Der Meeresspiegel steigt! Seit 15.000 Jahren

Kürzlich kritisierte ein anonymer Autor auf einer Webseite der European Climate Foundation (ECF) unsere Darstellung zum Meeresspiegel (S. 193-202 in „Die kalte Sonne“). Der Unbekannte versucht darin die These zu verteidigen, dass sich der Meeresspiegelanstieg in den letzten Jahrzehnten gefährlich beschleunigt hätte. Die realen Daten geben dies jedoch nicht her, wie wir in den Klimaschnipseln der letzten Woche deutlich darlegen konnten. Da es beim Thema Meeresspiegel offenbar noch immer grundlegende Missverständnisse gibt, greifen wir das Thema hier gerne auf, um wichtige Zusammenhänge aufzuzeigen.

Der Meeresspiegelanstieg begann vor mehr als 15.000 Jahren gegen Ende der letzten Eiszeit, als die Inlandsgletschermassen langsam abschmolzen, die sich kilometerhoch über Nordeuropa und anderen Gebieten während der Kaltphase aufgetürmt hatten. Der Meeresspiegel stieg damals fast zehn Mal schneller als heute. Noch immer ist der allgemeine nacheiszeitliche Anstieg nicht komplett zum Stillstand gekommen und setzt sich im Hintergrund fort, wenn auch mittlerweile sehr stark abgebremst.

 

Abbildung 1: Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit. Quelle: Wikipedia. Urheber: Robert A. Rohde  / Lizenz:  GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder eine spätere Version

 

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Mehr Überschwemmungen? Vermutlich eher nicht

Der Weltklimarat warnt, dass sich in Zukunft aufgrund der Klimakatastrophe Überschwemmungen entlang von wildgewordenen Flüssen häufen werden. Im neuen IPCC-Extremwetter-Sonderbericht, der im November 2011 in Uganda vorgestellt wurde (aber noch immer nicht offiziell erschienen ist) soll stehen, dass Starkregen (und daher Überschwemmungen) in den kommenden Jahrzehnten im globalen Durchschnitt immer weiter zunehmen werden. Diese und vorangegangene IPCC-Warnungen wurden bereits gutgläubig von etlichen Stellen übernommen (z.B. Baden-Württemberg, Namibia).

Auch die  Versicherungsbranche ist nicht uninteressiert und meint in einer eigenen Analyse festgestellt zu haben, dass Starkregen und Überschwemmungen in den vergangenen Jahren zugenommen hätten. Dabei sorgte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) dafür, dass über die Presse möglichst viele Menschen von diesen angeblich gewachsenen Gefahren informiert wurden. So schrieb die Süddeutsche Zeitung am 11. März 2011 über den Bericht: „Immer häufiger würden auch Regionen überflutet, die bisher verschont geblieben seien. Dem Verband zufolge sind etwa 98,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger problemlos gegen Hochwasser, Überschwemmung und Starkregen zu versichern. ‚Der Schutz vor Naturgefahren gehört übrigens, wie auch die Feuerversicherung, zum Basisschutz eines jeden Wohngebäudes‘ sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung.“  In der FAZ vom 6.12.2011 schlug der Leiter der Geo-Risikoforschung des Rückversicherungskonzerns Munich Re, Peter Höppe, vor, „…dass Industriestaaten, die den Klimawandel verursacht haben, für die Entwicklungsländer die Versicherungsprämien bezahlen.“ Die FAZ schreibt weiter:„Die Munich Re plädiert dafür, dass Mittel aus dem Klimafonds schon heute für solche Versicherungslösungen eingesetzt werden.“ Das alles hört sich nach einem guten Geschäft an.

Zeit für einen Faktencheck. Die wichtigsten Auslöser für Überschwemmungen in unseren Breiten sind Frühlings-Schneeschmelze und Starkregen. Da bei wärmerem Klima im Winter auch weniger Schnee fällt, sollten schmelzwasser-bedingte Überflutungsereignisse in Zukunft sogar eher abnehmen, sagt Zbigniew Kundzewicz von der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Bei Starkregen sieht es jedoch laut Kundzewicz etwas anders aus. Gemäß den physikalischen Gesetzmäßigkeiten steigt nämlich das Wasseraufnahmevermögen der Luft bei steigenden Temperaturen. Höhere atmosphärische Wassergehalte könnten daher zu häufigeren Starkregen im Sommer führen. Falls dieser Zusammenhang zwischen Temperatur und Starkregen-Häufigkeit wirklich gilt, müsste sich der Trend doch eigentlich in den historischen Daten bereits bemerkbar gemacht haben. Denn seit der Kleinen Eiszeit vor 250 Jahren ist die globale Temperatur bereits um mehr als ein Grad angestiegen. Wie wir sehen werden, gibt es jedoch offenbar gar keinen allgemeinen Anstieg der von Flüssen verursachten Flutkatastrophen. Wir scheinen uns bei den Überschwemmungen noch voll im Bereich der natürlichen Schwankungsbreite zu befinden. 

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Sonnenaktivität steuerte den südamerikanischen Monsunregen während der letzten 1500 Jahre

Ein internationales Forscherteam um Mathias Vuille von der US-amerikanischen University at Albany analysierte Tropfsteine, Eiskerne und Seenablagerungen an verschiedenen Orten Südamerikas. Anhand von stabilen Sauerstoff-Isotopen rekonstruierten sie die Umweltveränderungen dieser tropischen und subtropischen Region für die vergangenen 2000 Jahre. In ihrem jetzt in der Fachzeitschrift Climate of the Past Discussions erschienenen Artikel präsentieren die Autoren ihre ermittelten Isotopen-Kurven, die in faszinierender Weise den klimatischen 1000-Jahres-Zyklus widerspiegeln (siehe Abbildung unten). Deutlich erkennbar sind die Mittelalterliche Wärmeperiode (1000 n. Chr.), die Kleine Eiszeit (1500 n. Chr.) sowie die Moderne Wärmeperiode (heute). Ebenfalls noch gut auszumachen ist das Völkerwanderungs-Pessimum (500 n. Chr.), während die Römische Wärmeperiode (um das Jahr 0) nur leicht angedeutet ist. Der charakteristische Millenniumszyklus ist in allen untersuchten Datensätzen enthalten, die über die gesamte Region verteilt sind und von hochalpinen Gebieten bis in die Tiefebenen reichen. 

Leider haben die Autoren der Graphik keine Kurve der Sonnenaktivität hinzugefügt. Denn hier hätte man sehr schön die Synchronität der südamerikanischen Umweltveränderungen mit den solaren Aktivitätsschwankungen sehen können. Interessierte Leser seien daher auf Seite 61 in „Die kalte Sonne“ verwiesen, wo die Kurve abgebildet ist. Seltsamerweise taucht im gesamten Artikel von Vuille und Kollegen nicht einmal das Wort „solar“ auf. 

 

Abbildung: Entwicklung der Sauerstoff-Isotopen in Seenablagerungen (oben), Höhlen-Tropfsteinen (Mitte) und Eiskernen (unten). Die graue Kurve stellt die Temperatur der nördlichen Hemisphäre nach Moberg et al. (2005) dar und ist zu Vergleichszwecken abgebildet. MCA = Mittelalterliche Wärmeperiode, LIA = Kleine Eiszeit, CWP = Moderne Wärmeperiode. Quelle: Vuille et al. (2012). 

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Was bringt die kommende Solarflaute? Das Hadley Centre lässt sich ein Hintertürchen offen

Unter den Solarphysikern herrscht weitgehend Konsens, dass die kommenden Jahrzehnte durch eine Solarflaute geprägt sein werden. Der Beginn hat sich in den letzten Jahren bereits eindrucksvoll gezeigt (siehe S. 299-302 in „Die kalte Sonne“). Die neuesten Arbeiten hierzu kommen von Feynman & Ruzmaikin (2011), Li et al. (2011a), Owens et al. (2011b) und Barnard et al. (2011). Jeffrey Love vom US Geological Survey studierte mit Kollegen das Sonnenmagnetfeld im letzten besonders inaktiven Minimum 2009 zwischen dem 23. und 24. Sonnenfleckenzyklus. Es unterscheidet sich deutlich von den Sonnenfleckenminima der vorangegangenen 12 Zyklen seit 1868 und erschien den Forschern ungewöhnlich, ja sogar seltsam, sagten sie jetzt in ihrer kürzlich dazu veröffentlichten Arbeit. Love und Kollegen vermuten daher größere Veränderungen im Sonnendynamo. Auch der Spiegel hatte bereits über die heraufziehende Solarflaute geschrieben (hier und hier). Nur Sami Solanki und seine Kollegin Natalie Krivova vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung schwimmen noch gegen den Strom und behaupten als Einzelmeinung einfach einmal, dass man es nicht so genau wissen kann. Wie praktisch. Denn damit liegt man immer richtig. Das „Nichts-Genaues-weiss-man-nicht“-Paper kam dem Weltklimarat natürlich gerade recht. Momentan entsteht der 5. Klimabericht des IPCC, da ist man für jede Unterstützung beim Kampf gegen die Klimawirkung der Sonne dankbar.

Die große Frage ist nun, ob die deutliche Abschwächung der Sonnenaktivität auch eine spürbare Abkühlung bringen wird. Wenn man sich die letzten 10.000 Jahre anschaut, so muss man diese Frage empirisch mit einem ganz klaren ja beantworten. Immer wenn die Sonne schwach wurde, knickten auch die Temperaturen um ein halbes bis ganzes Grad ein, je nach Ausmaß der Sonnenflaute. Man sollte daher eher andersherum fragen: Warum sollte dieser geologisch gut dokumentierte Kühleffekt plötzlich nicht mehr wirksam sein?

Naja, in der Natur ist er sicherlich noch vorhanden, nur in den aktuellen Klimamodellen fehlt er jetzt halt. Das hat kürzlich noch einmal Gareth Jones vom IPCC-nahen englischen Hadley Centre zusammen mit zwei Kollegen schön gezeigt. Sie veröffentlichten kürzlich im Journal of Geophysical Research eine Abschätzung für den Abkühlungseffekt der kommenden Solarflaute auf Basis der gängigen IPCC-Modelle. Da die Sonne in diesen Modellen kaum eine klimatische Wirkung hat und stattdessen für das CO2 eine stark überhöhte Klimasensitivität angenommen wird, hätten sich die Forscher ihre aufwendigen Modellierungen im Prinzip sparen können. Bei einem auf diese Weise gestrickten Modell kann nämlich nur eines herauskommen, nämlich dass die bevorstehende Abschwächung der Sonne klimatisch angeblich fast keine Auswirkung hätte. Genüsslich schreiben die Forscher von einem Abkühlungseffekt bis 2100 von maximal einem Zehntel Grad.

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Medienecho – 10.3.2012

Am 9.3.2012 erläuterte Fritz Vahrenholt auf phoenix in der Sendung „Im Dialog“  im Gespräch mit Alfred Schier die Hauptthesen unseres Buches „Die kalte Sonne“. Das Video der Sendung ist online auf der phoenix-Webseite verfügbar. Oben auf der Seite gibt es einen Link „Videostream zur Sendung“. Siehe auch Kurzberichte auf phoenix.de und heise.de. Eine detaillierte Besprechung des Beitrags (in englischer Sprache) gibt es auf notrickszone.com.

 

 

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Ebenfalls am 9.3.2012 nahm Fritz Vahrenholt am “Talk Spezial – Fukushima: 1 Jahr danach” auf ntv teil. Thema war die Energiewende, wobei auch die Klimadebatte eine Rolle spielte.

 

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Henrik Svensmark schließt eine weitere Lücke in seinem Solarverstärker

Es ist bekannt, dass Schwankungen in der Gesamtstrahlung der Sonne zu schwach sind, als dass sie signifikante Temperaturschwankungen auslösen könnten. Allerdings zeigt der Blick zurück auf die letzten 10.000 Jahre, dass es starke Temperaturschwankungen mit mehr als 1 Grad Celsius gegeben hat, die interessanterweise parallel zur Sonnenaktivität verliefen (siehe Kapitel 3 in „Die kalte Sonne“). Man muss also davon ausgehen, dass diese historischen Temperaturschwankungen von der Sonne verursacht worden sind. Aufgrund der eindeutigen empirischen Datenlage ist demnach ein Solarverstärker zu fordern, den die heute vom Weltklimarat verwendeten Klimamodelle jedoch nicht enthalten. 

Die Autoren der neuen Studie zum Svensmark-Solarverstärker: (von links) Henrik Svensmark, Martin Enghoff und Jens Olaf Pepke Pedersen. Quelle: Calder’s Update.

 

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Klimaschnipsel der Woche – 9.3.2012

Auf der Freitag erschien am 5.3.2012 der Artikel „Eiszeit für den Klimaschutz„. Benjamin von Brackel schreibt darin: „Ganz leise ist das Megathema von der Agenda verschwunden. Inzwischen haben sogar die einstigen Antreiber in Europa resigniert. Als Norbert Röttgen vergangene Woche neben seinem Rivalen Philipp Rösler Platz nahm, um den Kompromiss zur Energieeffizienz-Richtlinie und der Kürzung der Solarförderung zu verkünden, sprach er viel von ‚industrieller Wettbewerbsfähigkeit‚, von ‚Versorgungssicherheit‚ und ‚Preisstabilität‚. Nur ein Wort fehlte in den Aufzählungen des Bundesumweltministers: ‚Klima‚. „Was früher Klimaschutz hieß, heißt heute Ressourceneffizienz“, ergänzt Severin Fischer von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in dem Artikel. 

Der Enthusiasmus der frühen Klimakonferenzen ist mittlerweile verpufft: „Mit Mühe und Not wurde der Prozess auf der Klimakonferenz im südafrikanischen Durban Ende letzten Jahres am Leben erhalten. Bis 2015 soll es ein Kyoto-Nachfolgeabkommen geben, das 2020 in Kraft tritt. Doch gleich nach Gipfelende folgte wieder Ernüchterung; Kanada kündigte an, aus dem Kyoto-Protokoll auszusteigen. China und die USA, die größten Emittenten, stehen weiter abseits.“ Von Brackels Analyse beschreibt die Situation treffend: „Ein Teufelskreis: Weil der internationale Druck verpufft ist, fehlt auch in Europa der Elan. Kaum einer redet noch über das Ziel, 30 Prozent weniger Treibhausgase bis 2020 auszustoßen. Das war für den Fall eines globalen Klimaabkommens vorgesehen, doch fordern Umweltaktivisten schon lange, die EU solle damit einseitig vorangehen.“ Aber das wird schwierig angesichts der alles überschattenden europäischen Finanzkrise, die daran erinnert, dass es eine Vielzahl von wichtigen Problemen außerhalb der Klimaarena gibt, die alle unsere Aufmerksamkeit erfordern.  

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Kontinentalverschiebung und Klimawandel: Die wundersame Wiederholung der Wissenschaftsgeschichte

Noch vor 250 Millionen Jahren hätte man mit dem Auto über Land von Europa nach Amerika fahren können. Das weiß heute jedes Kind. Der Atlantische Ozean war damals noch geschlossen und die Kontinente waren zu einer großen Landmasse mit dem mystischen Namen Pangaea zusammengeschlossen. Später öffnete sich der Ozean und Lissabon und New York drifteten allmählich immer weiter auseinander. Heute gehört die sogenannte Plattentektonik zum Allgemeinwissen und ist allgemein akzeptiert. Noch vor 50 Jahren jedoch war dies gänzlich anders. Damals war man davon überzeugt, dass die Kontinente seit jeher unbeweglich an ihrem heutigen Platz verharrt hätten. Darüber herrschte in der Fachwelt weitgehend Konsens. Und das schien ja auch logisch, denn wie sollten sich diese großen Gesteinsbrocken, die Kontinente denn überhaupt verschieben können? Welche Kräfte könnten diese Abertausende von Tonnen Gestein angetrieben haben? Nein, die physikalisch-mechanischen Berechnungen hatten es damals ganz deutlich gezeigt: Eine Verschiebung der Kontinent war gänzlich unmöglich.

Wenn man sich ein wenig mit der Wissenschaftsgeschichte der Plattentektonik beschäftigt, läuft man unvermeidlich in ein unerwartetes Deja Vu. Der von den Akteuren dieser alten geologischen Debatte durchlaufene Erkenntnisprozess ist nämlich im Grunde ein Spiegelbild der aktuellen Klimadebatte. Angefangen vom querdenkenden Skeptiker, über die breite Abwehrfront des Wissenschafts-Establishments bis hin zur bedingungslosen Anerkennung der modifizierten Theorie können wir hier alle wichtigen Elemente der Klimadiskussion wiederfinden. Fast möchte man den verfeindeten Klimalagern zurufen, sich diese Blaupause der heutigen Diskussion einmal genauer anzuschauen, um typisch menschliche Verhaltensmuster als solche zu erkennen und die Wiederholung von ärgerlichen Fehlern zu vermeiden.

 

Allein gegen den Rest der Welt: Alfred Wegener

Genialer Vordenker und tragischer Held unserer Geschichte ist der große Alfred Wegener (1880-1930). Er war Meteorologe, also eigentlich kein Fachmann auf dem Gebiet der Geologie. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab die Geowissenschaften nachhaltig durcheinanderzuwirbeln. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte Wegener das Konzept der Kontinentalverschiebung, aber leider war die Zeit damals noch nicht reif für diese revolutionären Gedanken. Als ‚Leugner‘ der unbeweglichen Erdoberfläche wurde Wegener von der Fachwelt regelrecht fertig gemacht. Ein „dreister“ Hobby-Geologe gegen tausende von Profiforschern, gegen die er schließlich keine Chance hatte. Die Presse folgte selbstverständlich dem Mainstream und machte sich ebenfalls über Wegener lustig. Alles schon einmal dagewesen?

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„hart aber fair“

ABGESAGT! Thema der Sendung hat sich geändert. Am Montag, den 12.3.2012 wird Fritz Vahrenholt an der Sendung „hart aber fair“ teilnehmen, die in der ARD um 21:00-22:15 live gesendet wird. Moderator Frank Plasberg diskutiert mit seinen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In der 75-minütigen Live-Sendung ist Thema, was die Menschen bewegt und aufregt.   Weitere Informationen zum Thema folgen in Kürze. Siehe auch Beiträge auf EIKE und notrickszone.com. ————————– Am 10.3.2012 schrieb ein Leser/Zuseher an die „hart aber fair“-Redaktion (Kommentar 161 auf science-skeptical.de):  Sehr geehrter Herr Plasberg,  wie verschiedenen Berichten zu entnehmen ist, wurde Herr Vahrenholt für Ihre Sendung …

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Starker Einfluss von Sonnenaktivitätsschwankungen und El Nino auf Temperaturen und Regenmengen in Süd-Brasilien während der letzten 100 Jahre

Eine brasilianische Forschergruppe um Pabulo Henrique Rampelotto veröffentlichte vor kurzem im Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics eine Studie, in der sie Einflussfaktoren der Temperatur- und Niederschlagsentwicklung im südbrasilianischen Santa Maria für die vergangenen 100 Jahre untersuchten. Hierzu führten die Wissenschaftler eine Frequenzanalyse der entsprechenden Datensätze für die Zeitspanne 1912 bis 2008 durch. Insbesondere sollten mögliche natürliche Steuerungsfaktoren wie Sonnenaktivitätsschwankungen und interne Ozeanzyklen wie El Nino/ Südliche Oszillation (ENSO) hierauf überprüft werden.

Die Studie ergab, dass die Temperatur- und Niederschlags-Entwicklung durch eine Reihe von natürlichen Zyklizitäten geprägt ist, wobei beide Datensätze ähnliche Zyklenlängen aufwiesen. Rampeletto und sein Team fanden neben einigen kurzen Perioden zwischen 2-8 Jahren auch charakteristische Zyklenlängen von nahe 11 Jahren, 22 Jahren und 64-83  Jahren, die den solaren Grundperioden des Schwabe, Hale und Gleissberg Zyklus entsprechen (siehe auch S. 51 in „Die kalte Sonne“). Es zeigte sich zudem, dass der 22-Jahres-Hale-Zyklus stärker als der 11-Jahres-Schwabe-Zyklus in den Datenreihen manifestiert ist.  Dies gibt einen wichtigen Hinweis darauf, dass das Sonnenmagnetfeld und die kosmische Strahlung bei diesen klimatischen Prozessen eine wichtige Rolle spielen, also ei Hinweis auf den Svensmark Solar verstärker (siehe S. 231ff in „Die kalte Sonne“). Alle elf Jahre (Schwabe-Zyklus) findet eine Umpolung des Sonnenmagnetfelds statt, sodass nach 22 Jahren (Hale Zyklus) die ursprüngliche Ausrichtung wieder erreicht ist. Die Polarität des Magnetfeldes spielt dabei nur für die elektrische geladene kosmische Strahlung eine Rolle, nicht aber für die vom Magnetfeld unbeeinflussbaren solaren Strahlungsschwankungen. Sollte das Sonnenmagnetfeld und die kosmische Strahlung keine Rolle für das Erdklima spielen, so wäre die starke Ausprägung des 22-Jahres-Hale-Zyklus nicht erklärbar.

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Ohne Sonne geht es nicht: Unsere Entgegnung im Hamburger Abendblatt zu Mojib Latif

Heute, am 6.3.2012, erschien unser Artikel „Ohne Sonne geht es nicht“ im Hamburger Abendblatt. Hierin gehen wir auf Kritik des Kieler Klimaforschers Mojib Latif ein, der unsere Argumentation zum Klimawandel in dieser Zeitung am 29.2.2012 bemängelt hatte.

Wir stellen den Beitrag hier zur Verfügung:

 

Ohne Sonne geht es nicht

Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif hat uns kürzlich an dieser Stelle bezichtigt, dass wir in unserem Buch „Die kalte Sonne“ mit „falschen“, „nicht stichhaltigen“ und „an den Haaren herbeigezogenen“ Argumenten operieren. Dem widersprechen wir entschieden. Eine reiche Indizienkette zeigt, dass natürliche Klimafaktoren eine sehr viel bedeutendere Rolle im Klimageschehen spielen, als vom Weltklimarat angenommen. Latif selbst schreibt, dass Ozeanzyklen sich dem langfristigen Klimatrend mal wärmend und kühlend überlagern und wohl für den Erwärmungsstopp der letzten zwölf Jahre verantwortlich sind. Wir teilen dies und zitieren in unserem Buch sogar Latifs Publikationen. Im Gegensatz hierzu sieht der Weltklimarat den Hauptgrund dieser 60-Jahres-Temperatur-Zyklen im schwankenden Eintrag kühlender Luftschmutzpartikel. 

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Sonnenaktivität führte in Maine die Oberaufsicht über den Regen der letzten 7000 Jahre

Die Geowissenschaftler Jonathan Nichols und Yongsong Huang von der Brown University in Providence, Rhode Island, veröffentlichten vor wenigen Tagen, im Februar 2012, eine neue Studie in den Geophysical Research Letters, in der sie eine beeindruckende Synchronität zwischen der Feuchtigkeitsentwicklung und der Sonnenaktivität in ihrem Untersuchungsgebiet nachweisen konnten. Grundlage ihrer Untersuchungen war ein 5 m-langer Bohrkern, den die Forscher aus einem Torfmoor an der Küste von Maine in den nordöstlichen USA gewannen und dessen Schichten die Klimageschichte der letzten 6800 Jahre abdecken. Anhand von chemischen Biomarkern und Wasserstoffisotopen konnten Nichols und Huang die Feuchtigkeitsentwicklung der Region rekonstruieren und dokumentierten dabei starke Schwankungen, wobei sich Dürreperioden und Nassphasen abwechselten. Die beiden Wissenschaftler fanden zudem, dass die Feuchtigkeitsentwicklung parallel zur Sonnenaktivität verlief und sich feuchte Perioden während solarer Schwachphasen ereigneten. Insbesondere der solare 210-Jahres Suess/de Vries Zyklus konnte in den Feuchteanzeigern des Torfmoores von Maine nachgewiesen werden (siehe auch S. 58-59 in „Die kalte Sonne“).

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Fritz Vahrenholt am 9.3.2012 auf Phoenix „Im Dialog“

Fritz Vahrenholt wird in der Phoenix-Sendung „Im Dialog“ zu den Themen Klimawandel und Energiewende Rede und Antwort stehen.

Sendetermine:

  • Nacht von Freitag auf Samstag (9./10.3.2012): 00:00 Uhr
  • Sonntag-Vormittag (11.3.2012): 11:15 Uhr
  • Montag-Morgen (12.3.2012): 09:15 Uhr 

 

In der Reihe „IM DIALOG“ steht ein prominenter Gast aus Politik, Wirtschaft, Kultur oder Gesellschaft den Moderatoren Rede und Antwort.

Gäste dieser Sendung waren so unterschiedliche Menschen wie Helmut Schmidt, Angela Merkel, Henry Kissinger, Madeleine Albright, Mario Adorf, Senta Berger und viele andere.

Moderatoren sind Alfred Schier und Alexander Kähler

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Neue norwegische Studien: Ein erheblicher Teil der Klimaerwärmung der letzten 150 Jahre ist durch die Sonne verursacht

Drei norwegische Forscher um den Osloer Astrophysiker Jan-Erik Solheim haben nun das Zusammenspiel von Temperaturentwicklung  auf der Erde und der Sonnenaktivität für die Vergangenheit näher unter die Lupe genommen. Die Wissenschaftler untersuchten die Länge der einzelnen Schwabe-Sonnenfleckenzyklen seit 1850 bis heute und fanden eine systematische Korrelation mit der Jahresmitteltemperatur des nachfolgenden Zyklus. Hierbei analysierten die Forscher Temperaturdaten aus Norwegen, Spitzbergen und von anderen nordeuropäischen Wetterstationen. Normalerweise umfasst ein Sonnenfleckenzyklus im Durchschnitt etwa 11 Jahre. Dauert der Zyklus jedoch länger, so ist dies ein Zeichen für ein Erschlaffen des Sonnendynamos und der Sonnenaktivität. Solheim und seine Kollegen Kjell Stordahl und Ole Humlum konnten jetzt feststellen, dass sich die Temperaturen nach einem langen, schwachen Sonnenzyklus erniedrigten und nach einem kurzen, starken Zyklus entsprechend erhöhten. Dies deutet auf einen zeitlichen Verzug von etwa einer Dekade zwischen der Wärmewirkung der Sonne und der Klimareaktion auf der Erde hin.

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Unser Artikel in der ZEIT: „Hier irren die Klimapäpste“

Am 1. März 2012 erschien nach mehreren Wochen Dauerkritik an unserem Buch in der ZEIT unser Artikel,  in dem wir den ZEIT-Lesern unsere Thesen erläutern. Neben der online-Version auf zeit.de stellen wir den Beitrag auch hier zur Verfügung:

 

Hier irren die Klimapäpste

Sie können die Vergangenheit nicht erklären – und dramatisieren die Zukunft
FRITZ VAHRENHOLT und SEBASTIAN LÜNING nehmen die Debatte um ihr Buch auf

Über mangelnde Aufmerksamkeit durch DIE ZEIT für unser Buch „Die kalte Sonne“ können wir uns wahrlich nicht beklagen. Es erschien eine regelrechte Artikel-Serie mit heftiger Kritik. Wir haben die Beiträge jeweils auf unserer Webseite www.kaltesonne.de detailliert kommentiert. Besonders auffallend war dabei, dass mit keinem einzigen Wort auf unsere wichtigste Argumentationslinie eingegangen wurde, nämlich die vorindustrielle Temperaturentwicklung der vergangenen 10.000 Jahre. Dies ist die Achillesferse des IPCC-Gedankengebäudes, und genau hier unterläuft dem Weltklimarat abseits der öffentlichen Klimascharmützel ein schwerwiegender Denkfehler, der eine umfangreiche Neubewertung der am Klimageschehen beteiligten Faktoren zwingend notwendig macht. 

Zahlreiche geologische Studien, die in den letzten Jahren in angesehenen Fachzeitschriften wie Science und Nature publiziert wurden, konnten zeigen, dass die letzten 10.000 Jahre durch charakteristische Temperaturschwankungen im Tausend-Jahres-Maßstab gekennzeichnet sind. Diese sogenannten ‚Millenniumszyklen‘ verlaufen interessanterweise weitgehend synchron zur Sonnenaktivität (siehe unser Buch „Die kalte Sonne, S. 68-75). Während der kalten Phasen war die Sonne in der Regel schwach, und in den warmen Phasen war sie stark. Die Temperaturänderungen betrugen mehr als 1°C, was in etwa der Erwärmung der letzten 250 Jahre entspricht. Zu nennen sind hier vor allem die Arbeiten des vor einigen Jahren verstorbenen Prof. Gerard Bond von der Columbia University (NY) sowie von Prof. Augusto Mangini von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. 

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