News und Termine

Neue Studie in Palaeo3: Temperaturen im östlichen Zentralatlantik lagen in den 1930er Jahren bereits einmal auf dem heutigen Niveau

Das Neue Deutschland berichtete am 26. August 2014:

Klimawandel bereitet Südasien Sorgen
Martin Ling über die Prognose der Asiatischen Entwicklungsbank [ADB]

Extreme Wetterereignisse – ob Unwetter, Überschwemmungen oder Dürren – nehmen durch die Klimaerwärmung zu, das hat sich schon in den letzten Jahren signifikant in den Statistiken niedergeschlagen und war nach aller Wahrscheinlichkeit »nur« das Vorgeplänkel. [...] Die ADB sieht Südasien mit seinen bevölkerungsreichen Staaten Indien, Bangladesch, die wie auch Sri Lanka und die Malediven zudem über lange Küstenstreifen verfügen, besonders gefährdet – vor allem durch das weitere Abschmelzen der Gletscher und dem dadurch ansteigenden Meeresspiegel. Die Dimensionen sind gewaltig: 750 Millionen Menschen in Südasien wurden zwischen 1990 und 2008 von einer Naturkatastrophe betroffen, 230 000 bezahlten laut ADB mit ihrem Leben.

Falsch. Extreme Wetterereignisse sind in den letzten Jahren im Vergleich zur vorindustriellen Zeit NICHT häufiger geworden. Siehe:

 

Bangladesch bald überflutet? Seltsam, die Landsfläche ist kürzlich sogar angewachsen. Das Geheimnis: Das Deltasystem transportiert soviel Sediment, dass sich die Küste in Anpassung an den Meeresspiegelanstieg aufschottert. Siehe: Bangladesch und die Pazifikinseln wachsen trotz steigendem Meeresspiegel: Klimamodellierer benötigen dringend Nachhilfe in Geologie. Was hier wirklich Sorge bereitet, ist die alarmistische Berichterstattung im Neuen Deutschland…

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Im Guardian vom 4. August 2014 konnte man Seltsames lesen:

World’s top PR companies rule out working with climate deniers
Ten firms say they will not represent clients that deny man-made climate change or seek to block emisson-reducing regulations

Some of the world’s top PR companies have for the first time publicly ruled out working with climate change deniers, marking a fundamental shift in the multi-billion dollar industry that has grown up around the issue of global warming. Public relations firms have played a critical role over the years in framing the debate on climate change and its solutions – as well as the extensive disinformation campaigns launched to block those initiatives. Now a number of the top 25 global PR firms have told the Guardian they will not represent clients who deny man-made climate change, or take campaigns seeking to block regulations limiting carbon pollution. Companies include WPP, Waggener Edstrom (WE) Worldwide, Weber Shandwick, Text100, and Finn Partners.

Weiterlesen im Guardian.

Das sind im Prinzip gute Nachrichten, denn dann könnten diese PR-Firmen auf jeden Fall für die kalte Sonne arbeiten (falls wir ein Budget hätten, haha). Ein Grenzwert bei der CO2-Klimasensitivität ist im Artikel nämlich nicht angegeben worden. Vielleicht sollte der Guardian genauer werden: Können die Agenturen z.B. für Organisationen arbeiten, die von einer Erwärmung von 1,0°C pro CO2-Verdopplung ausgehen? Oder liegt die Grenze eher bei 2,5°C? Dann dürften die PR-Firmen nicht einmal mehr für den IPCC tätig werden, der inoffiziell wohl unterhalb dieser Marke angelangt ist, ohne es in Form eines “best estimate” zuzugeben. Der “best estimate” wurde im letzten Bericht aus taktischen Gründen einfach ausgelassen. Ganz schön schlaue Schlingel.

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Überraschung in der Oktoberausgabe 2014 des Fachblatts Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology. Wu et al. untersuchte die Temperaturentwicklung im östlichen Zentralatlantik für die letzten 140 Jahre. Und oh Wunder, die Temperaturen in den 1930er Jahren lagen bereits einmal auf dem heutigen Niveau. Klimaerwärmung seitdem Fehlanzeige.

Mit Dank an The Hockey Schtick

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Der Sommer 2014 in Deutschland war nicht so toll. Immerhin gab es keine zweimonatige Hitzewelle, wie Klimaapokalyptiker einst warnten. Trotzdem will man auf seine Klimakatastrophe nicht verzichten. Egal wie der Sommer ausfällt, immer hat der angeblich vorrückende Klimawandel schuld, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD). So schrieb die Badische Zeitung am 30. August 2014:

Wechselhafter Sommer – ein Zeichen für den Klimawandel?
Hitze, Trockenheit, Regenfluten, tropische Schwüle und viele Unwetter haben den Sommer geprägt. Die Met eorologen des DWD sehen in den Extremen Zeichen für den Klimawandel. [...] Auch wenn es sich anders anfühlte: Auch dieser meteorologische Sommer sei in Deutschland 0,9 Grad wärmer gewesen als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990, teilte der DWD mit. Im Schnitt fielen seit Anfang Juni 272 Liter Regen pro Quadratmeter, 13 Prozent mehr als sonst.

Das langjährige Mittel enthält dummerweise die kalten 1960er/70er Jahre. Da kann es heute ja nur wärmer sein als früher. Zudem endet das Bezugs-Intervall 1990. Würde man die letzten 30 Jahre nehmen, würde der Sommer 2014 weniger spektakulär aussehen. Warum nimmt der DWD nicht gleich die Kleine Eiszeit vor 200 Jaren als Bezugsniveau? Schön wäre auch ein Vergleich mit der Mittelalterlichen Wärmeperiode. Dann müssten die DWDler einräumen, dass die Sommer damals vor 1000 Jahren wohl genauso warm waren wie heute. Das wäre aber peinlich. Ulli Kulke sieht die Problematik ähnlich und kommentierte auf Donner + Doria am 28. August 2014: (weiterlesen …)

Woher stammen die Gelder der European Science Foundation? Ausschuss des US-Senats beklagt fragwürdige Einflussnahme durch umweltaktivistischen Milliardärsclub

Der Klimarealismus in Deutschland lebt vor allem vom ehrenamtlichen Engagement. Akteure von kalte Sonne, EIKE, Notrickszone, ScienceSkepticalBlog und anderen Gruppen stecken viel Zeit in die dringend benötigte Aufklärung, angetrieben vor allem durch Zivilcourage. Es wird immer klarer: Ganz offensichtlich hat sich hier ein ganzer Wissenschaftszweig zu sehr von der Realität entfernt, angelockt durch Fördermittel, Karrieren, politischen Einfluss und Prestige. Die klimaalarmistische Gegenseite ist dabei finanziell üppig ausgestattet. So kümmert sich im PIK-Institut gleich eine ganze Öffentlichkeitsabteilung um die großflächige Verbreitung der schlechten Nachrichten. Und die Klimaaktivisten-Plattform “Klimaretter” bittet seine Leser regelmäßig um Spenden, um die Autoren der IPCC-gefärbten Artikel zu entlohnen.

In den USA haben die U.S Environment and Public Works (EPW) Committee Republicans Ende Juli 2014 die Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht, in der die Geldströme der links-extremen Umweltbewegung recherchiert wurden. Das Resultat ist erschütternd: Angeblich unabhängige Umweltorganisationen entpuppten sich als von Milliardären gesteuerte Marionetten. Zudem flossen enorme staatliche Zuwendungen in Aktivistengruppierungen. Ähnlich wie in Deutschland ist das US-amerikanische Bundesumweltamt in erschreckender Weise eng mit der links-extremen Umweltbewegung verbandelt. Den Gesamtbericht finden Sie als pdf hier. Auszug aus der Pressemitteilung:

The Chain of Environmental Command

Key points from the report:

• The “Billionaire’s Club,” an exclusive group of wealthy individuals, directs the far-left environmental movement. The members of this elite liberal club funnel their fortunes through private foundations to execute their personal political agenda, which is centered around restricting the use of fossil fuels in the United States.

• Public charities attempt to provide the maximum amount of control to their donors through fiscal sponsorships, which are a legally suspect innovation unique to the left, whereby the charity essentially sells its nonprofit status to a group for a fee.

• Public charity activist groups discussed in this report propagate the false notion that they are independent, citizen-funded groups working altruistically. In reality, they work in tandem with wealthy donors to maximize the value of the donors’ tax deductible donations and leverage their combined resources to influence elections and policy outcomes, with a focus on the EPA.

• Environmental Grantmakers Association (EGA) is a place where wealthy donors meet and coordinate the distribution of grants to advance the environmental movement. It is a secretive organization, refusing to disclose their membership list to Congress.

• The Obama Administration has installed an audacious green-revolving door among senior officials at EPA, which has become a valuable asset for the environmental movement and its wealthy donors.

• Former environmentalists working at EPA funnel government money through grants to their former employers and colleagues.

• Under President Obama, EPA has given more than $27 million in taxpayer-funded grants to major environmental groups. Notably, the Natural Resources Defense Council and Environmental Defense Fund – two key activists groups with significant ties to senior EPA officials – have collected more than $1 million in funding each.

• EPA also gives grants to lesser-known groups. For example, the Louisiana Bucket Brigade received hundreds of thousands of grants under former Administrator Lisa Jackson despite challenges by state regulators over the use of such grants.

• In New York and Colorado, a pseudo grassroots effort to attack hydraulic fracturing has germinated from massive amounts of funding by the NY-based Park Foundation, as well as CA-based Schmidt Family Foundation and Tides Foundation.

• Bold Nebraska is another example of faux grassroots where a purportedly local organization is, in fact, an arm of the Billionaire’s Club. It is a shield for wealthy and distant non-Nebraskan interests who seek to advance a political agenda without drawing attention to the fact that they have little connection to the state.

• The circumstances surrounding the flow of money from 501(c)(3) and 501(c)(4) groups, and the likelihood of lax oversight, raises questions as to whether 501(c)(3) nonprofit foundations and charities are indirectly funding political activities.

• 501(c)(4) Green Tech Action Fund receives millions of dollars from green 501(c)(3) organizations, then distributes the funds to other 501(c)(4) groups that donate to political campaigns.

• The Billionaire’s Club knowingly collaborates with questionable offshore funders to maximize support for the far-left environmental movement.

In Europa wird die links-extreme Klimabewegung durch die European Climate Foundation (ECF) gesteuert. Laut eigenem Jahresabschlussbericht (S. 42), hatte die ECF im Jahr 2013 üppige 23,2 Millionen Euro zur Verfügung. 15,3 Millionen Euro gingen an Aktivisten und Projekte. Woher kommen bloß diese enormen Gelder? Bei der kalten Sonne beläuft sich das Jahresbudget auf etwa 25 Euro.  Die ECF hat also ca. eine Millionen mal mehr Gelder für ihre Aktionen zur Verfügung als unser Blog.

Die ECF führt auf ihrer Webseite sechs Hauptsponsoren für 2013 auf: The Children’s Investment Fund Foundation, ClimateWorks Foundation, McCall Macbain Foundation, Oak Foundation, Velux Fonden und die Nationale Postcode Loterij. Das hört sich zum Teil ziemlich amerikanisch an. Lesen wir daher im EPW-Bericht auf Seite 47 etwas näher nach: (weiterlesen …)

Neue Zürcher Zeitung: Das Holozän-Rätsel – Unklarer Temperaturtrend in den letzten 7000 Jahren

Hobbyklimatologin Sabine Ehrentreich am 21. August 2014 in der Badischen Zeitung:

Sturmschäden in Lörrach – ein Fingerzeig auf den Klimawandel
150 bis 200 Bäume müssen in Lörrach gefällt werden – Folgen des Sturmes vom 6. Juli. Und, wie BZ-Redakteurin Sabine Ehrentreich betont: Folgen des Klimawandels.[...] Fällt ein Baum beim nächsten starken Wind, weil er trotz innerer oder äußerer Verletzungen stehen blieb, ist der Aufschrei laut. So werden demnächst viele Bäume weichen – und vielfach anderen Arten Platz machen, die den sich ändernden Umweltbedingungen besser gewachsen sind. Wo sie denn sei, die Klimaerwärmung, wird so mancher fragen angesichts der kühlen Augusttage. Und doch passt vieles auch in diesem Jahr zu den Langfristprognosen. Der warme Winter, die Trockenperiode im Frühsommer, die Häufung bei Unwettern und Starkregen – so oder ähnlich wird es nicht immer, aber immer öfter sein.

In Lörrach sind bei einem Sturm ein paar Bäume umgefallen. Schuld soll der Klimawandel haben. Zu blöd, die wissenschaftlichen Fakten sprechen leider eine ganz andere Sprache. Zur Zeit der Kleinen Eiszeit, vor 200 Jahren, sind in Lörrach nämlich noch viel mehr Bäume umgefallen. Und damals war es ein Grad kälter als heute und trotzdem stürmischer (siehe unseren Blogartikel “Eine unbequeme Wahrheit: Während der Kleinen Eiszeit waren die Stürme in Europa stärker als heute“). “Der warme Winter“? Die Winter davor waren knackig kalt. Schon vergessen? Liebe Frau Ehrentreich, das war eine mutige Hypothese, leider aber komplett unbrauchbar.

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Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet dankenswerterweise auch über Klimathemen, die nachdenklich machen:

Das Holozän-Rätsel: Unklarer Temperaturtrend in den letzten 7000 Jahren

Für das Holozän zeigen Modelle eine Erwärmung, Rekonstruktionen der Temperatur aber eine Abkühlung. Den Grund für die Diskrepanz kennt man noch nicht.

Ein neues Rätsel bereitet Klimaforschern Kopfzerbrechen. Dabei geht es um die Klimageschichte des Holozäns. Seit ungefähr 7000 Jahren kühlt sich die Luft an der Erdoberfläche vermutlich ab, vor allem auf der Nordhalbkugel. Darauf deuten jedenfalls Rekonstruktionen der Temperatur hin. Klimasimulationen ergeben für den gleichen Zeitraum aber eine Erwärmung. Der Unterschied zwischen den beiden Temperaturtrends betrage rund ein Grad Celsius, berichtet nun ein Team um Zhengyu Liu von der University of Wisconsin-Madison. Möglicherweise gebe es deutliche fehlerhafte Abweichungen in den rekonstruierten Temperaturen und in den Klimamodellen.¹

Die Studie wurde durch die Arbeit am letzten Bericht des IPCC (Uno-Weltklimarat) veranlasst. Als eine Abbildung erstellt werden sollte, die den Temperaturverlauf während des Holozäns zeigt, nahmen die Diskussionen kein Ende. Daraufhin entschlossen sich die Autoren, zunächst eine Studie zu dem umstrittenen Thema zu schreiben.

Weiterlesen in der NZZ.

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Christina Steinlein und Lisa Kleine am 22. August 2014 im Focus: (weiterlesen …)

Öko-Pionier Friedrich Schmidt-Bleek: Unser Umweltschutz schadet der Umwelt

Kritik am Klimaaktionismus am 16. August 2014 in der österreichischen Tageszeitung Die Presse:

Öko-Pionier: “Unser Umweltschutz schadet der Umwelt”
Öko-Pionier Friedrich Schmidt-Bleek attackiert die Klimaretter. Die Energiewende schade mehr, als sie nütze. Solaranlagen, Hybridautos oder Wärmedämmung sind in seinen Augen nur “grüne Lügen”.

DIE PRESSE: Sie gelten als Urvater des deutschen Umweltschutzes. In Ihrem jüngsten Buch preisen Sie plötzlich Plastiksackerln und alte VW-Käfer, verdammen die Energiewende und bezeichnen die Umweltpolitik als „grüne Lügen“. Was ist da passiert?

FRIEDRICH SCHMIDT-BLEEK: Ich habe Ende der 1980er-Jahre mit dem Wirtschaftsberater von Michail Gorbatschow geredet, ob er nicht auch über Umweltpolitik nachdenken wolle. Er sagte: Njet! Die Sowjetunion sei nicht reich genug, um sich unsere Art Umweltschutz zu leisten. Und er hatte recht. Unser nachsorgender Umweltschutz ist eine aufgesetzte Wirtschaft, sehr teuer und bringt wenig.

Weiterlesen auf diepresse.com.

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Klimaalarmisten fordern unglaubliche Summen, um die Welt auf die vermeintlich bald hereinbrechende Klimakatastrophe vorzubereiten. Nun hat ein Ökonom einmal genauer nachgerechnet und herausgefunden, dass man für die gleiche Summe den Mars bewohnbar machen könnte. Auszug aus The Telegraph vom 19. August 2014:

We can terraform Mars for the same cost as mitigating climate change. Which would you rather?

One frequently quoted study of the global costs of mitigating climate change put them at around $3 trillion by 2100, with the main benefits being felt between 2100 and 2200. Here is alternative way to spend around the same amount of money with around the same timescale of payback: terraforming Mars. A standard estimate is that, for about $2-$3 trillion, in between 100 and 200 years we would be able to get Mars from its current “red planet” (dead planet) status to ” blue planet” (i.e. a dense enough atmosphere and high enough temperature for Martian water in the poles and soil to melt, creating seas) – achievable in about 100 years – and from there to microbes and algae getting us to “green planet” status within 200 to 600 years.

Und wenn man die wissenschaftlichen Fakten endlich in den Griff bekommen könnte, würde man schnell merken, dass keine 2-3 Trillionen Dollar notwendig sein werden, da es gar keine Klimakatastrophe gibt…

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Das Blog ‘The IPCC Report‘ erinnerte am 19. August 2014 daran, dass ein angeblich wissenschaftlicher Konsens noch lange keine Garantie für die Richtigkeit einer Theorie ist. Dies ist eines der Grundmuster der Wissenschaftsgeschichte: (weiterlesen …)

Verrücktes Ökostrom-Subventionschaos: Spanische Solarstromproduzenten lassen ihre Kollektoren nachts mit Dieselgenerator-Licht bestrahlen

Anlässlich des Erscheinens einer bedeutenden neuen chinesischen Studie beschäftigte sich Mitte August 2014 die Weltwoche in einem lesenswerten Artikel mit der bislang unterschätzten Klimawirkung der Sonne:

Flecken im Auge

Von Markus Schär

Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass die Sonne schwächelt, weshalb sich das Klima abkühlen könnte. Berner Forscher erklären die starke Sonnenaktivität der letzten sechzig Jahre zum einzigartigen Ereignis. Und bestreiten dennoch den Einfluss der Sonne auf das Klima.

Die Klimaerwärmung solle endlich kommen, frotzelt derzeit manch ein Witzbold. Wer hierzulande unter dem kühlen, nassen Sommer litt, konnte nur müde über die von Schweizer Medien beflissen verbreiteten Meldungen der US-Wetterbehörde NOAA lächeln, die den Juni und den Juli als weltweit heisseste Monate seit Beginn der Messungen ausrief. Die Staatsmeteo­rologen stiessen denn auch auf die Kritik, dass sie mit frisierten Daten nur die Klimaoffensive von US-Präsident Barack Obama unterstützen sollten. Denn es gibt keinen Grund für Klimaalarm. Die offiziellen Temperaturdaten zeigen seit bald achtzehn Jahren keine Erwärmung mehr an.

Das Eis in der Arktis schmolz in diesem Sommer deutlich weniger stark als in den vergangenen Jahren, und das Eis in der Antarktis dehnt sich gar so weit aus wie noch nie. Anfang August mass die gesamte Eisfläche auf den Weltmeeren deshalb 25,2 Millionen Quadrat­kilometer, ein gutes Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Inzwischen gibt es denn auch Studien, die nicht auf eine Erwärmung, sondern auf eine Abkühlung des globalen Klimas hindeuten, unter anderen pikanterweise auch solche von Berner Wissenschaftlern, die eifrig die Warnungen des Weltklimarates IPCC predigen: Sie weisen darauf hin, dass die Sonne in den kommenden Jahrzehnten schwächer scheinen könnte.

«Natürliche Effekte»

«Die kalte Sonne» nannten der Chemieprofessor Fritz Vahrenholt und der Geologe Sebastian Lüning schon ihr Buch, in dem sie Anfang 2012 erklärten, weshalb die Klimakatastrophe nicht stattfinde. «Es steht ausser Frage, dass CO2, ­Methan und andere Klimagase einen begrenzten erwärmenden Effekt auf unser Klima ausüben», stellten die deutschen Wissenschaftler fest. «Es besteht aber auch kein Zweifel, dass ein grosser Teil der bisher festgestellten Erwärmung auf natürliche Effekte zurückgeführt werden kann. Den stärksten Einfluss hat die Sonne.» Das Gestirn, ohne das es auf der Erde kein Leben gäbe, schwächele jedoch:

«Die Sonne wechselt derzeit in eine langanhaltende Phase schwächerer Aktivität, die uns eine jahrzehntelange Abkühlungsperiode bescheren wird.»

Die Sonne scheint nicht immer gleich stark, sondern durchläuft elfjährige Zyklen: Das lässt sich aufgrund der Sonnenflecken beobachten, was die Menschen seit dem 17. Jahrhundert tun. Sonnenflecken sind dunklere, also kühlere Gebiete, darum herum strahlt die Sonne aber umso mehr. Eine grosse Zahl von Sonnen­flecken deutet auf eine stärkere Aktivität hin.

Im aktuellen Zyklus 24, der seit Dezember 2008 läuft, sollte seit dreissig Monaten das Maximum erreicht sein. Die Beobachter zählten aber über lange Zeit kaum die Hälfte der zu ­erwartenden Sonnenflecken, am 17. Juli keinen einzigen.

Weltweit setzt sich unter den Astrophysikern der Konsens durch, dass ein weiterer Rückgang der Sonnenaktivität bevorstehe, ähnlich wie im Dalton-Minimum (1790–1830) oder sogar wie im Maunder-Minimum (1645–1715): Damals litten die Menschen unter der Kleinen Eiszeit, die Hungersnöte und Seuchenzüge brachte.

Ein Team der angesehenen chinesischen Akademie der Wissenschaften zieht in einer aktuellen Studie den naheliegenden Schluss: Es stellt fest, die stärkere Sonnenaktivität, die sich bisher ein Jahrhundert lang beobachten liess, entspreche exakt dem wärmeren Weltklima: «Dies zeigt, dass die Sonnenaktivität die Temperaturveränderungen auf der Erde über die Jahrhunderte nicht vernachlässigbar beeinflusst.»

Weiterlesen auf weltwoche.ch (für Abonnenten) oder EIKE (ganzer Artikel verfügbar, mit Dank an die Weltwoche).

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Anthony Watts erinnert auf WUWT (in Kooperation mit Bishop Hill) an verrückte spanische Subventionen für die Solarstromerzeugung, die einige Produzenten sogar dazu brachten nachts mithilfe von Dieselgenerator-angetriebenen Lampen “Solarstrom” zu erzeugen. Verrückt aber wahr: Es lohnte sich finanziell! Könnte dieses kreative Solarstrommodell vielleicht auch auf Deutschland übertragbar sein? Somit könnten vielleicht die solarstromarmen Nachstunden überbrückt werden, hahaha.

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Die IPCC-nahen Alarmforscher erleben derzeit einen der schwärzesten Momente ihrer Karriere. Die Temperaturen wollen entgegen den vormals in den Himmel gelobten Prognosen einfach nicht steigen. Erst hat man versucht, die Erwärmungspause zu leugnen, jetzt hat es einen Strategiewechsel gegeben, und es werden serienweise Papers verfasst, die die fehlende Erwärmung nachträglich zu erklären versuchen. Mitte August 2014 war nun die ETH Zürich in Person von Markus Huber und Reto Knutti dran (“Natural variability, radiative forcing and climate response in the recent hiatus reconciled”). In Nature Geoscience schrieb man, dass die Klimasensitivität des CO2 in den Modellen bestens erfasst wäre, die Klimagefahr des Kohlendioxids also immer noch absolut gefährlich sei. Die ausgebliebene Erwärmung wäre eine Folge von kühlenden Ozeanzyklen und schwächelnder Sonne. Das hört sich recht modern an, könnte fast aus unserem Buch “Die kalte Sonne” kommen. Aber nicht zu früh freuen, denn Huber und Knutti streuen den Lesern dann noch eine kräftige Prise stratosphärische Aerosole in die Augen, zogen also den berühmten Aerosol-Kältejoker, ohne den das CO2 schon lange auf viel ungefährlichere Klimasensitivitäten zurückgestuft worden wäre.

Mal sehen, wie lange die Tricksereien noch weitergehen. Mittlerweile gehen andere Forscher davon aus, dass die Erwärmungspause bis in die 2030er Jahre andauern wird. Da werden noch jede Menge Hilfshypothesen und Reparatur-Patches notwendig sein, um das Phantasiegebäude der bevorstehenen Klimakatastrophe am Leben zu halten.

Auf 20 Minuten beschäftigte man sich sogleich mit dem Artikel: (weiterlesen …)

Unglaublich aber wahr: Politikdoktorand und ehemaliger Greenpeace-Aktivist trimmt Wikipedia-Klimaartikel auf IPCC-Linie

Gute Nachrichten: Das von Menschen gemachte FCKW- und Ozonloch-Problem ist gelöst, berichtete Johannes Pennekamp in der FAZ am 13. August 2014:

Klimawandel: Abschied vom Ozonloch

Vor 25 Jahren zitterten Mensch und Wirtschaft vor der Zerstörung der Ozonschicht. Heute ist das Ozonloch aus den Köpfen der Menschen dem Klimawandel gewichen – die Katastrophe ist ausgeblieben. Wie konnte das gelingen?

In wenigen Wochen ist es so weit, dann wird die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ihren neuen Bericht über die Ozonlochproblematik vorlegen. Fast 300 Forscher aus aller Welt haben an dem rund 500 Seiten starken Report mitgearbeitet, der bis zum 16. September unter Verschluss gehalten wird. „Er wird keine großen Überraschungen enthalten“, sagt Martin Dameris, einer der Hauptautoren. Und dann sagt der Geophysiker des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Erstaunliches: „Das von Menschen gemachte FCKW-Problem ist gelöst, diese Gefahr ist definitiv gebannt.“ Behalten die Forscher recht, dann ist das Ozonloch im Jahr 2050 Geschichte – vielleicht auch schon ein paar Jahre früher.

Weiterlesen auf faz.net.

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Erinnern Sie sich noch an den Wikipedia-Skandal, bei dem ein IPCC-Anhänger die englischsprachigen Klimartikel der bekannten Online-Enzyklopädie alarmistisch “geschärft” hatte (siehe den Blogartikel “Klima-Fälscher Connolley: Der Mann, der unser Weltbild umschrieb“)?

Auch beim deutschen Wikipedia haben leider Klimaalarmisten kräftig mitgeschrieben. In der Frühphase hatte sich hier interessanterweise ein studierter Diplompolitologe namens Nils Simon eifrig beteiligt, ein ehemaliger Greenpeace-Aktivist. So wurden von ihm die folgenden Artikel “wesentlich mitgestaltet”: EU-EmissionshandelFolgen der globalen ErwärmungFolgen der globalen Erwärmung in der ArktisGletscherschmelzeGlobale ErwärmungKontroverse um die globale ErwärmungKyoto-ProtokollMeeresspiegelanstiegVersauerung der Meere. Zudem wurden zahlreiche andere Wikipedia-Klimaartikel vom Aktivisten Simon angelegt (Liste hier). Obwohl der heute zweiunddreißigjährige Doktorand offenbar von den naturwissenschaftlichen Grundlagen wenig Ahnung hatte, schrieb er kräftig drauf los, z.T. unter Verwendung des Zweitnamens “Hadern”. In einem Beitrag auf der Webseite der ‘Stiftung Wissenschaft und Politik’ (SWP) aus dem Jahr 2011 lässt Simon keinen Zweifel an seiner IPCC-nahen klimaapokalyptischen Neigung:

Wer die grüne Transformation der Weltwirtschaft voranbringen will, muss die Vereinten Nationen umbauen, sagen Nils Simon, Marianne Beisheim und Steffen Bauer. Rio 2012 ist dafür die einmalige Chance, die die Staats- und Regierungschefs nicht verpassen sollten.

“Das Schneckentempo der Klimaverhandlungen, die Ohnmacht des UNEP oder zuletzt das Scheitern der UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung, die sich bei ihrem Jahrestreffen im Mai 2011 nicht einmal auf eine Abschlusserklärung einigen konnte, demonstrieren nachdrücklich, wie dringend eine grundlegende institutionelle Neuausrichtung der Vereinten Nationen im Bereich Umwelt und nachhaltige Entwicklung ist. Ein gestärktes Mandat gepaart mit politischer Führungsstärke als Rückendeckung, effektivere Verhandlungsprozesse und Umsetzungsinstrumente sowie hinreichende und gesicherte finanzielle Mittel sind unerlässliche Elemente einer solchen Reform.”

Auf Simons persönlicher Wikiversity-Webseite finden sich ausschließlich Links zu Klimaalarm-Organisationen wie PIK, Real Climate, James Hansens ehemaligem GISS-Institut sowie dem IPCC. Im Wikipedia Benutzer-Profil ist das klimatisch suboptimale Qualifikationsprofil von Nils Simon von ihm selbst schön herausgestellt worden. Ist dies vielleicht ein erstes Anzeichen für späte Einsicht und der Versuch, seine jugendliche Aktivistenphase aufzuarbeiten? Er zitiert dort die Einschätzung eines Wikipedia-Users über ihn:

„Mich beeindruckt immer wieder, mit welcher Hartnäckigkeit hier Leute ohne jedes Hintergrundwissen auf Teufel komm raus rumstreiten, weil sie vielleicht einmal „Eine unbequeme Wahrheit“ und „The Day After Tommorrow“ gesehen haben und nun glauben alles über Klimatologie zu wissen.“ – ein Benutzer über mich [Nils Simon]

Interessanterweise ist Nils Simon noch immer an erster Stelle des Wikipedia-Projekts “Klimawandel” als Mitarbeiter gelistet. Die Projektseite dient der Koordination der Arbeit an den Wikipedia-Artikeln rund um das Thema ‘Globale Erwärmung’. Die Gruppe beschreibt ihre Ziele auf der Seite unverblümt: (weiterlesen …)

Bildzeitung hat genug vom klimatischen Weltuntergang: “Apocalypse? Nö!”

Die Bildzeitung hat genug vom ständigen Alarmgeschrei und brachte dies am 11. September 2014 deutlich zum Ausdruck:

Welt verweigert Untergang: Apocalypse? Nö!

Ozonloch, Vogelgrippe, Maya-Fluch oder „El Niño“: Wie uns Berufs-Pessimisten, Esoteriker, Astro- und Öko-Freaks immer wieder das nahe Ende der Welt einreden wollen.

30 Jahre lang haben wir uns vor dem Ozonloch gefürchtet, das uns schutzlos den heimtückischen UV-Strahlen ausliefert. Bis Mittwoch. Da verkündete die Uno plötzlich: Die Ozonschicht ist auf dem besten Weg dazu, sich vollständig zu regenerieren. Es ist nicht das erste Mal, dass sich finstere Endzeit-Szenarien im Rückblick als eine Mischung aus Panikmache und selbstverschuldeter Apokalypse-Faszination entpuppen, der die Menschheit seit jeher erliegt. [...]

Der Klimawandel lässt die Pole schmelzen

Über kaum etwas liegt die Wissenschaft tiefer im Clinch, als über die Frage, wie stark der Mensch den Klimawandel verursacht. Unbestreitbare Tatsache ist, dass der Luft-Anteil von Kohlenstoffdioxid und anderen „Treibhausgasen” seit Beginn der Industrialisierung stark gestiegen ist, zuletzt auf neue Rekordwerte. Und auch der Anstieg der durchschnittlichen Temperaturen (derzeit global um 0,13 Grad pro Jahrzehnt) ist Fakt. Andererseits haben sich Warnungen vor dem dramatischen Abschmelzen der Pole und Horror-Überflutungen armer Pazifik-Inseln als überzogen erwiesen. Derzeit steigt der Meeresspiegel um 3,2 Millimeter pro Jahr. Und die Polschmelze? Vergangenen Sommer wuchs die Eisfläche in der Arktis im Vorjahresvergleich um 60 Prozent. 20 Schiffe mussten von Eisbrechern befreit werden.

Ganzen Artikel auf bild.de lesen.

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Abgehobene Klimadiskussion am 15. Mai 2014 in der FAZ zwischen Ulrich Beck und Bruno Latour. Auszüge:

Beck: Wer soll denn im Kampf gegen die globale Erwärmung gegen wen mit vorgehaltener Waffe vorgehen? Sollen wir die Klimaleugner verhaften? Oder nehmen wir Fukushima: Sollen wir Staaten verhaften, die uns die Atomkraft als „grüne“ Technologie verkaufen wollen? All diese Beispiele enthalten dieselbe Botschaft: Die Freund-Feind-Ontologie gehört in eine andere Welt. Ich stimme dir aber zu, Klimapolitik stößt auf großen Widerstand.

Latour: Ich würde nicht von Widerstand sprechen. Es ist ausdrücklich ein Kampf. Mit „Naturzustand“ meine ich, dass es in der Vorstellung der Klimaleugner einen übergeordneten Schiedsrichter gibt (der Fortschritt, der Markt, Gott, die Wissenschaft oder die Natur selbst), der die Sache bereits entschieden hat. Und dann entwickelt sich die Geschichte bloß als Ausdruck dieses transzendenten Prinzips. In der Klimadebatte zeigt sich aber gerade, dass es keinen Schiedsrichter gibt. Das meine ich mit Krieg. Das hat nichts mit Staat zu tun. Das Ende der Modernisierung ist die Erkenntnis, dass es keinen Schiedsrichter gibt – wir sind zur Politik verdammt.

Klimaleugner verhaften? Warum nicht gleich auf den elektrischen Stuhl, wie ein Grazer Musikprofessor vor einiger Zeit forderte? Als Schiedsrichter sollte man übrigens nur einen akzeptieren, nämlich die Natur. Und die macht bekanntlich seit 15 Jahren was sie will und will sich einfach nicht an die IPCC-Vorgaben einer rapiden Erwärmung halten.

Ganz verschroben und mysteriös wird es dann in dieser Passage des Gesprächs:

Latour: [...] Im Gegenteil, es müssen ziemlich konkrete Grenzen gezogen werden, beispielsweise zwischen denjenigen, die von „Klimawandel“ reden, und denen, die von „globaler Erwärmung“ reden. Ich möchte mit jemandem, der von Klimawandel redet, nicht innerhalb derselben Grenzen leben. So jemand ist mein Feind. Wir leben in unterschiedlichen Welten, und ich muss mich gegen seine Übergriffe wehren.

Diese Philosophen sind schon ein bisschen schwer zu verstehen. Es scheint, als wenn Latour hier den Begriffswechsel von “Klimaerwärmung” hin zu dem neutraleren “Klimawandel” kritisiert. Da es aber nun wirklich seit anderthalb Jahrzehnten nicht mehr wärmer wird, gab es dazu gar keine Alternative, ohne die Idee der Klimakatastrophe aufzugeben. Ist der IPCC jetzt Latours Feind? Die Klimarealisten sind es offenbar sowieso. Latour gegen den Rest der Welt, nur Rahmstorf ist noch auf seiner Seite.

Noch so eine Passage:

Latour: [...] Klimakonflikte sind sehr produktive Wege, Begriffe wie Macht, Ungleichheit und Gerechtigkeit neu zu definieren. Es geht, wie gesagt, nicht um eine Renaturalisierung – das Klima ist nicht Teil der Natur. Es ist Teil von Gaia. Und Gaia ist nicht die Natur, sondern ein System von Organismen, die alle möglichen Dinge tun.

Das Klima ist nicht Teil der Natur? Das ist natürlich großer Unsinn, daher brechen wir die Diskussion hier lieber ab. Wer sich trotzdem das ganze Gespräch antun will, kann es hier auf faz.net finden.

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Der renommierte US-amerikanische Atmosphärenphysiker Murray Salby fand vor einiger Zeit Anzeichen dafür, dass der CO2-Gehalt der Erdatmosphäre nicht etwa die Erwärmung antreibt, sondern möglicherweise das ganze Gegenteil der Fall ist: Die Erwärmung treibt durch komplizierte Bodenprozesse die Kohlendioxidkonzentration nach oben. Wir hatten an dieser Stelle bereits über die Hypothese berichtet (“CO2-Anstieg der letzten 160 Jahre durch Entgasung aus dem Ozean?” sowie “Videoaufzeichnung des Vortrags von Prof. Murray Salby in Hamburg am 18. April 2013“). Das gefiel dem IPCC natürlich gar nicht, daher begann man den Professor zu mobben, was in der Kündigung seines Arbeitsvertrages gipfelte (“Säuberungswelle an australischen Universitäten: Zwei klimaskeptische Professoren vor die Tür gesetzt“).

Der Wissenschaftsjournalist Rupert Darwall hat nun den Fall nachrecherchiert und in einem lesenswerten Artikel für die Sommer-2014-Ausgabe des City Journal aufbereitet. Darin enthalten sind neue schockierende Details, wie vom IPCC eingeschüchterte Herausgeber von Fachzeitschriften in fragwürdiger Weise Salbys Manuskripte ablehnten, obwohl sie schon fast angenommen waren. Darwalls aufrüttelndes Portrait zum querdenkenden Wissenschaftler kann auf der Webseite des City Journals in ganzer Länge nachgelesen werden: (weiterlesen …)

Mojib Latif: Der Nachweis des anthropogenen Klimabeitrags gestaltet sich schwierig, da die natürlichen Ozeanzyklen dominieren

Die Basis der Forschung ist die wissenschaftliche Methode. Gerade diese scheint jedoch im Bereich der Klimawissenschaften zum Teil verlorengegangen zu sein. Es verwundert doch sehr, wenn reale Messdaten heutzutage weniger wert sind als Computer-Modellierungen. Es werden Hypothesen aufgestellt, die praktisch nicht falsifizierbar sind, da ihr Eintreffen in eine fernere Zukunft verlegt wird. Und so weiter und so weiter. Schauen Sie sich hierzu dieses gut gemachte Video zur wissenschaftlichen Methode an. Auch früher gab es immer wieder mächtige Interessen, die die Forschung bedrängten und in eine vorgeschriebene Richtung zwangen.

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Die natürliche Klimavariabilität in Gestalt der Ozeanzyklen zieht gerade in die klimatischen Denkerhirne ein. Spät aber nicht zu spät, könnte man meinen. Im Februar 2014 war im Bulletin of the American Meteorological Society bei Chang et al. in den Concluding Remarks zu lesen:

Understanding Multidecadal Climate Changes

“Most climate change meetings have tended to focus on the forced, thermodynamically induced variability of the climate system, as represented by the upper left box in Fig. 1. In contrast, this meeting featured scientists who think outside of that box. The climate response to external forcing—especially on regional scales—is strongly influenced by dynamical processes in both the ocean and the atmosphere. Moreover, the existence of strong natural multidecadal to centennial variability makes the detection of anthropogenic climate change a challenge.”

Da die im Bereich von mehreren Jahrzehnten (“multidekadischen”) natürlichen Zyklen im Klima so stark ausgeprägt sind, fällt der Nachweis des anthropogenen Klimabeitrags ziemlich schwer, sagt das sechsköpfige Autorenteam. Als Coautor mit dabei ist auch der uns gut bekannte Mojib Latif aus Kiel. Wann wird er diese Erkenntnis in der deutschen Presse etwas genauer erklären?

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist bekanntlich fest im Griff der Klimaalarmisten. Da wundert es nicht, dass der Dienst jetzt schon einzelne Extremwetterereignisse dem Klimawanel zuordnet. Angeblich hätte der DWD längere Zeitreihen ausgewertet und für die letzten Jahrzehnte eine ungewöhnliche Häufung festgestellt, die wohl mit dem Klimawandel zu tun haben muss. Die Stuttgarter Zeitung schrieb hierzu am 11. August 2014:

Klimaforscher und ihre Kollegen von den Wetterdiensten reagieren normalerweise ablehnend, wenn sie in einer Hitzewelle oder nach schweren Unwettern gefragt werden, ob das die Zeichen des Klimawandels seien. Denn kurzfristige Wetterphänomene oder auch mehrtägige Großwetterlagen sagen, für sich genommen, nichts aus über langfristige Klimaentwicklungen. Das gilt auch für die gewaltigen Sommerunwetter, die am Sonntagabend in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Teilen Bayerns große Schäden angerichtet haben. Doch der Deutsche Wetterdienst (DWD) schaut sich auch über längere Zeiträume die Häufigkeit bestimmter Großwetterlagen an. Auffallend finden die Wetterforscher in diesem Sommer das besonders häufige Auftreten einer Großwetterlage mit dem Namen Tief Mitteleuropa, kurz TM. „Für uns ist das ein weiteres Zeichen des Klimawandels“, resümierte Gerhard Lux, der Sprecher des DWD in Offenbach.

Im Yahoo-Nachrichtenportal kritisierte Dipl.-Met Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. am 8. August 2014 den Unwetter-Alarmismus des DWD: (weiterlesen …)

FAZ: “Die Klimamodelle und mit ihnen die Forscher müssen etwas übersehen”

Joachim Müller-Jung arbeitete am 27. August 2014 in der FAZ wichtige Probleme der Klimawissenschaften heraus:

Extremes Wetter, pausierendes Klima: Genaueres gerne später
Harte Zeiten für Klimaforscher: Sie rechnen und rechnen – und bleiben dennoch Anworten schuldig. Das kann Jahrzehnte so gehen. Die globale Erwärmung pausiert, weshalb weiss keiner. Erstaunlich, was da alles zusammen kommt an Ideen. Geduld ist gefragt. Aber hat die auch die Politik? [...] Der Trend ist dem Potsdamer [PIK-] Modell zufolge eindeutig: Je wärmer die Welt, desto wahrscheinlicher werden Extremwetterlagen. So eindeutig sah vor etwa anderthalb Jahrzehnten allerdings auch der Trend für die globalen Temperaturen aus: Die Kurve zeigte mit steigendem Kohlendioxidgehalt in der Luft stetig aufwärts. Inzwischen ist klar: Die Klimamodelle und mit ihnen die Forscher müssen etwas übersehen. In den letzten fünfzehn Jahren ist die Globaltemperatur nach Angaben des Weltklimarates lediglich um 0,05 Grad gestiegen – deutlich weniger, als erwartet worden war. Für diesen Pauseneffekt, den Hiatus, hat man inzwischen mehr als ein Dutzend Lösungsmöglichkeiten angeboten:

Weiterlesen in der FAZ.

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Das Internetmagazin Erneuerbare Energien bemängelte am 7. August 2014:

Neue Klimastudie erschienen – ein Kommentar
Dresden ignoriert Klimawandel
Im Wahlkampf in Sachsen spielt die Energiewende keine Rolle – bisher. Denn jetzt hat die TU Dresden den Klimawandel im Freistaat unter die Lupe genommen. Die Zahlen sind alarmierend. In Dresden führt das aber nicht zum Umdenken in Sachen Energiepolitik.

Hilfe, der Klimawandel lässt Dresden zugrunde gehen! Eine steile These. Wie macht sich die aufziehende Katastrophe denn in Sachsen bereits bemerkbar? Das wollen wir genauer wissen. Lesen wir dazu etwas weiter:

Klimawandel ist in Sachsen angekommen
Diese Blockadepolitik wird sich Dresden nicht mehr lange leisten können. Dass auch in Sachsen mit dem Klima nicht alles in Ordnung ist, hat Umweltminister Kupfer jetzt schwarz auf weiß. Die Jahresmitteltemperatur ist in den vergangenen 30 Jahren um 0,6 Grad angestiegen. Das hat dazu geführt, dass im Freistaat die Anzahl der Tage im Jahr, an denen die Temperaturen 25 Grad Celsius übersteigen, um 17 Prozent zugenommen haben.

Tja, das Berkely-BEST-Projekt hat sich die Dresdner Temperaturdaten mal angeschaut und musste die Erwärmung ‘leider’ etwas herunterkorrigieren. Anstatt 0,6°C in 30 Jahren fanden die Kalifornier lediglich 0,75°C pro 100 Jahre. Und in den letzten 15 Jahren ist es dabei überhaupt nicht mehr wärmer geworden. Bei Betrachtung der realen Daten will die Klimakatastrophe einfach nicht so recht überzeugen. Lesen wir weiter bei den Erneuerbaren Energien:

Gleichzeitig hat der Klimawandel vor allem Auswirkungen auf die Wetterkapriolen. Während in den Monaten, in denen die Landwirtschaft den Regen braucht, zwölf Prozent weniger Regen auf Sachsen niedergehen, steigt das Risiko von Starkregen in den Monaten Juli bis September drastisch an. In diesen Monaten ist in den vergangenen 30 Jahren die Zahl der Gewitter um 18 Prozent angestiegen. Die Niederschlagsmenge stieg dabei um zwölf Prozent. Das sind die Ergebnisse einer Klimastudie, die das Institut für Hydrologie und Meteorologie der TU Dresden im Auftrag des sächsischen Umweltministeriums erstellt hat.

Es reicht leider nicht, die letzten 30 Jahre zu betrachten. Die bekannten Ozeanzyklen haben einen Umlauf von 60 Jahren und beeinflussen das Klimageschehen maßgeblich (siehe z.B. “Die Nordatlantische Oszillation beeinflusste die Arktis und Nordeuropa während der letzten 5000 Jahre in systematischer Weise“). In Zukunft mehr Starkregen und Überschwemmungen? Die Wissenschaft sagt eindeutig nein (“Neue begutachtete Studie in Nature Climate Change: Klimawandel lässt Hochwasser in Europa wohl in Zukunft seltener werden“). Und noch ein letzter Blick in den verunglückten Text:

Dass der Klimawandel an den sächsischen Landesgrenzen nicht Halt macht, weiß man im Freistaat schon lange. Niemand wird das „Jahrhunderthochwasser“ im Jahr 2002 vergessen. Das medienwirksame Krisenmanagement hat damals Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) den Posten gerettet.

Sächsisches Hochwasser als Folge des Klimwandels? Der Spiegel hat 2013 dazu den Klimawissenschaftler Hans von Storch befragt:

SPIEGEL: Herr Storch, Deutschland meldet Land unter. Sind die Fluten bereits eine Folge der globalen Erwärmung?

Storch: Mir sind keine Studien bekannt, nach denen Hochwasser heute häufiger auftreten als in früheren Zeiten. Ich war gerade auf einer Hydrologentagung in Koblenz. Auch bei den Gewässerkundlern hörte ich solche Erkenntnisse nicht.

Siehe auch unseren Beitrag “Was waren die wahren Hintergründe der mitteleuropäischen Flut 2013?“.

Jetzt wollen Sie sicher die Studie im Original selber nachlesen. Zwar findet sich die Projektbeschreibung im Internet, aber irgendwie ist die Studie selber nicht auffindbar. Im Sinne der Transparenz sollten die Ergebnisse nun schnellstmöglich im Internet als pdf zur Verfügung gestellt werden, damit die kühnen Behauptungen überprüfbar werden.

 

Protest gegen den Klimawandel: Italienischer Aktivist will ein Jahr auf einem grönländischen Eisberg ausharren

Endlich ist es wieder soweit: Am 16. und 17. September 2014 bringt Al Gore uns im Rahmen seiner klimareligiösen Veranstaltung “24 Stunden der Wahrheit” gleich 24 Gründe, weshalb die Klimakatastrophe uns vernichten wird, wenn wir nicht ganz genau das tun, was Gore fordert. Analog zu den erfolgreichen Tupperware-Parties fordert uns der spirituelle Klimaführer auf, anlässlich der Kampagne zuhause Klimapartys auszurichten, um Ungläubige bei einem Glas CO2-neutralem Wein von der Realität der bevorstehenden Apokalypse zu überzeugen. Interessierte Besucher können auf einer interaktiven Landkarte nach der nächstgelegenen Party suchen. Für Klimainteressierte aus Deutschland wäre die nächstgelegene Veranstaltung zum Beispiel in Johannesburg in Südafrika. In Europa selber ist bislang leider keine Gore-Klimaparty angekündigt.

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Der ETH-Klimawissenschaftler Reto Knutti mahnte am 13. Juni 2014 im ETH-Zukunftblog an, die Klimadiskussion möglichst wertfrei zu führen und die Gegenseite ernst zu nehmen. Man müsse sich die Argumente schon anhören und fachlich darauf reagieren, auch wenn sie für die eigene Position unbequem sind. Knutti schreibt:

Angespannte Klimadiskussion
Mit steigender politischer und wirtschaftlicher Relevanz gestaltet sich die Diskussion um die Klimaforschung in der Öffentlichkeit schwierig. Der Klimawandel ist für viele eine Glaubensfrage, und oft werden Fakten und Meinungen vermischt. Das erschwert eine sachliche Diskussion. [...] Mitunter wird der Klimawandel fast zur Glaubensfrage. Die Gründe dafür sind vielfältig. So beeinflussen etwa aktuelle Ereignisse unsere Meinung. An heissen Tagen glauben mehr Menschen an den Klimawandel. Gleiches tut unser Umfeld: Wir übernehmen, was andere glauben, die ähnliche Wertvorstellungen haben. Eine Studie hat vor kurzem gezeigt, dass es kaum einen Zusammenhang gibt zwischen Bildung und Informationsverfügbarkeit einerseits und der Besorgnis über den menschgemachten Klimawandel andererseits, jedoch klare Hinweise darauf, dass unsere Meinung von der Meinung in unserem nahen Umfeld dominiert ist. [...] Eine komplett wertfreie Diskussion und Interpretation der Fakten ist zwar kaum möglich. Aber zumindest müssen wir alle versuchen, einander ernst zu nehmen, und Fakten von Meinungen zu trennen. Das gilt selbstverständlich auch für die Wissenschaftler. Die Beobachtung und Voraussage des Klimawandels sollte objektiv möglich sein. Wie wir mit den Voraussagen umgehen, und welche Risiken wir in Kauf nehmen wollen, darüber können und werden sich die Geister scheiden.

Ganzen Blogbeitrag im ETH-Zukunftblog lesen.

Angesprochen fühlen sollten sich z.B. die BBC (siehe unseren Beitrag “Angst vor seriöser Sachdiskussion: Klimaalarmisten drängen BBC zur Zensur der öffentlichen Klimadebatte“), IPCC-nahe Fachjournale (“Geomar-Forscher wagt den Schritt an die Öffentlichkeit und bemängelt Publikations-Zensur: Kritik an IPCC-Modellen unerwünscht!“) und die Los Angeles Times (“Los Angeles Times bringt keine Leserbriefe mehr von Klimaskeptikern“). Aber auch die IPCC-dominierte deutsche Presse sollte endlich eine ausgewogenere Richtung einschlagen und endgültig aus der überholten klimaalarmistischen Ecke herauskommen.

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Ein italienischer Abenteurer plant im Frühling 2015 einen grönländischen Eisberg zu besteigen und dort mit seinem Zelt ein Jahr lang auszuharren. Alex Bellinis Ziel ist es, einerseits den Klimawandel mit eigenen Augen zu erleben und andererseits die Welt auf die drohende Klimaapokalypse aufmerksam zu machen. Vielleicht hätte man ihm sagen sollen, dass ein Jahr gar nicht ausreicht, und er schon dreißig Jahre auf dem Eisberg bleiben müsste, um einen einzigen Klimadatenpunkt zu sammeln. Dafür müsste er allerdings die Proviantmenge von 300 kg auf 9000 kg, also 9 Tonnen, erhöhen. Wer weiß, ob dies der Eisberg aushalten würde oder ob er unter diesem Gewicht zusammenbrechen würde. Hier die Projektbeschreibung des zukünftigen Klima-Eremiten:

 

Unpassend ist vielleicht auch, dass Bellini das Projekt gerade in dem Jahr ankündigt (2014), als das arktische Meereis die größte sommerliche Ausdehnung der vergangenen 5 Jahre erreicht hat (siehe Abbildung), von dem von Bellni behaupteten “beschleunigten Abschmelzen des Arktiseises” also keine Rede sein kann.

Abbildung: Arktische Meereisausdehnung. Schwarze Kurve: 2014. Grauer Bereich: Durchschnittspanne 1979-2000. Quelle: DMI.

 

Zeit zum Lesen wird der Abenteurer auf seinem Eisklotz sicher genug haben. Hier einige Leseempfehlungen:

 

Österreichische Tageszeitung ‘Die Presse’: Das Klima lässt die Pazifikatolle nicht untergehen!

Die Berliner Morgenpost berichtete am 5. August 2014 über einen neuen Höhepunkt im IPCC-Drehbuch der vermeintlichen Klimakatastrophe:

Klimawandel als Asylgrund
Neuseeland gewährt Zuflucht wegen des steigenden Meeresspiegels
Es ist die Flucht aus einem kleinen Paradies, die die Familie Alesana angetreten hat. Zusammen mit seiner Frau hat Sigeo Alesana seine Heimat, den Pazifik-Inselstaat Tuvalu, im Jahr 2007 verlassen – und sie werden nicht mehr zurückkehren. Denn sie sind die ersten anerkannten Flüchtlinge des Klimawandels. Von der Idylle Tuvalus ist nicht mehr viel geblieben, denn der steigende Meeresspiegel auf Grund des Klimawandels macht das Leben dort immer weniger paradiesisch. In Neuseeland haben Sigeo und seine Frau deshalb für sich und ihre beiden Kindern im Alter von fünf und drei Jahren um Asyl gebeten. Mit Erfolg: Erstmals hat damit ein Staat bei dem Antrag einer Familie auf Bleiberecht den Klimawandel als Gefahr berücksichtigt. Das teilte ihre Anwältin jetzt mit.

Weiterlesen auf morgenpost.de.

Tuvalu? Eine kleine Inselgruppe im Pazifik. Es gibt wohl kaum jemanden, der die Inseln auf einem Globus auf Anhieb zeigen könnte. So richtig rund läuft die Wirtschaft in Tuvalu nicht, wie Wikipedia weiß:

Die tuvaluische Wirtschaft ist wenig entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2013 bei 40 Millionen US-Dollar. Das jährliche Wirtschaftswachstum beträgt (Stand 2013) etwa ein Prozent.

Da wundert es nicht, dass der eine oder andere aus wirtschaftlichen Gründen abhauen möchte. Aber Witschaftsflüchtling ist bekanntlich kein Asylgrund. Eine ganz neue, vielversprechendere Sparte ist daher jetzt der Klimaasylant. In Tuvalu bietet sich das an, denn im Zuge der Klimahysterie scheint dies bei den westlichen Nationen gut zu funktionieren, wie das neuseeländische Beispiel zeigt.

Aber leider ist die Asylbehörde Neuseelands offenbar einem Schwindler auf den Leim gegangen. Denn bei Lektüre der aktuellen Fachliteratur wäre die Sache schnell aufgeflogen. Der Focus berichtete über eine wissenschaftliche Untersuchung aus dem Jahr 2010:

„Eine Studie von Meeresforschern der neuseeländischen Auckland University hatte unlängst gezeigt, dass die Fläche vieler Südseeinseln – darunter solche in Tuvalu und auch in Kiribati – in den vergangenen 60 Jahren sogar zunahm. Eine von ihnen wuchs sogar um 30 Prozent, und die drei am dichtesten besiedelten Inseln Kiribatis Betio, Bairiki und Nanikai gewannen zwischen 12,5 und 30 Prozent an Fläche. Nur vier kleinere Inseln verloren Teiles ihres Lands an die See. Laut dem Studien-Hauptautor Paul Kench wird mehr Material von dem Korallenriff angespült, das die Eilande gewöhnlich umgibt. Weil die Korallen dem steigenden Meeresspiegel hinterher wachsen, gibt es für den Prozess laufend Nachschub.“ 

Trotz Meeresspiegelanstieg haben sich viele pazifische Koralleninseln in den letzten Jahren und Jahrzehnten vergrößert. Die zitierte Studie von Paul Kench und Arthur Webb erschien im Fachmagazin Global and Planetary Change. Das wahre Hauptproblem auf Tuvalu ist zudem nicht der Klimawandel sondern vielmehr die Plattentektonik, die immer wieder zu ruckhaften Absenkungen und Hebungen auf Tuvalu geführt hat. Auch der Mond führt Böses im Schilde. Tuvalu wurde vor einigen Jahren von einer hinterhältigen Springtide heimgesucht, die den Meeresspiegel kurzzeitig 3,15 m über Normalniveau steigen ließ.

Sehr viel besser als die Berliner Morgenpost hat es die österreichische Zeitung Die Presse am 4. August 2014 gemacht: (weiterlesen …)

Rührende Alarmgeschichte im Klimaretter-Blog entpuppt sich als Murks: Gambischer Minister muss zur klimatischen Nachschulung

In einem Bericht in den Potsdamer Neuesten Nachrichten hatte der ehemalige PIK-Mitarbeiter Friedrich Wilhelm Gerstengarbe Ende Mai 2014 behauptet, dass EIKE-Mitglied Michael Limburg und kalte-Sonne-Autor Fritz Vahrenholt Temperaturgraphiken fälschen würden. Limburg ging daraufhin gegen diese falsche und ehrenrührige Aussage juristisch vor. Am Ende der Auseinandersetzung musste Gerstengarbe die Behauptung jetzt wieder zurücknehmen. Anfang September 2014 unterschrieb er eine mit Konventionalstrafe und Kostenübernahme versehene Unterlassungsverpflichtung. Lesen Sie hierzu den Beitrag von Michael Limburg “Ex-PIK-Professor Gerstengarbe gibt Konventionalstrafen bewehrte Unterlassungserklärung ab. Fälschungsvorwurf gegen EIKE VP Michael Limburg vom Tisch” auf EIKE.

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Nature Geoscience brachte im Juli 2014 eine IPCC-Katastrophenstory von Thomas Delworth und Fanrong Zeng:

Regional rainfall decline in Australia attributed to anthropogenic greenhouse gases and ozone levels
Precipitation in austral autumn and winter has declined over parts of southern and especially southwestern Australia in the past few decades. [...] Here we use a high-resolution global climate model to analyse the causes of this rainfall decline. In our simulations, many aspects of the observed regional rainfall decline over southern and southwest Australia are reproduced in response to anthropogenic changes in levels of greenhouse gases and ozone in the atmosphere, whereas anthropogenic aerosols do not contribute to the simulated precipitation decline. Simulations of future climate with this model suggest amplified winter drying over most parts of southern Australia in the coming decades in response to a high-end scenario of changes in radiative forcing. The drying is most pronounced over southwest Australia, with total reductions in austral autumn and winter precipitation of approximately 40% by the late twenty-first century.

Australien wird immer trockener wegen des CO2-Anstiegs. Ein schönes Ergebnis, das viele IPCC-Punkte und saftige neue Forschungsgelder einspielt. Aber halt: Haben die beiden Forscher vielleicht dieselben Klimamodelle verwendet, die auch den Erwärmungsstopp der letzten 15 Jahre nicht hatten kommen sehen? Haben Sie! Und würden die selben Klimamodelle eigentlich die zahlreichen Trockenphasen der letzten Jahrtausende nachvollziehen können (siehe unseren Blogbeitrag “Überraschung: Feucht- und Trockenphasen wechselten im Südpazifik in vorindustrieller Zeit stets ab“)? Nein können sie nicht. Ein weiteres Paper für die runde Ablage auf dem Fußboden. Schade um die verschwendeten Forschungsressourcen.

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Rührige Geschichte am 1. August 2014 im Klimaretter-Blog. Ein Afrikanischer Minister schildert, wie der Klimawandel angeblich sein Land ruiniert und weshalb die westlichen Staaten ganz schnell Klimareparationen zahlen müssen:

“UNSERE HAUPTSTADT VERSCHWINDET”: (weiterlesen …)

Die Sonne im August 2014, die interne Variabilität des Klimas und neueste Nachrichten über das arktische Eis

Von Frank Bosse und Fritz Vahrenholt

Die Sonne war im August 2014 zwar weiterhin unternormal aktiv, die Abweichung von einem durchschnittlichen Zyklus (als Mittelwert der bisher beobachteten Zyklen 1-23 berechnet) war mit -17% im aktuellen Monat jedoch nicht so hoch wie in den drei Vormonaten, in denen ca. 25% festgestellt wurden. Die SunSpotNumber (SSN) lag bei 75,2, wobei wiederum die meiste Aktivität auf der Südhalbkugel der Sonne zu verzeichnen war: 62% der Flecken und Fleckengruppen wurden dort beobachtet.

Abb. 1: Der Zyklus ( SC) 24 bis zum aktuellen 69. Monat (rot)  im Vergleich zum errechneten durchschnittlichen Zyklus (blau) und dem momentan ähnlichen Zyklus (SC) 1 (schwarz).

 

Der Vergleich der einzelnen Zyklen untereinander hat sich zum Vormonat kaum verändert:

Abb.2: Der Vergleich der einzelnen Zyklen untereinander als Summe der Abweichungen der einzelnen Monate 1- 69 zum Mittelwert (blau in Abb.1).

 

Wer unsere kleine Kolumne regelmäßig liest, wird sich vielleicht erinnern, dass wir die Rohdaten der SSN von vorn herein nach einem Vorschlag des Solarforschers Leif Svalgaard „vorbehandelt“ haben: Die Zahlen wurden vor 1945 mit dem Faktor 1,2 multipliziert, die früheren Zyklen also um 20% im Mittel angehoben. Im Juli 2014 erschien dazu eine Arbeit, die dieses Vorgehen prinzipiell bestätigt. Daran beteiligt war eine Arbeitsgruppe namhafter Wissenschaftler, die sich in mehreren Symposien auf die weitestgehende Anpassung von Unstetigkeiten in der Beobachtungsweise einigten. Daraus ergeben sich zwei Konsequenzen: Das Maximum der Aktivität ab 1950 ist im Vergleich zu vorherigen Jahren nicht ganz so hoch und das Nachlassen seit dem SC23 (um 2000) ist noch ausgeprägter im Vergleich zu vor 1945 als es die „Rohdaten“ der SSN ergeben. Die Abbildungen oben berücksichtigen diese Anpassungen bereits. Die Aktivität unseres Zentralgestirns ist ab etwa 2007 so niedrig wie seit 200 Jahren nicht mehr.

Die Anzahl der wissenschaftlichen Arbeiten zur „Pause“ (oder dem Hiatus) wächst inzwischen nahezu täglich. Dabei wird versucht, die Ursachen des Stillstandes der globalen Mitteltemperatur am Boden und in der Troposphäre seit etwa 2000 bzw. noch davor zu ergründen. Die Suche führt dabei oft in den Ostpazifik und den Atlantik. Ein ganz neues Paper erschien im September 2014, verfasst von  einer Gruppe um den Klimatologen Gerald Meehl des Atmosphärenforschungszentrums in Boulder (Colorado). Sie versucht, die vorhandenen Klimamodelle anzuwenden und schafft eine hinreichende Widerspiegelung der Beobachtungen nur mit wenigen ausgesuchten Modellläufen, die Mittelwerte der Läufe zeigen jedoch deutlich zu viel Erwärmung, die Modelle in Summe sind seit ca. 15 Jahren zu empfindlich gegenüber dem Antrieb (dem Forcing) durch Treibhausgase. Woran mag das liegen? Einen ersten Ansatz kann man mit wenigen Operationen versuchen zu finden: Man nehme die beobachteten jährlichen globalen Temperaturen nach GISS (Goddard Institute for Space Studies) und teile den Datensatz: Die eine Reihe geht von 1886 bis 1949, die andere von 1950 bis 2013. Nun werden beide Reihen separat vom jeweiligen linearen Trend befreit und dargestellt: (weiterlesen …)

BBC: Die Erwärmungspause setzt sich möglicherweise noch zehn weitere Jahre fort

Im April 2013 erschien in der Wirtschaftswoche ein Interview mit dem Klimawissenschaftler Hans von Storch, in dem er eine klare Grenze definierte, an der die aktuellen IPCC-Klimamodelle unglaubwürdig werden:

WIRTSCHAFTSWOCHE: Wie lange müsste der Stopp der Erderwärmung anhalten, damit Sie ins Grübeln kommen?

VON STORCH: Wenn die Phase weitere zehn Jahre andauern würde, würde ich die These hinterfragen, dass die Treibhausgase wesentliche Ursache für die Erderwärmung sind. Es war ein Fehler, nicht abzuschätzen und zu sagen, wie lange die Stagnation sein kann, ohne inkonsistent zur Erklärung der klimatischen Erwärmung zu werden.

Ein ähnliche Grenze sah der britische Klimawissenschaftler Phil Jones in einer Email aus dem Jahr 2009 an Mike Lockwood, die im Zuge der Climategate-Enthüllungen ans Tageslicht kam:

Bottom line – the no upward trend has to continue for a total of 15 years before we get worried. We’re really counting this from about 2004/5 and not 1998. 1998 was warm due to the El Nino.

Für von Storch ist die Grenze im Jahr 2023, für Jones bereits 2020 erreicht. Am 21. August 2014 meldete die ansonsten IPCC-freundliche BBC nun, dass die Erwärmungspause wohl sogar über 2023 hinaus anhalten könnte:

Global warming slowdown ‘could last another decade’
The hiatus in the rise in global temperatures could last for another 10 years, according to new research. Scientists have struggled to explain the so-called pause that began in 1999, despite ever increasing levels of CO2 in the atmosphere. The latest theory says that a naturally occurring 30-year cycle in the Atlantic Ocean is behind the slowdown. The researchers says this slow-moving current could continue to divert heat into the deep seas for another decade.

Weiterlesen bei der BBC.

Was nun, Herr Storch? Offenbar setzt sich die Erwärmunsgpause nun doch viel länger fort als vom IPCC für möglich gehalten. Im Text der BBC-Meldung geht es um Papers einer Wissenschaftlergruppe um Ka-Kit Tung von der University of Washington, die die kühlende Wirkung von Ozeanzyklen wie der PDO und AMO als Ursache für die fehlende Erwärmung sehen (siehe unsere Blogartikel “Neues Paper halbiert die anthropogene Erwärmungsrate der letzten 50 Jahre” und “Neue Arbeit in PNAS: 40% der Erwärmung der letzten 50 Jahre ist durch Ozeanzyklen bedingt“). Die neueste Publikation hierzu erschien im August 2014 im Fachmagazin Science:

Varying planetary heat sink led to global-warming slowdown and acceleration

Xianyao Chen and Ka-Kit Tung

A vacillating global heat sink at intermediate ocean depths is associated with different climate regimes of surface warming under anthropogenic forcing: The latter part of the 20th century saw rapid global warming as more heat stayed near the surface. In the 21st century, surface warming slowed as more heat moved into deeper oceans. In situ and reanalyzed data are used to trace the pathways of ocean heat uptake. In addition to the shallow La Niña–like patterns in the Pacific that were the previous focus, we found that the slowdown is mainly caused by heat transported to deeper layers in the Atlantic and the Southern oceans, initiated by a recurrent salinity anomaly in the subpolar North Atlantic. Cooling periods associated with the latter deeper heat-sequestration mechanism historically lasted 20 to 35 years.

In unserem Buch “Die kalte Sonne” hatten wir bereits 2012 die 60-jährigen Ozeanzyklen als Hauptgrund für die Erwärmungspause der letzten anderthalb Jahrzehnte identifiziert. Es ist schön zu sehen, dass die Wissenschaft nun langsam aufholt und sich unseren Thesen anschließt. Wie diese Ozeanzyklen genau funktionieren, weiß bislang noch niemand so genau. Eine Idee ist, dass alle 60 Jahre Wärme in den Ozeanen versenkt wird, die nach einem halben Zyklus, also nach 30 Jahren, wieder an der Oberfläche auftaucht. Im BBC-Beitrag wird Tung wie folgt zitiert: (weiterlesen …)

Stell Dir vor es ist Klimagipfel – und keiner geht hin

Stell Dir vor es ist Klimagipfel – und keiner geht hin. Schon vor Monaten hatte der südkoreanische UN-Generalsekretär Ban Ki-moon fleissig Einladungskarten an die Führer der Erde verschickt, sie mögen sich doch bitte zu einem Klimawandel-Sondergipfel am 23. September 2014 in New York einfinden. Ziel der Veranstaltung sei es, sich auf konkrete Aktionen für eine CO2-ärmere Welt zu einigen um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden.

In der Huffington Post legte Ban Ki-moon Anfang September 2014 seine Beweggründe dar:

Ich habe die Welt bereist, um die Auswirkungen mit eigenen Augen zu sehen. Von der Arktis bis zur Antarktis, von den tief liegenden Inseln des Pazifiks, die durch den steigenden Meeresspiegel bedroht werden, bis zu den schmelzenden Gletschern Grönlands, der Anden und der Alpen. Ich habe sich ausbreitende Wüsten in der Mongolei und der Sahelzone gesehen und bedrohte Regenwälder in Brasilien. Überall habe ich mit den betroffenen Menschen gesprochen, die über die Bedrohung für ihre Lebensweise und ihre Zukunft durch den Klimawandel tief besorgt sind.

Sehr geehrter Herr Generalsekretär. Wenn Sie wirklich CO2 einsparen wollen, sollten Sie NICHT in Ihrem UN-Jet um die Welt jetten, um sich angeblich den Klimawandel mit eigenen Augen anzuschauen. Vielleicht haben Sie zwischenzeitlich mitbekommen, dass die Pazifik-Atolle lebende Korallengebilde sind, die dem Meeresspiegel hinterherwachsen. Die Gletscher sind bereits vor 1000 Jahren zur Zeit der Mittelalterlichen Wärmeperiode geschmolzen, als es so warm wie heute war. Die Sahelwüsten breiten sich derzeit nicht etwa aus, wie Sie behaupten, sondern ergrünen. Die Regenwälder Brasiliens sind vor allem durch Abholzung wegen Palmöl und Biosprit bedroht. Hierüber sollte man tief besorgt sein, nicht so sehr über den Klimawandel.

Im Gegensatz zum UN-Generalsekretär haben offenbar viele Regierungschefs mitbekommen, dass hier die Wissenschaft überreizt hat. Immer mehr Forscher distanzieren sich explizit vom Katastrophengedankengut. Nach 16 Jahren ausgebliebener Erwärmung ist die Vertrauensbasis zwischen Politik und IPCC-Wissenschaftlern nachhaltig gestört. Wir hatten an Euch geglaubt, und ihr habt uns enttäuscht, beklagen sich nun die beleidigten Volksvertreter hinter vorgehaltener Hand.

Da wundert es nicht, dass kaum jemand mehr Lust auf den Klimagipfel-Zirkus hat. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte schon im Mai 2014 dankend abgelehnt. Sie hätte ganz wichtige Termine. Um was könnte es sich handeln? Noch findet sich in Merkels Online-Terminkalender kein Eintrag für den 23. September. Unverschiebbarer Frisörbesuch? Häkelabend mit den Freundinnen? Lassen wir uns überraschen.

Mitte August 2014 sagte dann der indische Premierminister Narendra Modi ab. Indien ist der drittgrößte CO2-Emittent der Erde. Vielleicht hatte man in Neu Delhi Angst wegen der geforderten “konkreten Maßnahmen” bekommen. Oder man hat sich einfach die Temperaturkurve angeschaut.

In Peking war man daraufhin not amused. Plötzlich hatte auch der weltgrößte CO2-Verursacher China keine Lust mehr auf New York. Der chinesische Präsident Xi Jinping fackelte nicht lange und stornierte sein Flugticket. Da kommt sowieso nichts bei den Verhandlungen heraus, ließ man die UN wissen.

Keine deutsche Kanzlerin, kein indischer Premierminister und auch kein chinesischer Präsident. Da wurde der UN-Generalsekretär sichtlich nervös und nominierte kurzerhand nach. Fündig wurde er in der politischen “Regionalliga”: Der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch erklärte sich freundlicherweise bereit, zur Tagung an den East River zu reisen. Ban Ki-moon war hocherfreut, und der Gipfel war gerettet. Wenn alle Bonner Bürger sich ganz kräftig anstrengen, können sie den indischen und chinesischen CO2-Überschuss des kommenden Jahres vielleicht in geschätzt zwei Milliarden Jahren ausgleichen.

Überhaupt sieht es nicht allzu gut in Sachen Klimaverträgen aus. Das berühmte Kyoto-Protokoll lief Ende 2012 aus. Auf der damaligen Klimakonferenz in Doha hatten 144 Länder versprochen, einer Weiterführung des Vertrags bis 2020 zuzustimmen. Bis heute haben aber erst elf Staaten die Verlängerungsdokumente unterzeichnet. Haben es sich 133 Länder mittlerweile anders überlegt? Keiner der 28 EU-Staaten hat bislang unterschrieben, auch nicht Deutschland. Dafür sind aber schon Mauritius und Mikronesien mit dabei, die von Klimaschutzzahlungen profitieren würden.

Der klimaalarmistisch getriebene US-Präsident Barack Obama hat jetzt eingesehen, dass es keinen Sinn mehr macht, einen großen neuen internationalen Klimavertrag anzustreben. Das kann realistischerweise sowieso nicht klappen. In Paris Ende 2015 soll es daher lieber um ein nicht-bindendes Abkommen gehen. Das werden die Staatschefs dann eher unterschreiben. Denn sie müssten sich ja dann auch nicht daran halten, wenn sie keine Lust mehr haben…

 

Chef-Unterhändler der EU in Klimafragen Artur Runge-Metzger spricht am 18. Oktober 2014 in Göttingen

Am 18. Oktober 2014 lädt die Georg-August-Universität zum International Alumni Homecoming 2014 nach Göttingen ein. Artur Runge-Metzger, Chef-Unterhändler der EU in Klimafragen, spricht dabei zum Thema: “Vorreiter oder Verlierer? Zur Rolle der EU in der internationalen Klimaschutzpolitik.” Die Veranstaltung findet im neuen Gebäude des Max-Planck-Institutes für Sonnensystemforschung statt.

 

Geomar: Die Sonne steuerte das Klima in der Eiszeit

Die Sonne wars. Pressemitteilung des Geomar vom 4. September 2014:

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DIE SONNE STEUERTE DAS KLIMA IN DER EISZEIT

Unregelmäßigkeiten der Sonnenaktivität beeinflussten vor 20.000 Jahren das Klima

04.09.2014/Kiel. In einer Modellstudie rekonstruierten Klimaforscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel das Verhältnis zwischen Sonnenaktivität und Klima während der letzten Eiszeit. Sie konnten mit ihrem Klima-Chemie-Modell einen wesentlichen Beitrag zu einer Studie der schwedischen Lund University leisten, die jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience publiziert wurde.

Ein bekanntes Verhaltensmuster der Sonne ist ihre unregelmäßige Sonnenaktivität. Der bekannteste Aktivitätszyklus der Sonne ist der elfjährige Sonnenfleckenzyklus, bei dem sich alle elf Jahre Sonnenfleckenmaxima und -minima abwechseln. Es sind aber auch Schwankungen auf anderen Zeitskalen bekannt. Sonnenflecken sind Stellen auf der Oberfläche der Sonne, die dunkler erscheinen, weil sie Sonnenstrahlen mit  verminderter Leuchtkraft ins Universum abgeben. Gleichzeitig verlässt dort sehr energiereiche Strahlung, vor allem im UV-Bereich, die Sonne. Während des Sonnenfleckenminimums gibt es weniger Sonnenflecken und es kommt daher weniger energiereiche Sonnenstrahlung auf der Erde an, bei einem Sonnenfleckenmaximum ist es genau umgekehrt.

Mehr Sonnenstrahlung, insbesondere im UV-Bereich, führt im Sonnenfleckenmaximum zu einer Erwärmung der Stratosphäre (zwischen 15 und 50 km) in den Tropen und zu einer verstärkten Ozonproduktion. Dies führt wiederum über komplizierte Wechselwirkungsmechanismen zu Zirkulationsänderungen in der Atmosphäre, die bis zum Erdboden zu spüren sind. Die Mechanismen, wie Änderungen in der Sonnenaktivität die Atmosphäre beeinflussen, sind allerdings immer noch Gegenstand aktueller Forschung. Insbesondere wird über den Zusammenhang von großen Sonnenfleckenminima mit kalten, schneereichen Wintern spekuliert oder ob die momentan geringere Sonnenaktivität für die Pause in der globalen Erderwärmung verantwortlich sein könnte.

Wissenschaftlern der Universität Lund (Schweden) ist es jetzt in Kooperation mit den GEOMAR-Klimaforschern Prof. Dr. Katja Matthes und Dr. Rémi Thiéblemont gelungen, die Sonnenaktivität bis zur letzten Eiszeit zu rekonstruieren. Die Studie wurde im August in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience veröffentlicht. (weiterlesen …)

Eine Analyse der Sommertemperaturen in Deutschland

Von Josef Kowatsch und Stefan Kämpfe

Wem von den Lesern noch nicht bekannt war, dass die Jahrestemperaturen Deutschlands bereits vor der Jahrtausendwende einen abnehmenden Trend genommen haben, der möge sich mit folgender Grafik vertraut machen:

Grafik 1: Richtig ist: Die CO2-Konzentrationen nehmen weiter zu (kleine eingeblendete Grafik links unten), trotzdem sind die Jahrestemperaturen seit 1997 im Sinken. Somit nimmt die Klimaerwärmung nicht weiter zu, denn seit 17 Jahren wird es kälter. Diese Grafik zeigt deutlich, dass mehr CO2 keinesfalls zu einer weiteren Erwärmung führt. Alle Temperaturangaben sind Originalwerte des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach.

 

In früheren Artikeln haben wir – Leistenschneider, Kämpfe, Kowatsch – berichtet, dass die Wintertemperaturen den anderen Jahreszeiten vorauseilen. Denn bereits seit 25 Jahren haben die drei Wintermonate einen fallenden Temperaturtrend. Siehe Artikel auf EIKE. Wie verhalten sich nun die drei  Sommermonate Juni/Juli/August? Fangen wir bei den Temperaturbetrachtungen im Folgenden mit den einzelnen Monaten im Vergleich zum Jahresschnitt an und enden dann mit der Gesamtbetrachtung der drei Monate. Dass der Übergang zum sommerlichen Abkühlungstrend auch bereits begonnen hat, wollen wir im Folgenden näher beleuchten.

 

Der Monat Juni. Der erste Sommermonat

1998 war weltweit das wärmste Jahr und in Deutschland war es das Jahr 2000. Betrachten wir den ersten Sommermonat Juni seit 1998, dann stellen wir fest, dass mit 16,5°C zu 16,1°C kein großer Unterschied erkennbar ist. Dieser Juni 2014  war lediglich etwas kälter als der Juni 1998. Der deutlich wärmste Juni liegt 11 Jahre zurück und war im Jahre 2003. Davor und danach blieben die Juni-Temperaturen etwa gleich. Die Trendlinie für den Juni ist trotzdem leicht fallend in diesem Zeitraum, da 2003 noch zur ersten Hälfte der Grafik zählt.

Grafik 2: Der Juni zeigt eine ähnlich fallende Trendlinie wie die Jahrestemperaturen in Grafik 1, obwohl die CO2-Konzentration über den ganzen Zeitraum gestiegen ist.

 

Der Hochsommermonat Juli wird immer noch wärmer (weiterlesen …)

IPCC-Mitbegründer Bert Bolin hatte die klimatische Rolle der Ozeanzyklen bereits sehr wohl gekannt

Ein häufiges Argument der IPCC-Fraktion gegen die Ozeanzyklen und ihre Relevanz als wichtiger Klimafaktor ist, dass die modernen Temperaturmessungen nur zwei bis drei 60-Jahreszyklen zurückreichen. Damit könne man die quasizyklische Natur nicht nachweisen. Ein schöner Versuch, allerdings zeigt sich dabei vor allem die Unkenntnis des Bedenkenträgers über die Literaturlage. Denn etliche Forscherteams haben die verschiedenen Ozeanzyklen mithilfe von geologischen Rekonstruktionen mittlerweile weit in die Vergangenheit zurückverfolgen können. Die quasizyklische Natur ist daher gut belegt und der Abwehrversuch der klimaalarmistischen Seite läuft ins Leere. Im Folgenden werfen wir einen Blick in die neuesten Arbeiten zu diesem Thema. Weitere Literatur ist auch in unserem Buch „Die kalte Sonne“ genannt.

Rekonstruktion von Ozeanzyklen in der Vergangenheit

Deng et al. 2013: Rekonstruktion der PDO seit 1853 mithilfe von Korallen im Südchinesischen Meer

Olafsdottir et al. 2013: Rekonstruktion der AMO und NAO in Island für die vergangenen 3000 Jahre

Svendsen et al. 2014: Rekonstruktion der AMO für die vergangenen 200 Jahre

Chylek et al. 2012: Rekonstruktion der AMO für die vergangenen 660 Jahre anhand von Eiskernen
Auszug aus der Kurzfassung:
A longer time scale AMO component of 45–65 years, which has been seen clearly in the 20th century SST data, is detected only in central Greenland ice cores. We find a significant difference between the AMO cycles during the Little Ice Age (LIA) and the Medieval Warm Period (MWP). The LIA was dominated by a 20 year AMO cycle with no other decadal or multidecadal scale variability above the noise level. However, during the preceding MWP the 20 year cycle was replaced by a longer scale cycle centered near a period of 43 years with a further 11.5 year periodicity.

Chiessi et al. 2013: AMO in Brasilien während der letzten 5000 Jahre

Olsen et al. 2012: NAO der letzten 5200 Jahre
Auszug aus der Kurzfassung:
The North Atlantic Oscillation influences climate in the Arctic region and northern Europe. Reconstructions of circulation patterns associated with the North Atlantic Oscillation from a 5,200-year-long lake sediment record suggest that the atmospheric circulation responded to significant transitions in Northern Hemisphere climate.
Siehe auch Bericht in The Hockeyschtick.

 

Ozeanzyklen befeuerten Erwärmung 1977-1998

Ein schwedischer Wissenschaftler teilte uns mit, dass der IPCC in der Frühphase seines Wirkens durchaus die Bedeutung der Ozeanzyklen gekannt haben muss. Einer der IPCC-Mitbegründer, der 2007 verstorbene Bert Bolin, soll auf einem Treffen in der Gründungsphase des Weltklimarats in den 1980er Jahren offen über den 60-Jahres-Rhythmus der Ozeanzyklen geredet haben. Damals prognostizierte Bolin 30 Jahre Erwärmung, da die vorangegangenen 30 Jahre eher durch Abkühlung gekennzeichnet waren. Im Folgenden der Wortlaut der Email:

I have heard from a participant at this meeting, with politicians and party officials, Bolin explained: The last 30 years we have had a slight cooling. Before that 1910-1940 we had a warming period. Before that it was cooling. It seems that the temperature is going up and down with a period of 60 years, so it is reasonable to expect that the next 30 years will be warmer. Bolin obviously had some idea of PDO influence on climate already at this time. (weiterlesen …)

Vormals ungeliebte Ozeanzyklen schaffen in der Fachliteratur den Durchbruch: Temperaturentwicklung der letzten 100 Jahre wurde maßgeblich durch Ozeanzyklen geprägt

In unserem Buch „Die kalte Sonne“ wiesen wir vor zweieinhalb Jahren die deutsche Öffentlichkeit erstmals auf die große Bedeutung der Ozeanzyklen für die globale Temperaturentwicklung hin. In den Ozeanen pulsiert ein bedeutender 60-jähriger Zyklus, der die Temperaturen maßgeblich mitgestaltet. Wenn die Zyklen in ihre sogenannte positive Phase kommen, bringen sie zusätzliche Erwärmung, während sie in ihrer negativen Phase kühlen. Vergleicht man den globalen Temperaturverlauf mit der Entwicklung der Zyklen, wird dieser Zusammenhang überaus deutlich.

Trotz der erdrückenden Beweislast zogen es die IPCC-nahen Klimawissenschaftler dennoch vor, den Zusammenhang zu ignorieren, ja zu leugnen. Denn ein Eingeständnis wäre mit weitreichenden Folgen verbunden: Etwa die Hälfte der zwischen 1977-1998 festgestellten Erwärmung von einem halben Grad wäre nicht etwa dem CO2 zuzuschreiben, wie die IPCC-Modelle annahmen, sondern würden vielmehr von den Ozeanzyklen herrühren. Die CO2-Klimawirkung, die sogenannte CO2-Klimasensitivität, hätte reduziert werden müssen, was die apokalyptischen IPCC-Hitzeszenarien automatisch aus dem Verkehr gezogen hätte. Da man dies auf keinen Fall wollte, mauerte man einfach. Das müssen wohl zwei klimaleugnende Spinner sein, die in den Ozeanzyklen eine ernstzunehmende Konkurrenz für das CO2 vorschlugen.

Heute sieht die Situation bereits ganz anders aus. Die Ozeanzyklen sind als wichtige Klimafaktoren etabliert. Etliche Autoren bestätigten mittlerweile das Modell und konnten in begutachteten Fachartikeln zeigen, dass etwa die Hälfte der letzten Erwärmungsepisode auf die wärmenden Ozeanzyklen zurückging. Im Blog haben wir ausführlich über diese Publikationen berichtet:

 

Nun sind die Ozeanzyklen mittlerweile in eine kühlende Phase eingetreten. Seit 1998 weigern sich die Temperaturen anzusteigen. Die Beteiligung der Ozeanzyklen an dieser Erwärmungspause ist nun anerkannt und wird auch in den kommenden zwei Jahrzehnten eine Rolle spielen. Unsere entsprechenden Blogartikel finden Sie hier:

 

Eine ähnliche Analyse und Prognose hat auch Joseph D’Aleo im icecap-Blog veröffentlicht. Zyklenmäßig befinden wir uns derzeit auf dem Stand der 1950er Jahre, als es ebenfalls 30 Jahre lang nicht wärmer wurde. Das Ganze kann man sich auch in diesem Sachvideo anschauen:

Im Folgenden wollen wir uns auf einen Streifzug durch die neuere Ozeanzyklen-Literatur der vergangenen zwei Jahre begeben. Wie hat sich das Thema entwickelt, wer hat seine Meinung geändert und seine Blockadehaltung vielleicht aufgegeben?

Wir wollen mit einem kleinen Ratespiel beginnen, das wir aus dem Blog C3 Headlines entnommen haben. Betrachten Sie die beiden unten stehenden lila/grün-farbenen Kurven in (a) und (b). Die eine Kurve stellt die globale Temperatur dar, die andere den AMO-Ozeanzyklus der Atlantische Multidekaden-Oszillation. Können Sie erraten, wo die Temperatur und wo die AMO dargestellt ist? a oder b? Die schwarze Kurve in beiden Abbildungen ist die CO2-Entwicklung. Die grüne Kurve stellt die genauen Daten dar, die lilafarbene Kurve ist eine Glättung.

(a)

 

(b)

 

 

Schwierig oder? Hier die Auflösung: oben (a) ist die Temperatur abgebildet (HadCRUT) und unten (b) die AMO.

Mittlerweile wird immer klarer, dass die verschiedenen Ozeanzyklen der Erde (PDO, AMO, NAO…) nicht unabhängig voneinander schwingen, sondern miteinander verknüpft sind (siehe unseren Blogartikel „La Ola im Ozean: Die klimazyklische Stadionwelle“ sowie de Viron et al. 2013). So postulieren Yannick Peings und Gudrun Magnusdottir 2014 in einer Arbeit, dass die AMO der NAO um 10-15 Jahre vorausläuft, was Prognosemöglichkeiten bieten würde. Wenn man sich die Winter-NAO anschaut, ist es allerdings genau anders herum. Die Winter-NAO geht der AMOC zeitlich um etwa ein Jahrzehnt voran (siehe unseren Artikel hier). Bothun & Ostrander von der Universität von Oregon beschrieben das Zusammenspiel von PDO und AMO. (weiterlesen …)