Samuel Friedl sind für die Realisierung ihrer Gründungsidee nicht von hohen Investitionen, sondern vor allem von der weiteren politischen Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien abhängig. Mit ihrer Nordkohle-Beratung GmbH wollen sie Landwirt*innen beim Einstieg in die Produktion von Pflanzenkohle beraten. Hierbei haben sie die Betreiber*innen von Biogasanlagen im Blick, die künftig nicht mehr durch die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte EEG-Umlage gefördert werden. Tatsächlich ist mit der Gesetzesnovelle von 2014 die zukünftige Bezahlung von Biogasenergie nur noch über Ausschreibungen und damit deutlich unterhalb der bisherigen Preise möglich. Ihre Vision: Statt einer unwirtschaftlichen Weiternutzung könnten in vielen Fällen Biogasanlagen im ländlichen Raum zur Pflanzenkohleanlagen umgebaut werden, wie Nils Suhr erläutert: „Diese Technologie bietet einen möglichen Lösungsansatz, damit Deutschland seine Klimaschutzziele realisieren kann. Doch dafür müssten die Düngemittelverordnung und das Kreislaufwirtschaftsgesetz novelliert werden. So könnte der Einsatzbereich von Pflanzenkohle auch aus anderen Ausgangsstoffen vor allem in der Landwirtschaft erweitert werden.“ Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, die EU möchte das Thema mit ihrer für 2022 geplanten Novelle der Düngemittelverordnung angehen.

„Es hat Spaß gemacht, die Studierenden bei den Case-Studies als Mentor zu unterstützen“, bilanziert Christoph Thomsen von der Modellregion klimapositiv und wagt den Blick nach vorne: „Die Ergebnisse der Business-Cases stimmen mich sehr zuversichtlich, dass in den kommenden Jahren eine ganze Reihe an Pflanzenkohle-Projekten entsteht, die Klimaschutz und heimischer Landwirtschaft gleichermaßen nützen.“ Diese Einschätzung teilt Holger Thiele als Projektinitiator: „Wir planen weitere innovative Klimakonzepte an der Fachhochschule Kiel, und unsere Studierenden werden in der nächsten Zeit einen Teil ihrer Geschäftsmodelle in die Praxis umsetzen.“