Jedes zweite Wildtier ist von der Erde verschwunden: Verdrängung, Jagd, Eintrag fremder Spezies, Krankheiten

In der Vergangenheit versuchte man alle Probleme mit einem Universalschuldigen zu erklären, dem CO2. Egal ob zu heißes, zu kaltes, zu nasses, zu trockenes Wetter, immer war es das CO2. Das ging soweit, dass man sich darüber aufregte, dass der Klimawandel die Gurken immer krummer werden lässt. Diese Zeiten scheinen vorbei. Man hat offenbar erkannt, dass man mit dem General-Sündenbock langfristig daneben liegt, nicht nachhaltig argumentiert. Die Erde ist halt doch komplizierter. Es ist erfrischend, wie jetzt der Realismus wieder allmählich einkehrt. Hier ein Beispiel aus der Welt vom 27. Oktober 2016:

Jedes zweite Wildtier ist von der Erde verschwunden
Klimaschutzabkommen unterzeichnet, Bioläden überall: Naturschutz klappt, sollte man meinen. Nun ergibt eine Studie: 60 Prozent der Wildtiere sind seit 1970 verschwunden. Der Grund ist erschreckend einfach.[...] Der von den Forschern dokumentierte Rückgang betrifft Säugetiere, Fische, Vögel, Amphibien und Reptilien. Parallel zum Verschwinden vieler Tiere hat sich die Zahl der Menschen seit 1960 auf 7,4 Milliarden verdoppelt.

Die Studienautoren nennen fünf wichtige Gründe für das Sinken der Tierzahlen: Der Mensch mache den Tieren den Lebensraum streitig. Er jage und fische zu viel. Er verschmutze den Lebensraum. Zudem würden Spezies in fremde Lebensräume eingeführt, wo sie großen Schaden anrichteten. Außerdem verbreiteten sich Krankheiten unter den Tieren.

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Die Welt hat es hier gut gemeistert, die Klimakatastrophe außen vor zu lassen. Wenn man allerdings in die Ursprungs-Pressemiteilung des WWF hineinschaut, so wimmelt es nur so von Klimaalarm, grausig. Das Positive: Die Presse beginnt mitzudenken und zu filtern.

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