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Milliardengrab Klima-Hype

Titel der Ausgabe 08-2019 von Tichys Einblick ist “Milliardengrab Klima-Hype”. Darin enthalten ist auch ein Artikel von Fritz Vahrenholt und Roland Tichy:

Klimawende: 7600 Milliarden fürs Klima

Angela Merkel hat eine weitere Verschärfung des Klimaziels ausgerufen – Deutschland soll CO2-neutral werden. Die Kosten dafür betragen bis 2035 das Doppelte der Wirtschaftsleistung eines ganzen Jahres. Welcher Haushalt kann 1000 Euro im Monat extra aufbringen?

Für Angela Merkel sind es nur wenige Worte: „Wir wollen bis 2050 klimaneutral sein.“ In der andächtigen Stimmung auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund, wo die Bundeskanzlerin sie sagte, folgte darauf Beifall der Gläubigen. Kein Wunder: Schließlich hatte der frühere investigative Journalist Hans Leyendecker als Präsident des Kirchentages ex cathedra verkündet: „Wer nicht anerkennen will, dass der Klimawandel menschengemacht ist, hat beim Kirchentag nichts zu suchen.“ Es geht also nicht mehr um wissenschaftliche Prüfung, sondern um ein neues Glaubensdogma – wer will da noch Zweifel wagen, wenn er nicht Galileo Galilei heißt? Die Kanzlerin konnte sich in der Einigkeit wärmen, die Religion dem Herz bietet. Wer will da schon nachrechnen, was es für die deutschen Haushalte finanziell bedeutet, wenn den Worten Taten folgen.

Die Kanzlerin will nun in der Klimapolitik „kein Pillepalle“ mehr, wie sie schon einige Tage zuvor den Bundestagsabgeordneten der Union verkündet hatte. Die Fridays-for-Future-Demonstrationen fordern die Reduktion auf null schon bis 2035, das Kommunikationsdesaster durch Youtuber Rezos „Die Zerstörung der CDU“-Video und die Wahl- und Umfrageerfolge der Grünen haben ganz offensichtlich bei der Kanzlerin Wirkung gezeigt. Man erinnert sich an 2011 und die Hauruck-Entscheidung zum vorzeitigen Atomausstieg. Wenn Merkel den Eindruck gewinnt, dass die Deutschen gerne die Welt retten wollen, dann entscheidet sie manchmal eben ganz schnell, koste es, was es wolle. Nur Stimmen und Stimmung zählen. Ökonomische oder sonstige Rationalitäten spielen dann keine Rolle mehr – wie später dann auch bei der Grenzöffnung. Und jetzt die Klimawende wegen demonstrierender Schüler und singender Protestanten.

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Und hier noch ein Auszug aus einem weiteren Artikel der Ausgabe 08-2019. Autor ist Fritz Vahrenholt:

KLIMA-FAKTEN
Die Realität untergräbt das Modell
Was macht man als Schreckensprophet, wenn die Realität nicht so will wie die Prognosen? Richtig, man verringert die Zielwerte; dann ist die Bedrohungslage wiederhergestellt. Und ansonsten ignoriert man die Fakten und spricht im Konjunktiv. Ja, es könnte alles ganz schlimm werden

Seit mehr als 20 Jahren sollen uns die Klimamodelle des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) Angst einflößen. Zwei Grad Erwärmung gegenüber der ausklingenden Kleinen Eiszeit Ende des 18. Jahrhunderts dürfen nicht überschritten werden, hieß es. Die Katastrophe drohe, denn es würden noch in diesem Jahrhundert drei, vier oder gar fünf Grad Erwärmung erreicht, weil die CO2-Konzentration von vorindustriellen 0,028 Prozent auf 0,056 Prozent im Jahr 2100 anstiege, wenn nicht eingegriffen würde.

So weit das Modell. Allerdings hat die Realität nicht mitgespielt. Die tatsächliche Erwärmung fiel geringer aus als die Modellprognosen. Pro Jahrzehnt sind bei Satellitenmessungen nur 0,13 Grad Celsius an globaler Erwärmung festzustellen. Wenn sich der Trend fortsetzt, würde man ohne drastische CO2-Vermeidungsmaßnahmen im Jahr 2100 bei etwa zwei Grad landen. Irgendetwas war offensichtlich falsch an der Annahme, die Klimaentwicklung der vergangenen 150 Jahre werde allein vom Menschen bestimmt. Das sprach sich herum, und so verwundert es nicht, dass 2017 die Hälfte der amerikanischen Meteorologen den Beitrag von CO2 zur Erwärmung der Welt nur noch mit weniger als 60 Prozent angab.

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Florian Josef Hoffmann am 5. Juli 2019 in The European:

Noch unberechenbarer als das Wetter ist das Klima

Die Leser-Reaktionen auf meinen letzten Beitrag „CO2 ist kein Gift – Elektroautos verstärken das Klimaproblem“ waren überaus positiv, wohl weil ich das CO2 so bodennah beschrieben habe, das heißt, vorwiegend aus eigenem Erleben. Persönliches Erleben wird schwieriger, wenn es um Vorgänge geht, die in der Atmosphäre bis hinauf in 10 oder 20 Kilometer Höhe oder noch höher stattfinden, wenn es also ums Wetter geht. Ich versuch’s trotzdem.

In guter Erinnerung ist uns noch der waghalsige Stratosphären-Sprung des Österreichers Felix Baumgartner im Jahr 2012 – aus immerhin 39 km Höhe. Baumgartner könnte aus eigenem Erleben erzählen, wie ihn der Heliumballon nach oben getragen hat, welche Temperaturen und Drücke er gemessen hat, welchen Winden er ausgeliefert war und ab wann er im Fall bei einer Geschwindigkeit jenseits der Schallmauer den Luftwiderstand gespürt hat – anfangs angesichts der dünnen Atmosphäre wohl kaum, sonst wäre er nicht so schnell geworden und auch weiter unten nur beschränkt. Immerhin war er luftdicht eingepackt. Kein normaler Passagier will es Baumgartner nachmachen. Unsereins bleibt beim Flug nach New York in 11 Kilometer Höhe bei 62 Grad Außentemperatur schön warm in seinem Flugzeug sitzen und wartet, bis wir mit festem Boden unter den Füßen wieder unbeschädigt aussteigen kann. Unser atmosphärisches Erleben während des Fluges beschränkt sich auf einen Geringen Druckabfall, auf den Blick in die Sonne und oft auch auf die geschlossene Wolkendecke unter uns. Das war’s dann auch.

Jemand, der etwas mehr erzählen kann, ist der Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard, der Sohn des berühmten Tiefsee-Weltrekordlers Jaques Piccard. Piccard junior hat sich nicht den Tiefen des Ozeans, sondern den Höhen der Erdatmosphäre verschrieben. Er hat vor zwanzig Jahren zusammen mit seinem Co-Piloten in einem Heißluft/Gas-Ballon als erster Mensch ohne Zwischenlandung die Erde umrundet, und das in nur 20 Tagen. Ich hatte vor einigen Jahren das Glück, bei einem Vortrag zugegen zu sein, in welchem Piccard jun. Details seines großen Abenteuers beschrieb.

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Man soll ja keine Witze über Nachnamen machen, dafür können deren Halter nämlich nichts. Aber bei Volker Quaschning ist es etwas anderes. Sein leicht veränderter Name ist für ihn schon seit längerem Programm. Zu heiß, zu kalt, zu feucht, zu trocken – alles sieht der Photovoltaik-Ingenieur und Hobbyklimatologe als Bestätigung für die Klimakrise. Nun ist einem erfahrenen Meteorologen die Hutschnur geplatzt. In einer Twitter-Serie schreibt Jörg Kachelmann über einen kürzlichen Quaschning-Tweet (hier im Original):

The nutty Professor at its best. Vor ein paar Wochen: Dürre, weil Monsun zu spät kam: Klimawandel. Jetzt Monsun da: Klimawandel. Genauso macht man die Wissenschaft lächerlich, indem man jährlich wiederkehrende normale Dinge alle dem Klimawandel unterschiebt, um sein peinliches…

geldgieriges Süppchen zu kochen. Es gibt so viele eindeutige Zeichen für den Klimawandel. Dadurch, dass nun neuerdings alles Klimawandel ist, schadet man dem richtigen und wichtigen Anliegen, ihn zu bekämpfen, am meisten – wenn es nicht um das Anliegen, sondern Förderkohle geht.

Dass es den meist potsdämlich-berlinesken Doomsday-Heulbojen nur um die eigene Förderkohle (und manchen Fernsehmeteorologen um die schön schauerlichen Klimavorträge bei der Kreissparkasse) und nicht um die Welt geht sieht man auch daran, dass die tägliche Ausrufung des….

…Weltuntergangs kontraproduktiv ist, um Menschen zu richtigen und wichtigen Massnahmen gegen Klimawandel mitzunehmen. “Wenn die Katastrophe ja angeblich schon da ist, warum denn noch was tun? Ist eh zu spät.” Nein, wir können noch was tun, aber der Weg für nicht über die…

…peinliche Habgier von Professoren, denen die Dürre in ihrem eigenen Drittmittelfluss (muss die Hitze sein ;-) viel grössere Sorgen macht als der Klimawandel und sturzbetroffene junge Menschen als Lautsprecher benutzen, statt ihnen zu sagen, was man weiss – und was (noch) nicht

 

Fabrikation von Wahrheiten

Die Weltwoche setzt sich seit geraumer Zeit für mehr Realismus in der Klimadiskussion ein. Angesichts der klimastreikenden Schüler hat die Weltwoche nun ein Sonderheft zum Klimawandel herausgebracht. Man kann nur hoffen, dass die Schüler darin ein wenig lesen, falls Einpeitscherin Greta es ihnen gestattet. Die Artikel sind kostenlos aufrufbar. Hier die Links zu den einzelnen Beiträgen:

Intern: Klimawandel für die Schule

Wenn das Klima zur Glaubensfrage wird

Es gibt wichtigere Sorgen

Gletschermanns Entdeckung

Die Rechnung, bitte

Menschengemachte Schwankungen

Alge des Jahres

«Reale Probleme werden ignoriert»

Verbesserte Umwelt

Wahre Kosten

Fabrikation von Wahrheiten

Fehlalarm um die Eisbären

Erdbeeren im Januar

Wie man mich zum Klimaleugner machte

Wieweit folgen Wissenschaftler dem Herdentrieb?

«Wahnsinn in der Methode»

Vernebelungstaktik beim Klimawandel

Sag mir, wo du stehst

Einer der Beiträge wurde von Fritz Vahrenholt verfasst:

Fabrikation von Wahrheiten

Die Frage ist nicht, ob CO2 einen Einfluss auf die Erdtemperatur hat, sondern in welchem Ausmass. Die Wissenschaft liefert die abschliessende Antwort nicht. Womöglich steckt in der Klimapolitik eine grössere Bedrohung für die westliche Zivilisation als im Klimawandel.

97 Prozent der Klimawissenschaftler unterstützen die Aussage des Weltklimarates – dies wird denjenigen entgegengehalten, die im Spektrum der Klimawissenschaft zu Ergebnissen kommen, die dem Mainstream widersprechen. Insbesondere in Diskussionen mit Politikern, Journalisten, aber auch Klimaaktivisten ist dieser Hinweis das probate Mittel, um jeden Zweifel abzublocken. Zweifel etwa, ob es nicht auch natürliche Ursachen für einen Teil der Erwärmung gegeben haben könnte; ob nicht das CO2 in seiner Klimawirkung überschätzt sei; ob die Klimamodelle wirklich ein zureichendes Bild der realen Klimaentwicklung abgäben.

Der immer wieder zitierte 97-Prozent-Konsens beruht auf einer Arbeit von John Cook, einem australischen Psychologen, aus dem Jahr 2013. Cook hat klimawissenschaftliche Artikel aus den Jahren 1991 bis 2011 untersucht. Er stellte fest, dass 97 Prozent der Veröffentlichungen einen Zusammenhang zwischen Erwärmung und anthropogenem Einfluss annehmen. Schaut man sich die Studie Cooks allerdings etwas genauer an, stellt man fest, dass gerade mal 1,6 Prozent diesen menschlichen Einfluss mit mehr als 50 Prozent beziffern, die restlichen 95,4 Prozent sehen einen Zusammenhang, ohne ihn zu quantifizieren.

Die weit überwiegende Zahl der Wissenschaftler – ich zähle mich zu ihnen – sieht den CO2-Ausstoss durch den Menschen als eine von mehreren Ursachen für die globale Erwärmung der letzten 150 Jahre. Darunter sind einige, die den CO2-Beitrag auf weniger als 50 Prozent einschätzen, einige sicher auch auf 60 oder gar 80 Prozent. Der Uno-Weltklimarat (IPCC) behauptet in seinem Bericht aus dem Jahr 2018, dass ausschliesslich menschliche Aktivitäten für den Anstieg von 0,9 Grad Celsius seit 1850 ursächlich sind. Und landauf, landab verbreiten Politik und Medien, die Wissenschaftler seien sich zu 97 Prozent einig. Abweichende Meinungen werden damit als absurd oder skurril gebrandmarkt.

Da ist es doch interessant, einen Blick auf den letzten Bericht der American Meteorological Society aus dem Jahr 2017 zu werfen. 42 Prozent der befragten Meteorologen erachteten die Natur als bedeutsamere oder mindestens gleichwertige Ursache für die Erwärmung. 49 Prozent sehen den Menschen als Urheber im Vordergrund, allerdings vermuten auch hier nur 15 Prozent den Menschen als alleinig ursächlich: gegenüber der Untersuchung des Zeitraumes 1991 bis 2011 eine deutliche Steigerung, aber eben nur um 15 Prozent.

Nun werden naturwissenschaftliche Erkenntnisse nicht per Mehrheitsentscheid proklamiert. Gerade wenn sich zu politisch gehypten Themen eine unselige Allianz aus Politik, Medien und Wissenschaft bildet, wird es immer gefährlich. Auf dem Höhepunkt der Waldsterbensdebatte in den neunziger Jahren waren die wenigen abweichenden Wissenschaftler sehr schnell isoliert. Sie wurden von den Medien nicht mehr zitiert und von Forschungsmitteln abgeschnitten. Die Realität gab ihnen später recht.

Viele Menschen goutieren Schwarzweiss-aussagen, welche die komplizierte Welt so einfach wie möglich erklären. Von 97 zu 100 Prozent Konsens betreffend menschenverursachtes Klima ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt, der alles kolossal vereinfacht und die Schuldfrage auch noch gleich löst. Dabei wird in der Klimawissenschaft mit so extremen Unsicherheiten operiert wie sonst nirgendwo. Sämtliche Klimaberichte strotzen nur so vor Unsicherheiten. Erkenntnisse werden mit Konfidenzbereichen ausgewiesen: «sehr wahrscheinlich», «wahrscheinlich» und «unwahrscheinlich». Man stelle sich vor, Galileo oder Einstein hätten ihre gesetzmässigen Erkenntnisse mit derart ungefähren Formeln begründet.

Weiterlesen in der Weltwoche

 

Leseempfehlung zur Klimadebatte: Welt in Angst – von Michael Crichton

Der Klimaalarm erlebt gerade wieder eine Hochphase. Nachdem man jahrelang Schulbücher und Lehrer auf Linie getrimmt hat, fuhr man nun mit einer inszenierten Schülerprotestwelle reiche Ernte ein. Dabei war es vollkommen gleichgültig, dass die Schüler weder Schulabschluss noch einen tieferen wissenschaftlichen Einblick in die Materie hatten. Hauptsache es waren viele Schüler, die auch noch laut und medienwirksam riefen. Vielleicht war die fachliche Unbedarftheit sogar Voraussetzung, denn wer sich auch nur ein bisschen in der Materie auskennt, hätte den Aktivistenbraten bereits frühzeitig gerochen. Ok, Tor für Klimaalarm, müssen wir mit klarkommen.

Die Muster der Klimadebatte haben sich überraschenderweise in den letzten zwei Jahrzehnten kaum verändert. Das macht auch die Lektüre des Romans Welt in Angst von Michael Crichton überdeutlich. Wer diesen Schmöker noch nicht gelesen hat, dem sei er wärmstens (!) empfohlen. Crichton war ein vielfach mit Preisen ausgezeichneter US-amerikanischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Sein gesunder Menschenverstand ließ ihn an der damals aufkeimenden Klimaapokalypse zweifeln, was er literarisch perfekt und wissenschaftlich überzeugend verarbeitete. Wikipedia zum Buch:

2004 kam sein umstrittener Roman Welt in Angst heraus. Darin geht es um Ökoterroristen, die ein künstliches Seebeben auslösen wollen, um die Welt in Angst vor dem Klimawandel zu halten. Der Roman kritisiert die nach Meinung des Autors ideologisierte Wissenschaft. Crichton hielt die Thesen vom weltweiten Klimawandel für falsch; wenn es überhaupt eine Erwärmung gebe, dann sei sie Teil eines natürlichen Zyklus, da sich die Erde seit der letzten Eiszeit erwärme.

Näheres zum Inhalt (von der Buchseite auf Wikipedia):

George Morton ist ein amerikanischer Millionär, der mit seinem Geld Umweltorganisationen unterstützt. Als er bei einem Autounfall verunglückt, möchten Umweltaktivisten überraschend schnell sein Erbe antreten. Georges Anwalt und guter Freund Peter Evans macht sich auf die Spur der verschwundenen Millionen. Begleitet vom geheimnisvollen Agenten John Kenner, stellt Peter fest, in welche dubiosen Projekte Georges Unterstützung geflossen ist und wird gezwungen, seinen eigenen Standpunkt komplett neu zu überdenken.

Den Rest der zitierten Wikipediaseiten brauchen Sie übrigens nicht zu lesen, da Aktivisten das Werk wie üblich in der Luft zerreißen. Hier ein kurzes Beispiel:

Zwar seien die vorgebrachten Argumente auf den ersten Blick plausibel, tatsächlich seien sie jedoch Scheinargumente, die einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhielten. Oft seien sie auch einfach nur falsch. Tatsächlich zeige die Lektüre deutlich, dass Crichton auf gängige Pseudoargumente von Klimaskeptikern reingefallen sei. Umweltschützer warfen ihm zudem Missverständnis von Fakten sowie Fehlinformationen und die Leugnung der anthropogenen Ursachen der Klimaerwärmung vor.

Gegenargumente gibt es wie üblich nicht. Genießen Sie daher das Buch. Ihnen wird vieles sehr bekannt vorkommen, obwohl das Buch bereits vor 15 Jahren erschien.

 

 

 

(übrigens: sie können sich Untertitel in englisch oder deutsch anzeigen lassen, wenn Sie mit der Maus auf den unteren Rand des Youtubeschirms fahren. Dort gibt es ein Rechtecksymbol – links neben dem Rad).

 

 

Michael Crichton verstarb am 4. November 2008 an Krebs.

 

Siehe auch Artikel von Bob Tisdale zum Buch.

 

Klimawandel in Deutschland – Die Fakten

www.klimawandel-in-deutschland.de

Der vergessene Protest: Als sich vor 20 Jahren eine Gruppe AWI-Forscher gegen den Klimaalarm verwehrte

Anfang Juli 2019 brachten wir an dieser Stelle die deutsche Übersetzung einer Petition von 90 italienischen Klimawissenschaftlern gegen den Klimaalarm. Michael Krüger erinnerte eine Woche später im ScienceSkepticalBlog an einen ähnlichen Appell vor 20 Jahren von führenden Klimaforschern am Alfred Wegener Institut in Bremerhaven:

Mit drei Sätzen lässt Prof. Ernst Augstein die Weltklimakonferenz, die am 1. Dezember 1997 im japanischen Kyoto eröffnet wird, als globale Farce erscheinen. „Es stimmt“, sagt er, „dass weltweit die Temperaturen steigen. Es stimmt auch, dass die Konzentration des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre zunimmt und dass der Mensch dazu beigetragen hat und weiter beiträgt. Es ist aber überhaupt nicht erwiesen, dass der gegenwärtige Temperaturanstieg etwas mit der aktuellen CO2-Zunahme zu tun hat.“ Seine Befürchtung: „Vielleicht drehen wir, was das Weltklima angeht, in Kyoto an den völlig falschen Knöpfen.“

Ernst Augstein ist nicht irgendjemand. Der Ozeanograph am Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven war zeitweise Vorsitzender des Klimabeirates der Bundesregierung.

Augstein bestreitet, dass man aus den Klimasimulationen der Großcomputer auf reale Abläufe in der Natur schließen darf. Es gebe selbst in der jüngeren Erdgeschichte Beispiele für schnelle und große Temperaturänderungen, bei denen das CO2 – der wichtigste Faktor in den Berechnungen – keine Rolle gespielt habe. Er verweist auf die „Kleine Eiszeit“: Zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert habe sich die Weltmitteltemperatur zunächst um knapp ein Grad verringert, um dann binnen 150 Jahren um den gleichen Wert rapide wieder anzusteigen. Erklären kann das bis heute keiner.

Augstein wird unterstützt von dem Geophysiker Heinz Miller (Ex Stellvertretender Direktor des AWI und Polarforscher mit über 30 Jahren Polarerfahrung), dem Klimamodellierer Dirk Olbers und dem Meeresphysiker Claus Böning. Alles Urgesteine der Klimaforschung.

Als Motiv dafür, warum so viele Fachleute anders handeln, kann Augstein sich vieles vorstellen: „Es geht um Millionen an Forschungsgeldern, es geht um Einfluß und um Eitelkeiten.“ Gegenüber dem Vorsitzenden der Weltklimaorganisation WMO in Genf, Prof. Hartmut Graßl, setzt er noch eines drauf: „Persönlich verstehen wir uns gut, sind praktisch Sandkastenfreunde. Aber Graßl ist ein Mann, der gern die Katastrophenorgel dreht, der notfalls auch versucht, Ziele, die er für richtig hält, mit zweifelhaften Argumenten durchzusetzen.“ Und so ist es noch heute.

Ganzen Beitrag im ScienceSkepticalBlog lesen

Einen längeren Bericht zum heute fast vergessenen AWI-Protest  gegen den Klimaalarm kann man in Bild der Wissenschaft in einem Artikel von 1998 nachlesen.

Den AWI-Forschern gebührt höchste Anerkennung. Damals haben Graßl, Hasselmann & Co. die Revolte offenbar schnell in den Griff bekommen. Kurzer Prozess wurde kurz darauf auch mit den Kollegen der BGR gemacht. Die Abteilung mit Klimadissidenten wurde kurzerhand geschlossen, den staatlichen Wissenschaftlern ein Maulkorb verpasst. Der Heidelberger Klimaforscher Augusto Mangini wurde öffentlich von Rahmstorf und Kollegen wegen Aussagen zur natürlichen Klimavariabilität geschmäht. Zu den Klimarealisten gehören und gehörten viele führende Geowissenschaftler, zum Beispiel der bekannte Meeresgeologe Kenneth Hsü. Die Berliner Mauer hatte knapp 30 Jahre Bestand, bevor sie wieder eingerissen wurde. Wie lange wird es wohl noch dauern, bis der Klimaalarm in sich zusammenbricht?

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Kommentar des Politikwissenschaftlers Alexander Straßner (Universität Regensburg) in der Welt vom 11. Juli 2019:

Protest der Klimaschützer: Ein Hilfeschrei der Jugend? Eher ein Vorbote extremistischen Denkens

Aktivisten wie Luisa Neubauer und Greta Thunberg glauben, von vornherein im Recht zu sein – weil sie für das Gemeinwohl kämpfen. Andersdenkende dämonisieren sie, Kompromisse lehnen sie ab. Jede Diskussion wird so unmöglich. Die Vertreter der Klimaschutzbewegung nehmen für sich in Anspruch, aus Gemeinwohlgründen zu handeln. Das mag gut klingen und vielleicht sogar altruistisch motiviert sein. Befeuert von Klimageografen, die mitunter eine kritische Distanz zu ihrem Forschungsfeld vermissen lassen, werden Wissenschaftler als Heilige betrachtet, solange sie die eigenen Standpunkte teilen.

Andere Forschungsergebnisse werden in der gleichsam religiösen Logik als Häresie betrachtet. An die Stelle der Argumentation tritt die Dämonisierung. Die Abwertung des Gegenübers etwa als „alter, weißer Mann“, den man nicht brauche, so die „Fridays for Future“-Aktivistin Luisa Neubauer, ist mehr als ein Hilfeschrei der Jugend. Es ist ein Vorbote von extremistischen Denkformen. Denn die Bezeichnung „alter, weißer Mann“ ist keine nach Geschlecht oder Zugehörigkeit zu einer Alterskohorte festgelegte Variable, sondern schlicht ein synonym für abweichende Meinungen.

Weiterlesen auf welt.de

 

Vahrenholt: Merkels „Klimaneutralität” kostet Deutschland 3.000 Milliarden Euro mehr

Tichys Einblick am 9. Juli 2019:

Zielerreichung unsicher, Kosten garantiert
Vahrenholt: Merkels „Klimaneutralität” kostet Deutschland 3.000 Milliarden Euro mehr

Kostenbelastung stiege auf bis zu 1.050 Euro monatlich pro Haushalt.

Die Erhöhung der Klimaschutzziele, die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Evangelischen Kirchentag angekündigt hat, würde die deutsche Volkswirtschaft und jeden einzelnen Haushalt erheblich belasten. Wird das von Merkel formulierte Ziel wirklich umgesetzt, das CO2-Reduktionsziel von 90 auf 100 Prozent bis 2050 zu erhöhen, entstünden dadurch nach einer Berechnung des früheren Hamburger Umweltsenators Fritz Vahrenholt (SPD) Mehrkosten von rund 3.000 Milliarden Euro. Damit stiegen die Kosten für das Erreichen der „Klimaneutralität” bis zum Jahr 2050 von bislang geschätzten 4.600 Milliarden auf 7.600 Milliarden Euro. Das ist etwa doppelt so viel wie das Bruttoinlandsprodukt Deutschland im Jahr 2018. Das berichtet das Magazin Tichys Einblick in seiner neusten Ausgabe.

Weiterlesen auf Tichys Einblick

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Die folgende Pressemitteilung der Universität Tübingen vom 6. Juni 2019 hat nichts mit dem Klimawandel zu tun, steht aber exemplarisch für Probleme im etablierten Wissenschaftssystem:

Untersuchungskommission stellt wissenschaftliches Fehlverhalten durch Tübinger Hirnforscher fest

Gremium der Universität Tübingen kritisiert Wissenschaftler für Umgang mit Untersuchungsdaten und fordert Konsequenzen

Eine Untersuchungskommission der Universität Tübingen hat im Fall zweier Hirnforscher wissenschaftliches Fehlverhalten festgestellt. Die Kommission kam nach der Überprüfung einer im Fachmagazin PLOS Biology veröffentlichten Studie zu dem Ergebnis, dass Untersuchungsdaten in relevantem Umfang nicht ausgewertet beziehungsweise nicht berücksichtigt wurden. Die Kriterien für den Ausschluss dieser Daten seien von den Forschern nicht transparent gemacht worden. Darüber hinaus ließen sich die in der Studie publizierten Ergebnisse in vielen Fällen nicht auf das vorhandene Datenmaterial zurückführen. Das Rektorat der Universität kündigte Konsequenzen an.

Eine Forschergruppe unter der Leitung eines Seniorprofessors der Universität Tübingen hatte im Jahr 2014 Untersuchungen an insgesamt vier Patienten durchgeführt, die an fortgeschrittener Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt waren. ALS ist eine neurodegenerative Erkrankung, die dazu führt, dass Betroffene schrittweise die Fähigkeit verlieren, ihre Muskulatur zu steuern. Im Endstadium sind Patienten vollständig gelähmt und nicht mehr in der Lage, sich ihrer Umgebung mitzuteilen. Man spricht dann von einem „Completely Locked-In Status“. Die Hirnforscher hatten in der Vergangenheit versucht, eine Technik zu entwickeln, um mit diesen vollständig gelähmten Patienten wieder kommunizieren zu können. Dazu wurde die Hirnaktivität mit Hilfe von Infrarotspektroskopie und Elektroenzephalographie (EEG) gemessen. Die Wissenschaftler nahmen an, dass aus diesen Messdaten Rückschlüsse auf die Gedanken der Patienten möglich sind. 

Wie die Kommission für Fehlverhalten in der Wissenschaft in ihrem Beschluss feststellt, stieß das Untersuchungsgremium auf eine Reihe von Verstößen gegen die gute wissenschaftliche Praxis: 

1-Selektive Datenauswahl bei der Datenerhebung
Die Wissenschaftler haben nach dem Ergebnis der Kommission einen Teil ihrer Datensätze bei der Auswertung nicht berücksichtigt, ohne klar definierte und nachprüfbare Kriterien für ihre Auswahl festzulegen. Vielmehr blieben Daten teils aufgrund von angeführten technischen Problemen bei der Erhebung, teils aufgrund persönlicher Entscheidungen des Seniorprofessors unberücksichtigt. Diese Praxis stellt nach Einschätzung der Kommission eine „Verfälschung von Daten durch Zurückweisen unerwünschter Ergebnisse ohne Offenlegung“ dar und steht zudem im Widerspruch zu Angaben, die beide Wissenschaftler in ihrem Fachartikel selbst gemacht haben.

2-Fehlende Offenlegung von Daten und Skripten
In ihrem Fachartikel haben die Wissenschaftler Internet-Links gesetzt, die den Leser zu verschiedenen Datensätzen führen sollen. Darunter fehlt nach dem Ergebnis der Kommission jedoch das Skript, mit welchem einem Computerprogramm Vorgaben zur Auswertung der Daten gemacht wurden. Nach Aufforderung der Kommission hat einer der beiden Hirnforscher dem Gremium zwar Daten zur Verfügung gestellt. Auch aus diesen Daten ließen sich die im Artikel gemachten Angaben jedoch nicht nachvollziehen. Bis zum Abschluss der Untersuchung haben die beiden Wissenschaftler keinen vollständigen Datenbestand nachgewiesen. So fehlen beispielsweise auch die im Artikel dargestellten EEG-Daten. Die Kommission erkennt darin eine „Verfälschung von Daten durch Unterdrücken von relevanten Belegen“. 

3-Fehlende Daten 
Die Wissenschaftler haben nach eigener Darstellung die von ihnen entwickelte Technik einer Gehirn-Computer-Schnittstelle (BCI) bei insgesamt vier Patienten eingesetzt. Die Zahl der Tage, an denen BCI bei den einzelnen Patienten eingesetzt wurde, variiert nach den Angaben im genannten Fachartikel zwischen 6 und 17 Tagen pro Patient. Nach den Ermittlungen der Kommission stimmt die Anzahl der Tage, zu denen Daten vorliegen, mit der Anzahl der Tage, für die im Artikel Auswertungen dargestellt werden, in keinem Fall überein. Beispielsweise wurden bei einem Patienten in PLOS Biology Ergebnisse für zwölf Tage aufgeführt. Der Kommission lagen jedoch nur Daten für acht Tage vor. Bei einem weiteren Patienten werden im Artikel Ergebnisse für 14 Tage aufgeführt, obwohl der Kommission nur Daten für zwölf Tage vorlagen. Die Kommission schloss daraus, dass im Artikel Ergebnisse dargestellt wurden, zu denen keine Daten vorliegen. 

4-Mögliche Datenverfälschung durch fehlerhafte Analyse
Die beim Einsatz am Patienten mittels BCI erzeugten Rohdaten sind von den Wissenschaftlern mithilfe elektronischer Datenverarbeitung analysiert worden. Wesentliche Software-Komponenten der eingesetzten EDV-Systeme wurden von den Wissenschaftlern gegenüber der Kommission nicht offengelegt, so dass eine Beurteilung der eingesetzten Methoden nicht möglich war. Ob die computergestützte Auswertung der Daten korrekt validiert wurde, ließ sich nicht mehr nachvollziehen. Die Kommission konnte allerdings ermitteln, dass ein ehemaliger Mitarbeiter des Seniorprofessors diesen bereits im November 2015 darauf hingewiesen hatte, dass sich aus den Daten in statistisch korrekter Auswertung keine signifikanten Ergebnisse belegen lassen. Diese Informationen legen nach Ansicht der Kommission nahe, dass eine Datenverfälschung stattfand.Universität kündigt Anlaufstelle für Patienten an

Die Kommission hat dem Rektorat der Universität in ihrem Beschluss eine Reihe von Konsequenzen vorgeschlagen. So forderte das Gremium, die beiden Wissenschaftler müssten die umstrittene Studie in PLOS Biology zurückziehen. Ergänzend müssten die Herausgeber der Zeitschrift ebenfalls aufgefordert werden, die Studie zurückzuziehen. Alle Organisationen, die die Studie finanziell gefördert hätten, sowie die Spitzenverbände der deutschen Krankenkassen seien ebenfalls über das Ergebnis zu informieren. Für alle Publikationen, an denen die beiden betroffenen Wissenschaftler seit 2014 mitgewirkt haben, schlägt das Gremium eine nachträgliche Überprüfung durch externe Gutachter vor. Darüber hinaus forderte die Kommission das Rektorat auf, den Status des Seniorprofessors der Universität Tübingen zu überprüfen. Nicht zuletzt wird in dem Beschluss angeregt, eine Anlaufstelle für die betroffenen Patienten und ihre Angehörigen zu schaffen. 

Der Rektor der Universität, Professor Bernd Engler, sagte, die Hochschulleitung werde über die Empfehlungen der Kommission beraten und sehr zeitnah die nun gebotenen Schritte einleiten. Wichtigste Aufgabe sei es, zügig ein Beratungsangebot  für die betroffenen Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen zu schaffen. Die Betroffenen könnten sich in dieser Angelegenheit an das Dekanat der Medizinischen Fakultät wenden. Engler dankte den Kommissionsmitgliedern und den Vertrauensleuten für ihre zielstrebige Arbeit. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hätten sich akribisch und mit hohem Aufwand in eine komplizierte Materie eingearbeitet und ihre Untersuchungen sehr zeitnah abgeschlossen. „Kommission und Vertrauensleute haben unter Beweis gestellt, dass die Kontrolle der Wissenschaft durch unabhängige Forscherinnen und Forscher an der Universität Tübingen funktioniert“, sagte der Rektor.

Die Überprüfung der in PLOS Biology publizierten Studie war im Frühjahr 2018 durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität ausgelöst worden, der sich an die Vertrauensleute der Medizinischen Fakultät gewandt hatte. Die Vertrauensleute untersuchten die Vorwürfe rund ein halbes Jahr lang intensiv und übergaben ihren Bericht schließlich am 22. November 2018 an die universitäre Kommission für Fehlverhalten in der Wissenschaft. Die Kommission beschloss daraufhin Anfang 2019, ein förmliches Verfahren einzuleiten. 

Engler betonte, für eine internationale Forschungsuniversität sei die Einhaltung der Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis von fundamentaler Bedeutung: „Vor diesem Hintergrund unternehmen wir seit vielen Jahren erhebliche Anstrengungen, allen Forschenden und Studierenden die Prinzipien guter Wissenschaft nahezubringen.“ Die Universität werde den aktuellen Fall – unabhängig von den weiteren Schritten – zum Anlass nehmen, ihre Anstrengungen nochmals zu erhöhen: „Wir werden künftig innerhalb der Universität noch deutlicher kommunizieren, dass wir über ein klares Regelwerk und verlässliche Strukturen verfügen, auf die jede Wissenschaftlerin und jeder Wissenschaftler  zurückgreifen kann,  sobald ein begründeter Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten vorliegt.“ Hinweisgeber, die sich an Vertrauenspersonen wenden, hätten in solchen Fällen selbstverständlich ein Anrecht darauf, vor Repressalien geschützt zu werden. Jedes Mitglied der Universität habe hier Verantwortung gegenüber der Wissenschaft und ihrer Glaubwürdigkeit zu übernehmen.  

 

Unterschätzte Millenniumszyklik: Bond-Zyklen beeinflussen Regen im westlichen Mittelmeerraum

Pressemitteilung der Universität Leipzig vom 3. April 2019 (via idw):

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Geburtsstunde des europäischen Klimas entdeckt

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Leipzig hat die Klimageschichte von Nordwestafrika und Europa untersucht. Hierbei fanden Prof. Dr. Christoph Zielhofer, Physischer Geograph an der Universität Leipzig, und seine Kollegen Hinweise für den Beginn des heutigen Klimas vor 5.000 Jahren. Eine besondere Rolle spielt hierbei die sogenannte Nordatlantische Oszillation.

Dieses weiträumige Phänomen im Bereich des Nordatlantiks steuert in Nordwestafrika und Europa das aktuelle Klima- und Wettergeschehen und beschreibt die Schwankung der Druckverhältnisse zwischen dem Islandtief im Norden und dem Azorenhoch im Süden. Einher gehen die Schwankungen der Nordatlantischen Oszillation mit großräumigen Veränderungen der Regenmengen, insbesondere im westlichen Mittelmeerraum und in Nordeuropa. Obwohl sich die Erde seit 11.700 Jahren in einer Warmzeit befindet, dem Holozän, scheint der Beginn der aktuellen Klimabedingungen in Europa deutlich später einzusetzen: Die Wissenschaftler identifizierten einen auffälligen Wechsel der hydroklimatischen Verhältnisse vor etwa 5.000 Jahren, der mit dem Einsetzen der aktuell klimabestimmenden Nordatlantischen Oszillation in Zusammenhang gebracht wird. Die Ergebnisse wurden kürzlich in dem Fachjournal „Climate of the Past“ publiziert.

Physische Geographen und Geowissenschaftler der Universitäten Leipzig, Manchester, Marrakech und der Universität von Island sind in das internationale, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt eingebunden. Mit der Untersuchung an Bohrkernen aus dem Sidi-Ali-See im Mittleren Atlas Marokkos konnten die Wissenschaftler verschiedene Winterregenphasen bis zum Beginn des Holozäns vor 11.700 Jahre zurückverfolgen. „Wir haben herausgefunden, dass sich die Winterregenanomalien im westlichen Mittelmeerraum zeitlich mit Kältephasen im Bereich des subpolaren Nordatlantiks verknüpfen lassen“, sagt Christoph Zielhofer, der bei seinen Forschungen eng mit Anne Köhler vom Institut für Geographie der Universität Leipzig zusammengearbeitet hat.

Bereits im Jahr 2001 publizierte der renommierte Geologe Gerard C. Bond eine Serie von neun subpolaren Eisbergvorstößen während des Holozäns, welche er anhand von Mineralpartikeln kontinentaler Herkunft aus marinen Bohrkernen des Nordatlantiks rekonstruierte. Diese sogenannten „Bond-Events“ repräsentieren neun großräumige Abkühlungsphasen über dem Nordatlantik.

Basierend auf Sauerstoffisotopengehalten, gemessen an den Schalen kleiner Muschelkrebse aus dem Bohrkern des Sidi-Ali-Sees, konnten Christoph Zielhofer und sein Team holozäne Regenanomalien für den westlichen Mittelmeerraum rekonstruieren. Diese Anomalien ließen sich mit den „Bond-Events“ aus dem subpolaren Nordatlantik zeitlich verknüpfen. „Unsere Daten deuten darauf hin, dass Phasen geringer winterlicher Regenmengen im westlichen Mittelmeerraum und ‚Bond-Events‘ im Verlauf des Frühholozäns gleichzeitig auftraten“, erläutert William J. Fletcher, Physischer Geograph von der Universität Manchester. Zudem gibt es klare Hinweise auf einen nachhaltigen hydroklimatischen Wechsel im atmosphärisch-ozeanischen Klimasystem des Nordatlantiks vor etwa 5.000 Jahren. In dieser Zeit wechselten die großräumigen Klimamechanismen: Im westlichen Mittelmeerraum gingen nun Phasen zunehmender Winterregen zeitlich einher mit einer vermehrten Bildung von Eisbergen im subpolaren Nordatlantik.

Wiederkehrende Phasen vermehrter Winterregen im westlichen Mittelmeerraum bei gleichzeitiger Abkühlung sind dem aktuellen Verhalten der Nordatlantischen Oszillation ähnlich, die heute das Wetter- und Klimageschehen in ganz Europa maßgeblich beeinflusst. Der auffällige Wechsel vor 5.000 Jahren kann damit als Geburtsstunde unseres heutigen Klimas in Europa verstanden werden. “Wir vermuten, dass der hydroklimatische Wechsel dem Überschreiten eines klimatischen Schwellenwertes gleichkommt, was möglicherweise als eine Reaktion auf orbital bedingte, langfristige Veränderungen der Sonneneinstrahlung zu verstehen ist“, sagt Steffen Mischke von der isländischen Universität in Reykjavik.

Originaltitel der Veröffentlichung in „Climate of the Past“: „Western Mediterranean hydro-climatic consequences of Holocene ice-rafted debris (Bond) events“, doi.org/10.5194/cp-15-463-2019

 

Youtube, Rezo & Co schaden dem Klima mehr als die zivile Luftfahrt

Tagesschau am 13. Mai 2019:

Pläne zum Kohleausstieg: Massiver Widerstand in der Union

In der Union mehren sich kritische Stimmen zu den Plänen für einen Kohleausstieg. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Fischer erklärte, die Empfehlungen der Kohlekommission zerstörten Zukunftsperspektiven.

In der Unionsfraktion gibt es massiven Widerstand gegen den von der Bundesregierung geplanten Kohleausstieg bis 2038 mit milliardenschweren Strukturhilfen für die Kohleregionen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Axel E. Fischer sagte der Nachrichtenagentur dpa in Berlin: “Die Empfehlungen der Kohlekommission sind als solche nicht bindend. Sie weisen in die falsche Richtung, zerstören Zukunftsperspektiven und schaden der Umwelt.” Fischer gehört einer ganzen Gruppe von Unionsabgeordneten an, die sich mit den Regierungsplänen nicht abfinden wollen.

Ganzen Beitrag auf Tagesschau.de  lesen.

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Björn Lomborg am 29. Mai 2019 in der New York Post:

Calling climate change ‘catastrophic’ makes it harder to find real answers

Ever notice how, in the last decade or so, we quietly stopped just having storms and started having “extreme weather events”? It feels like no temperature drop or seasonal downpour is too small for the media to slap a scary name on it and issue minute-by-minute warnings. Well, now some news outlets and campaigners are trying to do the exact same thing for climate change itself. “Global warming” isn’t scary enough to push through the expensive bills campaigners want. Instead of “climate change,” The Guardian has now decided to call it “climate emergency.” And the British newspaper isn’t alone: Democratic presidential candidates including Beto O’Rourke and Kamala Harris use similar language, as does Rep. Alexandria Ocasio-Cortez.

[...]

All of these doomsday narratives had a kernel of truth: They emphasized new and old threats like air pollution, acid rain and global warming. But although their catastrophe scenarios sold the message, their predictions and prescriptions were absurdly off. Just the same thing is happening today. Climate change is real, and it merits attention — but the reality is far less dire than some campaigners suggest.

Ganzen Artikel in der New York Post lesen.

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Standpoint am 30. Mai 2019:

Greta’s very corporate children’s crusade

Behind the schoolgirl climate warrior lies a shadowy cabal of lobbyists, investors and energy companies seeking to profit from a green bonanza

[...] But the Greta phenomenon has also involved green lobbyists, PR hustlers, eco-academics, and a think-tank founded by a wealthy ex-minister in Sweden’s Social Democratic government with links to the country’s energy companies. These companies are preparing for the biggest bonanza of government contracts in history: the greening of the Western economies.

Ganzen Artikel in Standpoint lesen.

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Neue Zürcher Zeitung (via MSN) am 16. April 2019:

Streaming ist das neue Fliegen – wie der digitale Konsum das Klima belastet

Was digital ist, muss noch lange nicht grün sein. Die Umweltkosten der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) werden zumeist unterschätzt. Ein wichtiger Treiber für einen rasch steigenden Stromverbrauch ist das Streaming von Videos.

[...] Das zeigt eine Studie der französischen Denkfabrik «The Shift Project». Die Organisation hat den ökologischen Fussabdruck der vermeintlich sauberen ICT-Branche zu mes­sen versucht. Sie kommt zum Schluss, dass die umweltpolitischen Folgen der digitalen Wirtschaft konstant unter­schätzt werden. Grund dafür sei nicht nur die fortschreitende Miniaturisierung der Geräte, sondern auch die «Unsichtbarkeit» der verwendeten Infrastruktur – ein Phänomen, das verstärkt werde durch die wachsende Verfügbarkeit von Dienstleistungen in der sogenannten Datenwolke. Das Cloud-Computing sorge dafür, dass die physische Realität digitaler Produkte noch schwieriger wahrnehmbar werde.

Gar so wolkig-harmlos ist die Schadstoffbilanz der Branche nämlich nicht. So wird der An­teil der ICT-Branche an den weltweiten Treibhausgasemissionen auf 3,7% geschätzt; das ist fast doppelt so viel wie der Beitrag der zivilen Luftfahrt (2%) und knapp die Hälfte des Schadstoffausstosses aller Personenfahrzeuge und Motorräder (8%). Sorgen macht den Studienautoren vor allem die rasche Zunahme des digitalen Energieverbrauchs um zirka 9% pro Jahr. Setzt sich dieser Trend fort und steigt das Datenvolumen im Internet weiterhin um rund 30% pro Jahr, wäre die ICT-Branche schon 2025 für 8% aller Treibhausgasemissionen ver­antwortlich.

 

Wie Bäume das Klima retten könnten

Pressemitteilung der ETH Zürich vom 4. Juli 2019:

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Wie Bäume das Klima retten könnten

Die weltweite Aufforstung von Wäldern wäre auf einer Fläche von 0,9 Milliarden Hektar möglich und könnte so zwei Drittel der vom Menschen verursachten CO2 -Emissionen aufnehmen. Dies wäre die effektivste Massnahme gegen den Klimawandel. Zu diesem Schluss kommt eine aktuell in Science publizierten Studie der ETH Zürich.

Das Crowther Lab an der ETH Zürich forscht an naturbasierten Lösungen für den Klimawandel. In der neuen Studie zeigten die Forschenden erstmals auf, wo auf der Welt neue Bäume wachsen könnten und wie viel Kohlenstoff sie speichern würden. Jean-François Bastin, Studienleiter und Postdoc am Crowther Lab erklärt: «Ein Aspekt war für uns bei den Berechnungen besonders wichtig: Wir haben Städte und landwirtschaftliche Flächen von der gesamten Fläche, die das Potenzial zur Wiederaufforstung hat, ausgeschlossen, denn diese Gebiete braucht der Mensch anderweitig.»

Ein Gebiet von der Grösse der USA aufforsten

Die Forschenden berechneten, dass unter den aktuellen klimatischen Bedingungen die Erde mit rund 4,4 Milliarden Hektar Wald bedeckt sein könnte. Das sind 1,6 Milliarden mehr als die derzeit vorhandenen 2,8 Milliarden Hektar. Von diesen 1,6 Milliarden Hektar erfüllen 0,9 Milliarden Hektar das Kriterium nicht von Menschen genutzt zu werden. Derzeit stünde also ein Gebiet von der Grösse der USA für die Aufforstung zur Verfügung. Einst herangewachsen könnten diese neuen Wälder 205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern. Das sind etwa zwei Drittel der 300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, die seit der industriellen Revolution durch den Menschen verursacht in die Atmosphäre gelangten.

ETH-Professor Tom Crowther, Mitautor der Studie und Gründer des Crowther Lab, meint dazu: «Wir alle wussten, dass die Aufforstung der Wälder einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten könnte, aber bislang war unklar, wie gross der Effekt wäre. Unsere Studie zeigt deutlich, dass Flächen zu bewalden derzeit die beste verfügbare Lösung gegen den Klimawandel ist. Allerdings müssen wir schnell handeln, denn es wird Jahrzehnte dauern, bis die Wälder reifen und ihr Potenzial als natürliche CO2-Speicher ausschöpfen.»

Russland wäre am besten geeignet

Die Studie zeigt auch, wo eine Aufforstung am besten möglich wäre. Die meiste Fläche entfällt auf nur sechs Länder: Russland (151 Millionen Hektar), USA (103 Millionen Hektar), Kanada (78,4 MillionenHektar), Australien (58MillionenHektar), Brasilien (49,7 MillionenHektar) und China (40,2MillionenHektar).

Die Studie warnt schliesslich davor, dass viele aktuelle Klimamodelle fälschlicherweise erwarten, dass der Klimawandel die globale Baumbedeckung erhöhe. Zwar werden die Flächen der nördlichen Wälder in Regionen wie Sibirien wahrscheinlich zunehmen. Aber dort beträgt die Baumdichte durchschnittlich nur 30 bis 40 Prozent. Dem gegenüber steht allerdings der Verlust von dichten tropischen Wäldern, die typischerweise eine Baumbedeckung von 90 bis 100 Prozent aufweisen.

Bäume im Blick – auch an der Scientifica

Ein Tool auf der Website des Crowther Lab ermöglicht es Nutzern, einen beliebigen Ort der Welt zu wählen und herauszufinden, wie viele Bäume dort wachsen könnten und wie viel Kohlenstoff sie speichern würden. Zudem bietet es auch Listen von Waldrestaurierungsorganisationen. Das Crowther Lab wird an der diesjährigen Scientifica teilnehmen und das neue Werkzeug vorstellen.

Das Crowther Lab setzt auf naturbasierte Lösungen für den Klimawandel. Es will so erstens die Ressourcen besser zuteilen, indem es Regionen identifiziert, die bei der Aufforstung den grössten Klimaeffekt haben könnten. Zweitens will das Lab realistische und messbare Ziele setzen, um die Wirkung von Sanierungsprojekten zu maximieren; und drittens den Fortschritt laufend überprüfen und gegebenenfalls Korrekturmassnahmen einleiten.

 

Klimanotstandsgesetze: Feste passen einfach nicht mehr in die Zeit, Schluss mit lustig

Schluss mit Reden. Nun wird gehandelt. Stuttgarter Zeitung am 4. Juni 2019:

Klimanotstand killt das Konstanzer Seenachtsfest
Als der Konstanzer Gemeinderat vor wenigen Wochen den Klimanotstand ausrief, wurde das von manchen belächelt. Doch jetzt macht der OB Ernst – und das berühmte Seenachtsfest könnte zum ersten Klimaopfer werden.

[...]

Anfang Mai hatte die Stadt mit 84 000 Einwohnern als erste in Deutschland den Klimanotstand ausgerufen. Kritiker haben daraufhin gewitzelt, das Traditionsfeuerwerk, bei dem Raketen im Wert von 80 000 Euro in den Nachthimmel geschossen werden, müsse als Konsequenz abgesagt werden. Jetzt macht der Oberbürgermeister Burchardt aus dem Spaß Ernst. Er verhandle bereits mit dem Veranstalter. Bis 2020 ist die Ausrichtung des Seenachtsfests an die Stuttgarter Full Moon Group verpachtet. Er gehe davon aus, dass man zu einer einvernehmlichen Lösung komme, sagte Burchardt. Das Seenachtsfest „passt nicht mehr nach Konstanz, und es passt nicht mehr in die Zeit“. Full Moon habe zugesagt, bereits in diesem Jahr die Bemühungen der Stadt zu unterstützen und ein klimafreundlicheres Feuerwerk zu gestalten, heißt es aus der Stadtverwaltung. Eventuell seien bei der Logistik CO2-Einsparungen möglich, sagte Thilo Reutter von Full Moon.

Ganzen Artikel in der Stuttgarter Zeitung lesen.

Ob in Konstanz demnächst die Gelben Westen ausverkauft sein werden? Auch in Berlin hat der Spaß jetzt ein Ende, wie die Morgenpost am 2. Juni 2019 berichtete:

Wegen Klimawandel: Bezirk verbietet Feste im Mauerpark
Pankow will Grünanlagen wie den Mauerpark vor Übernutzung und dem Klimawandel schützen. Feste im Grünen werden nicht mehr gestattet. [...] Eine striktere Maßnahme gegen die Übernutzung von Grünanlagen ist in Pankow seit diesem Frühling schon Realität: Volksfeste und Veranstaltungen in Parks werden nicht mehr genehmigt. „Das Grünanlagengesetz sieht nicht vor, Parks und andere Grünanlagen als frei verfügbare Eventflächen für Feste und andere Veranstaltungen vorzuhalten“, begründet Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) die Einschränkung. Als Anlass für die strengere Regelung nennt er den Schutz des Stadtgrüns vor den Folgen des Klimawandels. Die natürlichen Belastungen aufgrund klimatischer Veränderungen und extremer Wetterlagen hätten deutlich zugenommen, sagt Benn. Damit falle die Fähigkeit der Vegetation zur Selbstregeneration geringer aus.

Das wird die klimastreikende Jugend doch sicher verstehen. Freizeitvergnügen ist generell klimaschädlich, soviel steht fest. Als nächstes müssen Handys und Tablets weg. Mit der eingesparten Energie kann man vielleicht ein ganzes Kohlekraftwerk einsparen. Und ab sofort gelten für die Jugend auch andere Schlafenszeiten: Wenn die Sonne untergeht, bitte bettfertig machen. Abendliches Licht und Fernsehen schädigen das Klima. Das morgendliche Wecksignal ertönt ab sofort bei Sonnenaufgang. Nachhaltiges Leben erfordert eine Anpassung an den natürlichen Rhythmus von Tag und Nacht und optimaler Ausnutzung des Tageslichts.

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Bei der Dauerberieselung mit Klimaalarm wird das gesamte Psycho-Repertoire ausgeschöpft. Anfang Juni 2019 zeigte der Focus sein Können mit einer Horrormeldung:

Folgen des Klimawandels:
Der Mount Everest und seine Opfer: Schmilzt er, tauchen sie wieder auf

Was für ein Bild wird den Lesern da in die Köpfe gesetzt? Was kommt als nächstes: Schuppen und Durchfall durch Klimawandel?

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Weltherausgeber Stefan Aust empfiehlt, einen klaren Kopf zu bewahren. Er schreibt am 1. Juni 2019 in der Welt:

Warten wir doch, bis der Klimahype abgeklungen ist

Vor uns die Sintflut! Dürre in Deutschland! Tornados! Der Tipping Point naht, dann geht die Welt unter! Die von Greta Thunberg geforderte Panik ist voll ausgebrochen, vor allem unter Deutschlands Politikern.

Nach dem Volksparteien-Desaster der Europawahl ist Selbstgeißelung angesagt. Schuld ist das Klima unter den Wählern, die offenbar nur noch ein einziges Thema kennen: das Klima.

Den kostenpflichtigen Welt+- Artikel können Sie hier erwerben.

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Am 15. Februar 2019 erschien in der FAZ der kritische Kommentar “Klimareligion mit Ablasshandel“ von Holger Steltzner, einem der Herausgeber der FAZ. Am 18. März 2019 teilte die FAZ mit, dass Steltzner aus dem Kreis der Herausgeber der Zeitung ausgeschieden ist, weil eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Herausgebern nicht mehr möglich gewesen sei. Über die konkreten Gründe des Rauswurfs herrscht Unklarheit.

 

Stromspekulanten: Denn sie wissen nicht, was sie tun…

Von Uli Weber

Am 04.07.2019 meldete die BILD-Zeitung, Zitat mit Hervorhebungen:

„Im Juni kam es wiederholt zu Beinahe-Ausfällen im deutschen Stromnetz! Das berichtet die „FAZ“. Um einen Blackout zu verhindern, mussten die Stromanbieter teure „Regelenergie“ im Ausland zukaufen. Die Konzerne sprechen von „signifikanten Systembilanzabweichungen, welche die Systemsicherheit gefährden“. Schuld seien offenbar Starkwinde gewesen, die am 6., 12. und 25. Juni zur Abschaltung von Windrädern zwangen.

Auch im Visier der Bundesnetzagentur: Spekulanten auf dem Strommarkt, die Energie im europäischen Stromnetz verknappt hätten, um Geld zu machen.“

Spekulationen mit Just-in-Time Produkten sind nicht ganz so ganz einfach, wie sich das der durchschnittliche Journalist vorstellen mag. Denken Sie sich mal einen Burgerladen, der spekulativ 100 Burger warmhält. Wenn er die dann nach 6 Stunden noch als „Fast Food“ verkauft, sieht er seine Kunden nie wieder. Bei Strom ist es noch viel schlimmer, denn der muss genau zu der Zeit verbraucht werden, zu der er produziert wird. Versuchen Sie doch einfach mal, ein paar Kilowattstunden für den nächsten Stromausfall beiseitezulegen oder versuchen Sie, damit an der Strombörse spekulieren…

Schaunmeralsomalgenauerhin: Bei der Bundesnetzagentur findet man aktuelle und historische Strommarktdaten. Nachfolgend Erzeugung und Verbrauch vom 10. bis 15. Juni 2019:

 

Das sieht nicht wirklich gut aus, aber von Spekulanten ist dort nichts zu erkennen, sondern vielmehr von Problemen im Regelbereich der konventionellen Kraftwerke. Denn die Regelamplitude für die Stromproduktion scheint nicht mehr auszureichen, um der Tag/Nacht-Verbrauchskurve (rot) zu folgen. Während der mittägliche Solarpeak nur an sonnigen Tagen das mittägliche Maximum überschreitet, kann selbst der geringere Nachtbedarf nicht mehr bereitgestellt werden.

Schauen wir uns zum Vergleich einmal den Vorjahreszeitraum vom 10. bis 15. Juni 2018 an:

 

Drei Dinge sind im direkten Vergleich der beiden Zeiträume vom 10. bis 15. Juni sofort auffällig:

  1. Die Steinkohle ist offenbar der flexibelste konventionelle Stromerzeuger, denn ihr Beitrag schwankte 2018 im Tagesverlauf sehr viel stärker als Braunkohle und Kernenergie.
  2. Die Verbrauchskurve wird 2018 sehr viel besser von der Erzeugung abgebildet als 2019.
  3. Die Steinkohle hatte 2018 noch einen deutlich höheren Beitrag zur Stromerzeugung geliefert als 2019.

 

Bei einem aktuell geringen Beitrag der Steinkohlekraftwerke zur Gesamterzeugung können die Tag/Nacht-Schwankung des Strombedarfs also regeltechnisch nicht mehr aufgefangen werden. Und kaum sind wir den Kohlestrom los, der angeblich unser Stromnetz „verstopft“, schon haben wir Spekulanten am Hals. Diese „Spekulanten auf dem Strommarkt, die Energie im europäischen Stromnetz verknappt hatten“ sind also die deutschen Steinkohlekraftwerke. Die Stromproduktion aus Steinkohle in Deutschland dürfte sich von 2018 auf 2019 aber nicht ganz von selbst reduziert haben. Denn ohne entsprechende EEG-Subventionen hätten sie ihre Erzeugungsleistung wohl schon aus wirtschaftlichen Erwägungen gar nicht so weit herunterfahren können.

Wir müssen jetzt also regelmäßig nachts Strom aus dem Ausland importieren, wie es die die nachstehende Abbildung für den Zeitraum vom 26. Juni bis zum 06. Juli 2019 zeigt:

 

Was passiert da eigentlich gerade mit unserem Stromerzeugungssystem?

Es gab zwischenzeitlich ein paar Erfolgsmeldungen, der deutsche Stromexport sei erheblich gesunken. Offenbar wurde in Deutschland die Stromerzeugung aus Steinkohle erheblich zurückgefahren, um solche Meldungen verbreiten zu können. Die Kehrseite ist, dass die konventionelle Anpassung der Stromerzeugung an die Verbrauchsschwankungen nicht mehr funktioniert und sogar nachts erhebliche Strommengen aus dem Ausland zugekauft werden müssen. Und zum Dank dafür nennt man diese europäischen Notstromlieferanten dann auch noch „Spekulanten“…

Die wirklichen Stromspekulanten sind aber nicht auf dem europäischen Strommarkt zu finden, sondern bei den ideologischen Protagonisten des EEG in Deutschland, die offenbar schon wieder an einem für den deutschen Stromkunden sehr teuren Stellrädchen herumgespielt haben und jetzt ganz laut „haltet den Dieb“ schreien lassen…

 

AMO-Zyklus auf dem absteigenden Ast: Rotes Meer wird sich in den kommenden Jahrzehnten wohl abkühlen

Vor sieben Jahren schlugen wir in unserem Buch “Die kalte Sonne” vor, Ozeanzyklen für Mittelfristprognosen einzusetzen. Das Klimaestablishment war damals strikt dagegen. Heute haben sich die Zeiten zum Glück geändert. Ein Team um George Krokos analysierte am 15. März 2019 in den Geophysical Research Letters die Temperaturentwicklung des Roten Meeres, welches sich in den letzten Jahrzehnten spürbar erwärmt hat. Die Forscher setzten dies in den Langfrist-Kontext und erkannten eine starke Korrelation mit dem 70-jährigen Ozeanzyklus der AMO (Atlantischen Multidekadenoszillation). Da die AMO nun ihren Scheitelpunkt erreicht hat, erwarten Krokos und Kollegen nun eine Abkühlung des Roten Meeres in den kommenden drei Jahrzehnten. Hier der Abstract des Papers:

Natural Climate Oscillations may Counteract Red Sea Warming Over the Coming Decades
Recent reports of warming trends in the Red Sea raise concerns about the response of the basin’s fragile ecosystem under an increasingly warming climate. Using a variety of available Sea Surface Temperature (SST) data sets, we investigate the evolution of Red Sea SST in relation to natural climate variability. Analysis of long‐term SST data sets reveals a sequence of alternating positive and negative trends, with similar amplitudes and a periodicity of nearly 70 years associated with the Atlantic Multidecadal Oscillation. High warming rates reported recently appear to be a combined effect of global warming and a positive phase of natural SST oscillations. Over the next decades, the SST trend in the Red Sea purely related to global warming is expected to be counteracted by the cooling Atlantic Multidecadal Oscillation phase. Regardless of the current positive trends, projections incorporating long‐term natural oscillations suggest a possible decreasing effect on SST in the near future.

 

Abbildung: Temperaturentwicklung des Roten Meeres. Daten: Hadley Centre. Abbildung: Krokos et al. 2019

 

 

Phänologie: Pflanzen bestätigen Erwärmungs-Hiatus zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Zwischen 1998 und 2015 gab es ein Jahrzehnt, in dem die Temperaturen nicht weiter anstiegen. Die Zeit wurde in der Fachwelt auch “Hiatus” genannt (Abb. 1) und war Thema zahlreicher Fachpublikationen.

Abbildung 1: Globale Temperaturentwicklung 1998-2015 (HadCRUT). Graphik: Woodfortrees.

 

Erst der El Nino 2015/16 brachte dann wieder eine Erwärmung. Seit der El  Nino-Spitze sacken die Temperaturen aber wieder ab (Abb. 2).

Abbildung 2: Globale Temperaturentwicklung 2015-2019 (HadCRUT). Graphik: Woodfortrees.

 

Phänologen haben den Hiatus jetzt auch in den Blühzeiten der Pflanzen nachgewiesen. In der Zeit der Erwärmungspause veränderten sich die Blühzeiten kaum, wie eine Studie von Xufeng Wang und Kollegen dokumentiert, die am 3. Juni 2019 in Nature Communications erschien. Hier der dazugehörige Abstract:

No trends in spring and autumn phenology during the global warming hiatus
Phenology plays a fundamental role in regulating photosynthesis, evapotranspiration, and surface energy fluxes and is sensitive to climate change. The global mean surface air temperature data indicate a global warming hiatus between 1998 and 2012, while its impacts on global phenology remains unclear. Here we use long-term satellite and FLUXNET records to examine phenology trends in the northern hemisphere before and during the warming hiatus. Our results based on the satellite record show that the phenology change rate slowed down during the warming hiatus. The analysis of the long-term FLUXNET measurements, mainly within the warming hiatus, shows that there were no widespread advancing (or delaying) trends in spring (or autumn) phenology. The lack of widespread phenology trends partly led to the lack of widespread trends in spring and autumn carbon fluxes. Our findings have significant implications for understanding the responses of phenology to climate change and the climate-carbon feedbacks.

Die University of New Hampshire (UNH) gab dazu die folgende Pressemitteilung heraus:

UNH Researchers Find Slowdown in Earth’s Temps Stabilized Nature’s Calendar

Sometimes referred to as nature’s calendar, phenology looks at the seasonal life cycle of plants and animals and is one of the leading indicators of climate change. It’s the observance of natural occurrences like the first formation of buds and flowers in the spring and the changing colors of leaves in the fall. According to researchers at the University of New Hampshire, when the rate of the Earth’s air temperature slows down for a significant amount of time, so can phenology.

In a study, recently published in the journal Nature Communications, researchers focused on a 15-year period in the early part of this century, when there was a temporary slowdown in the rise of the Earth’s air temperatures. It continued to rise, but more slowly than in the years before and after. Scientists found that during that period, phenology remained relatively constant from year to year, with no appreciable increase in the length of the growing seasons.

“This finding was a big surprise to us because the Earth’s climate is changing and affecting the length of the seasons,” says Jingfeng Xiao, a research associate professor at the UNH Earth Systems Research Center. “Over the past decades we have experienced longer growing seasons, with spring coming earlier and fall coming later, but this wasn’t the situation from 1998 to 2012 in the northern hemisphere.”

Phenology plays a major role in helping to regulate plant photosynthesis, transpiration, and energy exchange. When phenology stabilizes, it’s easier to estimate when to start a garden, when fall foliage will peak and helps life cycles like pollination, migration and mating. Researchers examined the carbon dioxide exchange between plants and the atmosphere from 56 sites located in forests, croplands, savannas, shrublands and grasslands in the northern hemisphere. They were the first to compare those findings with satellite imagery that indicated the dates of leaf-out (when leaves emerge in the spring) and senescence (when leaves fall and plants die off or enter dormancy in autumn) to estimate the length and timing of the growing season, which stayed about the same for that time period. 

Earlier leaf-out and/or later senescence can mean a longer growing season, increase in agriculture production and crop yield, as well as an increase in the amount of carbon dioxide absorbed by plants from the atmosphere. However, it can also mean the need for more water use and could affect stream flow and aggravate water crisis issues. “It’s not just about plants, many people are also physically affected by phenological trends,” said Xiao. “Anyone suffering from seasonal allergies knows, an earlier spring, or growing season, can mean an earlier allergy season.”

Phenological variations also make it more difficult for scientists to estimate the Earth’s carbon, water and energy exchange between the atmosphere and the Earth’s surface, which can then affect climate change projections. The scientists admit that the time period they studied, where the Earth’s air temperature rate slowed down, may seem to contrast with other research on global warming but they emphasize that even during this period the Earth’s temperatures continued to rise. They point out that temporary trends like this one require very long datasets — at least a decade or longer — to properly assess big-picture phenological trends.

Funding for this research was provided in part by the National Aeronautics and Space Administration (NASA). The University of New Hampshire inspires innovation and transforms lives in our state, nation and world. More than 16,000 students from all 50 states and 71 countries engage with an award-winning faculty in top-ranked programs in business, engineering, law, health and human services, liberal arts and the sciences across more than 200 programs of study. As one of the nation’s highest-performing research universities, UNH partners with NASA, NOAA, NSF and NIH, and receives more than $110 million in competitive external funding every year to further explore and define the frontiers of land, sea and space. 

 

90 italienische Wissenschaftler unterzeichnen Petition gegen Klimaalarm

Wir müssen „auf die Wissenschaftler hören“ predigen die Klima-Panikmacher. Ja, in Italien haben vor kurzem über 90 Wissenschaftler eine Petition unterzeichnet mit dem Titel: “Klima, eine Gegenstrom-Petition“:

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An den Präsidenten der Republik
An den Präsidenten des Senats
An den Präsidenten der Abgeordnetenkammer
An den Präsidenten des Rats

19.6.2019

 

PETITION ZUR GLOBALEN ANTHROPOGENEN ERWÄRMUNG

Die Unterzeichnenden, Bürger und Wissenschaftler, schicken eine warme Einladung an die politischen Führungskräfte, eine Umweltschutzpolitik einzuführen, welche im Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen steht.

Insbesondere ist es dringend, die Verschmutzung dort zu bekämpfen, wo sie auftritt, gemäß den Befunden der modernsten Wissenschaft. Diesbezüglich ist die Verzögerung beklagenswert, mit welcher der Wissensreichtum, der von der Welt der Forschung zur Verfügung gestellt wird, benutzt wird, um die anthropogenen Schadstoffemissionen zu reduzieren, welche sowohl in den kontinentalen als auch Meeresumweltsystemen weit verbreitet vorhanden sind.

Aber uns muss bewusst sein, dass KOHLENDIOXID SELBST NICHT EIN SCHADSTOFF IST. Im Gegenteil. Es ist für das Leben auf unserem Planeten unentbehrlich.

In den letzten Jahrzehnten hat sich eine These verbreitet, dass die Erwärmung der Erdoberfläche um rund 0,9°C, welche ab 1850 beobachtet worden ist, anomal wäre und ausschließlich von menschlichen Aktivitäten verursacht werden würde, insbesondere durch den Ausstoß von CO2 in die Atmosphäre beim Gebrauch fossiler Brennstoffe.

Dies ist die These der anthropogenen globalen Erwärmung, welche von dem Weltklimarat (IPCC) der Vereinten Nationen gefördert wird, deren Konsequenzen Umweltveränderungen sein würden, die so ernst wären, dass man enormen Schaden in der unmittelbaren Zukunft fürchten muss, außer wenn drastische und kostenintensive Abschwächungsmaßnahmen unverzüglich ergriffen werden.

Diesbezüglich sind viele Nationen in der Welt Programmen beigetreten, um Kohlendioxidemissionen zu reduzieren, und werden unter Druck gesetzt, auch durch eine nicht nachlassende Propaganda, zunehmend fordernde Programme anzunehmen, deren Umsetzung, welche mit hohen Belastungen auf die Wirtschaften der einzelnen Mitgliedsstaaten verbunden ist, von Klimakontrolle abhängig wäre und daher die „Rettung“ des Planeten.

Jedoch ist der anthropogene Ursprung der globalen Erwärmung EINE UNBEWIESENE HYPOTHESE, nur abgeleitet von einigen Klimamodellen, d.h. komplexen Computerprogrammen, genannt ‚General Circulation Models‘.

Hingegen hat die wissenschaftliche Literatur zunehmend die Existenz einer natürlichen Klimaschwankung betont, welche die Modelle nicht reproduzieren können.

Diese natürliche Schwankung erklärt einen beachtlichen Teil der globalen Erwärmung, welche seit 1850 beobachtet worden ist. Die anthropogene Verantwortung für die Klimaveränderung, welche in dem letzten Jahrhundert beobachtet worden ist, wird daher UNGERECHTFERTIGT ÜBERTRIEBEN und Katastrophenvorhersagen SIND NICHT REALISTISCH.

Das Klima ist das komplexeste System auf unseren Planeten, daher muss man sich damit mit Methoden befassen, welche adäquat sind und mit seinem Niveau der Komplexität übereinstimmen.

Klimasimulationsmodelle reproduzieren nicht die beobachtete natürliche Schwankung des Klimas und rekonstruieren insbesondere nicht die warmen Perioden der letzten 10.000 Jahre. Diese haben sich ungefähr alle tausend Jahre wiederholt und schließen die gut bekannte mittelalterliche Warmzeit ein, die heiße römische Periode, und generell die Warmzeiten während des „Holozänen Optimums“.

Die PERIODEN DER VERGANGENHEIT SIND AUCH WÄRMER GEWESEN ALS DIE GEGENWÄRTIGE ZEIT, obwohl die CO2 Konzentration niedriger war als die gegenwärtige, dieweil sie mit den tausendjährigen Zyklen der Sonnenaktivität verbunden sind. Die Auswirkungen werden von den Modellen nicht reproduziert.

Es sollte daran gedacht werden, dass die Erwärmung, welche seit 1900 beobachtet worden ist, tatsächlich in den 1700en begann, d.h. am Tiefpunkt der Kleinen Eiszeit, der kältesten Periode der letzten 10.000 Jahre (übereinstimmend mit dem tausendjährigen Tiefpunkt der Sonnenaktivität, welche Astrophysiker Maunder Minimum nennen). Seitdem ist die Sonnenaktivität, ihrem tausendjährigen Zyklus folgend, angestiegen, wobei sie die Erdoberfläche erwärmt.

Des Weiteren versagen die Modelle dabei, die bekannten Klimaschwankungen von ungefähr 60 Jahren zu reproduzieren.

Diese waren zum Beispiel verantwortlich für eine Warmzeit (1850-1880) gefolgt von einer kühleren Periode (1880-1910), eine Erwärmung (1910-40), eine Abkühlung (1940-70) und einer neuen wärmeren Periode (1970-2000) ähnlich der, welche 60 Jahre früher beobachtet wurde.

Die folgenden Jahre (2000-2019) sahen einen Anstieg, der nicht von den Modellen vorhergesagt wurde, von ungefähr 0,2°C pro Jahrzehnt, und eine beachtliche Klimastabilität, welche sporadisch von den schnellen natürlichen Schwankungen des äquatorialen Pazifischen Ozeans  unterbrochen wurde, bekannt als die El Nino Southern Oscillations, wie diejenige, welche zu der temporären Erwärmung zwischen 2015 und 2016 führte.

Die Medien behaupten auch, dass extreme Ereignisse, wie z.B. Hurrikans und Zyklone, alarmierend angestiegen sind. Umgekehrt sind diese Ereignisse, wie viele Klimasysteme, seit dem zuvor erwähnten 60-Jahre-Zyklus moduliert worden.

Zum Beispiel, wenn wir die offiziellen Daten von 1880 über tropische Atlantikzyklone betrachten, welche Nordamerika getroffen haben, scheinen sie eine starke 60-Jahre Schwankung zu haben, entsprechend der thermischen Schwankung des Atlantiks, genannt Atlantic Multidecadal Oscillation (=atlantische mehrdekadische Schwankung).

Die Spitzen, welche pro Jahrzehnt beobachtet wurden, sind in den Jahren 1880-90, 1940-50 und 1995-2005 miteinander kompatibel. Von 2005 bis 2015 nahm die Anzahl der Zyklone ab, wobei dies präzise dem zuvor erwähnten Zyklus folgte. Somit gibt es in der Zeitspanne von 1880-2015 zwischen der Anzahl der Zyklone (welche schwanken) und dem CO2 (welches monoton ansteigt) keine Korrelation.

Das Klimasystem wird noch nicht ausreichend verstanden. Obwohl es wahr ist, dass CO2 ein Treibhausgas ist, ist laut dem IPCC die Klimasensitivität auf dessen Anstieg in der Atmosphäre immer noch extrem unsicher.

Es wird geschätzt, dass eine Verdoppelung der Konzentration des atmosphärischen CO2 von ungefähr 300ppm vorindustriell auf 600ppm die Durchschnittstemperatur des Planeten von einem Minimum von 1°C bis zu einem Maximum von 5°C erhöhen kann.

Diese Unsicherheit ist enorm.

Jedenfalls schätzen viele neue Studien, die auf experimentellen Daten basieren, dass die Klimasensitivität auf CO2 BEDEUTEND NIEDRIGER ist als jene, die von den IPCC Modellen geschätzt wird.

Dann ist es wissenschaftlich unrealistisch, die Verantwortung für die Erwärmung, welche vom vergangenen Jahrhundert bis heute beobachtet wurde, den Menschen zuzuschreiben. Die voreilenden Vorhersagen der Panikmacher sind daher nicht glaubwürdig, da sie auf Modellen basieren, deren Ergebnisse den experimentellen Daten wiedersprechen.

Alle Beweise legen nahe, dass diese MODELLE den anthropogenen Beitrag ÜBERSCHÄTZEN und die natürliche Klimaschwankung unterschätzen, besonders jene, die von der Sonne, dem Mond und den Meeresschwankungen verursacht wird.

Schließlich veröffentlichen die Medien die Nachricht, laut dessen es in Bezug auf die menschliche Ursache der gegenwärtigen Klimaänderung einen fast einstimmigen Konsens unter den Wissenschaftlern gibt, dass die wissenschaftliche Debatte abgeschlossen werden würde.

Jedoch müssen wir uns zuerst einmal bewusst werden, dass die wissenschaftliche Methode bestimmt, dass die Fakten und nicht die Anzahl der Anhänger eine Mutmaßung zu einer gemeinsamen wissenschaftlichen Theorie machen.

Wie dem auch sei, der gleiche angebliche Konsens EXISTIERT NICHT. Es gibt tatsächlich eine bemerkenswerte Variabilität an Meinungen unter den Spezialisten – Klimatologen, Meteorologen, Geologen, Geophysiker, Astrophysiker – von denen viele einen wichtigen natürlichen Beitrag zur globalen Erwärmung anerkennen, welche von der vorindustriellen Zeit und sogar von der Vorkriegszeit bis heute beobachtet worden ist.

Es hat auch Petitionen gegeben, welche von tausenden von Wissenschaftlern unterschrieben worden sind, die eine abweichende Meinung zur Mutmaßung der anthropogenen globalen Erwärmung ausgedrückt haben.

Diese umfassen diejenige, welche 2007 von dem Physiker F. Seitz gefördert wurde, ehemaliger Präsident der American National Academy of Science, und diejenige, welche von dem nichtstaatlichen Weltklimarat (NIPCC) gefördert wurde, deren Bericht von 2009 zu dem Schluss kommt, dass „die Natur, und nicht die Aktivität des Menschen, regiert das Klima“.

Zum Schluss, angesichts der ENTSCHEIDENDEN WICHTIGKEIT, WELCHE FOSSILE TREIBSTOFFE für die Energieversorgung der Menschheit haben, schlagen wir vor, dass sie  nicht der Politik von kritikloser Reduzierung der Emission von Kohlendioxid in die Atmosphäre unterworfen werden sollten mit DEM ILLUSORISCHEN ANSCHEIN DES BEHERRSCHENS DES KLIMAS.

 

FÖRDERKOMITEE :

1. Uberto Crescenti, Emeritus Professor of Applied Geology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara, formerly Rector and President of the Italian Geological Society.

2. Giuliano Panza, Professor of Seismology, University of Trieste, Academician of the Lincei and of the National Academy of Sciences, called of the XL, 2018 International Award of the American Geophysical Union.

3. Alberto Prestininzi, Professor of Applied Geology, La Sapienza University, Rome, formerly Scientific Editor in Chief of the magazine International IJEGE and Director of the Geological Risk Forecasting and Control Research Center.

4. Franco Prodi, Professor of Atmospheric Physics, University of Ferrara.

5. Franco Battaglia, Professor of Physical Chemistry, University of Modena; Galileo Movement 2001.

6. Mario Giaccio, Professor of Technology and Economics of Energy Sources, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara, former Dean of the Faculty of Economics.

7. Enrico Miccadei, Professor of Physical Geography and Geomorphology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.

8. Nicola Scafetta, Professor of Atmospheric Physics and Oceanography, Federico II University, Naples.

UNTERZEICHNENDE

1. Antonino Zichichi, Emeritus Professor of Physics, University of Bologna, Founder and President of the Ettore Center for Scientific Culture Majorana di Erice.

2. Renato Angelo Ricci, Professor Emeritus of Physics, University of Padua, former President of the Italian Society of Physics and Society European Physics; Galileo Movement 2001.

3. Aurelio Misiti, Professor of Health-Environmental Engineering, University of Sapienza, Rome.

4. Antonio Brambati, Professor of Sedimentology, University of Trieste, Project Manager Paleoclima-mare of PNRA, already President of the National Oceanography Commission.

5. Cesare Barbieri, Professor Emeritus of Astronomy, University of Padua.
6. Sergio Bartalucci, Physicist, President of the Association of Scientists and Tecnolgi for Italian Research.
7. Antonio Bianchini, Professor of Astronomy, University of Padua.
8. Paolo Bonifazi, former Director of the Institute of Interplanetary Space Physics, National Astrophysical Institute.
9. Francesca Bozzano, Professor of Applied Geology, Sapienza University of Rome, Director of the CERI Research Center.
10. Marcello Buccolini, Professor of Geomorphology, University University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
11. Paolo Budetta, Professor of Applied Geology, University of Naples.
12. Monia Calista, Researcher in Applied Geology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
13. Giovanni Carboni, Professor of Physics, Tor Vergata University, Rome; Galileo Movement 2001.
14. Franco Casali, Professor of Physics, University of Bologna and Bologna Academy of Sciences.
15. Giuliano Ceradelli, Engineer and climatologist, ALDAI.
16. Domenico Corradini, Professor of Historical Geology, University of Modena.
17. Fulvio Crisciani, Professor of Geophysical Fluid Dynamics, University of Trieste and Marine Sciences Institute, Cnr, Trieste.
18. Carlo Esposito, Professor of Remote Sensing, La Sapienza University, Rome.
19. Mario Floris, Professor of Remote Sensing, University of Padua.
20. Gianni Fochi, Chemist, Scuola Normale Superiore of Pisa; scientific journalist.
21. Mario Gaeta, Professor of Volcanology, La Sapienza University, Rome.
22. Giuseppe Gambolati, Fellow of the American Geophysica Union, Professor of Numerical Methods, University of Padua.
23. Rinaldo Genevois, Professor of Applied Geology, University of Padua.
24. Carlo Lombardi, Professor of Nuclear Plants, Milan Polytechnic.
25. Luigi Marino, Geologist, Geological Risk Forecasting and Control Research Center, La Sapienza University, Rome.
26. Salvatore Martino, Professor of Seismic Microzonation, La Sapienza University, Rome.
27. Paolo Mazzanti, Professor of Satellite Interferometry, La Sapienza University, Rome.
28. Adriano Mazzarella, Professor of Meteorology and Climatology, University of Naples.
29. Carlo Merli, Professor of Environmental Technologies, La Sapienza University, Rome.
30. Alberto Mirandola, Professor of Applied Energetics and President of the Research Doctorate in Energy, University of Padua.
31. Renzo Mosetti, Professor of Oceanography, University of Trieste, former Director of the Department of Oceanography, Istituto OGS, Trieste.

32. Daniela Novembre, Researcher in Mining Geological Resources and Mineralogical Applications, University G. D’Annunzio, Chieti Pescara.
33. Sergio Ortolani, Professor of Astronomy and Astrophysics, University of Padua.
34. Antonio Pasculli, Researcher of Applied Geology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
35. Ernesto Pedrocchi, Professor Emeritus of Energetics, Polytechnic of Milan.
36. Tommaso Piacentini, Professor of Physical Geography and Geomorphology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
37. Guido Possa, nuclear engineer, formerly Deputy Minister Miur.
38. Mario Luigi Rainone, Professor of Applied Geology, University of Chieti-Pescara.
39. Francesca Quercia, Geologist, Research Director, Ispra.
40. Giancarlo Ruocco, Professor of Structure of Matter, La Sapienza University, Rome.
41. Sergio Rusi, Professor of Hydrogeology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
42. Massimo Salleolini, Professor of Applied Hydrogeology and Environmental Hydrology, University of Siena.
43. Emanuele Scalcione, Head of Regional Agrometeorological Service Alsia, Basilicata.
44. Nicola Sciarra, Professor of Applied Geology, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
45. Leonello Serva, Geologist, Director of Geological Services of Italy; Galileo Movement 2001.
46. ​​Luigi Stedile, Geologist, Geological Risk Review and Control Research Center, La Sapienza University, Rome.
47. Giorgio Trenta, Physicist and Physician, President Emeritus of the Italian Association of Medical Radiation Protection; Galileo Movement 2001.
48. Gianluca Valenzise, ​​Director of Research, National Institute of Geophysics and Volcanology, Rome.
49. Corrado Venturini, Professor of Structural Geology, University of Bologna.
50. Franco Zavatti, Astronomy Researcher, University of Bologna.
51. Achille Balduzzi, Geologist, Agip-Eni.
52. Claudio Borri, Professor of Construction Sciences, University of Florence, Coordinator of the International Doctorate in Engineering Civil.
53. Pino Cippitelli, Agip-Eni Geologist.
54. Franco Di Cesare, Executive, Agip-Eni.
55. Serena Doria, Researcher of Probability and Mathematical Statistics, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
56. Enzo Siviero, Professor of Ponti, University of Venice, Rector of the e-Campus University.
57. Pietro Agostini, Engineer, Association of Scientists and Tecnolgi for Italian Research.
58. Donato Barone, Engineer.
59. Roberto Bonucchi, Teacher.
60. Gianfranco Brignoli, Geologist.
61. Alessandro Chiaudani, Ph.D. agronomist, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
62. Antonio Clemente, Researcher in Urban Planning, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
63. Luigi Fressoia, urban architect, Perugia.
64. Sabino Gallo, nuclear engineer.
65. Daniela Giannessi, First Researcher, Ipcf-Cnr, Pisa.
66. Roberto Grassi, Engineer, Director of G&G, Rome.
67. Alberto Lagi, Engineer, President of Restoration of Complex Damaged Plants.
68. Luciano Lepori, Ipcf-Cnr Researcher, Pisa.
69. Roberto Madrigali, Metereologo.
70. Ludovica Manusardi, Nuclear physicist and scientific journalist, Ugis.
71. Maria Massullo, Technologist, Enea-Casaccia, Rome.
72. Enrico Matteoli, First Researcher, Ipcf-Cnr, Pisa.
73. Gabriella Mincione, Professor of Sciences and Techniques of Laboratory Medicine, University G. D’Annunzio, Chieti-Pescara.
74. Massimo Pallotta, First Technologist, National Institute for Nuclear Physics.
75. Enzo Pennetta, Professor of Natural Sciences and scientific divulger.
76. Nunzia Radatti, Chemist, Sogin.
77. Vincenzo Romanello, Nuclear Engineer, Research Center, Rez, Czech Republic.
78. Alberto Rota, Engineer, Researcher at Cise and Enel.
79. Massimo Sepielli, Director of Research, Enea, Rome.
80. Ugo Spezia, Engineer, Industrial Safety Manager, Sogin; Galileo Movement 2001.
81. Emilio Stefani, Professor of Plant Pathology, University of Modena.
82. Umberto Tirelli, Visiting Senior Scientist, Istituto Tumori d’Aviano; Galileo Movement 2001.
83. Roberto Vacca, Engineer and scientific writer.

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Italienisches Original hier

Deutsche Übersetzung von Doris Gosselin

Englische Übersetzung hier

 

Alberta schafft seine CO2-Steuer wieder ab

Futurezone.de am 20. Juni 2019:

Tornados, Hitzewellen, Dauerregen: Deshalb ist das Wetter in Deutschland so extrem
In Deutschland wird das Wetter regelrecht zum Unwetter: Die Hitze heißer, der Regen länger, die Stürme stärker. Spüren wir die Auswirkungen der Klimakrise bereits?

Au weia. 50 Cent in die Fake News-Kasse. Hätte der Autor doch mal auf www.klimawandel-in-deutschland.de vorher nachgelesen:

Stürme: Das PIK Potsdam wertete Satellitendaten aus und stellte für die vergangenen 35 Jahre eine signifikante Abnahme der Sturmaktivität während des Sommers in den mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre fest, darunter auch in Deutschland. Winterstürme über dem Nordatlantik und Nordwesteuropa zeigen jedoch starke, jahrzehntelange Schwankungen, wobei derzeit kein Langzeittrend sichtbar ist, wie ein Team um Frauke Feser vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht dokumentierte. Erkennbar sind eine Verringerung der Sturmaktivität seit den 1880ern bis Mitte der 1960er Jahre und ein darauf folgender Anstieg bis Mitte der 1990er Jahre. Ab Mitte der 1990er Jahre verringert sich dann wiederum die Sturmaktivität. Ähnliches fand ein Wissenschaftlerteam um Sönke Dangendorf von der Universität Siegen. Die Forscher untersuchten die Sturmgeschichte der Nordsee für die vergangenen 170 Jahre und konnten ebenfalls keinen Langzeittrend bei Stürmen und Sturmfluten feststellen. Noch weiter zurückreichende Sturmrekonstruktionen aus dem mitteleuropäischen Raum zeigen zudem, dass die Kleine Eiszeit generell sogar stürmischer als heute war.

Dauerregen: Seit 1951 hat sich die Häufigkeit von Starkniederschlag von mehr als 30 mm nur geringfügig erhöht (Abb. 3). Die Veränderung ist aus statistischer Sicht jedoch insignifikant, so dass kein belastbarer Langzeittrend ausgemacht werden kann. Die Zeitreihe moderner Radardaten zum Starkregen ist leider noch zu kurz, um aussagekräftige Trends interpretieren zu können.

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Was eingeführt wird, kann man auch wieder beenden. So geschehen in Kanada. Alberta schafft seine CO2-Steuer wieder ab. Näheres hierzu auf Global News.

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Die atlantische Hurrikansaison dauert üblicherweise vom 1. Juni bis zum 30. November. Das Climate Forecast Applications Network (CFAN) sagte Ende Mai für dieses Jahr (2019) eine sturmreiche Saison vorher (pdf hier). Judith Curry gibt zu bedenken, dass die relevanten Basisdaten für Hurrikanprognosen erst Ende Juni vorliegen, die Prognose daher mit Vorsicht zu genießen ist. Man darf gespannt sein und hoffen, dass sich CFAN geirrt hat. Die NOAA veröffentlichte Ende Mai 2019 ebenfalls eine Prognose, sieht aber nur eine normalaktive Hurrikansaison aufziehen.

Der erste Hurrikan der Saison tauchte dann am 2. Juli 2019 auf. Sein Name ist Barbara. Siehe AccuWeather.

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Klimavideo von Thomas Wangenheim vom 25. Mai 2019 mit dem Titel “Menschgemachter Klimawandel? Antwort mithilfe von Langzeitmessungen“.

 

Aus der Videobeschreibung:

 Anhand zweier Langzeit-Meßreihen aus Weimar und Kremsmünster zeige ich die Temperaturschwankungen der vorindustriellen Zeit, die zeigen, daß CO-2 nicht der alles entscheidende Faktor des Temperaturanstiegs der letzten 150 Jahre sein kann.

 

Herr Hofreiter, was bedeutet Schulpflicht?

Ein chinesisches Forscherteam um Shuai Yuan untersuchte Baumringe in Südost China und rekonstruierte daraus die Entwicklung der März-Meeresoberflächentemperaturen des Südchinesischen Meeres während der letzten 100 Jahre. Einen Langzeittrend fanden die Forscher nicht, jedoch ein langsames Auf- und Abschwellen im Bereich von einigen Jahrzehnten. Die Studie erschien im Dezember 2018 im Fachblatt Marine Micropaleontology.

 

Abbildung: Entwicklung der März-Meeresoberflächentemperaturen des Südchinesischen Meeres während der letzten 100 Jahre. Quelle: Yuan et al. 2018.

 

Weitere Infos: CO2Science

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Im März 2019 führte der Deutschlandfunk ein kurioses Interview mit dem Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter zu den Klimaschulstreiks. Der DLF-Journalist fragt Hofreiter mehrfach, ob denn die Freitagsstreiks nicht gegen die Schulpflicht verstoßen. Hofreiter windet sich aus der Frage heraus, aber der DLF-Mann lässt nicht locker und fragt hartnäckig immer wieder “Herr Hofreiter, was bedeutet Schulpflicht?“. Absolut lesenswert. Hier ein kleiner Auszug:

Heinemann: Was würde sich denn ändern, wenn Samstags fürs Klima demonstriert würde?

Hofreiter: Wahrscheinlich wäre die Aufmerksamkeit etwas geringer, wenn samstags für das Klima diskutiert werden würde.

Heinemann: Warum?

Hofreiter: Weil nämlich die Aufmerksamkeit unter anderem auch deshalb so groß ist, weil die Schüler während ihrer Schulzeit gehen und sagen, wenn ihr so weitermacht, macht es wenig Sinn, dass ich in die Schule gehe, weil nämlich die nächsten 20, 30 Jahre die Ökosysteme in so große Probleme kommen, dass meine Zukunft kaputt geht. Und man merkt ja an der ganzen Debatte, dass viel zu viele, in Verantwortung stehende Politikerinnen und Politiker und andere Menschen in der Gesellschaft offensichtlich die Erkenntnisse der Klimawissenschaft nicht ernst nehmen und sich nicht vorstellen können, dass es tatsächlich darum geht, dass wenn so weiter gehandelt wird deren Zukunft kaputt gemacht wird.

Heinemann: Herr Hofreiter, sollten Jugendliche nur dann die Schule besuchen, wenn sie gerade nichts Besseres zu tun haben?

[...]

Heinemann: Herr Hofreiter, würden Sie denn auch Demonstrationen von Schülerinnen und Schülern während der Schulzeit befürworten, die ganz andere Ziele zum Inhalt hätten, zum Beispiel gegen Zuwanderung oder gegen die Europäische Union?

Hofreiter: Ich habe Ihnen bereits gesagt, dass ich das nicht befürworte. Ich habe Ihnen bereits gesagt, dass ich der Meinung bin, dass diese Schülerinnen und Schüler in ihrem Anliegen ernst genommen werden müssen und nicht eine Hauptablenkungsdebatte geführt wird, die Sie auch ganz offensiv hier führen.

Heinemann: Sie befürworten die Demonstrationen Fridays for Future nicht? Habe ich das jetzt richtig verstanden?

Hofreiter: Ich befürworte die Demonstrationen.

Heinemann: Ja was denn jetzt?

[...]

Ganzes Interview beim DLF lesen.

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Judith Cury wies in ihrem Blog auf ein bemerkenswertes Paper des MIT-Ozeanographen Carl Wunsch hin. Das Paper erschien bereits 2010 in den Quaternary Science Reviews und scheint eine Art Abrechnung mit einem Teil der paläoklimatologischen Kollegen zu sein. Hier ein Auszug aus der Einleitung des Papers (Fettsetzung durch Judith Cury):

Introduction

From one point of view, scientific communities without adequate data have a distinct advantage: one can construct interesting and exciting stories and rationalizations with little or no risk of observational refutation. Colorful, sometimes charismatic, characters come to dominate the field, constructing their interpretations of a few intriguing, but indefinite observations that appeal to their followers, and which eventually emerge as “textbook truths.”

Consider the following characteristics ascribed to one particular, notoriously data-poor, field (Smolin, 2006), as having:

1. Tremendous self confidence, leading to a sense of entitlement and of belonging to an elite community of experts.

2. An unusually monolithic community, with a strong sense of consensus, whether driven by the evidence or not, and an unusual uniformity of views on open questions. These views seem related to the existence of a hierarchical structure in which the ideas of a few leaders dictate the viewpoint, strategy, and direction of the field.

3. In some cases a sense of identification with the group, akin to identification with a religious faith or political platform.

4. A strong sense of the boundary between the group and other experts.

5. A disregard for and disinterest in the ideas, opinions, and work of experts who are not part of the group, and a preference for talking only with other members of the community.

6. A tendency to interpret evidence optimistically, to believe exaggerated or incorrect statements of results and to disregard the possibility that the theory might be wrong. This is coupled with a tendency to believe results are true because they are ’widely believed,’ even if one has not checked (or even seen) the proof oneself.

7. A lack of appreciation for the extent to which a research program ought to involve risk.

Smolin (2006) was writing about string theory in physics. Nonetheless, observers of the paleoclimate scene might recognize some common characteristics. 

Smolin’s (7) is perhaps the most important in his list. Good scientists seek constantly to test the basic tenets of their field–not work hard to buttress them. Routine science usually adds a trifling piece of support to everyone’s assumptions. Exciting, novel, important, science examines the basic underpinnings of those assumptions and either reports no conflict or, the contrary–that maybe it isn’t true. Imagine Darwin working hard to fit all of his observational data into the framework of Genesis (today we laugh at the so-called intelligent design community for doing just that).

Kurz darauf wurde Wunsch pensioniert. Ist es Zufall, dass meist nur Pensionäre Kritik an den Klimawissenschaften üben? Was passiert mit Dissidenten im aktiven Dienst?

 

Im Mittelalter hatten es die Pinguine schön warm

Lange hieß es, die Mittelalterliche Wärmeperiode sei ein rein nordatlantisches Phänomen. Das erwies sich jetzt als falsch. Am 29. Juni 2019 erschien im Fachblatt Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology ein Paper von Lüning et al. 2019 zur Mittelalterlichen Wärmeperiode in der Antarktis. Hier die Kurzfassung:

The Medieval Climate Anomaly in Antarctica
The Medieval Climate Anomaly (MCA) is a well-recognized climate perturbation in many parts of the world, with a core period of 1000–1200 CE. Here we are mapping the MCA across the Antarctic region based on the analysis of published palaeotemperature proxy data from 60 sites. In addition to the conventionally used ice core data, we are integrating temperature proxy records from marine and terrestrial sediment cores as well as radiocarbon ages of glacier moraines and elephant seal colonies. A generally warm MCA compared to the subsequent Little Ice Age (LIA) was found for the Subantarctic Islands south of the Antarctic Convergence, the Antarctic Peninsula, Victoria Land and central West Antarctica. A somewhat less clear MCA warm signal was detected for the majority of East Antarctica. MCA cooling occurred in the Ross Ice Shelf region, and probably in the Weddell Sea and on Filchner-Ronne Ice Shelf. Spatial distribution of MCA cooling and warming follows modern dipole patterns, as reflected by areas of opposing temperature trends. Main drivers of the multi-centennial scale climate variability appear to be the Southern Annular Mode (SAM) and El Niño-Southern Oscillation (ENSO) which are linked to solar activity changes by nonlinear dynamics.

Mit der Veröffentlichung dieses Papers ist die Mittelalterliche Klimaanomalie (MCA) nun von allen vier Kontinenten der Südhalbkugel beschrieben worden. Während der größte Teil der Südhalbkugel offenbar während der MCA eine Wärmephase erlebte, gab es auch vereinzelt einige Gebiete, die sich abkühlten. Zu letzteren Regionen gehören zum Beispiel Küsten, an denen kaltes Wasser aus der Tiefe vermehrt aufstieg. In anderen Gebieten waren sogenannte Klimawippen bzw. Dipole aktiv, wie wir sie auch vom heutigen Klima kennen. Das eine Ende der “Wippe” erwärmt sich, das andere Ende kühlt sich ab. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchungen ist, dass die mittelalterliche Klimageschichte riesiger Gebiete auf der Südhalbkugel schlicht unbekannt ist. Hier sollte dringend eine Taskforce ins Leben gerufen werden, die diesen  klimatischen “white space” mit Informationen zur vorindustriellen Temperaturentwicklung ausfüllt. Diese Informationen werden dringend zur Kalibrierung der Klimamodelle benötigt, auf deren Basis gerade weitreichende gesellschaftspolitische Planungen stattfinden.

Hier die Veröffentlichungen der Forschergruppe zum mittelalterlichen Klima der Südhalbkugel in der Übersicht:

Lüning, S., M. Gałka, F. Vahrenholt (2019): The Medieval Climate Anomaly in Antarctica. Palaeogeogr., Palaeoclimatol., Palaeoecol., doi: 10.1016/j.palaeo.2019.109251

Lüning, S., M. Gałka, F. García-Rodríguez, F. Vahrenholt (2019): The Medieval Climate Anomaly in Oceania. Environmental Reviews, online Just-IN, doi: 10.1139/er-2019-0012

Lüning, S., M. Gałka, F. P. Bamonte, F. García-Rodríguez, F. Vahrenholt (2019): The Medieval Climate Anomaly in South America. Quaternary International, 508: 70-87. doi: 10.1016/j.quaint.2018.10.041.

Lüning, S., M. Gałka, F. Vahrenholt (2017): Warming and cooling: The Medieval Climate Anomaly in Africa and Arabia. Paleoceanography 32 (11): 1219-1235, doi: 10.1002/2017PA003237.

Allen Förderern der Untersuchungen sei noch einmal herzlich gedankt. Zu Projektbeginn hat ein beherztes Crowdfunding die Untersuchungen kräftig angeschoben.

 

Mojib Latif: Südlicher Ozean in den letzten Jahrzehnten immer kälter

Mojib Latif ist der Mann mit den zwei Gesichtern. Als Forscher wägt er besonnen ab und schreibt ausgezeichnete Papers, in denen auch mal Unbequemes zu lesen ist. Als Dauerinterviewpartner der deutschen Medien hingegen spielt er den 150% Überzeugten. Da passt zwischen die Klimakatastrophe und Latif kein Blatt Papier. Offenbar will er die Öffentlichkeit nicht mit den Lücken der Klimawissenschaften belasten. Wie er seine beiden Seiten ethisch miteinander vereinbart, bleibt sein Geheimnis.

Ein Beispiel: Im September 2017 veröffentlichte Latif zusammen mit Kollegen ein ausgezeichnetes Paper im Fachblatt Current Climate Change Reports. Darin erklärt er unumwunden, dass sich der Südliche Ozean bereits seit den 1970er Jahre immer weiter abkühlt. Außerdem gibt er zu bedenken, dass Klimamodelle diesen Trend nicht reproduzieren können. Als Lösung bietet er die Ozeanzyklen an, die im Takt von etlichen Jahrzehnten das Klimageschehen modulieren und überprägen. Eine plausible Erklärung. Konnte man übrigens auch schon in unserem Buch “die kalte Sonne” lesen.

Weshalb hat Latif seine spannenden Forschungsergebnisse noch keinem deutschen Journalisten in den Block diktiert? Ist das Geheimforschung? Glaubt er, dass die deutsche Öffentlichkeit für diese Resultate noch nicht reif genug sei und sie missverstehen könnte?

Hier der Abstract der Studie von Latif et al. 2017:

Southern Ocean Decadal Variability and Predictability
The Southern Ocean featured some remarkable changes during the recent decades. For example, large parts of the Southern Ocean, despite rapidly rising atmospheric greenhouse gas concentrations, depicted a surface cooling since the 1970s, whereas most of the planet has warmed considerably. In contrast, climate models generally simulate Southern Ocean surface warming when driven with observed historical radiative forcing. The mechanisms behind the surface cooling and other prominent changes in the Southern Ocean sector climate during the recent decades, such as expanding sea ice extent, abyssal warming, and CO2 uptake, are still under debate. Observational coverage is sparse, and records are short but rapidly growing, making the Southern Ocean climate system one of the least explored. It is thus difficult to separate current trends from underlying decadal to centennial scale variability. Here, we present the state of the discussion about some of the most perplexing decadal climate trends in the Southern Ocean during the recent decades along with possible mechanisms and contrast these with an internal mode of Southern Ocean variability present in state-of-the art climate models.

Es gab schon immer Hitzewellen

Alles läuft wie nach Drehbuch: Hitze in Deutschland. Klimawarner sehen sofort den Klimawandel dahinter. Man ist sich ganz sicher, dass es so etwas noch nie früher gegeben habe. Nicht in der Kleinen Eiszeit und auch nicht vor 1000 Jahren während der Mittelalterlichen Wärmeperiode, als es ähnlich warm war wie heute.

Im Stern konnte man zur Abwechslung am 25. Juni 2019 Meinungen nicht nur aus Potsdam lesen. Gut so.

Hitzewelle über DeutschlandIst das noch ein normaler Sommer – oder schon der Klimawandel? Das sagen vier Klimaforscher

In den kommenden Tagen wird es in weiten Teilen Europas extrem heiß, auch in Deutschland. Vier Klimaforscher erklären, ob die Extremtemperaturen noch normal sind – und welchen Einfluss trockene Böden auf Hitzewellen haben.

[...]

Prof. Dr. Douglas Maraun, Leiter der Forschungsgruppe Regionales Klima, Wegener Center für Klima und Globalen Wandel, Universität Graz, Österreich: “Die aktuelle Hitzeperiode würde es auch ohne den Klimawandel geben, sie wäre nur (etwas) kälter.”

[...]

Dr. Christian Franzke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsbereich Dynamik und Variabilität des Klimasystems, Universität Hamburg: “Es gab schon immer Hitzewellen. Von daher kann man die jetzt anstehende Hitze-Episode nicht dem Klimawandel zuschreiben. Hitzewellen sind ein natürliches Wetterphänomen. Aber der Klimawandel sorgt dafür, dass die Hitzewellen viel intensiver und heißer werden – einfach dadurch, dass die Temperatur generell angestiegen ist.”

Ganzen Beitrag im Stern lesen.

Außerdem ist man sich ganz sicher, dass Deutschland der Nabel der Welt ist. Daher ist die deutsche Hitzewelle doch sicher stellvertretend für den Rest des Planeten, richtig? Ein Blick über den Tellerrand zeigt jedoch: Der Juni war in Teilen der USA, Australiens sowie in Portugal eher zu kühl.

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Interview mit der klimarealistischen Eisbärenforscherin Susan Crockford im Youtube-Kanal von Filmemacher Marijn Poels:

 

 

Aus der Clipbeschriebung:

Canadian zoologist Susan Crockford joins Marijn Poels in a live stream to talk about the polar bear catastrophe that never happened. Crockford is specializing in Holocene mammals. She is best known for her blog posts on polar bear biology, which oppose the scientific consensus that polar bears are threatened by ongoing climate change. Order “The Polar Bear Catastrophe That Never Happened” https://www.amazon.com/Polar-Bear-Cat…

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In eigener Sache: Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an einem neuen Weblayout des KS-Blogs. Schon bald werden wir Ihnen hoffentlich eine verbesserte Version anbieten können, die auf Handys besser gelesen werden kann. Zudem soll die Artikelansicht übersichtlicher werden, so dass man auch die Beiträge der Vortage auch im Überblick sehen kann. Bitte noch ein wenig Geduld. Danke!

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Und wieder ein Blick in Alfred Brandenbergers Klima-Vademecum. Schauen Sie bitte in seine Themen

Herausforderung

und

Indoktrination

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Karin Nagel ist gegen eine überhastete Dekarbonisierung und gegen die Ausrufung von Klimanotständen. Sie hat daher drei Online-Petitionen ins Leben gerufen, und zwar für Deutschland, NRW und die Stadt Moers.

 

Getäuschte Öffentlichkeit: Das Klimaalarmfoto, das das genaue Gegenteil zeigt

Alarmisten überbieten sich derzeit wieder einmal in ihren Weltuntergangsfloskeln: Die Zeit ist abgelaufen, mit 200 km/h gegen die Wand, sterben unsere Kinder alle den Hitzetod, das Klima ist außer Kontrolle geraten. Ernst zu nehmende Warnungen oder pure Hysterie. Für den Normalbürger ist dies schwer zu durchschauen. Statt einer differenzierten Beschäftigung mit dem Thema, hören wir oft nur schwarzweiß: Die einen sehen im Klima die größte Herausforderung der Menschheit, die anderen Null Problemo.

Im Strudel des um sich greifenden Klimaalarms freut man sich umso mehr, auch einmal andere Töne zu hören. TopAgrar am 25. März 2019:

Klimawandel birgt auch Chancen für die deutsche Landwirtschaft

Die Folgen des Klimawandels werden sich für die deutschen Bauern nicht nur in Schädlingsdruck und Wetterextremen erschöpfen. Forscher verschiedener Institute widmeten sich auch den Vorteilen, die aus den weltweit steigenden Temperaturen erwachsen könnten. Erfolgreiches Wirtschaften ist aber nur mit angepassten Ackerbausystemen möglich. [...] Zu den aus deutscher Sicht positiven Perspektiven gehören höhere Weltmarktpreise, geringere Energiekosten, ein größeres Spektrum anbaubarer Kulturen und auch wachsende Erträge.

Ganzen Beitrag auf TopAgrar lesen.

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Von der Klimaangst getrieben, wollen einige den Kapitalismus abschaffen, um das Klima zu retten. Phil McDuff im Guardian am 18. März 2019:

Ending climate change requires the end of capitalism. Have we got the stomach for it?

[...] We will simply have to throw the kitchen sink at this. Policy tweaks such as a carbon tax won’t do it. We need to fundamentally re-evaluate our relationship to ownership, work and capital. The impact of a dramatic reconfiguration of the industrial economy require similarly large changes to the welfare state. Basic incomes, large-scale public works programmes, everything has to be on the table to ensure that the oncoming system shocks do not leave vast swathes of the global population starving and destitute. Perhaps even more fundamentally, we cannot continue to treat the welfare system as a tool for disciplining the supposedly idle underclasses. Our system must be reformed with a more humane view of worklessness, poverty and migration than we have now.

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Immer wieder werden Fotos aus dem Kontext gerissen und daraus wilde Klimaalarm-Geschichten gestrickt. Nachdem die Bilder um die Welt gegangen sind, rudern die Beteiligten dann einige Tage nach der Kampagne kleinlaut zurück. Im Juni 2019 war es wieder so weit. Gegenstand diesmal ein Hundeschlitten-Foto aus Grönland. NTV am 25. Juni 2019:

Debatte über Klimawandel: Forscher äußert sich zu Schmelzwasser-Foto

Ein Bild mit Schlittenhunden in Grönland erregt weltweit die Gemüter – weil es den Klimawandel veranschaulichen soll. Das tut es auch. Doch nur symbolisch, wie der Urheber des Bildes betont. Die abgebildete Schmelze sei ganz normal.

Die Aufregung ist weltweit groß, als der dänische Klimaforscher Steffen Malskær Olsen vor anderthalb Wochen ein bizarres Foto aufnimmt: Das Bild zeigt mehrere Schlittenhunde, die knöcheltief durch Schmelzwasser vor der Stadt Qaanaaq im Nordwesten Grönlands wetzen. Ein Twitter-Post mit dem Bild geht viral, wird bis heute mehr als 7500 Mal geteilt. [...] Inzwischen aber hat Olsen vom Dänischen Meteorologischen Institut in Kopenhagen die vermeintlich brisante Botschaft seines Fotos relativiert. Er stimme damit überein, dass das Bild “eher einen symbolischen denn wissenschaftlichen” Wert habe, twitterte der Forscher.

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Demnach unterstreiche das Foto sogar, wie dick das Eis sei. “Weil das Eis so dick ist, gibt es keine Löcher, durch die das Wasser aus dem geschmolzenen Schnee laufen kann“, sagte Mathiassen.Das abgebildete Wasser, durch das die Schlittenhunde bei Qaanaaq wetzen, ist demzufolge also kein Eis-Schmelzwasser, sondern stammt offenbar von geschmolzenem Schnee.

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