News und Termine

Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet

Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.

Gustav Le Bon (1895)

Sonnenmagnetfeld zehn Mal stärker als gedacht

Pressemitteilung der Queen’s University Belfast vom 29. März 2019:

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Researchers find that The Sun’s magnetic field is ten times stronger than previously believed

The Sun’s magnetic field is ten times stronger than previously believed, new research from Queen’s University Belfast and Aberystwyth University has revealed.

The new finding was discovered by Dr David Kuridze, Research Fellow at Aberystwyth University. Dr Kuridze began the research when he was based at Queen’s University Belfast and completed it when he moved to Aberystwyth University in 2017. Dr Kuridze is a leading authority on the use of ground-based telescopes to study the Sun’s corona, the ring of bright light visible during a total eclipse. Working from the Swedish 1-m Solar Telescope at Roque de los Muchachos Observatory, La Palma in the Canary Islands, Dr Kuridze studied a particularly strong solar flare which erupted near the surface of the Sun on 10 September 2017.

A combination of favourable conditions and an element of luck enabled the team to determine the strength of the flare’s magnetic field with unprecedented accuracy. The researchers believe the findings have the potential to change our understanding of the processes that happen in the Sun’s immediate atmosphere. Speaking about the find, Dr Kuridze said: “Everything that happens in the Sun’s outer atmosphere is dominated by the magnetic field, but we have very few measurements of its strength and spatial characteristics.

“These are critical parameters, the most important for the physics of the solar corona. It is a little like trying to understand the Earth’s climate without being able to measure its temperature at various geographical locations.”

“This is the first time we have been able to measure accurately the magnetic field of the coronal loops, the building blocks of the Sun’s magnetic corona, which such a level of accuracy.”

Measuring 1,400,000 kilometres across (109 times larger than Earth) and 150,000,000 kilometres from Earth, the Sun’s corona extends millions of kilometres above the surface. Solar flares appear as bright flashes and occur when magnetic energy that has built up in the solar atmosphere is suddenly released. Until now, successful measurement of the magnetic field has been hindered by the weakness of the signal from the Sun’s atmosphere that reaches Earth and caries information about the magnetic field, and limitations in the instrumentation available.

The magnetic fields reported in this study are similar to those of a typical fridge magnet and around 100 times weaker than the magnetic field encountered in an MRI scanner. However, they are still responsible for the confinement of the solar plasma, which make up solar flares, as far as 20,000 km above the Sun’s surface. Over a 10-day period in September 2017, Dr Kuridze studied an active area on the Sun’s surface which the team knew to be particularly volatile.

However, the telescope used can only focus on 1% of the Sun’s surface at any given time. As luck would have it, Dr Kuridze was focused on exactly the right area and at the right time when the solar flare erupted. These solar flares can lead to storms which, if they hit Earth, form the northern lights – the Aurora Borealis. They can also disrupt communications satellites and GPS systems, as proved to be the case on this occasion in September 2017. Professor Michail Mathioudakis from the School of Mathematics and Physics, Queen’s University Belfast, who also worked on the project, added: “This is a unique set of observations that, for the first time, provide a detailed map of the magnetic field in coronal loops.

“This highly rewarding result was achieved due to the dedication and perseverance of our early career scientists who planned and executed the observations. The methodology used in this work and the result itself, will open new avenues in the study of the solar corona.”

 

Trockensommer wie 2018 waren im Mittelalter in Norddeutschland keine Seltenheit

Pressemitteilung der Universität Greifswald vom 22. Februar 2019:

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Trockensommer wie 2018 waren im Mittelalter keine Seltenheit

Trockene Sommer waren vor 1000 Jahren keine Seltenheit. Forschern der Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik“ der Universität Greifswald ist es nun gelungen, 1000 Jahre Sommertrockenheit für den norddeutschen Raum zu rekonstruieren. Der Artikel “Removing the no-analogue bias in modern accelerated tree growth leads to stronger medieval drought” ist im Februar 2019 in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen.

Im Rahmen des aktuellen Verbundforschungsprojektes BaltRap (The Baltic Sea and its Southern Lowlands: Proxy-Environment interactions in times of rapid changes) untersuchten die Forscher Jahrringkurven von fast 2000 lebenden Buchen – unter anderem auch aus dem Universitätswald Elisenhain – und archäologischen Bauhölzern aus dem Jahre 1000. Die darin enthaltenen Jahrringe sind ein einmaliges Archiv früherer Umweltbedingungen. Sind die klimatischen Bedingungen gut, sind sie breit, in ungünstigen Jahren wie etwa dem Trockenjahr 2018 fällt das Wachstum gering aus. Diesen Zusammenhang macht sich die Dendroklimatologie zunutze, um vergangene Umweltbedingungen zu rekonstruieren.

Bäume wachsen heute deutlich schneller als in der Vergangenheit. Dies hängt unter anderem mit dem Stickstoff aus Landwirtschaft, Industrie und Verkehr zusammen. Dieser gelangt über Luft und Regen in die Wälder. Diese Stickstoffdüngung, auch Eutrophierung genannt, führt zu deutlich höheren Wachstumsraten in unseren Wäldern, welche traditionell stickstofflimitiert sind. Auch höhere CO2-Konzentrationen in der Luft begünstigen das Wachstum. Um die gleiche Menge Kohlenstoff aufzunehmen, müssen heutzutage die Bäume ihre Spaltöffnungen deutlich kürzer öffnen und verdunsten somit weniger Wasser. Beides führt – genügend Wasser vorausgesetzt – zu mehr Wachstum in den Wäldern. „Wir sind nicht die ersten, die diesen Trend bestätigen können“, sagt Dr. Tobias Scharnweber, einer der Autoren des Artikels. „Neu ist jedoch, dass wir mithilfe einer eigens für dieses Vorhaben entwickelten Datenmethode diese Wachstumsraten in unserer Rekonstruktion herausrechnen konnten. Dadurch konnten wir zeigen, dass in unserer Region zu Zeiten des mittelalterlichen Klimaoptimums, also vor ca. 1000 Jahren, die Niederschläge im Sommer im Schnitt deutlich niedriger waren als bisher angenommen. Vielleicht waren also Jahrhundertsommer, wie wir 2018 erlebt haben, damals gar nicht so selten.“

Ergebnisse wie diese helfen, den aktuellen, anthropogen verursachten Klimawandel in eine langfristige Perspektive „natürlicher“ Schwankungen zu setzen. Mit ihrer neuen Methode zeigen die Greifswalder Wissenschaftler, wie wichtig es ist, in jahrringbasierten Klimarekonstruktionen die heutigen, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit deutlich veränderten Wachstumsbedingungen, statistisch zu berücksichtigen.

Paper: Scharnweber et al. 2019

 

Mauna Loa – der Heilige Gral der Klimawissenschaft

Von Uli Weber

Auch sogenannte Klimarealisten, wie beispielsweise der Autor dieses Artikels, nehmen inzwischen manche Klimalegenden als völlig selbstverständlich hin. Dabei hat allein schon der Begriff „CO2-Treibhauseffekt“ durch die aktive CO2-Düngung in Treibhäusern zur Wachstumsbeschleunigung einer vegetarischen Ernährungsgrundlage inzwischen eine ganz neue Bedeutung erhalten. Aber wie das Leben so spielt, da hatte der Autor sich gerade Gedanken über einen erneuten Versuch von sogenannten Klimawissenschaftlern gemacht, der geängstigten Öffentlichkeit einen „natürlichen“ CO2-Paläoklima-Antrieb einreden zu wollen, und dann trifft er zufällig einen alten Kollegen.

Dieser Kollege klagte nun ausgerechnet darüber, dass es originale und unbehandelte Langzeit-Messreihen des atmosphärischen CO2-Gehaltes nur vom Mauna Loa Observatorium gibt. Wenn man „Messung des atmosphärischen CO2-Gehaltes“ in Google eingibt, erhält man ungefähr 27.200 Ergebnisse in 0,41 Sekunden – und tatsächlich geht da zunächst gar nichts ohne die Mauna Loa CO2-Daten. Denn offenbar wird zwar auch anderswo der atmosphärische CO2-Gehalt gemessen, aber veröffentlicht werden meist nur Auswertungen, und die werden dann wiederum im direkten Vergleich zu den Mauna Loa Werten dargestellt, wie beispielsweise in der folgenden Abbildung vom Umweltbundesamt:

 

Abbildung Umweltbundesamt: „Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre (Monatsmittel)“

 

Aber schließlich findet man nach einiger Internetsuche doch noch ein paar weitere offizielle CO2-Meßstationen:

 

Abbildung: GAW Global Stations der World Meteorological Organization

 

Ein Klick im Kästchen “Focal Areas” auf “Greenhouse Gases“ führt von dort auf eine offizielle WMO-Webseite, von der aus zwar auf das „Greenhouse Gas Bulletin“ zugegriffen werden kann, deren weiterführende Links zu den betreffenden CO2-Daten aber im Nirwana enden, Zitat mit diesen Links:

The data are collected and distributed by the World Data Centre for Greenhouse Gases(WDCGG) at the Japan Meteorological Agency. The GAW Scientific Advisory Group for Greenhouse Gases (SAG-GHG) advises on the programme development. GAW issues the annual Greenhouse Gas Bulletin, which reports on the latest trends and atmospheric burdens of the most influential, long-lived greenhouse gases, carbon dioxide (CO2), methane (CH4), and nitrous oxide (N2O), as well as a summary of the contributions of the lesser gases.

WMO started working on a development of an Integrated Global Greenhouse Gas Information System (IG3IS) in 2013.”

Im Prinzip wird also der atmosphärische CO2-Gehalt monopolistisch vom Mauna Loa Observatorium „verwaltet“. Und obwohl dieser atmosphärische CO2-Gehalt die politische Begründung für eine geplante Dekarbonisierung unserer Welt liefert, wird ausgerechnet der Verlauf dieser atmosphärischen CO2-Konzentration als von Gott gegeben hingenommen. Aber das war nicht immer so. Der vorindustrielle atmosphärische CO2-Gehalt wurde erst durch eine Arbeit von Callendar und Kelling auf 280 ppm festgeschrieben. In der Veröffentlichung „180 Jahre atmosphärischer CO2-Gasanalyse mittels chemischer Methoden“ von Ernst-Georg Beck aus Energy & Environment 18.2/2007 wird in Abbildung 12 auf Seite 18 (hier Abbildung A) ein ganz anderer Verlauf des atmosphärischen CO2-Gehalts dargestellt. Und Jaworowski weist in einer Graphik (Abbildung B) nach, dass die von Callendar und Kelling zur historischen CO2-Bestimmungen benutzten Daten einer subjektiven Auswahl zu einem niedrigen vorindustriellen CO2-Gehalt unterzogen worden sind; die widersprechenden Messwerte  wurden dort einfach willkürlich aussortiert.

 

Abbildung: Ernst-Georg Beck „180 Jahre atmosphärischer CO2-Gasanalyse mittels chemischer Methoden“ aus Energy & Environment 18.2/2007

 

Abbildung: Jaworowski. NZCPR Research, 20 September 2008, p.20, (Quelle nicht mehr auffindbar), Die von Callendar und Kelling benutzten Werte sind eingekreist

 

Ausgerechnet der Link zu Jaworowski funktioniert leider nicht mehr. Und auf der Suche nach der Originalveröffentlichung von Jaworowski landete der Autor dann schließlich bei einem älteren EIKE-Artikel von Timothy Ball, in dem frühe CO2-Messungen mit den Mauna Loa Ergebnissen in einer Abbildung zusammengeführt worden sind.

 

Abbildung aus dem Artikel von Timothy Ball: Historischer Vergleich für den atmosphärischen CO2-Gehalt

 

Aber lassen wir Timothy Ball selbst zu Wort kommen, Zitat mit Hervorhebungen.

Bei Mauna Loa hat man Daten weggelassen, obwohl eine tägliche Variation von bis zu 600 ppm vorliegt. Beck erklärt wie Charles Keeling die Mauna Loa Werte durch die niedrigsten Tageswerte am Nachmittag begründete. Er ignorierte natürliche CO2-Quellen, eine Vorgehensweise die sich bis heute fortsetzt. Beck vermutet, daß Keeling sich entschloß eine Station auf dem 4000 m hohen Vulkan Mauna Loa zu errichten, um diese niedrigen natürlichen Quellen zu umgehen. Er schreibt: ‚Mauna Loa repräsentiert nicht den typischen CO2-Gehalt der Luft an unterschiedlichen Orten der Welt sondern ist nur typisch für diesen Vulkan in ozeanischer Umgebung auf 4000 m Höhe an diesem Breitengrad.‘ (Beck, 2008, “50 Years of Continuous Measurement of CO2 on Mauna Loa” Energy and Environment, Vol. 19, No.7.) Keelings Sohn führt die Arbeit seines Vaters  auf Mauna Loa fort und wie Beck schreibt, ‚hat das globale Monopol der Eichung aller CO2 Messungen.‘ Da Keeling Mitautor der IPCC Berichte war, akzeptierte man Mauna Loa ohne Nachfragen.“

Dieser Artikel von Timothy Ball erschien bereits am 15. Januar 2010 in deutscher Übersetzung auf EIKE und am 10. Mai 2019 hatte er dort noch einmal „nachgelegt“. Denn Wissen kann durchaus wieder verloren gehen, wenn man es nicht ständig pflegt; und man endet dann schließlich im guten Glauben des Mainstreams. Es gilt also weiterhin wachsam zu bleiben, denn nichts in der Klimawissenschaft muss tatsächlich so sein, wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wird – auch wenn wir inzwischen selbst daran glauben mögen. Mauna Loa ist der Heilige Gral der Klimawissenschaft, aber die Grundlage für eine kritische Wissenschaft sind konkurrierende Datensätze. Man könnte also tatsächlich von einem Mauna Loa CO2-Monopol sprechen. Von daher ist es sehr zu begrüßen, wenn endlich einmal ein ganz neues Modell für den Verbleib von anthropogen erzeugtem CO2 in der Atmosphäre präsentiert wird; auch wenn der Autor gestehen muss, dieses Modell nicht verstanden zu haben…

Denn Kohlenstoffdioxid (CO2) ist gar kein „Giftgas“, wie es manchmal von einzelnen Vertretern aus Politik, Medien oder Scheinwissenschaften in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Vielmehr sind Sonnenlicht, Wasser und CO2 als Grundlagen der Photosynthese unverzichtbare Quelle des Lebens und damit direkte oder indirekte Nahrungsgrundlage für alles Leben auf unserem Planeten. Und ausgerechnet diesem lebenswichtigen Mangelgas mit inzwischen etwa 400 ppm Anteil an der Lufthülle unseres Planeten wird jetzt der Kampf angesagt. Und während wir jetzt alle auf eine CO2-Steuer warten, werden viele Treibhäuser in unserem Lande systematisch mit CO2 „gedüngt“, um die Ernteerträge zu steigern…

Hier auf KalteSonne wurde am 24. Februar 2018 unter dem Titel „CO2-Klimasensitivität im Sinkflug: Neues aus der Fachliteratur“ gemeldet, Zitat mit Hervorhebungen:

Die CO2-Klimasensitivität ist das Maß für die Erwärmungswirkung des CO2. Eine Vielzahl von neueren Studien zeigt, dass der ursprünglich vom IPCC angenommene “beste Schätzwert” von 3,0°C Erwärmung pro CO2-Verdopplung deutlich zu hoch liegt. Im Jahr 2013 kam ein Paper von Otto et al. 2013 heraus, das 2,0°C vorschlug, ein Paukenschlag. Wir berichten regelmäßig an dieser Stelle über Neues zu diesem Thema. Heute wieder eine neue Sammlung von neuen publizierten Ergebnissen, unterschieden in die langfristige Klimasensitivität (equilibrium climate sensitivity – ECS) und die kurzfristigere, die sich noch nicht richtig vollständig aufgebuat hat (Transient Climate Response, TCR). Die üblicherweise zitierten Werte entsprechen der ECS.

ECS: Equilibrium climate sensitivity

bis zu 6°C Proistosescu & Huybers 2017, Pressemitteilung hier; ein wirklich heftiges Alarmpaper, das es wohl darauf anlegt, im 6. IPCC-Bericht zitiert zu werden und den Mittelwert aller Studien nach oben zu ziehen. Nic Lewis hat das Ganze detailliert auf Climate Audit auseinandergenommen.

3,7°C  Brown & Caldeira 2017. Auch dies wohl eher ein Ausreißer nach oben. Das gibt kräftig Fördergelder.

2,8°C Cox et al. 2018; Eingrenzung auf 2.2-3.4°C, Pressemitteilung hier. Die deutsche Presse berichtete eifrig über diese Studie: FAZ, Tagesspiegel, Spektrum

1,79°C Mauritsen & Pincus 2017, Siehe auch Beitrag im Kalte-Sonne-Blog.

1,4°C Orssengo 2018

1,3°C Spencer 2018
Szenario, dass nur 70% der Erwärmung der letzten 150 Jahre anthropogenen Ursprungs sind. Die mögliche Klimawirkung der Sonne ist in den meisten Berechnungen der Klimasensitivität gar nicht enthalten. Zum Vergleich: In unserem Buch ‘Die kalte Sonne’ stellten wir ein 1,5°C-Szenario dar. Das liegt am unteren Ende der Spannbreite des IPCC AR5-Berichts, 1,5-4,5°C.

TCR: Transient Climate Response

1,32 °C Mauritsen & Pincus 2017
Kalte-Sonne-Beitrag dazu ist
hier.

1,29°C Bosse 2017

1,10°C Christy & McNider 2017, Bericht hierzu auf WUWT.

Zum Vergleich: Der TCR Durchschnitt aller Klimamodelle im IPCC AR5-Bericht betrug 2.31 °C.

Alles deutet auf eine seismische Verschiebung im Verständnis der CO2-Klimasensitivität im gerade entstehenden 6. IPCC-Bericht hin. Der ‘beste Schätzwert’ wird sich auf jeden Fall deutlich nach unten bewegen. Das bereitet eingefleischten Klimakämpfern natürlich bereits jetzt schon Bauchschmerzen. Sie bereiten die Welt bereits auf die Veränderungen behutsam vor.“

Dieses aktuelle Verständnis der CO2-Klimasensitivität verdeutlicht die nachstehende Abbildung aus einem Memorandum von Lord Christopher Monckton, veröffentlicht am 7. Mai 2019 in deutscher Übersetzung auf EIKE:

Die Bildunterschrift lautet dort, Zitat:

Gute Nachrichten! Es gibt keinen Grund für Klima-Bedenken. Eine grundlegende Studie von Klimaforschern, welche gegenwärtig den Begutachtungsprozess bei einem führenden Klima-Journal durchläuft, beweist, dass die globale Erwärmung bei einer CO2-Verdoppelung nicht 3,35 K betragen wird, wie es die Modellsimulationen hergeben, sondern lediglich 1,15 K (Abbildung 1).“

Das „Ende der Fahnenstange“ beschreibt dann Eugen Ordowski  am 1. Mai 2019 in einem Kommentar  auf dem ScienceSkepticalBlog, Zitat:

Die Sensation — bald wird es durch alle Medien laufen: Ein Chinese hat letzte Woche den „Autobahn-Energie-Effekt“ entdeckt! Er fuhr 12 Stunden auf der Autobahn. Der Motor seines Diesel SUV`s leistete im Durchschnitt 100 kW. Dann stellte er das Auto 12 Stunden in seine Garage. Eine Berechnung der Durchschittswerte, am nächsten Tage, ergab, für 24 Stunden, eine Motorleistung von 50 kW pro Stunde! Da fiel dem Chinesen auf, mit dieser Leistung von 50 kW, hätte sein 3 Tonnen schwerer SUV niemals 200 Km/h schnell fahren können! Die Erklärung — „einfach u. logisch“ — es muß eine zusätzliche Kraft geben, die das Auto tatsächlich auf 200 km/h beschleunigte! Jetzt beginnt sicherlich bei allen „gescheiten“ Physikern die Suche nach der Ursache dieser Kraft — Resultate werden sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.
Na, kommt uns das nicht bekannt vor? Tag/Nacht Durchschnitt der Sonnenleistung zu rechnen u. dann feststellen, nein, die Sonne schafft es nicht, die Erde so zu erwärmen, dass wir, mit allem, was kreucht u. fleucht u. wächst, hier leben können?

Und wer es noch genauer wissen will, kann gerne hier nachlesen…

Sonnenlicht, Wasser und CO2 sind die Grundlagen der Photosynthese und damit allen Lebens auf unserer Erde. Und wenn eine dieser drei Komponenten fehlt, funktioniert gar nichts mehr, also: Nachts ist KEINE Photosynthese möglich, und genau deshalb wird in vielen Treibhäusern die Nacht zum Tage gemacht, und zwar keinesfalls durch den Strom aus Solaranlagen. Das können Sie vielleicht schon in Ihrer näheren Umgebung beobachten, ansonsten fahren Sie gerne einmal nach Holland. Am Ende haben wir also eine künstliche CO2-Zufuhr und künstliche Beleuchtung in modernen Gewächshäusern, um das Pflanzenwachstum zu fördern. Aber im richtigen Leben haben wir dann wiederum Angst vor CO2 und sollen vegetarisch leben, um das „globale Klima“ zu schützen – und für die Salatproduktion setzen wir dann also ausgerechnet CO2 und Strom aus konventionellen Kraftwerken ein…

Vielleicht sollte man noch hinzufügen, dass CO2 nicht der natürliche Klimaantrieb sein kann. Oder dass ein globales CO2-Budget über die 120-jährige atmosphärische Lebensdauer von CO2 voll erneuerbar ist. Und während die Einen behaupten, wegen des anthropogenen CO2 würde die nächste Eiszeit ausfallen, behaupten die Anderen, dass uns wegen des aktuellen solaren Minimums möglicherweise schon bald eine neue „Kleine Eiszeit“ bevorstehen könnte.

Also wäre es vielleicht ganz schlau, unsere konventionellen Kraftwerke zumindest so lange am Netz zu halten, bis wir ganz genau wissen wer Recht hat…

 

Die Sonne im Mai 2019 und die steigende Wetterfühligkeit von Klima-Aktivisten

Von Frank Bosse und Fritz Vahrenholt

Unsere Sonne war im Mai 2019 ein weiteres Mal unternormal aktiv. Die festgestellte SSN (für SunSpotNumber) betrug 10,1, das sind nur 52% des mittleren Wertes im ausgewerteten Zyklusmonat 126 seit dem Start des 24. systematisch beobachteten Zyklus im Dezember 2008. Hier ist zu beachten, dass die Anzahl der Zyklen, die überhaupt so lange währten, immer kleiner wird. Wir berichteten im Vormonat vom „Verlust“ der Zyklen 21, 18, 16, 15, 8 und nun kommt auch noch SC (für Solar Cycle) 17 hinzu, nächsten Monat „erwischt“ es SC 7. Der Mittelwert wird also nicht mehr so aussagefähig zum Ende des Zyklus hin. Aus alter Gewohnheit wollen wir ihn dennoch als Vergleich beibehalten. Die Aktivität war im abgelaufenen Monat sehr asymmetrisch zur solaren Nordhemisphäre hin verschoben, die Südhemisphäre war den ganzen Monat über fleckenlos, der Sonnen-Norden war dies nur an 15 Tagen. Die Gesamtaktivität graphisch:

Abb.1: der Verlauf des aktuellen SC24 (rot) im Vergleich zu einem mittleren Zyklus (blau), errechnet aus dem Mittelwert der Zyklen 1…23, sowie der über weite Strecken recht ähnliche SC5 (schwarz).

 

Wir dümpeln also weiter bei sehr geringer Aktivität im solaren Minimum seit 20 Monaten und dies wird wohl noch etwa 1 Jahr so anhalten, wie wir bereits vor 2 Monaten darlegten. Die Flecken des neuen Zyklus (erkennbar an der umgekehrten Polarität ihrer Magnetfelder), die im Minimum stets gemeinsam mit denen des alten vorkommen, machen sich weiterhin rar. Ganze 4 waren es im Vormonat. Bevor sie nicht die Mehrheit an den insgesamt beobachteten Flecken ausmachen ist der neue Zyklus physikalisch nicht angekommen. Der Vergleich der Zyklen untereinander:

Abb.2: Die Fleckenaktivität der einzelnen Zyklen seit dem Beginn des Zyklus 1 im Jahre 1755. Die Zahlen im Diagramm entstehen, wenn man die monatlichen Differenzen  der beobachteten Zyklen jeweils zum Mittelwert aufaddiert, bis zum aktuellen Zyklusmonat 126.

 

Der jähe Absturz seit Ende des SC23 ( 2008) ist sehr deutlich sichtbar. Davor sahen wir 7 Zyklen mit überdurchschnittlicher Aktivität, von 1933 (Start SC17) bis 2008 (Ende SC23). Dass auch SC25 unterhalb der Nulllinie abschließen wird, darüber gibt es kaum Zweifel in der „Sonnen-Community“.   Wie wirkt sich der „Dauerversuch“ mit geringer Sonnenaktivität-es wäre der erste seit SC15, dessen Beginn im Jahre 1915 lag- bringen wird für uns Bewohner des dritten Planeten aus? In der Vergangenheit  gab es eine Reihe von Parallelen zwischen Rückgang der Sonnenaktivität und der globalen Temperatur. Wie es  diesmal kommt,  wir wissen es nicht genau.

 

Die Wetterfühligkeit der Aktivisten

Ist es Ihnen auch aufgefallen? In den letzten Jahren (leider im förmlichen Stakkato seit einigen Monaten) hören wir: Es ist der Klimawandel, der an allem schuld ist. Ob es stürmt oder schneit, ob es nicht stürmt oder nicht schneit, ob es gewittert mit viel Regen oder es trocken ist: alles ist Klimawandel, so wird suggeriert. Welches Wetter würde auf keinen Klimawandel hindeuten? Nur das langjährige Mittel? Das wird doch aber gebildet durch den Durchschnitt über eine lange (meist 30 jährige) Periode. Jetzt ist also jede Abweichung vom Mittel ein Zeichen des Klimawandels? Es gibt einige, die sich dieser Logik widersetzen.

Der Meteorologe Jörg Kachelmann ist ein leuchtendes Beispiel. Bei Twitter wird er dafür überzogen mit Anschuldigungen, er würde den „Klimaleugnern“ Munition liefern. Dieser Artikel könnte das Gegenteil bezeugen, denn auch wir sind der Überzeugung, dass der Mensch das Klima verändert, die Nutzung von Kohle, Gas und Öl in der gesamten Wertschöpfungskette der Industriegesellschaft hat es mit sich gebracht. Auf der anderen Seite wäre der Mensch heute nicht da wo er ist ohne die wohlfahrtsstiftenden Wirkungen des Kohlenstoffs bei der Ernährung der Menschheit, der Energieversorgung, der Mobilität, der Eindämmung von Armut, der Bekämpfung von Krankheiten mit Medikamenten und vielen anderen Errungenschaften, die wir den vereinten Anstrengungen auch den Generationen vor uns verdanken. Und es wird einige Anstrengung kosten, die Auswirkungen unseres Tuns bis etwa 2100 in den Griff zu bekommen. Jeder Termin vorher für ein Armageddon ist Fiktion, da ist sich ernsthafte Wissenschaft einig.

Wir möchten noch einmal auf das verweisen, was wir im Juli 2017 abgeleitet hatten: Wie hoch kann die Konzentration an CO2 in der Atmosphäre anwachsen, um das 2°C- Ziel nicht zu reißen: es sind um die 600ppm. Geht man von aktuell (2017) 407 ppm CO2 aus und einem augenblicklichen Wachstum von 2,11 ppm im Mittel pro Jahr, wären die 600 ppm im Jahre  2108 erreicht. Natürlich wäre es notwendig, bis  Ende dieses Jahrhunderts die globalen CO2-Emissionen auf nahe Null zu senken – eine Aufgabe für drei globale Generationen und nicht für drei deutsche Legislaturperioden.

Das sehen Aktivisten anders. Sie lassen verkünden, dass in 12 Jahren die schwarz/weiß karierte Flagge kommt für die Menschheit: The race is over! Es ist schwierig, dies zu begründen, daher wird versucht, jedes Wetter zu nutzen. So kann es auch in Finnland warm werden, wenn der Wind von Süden weht im Sommer. Das sollte nicht wundern bei der hohen Sonneneinstrahlung, aber es wird immer wieder agitatorisch ausgenutzt, das Wetter zu Klima gemacht.  Man kann es recht einfach nachrechnen, an wie vielen Tagen überschritt die tägliche Maximaltemperatur dort 26 °C?

Abb.3: Die Anzahl der Tage über ganz Finnland mit einer Maximaltemperatur von über 26°C. Daten: E-OBS (KNMI)

 

Man erkennt leicht, dass sowas immer mal wieder vorkommt, in der Tendenz könnte es mehr werden, und signifikante Aussagen sind kaum zu treffen. Es besteht kein Grund, über heiße finnische Tage in Panik zu verfallen. Ein weiterer oft kolportierter Zusammenhang: Der Klimawandel sorge für mehr / stärkere tropische Stürme wie Hurrikans (im Atlantik) und Taifune ( im Pazifik). Immer wenn ein solcher tropischer Sturm auftrat in den letzten Jahren lasen wir Artikel wie diesen. Es wird der simple thermodynamische Schluss gezogen: Wärmeres Wasser enthält mehr Energie und die macht Stürme schlimmer. Eine aktuelle Arbeit von weltweit führenden Forschern zu diesem Thema stellt klar, dass es eben nicht so einfach ist. Sie finden viele Unsicherheiten und insbesondere die atlantischen Hurricans sind nicht dem Klimawandel zuzuschreiben, noch nicht einmal die damit verbundenen extremen Niederschläge:

„To date, there is not convincing  evidence of a detectable anthropogenic influence on hurricane precipitation rates,…“

Da 2019 eine recht aktive Hurrikan-Saison werden könnte , müssen wir auf die Zuweisung zum Klimawandel durch Aktivisten gefasst sein. Dabei ist dieser Schluss, folgt man der Wissenschaft, nicht gerechtfertigt. Simple Panikmache! Aber wir kennen ja Greta Thunbergs Aussage: Wir wollen Panik! Auch oft vermeldet: Waldbrände hierzulande sind stark der „Klimakrise“ (starkdeutsch für  –wandel)  geschuldet. Dabei sind Waldbrände Folgen von Trockenheit. Nicht die Wärme ist daran schuld,  sondern der Niederschlagsmangel. Und wie sieht es damit im Sommer aus, in Deutschland?

Abb.4: Der Niederschlag in Deutschland im Sommer seit 1880. Quelle.

 

Der DWD stellt fest: kein Trend seitdem gemessen wird. Es war im Vorjahr ungewöhnlich trocken, daher gab es mehr Waldbrände, das ja. Nur ein Klimasignal zeichnet sich dadurch aus, dass es einen Langzeittrend gibt. Niente! Alle, die ein Wetterereignis ausnutzen für ihre Agenda müssen sich fragen lassen: Was ist das für eine Agenda, für die man so lügen muss?

Ein anderes Beispiel ist die Häufung von persistenten (man könnte auch weniger geschraubt formulieren: länger anhaltenden) Wetterlagen, die „Tod und Verderben bringen“ infolge des Klimawandels.  Schuld daran sei der „verebbende Jetstream“, das ist ein „Schweizer Messer“ für den Aktivisten. Man kann damit alles begründen: Zu viel Kälte, zu viel Wärme, zu viel Niederschlag, zu wenig, einfach alles was nicht dem Mittelwert entspricht. In einer Kolumne zeigt Prof. Rahmstorf warum das so ist, und am Ende zitiert er einen Artikel in „Science“ und zeigt ein Diagramm…

 

Abb.5: Der fallende Trend in den zonalen( West-Ost)  Winden über Europa im Sommer (JJA), Quelle

 

…und legt dar: “Die Daten zeigen u.a. eine Verlangsamung des Jet Stream.“

Werfen Sie bitte einen Blick auf die Geschwindigkeiten des zonalen Windes auf der Ordinate: Im Mittel keine 30 km/h. Und das soll der Jetstream, der „Starkwindgürtel“,  sein? Wir machen uns auf Spurensuche und finden in der Originalarbeit die Bildunterschrift: „ …Variables are calculated at 500 mb and averaged over 35°N-70°N…“. 500 mb Luftruck entsprechen einer Höhe von ca. 5500 m. Eine beliebte Höhe in der Meteorologie: Es ist recht genau der halbe Luftdruck als auf dem Boden. Und wo  ist der Jetstream?

Wir werden fündig beim britischen Metoffice:  In einer Höhe von 5-7 Meilen über der Erdoberfläche bläst er, das sind 8-11 km Höhe! Ein fallender Trend der zonalen Winde in 5500 m Höhe um 3,3% in 35 Jahren (!) – vgl. die angegebene Trendsteigung in Abb. 3 – soll also was genau sagen? Dass die Winde da ein klitzekleines Bisschen nachlassen, bei weiter Streuung der Messwerte ohne  Signifikanz (95% Konfidenz) wo der Jetstream laut MetOffice gar nicht ist? Wir haben dahin geschaut, wo der Jetstream am heftigsten weht, in der Höhe von nahe 12 km Höhe (200mb Luftdruck) wo die Jets wirklich fliegen, und die gleichen Daten dort ausgewertet wie die Autoren der von Rahmstorf zitierten Arbeit, ERAinetrim .

 

Abb.6: Die zonale Geschwindigkeit des echten Jetstreams über Europa im Sommer: ohne Trend (dick schwarz).

 

Es gibt keinen fallenden Trend im Jetstream. So ist es wohl so, dass sich die zonalen Winde in 5 km Höhe ein ganz klein wenig verlangsamt haben, eine gesicherte Aussage hierzu jedoch nicht möglich ist und der eigentliche Jetstream in viel größerer Höhe unbeeindruckt (mit recht hoher Variabilität von Jahr zu Jahr) seine Bahnen zieht in West-Ost Richtung. Die von Rahmstorf zitierte Arbeit orakelt zum Jetstream wo er gar nicht ist!

Das sind beliebte Mittel, die Leserschaft zu verunsichern und solche Sätze wie:“…sind konsistent mit Modellerwartungen“ sind nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurden!  Denn Modelle wie sie bisher verwendet werden, wurden  „angepasst“ aus dem Bauch heraus,:

„Climate scientists have become so used to explaining how their models are based on fundamental laws and physical principles, we sometimes ourselves forget the crude approximations and seat-of-the-pants reasoning that underpins many of their important aspects.”

wie ein führender Modell-Experte, Björn Stevens vom Hamburger Max Planck Institut für Meteorologie, unumwunden erklärt und bessere Modelle anstrebt, was aller Ehren wert ist. Lassen Sie sich also nicht ins Bockshorn jagen. Panik ist ein schlechter Ratgeber für das was vor uns liegt. Technologie und Erfindungsreichtum ist gefragt. Prüfen sie immer kritisch was Ihnen vorgesetzt wird: Vieles ist Lüge für eine vermeintlich gute Sache. Solche Art von Lügen sind  jedoch besonders verhängnisvoll.

 

Eisiges Geheimnis endlich gelüftet: Patagonisches Eis ist viel mächtiger als bisher angenommen

Pressemitteilung der University of California – Irvine vom 3. Juni 2019:

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Patagonia ice sheets thicker than previously thought, study finds

UCI, South American glaciologists characterize protected region with new methods

After conducting a comprehensive, seven-year survey of Patagonia, glaciologists from the University of California, Irvine and partner institutions in Argentina and Chile have concluded that the ice sheets in this vast region of South America are considerably more massive than expected. Through a combination of ground observations and airborne gravity and radar sounding methods, the scientists created the most complete ice density map of the area to date and found that some glaciers are as much as a mile (1,600 meters) thick. Their findings were published today in the American Geophysical Union journal Geophysical Research Letters.

“We did not think the ice fields on the Patagonian plateau could be quite that substantial,” said co-author Eric Rignot, Donald Bren Professor and chair of Earth system science at UCI. “As a result of this multinational research project, we found that – added together – the northern and southern portions of Patagonia clearly hold more ice than anticipated, roughly 40 times the ice volume of the European Alps.” Patagonia is home to the largest ice fields in the Southern Hemisphere outside Antarctica, and its glaciers are among the fastest-moving in the world. Surface elevation observations from satellite radar altimetry and optical imagery have shown that most of the ice slabs in the region have been thinning rapidly over the past four decades. The contribution to global sea level rise from their melting has increased at an accelerating pace during that time.

Study co-author M. Gabriela Lenzano, a researcher with Argentina’s National Scientific and Technical Research Council, said the results will “help the scientific community better explain the interactions and consequences of ice sheet dynamics and climate on this cold environment – and the impact on communities and ecosystems downstream.” With more precise knowledge of the size and shape of the glaciers in this highly protected region – much of which is contained in one of the world’s largest national park systems – researchers and planners will be able to more accurately model the effects of global warming and plan for potential disruptions in freshwater resources that serve its inhabitants.

“This is why having accurate maps of the ice thickness is a priority,” said lead author Romain Millan, who was a UCI graduate student in Earth system science for the bulk of this research project and is now a postdoctoral scholar at the Institute of Environmental Geosciences in Grenoble, France. “It is fundamental to get the right contours and depth of the glacial valleys; otherwise, simulations of glacier retreat will always be wrong.” The difficulty in quantifying bed elevation and thickness has limited scientists’ ability to predict the region’s potential contribution to sea level rise; model glacier dynamics in response to climate change; study the impacts on freshwater resources; or prepare against such hazards as lake outburst flooding, which occurs when a dam containing a glacial lake fails.

Past attempts to gauge the total heft of the ice have fallen short, because traditional sounding techniques were limited to the shallowest sections of the ice field. Another obstacle has been the temperate nature of Patagonian ice. The frozen water in the glaciers is near its melting point from the top to the bottom; the higher water content makes this kind of ice more difficult to measure with radar. To overcome these challenges, the scientists took to the skies, flying over broad stretches of terrain in helicopters and fixed-wing aircraft equipped with gravimeters, devices that can determine the ice volume by reading changes in Earth’s gravitational field. The addition of data collected by glaciologists from Chile’s Center for Scientific Studies, who had mapped ice thickness with low-frequency airborne radar sounding since 2002, was instrumental in creating a more comprehensive description of the area’s conditions.

“This research has been enhanced and successfully completed thanks to our collaboration with the Rignot group at UCI and our Argentinean colleagues, with whom we have worked at both sides of the southern Patagonia ice field – disregarding the political border that divides the region,” said co-author Andrés Rivera of the Chilean center. Support for this project was provided by the Gordon and Betty Moore Foundation, NASA’s Jet Propulsion Laboratory and NASA’s Operation IceBridge mission.

 

Mai 2019 in Deutschland viel zu kühl

Mal zu heiß mal zu kalt, selten genau richtig. Deutscher Wetterdienst am 29. Mai 2019:

Deutschlandwetter im Mai 2019

Nach 13 Monaten in Folge erstmals wieder zu kühl

Nachdem der Sommer auch 2019 bereits im April ein Gastspiel gegeben hatte, schlug der Mai eine völlig andere Richtung ein. Besonders in der ersten Monatshälfte wehte immer wieder kühle Luft von Nordwesten und Norden heran. Hoher Luftdruck brachte dabei an manchen Tagen sonniges Wetter, aber nochmals verbreitet Nachtfröste. Ansonsten sorgten Tiefdruckgebiete vor allem im Süden für reichlich Niederschlag, der sogar teilweise bis ins Flachland vorübergehend als Schnee fiel. Insgesamt verlief der Mai nach 13 Monaten in Folge erstmals zu kühl. Er war nass bei unterdurchschnittlichem Sonnenschein. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Und so sieht das in der langjährigen Statistik seit 1881 aus (der abschließende blaue Balken ist 2019):

Quelle: DWD

 

In der Pressemitteilung wird auch der mangelnde Sonnenschein berichtet. Auch hierfür bietet der DWD eine Trendgraphik an:

Quelle: DWD

 

Die Sonnenscheindauer hat sich im Mai während der letzten 70 Jahre statistisch verlängert. Liegt hier zumindest eine Teilursache für die gleichzeitige Erwärmung? Was genau hat die Wolken vertrieben? CO2?

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MorningBriefing am 8. Juni 2019:

Die Deutschen sind wetterparanoid geworden

Rekordhitze, Dürresommer, Starkregen, Waldbrände und Klimawandel: Es wird immer schlimmer und wir werden alle sterben. So zumindest die Meinung vieler Menschen. „Früher war das nicht so schlimm“, heißt es. Erst haben wir Panik vor einem Dürresommer und nur wenige Wochen später beklagen wir zu viel Regen. Sind wir alle paranoid geworden?

Der Deutsche hätte wohl gern ganzjährig 22,14157845 Grad. Alles, was davon abweicht, ist schlechtes Wetter oder ein klimawandelbedingter Weltuntergang. Es ist sofort „zu heiß“ oder „zu kalt“ oder „zu nass“ oder „zu trocken“. Die Menschen werden natürlich durch neugrüne Medien regelrecht aufgehetzt. So hatte der Wetterdienst davor gewarnt, dass es ein schlimmer Dürresommer geben könnte, wenn es nicht regnen sollte. Unsere grünradikalen Medien haben folgendes daraus gemacht: „2019 droht ein neuer Dürresommer“.

Weiterlesen im MorningBriefing

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Welt.de am 7. Juni 2019:

Vier Fragen an Fridays for Future

Wir sind alle für den Klimaschutz, nicht nur Ihr Jungen, sondern auch wir Alten – ich selbst bin im Jahr 1948 geboren. Schließlich möchten wir auch unseren Nachfolgern eine lebenswerte Welt sichern. Aber ich habe einige Fragen an euch.

[...]

Hier also meine erste Frage:

1) Seid ihr bereit, dass wir in Deutschland zeitweise, wenn es eng wird, den Strom abschalten?

Noch müssen rund 3000 km an Hochspannungstrassen in Deutschland gebaut werden, um die besagte Nord-Süd-Verbindung herzustellen. Die reale Ausbaugeschwindigkeit liegt pro Jahr bei rund 80 Kilometern. Die Pläne dazu liegen vor. Bürger in den Landkreisen und Gemeinden, in denen die Trassen gebaut werden sollen, wenden sich aus Gründen des Landschafts- und Umweltschutzes dagegen, selbst wenn die Trassen unter die Erde gelegt werden, denn dann entstehen 50 Meter breite Schneisen für die Supraleitkabel, die den Boden erhitzen und elektromagnetisch belasten.

Weiterlesen auf Welt.de

 

Regionales Flutrisiko wird von Ozeanzyklen mitgesteuert

Wenn Flüsse über die Ufer treten und ganze Landstriche unter Wasser setzen herrscht Katastrophenalarm. Tritt eine solche Flut auf, ist heutzutage reflexhaft der Klimawandel als Bösewicht identifiziert. Dabei wird vergessen, dass man das Geschehen im langfristigen Kontext der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende sehen muss.

Bereits 2013 hat ein Team um Yukiko Hirabayashi das Überflutungsrisiko in verschiedenen Teilen der Erde simuliert. Während es in einigen Regionen wohl steigt, sinkt es in anderen ab:

Global flood risk under climate change
A warmer climate would increase the risk of floods1. So far, only a few studies2,3 have projected changes in floods on a global scale. None of these studies relied on multiple climate models. A few global studies4,5 have started to estimate the exposure to flooding (population in potential inundation areas) as a proxy of risk, but none of them has estimated it in a warmer future climate. Here we present global flood risk for the end of this century based on the outputs of 11 climate models. A state-of-the-art global river routing model with an inundation scheme6 was employed to compute river discharge and inundation area. An ensemble of projections under a new high-concentration scenario7 demonstrates a large increase in flood frequency in Southeast Asia, Peninsular India, eastern Africa and the northern half of the Andes, with small uncertainty in the direction of change. In certain areas of the world, however, flood frequency is projected to decrease. Another larger ensemble of projections under four new concentration scenarios7 reveals that the global exposure to floods would increase depending on the degree of warming, but interannual variability of the exposure may imply the necessity of adaptation before significant warming.

Najibi & Devineni 2018 zeigten, dass Trends in den Überflutungen stark an die Ozeanzyklen wie NAO, AMO und PDO gekoppelt sind:

Recent trends in the frequency and duration of global floods
Frequency and duration of floods are analyzed using the global flood database of the Dartmouth Flood Observatory (DFO) to explore evidence of trends during 1985–2015 at global and latitudinal scales. Three classes of flood duration (i.e., short: 1–7, moderate: 8–20, and long: 21 days and above) are also considered for this analysis. The nonparametric Mann–Kendall trend analysis is used to evaluate three hypotheses addressing potential monotonic trends in the frequency of flood, moments of duration, and frequency of specific flood duration types. We also evaluated if trends could be related to large-scale atmospheric teleconnections using a generalized linear model framework. Results show that flood frequency and the tails of the flood duration (long duration) have increased at both the global and the latitudinal scales. In the tropics, floods have increased 4-fold since the 2000s. This increase is 2.5-fold in the north midlatitudes. However, much of the trend in frequency and duration of the floods can be placed within the long-term climate variability context since the Atlantic Multidecadal Oscillation, North Atlantic Oscillation, and Pacific Decadal Oscillation were the main atmospheric teleconnections explaining this trend. There is no monotonic trend in the frequency of short-duration floods across all the global and latitudinal scales. There is a significant increasing trend in the annual median of flood durations globally and each latitudinal belt, and this trend is not related to these teleconnections. While the DFO data come with a certain level of epistemic uncertainty due to imprecision in the estimation of floods, overall, the analysis provides insights for understanding the frequency and persistence in hydrologic extremes and how they relate to changes in the climate, organization of global and local dynamical systems, and country-scale socioeconomic factors.

Trends in der Wasserführung von Flüssen wurden von Gudmundsson et al. 2019 analysiert:

Observed Trends in Global Indicators of Mean and Extreme Streamflow
This study investigates global changes in indicators of mean and extreme streamflow. The assessment is based on the Global Streamflow Indices and Metadata archive and focuses on time series of the annual minimum, the 10th, 50th, and 90th percentiles, the annual mean, and the annual maximum of daily streamflow. Trends are estimated using the Sen‐Theil slope, and the significance of mean regional trends is established through bootstrapping. Changes in the indices are often regionally consistent, showing that the entire flow distribution is moving either upward or downward. In addition, the analysis confirms the complex nature of hydrological change where drying in some regions (e.g., in the Mediterranean) is contrasted by wetting in other regions (e.g., North Asia). Observed changes are discussed in the context of previous results and with respect to model estimates of the impacts of anthropogenic climate change and human water management.

Trends variieren stark von Region zu Region. Aus den Conclusions:

A striking result is that in most cases the sign of regional trends is consistent across all indices. This implies that the entire flow distribution is changing upward or downward in the respective regions, indicating generally wetter or drier conditions. In other words, increasing low flows are in most cases associated with increasing high flows (and vice versa), contradicting the common notion that flood and drought risk may increase simultaneously. Another feature of the results is that for some regions (West North America, East North America, and North‐East Brazil) the sign of the trends has varied with respect to the considered period, suggesting low‐frequency variability in the baseline climate signal and that care is needed in the interpretation of the associated change patterns. Among all considered regions, South Europe/Mediterranean had the strongest signal with consistent negative trends in all indices throughout all considered time periods. Other regions with predominantly negative trends include Southern Africa, South Australia/New Zealand, and potentially South Asia. In addition, Northeastern Brazil experienced drying conditions for the last two time periods but had a consistent wetting trend for the first period. Consistent wetting trends were observed in Central North America, Southeastern South America, North Europe, and North Asia, although the trend weakens for the last period in Central North America and Southeast South America. Overall, these wetting trends are not equally visible in all regions and throughout all indices.

 

Kein Grund zur Panik: Der oszillierende Golfstrom

Der Golfstrom liefert “Fernwärme” für Westeuropa. Einige Klimaaktivisten malen Horrorszenarien an die Wand, dass sich der Golfstrom aufgrund des Klimawandels verlangsamt oder gar stoppt – mit fatalen Folgen für Europa. Andere Wissenschaftler sehen hierfür in den harten Daten jedoch keinen Hinweis. Den bisherigen Verlauf der Diskussion finden Sie in unserem dkS-Archiv. Heute im Blogpost: Was gibt es Neues zum Golfstrom?

Im Februar 2019 berichteten Lozier et al. in Science, dass die Modelle nicht einmal die wichtigsten Antriebe des Golfstroms korrekt quantifizieren. Der dominante Faktor sei nicht die Labradorsee östlich Kanadas, sondern das Nordmeer östlich von Grönland. Siehe auch Bericht in The Daily Caller.

Der Golfstrom ist offenbar gar nicht so anfällig gegen den Klimawandel wie gedacht. ScienceNews am 31. Januar 2019:

Climate change might not slow ocean circulation as much as thought

New findings from an international ocean observing network are calling into question the long-standing idea that global warming might slow down a big chunk of the ocean’s “conveyor belt.” The first 21 months of data from sensors moored across much of the North Atlantic are giving new insight into what controls the strength of the Atlantic Meridional Overturning Circulation, a system of currents that redistributes heat around much of the Western Hemisphere.

Researchers had thought the strength of that circulation, known by the acronym AMOC, was largely influenced by the sinking of cold freshwater in the Labrador Sea, between Greenland and Canada. And climate simulations suggest that the sea’s deepwater formation might slow as the world continues to warm — which also could slow down the entire Atlantic current system and possibly make temperatures on land in the northeastern United States and the United Kingdom plunge. That concept inspired the (otherwise unrealistic) 2004 climate apocalypse film The Day After Tomorrow.

Weiterlesen auf ScienceNews

Über fundamentale Verständnisprobleme handelt auch dieser MDR-Beitrag aus dem Juli 2018:

Bringt uns ein schwacher Golfstrom Wärme?
Eine neue Studie sorgt für Aufregung und viel Kritik. Darin geht es um den Golfstrom. Bisher hieß es: Wenn er schwächer wird und womöglich ganz ausbleibt, dann wird es kalt. Ein Forscherteam aus China und den USA behauptet nun das Gegenteil. Sie sagen, ein schwächer werdender Golfstrom heizt die globale Temperatur nochmal so richtig an.

Weiterlesen beim MDR.

Siehe auch Artikel zur Studie in der Welt. Anhänger der harten IPCC-Linie waren entsetzt. Klimareporter findet die Studie gar nicht gut und nennt sie “provokant”. Auch die dem Klimaalarm zugeneigte SZ war unzufrieden. Am besten ist es, die Ergebnisse ungefiltert direkt von den Autoren erklärt zu bekommen. Hier die dazugehörige Pressemitteilung der University of Washington vom 18. Juli 2018:

Atlantic Ocean circulation is not collapsing – but as it shifts gears, global warming will reaccelerate

A huge circulation pattern in the Atlantic Ocean took a starring role in the 2004 movie “The Day After Tomorrow.” In that fictional tale the global oceanic current suddenly stops and New York City freezes over. While many aspects of the movie are unrealistic, oceanographers are concerned about the long-term stability of the Atlantic Ocean circulation, and previous studies show that it has slowed dramatically in the past decade. New research from the University of Washington and the Ocean University of China finds the slowdown is not caused by global warming but is part of regular, decades-long cycle that will affect temperatures in coming decades. The paper [Chen & Tung 2018] was published July 18 [2018] in Nature.

“Climate scientists have expected the Atlantic overturning circulation to decline long-term under global warming, but we only have direct measurements of its strength since April 2004. And the decline measured since then is 10 times larger than expected,” said corresponding author Ka-Kit Tung, a UW professor of applied mathematics with an adjunct appointment in atmospheric sciences.

“Many have focused on the fact that it’s declining very rapidly, and that if the trend continues it will go past a tipping point, bringing a catastrophe such as an ice age. It turns out that none of that is going to happen in the near future. The fast response may instead be part of a natural cycle and there are signs that the decline is already ending.”

The results have implications for surface warming. The current’s speed determines how much surface heat gets transferred to the deeper ocean, and a quicker circulation would send more heat to the deep Atlantic. If the current slows down, then it will store less heat, and Earth will be likely to see air temperatures rise more quickly than the rate since 2000.

“The global climate models can project what’s going to happen long-term if carbon dioxide increases by a certain amount, but they currently lack the capability to predict surface warming in the next few decades, which requires a knowledge of how much the excess heat trapped by greenhouse gases is being absorbed by the oceans,” Tung said.

The Atlantic Meridional Overturning Circulation, or AMOC, is a conveyor belt that brings surface water northward in the Atlantic; from there, the heavier salty water sinks and returns at depth from the Labrador and Nordic seas, near the North Pole, all the way south to the Southern Ocean. Most people are interested in what happens at the surface — the Gulf Stream and associated Atlantic currents carry warmer water north, bringing mild temperatures to Western Europe.

But the new paper argues that the most important step, from a climate perspective, is what happens next. In the North Atlantic, the saltier water from the tropics sinks almost a mile (1,500 meters). As it does, it carries heat down with it away from the surface.

Changes in the strength of the AMOC affect how much heat leaves our atmosphere. The new study uses a combination of data from Argo floats, ship-based temperature measurements, tidal records, satellite images of sea-surface height that can show bulges of warm water, and recent high-tech tracking of the AMOC itself to suggest that its strength fluctuates as part of a roughly 60- to 70-year, self-reinforcing cycle.

When the current is faster, more of the warm, salty tropical water travels to the North Atlantic. Over years this causes more glaciers to melt, and eventually the freshwater makes the surface water lighter and less likely to sink, slowing the current.

When the AMOC is in a slow phase, the North Atlantic becomes cooler, ice melt slows, and eventually the freshwater melt source dries up and the heavier saltier water can plunge down again, which speeds up the whole circulation.

The new study argues that this current is not collapsing, but is just transitioning from its fast phase to its slower phase – and that this has implications for heating at the surface.

From 1975 to 1998, the AMOC was in a slow phase. As greenhouse gases were accumulating in the atmosphere, Earth experienced distinct warming at the surface. From about 2000 until now, the AMOC has been in its faster phase, and the increased heat plunging in the North Atlantic has been removing excess heat from the Earth’s surface and storing it deep in the ocean. “We have about one cycle of observations at depth, so we do not know if it’s periodic, but based on the surface phenomena we think it’s very likely that it’s periodic,” Tung said.

The new paper supports the authors’ previous research showing that since 2000, during which observations show a slowdown in surface warming, heat has accumulated deep in the Atlantic Ocean. The new study shows this is the same period when Atlantic overturning circulation was in its fast phase.

Recent measurements of density in the Labrador Sea suggest the cycle is beginning to shift, Tung said. That means that in coming years the AMOC will no longer be sending more of the excess heat trapped by greenhouse gases deep into the North Atlantic. “The good news is the indicators show that this slowdown of the Atlantic overturning circulation is ending, and so we shouldn’t be alarmed that this current will collapse any time soon,” Tung said. “The bad news is that surface temperatures are likely to start rising more quickly in the coming decades.”

The first author is Xianyao Chen at the Ocean University of China and Qingdao National Laboratory of Marine Science and Technology. The study was funded by the U.S. National Science Foundation, the Natural Science Foundation of China, the National Key Basic Research Program of China and a Frederic and Julia Wan Endowed Professorship.

 

 

Figure: The top panel shows global average surface temperature changes since 1950, with two periods of slower change and a period of rapid warming from 1975 to 2000. The lower panels show the strength of the Atlantic overturning circulation. The blue (and, on the right, purple) curve is the salinity north of 45N, an indirect measure, or proxy, for the AMOC strength. The green curve is an established proxy of AMOC.Ka-Kit Tung/University of Washington

 

Die Welt am 21. Juli 2019:

„Bereits seit den 40er-Jahren werden Tiefentemperaturen im Nordatlantik gemessen“, berichtet Professorin Monika Rhein von der Universität Bremen. Diese Temperaturen sind ein indirekter Hinweis auf die Stärke des Golfstroms. „Diese Messdaten zeigen starke Schwankungen, aber keinen Trend in irgendeine Richtung“, bilanziert die Ozeanografin die langen Messreihen. Eine Abnahme des Golfstroms ist also bislang nicht festzustellen.

Das Deutsche Klimakonsortium gab im Juli 2018 eine Broschüre zum Golfstrom heraus.

Thibodeau et al. 2018 analysierten Sauerstoffisotope von Foraminiferen eines Nordwestatlantischen Sedimentkerns und fanden, dass die Abschwächung des Golfstroms (AMOC) im 20. Jahrhundert in den 1970er Jahren zu einem Golfstrom-Minimum führte. Besonders schwach war der Golfstrom aber auch während der Kleinen Eiszeit, einer natürlichen Kaltphase. Siehe auch Bericht in der Daily Mail.

McCarthy et al. 2018 fanden, dass ein Teil der Variabilität des Golfstroms mit dem NAO-Ozeanzyklus zusammenhängt.

Yan et al. 2018 bemängeln, dass Klimamodelle die starke Variabilität des Golfstroms nur in sehr abgeschwächter Form abbilden, ein bedeutender Mangel der Simulationen.

Todd et al. 2018 dokumentieren kurzfristige Änderungen des Golfstroms nach starken Hurrikanen.

Good et al. 2018:

The observed AMOC overturning has decreased from 2004–2014, but it is unclear at this stage whether this is forced or is internal variability.

Lique & Thomas 2018 warnen, dass sich die Lage des Golfstroms im Laufe der Zeit ändern könnte. Bericht auf Scinexx dazu:

Nordatlantik: Klimawandel verschiebt Umwälzpumpe

Absinkzonen der atlantischen Umwälzströmung könnten sich stark verlagern

Verschobener Strömungsmotor: Der Klimawandel könnte die atlantische Umwälzströmung nicht nur schwächen, sondern auch verschieben, wie eine Simulation nun nahelegt. Die großen Absinkzonen warmen Wassers lägen dann nicht mehr vor Grönland wie heute, sondern im Nordpolarmeer und im subtropischen Atlantik. Das jedoch könnte die Strömung stark beeinflussen – und auch den Wärmeaustausch und die Pufferwirkung des Ozeans verändern, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Climate Change“ berichten.

Weiterlesen auf Scinexx

 

Haben Dürren die Maya-Kultur zu Fall gebracht?

Artikel in Eos:

Severe Drought May Have Helped Hasten Ancient Maya’s Collapse
Chemical signatures from sediments in lake cores reveal that the centuries-long drought during the fall of Classic Maya civilization was worse than researchers had imagined. For centuries, the Maya people relied on rain to keep them alive. But then, suddenly, the skies went dry. At least, that’s what the latest research suggests. From about 250 to 900 CE, the Maya thrived in what’s known as its Classic period. During this time, the Maya built cities with plazas and multistory temples, devised a complex calendar system, and housed an urban population density that rivals Los Angeles County today. But then, sometime between the 8th and 9th centuries, many of the bustling Maya cities fell silent. By around 900 CE, a number of the grand cities had been abandoned. [...] A study unveiled today in Science offers fodder for another answer: a severe drop in rainfall that coincided with the Maya downfall.

Weiterlesen in Eos

Siehe auch unsere Beiträge Nichts Neues: Dürren machten Südamerika auch in vorindustriellen Zeiten zu schaffen und Früher war nicht alles besser: Neues aus der südamerikanischen Dürreforschung

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In China fällt ein Sack Reis um: Der Klimawandel hat Schuld. In Lummerland entgleist die Bimmelbahn – natürlich wegen des Klimawandels. In Wien schließt Österreichs größter Indoor-Spielplatz: Der Betreiber gibt dem Klimawandel die Schuld. Letzteres ist nachzulesen im Kurier am 4. Februar 2019:

Der Bogi Park schließt: Betreiber gibt Klimawandel die Schuld
Österreichs größter Indoor-Spielplatz sperrt am 17. März zu. Spielzeug und Bälle des berühmten Bällebades werden versteigert. [...] „Uns tut es leid“, sagt Geschäftsführer Andreas Trettler. Aber: „Sieben Monate Sommer sind einfach zu viel.“ Im Vorjahr sei das Wetter von April bis Oktober recht mild gewesen – keine guten Voraussetzungen also für einen Indoor-Spielplatz.  „Das mit dem Wetter soll ja auch so weitergehen. Und bevor wir zusperren müssen, sperren wir aus eigener Entscheidung zu“, sagt Trettler. [...]

Einfach genial: Wetter zu gut, Kinder wollen lieber draußen spielen. Der Betreiber ein Klimawandelopfer. Vermutlich bekommt er eine Kompensation aus dem milliardenschweren Klimawandelopfertopf der UN….

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Einen Tag zuvor, am 3. Fabruar 2019, hatte die Berliner Zeitung eine ähnliche Klimawandelhorrormeldung im Blatt:

Klimawandel bedroht Start-up dreier Berliner: Das Ende vom Olivenöl
[...] Genau hier senken sich aber auch dunklere Wolken über das griechisch-deutsche Paradies. Nur wenige Wochen vor der letzten Ernte ist der Wirbelsturm Sorbas über den Peloponnes hinweggefegt. Anthoulas Mann, der Großvater von Amadeus, hat sein Fischerboot an Sorbas abgeben müssen. Sorbas war ein sogenannter Medicane. Den erklären Meterologen als Sturmtief, das sich im Mittelmeer bilden kann, wenn das Wasser extrem hohe Temperaturen aufweist. Das Wort setzt sich zusammen aus Mediterran und Hurricane, die Stürme ähneln auch einem Hurrikan, sind aber kleiner und kurzlebiger. Sorbas aber kam mit unerwartet großer Wucht daher, nahm nicht nur das Boot vom Großvater mit, sondern verwüstete ganze Küstengebiete. Noch ist das Phänomen der Medicane zu jung, um Aussagen darüber zu machen, inwieweit und ob sie mit dem Klimawandel zusammenhängen, aber das beruhigt weder die Fischer noch die Olivenbauer. Sie brauchen keine meteorologischen Studien, um zu erkennen, dass sich die Natur in bedrohlichem Wandel befindet. „Über meine ganze Kindheit, seit ich hierherkomme, gab es nur gute Ernten“, sagt Amadeus, „mal mehr, mal weniger, aber um das Wetter und die Ernte hat man sich hier nie Sorgen gemacht. Ernteausfälle – das kannte man gar nicht.“ Inzwischen lebt man mit verringerten Erträgen, um die zwanzig bis dreißig Prozent betrug zuletzt der Ernteausfall gegenüber dem Jahr zuvor, das hatte es in dieser Region noch nie gegeben. Ilias, der Chef der Ölmühle, kann noch weiter zurückblicken: „Der Klimawandel hat schon jetzt enormen Einfluss auf unsere Olivenernte. Die Änderungen wurden besonders in den vergangenen fünf Jahren immer spürbarer.

Die Wissenschaft kann keinen Zusammenhang zwischen Stürmen und Klimawandel finden, da behauptet der Ölmühlenchef ihn einfach mal frech. Passt in den Zeitgeist. Dazu Applaus vom Redakteur. So funktioniert die postfaktische Gesellschaft. Wenn es sich nicht beweisen lässt, nimmt man es einfach an. Lesetipp: “Lehren aus der Klimageschichte: Kälte und schwache Sonne befeuern Sturmtätigkeit in Europa

 

Klimaschutz: Eine echte Feministin hat keine Kinder

Vortrag über den Klimawandel seit der kleinen Eiszeit von Prof. Horst Malberg, ehemals Leiter des Instituts für Meteorologie an der Freien Universität Berlin, auf der Konferenz der Bürgerrechtsbewegung Solidarität in Bad Salzuflen, 20. März 2010:

 

 

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Klimaschutz vor Kinderwunsch, sagt Verena Brunschweiger. Basler Zeitung am 28. März 2019 (nur für Abonnenten):

«Eine echte Feministin hat keine Kinder»

[...] Der «Guardian» stellte kürzlich fest, dass im Jahr 2040 die natürlichen Ressourcen derart knapp werden, dass es in Europa zu Verteilungskriegen kommen dürfte. Da wäre mein Kind 20. Entschuldigen Sie, aber da hätte ich ein schlechtes Gewissen. So eine Zukunft möchte ich keinem Kind antun. Und nochmals: Kinderverzicht ist der beste Umweltschutz, der grösste individuelle Beitrag, den man für den Klimaschutz leisten kann.

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Basler Zeitung am 4. November 2018:

Vorboten der Apokalypse

Wochenlanger Regen, orkanartige Winde, über 30 Tote: Italiener fragen sich, ob sie ein Konzentrat des Klimawandels erleben. Doch ein Teil des Leids ist hausgemacht.

[...] Dass es so dramatisch werden würde, damit hatte niemand gerechnet. Die Staatsanwaltschaft von Palermo prüft nun, ob die kleine Villa der Giordanos nicht viel zu nahe am Fluss gebaut war, am vermeintlich stillen Milicia. [...] Fünf Jahre sollen nun allein das Aufräumen und die Reinigung der Wälder brauchen. Und hundert Jahre sind nötig, um alles wieder so aufzuforsten, dass die Wälder ihre vitale Bestimmung zurückgewinnen: den Schutz der Dörfer und der Menschen. Ohne Wälder drohen ungebremste Erdrutsche, ja Erdlawinen. Das schöne Italien ist besonders gefährdet, weil seine Böden einerseits von Natur aus fragil und bewegt sind. Andererseits bezahlen die Italiener aber auch für ihre Sorglosigkeit beim Bauen: Das Land ist zubetoniert, meist illegal. Viele Flussbetten sind zu eng, die Siedlungsdichte oftmals zu gross.

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Artikel im schweizerischen Tagesanzeiger von 2016:

«Eine gigantische Umverteilung beginnt»

Das Klima sei ähnlich gewesen wie heute, als die mesopotamische Kultur verblüht sei, sagt Klimaforscher Heinz Wanner. Auch damals wanderten Völker aus.

REDAKTEUR: Herr Wanner, die Überschwemmungen der letzten Tage wurden sofort mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. Was halten Sie von solchen Reflexen?

WANNER: Ich bin da vorsichtig. Erst wenn sich solche Ereignisse über längere Zeit statistisch häufen, ist anzunehmen, dass ein Teil davon vom Menschen verursacht ist.

Weiterlesen im Tagesanzeiger

 

Japanische Baumringstudie: Alle 400 Jahre spielte der Regen verrückt

Roland Springer am 31. Mai 2019 auf Tichys Einblick:

Grüne Klimapolitik: Keine Alternative zur Öko-Diktatur?

Eine Studie renommierter Forscher berechnet die immensen Kosten und problematischen Folgen grüner Klimapolitik. Ist diese Politik auf demokratischem Wege überhaupt durchsetzbar oder die Öko-Diktatur alternativlos?

Der ehemalige grüne Umweltsenator der Hansestadt Hamburg, Fritz Vahrenholt, hat anhand der Ergebnisse einer Studie von drei renommierten natur- und technikwissenschaftlichen Akademien über die Energiesysteme der Zukunft jüngst in der Weltwoche einige Voraussetzungen und Folgen der geplanten drastischen Reduzierung der CO2-Erzeugung bis ins Jahr 2050 dargestellt. Demnach müsste für eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 90 Prozent, bei anhaltendem Verzicht auf die Kernenergie, die derzeitige Kapazität der Windkraft- und Photovoltaikanlagen versiebenfacht werden.

Praktisch bedeutet dies laut Vahrenholt: „Wir haben heute etwa 28.000 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von 57.000 Megawatt und 46.000 Megawatt Photovoltaik. Eine Versiebenfachung der Photovoltaikfläche würde fast alle in Deutschland möglichen Dach-Fassaden- und andere Siedlungsflächen erfassen. Eine Versiebenfachung der Kapazität der Windenergieanlagen würde selbst bei Verdopplung der Kapazität der einzelnen Anlagen Deutschland verändern. Alle 1,5 Kilometer würde eine 200 m hohe 3-5-MW-Anlage stehen.“

Weiterlesen auf Tichys Einblick

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Klimarekonstruktionen in Japan anhand von uralten Bäumen. Spannender Bericht der BBC aus dem Februar 2019 (siehe auch Auszüge auf WUWT):

How Japan’s ancient trees could tell the future

At his laboratory in a wooded grove in northern Kyoto, Takeshi Nakatsuka holds up a vacuum sealed bag. Inside, bobbing in a bath of brown water, is a glistening disk the size of a dinner plate and the color of rich gravy. This soggy circle is the remnants of a 2,800-3,000-year-old tree, recovered from a wetland – water included, so the spongy wood does not deform – in Japan’s Shimane Prefecture, just north of Hiroshima. Within this ancient trunk lie secrets that can help us prepare for the future.

Nakatsuka, a palaeoclimatologist at Japan’s Research Institute for Humanity and Nature, along with a diverse team of 68 collaborators, has spent the last decade developing a novel method to reveal bygone precipitation patterns and interpret their effect on society. The results offer unprecedented insight into 2,600 years of Japanese rainfall patterns. By teasing out information locked inside the preserved wood of ancient forests, they are able to reveal just how much rain fell around the country over the past two and half millennia. It is an extraordinary record.

About every 400 years, the researchers found, the amount of rain falling on Japan would suddenly become extremely variable for a period. The nation would toggle between multi-decadal bouts of flood-inducing wetness and warmer, drier years that were favorable for rice cultivation. As the rains came and went, Japanese society prospered or suffered accordingly.

Weiterlesen bei der BBC.

 

Dem Klimaalarm Wind aus den Segeln genommen: Insektenstudie aus Puerto Rico offenbar nicht robust

Der Begriff ‘Anthropozän” wurde von der stratigraphischen Kommission einhellig abgelehnt. Anhänger des Klimakatastrophismus benutzen den Term trotzdem gerne. Nnn meldete sich eine US-amerikanische Doktorandin, die mit dem Begriff “Anthropozän” nicht zufrieden ist. Dieser würde suggerieren, dass ALLE Menschen Schuld an der Klimakatastrophe hätten. Dies wäre falsch, denn Frauen und Naturvölker hätten weniger Schuld. Der University of Pennsylvania war dies sogar eine eigene Pressemitteilung wert. WUWT titelte dazu passend:

UPenn: The word “Anthropocene” is a Dangerous Generalisation which Ignores White Male Colonial Capitalist Guilt for Global Warming

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Trotz oder wegen Klimawandel? Der Hummerfang in Neuengland zeigt einen typischen Hockeystick-Verlauf, wie James Taylor auf WUWT darstellte:

 

Aber wie passt das mit dieser Meldung des Deutschlandfunks von 2016 zusammen?

Klimawandel: Baby-Hummer sterben, wenn es zu warm ist

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Kommunikationsstrategien spielen in der Klimadebatte eine große Rolle. Hier ein interessanter Artikel aus der Stuttgarter Zeitung dazu (für Abonnenten):

Kommunikationswissenschaft: Die Macht der Begriffe

Wer sagt was auf welchem Weg zu wem mit welchem Effekt? Damit beschäftigt sich die Kommunikationswissenschaft seit Jahrzehnten. Warum sie die Leitwissenschaft unserer Zeit ist – und kaum einer es bemerkt hat.

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Im März 2019 berichteten wir: Fragwürdige Temperaturdaten stellen Ergebnisse einer Insektenalarmstudie in Frage. Die GWPF forderte am 4. Februar 2019 in einem Brief (pdf hier) die Zeitschrift PNAS auf, das Paper von Lister & Garcia 2018 zurückzuziehen. Dies geschah jedoch nicht. Jedoch erschien nun am 29. Mai 2019 ein ausgezeichneter  Diskussionsbeitrag von Willig und Kollegen, der dem Alarm den Wind aus den Segeln nahm:

Populations are not declining and food webs are not collapsing at the Luquillo Experimental Forest

In PNAS, Lister and Garcia (1) report declines in abundances of understory arthropods and lizards between 1976 and 2012 and claim similar declines in populations of arthropods, frogs, and insectivorous birds based on data from the Luquillo Long-Term Ecological Research project (LUQ). Their conclusion, that increasing temperature has led to a collapse of the food web, has attracted considerable attention from public media, but this conclusion is not corroborated by empirical evidence from LUQ (see Supplementary Materials, https://luq.lter.network/pop-trends-yunque-luquillo). Also, the authors fail to consider the effects of hurricanes and subsequent changes during secondary succession.

[...]

Lister and Garcia (1) do not consider the effects of changing forest structure following Hurricane Hugo (1989), which inflated avian captures rates at the beginning of the sampling period (6, 7). Their conclusion that the abundance of the insectivorous Puerto Rican tody (Todus mexicanus) declined by 90% is not supported by mist-netting data (capture rates from 1980 are similar to those from 2005) or point-count data from the same period (figures 9–11 of Supplementary Materials).

We found no evidence to support the conjecture that food webs are collapsing at LUQ as a result of warming. The narrow focus on temperature-related aspects of climate change as the causative agent does not address the multiple disturbances (e.g., hurricanes and droughts) that affect the forest (8).

Ganzen Artikel auf PNAS lesen.

 

Klimadebatte im Zeitalter von Youtube

Die Medienlandschaft ist ständig in Bewegung. Früher gab es nur Zeitungen, dann kam das Radio dann das Fernsehen, dann Internetseiten und Blogs. Seit einiger Zeit drägen nun Youtube-Kanäle kräftg nach vorne. Heute wollen wir Ihnen vier Youtube-Beiträge auf dem Kanal ‘Kommentare zu Politik’ zu Rezo vorstellen:

1) Klimapolitik, Rezo Zerstörung

 

 2) Wird REZO bezahlt für WAHLWERBUNG? Ich decke auf: Influencer und Manipulation

 

 3) ZERSTÖRUNG des REZO – Ich reagiere auf Hasskommentare | Zerstörung CDU

 

 4) Kommentar: Rezo Zerstört CDU – Youtuber probiert sich in Politik – Zerstörung der CDU?

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Beitrag von Klaus Müller von 2007 auf Epochtimes: Das UN-Gremium IPCC ist ein politisches Gremium und kein wissenschaftliches.

 

 

Gezeitenwirkung der Planeten beeinflusst 11-jährigen Sonnen-Aktivitätszyklus

Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) vom 27. Mai 2019:

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Die Sonne im Rhythmus der Planeten

Neue Studie bekräftigt Einfluss planetarer Gezeitenkräfte auf die Sonnenaktivität

Es ist eine der großen Fragen der Sonnenphysik, warum die Aktivität der Sonne einem regelmäßigen 11-Jahres-Rhythmus folgt. Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) präsentieren nun neue Hinweise darauf, dass die Gezeitenwirkung von Venus, Erde und Jupiter das Magnetfeld der Sonne beeinflusst und so den Sonnenzyklus steuert. Über seine Ergebnisse berichtet das Forscherteam in der Fachzeitschrift Solar Physics (doi: 10.1007/s11207-019-1447-1).

Für einen Stern wie die Sonne ist es an sich nicht ungewöhnlich, dass die magnetische Aktivität zyklisch schwankt. Allerdings können bisherige Modelle den sehr regelmäßigen Zyklus der Sonne nicht zufriedenstellend erklären. Dem Forscherteam vom HZDR gelang es jetzt zu zeigen, dass die Gezeitenwirkung der Planeten auf die Sonne als eine äußere Uhr den entscheidenden Ausschlag für deren gleichförmigen Rhythmus gibt. Die Forscher verglichen dafür historische Beobachtungen der Sonnenaktivität über die letzten tausend Jahre systematisch mit Planetenkonstellationen und wiesen statistisch die Kopplung der beiden Phänomene nach. „Die Übereinstimmung ist erstaunlich genau: Wir sehen eine völlige Parallelität mit den Planeten über 90 Zyklen hinweg“, freut sich Dr. Frank Stefani, der Erstautor der Studie. „Alles deutet auf einen getakteten Prozess hin.“

Ähnlich wie die Anziehungskraft des Mondes die Gezeiten auf der Erde hervorruft, so können Planeten das heiße Plasma auf der Sonnenoberfläche verschieben. Die Gezeitenwirkung ist am stärksten, wenn die Planeten Venus, Erde und Jupiter in einer Linie stehen; eine Konstellation, die alle 11,07 Jahre auftritt. Doch der Effekt ist zu schwach, um die Strömung im Sonneninneren signifikant zu stören, weswegen die zeitliche Koinzidenz lange nicht weiter beachtet wurde.

Dann fanden die HZDR-Forscher jedoch Indizien für einen möglichen indirekten Mechanismus, über den die Gezeitenkräfte das Sonnen-Magnetfeld beeinflussen könnten: Schwingungen der Tayler-Instabilität, ein physikalischer Effekt, der ab einem gewissen Strom das Verhalten einer leitfähigen Flüssigkeit oder eines Plasmas verändern kann. Auf dieser Idee aufbauend konstruierten die Wissenschaftler 2016 ein erstes Modell, das sie in ihrer jetzigen Arbeit nochmals zu einem realistischeren Szenario weiterentwickeln.

Kleiner Auslöser mit großer Wirkung: Gezeiten nutzen Instabilität

Im heißen Plasma der Sonne erzeugt die Tayler-Instabilität Störungen der Strömung und des Magnetfelds. Sie reagiert dabei selbst auf sehr geringe Kräfte empfindlich. Ein kleiner Energieschubs genügt, damit die Störungen zwischen einer rechtshändigen und linkshändigen Verschraubungsrichtung (Helizität) hin- und herpendeln. Den notwendigen Impuls könnte die Gezeitenwirkung der Planeten alle elf Jahre geben – und so letztendlich auch den Rhythmus vorgeben, in dem das Magnetfeld der Sonne umpolt.

„Als ich das erste Mal von Ideen las, die den Sonnendynamo mit Planeten in Verbindung bringen, war ich äußerst skeptisch“, berichtet Stefani. „Als wir jedoch in unseren Computersimulationen Helizitäts-Schwingungen der stromgetriebenen Tayler-Instabilität entdeckten, fragte ich mich: Was passiert, wenn man mit einer leichten, gezeitenartigen Störung auf das Plasma einwirkt? Das Ergebnis war phänomenal. Die Schwingung wurde richtig angefacht und mit dem Takt der äußeren Störung synchronisiert.“

Sonnendynamo mit dem gewissen Extra

Im Standard-Szenario eines Dynamos erzeugen die Rotation und die komplexen Bewegungen des Plasmas der Sonne ein sich zyklisch veränderndes Magnetfeld. Zwei Effekte spielen hier zusammen: Am Äquator der Sonne rotiert das Plasma schneller als an den Polen. Dies führt zum Omega-Effekt: Die im Plasma eingefrorenen Magnetfeldlinien wickeln sich um die Sonnenkugel auf und wandeln das Magnetfeld in ein nahezu parallel zum Äquator der Sonne ausgerichtetes Feld um. Der Alpha-Effekt beschreibt einen Mechanismus, der Magnetfeldlinien verwindet und das Magnetfeld wieder in Nord-Südrichtung zwingt.

Was genau den Alpha-Effekt verursacht, ist bisher aber umstritten. Stefanis Modell macht dafür teilweise die Tayler-Instabilität verantwortlich. Am plausibelsten erscheint den Forschern ein Szenario, in dem sie einen klassischen Sonnendynamo mit den durch die Planeten angeregten Modulationen kombinieren. „Die Sonne wäre dann doch ein ganz normaler, älterer Stern, dessen Dynamozyklus aber durch die Gezeiten synchronisiert wird“, fasst Stefani zusammen. „Das Schöne an unserem neuen Modell ist: Wir können jetzt ganz zwanglos Effekte erklären, die bisher nur schwierig zu modellieren waren, beispielsweise ‚falsche‘ Helizitäten, wie sie bei Studien von Sonnenflecken beobachtet werden, oder das bekannte Doppel-Maximum in der Aktivitätskurve der Sonne.“

Die Gezeitenkräfte der Planeten könnten neben ihrer Rolle als Taktgeber für den 11-Jahres-Zyklus auch weitere Effekte auf die Sonne haben. Zum Beispiel wäre denkbar, dass sie die Schichtung des Plasmas im Grenzbereich zwischen innerer Strahlungszone und äußerer Konvektionszone der Sonne, der Tachokline, so verändern, dass der magnetische Fluss leichter abgeführt werden kann. Unter diesen Bedingungen könnte sich auch die Stärke der Aktivitätszyklen verändern, so wie einst beim „Maunder Minimum“ die Sonnenaktivität über eine längere Phase deutlich zurückging. Ein genaueres Modell des Sonnendynamos würde langfristig helfen, klimarelevante Prozesse wie das Weltraumwetter besser zu quantifizieren und vielleicht sogar eines Tages Klimaprognosen zu verbessern.

Die neuen Modellrechnungen bedeuten aber auch, dass neben der Gezeitenwirkung potenziell weitere, bislang unbeachtete Mechanismen in die Theorie des Sonnendynamo integriert werden müssen, deren Kräfte klein sind, und die – wie die Forscher jetzt wissen – dennoch eine große Wirkung entfalten können. Um diese grundsätzliche Fragestellung auch im Labor untersuchen zu können, bereiten die Forscher zurzeit ein neues Flüssigmetall-Experiment am HZDR vor.

Publikation:
F. Stefani, A. Giesecke, T. Weier: A model of a tidally synchronized solar dynamo, in Solar Physics, 2019, DOI: 10.1038/s41467-019-09071-7

 

 

Neue Religion erobert Deutschland im Sturm – Ökoreligion grassiert

Wer Zugang zu Spiegel Plus hat, sollte sich diese Videokolumne von Harald Schmidt vom 27. Mai 2019 nicht entgehen lassen:

Klima ist der neue Flüchtling
Nach der Europawahl gibt es nichts schön zu reden – denn es ist schon alles schön. Vor allem schön grün.

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Der Youtube-Kanal “Kommentare zu Politik” brachte am 14. April 2019 einen interessanten Beitrag zur Klimahysterie:

 Neue Religion erobert Deutschland im Sturm – Ökoreligion grassiert
Neue Religion erobert Deutschland im Sturm – Ökoreligion grassiert. Was hat es mit dieser neuen Religion auf sich? Inwiefern trägt sie religiöse Züge? Opfer, Mythen, tiefer Glaube, Sünde, Hölle, all das finden wir wieder. Ich gebe Einblicke

 

 

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Immer mehr Schüler gehen bei Fridays for Future auf die Straße zum  Demonstrieren und fordern für ihre Stadt die Ausrufung eines Klimanotstands.
Eine Blogleserin würde gerne eine Petition in den Landtag  von Nordrhein- Westfalen einzubringen, um genau dieses zu verhindern. Um eine Ausrufung eines Klimanotstandes in der eigenen Stadt beziehungsweise seinem Bundesland zu verhindern, sucht sie Unterstützer für dieses Projekt. Dazu soll Informationsmaterial an den Petitionsausschuss des entsprechenden Bundeslandes gesendet werden. Nach Art. 17 des Grundgesetzes ist dieses in schriftlicher Form möglich. Wer möchte sich daran beteiligen? Die Kontaktadresse liegt der dkS-Redaktion vor. Bitte über unser Kontaktformular melden, wir leiten Ihre Mail dann an die Initiatorin weiter. Je mehr Personen sich an so einer Petition beteiligen würden, desto erfolgreicher wäre so ein Projekt.

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In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg der CO2-Gehalt nur langsam an. Trotzdem ereignete sich eine starke Erwärmung, die bis ca. 1940 andauerte. Klimamodelle tun sich schwer diese frühe Erwärmung zu reproduzieren. Wer es genauer wissen will, bitte bei Bob Tisdale auf WUWT nachlesen.

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Wenn die Fakten etwas mau sind, muss der Rest durch geübte Rhetorik ausgeglichen werden. So hat es zum Beispiel Rezo gemacht. Klimawissenschaftlern wird nun nahegelegt, Gerichtstechniken zu erlernen, um ihren Standpunkt noch effektiver zu artikulieren. Eos am 4. Februar 2019:

Being Persuasive: Lessons from Lawyers That All Scientists Need
Supplying information is not enough. Here are four courtroom techniques to help scientists make an impact.

The greatest uncertainty in our planet’s future lies in what next steps we take on climate policy. As scientists, our contribution is to improve understanding of how climate systems function. We build on established research, make new discoveries, and provide facts to the global community. But simply presenting facts is not enough to inform the public’s beliefs, change behaviors, or influence positions on policy [Kahan et al., 2012].

In this atmosphere of urgency, we must do more than be messengers. Research on science communication offers helpful tips such as reducing complexity, getting straight to the point, and minimizing jargon [Somerville and Hassol, 2011; Hassol, 2008]. Here we look to another source for lessons on persuasive communication.

In summer 2017, we participated in the Expert Witness Training Academy – Effectively Communicating Science, a workshop hosted by Mitchell Hamline School of Law, a law school in St. Paul, Minn., and funded by the Paleoclimate Program at the National Science Foundation. Over an intensive weeklong training, two dozen scientists joined law students in a mock trial [Thorstad et al., 2017]. Each participant practiced the roles of lawyer and expert witness. Law faculty coached us in the trial’s main components: opening statements, direct examination, cross-examination, and closing arguments.

Weiterlesen in Eos.

 

Südgrönland war vor 1000 Jahren so warm wie heute

FFF steht für Fridays for Future. Die Sendung “Der fehlende Part” auf RT deutsch begleitete die Klimademo Ende Mai 2019 und befragte die Schüler (ab Minute 6:32). Dabei kamen interessante Aussagen zustande, zum Beispiel stufte ein Schüler Atomkraft als erneuerbare Energie ein. Im Anschluss an den Bericht führt die Moderatorin Jasmin Kosbubek ein Interview mit Sebastian Lüning zum Klimawandel (ab Minute 13:22 im Video).

 

 

Achtung Versprecherkorrektur: Das Interview fand Ende Mai 2019 statt, nicht Ende April.

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Es war einmal…ein warmes Grönland. Pressemitteilung der Northwestern University vom 6. Februar 2019 (Temperaturen in Fahrenheit, 50°F = 10°C):

Study shows that Vikings enjoyed a warm Greenland

Chemistry of bugs trapped in ancient lake sediment shows a warm climate at a key time in Greenland’s history

A new study may resolve an old debate about how tough the Vikings actually were. Although TV and movies paint Vikings as robust souls, braving subzero temperatures in fur pelts and iron helmets, new evidence indicates they might have been basking in 50-degree summer weather when they settled in Greenland. After reconstructing southern Greenland’s climate record over the past 3,000 years, a Northwestern University team found that it was relatively warm when the Norse lived there between 985 and 1450 C.E., compared to the previous and following centuries. “People have speculated that the Norse settled in Greenland during an unusually, fortuitously warm period, but there weren’t any detailed local temperature reconstructions that fully confirmed that. And some recent work suggested that the opposite was true,” said Northwestern’s Yarrow Axford, the study’s senior author. “So this has been a bit of a climate mystery.”

Now that climate mystery finally has been solved. The study was published today (Feb. 6) in the journal Geology. Axford is an associate professor of Earth and planetary sciences in Northwestern’s Weinberg College of Arts and Sciences. The study is a part of Northwestern Ph.D. candidate G. Everett Lasher’s dissertation research, based in Axford’s lab. To reconstruct past climate, the researchers studied lake sediment cores collected near Norse settlements outside of Narsaq in southern Greenland. Because lake sediment forms by an incremental buildup of annual layers of mud, these cores contain archives of the past. By looking through the layers, researchers can pinpoint climate clues from eons ago.

For this study, Lasher analyzed the chemistry of a mix of lake fly species, called chironomids, trapped inside the layers of sediment. By looking at the oxygen isotopes within the flies’ preserved exoskeletons, the team pieced together a picture of the past. This method allowed the team to reconstruct climate change over hundreds of years or less, making it the first study to quantify past temperature changes in the so-called Norse Eastern Settlement. “The oxygen isotopes we measure from the chironomids record past lake water isotopes in which the bugs grew, and that lake water comes from precipitation falling over the lake,” said Lasher, first author of the paper. “The oxygen isotopes in precipitation are partly controlled by temperature, so we examined the change in oxygen isotopes through time to infer how temperature might have changed.”

Because recent studies have concluded that some glaciers were advancing around Greenland and nearby Arctic Canada during the time Vikings lived in southern Greenland, Axford and Lasher expected their data to indicate a much colder climate. Instead, they found that a brief warm period interrupted a consistent cooling climate trend driven by changes in Earth’s orbit. Near the end of the warm period, the climate was exceptionally erratic and unstable with record high and low temperatures that preceded Viking abandonment of Greenland. Overall, the climate was about 1.5-degrees Celsius warmer than the surrounding cooling centuries. This warmer period was similar to southern Greenland’s temperatures today, which hover around 10-degrees Celsius (50-degrees Fahrenheit) in summer.

In another surprise, Axford and Lasher found that the North Atlantic Oscillation (NAO) — a natural fluctuation in atmospheric pressure that is often responsible for climate anomalies in the region — probably was not in a dominantly positive phase for multiple Medieval centuries as had been hypothesized. (When the NAO is in its positive phase, it brings cold air to much of Greenland.) “We found that the NAO could not explain Medieval climatic changes at our site,” Lasher said. “That might call into question its use in explaining long-term climate change over the last 3,000 years elsewhere.”

So what did cause the Vikings’ fortuitously warm climate? Lasher and Axford aren’t sure but speculate it might have been caused by warmer ocean currents in the region. The new data will be useful for climate modelers and climate researchers as they seek to understand and predict what might be in store for Greenland’s ice sheet as Earth warms rapidly in the future. “Unlike warming over the past century, which is global, Medieval warmth was localized,” Axford said. “We wanted to investigate what was happening in southern Greenland at that time because it’s a climatically complex part of the world where counterintuitive things can happen.”

The Norse settlements in Greenland collapsed as local climate apparently became exceptionally erratic, and then ultimately consistently cold. But Axford and Lasher will leave it to the archaeologists to determine whether or not climate played a role in their departure. “We went in with a hypothesis that we wouldn’t see warmth in this time period, in which case we might have had to explain how the Norse were hearty, robust folk who settled in Greenland during a cold snap,” Lasher said. “Instead, we found evidence for warmth. Later, as their settlements died out, apparently there was climatic instability. Maybe they weren’t as resilient to climate change as Greenland’s indigenous people, but climate is just one of many things that might have played a role.”

“Medieval warmth confirmed at the Norse Eastern Settlement in Greenland” was supported by the National Science Foundation Polar Programs CAREER Award (number 1454734).

 

Ein kleiner Beitrag zum Thema „Lernen mit Grafik und Statistik“

von Hans-J. Dammschneider, IFHGK, Schweiz

Ich habe mal ´einfach so´ eine beliebige Messstation herausgegriffen (hier aus dem Bereich der Nordsee, Lerwick/Shetlands), um an einem Beispiel zu zeigen, wie man mit Zahlen und Grafiken „Meinung“ bilden kann. Die erste Abbildung zeigt den Verlauf der Lufttemperaturen von 1930 bis 2018 … die Werte steigen um rd. +0,6 Grad C an (lineare Trendberechnung ). Dass das aber nur die halbe Wahrheit ist und sich in der Entwicklung definitiv natürliche „Zyklen“ verbergen, zeigen die folgenden Abbildungen 2 bis 5: Bei gleichen (!) Werten genügt es, die Zeiträume ein wenig anders beginnen bzw. enden zu lassen, um ein ziemlich anderes Bild zu erhalten: Zwischen 1930 und 1980 fallen die Temperaturen nämlich um -0,75 Grad C ab (Abb. 2) , um erst danach bis 2018 um +1,2 Grad C anzusteigen (Abb. 3).

Wenn man dann vielleicht die Zeiträume nochmals etwas verändert, ergibt sich erneut ein abweichendes Bild: Von 1930 bis 1980 sinken die Temperaturen (wie bereits in Abb. 2 dargestellt) um -0,75 Grad ab, dann kommt es offenbar bis zum Jahr 2002 (22 Jahre) zu einem Temperatursprung um rd. +0,45 Grad C nach oben (Abb. 4), um danach bis heute wieder um rd. -0,25 Grad kühler zu werden (Abb. 5). Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär, dann hätten wir seit 2002 bis heute sogar eine noch stärkere Abkühlung zeigen können … das markante und immer mal wieder (unregelmässig)  auftretende pazifische Warmwasserereignis namens „El Nino“ sorgte jedoch für eine vorübergehende und als ´Sondereffekt´ zu verstehende weltweite Anhebung der Temperaturen in 2014, was sich natürlich auch auf den Shetlands mit überdurchschnittlichen Werten niederschlägt.

Sie sehen aber bzw. wir versichern es ihnen ausdrücklich, alle Zahlen sind je Grafik korrekt (GISS-Daten) und von Grafik zu Grafik unverändert eingetragen … allein und nur bereits durch ´Augenschein´ verschobene Zeitgrenzen ergeben sich erhebliche Interpretationsunterschiede! Spielen Sie doch einmal gedanklich mit den grafischen Darstellungen und bewerten Sie selbst, welcher Verlauf für SIE ganz persönlich ´logisch´ erscheint. Eine subjektive Sichtweise ist hier absolut erlaubt … so, wie es auch viele Medien letztlich für sich in Anspruch nehmen. Viel Spass und stellen Sie sich danach gern die Frage: „Bin ich Skeptiker?“ (dann sehen Sie insgesamt zwar einen Temperaturanstieg, aber eben auch Zyklen) oder „Bin ich Alarmist?“ (dann sehen Sie wie Prof. Schellnhuber die Erde unmittelbar vor der „Selbstverbrennung“)!

Zur politischen Hilfe: Frau Merkel, Frau Göring-Eckardt, Frau Annalena-Das Netz ist der Speicher- und vor allem GRETA ergreift bei Betrachtung dieser Grafiken die pure Panik, während beispielsweise das IFHGK nahezu normale Zyklen sieht. Für uns gilt die alte Weisheit: Nach ´unten´ kommt ´oben´, nach ´oben´ kommt (erfahrungsgemäss) immer wieder ´unten´. Relativ und absolut. Auch diesmal, diese Prognose wagen wir mal, wird der Verlauf der Erdgeschichte nicht anders sein als wie schon zu Zeiten der Römer bzw. in der mittelalterlichen Warmzeit, in der es ja bereits genauso warm bzw. sogar wärmer war als heute … OHNE menschengemachtes CO2, aber MIT den natürlichen Zyklen der Sonne (u.a. 11 Jahre) und jenen der Ozeane (rd. 60 Jahre).

 

 Abb. 1

 

 

Abb. 2

 

Abb. 3

 

Abb. 4 

 

Abb. 5

 

Neues beim Klima? – Stellungnahme zu Rezos Video „Die Zerstörung der CDU“

Von Eike Roth

Rezos Video „Die Zerstörung der CDU“ hat nicht nur Wahlen beeinflusst, sondern auch offen gezeigte Prioritäten und Einstellungen verändert. Insbesondere bei der jungen Generation sind „das Klima“ und daraus resultierende Gefahren zum alles beherrschenden Thema geworden: Wenn wir Klimaschutz nicht umgehend voranbringen, mit allen hierzu verfügbaren Maßnahmen und Mitteln, dann haben wir, unsere Generation, keine Zukunft mehr, dann hat die ganze Erde keine Zukunft mehr, dann wird sie kein von Menschen bewohnter Planet mehr sein. Alle anderen Probleme sind demgegenüber nachrangig.

Diesen Eindruck von der öffentlichen Stimmungslage kann man heute jedenfalls bekommen. Auf den ersten Anschein hin klingt das alles auch sehr konsequent. Aber wenn man genauer hinsieht, gilt es doch nicht gar so streng: Von den möglichen Maßnahmen und Mitteln ist Kernenergie natürlich ausgenommen. Bestehen da doch Zweifel an den Klimakatastrophenprognosen?

Apropos Zweifel: Natürlich ist es gut, wenn „die Jugend“ sich Gedanken über die Zukunft macht und diese selbst in die Hand nehmen will.  Es ist ihre Zukunft!  „Die Jugend“ soll Zweifel hegen, ob wir „Alten“ es richtig gemacht haben. Sie soll aber auch hinterfragen, ob die Warnungen vor drohenden Klimakatastrophen, die sie von manchen „Alten“ hört, berechtigt sind.  Und sie soll natürlich auch hinterfragen, ob die gegenteiligen Aussagen, die sie von anderen „Alten“ hört, berechtigt sind. Ich hoffe jedenfalls, dass „die Jungen“ meine nachfolgenden Aussagen sorgfältig überprüfen und sich eine eigene Meinung bilden.

Damit zum Inhalt von Rezos Video (beschränkt auf den Klimateil):

1 -Endzeitstimmung: Rezo malt ein äußerst düsteres Bild: Wir stehen mitten drinnen im schon laufenden und vom CO2-verursachten Kollaps der bewohnbaren Welt. Nur drastische Sofortmaßnahmen könnten uns noch retten.

Faktencheck: So schlecht geht es uns nicht. Wir leben gesünder und länger als je zuvor, mit mehr Freiheiten als je zuvor und wir haben bessere Mittel als je zuvor, uns gegen Gefahren und Unbill jeglicher Art zu wehren. Es stimmt zwar, dass der Mensch die Erde gefährdet. Über das Ausmaß der Gefährdung kann man diskutieren, aber da ist die Gefährdung zweifellos. Nur verläuft sie ganz anders, als Rezo es schildert. Der Mensch gefährdet die Erde durch Krieg und potentiellen Krieg, durch ungehemmte Ausweitung seiner Tätigkeiten auf immer größere Flächen, durch landwirtschaftliche Monokulturen, durch Plastik (eigentlich nicht durch das Plastik selbst, sondern durch unachtsam weggeworfenes Plastik), durch das Abholzen von Regenwäldern, und durch vieles anderes mehr. Er gefährdet die Erde aber ganz sicher nicht durch CO2, jedenfalls nicht in überschaubarer Zeit. Vom CO2 hat die Erde schon viel mehr vertragen und es ist ihr nie schlecht bekommen. CO2 fördert prinzipiell das Pflanzenwachstum und damit indirekt auch die Tierwelt. Für Menschen verbessert mehr CO2 unbestreitbar die Nahrungsgrundlage. Rezos Endzeitstimmung ist übertriebene Panikmache, für die keine reale Grundalge zu erkennen ist. Einige Argumente hierzu werde ich noch bringen.

2 -Wahrheitssuche und Konsens der Wissenschaft: Rezo betont immer wieder die große Einigkeit der Wissenschaft beim Klimaproblem. Das wäre auch leicht nachprüfbar. Einmal sagt er sogar ausdrücklich, er habe nur „eine Minute googeln“ müssen, um eine bestimmte Ansicht in „verschiedensten wissenschaftlichen Ausarbeitungen“ bestätigt zu finden. Er übersieht dabei geflissentlich, dass das nur ein Beweis dafür ist, dass diese Ansicht von einigen Wissenschaftlern vertreten wird. Bei den meisten Punkten werden aber auch gegenteilige Ansichten von Wissenschaftlern vertreten. Ich kann nicht erkennen, dass Rezo auch danach gegoogelt und dann abgewogen hätte.

OK, ich gehöre einer anderen Generation an. Ich habe in der Schule noch „et altera pars audiatur“ gelernt, man muss auch die  andere Seite hören. Rezo genügt es offensichtlich, wenn er heraus findet, dass eine bestimmte Ansicht von Wissenschaftlern vertreten wird. Dann ist diese Ansicht seiner Meinung nach wissenschaftlich bewiesen.

Ich habe auch noch gelernt, dass man Theorien nie wirklich beweisen kann. Man muss sich vielmehr intensiv bemühen, sie zu falsifizieren. Nur wenn das misslingt, darf man sie bis auf weiteres als brauchbare Arbeitsgrundlage akzeptieren. Bei Rezo finde ich von alldem nichts.

Wühlt man etwas tiefer im Internet, erkennt man sofort, dass der Konsens beim Klimaproblem relativ eng begrenzt ist: Er besteht im wesentlich nur in drei Punkten:

–Seit Beginn der Industriellen Revolution ist es wärmer geworden

–In dieser Zeit ist die CO2-Konzentration durch menschliche Tätigkeiten stark angestiegen und

–Dieser Anstieg verstärkt prinzipiell den Treibhauseffekt.

Zugegeben, das ist schon einiges an Konsens. Aber gerade nicht in der entscheidenden Frage der Bewertung des anthropogenen Klimaproblems. Die Größe des anthropogenen Treibhauseffektes und damit die Größe des anthropogenen Klimaeinflusses sind sehr wohl wissenschaftlich umstritten, sogar ganz massiv. Nähere Informationen hierzu kommen weiter unten.

Anzurechnen ist Rezo, dass er viele Quellen zitiert. Aber beweisen lässt sich damit nichts. Genauso wenig, wie sich durch das Aufzeigen gegenteiliger Aussagen anderer Wissenschaftler etwas beweisen ließe. Auch die relative Häufigkeit bestimmter Aussagen beweist nichts. Wissenschaft ist ganz einfach keine demokratisch entscheidbare Angelegenheit. Albert Einsteins Relativitätstheorie z. B. wurde zunächst von fast allen Wissenschaftlern abgelehnt. Auf die Frage, ob ihn das denn nicht beeindrucken würde, soll er verneinend geantwortet haben, dass schon ein Einziger genügen würde, wenn der denn recht hätte. Letztlich hatte Einstein recht. Die Quantentheorie wiederum hat Einstein massiv abgelehnt. Aus heutiger Sicht hatte da er unrecht. Wer beim Klimawandel recht hat, wird erst die Zukunft zeigen. Rezos Video ist da wohl kaum hilfreich, treibt aber vielleicht doch die Diskussion voran.

Angesichts der potentiellen Konsequenzen aus den möglichen Klimaänderungen einerseits und der Tragweite der geforderten Gegenmaßnahmen andererseits sollte eine sachlich solide Abklärung höchste Priorität haben. Aber in Deutschland diskutieren wir am falschen Ende. Es wird darüber gestritten, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, z. B., ob eine CO2-Steuer wirksamer ist als ein Zertifikatesystem. Die eigentlich vorrangige Aufgabe, die Notwendigkeit solcher Maßnahmen abzuklären, bleibt unerledigt. Auch Rezos Video leistet hierzu keinen Beitrag.

3 – Ursachen von Klimaänderungen: Rezo sagt, die CO2-Konzentration hätte sich vor dem Eingriff der Menschen über Millionen Jahre nicht geändert. Das stimmt zwar bei weitem nicht so lange, aber wenigstens seit der letzten Eiszeit war es schon so. Allerdings hat sich das Klima in dieser Zeit sehr wohl und wiederholt geändert. Es muss also auch andere Ursachen für Klimaänderungen geben! Vermutlich haben diese auch auf die Klimaentwicklung der letzten 150 Jahre (seit Beginn der industriellen Revolution) Einfluss gehabt und vermutlich werden sie auch zukünftig das Klima beeinflussen. Doch Rezo kennt nur CO2 als Klimaverursacher.

4 – Schuldzuweisung: Aus dem gut gesicherten Sachverhalt, dass der Anstieg der CO2-Konzentration seit Beginn der Industrialisierung „zu 100 % vom Menschen verursacht“ worden ist, schlussfolgert Rezo, dass auch die in dieser Zeit eingetretene Erwärmung „zu 100 % vom Menschen verursacht“ worden ist. Nach Ziff. 3 ist das eindeutig unzulässig. Auch der im Detail sehr unterschiedliche Verlauf der Kurven für CO2-Konzentration und Erwärmung spricht massiv gegen Rezos Aussage. Vermutlich ist mindestens die Hälfte der Erwärmung auf andere Ursachen zurück zu führen.

Rezo sagt auch, dass alle heutigen Wetterkapriolen, er nennt sogar Gesamtschadenssummen hierfür, ausschließlich auf diese menschenverschuldete Erwärmung um ein Grad zurückzuführen und damit Schuld des Menschen wären. Welch hanebüchener Unsinn! Als ob es im 19. Jahrhundert keine Wetterkapriolen gegeben hätte. Nach Meinung vieler Forscher sogar eindeutig mehr als es heutzutage gibt. Das hat dem 20. Jahrhundert sogar die Bezeichnung „meteorologisches Gunstjahrhundert“ eingebracht. Rezo interessiert das nicht. Ich werde später nochmals darauf zurück kommen.

5 – Welches Klima ist optimal? Aus der Geschichte wissen wir, dass es der Menschheit (insgesamt, mit örtlichen Unterschieden) immer umso besser gegangen ist, je wärmer es war. Das „Römische Klimaoptimum“ und das „Mittelalterliche Klimaoptimum“ beispielsweise waren Blütezeiten, die Abkühlung dazwischen hat wesentlich zur Völkerwanderung beigetragen und in der „Kleinen Eiszeit“ danach gab es viele Missernten und weit verbreiteten Hunger. Heute ist es wieder ca. ein Grad wärmer und es geht uns wohl eindeutig besser als im 19. Jahrhundert (Ziff. 4). Für diese Erwärmung sollten wir dankbar sein, was auch immer sie verursacht hat (und was auch immer Rezo dazu sagt)!

Doch wie sieht es aus, wenn die Temperatur weiter steigt, wenn es noch ein halbes oder ein ganzes Grad wärmer wird? Ist es dann noch besser? Die faire Antwort ist: Wir wissen es nicht. Die Erfahrung spricht eher dafür. Warum sollte es denn ab dem heute erreichten Temperaturniveau plötzlich grundsätzlich anders werden als bisher? Nur die Rechenmodelle, die sagen das Gegenteil voraus. Doch die sind massiv umstritten (Ziff. 7 und 9). Rezo will das nicht sehen. Das ändert aber nichts an den Tatsachen. Dafür betont Rezo in seinem Video mehrfach die „Irreversibilität“ einer kleinen weiteren Erwärmung. Er meint damit, dass die Erwärmung dann selbständig immer weiter laufen würde. Dabei gibt es real keinerlei Anzeichen für so eine Irreversibilität. In der Erdgeschichte war es vielfach noch deutlich wärmer als heute, Irreversibilität ist dabei nie eingetreten. Panikmache ist in der Klimadiskussion keine Seltenheit, bei Rezo erreicht sie aber einen neuen Höhepunktpur, ohne dass es neue Sachargumente gäbe.

6 -Welche CO2-Konzentration ist optimal? In der Schule lernen wir, dass CO2 nicht nur das Klima erwärmt, sondern auch die Fotosynthese ankurbelt. Als Konsequenz davon ist die Primärproduktion (Gesamtproduktion der Biomasse weltweit) seit 1950 stark gestiegen. Dieserart hat die erhöhte CO2-Konzentration unbestreitbar Millionen Menschen vor dem Hungertod bewahrt. Und wenn mehr Menschen auf der Erde sein werden, wird dies Thema noch wichtiger sein. Doch Rezo klammert so etwas völlig aus. Es passt halt nicht in sein Konzept.

7 -Klimasensitivität: Die Erwärmung, die sich einstellt, wenn die Konzentration des CO2 in der Atmosphäre verdoppelt wird, wird als „Klimasensitivität des CO2“ bezeichnet. Das ist der wichtigste Parameter in der ganzen Klimadiskussion. Ist die Klimasensitivität hoch, ist die anthropogene Erwärmung groß, ist sie niedrig, fällt auch die anthropogene Erwärmung klein aus. Vom Weltklimarat IPCC werden „1,5 bis 4,5 Grad“ angegeben (95 % Vertrauensbereich). Auffallend ist noch, dass IPCC keinen wahrscheinlichsten Wert angeben kann, weil „die Unsicherheiten zu groß sind“. Die wissenschaftliche Unsicherheit ist sogar noch größer, manche Experten halten 1,5 Grad für zu viel, andere halten 4,5 Grad für zu wenig. Aber schon bei der IPCC-Angabe beträgt die Unschärfe einen Faktor drei! Der wichtigste Wert der ganzen Klimaberechnung ist nur auf den Faktor drei genau bekannt! Rezo sagt dazu nichts. Hat er die Wichtigkeit des Wertes vielleicht gar nicht erkannt?

Der Leser möge sich bitte einmal vorstellen, Otto Normalverbraucher würde sich gerade überlegen, ob er sein altes Auto nicht langsam durch ein neueres ersetzen sollte. Den wichtigsten kaufentscheidenden Faktor, den Preis, kennt er allerdings nur auf den Faktor drei genau. Vor einer Entscheidung würde er vermutlich genauere Preise anfordern. Sollten wir das nicht auch beim Klima so tun? Ich glaube nicht, dass die Klimamodelle bis zum Ende dieses Jahrhunderts (dann dürfte die doppelte CO2-Konzentration erreicht werden) ausreichend genau vorausrechnen können, solange sie den wichtigsten Einflussfaktor nur auf den Faktor drei genau kennen! Wer aus den Klimamodellen (langfristige) Schlussfolgerungen zieht, bewegt sich auf dünnem Eis.

8 -Verweilzeit des CO2 in der Atmosphäre: Rezo sagt, dass wir nur noch eine bestimmte Menge an CO2 freisetzen dürfen, wenn wir das 1,5-Grad-Klimaziel einhalten wollen. In nur neun Jahren wäre diese Menge aufgebraucht. Dann wäre endgültig Schluss, dann müssten unsere CO2-Freisetzungen vollständig eingestellt sein. Sonst wäre die Klimakatastrophe unvermeidbar.

Die Aussage vom „endlichen CO2-Budget“ setzt logisch zwingend voraus, dass das anthropogen freigesetzte CO2 (oder jedenfalls eine gleich große CO2-Menge) sich quantitativ in der Atmosphäre ansammelt und nur ganz langsam aus dieser wieder ausgeschieden wird. So wird es auch in Rezos Quellen behauptet. Genau das widerspricht aber der Logik und allen Beobachtungen. Alles in die Atmosphäre freigesetzt CO2, egal welchen Ursprungs, verhält sich unabänderlich gleich, weil die Gesetze der Physik und Chemie für alle CO2-Moleküle gleich gelten! Das anthropogen freigesetzte CO2 wird daher zwangsweise in genau gleichem Ausmaß aus der Atmosphäre ausgeschieden und in die Speicher „Wasser“ (vor allem in den Ozeanen) und „Biomasse“ eingelagert, wie das natürlich freigesetzte CO2. Dann werden alle CO2-Moleküle gleichwertig zwischen den drei Speichern hin und her geschickt, keine landen selektiv in einem der Speicher.

Auch die Beobachtungen zeigen eindeutig: Es verbleibt nicht alles anthropogen in die Atmosphäre freigesetzte CO2 in dieser. Es wird vielmehr laufend etwa die halbe Menge dieses CO2 der Atmosphäre wieder entzogen und in die Speicher „Wasser“ und „Biomasse“ überführt. Das war bisher so, das ist heute so und das wird auch zukünftig so sein, weil die Gesetze der Physik und Chemie sich nicht ändern. In Zahlen sieht das so aus: Derzeit werden jährlich ca. 35 bis 40 Milliarden Tonnen CO2 anthropogen freigesetzt und ca.  15 bis 20 Milliarden Tonnen CO2 werden wieder aus der Atmosphäre ausgeschieden. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt daher nicht um jährlich 4 ppm (part per million, millionstel Anteile) an, wie es ohne diese Entnahme sein müsste, sondern nur um 2 ppm. Das sind unbestreitbare Tatsachen, Rezo hätte sie leicht recherchieren können.

Jetzt muss ich den Leser schon wieder bitten, mir bei einem Gedankenexperiment zu folgen: Nehmen wir an, der Menschheit würde es gelingen, ihre CO2-Freisetzungen auf die Hälfte des heutigen Wertes zu reduzieren. Dann hätten wir ein Gleichgewicht zwischen Eintrag in die Atmosphäre und Ausbringen aus dieser. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre würde sich trotz erheblicher Freisetzung nicht mehr ändern und der Treibhauseffekt würde nicht mehr zunehmen. Der Zustand ließe sich beliebig lange fortsetzen. Ende des Gedankenexperimentes.

Wie auch immer man die anderen Punkte in meiner Stellungnahme hier bewertet, dieser ist eindeutig: Für ein festes CO2-Budget gibt es auf der realen Erde keine sachliche Grundlage. Rezo (und seine Quellen) liegen hier schlichtweg voll daneben. Naturgesetze sollten außer Streit sein und Beobachtungen sollte man ernst nehmen. Das mindeste, das man daraus lernen kann, ist, dass für Klimaschutzmaßnahmen sehr viel mehr Zeit zur Verfügung steht. Die sollten wir uns auch nehmen, die tatsächlich offenen Fragen zu klären.

9 – Die wärmsten Jahre: Rezo streicht heraus, dass die letzten vier Jahre die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen waren. Für 2018 stimmt das wohl nicht mehr so ganz, aber das sind Peanuts. Viel wichtiger erscheint mir, dass diese „wärmsten vier Jahre“ wohl eindeutig auf ein besonders starkes El Nino-Ereignis 2015/2016 zurückzuführen sind (solche Ereignisse sind immer Wetter und nie Klima), dass es seit dem Rekord 2016 wieder kälter wird und dass insgesamt der im 21. Jahrhundert viel langsamere Anstieg der Temperatur als in den Jahrzehnten davor weiterhin Bestand hat. Dieser verlangsamte Temperaturanstieg trotz weiter erhöhter CO2-Freisetzung lässt sich mit den Klima-Rechenmodellen nicht erklären, hier liegen die massiv daneben. Sie können die Vergangenheit nicht richtig berechnen, sollen aber die Zukunft richtig berechnen können? Wie soll das gehen? Auch das Problem ignoriert Rezo.

10 – Extremwetterereignisse: In Ziff. 4 habe ich schon Rezos Behauptung zitiert, alle heutigen Wetterkapriolen wären auf den (von ihm anthropogen eingestuften) Temperaturanstieg um ein Grad seit 1850 zurück zu führen. Damit geht Rezo klar über die übliche Aussage hinaus, extreme Wetterereignisse hätten „deutlich zugenommen“. Dabei ist auch diese Aussage mehr als zweifelhaft. Eine solche Zunahme wird zwar seit Jahrzehnten von den Klima-Rechenprogrammen vorausgesagt, aber selbst IPCC musste im letzten Sachstandsbericht  (AR5) zugeben, dass statistisch bisher keine Zunahme erkennbar ist. Fachliteratur mit dieser Aussage gibt es zuhauf, Rezo wollte sie aber offensichtlich nicht zur Kenntnis nehmen. Außerdem, selbst wenn eines Tages eine Zunahme extremer Wetterereignisse nachweisbar sein sollte und selbst wenn diese Zunahme erwärmungsbedingt wäre, könnte daraus keine Aussage über die Ursache der Erwärmung abgeleitet werden. Das fordert die Logik zwingend.

11 -Artensterben: Rezo spricht in drastischen Worten von nie dagewesenem Artensterben, das  direkt durch den anthropogenen Klimawandel verursacht wäre. Landwirtschaftliche Monokulturen, Ausbreitung des Menschen mit Einengung des Lebensraumes von Pflanzen und Tieren, die Rodung tropischer Regenwälder als Folge der „Klimaschutz-Maßnahme“, dem Benzin und Diesel Biosprit beizumischen, das alles kennt Rezo nicht. Für ihn gibt es nur eine Ursache, die anthropogene CO2-Freisetzung, weil er unbedingt die als den Schuldigen haben will. Dabei fallen dem Kampf gegen Klimaänderungen wahrscheinlich sogar mehr Arten zum Opfer als den Klimaänderungen selbst. Rezo ficht das nicht an.

12 – Fieber: Die Konsequenzen einer Klimaerwärmung um zwei Grad werden im Rezo-Video gleichgesetzt mit den Konsequenzen, wenn das Fieber eines Menschen von 41 auf 43 Grad steigt. Das ist aus zwei Gründen völlig abwegig: Erstens ist von den zwei Grad Klimaerwärmung zumindest die erste Hälfte (die wir schon erreicht haben) nachweislich der geschichtlichen Erfahrung gut für den Menschen, während ein Anstieg des Fiebers von 41 auf 42 Grad bereits im schwer kranken Bereich abläuft. Und wie dem Menschen die zweite Hälfte der Klimaerwärmung bekommt, wissen wir nicht, während ein Anstieg des Fiebers auf  43 Grad erfahrungsgemäß so gut wie sicher den Tod bedeutet. Fairer (aber auch unsinnig) wäre da schon ein Vergleich der zwei Grad Klimaerwärmung mit dem Anstieg der Köpertemperatur von 35 auf 37 Grad.

Zweitens ist die Körperkerntemperatur des Menschen Resultat einer körpereigenen Regelung. Diese regelt in einem sehr engen Band, um alle Funktionen im Körper richtig ablaufen zu lassen. Störungen in dieser Regelung äußern sich als Fieber. Ist eine solche Störung zu groß, führt das zum Tode. Die Außentemperatur ist demgegenüber etwas völlig anderes. Sie ist keine Selbstregelung des Körpers, sondern wirkt von außen auf diesen ein. Bei ihr verträgt der Mensch problemlos zehn Mal größere Schwankungen als bei seiner Körpertemperatur. Sonst könnte er weder Tag und Nacht noch Sommer und Winter überleben. Die berühmten Äpfel und Birnen haben mehr gemein als Fieber und Klimaerwärmung. Aber Rezo verfolgt ja ein Ziel, da muss man schon großzügiger sein.

13 -Braunkohle: Rezo fordert ein sofortiges Abschalten aller Braunkohlekraftwerke. Das sei zum Klimaschutz unentbehrlich, sagt er. Übergehen wir einmal, dass Rezo in seinem Video Steinkohle und Braunkohle durcheinander bringt. Und lassen wir uns auch nicht auf die Schwierigkeiten der Umsetzung und auf die Konsequenzen eines raschen Braunkohleausstieges ein. Auf jeden Fall übersieht Rezo (genauso wie die Bundesregierung!), dass ein Braunkohleausstieg nach Lage der Dinge dem Klima überhaupt nicht helfen würde. Für jede t CO2, die sich durch diesen Ausstieg zunächst einsparen ließe, würden nämlich auch Zertifikate für eine t CO2 frei werden. Die kämen in den Handel und für die würde dann vom Käufer exakt wieder diese t CO2 freigesetzt werden, nur eben an anderer Stelle. Dem Klima ist der Ort der Freisetzung egal.

Aber wenn wir schon bei diesem Thema sind: Die Klima-Unwirksamkeit gilt völlig gleich auch für die Deutsche Energiewende! Auch die kann keine CO2-Reduzierung bewirken, solange parallel hierzu das Zertifikatesystem gilt. Rezo ignoriert natürlich auch das (wieder genauso wie die Bundesregierung).

14 -Kosten Regenerativer Energien: Rezo beklagt einerseits, dass der Ausbau regenerativer Energien durch Kürzung der Subventionen erheblich reduziert worden ist und dadurch viele Arbeitsplätze in diesem Bereich verloren gegangen sind, behauptet andererseits aber, dass die regenerativen Energien wirtschaftlich konkurrenzfähig wären. Der Widerspruch ist ihm wohl gar nicht aufgefallen. Real ist die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit regenerativer Energien ein Wunschbild, das nicht eintritt und in überschaubarer Zeit auch nicht eintreten wird. Wäre es anders, bräuchte man zur Umsetzung von Klimaschutz-Maßnahmen keine mühsam ausgehandelten internationalen Verträge mit komplizieren Kontroll- und vielleicht auch Sanktionsmechanismen! Real kostet Klimaschutz Geld, viel Geld sogar, und dieses Geld muss jetzt aufgebracht werden (und fehlt uns dann für andere Aufgaben). Demgegenüber fallen die aus einer möglichen anthropogenen Klimaänderung erwachsenden Kosten erst in vielen Jahren an, wenn sie denn überhaupt anfallen. Auch hier ist eine gegenseitige Abwägung notwendig, aber davon will Rezo natürlich nichts wissen.

15 -Politiker-Gesetze und Naturgesetze: Rezo meint, Politiker müssten nur einfach als Gesetz beschließen, was er für richtig hält, dann würde der Klimaschutz schon gelingen. De facto müssten die Politiker dann aber Gesetze beschließen, die im Widerspruch zu Naturgesetzen stehen. Das kann nicht aufgehen!  Naturgesetze können weder Rezo noch die von ihm gescholtenen und hier in die Pflicht genommenen Politiker aushebeln.

16 -Sonne: Die Sonne als möglicher Treiber von Klimaveränderungen wird von Rezo nur sehr oberflächlich behandelt. Dabei gibt es gerade dazu eine Reihe wissenschaftlicher Berichte, die ihr sehr wohl einen erheblichen Beitrag zuschreiben. Aber auch das passt nicht in Rezos Konzept.

17 -Risiko: Noch einen Punkt muss ich ansprechen, auch wenn dieser im Rezo-Video gar nicht vorkommt (was auch schon wieder gewisse Rückschlüsse zulässt): Als Folge des durch massive Förderungen bewirkten starken Ausbaus von Wind- und Solarenergie ist das Risiko eines Blackouts in Deutschland bereits erheblich gestiegen. Mit dem weiteren Ausbau dieser Energieformen wird es noch beträchtlich weiter steigen. Wenn ein solcher Blackout großflächig eintritt und länger anhält, sind die Folgen im wahrsten Sinne des Wortes katastrophal. Von vielen Experten wird dieses Risiko als weit höher eingeschätzt als das Klimarisiko und es steigt beim weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie schneller als das Klimarisiko abnimmt. Auch der Punkt muss sorgfältig diskutiert werden.

Im Rezo-Video gibt es noch viel mehr Einseitigkeiten und unhaltbare Aussagen. Die hier angesprochenen Punkte sollten aber genügen, das Video insgesamt einzustufen. Nach meinem Eindruck geht es Rezo nicht um einen Sachbeitrag, sondern ausschließlich um Meinungsbeeinflussung. OK, das ist sein gutes Recht und es ist ihm wohl auch in erheblichem Ausmaß gelungen. Ich hoffe aber trotzdem, dass durch sein Video die Diskussion auch in der Sache vertieft wird und dadurch offene Fragen rascher einer Klärung zugeführt werden, insbesondere auch die grundsätzliche Frage nach der realen Größe des anthropogenen Treibhauseffektes (und damit der Notwendigkeit von Abhilfemaßnahmen). Dann kann auch ich dem Video etwas Positives abgewinnen.

 

Gegenrede: Nun hagelt es Kritik aus der Youtuber-Szene an Rezo’s fragwürdigem Influencer Video

Das Rezo-Aktivisten-Video hat die Runde gemacht. Andere Youtuber reagieren. Nicht alle teilen den Alarmismus von Rezo. Absolut sehenswert ist die Youtube-Antwort von JasonHD. Cool und überzeugend kontert er die Punkte des Youtube-Kollegen. Bitte anschauen, Daumen hoch klicken und weiterempfehlen:

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Und ständig grüßt das Murmeltier: Der Mai in Deutschland ist 2019 etwas kälter weil es in Grönland warm ist… Und wenn der deutsche Mai mal warm ist, dann ist es in Grönland kalt? Die Bildzeitung half am 18. Mai 2019 fleißig mit, die Omega-Story unters Volk zu mischen:

Ist das schon Klimawandel? Omega-Wetter lässt auf Grönland Eis schmelzen
Und uns beschert es bisher einen Bibber-Mai …

Weiterlesen in der Bildzeitung

Apropos Grönland. Hier die Temperaturentwicklung der Station Angmagssalik and der Südostküste Grönlands:

Abbildung: Temperaturentwicklung der Station Angmagssalik and der Südostküste Grönlands. Quelle: NASA.

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Bildzeitung, eine Woche später, 25. Mai 2019, kurz vor den Europawahlen:

US-Wetterdienst Accuweather Experten warnen vor Extrem-Sommer in Europa
Mehr Hitzewellen als 2018 angekündigt +++ Hohe Waldbrandgefahr

Es folgen Apokalyptische Szenarien für den Sommer 2019 in einem Gürtel, der von Deutschland bis zur Iberischen Halbinsel reicht. Worauf Accuweather seine Langfristprognose stützt bleibt nicht erwähnt. Nach dem der Klimaschocker platziert war (“what bleeds, leads”), kommt dann noch eine kleine Einschränkung am Ende der Meldung:

Doch so schlimm muss es nicht werden. Der staatliche US-Wetterdienst NOAA hat seine ursprüngliche Prognose nach dem kühlen und nassen Mai deutlich nach unten korrigiert. Jung: „Der Mai ist viel zu kühl. Deutschlandweit liegen die Temperaturen zwei Grad unter dem langjährigen Durchschnitt.“ Der Wetter-Experte weiter: „Wollen wir mal hoffen, dass sich die aktuelle Sommerprognose von Accuweather so nicht bewahrheiten wird. Das wäre wirklich eine echte Katastrophe.“

Einfach herrlich. Erst der Klimaschocker, dann kleinlaut am Ende der Antischocker. Nichts genaues weiß man nicht. Unklar ist, ob die Prognostiker auch empirische Daten einsetzen und Änderungen der NAO, AMO und Sonnenaktivität miteinbeziehen. So konnten Laurenz und Kollegen in einer Publikation 2019 im Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics anhand von empirischen Daten zeigen, dass beispielsweise die Juni-Niederschläge in Deutschland wenige Jahre nach einem solaren Minimum besonders mager ausfielen. Die abschließende große Spitze des letzten solaren Maximum im elfjährigen Schwabezyklus endete 2015. Plus 3 Jahre führt zum Dürrejahr 2018. Alles Quatsch oder ist was dran? Gute Nachrichten für den Juni 2019, da die Sonnenaktivität in der Folge abnahm, was aus empirischer Sicht meist mehr Juni-Regen in Deutschland gebracht hat? Weitere Studien sind notwendig, um hier Licht ins Dunkel zu bekommen.