Insektensterben in Deutschland: Klimawandel als Ursache ausgeschlossen

Spektrum der Wissenschaft am 19. Oktober 2017:

Insektensterben in Deutschland bestätigt
Seit dem Sommer 2017 macht der Begriff des “Insektensterbens” die Runde - welches vielfach schlicht bezweifelt wird. Eine neue Studie stellt jedoch drastische Rückgänge fest. [...] Während der letzten 27 Jahre ist die Menge an Fluginsekten im Mittel tatsächlich um rund 80 Prozent eingebrochen. “Ein Rückgang wurde ja schon lange vermutet, aber er stellt sich als noch gravierender dar, als wir erwartet hatten”, kommentiert Hallmann die Studie. [...] Schwierig bleibt hingegen die Ursachenforschung, die aber nicht das primäre Ziel der Studie war. Da es sich ausnahmslos um Naturschutzgebiete handelt, scheidet eine großflächige Umgestaltung der Landschaft innerhalb dieser Flächen aus – abgesehen von natürlichen Entwicklungen wie dem Aufkommen von Büschen und Bäumen. Weil diese Areale allerdings typische Offenlandstandorte bewahren sollen, wurde regelmäßig pflegend eingegriffen, um ihren Charakter zu erhalten. Den Klimawandel schließen die Forscher anhand ihrer Analysen ebenfalls aus. Denn konsistent über den Zeitraum zeigten sich nur steigende Durchschnittstemperaturen, die jedoch normalerweise zu einer Zunahme der Insektenpopulationen hätten führen müssen, so die Autoren. [...]

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Wie verlässlich sind die IPCC-Berichte? In der ersten Berichtsausgabe von 1990 prognostizierte der Weltklimarat eine Erwärmung von 0,3°C pro Jahrzehnt bei Annahme des ‘Business as Usual’ Emissionsszenarios. Die Unter- und Obergrenze dieses Wertes wurde mit 0,2℃ und 0,5℃ angegeben. Siehe Seite xxii in diesem pdf. Wir spulen 27 Jahren nach vorne, in das Jahr 2017. Die wirkliche Erwärmung in den letzte Jahren betrug lediglich 0,15°C pro Jahrzehnt. Peinlich, denn der Wert liegt sogar unterhalb des angegebenen Unsicherheitsbereiches.

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Die Europäische Kommission meldete am 20. Oktober 2017 Überraschendes: Die globalen CO2-Emisionen stagnieren im dritten Jahr in Folge:

Global CO2 emissions stalled for the third year in a row

The annual assessment of global greenhouse gas (GHG) emissions by the JRC and the Netherlands Environmental Assessment Agency (PBL) confirms that CO2 emissions have stalled for the third year in a row. The report provides updated results on the continuous monitoring of the three main greenhouse gases: carbon dioxide (CO2), methane (CH4) and nitrous oxide (N2O). Global GHG emissions continue to be dominated by fossil carbon dioxide (CO2) emissions, which however show a slowdown trend since 2012, and were stalled for the third year in a row in 2016. Russia, China, the US and Japan further decreased their CO2 emissions from 2015 to 2016, while the EU’s emissions remained stable with respect to the previous year, and India’s emissions continued to increase.

Other greenhouse gases keep creeping up

Information on the other two greenhouse gases, methane (CH4) and nitrous oxide (N2O), is only available until 2012, as international statistics on agricultural activities – the main source of these emissions – are not updated as frequently as on energy and industry-related activities. Uncertainty is also higher for these emissions than for CO2 emissions. However, the data until 2012 shows a steady increase in global GHG emissions, with an overall increase of 91% from 1970 to 2012. CH4 is mainly generated by agricultural activities, the production of coal and gas, as well as waste treatment and disposal. N2O is mainly emitted by agricultural soil activities and chemical production. In the EU, 60% of the CH4 and N2O emissions are emitted by the top six emitting countries – Germany, UK, France, Poland, Italy and Spain. The upward trend in CH4 and N2O emissions is also visible in the US, China, Japan and India which all recorded increasing GHG emissions.

Europe’s downward trend stalling

Over the past two decades, the EU28 has steadily decreased its CO2 emissions, which still represent two thirds of the EU’s total greenhouse gas emissions. In 2016, the EU’s CO2 emissions were 20.8% below the levels in 1990 and 17.9% below the levels in 2005. Since 2015, the EU’s CO2 emissions have stabilised, representing 9.6% of global emissions.

Country profiles

The report is based on the JRC’s Emissions Database for Global Atmospheric Research (EDGAR), which is not only unique in its space and time coverage, but also in its completeness and consistency of the emissions compilations for multiple pollutants: the greenhouse gases (GHG), air pollutants and aerosols. The new report contains country-specific fact sheets for 216 countries. The factsheets show the evolution of country-level CO2 emissions from 1990 to 2016 and the evolution of country-level GHG emissions from 1970 to 2012.

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Ein Hardcoreaktivist am 21. Oktober 2017 beim SRF:

Dürfen wir noch fliegen? «Fliegen tötet zukünftige Menschen»
Wir Schweizer gehören zu den Vielfliegern. Und damit auch zu den Klimasündern. Der Schweizer Ethiker Dominic Roser fordert darum mehr Verzicht. [...] Durch unsere Flüge sterben Menschen zukünftiger Generationen. Zugespitzt formuliert ist das Flugzeug, in dem ich sitze, wie eine Rakete, gerichtet auf zukünftige Menschen. Laut einer Schätzung ist ein Amerikaner mit seinen Treibhausgasemissionen für den Tod oder das Leiden von ein bis zwei Menschen verantwortlich. [...]

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Die Klimareligion treibt ulkige Blüten…

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Drama am 20. Oktober 2017 auf noizz.de:

Durch Klimawandel: Tausende Pinguin-Küken verhungern

Ein wirklich tragischer Fall. Aber was hat nun der Klimawandel damit zu tun? Noizz.de schreibt:

Der Grund: Durch Klimaveränderungen ist vor etwa sieben Jahren in der Region ein Riesengletscher abgebrochen, der Mertz-Gletscher. Dadurch mussten die Eltern-Pinguine zur Nahrungssuche für ihre Nachfahren einen Umweg von etwa 100 Kilometern auf sich nehmen.

Ein Gletscher bricht ab. Ist dies bereits Beweis genug, dass es sich um den Klimawandel handelt? Eine windige Beweisführung. Aber noizz schiebt noch ein Argument nach:

Durch die Hindernisse schafften sie es nicht rechtzeitig zurück – die Küken verhungerten beim Warten im regnerischen, kalten Wetter. Bereits 2013 kam es in derselben Kolonie zu einem ähnlichen Massensterben.

Kalt und regnerisch. Das leuchtet ein, das muß auf jeden Fall eine Folge der Klimaerwärmung sein. Demnächst auf noizz: In China kippt ein Sack Reis um, auch dies natürlich eine Folge des Klimawandels.