Sebastian Lünings Vortrag auf der 9. Internationalen Klimakonferenz in Las Vegas: “Wie der IPCC die Sonne in seinen Modellen vergaß”

Am 8. Juli 2014 hielt Sebastian Lüning im Rahmen der 9. Internationalen Klimakonferenz (ICCC9) in Las Vegas einen Vortrag mit dem Titel:

The Neglected Sun: How the IPCC managed to forget natural variability in their climate models

Eine Videoaufzeichnung des Vortrags gibt es online auf youtube:

 

Die Powerpoint-Datei ist auf der Konferenzwebseite herunterladbar.

 

Im Folgenden der Abstract zum Vortrag:

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The Neglected Sun: How the IPCC managed to forget natural variability in their climate models

By Sebastian Lüning

For many years it was suggested that the pre-industrial temperature and extreme weather history before 1850 might have been monotonous and stable. Meanwhile, a large number of palaeoclimatological and geological studies have comprehensively demonstrated that this model can no longer be upheld. Over the past 10,000 years, temperatures and extreme weather have been continously fluctuating, following milennial, centennial and multi-decadal natural cycles. While some of these changes are driven by auto-cyclical processes originating in the climate system itself, other fluctuations are clearly linked to external drivers, namely solar activity changes. The presentation reviews key case studies that point to a much strong involvement of solar-driven climate change than previously assumed by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Is it pure coincidence that the 20th century warming occurred at a time when the solar magnetic field more than doubled and during the second half of this period reached an activity level that has rarely been achieved over the last 10,000 years? It is further demonstrated that prominent Atlantic and Pacific ocean cycles (AMO, PDO) with periods of about 60 years modulate the longer term temperature development and between 1977-1998 have led to an amplified temperature increase which the IPCC has mistaken as a long-term warming rate.

 

Überraschende Ansichten der Erdölindustrie zum Klimawandel: Die Mehrheit der Beschäftigten glaubt noch immer, der Mensch wäre an allem Schuld

Mitte Juni 2014 veröffentlichte Warren Business Consulting das Ergebnis für 2014 einer alljährlichen Umfrage zum Klimawandel. Fast 57% der Befragten glauben immer noch, dass die Erwärmung der letzten Jahrzehnte “überwiegend durch den Menschen” verursacht wurde. Dies ist umso verwunderlicher, da sich die Umfrage vor allem an Beschäftigte aus der Erdölindustrie richtete. Offensichtlich fehlt es vielen Menschen immer noch an unabhängigen Informationen. Der Inhaber von Warren Business Consulting, Angus Warren, erklärte sich daraufhin bereit, kurze Gastbeiträge zum Klimawandel auf seiner Webseite zu veröffentlichen. Hier ein Auszug:

The Forgotten Sun: Climate Catastrophe is Called Off

Failure to comprehensively examine all the drivers of climate change may produce a falsified fear of a dangerously overheated planet.

By Sebastian Lüning

A well-known natural cold phase shaped the climate of our planet between the 15th to 19th centuries. This so-called ‘Little Ice Age’ ended around 1850 which accidentally coincides with the beginning of the industrial age. Average global temperatures have risen by 0.8°C since then. Notably, the warming has paused for the last 16 years. When speaking about ‘global warming’, very people are aware of the fact that our reference value for the warming does not represent a neutral, longterm average temperature but the extreme cold of the Little Ice Age.

The lack of historical and geological perspective also leads to a number of other misunderstandings. For many years it was suggested that the pre-industrial temperature and extreme weather history before 1850 might have been monotonous and stable. Meanwhile, a large number of palaeoclimatological and geological studies have comprehensively demonstrated that this model can no longer be upheld. Over the past 10,000 years, temperatures and extreme weather have been continously fluctuating, following milennial, centennial and multi-decadal natural cycles. While some of these changes are driven by auto-cyclical processes originating in the climate system itself, other fluctuations are clearly linked to external drivers, namely solar activity changes.

A large number of scientific papers point to a much strong involvement of solar-driven climate change than previously assumed by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Is it pure coincidence that the 20th century warming occurred at a time when the solar magnetic field more than doubled and during the second half of this period reached an activity level that has rarely been achieved over the last 10,000 years? It is further demonstrated that prominent Atlantic and Pacific ocean cycles (AMO, PDO) with periods of about 60 years modulate the longer term temperature development and between 1977-1998 have led to an amplified temperature increase which the IPCC has mistaken as a long-term warming rate.

Weiterlesen auf warrenbusinessconsulting.com.

Ein weiterer Klimabeitrag auf der Webseite stammt von Peter Franklin (“Climate Change and the Law of Unintended Consequences“).

 

Vortragsvideo “Die versteckten Treiber des Klimawandels finden und verstehen”: Sebastian Lüning bei EIKE-Konferenz am 10. April 2014 in Mannheim

Das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) veröffentlichte jetzt auf seiner Webseite die Vortragsvideos der 7. Klimakonferenz (IKEK), die am 10. April 2014 in Mannheim stattfand. Sebastian Lüning hielt im Rahmen dieser Veranstaltung den Vortrag “Die versteckten Treiber des Klimawandels finden und verstehen”:

 

 

An english summary of the presentation has been kindly posted by Pierre Gosselin on notrickszone.

 

Sebastian Lüning in Diskussionsrunde zu den Warschauer COP19 Verhandlungen auf Euronews

Kalte Sonne Coautor Sebastian Lüning nahm Anfang November 2013 an einer Diskussionsrunde auf Euronews im Rahmen der Sendung “The Network” zum Thema “Globale Erwärmung: Fünf vor zwölf?” teil . Zur Runde gehörten außerdem der grüne Europaparlamentarier Bas Eickhout sowie die Generalsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, Christiana Figueres. Moderiert wurde das Gespräch von Chris Burns. Zum Start des Videos klicken Sie hier. (Hinweis: Das Video scheint nicht mit allen Browsern zu laufen. Falls es mit Ihrem Internet Explorer nicht funktioniert, versuchen Sie Firefox oder einen anderen Browser).

Im Prinzip muss man schon dankbar sein, dass auch die klimaskeptische Seite zu dem Gespräch eingeladen wurde. Allerdings dauert die Sendung lediglich 10 Minuten, was der komplizierten Natur der Materie natürlich nicht gerecht werden kann. Eine echte Sachdiskussion kann nicht entstehen. So spielt der grüne Parlamentarier an einer Stelle die fragwürdige Karte, dass die Klimaskeptiker nur eine verschwindend geringe Minderheit darstellen würden. Eickhout spricht von einer 5% Splittergruppe. Vermutlich meint er dabei die 3% der mittlerweile selbst in IPCC-Kreisen vollständig diskreditierten Studie von Cook et al. 2013 (siehe Besprechung in Montford 2013). Wie wir an dieser Stelle im Juni berichteten, wusste Hellseher Cook bereits vor Beginn der Untersuchung das prozentuale Endergebnis.

An einer anderen Stelle der Diskussion warnt Eickhout, dass selbst ein weiteres Grad Erwärmung katastrophale Folgen hätte, da es ja bereits 0,8°C seit Beginn der Industrialisierung wärmer geworden sei. Zusammen würde dies gefährliche fast 2 Grad ergeben. Lüning versucht in der Diskussion sogleich richtigzustellen, dass der Ausgangspunkt für die bisherige Erwärmung mitten in der Kleinen Eiszeit liegt, einer natürlichen Kälteperiode. Die Ausgangstemperatur entspricht also gar nicht einer irgendwie gearteten, langjährigen Durchschnitts Temperatur, sondern ist eher die kalte Extremphase einer natürlichen Kalt-Warm-Zyklik. Aber durch das Stimmengewirr gab es kein Durchkommen. Und wie will man so eine komplexe Erläuterung in den zugestandenen 15 Sekunden pro Äußerung überhaupt unterbringen? Nahezu unmöglich. Nicht richtig ist die im Beitrag genannte Firmenzugehörigkeit Lünings. Nein, er arbeitet nicht mehr für RWE. Dies hatte er dem Moderator auch im Vorgespräch zur Sendung mitgeteilt. Trotzdem ging es irgendwie schief.

Trotzdem wird der ein oder andere Zuseher durch die Diskussion vielleicht hellhörig geworden sein. Die Sendung wird ab dem 7. November 2013 eine Woche lang insgesamt 15 Mal auf Euronews in 13 Sprachen über den Sender gehen. Zu wünschen wäre, dass in zukünftigen Sendungen mehr Zeit für derartige Diskussionen zur Verfügung steht. Und ganz besonders schön wäre es, wenn Lüning es bis dahin irgendwie lernen könnte, ruhigen Blickes direkt in die Kamera zu schauen. Aber Weihnachten steht vor der Tür. Gutscheine für ein professionelles Medien- und Kameratraining werden gerne angenommen.

 

Fritz Vahrenholt im Welt-Gastkommentar: Grüner Tübinger Oberbürgermeister erfindet Klimazitat um IPCC-Kritiker zu diffamieren

Der erste Teil des neuen IPCC-Klimaberichts ist erschienen, und sogleich wird er von Klimaaktivisten als frische Munition im Klimastreit verwendet. So hatte es jedenfalls ein süddeutscher Politiker der Grünen vorgehabt, als er in der Welt vom 5. Oktober 2013 einen Gastkommentar mit dem Titel “Klimaphysik ist keine Metaphysik” veröffentlichen ließ. Gelesen hatte er den neuen Report des Weltklimarats aber offenbar nicht, im Gegensatz zu Fritz Vahrenholt, der der düsteren Zukunftsprognose in einem Debattengegenbeitrag in der Welt vom 6. Oktober 2013 widerspricht:

Nein, diese Katastrophe findet nicht statt!

Von Fritz Vahrenholt

Da hat erstmals der Weltklimarat selbstkritische Töne verlauten lassen, doch die wischt der Tübinger grüne OB Boris Palmer hochfahrend vom Tisch. Wann hört dieser Alarmismus endlich auf? 

In einem hochfahrenden Gastkommentar in der “Welt” vom 5. Oktober (2013) wirft der Tübinger Bürgermeister Boris Palmer dem Redakteur Ulli Kulke das Attribut “menschenverachtend” entgegen, weil dieser auf Unstimmigkeiten und Versagen der Klimamodelle im 5. Klimabericht des Weltklimarats (IPCC) hingewiesen hat, aber nicht auf Hungersnöte, die durch die Klimaveränderung entstehen können.

Palmer: “In diesem Bericht wird plausibel vor verschärften Hungerkatastrophen gewarnt, weil die Erderwärmung besonders Gegenden und Gesellschaften verheeren wird, die heute schon unterentwickelt sind … Darüber verliert Kommentator Ulli Kulke kein Wort”. Wo aber steht das im soeben veröffentlichten 5. Klimabericht? Nirgends.

Boris Palmer hat das Zitat in seinem Eifer erfunden, wohl um die Kritiker des Berichts mit haltlosen Unterstellungen, sie verharmlosten Hungerkatastrophen, diffamieren zu können. Über die Auswirkungen der Klimaveränderung wird erst der zweite Teil des Reports im April 2014 berichten. Aber manche Politiker wissen es eben immer schon besser, bevor die Fakten auf den Tisch kommen.

Weiterlesen auf welt.de

 

Fritz Vahrenholt: „Die kalte Sonne“ wurde zum Markenzeichen des Widerstands gegen eine politisch indoktrinierte Wissenschaft

In diesen Tagen erscheint “Die kalte Sonne” erstmals in englischer Sprache. Unter dem Titel “The Neglected Sun” bringt Stacey International eine überarbeitete und um ein neues Kapitel ergänzte Version des Buches in seiner Independent Mind Serie heraus. Die erste Auflage war schnell ausverkauft, so dass mittlerweile bereits eine zweite Auflage im Handel ist. Die Übersetzung wurde von Pierre Gosselin angefertigt, der jetzt in seinem Blog Notrickszone.com anlässlich des Book Launch ein längeres Interview mit Fritz Vahrenholt in englischer Sprache führte. Anbei das Interview in der deutschen Fassung:

 

NOTRICKSZONE.COM: Sie waren ein Anhänger der Theorie, dass das menschengemachte CO2 unweigerlich zu einer Klimakatastrophe führen würde. Wie kam es zu Ihrem Umdenken?

VAHRENHOLT: Bis 1998 war ich ja Umweltsenator und hatte keinen Zweifel an der AGW Hypothese, denn die globalen Temperaturen verliefen ja tatsächlich parallel zum CO2-Ausstoß. Erste Zweifel an der Wissenschaftlichkeit des IPCC kamen mir mit den dramatisierenden Fehlern des 4. Berichtes. Schellnhuber erklärte damals im deutschen Fernsehen, dass bis 2035 der Himalaya Gletscher hinweggeschmolzen sei. Dann machte ich in meiner unternehmerischen Tätigkeit  – ich war als Vorstand von Shell, als CEO von Repower Systems und zuletzt von RWE Innogy mit der Entwicklung der Erneuerbaren Energien befasst – die Erfahrung, dass  natürliche Ursachen unser Klima beeinflussen. Denn wir stellten fest, dass die Windstärke in Nordwesteuropa von Jahr zu Jahr zurückging. Die Klimaforscher hatten uns weisgemacht, dass der Wind eher zunehmen würde. Ich ging den Dingen auf den Grund und konnte einen Zusammenhang mit der nordatlantischen Oszillation feststellen, die in einem 60 jährigen Zyklus nun in ihre schwache Phase getreten war. Ich schrieb darüber in deutschen Zeitungen und Stefan Rahmstorf brandmarkte mich als Klimaleugner. Das stachelte mich erst recht an, den Dingen auf den Grund zu gehen. Wenn Sie so wollen, Schellnhuber und Rahmstorf haben mich zum Skeptiker gemacht.

Ihr Buch “Die kalte Sonne” erschien in Deutschland Anfang letzten Jahres. Es war drei Wochen lang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Hat es die Diskussion in Deutschland verändert? Waren Sie über die Reaktionen in der deutschen Öffentlichkeit überrascht? 

Dass  linksliberale Medien mich zum „Öko-reaktionär“ abstempelten, der längst „überholte Thesen“ vertritt, war zu erwarten. Überrascht war ich über die harsche Reaktion der deutschen Klimawissenschaftler, die nicht einmal bereit waren, mit mir über die Thesen unseres Buches zu diskutieren. Doch je länger unser Buch auf den Bestsellerlisten stand und je anhaltender die Erwärmungspause anhielt, umso mehr lief die Taktik der Gegenseite – erst ignorieren, dann mit persönlichen Diffamierungen zu isolieren – ins Leere. „Die kalte Sonne“ wurde zum Markenzeichen des Widerstands gegen eine politisch indoktrinierte Wissenschaft, die natürliche Prozesse leugnete, die Angst verbreitet, um eine Energiepolitik zu befördern, die Wohlstand und Wachstum der deutschen Industriegesellschaft gefährdet. Insofern war es fast wie ein Ritterschlag, als mich Kanzler Helmut Schmidt zu sich einlud, weil er mehr über die „kalte Sonne“ erfahren wollte. Ich darf ihn nun zitieren: „Lünings und Vahrenholts Thesen sind nachvollziehbar“. Schatzkanzler Nigel Lawson lud mich nach London ein und ermutigte mich, das Buch in englisch populär zu machen. Und nun erscheint diese Woche „The neglected sun“  - die kalte Sonne in aktualisierter Fassung.

Kohlendioxid soll zu einer Anstauung von Wärme in der Atmosphäre führen, jedoch hat sich die Temperatur der Atmosphäre in den letzten 200 Monaten (=16 Jahren) nicht mehr erhöht. Wo ist all diese angeblich angestaute Wärme hingegangen? Einige führende Wissenschaftler sind mittlerweile frustriert darüber, diese Wärme nicht identifizieren bzw. beweisen zu können. Was ist Ihre Meinung hierzu? (weiterlesen …)

Fritz Vahrenholt gegen Klimaforscherin: “Distanzieren Sie sich von den Scharfmachern!”

Am 15. August 2013 erschien auf Spiegel Online der Artikel RWE-Manager Vahrenholt gegen Klimaforscherin: “Distanzieren Sie sich von den Scharfmachern!” . Hier ein Auszug:

Außergewöhnliches Duell bei der CDU in Hamburg: Eine renommierte Klimatologin stellt sich der Debatte mit dem Forscherkritiker und RWE-Aufsichtsrat Fritz Vahrenholt. Der Streit offenbart einen neuen Umgang mit Klimaprognosen. [...] Etwa hundert Zuschauer wurden am Mittwochabend im Hamburger Scandic-Hotel Zeugen des ungewöhnlichen Zweikampfs, zu dem die CDU eingeladen hatte. Nachdem Vahrenholt und Jacob ihre Vorträge gehalten und heftige Dispute ausgefochten haben, scheint sich das Duell zu entscheiden: “Wenn die Klimamodelle nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen”, donnert Vahrenholt, “dann ist nicht die Wirklichkeit falsch!” Erstmals scheppert Applaus durch den kleinen Seminarraum, seine Polemik bringt einen Punktgewinn. “Sie gefallen mir, Herr Vahrenholt”, ruft eine Dame. Mit dieser Aussage bohrt Vahrenholt in einer Wunde der Klimaforschung: Seit 15 Jahren stagniert die globale Durchschnittstemperatur, die Computermodelle hatten die Erwärmungspause nicht auf der Rechnung. Die Modelle könnten den überraschenden Temperaturverlauf nicht nachvollziehen, berichten Klimatologen um Hans von Storch vom Helmholtz-Zentrum GKSS in einer neuen Studie. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Simulationen in dieser Hinsicht fehlerhaft seien, liege höher als 98 Prozent. Die Klimakatastrophe sei widerlegt, meint Vahrenholt, der aus seiner kühnen These einen Bestseller gemacht hat. Erklärungen für die überraschende Entwicklung hält er für unglaubwürdig. Vermutlich hätten die Ozeane einen Großteil der Wärme geschluckt, meinen hingegen Klimaforscher auch auf Grundlage neuer Indizien, freilich ohne es robust beweisen zu können.

Weiterlesen auf spiegel.de

Die Hamburger Debatte wurde auch auf notrickszone analysiert. Fritz Vahrenholts Vortragsfolien können hier heruntergeladen werden (4 MB).

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Im Mai 2013 erschien im Fachjournal Climate eine neue Arbeit von Syun-Ichi Akasofu mit dem Titel “Über den aktuellen Erwärmungsstopp”. In der Arbeit zeigt der Wissenschaftler, dass die Erwärmung des 20. Jahrhunderts als Gegenbewegung zur Kleinen Eiszeit und Rückkehr zu höheren Temperaturen zu interpretieren ist, wie es sie bereits vor 1000 Jahren zur Zeit der Mittelalterlichen Wärmeperioden gegeben hat. Weiterhin identifiziert Akasofu einen Ozeanzyklus mit einer Periode von 50-60 Jahren, der die globalen Temperaturen in regelmäßiger Weise nach oben und unten drückt. Der Erwärmungsstopp seit 2000 geht auf das Konto dieses Ozeanzyklus, der Pazifischen Dekadischen Oszillation (PDO). Eine ähnliche Interpretation haben wir in unserem Buch “Die kalte Sonne” vorgestellt. Im Folgenden die Kurzfassung des Papers im englischen Original:

The rise in global average temperature over the last century has halted since roughly the year 2000, despite the fact that the release of CO2 into the atmosphere is still increasing. It is suggested here that this interruption has been caused by the suspension of the near linear (+ 0.5 °C/100 years or 0.05 °C/10 years) temperature increase over the last two centuries, due to recovery from the Little Ice Age, by a superposed multi-decadal oscillation of a 0.2 °C amplitude and a 50~60 year period, which reached its positive peak in about the year 2000—a halting similar to those that occurred around 1880 and 1940. Because both the near linear change and the multi-decadal oscillation are likely to be natural changes (the recovery from the Little Ice Age (LIA) and an oscillation related to the Pacific Decadal Oscillation (PDO), respectively), they must be carefully subtracted from temperature data before estimating the effects of CO2

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Ende Juli 2013 erschien in Nature eine neue Arbeit unter Beteiligung von Mojib Latif. In der Studie zeigen die Autoren, dass die Meeresoberflächentemperaturen und die Atmosphäre in mittleren Breiten des Nordatlantiks über Zeitmaßstäbe von über 10 Jahren durch Ozeanzyklen angetrieben werden. Ganz im Sinne des oben genannten Modells von Akasofu ermöglicht dies erweiterte Prognosemöglichkeiten für das Klima der kommenden Jahre und Jahrzehnte. Im Folgenden die Kurzfassung des Papers im englischen Original (Fettsetzung ergänzt): (weiterlesen …)

Kalte Sonne goes international: ‘The Neglected Sun’ ab September 2013 im Buchhandel

Immer wieder erhielten wir Zuschriften, ob es unser Buch “Die kalte Sonne” auch auf englisch gibt. Das Warten hat sich gelohnt: Im September 2013 wird das Buch nun endlich auch in englischer Übersetzung unter dem Titel “The Neglected Sun” vom Londoner Verlag Stacey International als Taschenbuch auf den Markt gebracht. Bei Amazon ist der Titel bereits vorbestellbar (Amazon-UK/Amazon-USA/Amazon Deutschland). Die Übersetzung erfolgte durch Pierre Gosselin, bei dem wir uns für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bedanken.

Nachdem WUWT und Notrickszone freundlicherweise über die bevorstehende Veröffentlichung berichtet haben, ist der Titel in den entsprechenden Fachkategorien bei Amazon wie eine Rakete nach oben geschossen. Dies zeigt erneut, wie dringend unabhängige Informationen heute in der Klimadebatte benötigt werden. Zusätzlich zur überarbeiteten Übersetzung der deutschen Version enthält die englische Ausgabe auch eine neue Einleitung, in die wichtige Publikationen der vergangenen 12 Monate eingegangen sind.

Abbildung 1: Bereits einen Tag nach Ankündigung der Veröffentlichung arbeitet sich ‘The Neglected Sun’ auf Platz 1341 in der weltweiten amazon.com Verkaufsliste vor (screenshot vom 15. Juli 2013). In den Kategorien Umweltwissenschaften, Wetter und Klimatologie liegt das Buch ganz vorne.

 

Abbildung 2: Und auch auf Amazon.co.uk ist das Interesse groß. Platz 644 am 15. Juli 2013 und Platz 1 in den Fachgebieten Sonnensystem und Astronomie.

 

Fachmagazin ‘Technology Review’ mit Streitgespräch zwischen Fritz Vahrenholt und Solarinstituts-Chef Eicke Weber

Am 28. Juni 2013 erschien in der Technology Review ein Streitgespräch zwischen Fritz Vahrenholt und Eicke Weber, dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, dem größten Solarinstitut Europas. Im Folgenden einige Auszüge:

Technology Review: Herr Weber, Herr Vahrenholt, brauchen wir eine Energiewende?

Fritz Vahrenholt: Wir brauchen einen neuen Energiemix, weil wir uns von der Kernenergie verabschieden. Das wird auch niemand mehr zurückdrehen. Aber das Mantra von der Klimakatastrophe darf nicht der alleinige Treiber für eine Energiewende sein.

Eicke Weber: Schon die Verknappung der fossilen Brennstoffe zwingt uns zur Energiewende. Vor allem aber der steigende CO2-Gehalt der Atmosphäre. Wir hatten eine Million Jahre lang einen CO2-Gehalt zwischen 220 und 280 Teilen pro Million (ppm) und sind heute bei 390 ppm. Wir machen mit der Erde ein wahnsinniges Experiment. Der dritte Antrieb ist ein ökonomischer: Wenn die Energiewende sowieso unabweisbar ist, dann haben Firmen, die sich dieser Technologien frühzeitig annehmen, einen großen Vorteil auf dem Weltmarkt.

Vahrenholt: Das meiste davon ist falsch. Erstens: Wenn es um die Ökonomie geht, sind wir gerade dabei, den Standort Deutschland aufs Spiel zu setzen. Wir unterwerfen die Verfügbarkeit von Strom der Volatilität von Wind und Sonne und können in wenigen Jahren keine gesicherte Energieleistung mehr anbieten.

Zweitens: Wir haben bei den fossilen Brennstoffen noch Reichweiten von 300 bis 400 Jahren. Warum halten Sie es unbedingt für erforderlich, schon bis 2040 oder 2050 hundert Prozent Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen? Drittens: Sie behaupten, der CO2-Gehalt der Atmosphäre ist größer geworden. Das ist richtig. Und wir haben eine Erwärmung. Daraus ziehen Sie den Kurzschluss: Es muss wohl CO2 sein. Das ist unzulässig, weil es schon immer eine große Variabilität des Klimas gab.

Weber: Die Menschheit hat ja noch gar keinen Globus erlebt, der mit einem CO2-Gehalt von 390, 500 oder gar 1000 ppm zurechtkommen musste. Und dazu wird es kommen, wenn wir bis 2100 weiterwirtschaften wie bisher. Die neuesten und gründlichsten Analysen sagen, dass die Temperatur um drei Grad pro Verdoppelung des CO2-Gehalts ansteigt. Bei 1000 ppm wären wir bei etwa plus sechs Grad.

Vahrenholt: Die Verdoppelung des CO2-Gehalts bringt nur eine Erwärmung von ungefähr einem Grad. Das ist auch das, was wir naturwissenschaftlich begründen können. Alles andere geht auf Rechenmodelle zurück, die nicht in der Lage sind, die Wirklichkeit abzubilden.

Weber: Herr Vahrenholt stellt sich gegen den Weltklimarat und die Gesamtheit der Forscher. Er ist ein Flache-Erde-Vertreter. (weiterlesen …)

Fritz Vahrenholt im Interview mit dem Nordbayerischen Kurier: Die Energiewende wird zu hastig und mit der falschen Begründung durchgeführt

Am 6. April 2013 erschien im Nordbayerischen Kurier ein Interview mit Fritz Vahrenholt zur Klimadebatte und Auswirkungen auf die Energiewende. Das Gespräch führte Roland Töpfer. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers:

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KLIMA-REBELL - Er ist der Außenseiter in der Debatte um die globale Erwärmung. Der frühere RWE-Manager und SPD-Senator Fritz Fahrenholt hat mit seinem Buch „Die kalte Sonne” eine heftige Diskussion ausgelöst, weil er die Warnung vor der Klimakatastrophe als übertrieben anprangert. Aber gibt ihm der derzeitige Dauerwinter nicht recht?

Mit seinem Buch „Die kalte Sonne – Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet” hat Prof. Dr. Fritz Vahrenholt vor gut einem Jahr einen Sturm der Entrüstung provoziert. Nicht Treibhausgase, sondern Zyklen der Sonne und der Ozeane bestimmten das Klima der Erde maßgeblich, so seine Theorie, mit der sich der RWE-Manager und Hamburger Honorarprofessor für Chemie gegen die gängige Lehrmeinung der Wissenschaft stellte. Die außergewöhnliche Eis-Zeit der letzten Wochen und Monate als Vorbote einer erkaltenden Sonne?

Eis-Zeit im Frühling. Die kalte Sonne lässt grüßen? 

Fritz Vahrenholt: Ein kalter Winter bedeutet gar nichts. Aber wir haben nun in Nordeuropa den fünften kälteren Winter in Folge. Es gibt einen wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen der solaren Aktivität und den durch Ostwindwetterlagen erzeugten kalten Wintern in Europa. Wir befinden uns in einem der schwächsten Sonnenzyklen seit 1800.

Die Sonne kühlt ab? 

Vahrenholt: Die Sonne hatte in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eine Phase außerordentlich hoher Aktivität wie seit 1000 Jahren nicht mehr. Wir wissen, dass schwache und starke Phasen der Sonne sich in bestimmten Zyklen alle 1000, 200 und 80 Jahre wiederholen. Zahlreiche Solarforscher prognostizieren für die vor uns liegende Zeit dieses Jahrhunderts eine starke Abschwächung der solaren Aktivität.

Nicht Treibhausgase, die Sonne macht das Klima? 

Vahrenholt: Treibhausgase, die Sonne und ozeanische Strömungen, die einem 60-jährigen Zyklus unterworfen sind, beeinflussen das Klima. Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, herauszufinden, wie groß der jeweilige Anteil ist. Der Weltklimarat hat es sich mit seinen Klimamodellen zu einfach gemacht. Er hat die Sonne in seinen Berechnungen auf null gestellt und kommt zum Ergebnis, dass 95 Prozent des Klimaveränderung von CO2 und den anderen Klimagasen stammt. Das widerspricht allerdings den Erfahrungen der Vergangenheit und der Gegenwart. Auch ohne C02-Einfluss hat es Wärmeperioden im Abstand von 1000 Jahren gegeben, im alten Rom wie auch in der mittelalterlichen Wärmeperiode, als Grönland durch Erik den Roten besiedelt wurde und dort Landwirtschaft betrieben wurde.

Die Erde wird nicht mehr wärmer? 

Vahrenholt: Die Erde ist von 1750 bis heute um 0,8 Grad Celsius wärmer geworden. Wir kommen aus der Kleinen Eiszeit des 17. und 18. Jahrhunderts, in der die Ostsee häufig zugefroren war und die Menschen auf Grund der Kälte Hungersnöte erleiden mussten. Aber wer weiß schon, dass es seit 15 Jahren zu keiner weiteren Erwärmung weltweit gekommen ist. Es wird Jahr für Jahr immer mehr CO2 ausgestoßen und es wird nicht wärmer. Es muss also eine Kraft geben, die der Erwärmung der letzten Jahrzehnte – und zwar in gleicher Höhe – entgegenwirkt. Kritische Wissenschaftler haben eine Antwort: Es sind die Sonne und die ozeanischen Strömungen, die seit einigen Jahren in ihre kalte Phase umgeschlagen sind. 

Die Klimakatastrophe findet nicht statt? 

Vahrenholt: Der Weltklimarat hat einen entscheidenden Fehler gemacht. Er hat die Erwärmungsbeiträge der Sonne und der ozeanischen Strömungen von 1977 bis 1998 dem CO2 zugeschlagen und kommt daher zu falschen Prognosen von 2,5 bis sechs Grad Erwärmung im Verlaufe dieses Jahrhunderts. Viele Wissenschaftler wie zuletzt die norwegische Forschungsgemeinschaft kommen zum Ergebnis, dass die Klimawirkung des CO2 nur halb so groß ist wie der Weltklimarat annimmt. Selbst bei einer Verdoppelung der C02-Konzentration landen wir unterhalb einer Erwärmung von zwei Grad – und daran können wir uns anpassen.

Alle Warnungen nur eine große Lüge? 

Vahrenholt: Das würde ich niemandem unterstellen. Aber es gab schon eine interessengelenkte Tendenz der Schwarzmalerei. Bei manchem Wissenschaftler ging es um öffentliche Aufmerksamkeit, Planstellen und Budgets, bei manchem Politiker um lang gehegte Wünsche nach einer antiindustriellen Umgestaltung der Gesellschaft und bei vielen Ländern des Südens um den 100-Milliarden-Transfer, der ihnen in Kopenhagen endlich zugesagt worden ist. 

Das kann nicht ihr Ernst sein. 

Vahrenholt: Das sagt selbst einer der Päpste des Weltklimarates, Prof. Edenhofer. Er erklärt, es gehe nicht um Umweltschutz, sondern „wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um”. 

Die versammelte Wissenschaft auf dem Irrweg?  (weiterlesen …)