Arnold Vaatz fordert mehr Toleranz in der Klimadebatte

Arnold Vaatz hielt am 3. Oktober 2020 im sächsischen Landtag eine Rede zum 30. Jahrestag der deutschen Einheit, in der er auch für für mehr Toleranz in der Klimadebatte warb. Auszug:

Wenn in Klimafragen mit der Mehrheitsmeinung der Wissenschaftler argumentiert wird, denke ich an Kopernikus und Galilei, die mutterseelenallein ihre richtige Meinung vertraten; oder an die Denkschrift: „Hundert Autoren gegen Einstein“ von 1931. Mehrheitsmeinungen eignen sich, politische Streitfragen entscheiden. Die Wissenschaftsgeschichte zeigt sich hingegen ihre Begrenztheit. Die Wissenschaftsgeschichte liest sich geradezu als die Geschichte der Korrektur kollektiver Irrtümer. Der Kabarettist Dieter Nuhr hat kürzlich einen ähnlichen Gedanken auf die Webseite der Deutschen Forschungsgemeinschaft gebracht. Daraufhin brach ein Shitstorm über ihn herein und sein Eintrag wurde zeitweise gelöscht.

Wenn auf diese Art ein öffentlicher Konformitätsdruck erzeugt wird, der die Menschen, die sich ihm nicht beugen, etikettiert und aus der medialen Relevanzzone drängt sich also statt gegen eine Meinung gegen den Menschen mit dieser Meinung wendet, wird das Land eine Polarisierung erleben, zu deren Heilung Worte nicht mehr zur Verfügung stehen, denn sie wurden ja gelöscht.

Und es muss möglich sein, Hass und Hetze zu ächten. Hass und Hetze gegen Menschen wegen deren Religion, deren Herkunft, deren Geschlecht, deren sexueller Orientierung, deren Hautfarbe oder deren Alter. Dazu zählt auch die Ächtung widerwärtiger Beleidigungen, wie sie der Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch in Heidenau vor fünf Jahren oder den Gästen zum Tag der Deutschen Einheit 2016 in Dresden entgegenschlugen oder wie sie kürzlich meine Bundestagskolleginnen Künast und Weidel – gerichtlich unbeanstandet – ertragen mussten. Dazu zählt auch eine medial wenig beachtete Form von Alltagsrassismus: Dass man heute ohne die geringsten Konsequenzen Menschen bis ins Mark kränken darf, wenn diese Menschen beispielsweise alte weiße Männer sind.

Den gesamten Redetext finden Sie hier (pdf). Lesen Sie auch einen dazugehörigen Beitrag von Olaf Opitz auf TE.

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Bäume sind wichtige Kohlenstoffsenken. In Afrika gehen jährlich viele Millionen Bäume verloren, weil aus Ihnen Holzkohle gewonnen wird, nach wie vor ein wichtiger Brennstoff in Afrika. Die Tagesschau berichtet jetzt über Wiederaufforstung aus dem Hubschrauber, bei dem Holzkohle wieder eine Rolle spielt, allerdings eine rühmliche. Weiterlesen hier bei der Tagesschau. Dort gibt es auch ein Video zum Thema.

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Beim Bodenturnen ist der Spagat eine sehr schwierige Turnform. Die Grünen haben gerade eine Medaille im Spagat gewonnen. Auf Twitter beschwerten sich die Grünen über den Weiterbau der Autobahn 49 in Hessen. Sie gaben dem Verkehrsminister Scheuer die Schuld.

Kurze Zeit später verschwand der Tweet allerdings. Ob den Grünen einfiel, dass sie 2014 selber die Finanzierung der Autobahn 49 in einem dringlichen Antrag mittrugen?

Damit ist die Geschichte aber keineswegs vorbei. Die Grünen haben den oberen gelöschten Tweet durch einen neuen ersetzt. Nun hat die Bundesregierung Schuld, die eigene Verantwortung aus 2014 kommt auch in diesem Tweet nicht vor.

Die Rodung des Hambacher Forst in NRW, in dem es zu erbitterten Auseinandersetzungen kam und immer noch kommt, wurde ebenfalls unter einer Regierung mit Beteiligung von den Grünen beschlossen. Auch daran möchten Grüne nicht gern erinnert werden. Der Spagat scheint also eine durchaus bekannte Übung bei den Grünen zu sein.

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Mehrere Organisationen haben eine Petition aufgesetzt, die die EU auffordert Wälder zu schützen, statt sie zu verbrennen. Große deutsche NGO sieht man bei den Initiatoren allerdings nicht. Die Petition richtet sich an Franz Timmermanns, der als Klima-Kommissar der EU gilt. Zur Petition geht es hier.

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Der 04. Oktober 2020 war eigentlich ein guter Tag in Sachen CO2 Senkung bei der Produktion von Strom. Nach langer Zeit gab es mal wieder Wind in Deutschland. Aber, durch die Konstruktion des EEG war an dem Tag zeitweise wieder so viel Strom vorhanden, dass er ins Ausland mit Geld obendrauf verschenkt werden musste. Fast 55 Euro gab es an dem Tag in der Spitze für 1 MW oben drauf. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Anteil Erneuerbarer Energien etwa 78% an der Stromproduktion. Bezahlt wird dieser negative Strompreis von den Stromkunden in Deutschland.

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Curd Wunderlich von der Welt interviewte Luisa Neubaur, ganz besonders zu ihrem Verhältnis zu den Grünen, deren Mitglied sie ist. „Sind die Grünen nicht radikal genug, Frau Neubauer?“ Die Antworten erstaunen teilweise. Das Interview gibt es hier zu lesen.

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Windkraft, so ein Credo, sei konkurrenzlos günstig. Warum dann Anlagen nach dem Auslaufen der Förderung abgebaut werden statt sich dem Wettbewerb am Strommarkt zu stellen, gehört zu den großen Paradoxien der Erneuerbaren Energien. Bei Tichys Einblick gibt es einen Gast Artikel dazu. Er beschäftigt sich mit der Lage der Windkraft in Mecklenburg-Vorpommern, wo ein massenhafter Rückbau droht.

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Energy-Charts ist ein Project des Fraunhofer ISE Instituts. Dort werden die Anteile der Stromquellen in Deutschland gezeigt. Bei den Werten für 2020 gibt es allerdings sonderbare Dinge. Die Minimum und die Maximum Werte im Jahr 2020 sind absolut identisch. Das bedeutet eigentlich, dass sämtliche Energieträger in 2020 immer exakt das gleiche Einspeiseergebnis hatten. Ob das stimmen kann?

Erstaunlicherweise weißt die Seite bei den Wochenwerten die Differenzen aber scheinbar korrekt aus.

Will man den Lesern der Webseite nicht zumuten, zu sehen, wie volatil einige Stromquellen sind auf das Jahr betrachtet?

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0,004 Grad Temperatursenkung, sagt Björn Lomborg ist der Anteil der EU am Klima im Jahr 2100, wenn die beabsichtigten 55% CO2 Einsparung eingehalten werden. Lomborg zeigt auf, wie sich Geld besser und effektiver einsetzen lässt. Der Artikel in der WELT steht hinter einer Paywall. Ein Zugang, der monatlich gekündigt werden kann, kostet 9,99 bei der WELT.

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Wundersame Bewertungen bei Amazon für das Buch „Unerwünschte Wahrheiten“. Verifizierte Käufer bewerten das Buch durch die Bank gut und gehen auf Details ein. Schlechte Bewertungen kommen hingegen nur von anonymen Amazon Kunden, bei denen Zweifel angebracht sind, ob sie das Buch besitzen geschweige denn überhaupt gelesen haben. Keine einzige Aussage des Buches wird in den 1 Sterne Bewertungen widerlegt. Stattdessen wird pauschales Bashing betrieben. Ist es also so schwer, Fehler in dem Buch zu finden? Oder einfach zu mühsam die große Zahl der wissenschaftlichen Quellen zu prüfen? Eine außerordentlich bedenkliche Entwicklung und letztlich nichts anders als die hippe Cancel Culture, nur mit anderen Mitteln. Diskurs jedenfalls sieht anders aus.