IPCC-Leitautor des Ozeankapitels war lange bei Greenpeace und dem WWF beschäftigt

Der IPCC besteht aus ehrenwerten Wissenschaftlern, die von politischen Parteien und anderen Organisationen vollkommen unabhängig sind und deren oberstes Ziel die ergebnisoffene Wissenschaft ist. Es handelt sich um die Besten Ihres Faches, die sich in einem schweren, leistungsorientierten Auswahlverfahren für den Job des IPCC-Autors qualifiziert haben.

Und plötzlich wachte ich auf. Alles nur ein Traum. Das wäre in der Tat der Idealzustand des IPCC-Teams. Die Realität sieht leider anders aus. Die IPCC-Wissenschaftler können sich nicht etwa bewerben oder werden im Rahmen eines fachlichen Auswahlverfahrens bestimmt. Nein, sie werden vielmehr durch die politische Fühung ihres jeweiligen Landes bestimmt. Dies erklärt auch, weshalb in dem IPCC-Gremium kein einziger Klimaskeptiker mitwirkt.

Ein schönes Beispiel über die Gesinnnungsvoraussetzung liefert der Leitautor des Ozean-Kapitels im IPCC-Bericht, Ove Hoegh-Guldberg. Derselbige verdiente lange Jahre sein Geld bei Greenpeace und dem World Wildlife Fund (WWF). Donna Laframboise hat Hoegh-Guldbergs Aktivisten-Karriere in ihrem Blog detailliert aufgearbeitet (“The WWF Activist in Charge at the IPCC”). Wie ein solch festgelegter Wissenschaftler an einer Art wissenschaftlicher Schiedsrichterpublikation mitwirken kann, bleibt ein echtes Rätsel.

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Bahnbrechende neue Publikation von Fuhai Hong und Xiaojian Zhao im American Journal of Agricultural Economics aus dem Februar 2014: Die Autoren stellen fest, dass Medien und Aktivistenorganisationen gerne die Dramatik des Klimawandels überzeichnen. Damit haben Hong und Zhao auf jeden Fall recht. Überraschenderweise heißen Sie diese Flunkereien jedoch gut, da sie angeblich dabei helfen, die Völker zur Unterzeichnung von Klimaabkommen zu motivieren. Kurz gesagt: Der Zweck heiligt die Mittel. Lügen wären hierbei ein probates Mittel. Lesen Sie die Kurzfassung der Arbeit im Original:

It appears that news media and some pro-environmental organizations have the tendency to accentuate or even exaggerate the damage caused by climate change. This article provides a rationale for this tendency by using a modified International Environmental Agreement (IEA) model with asymmetric information. We find that the information manipulation has an instrumental value, as it ex post induces more countries to participate in an IEA, which will eventually enhance global welfare. From the ex ante perspective, however, the impact that manipulating information has on the level of participation in an IEA and on welfare is ambiguous.

Und hier noch die Übersetzung ins Deutsche (via EIKE):

Es scheint, dass die Nachrichtenmedien und einige Umweltgruppen die Neigung haben, den durch die Klimaänderung verursachten Schaden besonders herauszustellen oder sogar zu übertreiben. Dieser Beitrag bietet eine Rationale für diese Neigung in Gestalt eines modifizierten internationalen Umweltabkommens IEA, ein Modell mit asymmetrischer Information. Wir finden, dass die Manipulation von Informationen einen instrumentellen Wert hat, da sie mehr Länder dazu bringt, einem IEA beizutreten, das eventuell das globale Wohlergehen stärken könnte. Aus der Vorabperspektive (ex ante) jedoch kann die Auswirkung von Informations-Manipulationen auf das Niveau der Teilnahme an einem IEA und des Wohlergehens mehrdeutig sein.

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Auf WUWT erschien am 2. April 2014 eine lange Liste von fehlgeschlagenen Klimaprognosen. EIKE hat den Text ins Deutsche übersetzt:

Klima-Fehlprognosen (und einige andere, damit zusammen hängende geäußerten Dummheiten)

1. „Infolge der globalen Erwärmung werden die kommenden Winter in den lokalen Regionen milder” – Stefan Rahmstorf, PIK, am 8. Februar 2008

2. „Mildere Winter, trockenere Sommer: Klimastudien zeigen die Notwendigkeit in Sachsen-Anhalt, sich daran anzupassen”. Presseerklärung des PIK, 10. Januar 2010

3. „Mehr Hitzewellen, kein Schnee im Winter … Klimamodelle sind über 20 mal genauer als die globalen IPCC-Modelle. In keinem anderen Land gibt es präzisere Berechnungen der Klimafolgen. Sie sollten die Grundlage politischer Planungen bilden … es wird weniger oft Kaltluftvorstöße nach Mitteleuropa aus dem Osten geben … In den Alpen werden die Winter schon zwischen 2021 und 2050 2°C wärmer werden“. – Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg, 2. September 2008 (weiterlesen …)

KALTZEIT: ein Klimaroman von Sonja Margolina

Klima, Liebe und Verbrechen. Das Klima wird von Menschen beeinflusst, heißt es. Doch will es sich einfach nicht so verhalten, wie die Propheten der globalen Erderwärmung es wieder und wieder vorhersagen. Denn anthropogener Klimawandel – hieran besteht für die Journalistin Tanja kein Zweifel – findet vor allem in den erhitzten Köpfen von Umwelteiferern statt. Die einen schüren Untergangsängste, die anderen nutzen sie, um ihre Eigeninteressen durchzusetzen. Opportunismus, Kleinmut und Hybris erzeugen eine eigene Phantomwelt, die am Ende doch an der Realität zerbricht. Sonja Margolina hat einen frechen Roman geschrieben, der deutsche Nuklearforscher, gescheiterte Entwicklungshelfer, russische Geheimdienstler und andere Weltverbesserer in witzigen Dialogen hart auf einander treffen lässt und altgediente Denkgewohnheiten tüchtig durchrüttelt. Sie führt uns dabei beinahe um die ganze Welt, vom krisengeschüttelten Kaukasus in die unwirtliche Antarktis, von der quirligen deutschen Hauptstadt in die brave schwäbische Provinz. Auch die wahre Liebe kommt nicht zu kurz. Und immer, wenn es besonders grotesk zuzugehen scheint, sind Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und Ereignissen keineswegs zufällig, aber voll aus dem unglaublichen Leben gegriffen.

Leseprobe aus dem Kapitel EisTau:

Der Leiter des Instituts für Klimawandel (INKA) Professor Siegfried von Castorp wird durch die Kritik der „Klimaleugner“ an seinen Untergangsszenarien an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht. Er ergreift die Flucht in die Antarktis.

…………………

Am Anfang des 24. Sonnenzyklus zeigte das Klima seinen Rettern die kalte Schulter. Die von den Satelliten gemessenen Temperaturen gingen zurück. Die CO2-Emissionen, von einem rasanten Wirtschaftswachstum in China und Indien befeuert, schnellten indes in die Höhe. Beide Kurven strebten immer weiter auseinander, wie die Schere zwischen arm und reich. Selbst diejenigen, die gestern felsenfeste Belege für eine bevorstehende Eisschmelze gefunden haben wollten und einen Niedergang des Eisbärenbestands gewittert hatten, stimmten nun in den Chor der Klimaskeptiker ein. Die Flut der Kritik an den INKA-Modellen stieg unaufhaltsam an. Öffentliche Appelle an Castorp und Verrisse seiner Computermodelle nahmen kein Ende. Alle wussten plötzlich über die ausbleibenden Sonnenflecken Bescheid. In den Zeitungen tauchten unverständliche Abkürzungen wie PDO, AMO und NAO auf, die wie ein Menetekel anmuteten.

Es war die Stunde der Wendehälse. Siegfried von Castorp wurde nun von denselben Meinungsmachern als falscher Prophet geschmäht, die ihn zuvor als Visionär gefeiert hatten. Professor von Hardenberg, ein ausgewiesener Polarforscher, war dafür bekannt, einen dramatischen Rückgang des arktischen Eisschildes infolge des Klimawandels nachgewiesen zu haben. Nach seiner Emeritierung machte er sich jedoch daran, den Einfluss der CO2-Emissionen auf den Eisschwund in Frage zu stellen. Das Auf und Ab der Eisbedeckung vollzöge sich zyklisch, behauptete er nun in einem Artikel, den er an Castorp geschickt hatte. Die Ursache dafür seien multidekadische ozeanische Oszillationen, die durch die Sonnenaktivität gelenkt würden. 90% der von der Erde absorbierten Sonnenenergie würden in den Ozeanen gespeichert. Diese Wassermassen ermöglichten es, die Erde wärmer zu halten, nicht der Treibhauseffekt. Im Gegenteil kühle das Kohlendioxid die Erde ab. Ohne diesen „Klimakiller“ wäre die Erde noch viel wärmer.

Für das bisherige Verständnis des Treibhauseffekts versprach Hardenbergs Hypothese nichts Gutes. Tatsächlich wies er auf einen zyklischen Wechsel von Abkühlung und Erwärmung zwischen 1880 und 1940 sowie zwischen 1940 und 2000 hin. Das bedeutete für den Klimawandel, dass der letzten Abkühlungsphase von 1940 bis 1970 eine wärmere Phase von 1970 bis 2000 folgte. Für die Definition von Klima sollte seiner Meinung nach eine globale Durchschnittstemperatur über einen Zeitraum von 60 und nicht von 30 Jahren herangezogen werden, wie es am Weltklimarat Praxis war.

Die INKA-Modelle ließen laut Hardenberg die kalte Phase des Zyklus außer Acht. Dadurch sei die kurzfristige Klimaerwärmung stark überschätzt worden. Im letzten Klimabericht sei ein fast vollständiges Verschwinden des Eises in der Arktis prognostiziert worden, monierte er, ohne seinen eigenen Beitrag zu dieser Prognose zu erwähnen. Der Vergleich der aktuellen Entwicklung mit der in den 1930er Jahren zeigte indes einen ähnlichen Eisrückgang. Demnächst beginne jedoch eine Abkühlungsphase eines abermaligen 60jährigen Zyklus, und die Eisbedeckung am Polarkreis nehme wieder zu.

Der Blog des Emeritus wurde gut besucht, allein dieser Artikel war schon 10.000 Mal angeklickt worden. Castorps gestrige Gesinnungsgenossen ergötzten sich an der spöttischen Bewertung seiner Klimamodelle durch Ray Ashly als „Bullshit“. Die peinlichen E-Mails aus dem längst vergessenen Climategate machten wieder Schlagzeiten. In „Die Zeit“, welche die Klimaskeptiker als gut bezahlte Söldnertruppe der Konzerne verunglimpft hatte, wurde die menschengemachte Klimaerwärmung auf einmal in Frage gestellt. Die letzte Ausgabe von „Der Spiegel“ trug die Überschrift: „Die Klimakatastrophe findet nicht statt!“ Der Kölner Dom stand wieder auf dem Trockenen. (weiterlesen …)

Winter 2013/2014 in den USA war der kälteste seit 100 Jahren

In den USA ging jetzt der kälteste Winter (2013/2014) der letzten hundert Jahre zuende. Zuletzt war es 1911/1912 kälter.

Abbildung: CFACT via Christopher Monckton of Brenchley / WUWT.

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Obwohl die Grundlagen des Klimawandels noch immer nicht zuverlässig verstanden sind, geben die Länder viel Geld aus, um auf wackeliger wissenschaftlicher Grundlage umfassende Klimafolgenforschung zu betreiben. So hält man es leider auch in Österreich, wie ots.at am 26. März 2014 meldete:

Klimawandel: Klima- und Energiefonds startet Forschungsförderung mit 4,5 Millionen Euro Budget
Austrian Climate Research Programme (ACRP) gibt Antworten auf Herausforderungen des Klimawandels

Unter anderem soll es um Hochwassergefahren gehen:

Risk Adapt: Hochwasserschutz auch in Zukunft sicherstellen
Zur Bewertung zukünftiger Hochwasserrisiken wird im Rahmen von
RiskAdapt ein dynamischer Ansatz gewählt, der potentielle
Entwicklungsszenarien beider Komponenten des Risikos (Gefährdung und Vulnerabilität) berücksichtigt. Die Gefährdung wird sowohl für den IST-Zustand als auch für zukünftige Klimawandelszenarien bewertet.

Ob den Verantwortlichen die neuesten Grundlagenstudien aus der Alpenregion bekannt sind? Siehe “Neue schweizerische Studien: Künftig weniger Hochwasser in den Zentralalpen – Sonnenaktvität übt signifikanten Einfluss aus“, “Neue Flutrekonstruktion aus den Südalpen: Schwache Sonne führte in den vergangenen 2000 Jahren stets zu mehr Hochwasser” und “Studie dokumentiert für die vergangenen 500 Jahre vier Hochwasserphasen in der Schweiz: Schlimmste Flutkatastrophen-Periode ereignete sich vor 250 Jahren“.

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Der Bremer Weser Kurier liebt den IPCC und die Klimakatastrophe. Redakteurin Ina Schulze berichtete daher am 27. März 2014 in eindeutigen Worten über einen kürzlichen Klimaalarmvortrag in der Hansestadt: (weiterlesen …)

Klimawandel lässt Feuersalamander schrumpfen, Frösche höher quaken und Oliven üppig sprießen

Campus Radio Q berichtete am 10. April 2014:

Nobelpreisvergabe erfolgt immer später
Nobelpreise werden mit immer größerem zeitlichen Abstand zu Entdeckungen an Forscher vergeben. Das zeigt eine Untersuchung im Wissenschaftsmagazin Nature.

Wenn es den Nobelpreis auch für die Klimawissenschaften gäbe (und hier ist nicht der Friedensnobelpreis gemeint), dann würde wohl ein Name ganz weit oben auf der Nominierungsliste stehen: Steve McIntyre. Er deckte im Zuge zeitintensiver und hartnäckiger Nachforschungen den Hockeystick-Skandal auf. Wenn Sie es noch nicht getan haben, dann lesen Sie auf jeden Fall Andrew Montford’s Buch zu diesem Wissenschaftskrimi.

Am 24. März 2014 hat McIntyre wieder zugeschlagen. In seinem Blog Climate Audit beschreibt er einen Vorfall, in dem die University of Western Australia (UWA) eine Beschwerde über einen klimaalarmistischen Mitarbeiter – Stephen Lewandowsky – als unbegründet zurückweist. McIntyre konnte jedoch auf offiziellem Beantragungs-Wege (“FOI”) an die Emailkorrespondenz der beteiligten UWA-Personen gelangen. In seinem Blog dokumentiert er detailliert, dass es letztendlich wohl der beschuldigte Klimaalarmist selbst war, der den Brief mit dem Freispruch durch eine UWA-Ethik-Kommission formulierte. Wenn es um den Klimawandel geht, verschwimmen offenbar die Grenzen zwischen Delinquenten und Richtern auf mysteriöse Weise. Wer in der englischen Sprache fit ist und sich die spannende Geschichte in ganzer Länge durchlesen möchte, sei auf den Originaltext auf Climate Audit verwiesen.

In der entsprechenden Studie ging es um Onlinebefragungen in Skeptikerkreisen, die Lewandowsky in die Nähe von Verschwörungstheoretikern zu stellen versuchte. Siehe unseren Blogartikel “Fachzeitschrift “Frontiers in Psychology” zieht verschwörungstheoretischen Klimaalarm-Artikel zurück“.

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Böser, böser Klimawandel: Eine neue Studie fand jetzt heraus, dass der Klimawandel die Feuersalamander schrumpfen lässt. Früher waren sie größer, heute sind sie kleiner. Überführt hat den Klimawandel als Schuldigen letztendlich ein Computerprogramm. Nach langen Berechnungen stand schließlich fest: Die Klimaerwärmung wars!

Eine seltsame Sache. Denn 2005 hatte in ein anderen Arbeit in Nature noch gestanden, dass die Salamander dank der gestiegenen Temperaturen gewachsen sind. Was denn nun? Geht es letztendlich vielleicht nur darum, irgendetwas über den Klimawandel zu schreiben, um sich die Finanzierung des nächsten Projekts zu sichern?

Lesen Sie die ganze Geschichte auf WUWT.

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Was der Klimawandel nicht alles kann: Durch die Klimaerwärmung quaken die Frösche jetzt in höheren Tönen, wie Spiegel Online am 9. April 2014 enthüllte:

Klimawandel: Erderwärmung treibt Frosch zu höheren Tönen
Der Gesang des Höhlen-Pfeiffrosches hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Nun produzieren die Männchen kürzere und höhere Laute. Als Ursache dafür vermuten US-Biologen den Klimawandel.

Weiterlesen auf spiegel.de

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Und der Mittelfranken-Dienst des Bayerischen Rundfunks meldete am 7. April 2014:

Klimawandel gefährdet Kuckuck-Brut
Der milde Winter könnte die Brut des Kuckucks gefährden. Da das Tier seine Eier von anderen Vögeln ausbrüten lässt, könnte es sein, dass er dieses Jahr zu spät kommt, befürchtet der Landesbund für Vogelschutz. Der Vogel habe seine Rückkunft aus dem Süden noch nicht den klimatischen Veränderungen angepasst, so der Landesbund für Vogelschutz mit Sitz in Hilpoltstein. Damit könnte er zur Brut zu spät kommen. Der Kuckuck legt seine Eier in die Nester anderer Vögel, die seinen Nachwuchs dann ausbrüten und großziehen. Durch den milden Winter begannen die Wirtvögel früher zu brüten.

Das ist schon seltsam. Da gibt es nach fünf zu kalten Wintern mal einen etwas wärmeren Winter 2013/2014 und schon ist die globale Klimaerwärmung wieder Schuld. Der arme Kuckuck. Wenn er sich an die Empfehlungen der Klima-Aktivisten halten würde und im kommenden Jahr etwas früher aus dem Winterurlaub nach Deutschland zurückkehrt, könnte er vielleicht wieder in einen Kältewinter geraten. Ein Blick in die Statistik verheißt nichts Gutes: “Winter in Deutschland werden seit einem Vierteljahrhundert deutlich kälter” und “Dominik Jung: Alpenwinter sind in den letzten 20 Jahren kälter geworden“.

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Schocknachricht in der Wiener Zeitung vom 7. April 2014: (weiterlesen …)

Was ist denn da passiert? Dramatisierte Kurzfassung im neuen IPCC-Bericht passt nicht zur vorsichtigen Argumentation im wissenschaftlichen Hauptkapitel

In unserem Buch “Die kalte Sonne” beklagten wir, dass die Zusammenfassung in den IPCC-Berichten viel extremer ausfallen als die technischen Langkapitel. Ein schönes Beispiel ist im 2. Teil des neuen IPCC-Werks (AR5) zu bestaunen, in dem es um Klimaflüchtlinge geht. Während im Hauptteil sehr vorsichtig formuliert wird und kein klarer Zusammenhang zwischen Klima und Flüchtlingen belegt werden kann, behauptet die Zusammenfassung einen eben solchen. Sofort greifen Aktivisten (hier Bill McKibben) die verfälschte Nachricht aus der Zusammenfassung auf und verbreiten es in der Presse. Zusammenstellung aus der Herald Sun / Andrew Bolt vom 8. April 2014:

Environmentalist Bill McKibben, MSNBC, March 31, 2014:
LATE last night Yokohama time, the world’s scientists did once more what they’ve done so many times in the past: issued a thumping big report demonstrating that climate change poses the greatest danger our civilisation has ever faced … The latest summary, for instance, shows that … both drought and flood will keep on increasing, the number of refugees will climb sharply, and we risk “civil wars and intergroup violence”.

Yes, that’s what the summary says. IPCC’s Working Group II Summary for Policymakers:
CLIMATE change over the 21st century is projected to increase displacement of people (medium evidence, high agreement).

What the report actually says. Final Draft IPCC WGII AR5:
IT is difficult to establish a causal relationship between environmental degradation and migration … Many authors argue that migration will increase during times of environmental stress … and will lead to an increase in abandonment of settlements … Another body of literature argues that migration rates are no higher under conditions of environmental or climate stress … For (Cecilia) Tacoli (2009) the current alarmist predictions of massive flows of so-called “environmental refugees” or “environmental migrants”, are not supported by past experiences of ­responses to droughts and extreme weather events and predictions for future migration flows are tentative at best … Given the multiple drivers of migration … the projection of the effects of climate change on intra-rural and rural-to-urban migration remains a major challenge.

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Erfrischende Einlassung aus dem neuen IPCC-Bericht zu den tropischen Wirbelstürmen. Es gibt über das letzte Jahrhundert gesehen keinen statistisch signifikanten Trend (aus The Wallstreet Journal / The Hockeyschtick):

“Current data sets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century.”

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Trotz einiger Lichtblicke hat der IPCC offenbar noch immer Probleme, aus der Alarmkiste wieder herauszukommen, ohne sein Gesicht zu verlieren. Der neue Bericht ist daher mit Vorsicht zu genießen. Was sind die Alternativen? Nahezu zeitgleich zum IPCC veröffentlichte auch der NIPCC, der nichtstaatliche Weltklimarat seinen neuen Bericht. Die Webseite hierzu lautet climatechangereconsidered.org. Der vollständige NIPCC-Bericht kann hier als pdf heruntergeladen werden. Einzelne Kapitel finden Sie hier:

Front Matter (Foreword, Table of Contents, Executive Summary, and Introduction)
Chapter 1. Carbon Dioxide, Plants and Soils
Chapter 2. Plant Characteristics
Chapter 3. Plants Under Stress
Chapter 4. Earth’s Vegetative Future
Chapter 5. Terrestrial Animals
Chapter 6. Aquatic Life
Chapter 7. Human Health
Appendix 1: Acronyms
Appendix 2:  Authors, Contributors, and Reviewers
Appendix 3:  Plant Dry Weight Responses to Atmospheric CO2 Enrichment
Appendix 4:  Plant Photosynthesis Responses to Atmospheric CO2 Enrichment

Die Zusammenfassung für Politiker ist hier.

 

IPCC rudert beim klimabedingten Artensterben zurück: Zweifel an bislang verbreiteten Vorhersagen

Der 2. Teil des IPCC-Klimaberichts ist Ende März 2014 veröffentlicht worden. Darin finden sich einige interessante Neubewertungen, die so gar nicht in das sonst für den IPCC so übliche Katastrophenszenario passen wollen. Axel Bojanowski berichtet kurz vor der Präsentation des Berichts auf Spiegel Online über eine unerwartete Kehrtwende:

Geheimer Uno-Report: Klimarat zweifelt an Prognosen zum Artensterben
Verursacht die Erderwärmung ein globales Artensterben? Der Uno-Klimarat ist sich da nicht mehr sicher: Nach SPIEGEL-Informationen sät er im Entwurf seines neuen Reports erstaunlich große Zweifel an seinen bislang verbreiteten Vorhersagen.
Der Uno-Klimarat IPCC zieht seine bisherigen Prognosen eines Artensterbens überraschend stark in Zweifel. Das berichtet der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe. Dem geheimen Berichtsentwurf des IPCC zufolge, dessen zweiter Teil Ende März veröffentlicht werden soll, rechnet der IPCC zwar weiterhin mit dem Risiko, dass zahlreiche Tier- und Pflanzenarten der Klimaerwärmung zum Opfer fallen könnten. Andererseits distanzieren sich die Wissenschaftler von ihren Prognosen: “Es besteht sehr geringes Vertrauen darin, dass die Modelle das Aussterberisiko derzeit akkurat vorhersagen”, zitiert der SPIEGEL aus dem Report.

Weiterlesen auf spiegel.de (in englischer Sprache hier). Den entsprechenden Artikel “Unsicheres Orakel” aus der zitierten Spiegel-Printausgabe können Abonnenten hier einsehen.

So richtig überraschend kommt dies nicht. Man erinnere sich an seinen Biologie-Schulunterricht: Das artenreichste Habitat ist der warme, tropische Regenwald. Bereits im April 2013 hatten wir an dieser Stelle berichtet: “Ökosysteme reagieren auf Klimaerwärmung durch Zunahme der Artenvielfalt“.

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Bleiben wir noch eine Weile beim neuen IPCC-Werk. Im März 2013 sollten die Autoren ihre letzte Fassung beim IPCC einreichen, um den Begutachtungsprozess einzuleiten. An dieser Stelle sollte eigentlich nichts mehr zu den Kapiteln hinzugefügt werden, lediglich Fehler sollten korrigiert werden.

Donna Laframboise hat sich das begutachtete Endresultat angeschaut und fand Überraschendes: Sie fand mysteriöse Literaturzitate von Arbeiten, die erst viele Monate nach dem März-2013 Abgabeschluss erschienen sind:

For example, Chapter 7 examines the impact climate change might have on humanity’s food supplies. A leaked copy of this chapter can be downloaded here.

  • on page 6, the Licker et al., 2013 study is cited twice; it didn’t appear in a scientific journal until July 2013.
  • p. 10 relies on Zhu et al. – published in Sept. 2013
  • p. 11, Koehler et al. – published in Aug. 2013
  • p. 11, Asseng et al. – published in Sept. 2013 (online in June)
  • p. 15. Glenn et al. – published in Nov. 2013
  • p. 22, Muller et al. – published Jan. 2014 (online in Dec. 2013)
  • p. 23, Glenn et al. – published in Nov. 2013
  • p. 26, Kiselev et al. – published Oct. 2013
  • p. 27, Nelson et al. is cited twice – published in Jan 2014 (online in Dec. 2013)
  • p. 31, Stathers et al. – published June 2013
  • p. 32, Ghahramani & Moore paper is cited twice – published in Aug. 2013
  • p. 38 Coumou et al. is cited twice – published June 2013
  • p. 38 Hughes et al. – published July 2013 (online in June)
  • p. 38 Dunne et al. – published June 2013 (online in Feb.)
  • p. 39 Reichstein et al. – published Aug. 2013

Siehe Donna Lamframboises Artikel “Bleeding Edge Research in the New IPCC Report” in ihrem Blog No Frakking Consensus.

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Der neue IPCC-Bericht enthält eine weitere wichtige Neubewertung: Die im berühmten Stern-Bericht veranschlagten Klimafolgeschadenskosten sind deutlich zu hoch angesetzt worden. The Conversation erläuterte am 2. April 2014:

IPCC report shows Stern inflated climate change costs
How much does climate change cost? What will be the impact on our wallets? The latest report from the Intergovernmental Panel on Climate Change’s (IPCC) Working Group II has concluded that global warming of 2.5˚C would cost the equivalent to losing between 0.2-2.0% of annual income. This seems in sharp contrast to the Stern Review of the Economics of Climate Change, which found it would cost 5-20%. How can that be?

Weiterlesen auf theconversation.com.

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Auch Peter Heller hat sich den 2. Teil des IPCC-Berichts näher angeschaut und ist auf seltsame Dinge gestoßen, wie er im Science Skeptical Blog berichtete: (weiterlesen …)

Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD): Mit kuscheligen Wollpullovern gegen die Klimakatastrophe

Die Tageszeitung Neues Deutschland hat eine lange Geschichte. Von 1946 bis 1989 war die Zeitung in der DDR das Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Schon damals verkündete das Blatt die ungefilterte Wahrheit, insbesondere die politische. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Noch immer kann man sich voll darauf verlassen, dass man im Neuen Deutschland die Sichtweise der Führungselite zu lesen bekommt, zumindest wenn es sich um die Frage des Klimawandels handelt. So meldete das Blatt am 25. März 2014:

Kein Stillstand beim Klimawandel
UN-Meteorologieorganisation: 2013 war das sechstwärmste je gemessene Jahr. Wirbelsturm Haiyan, Hochwasser in Mitteleuropa, Rekorddürre in Australien – die Menschheit spürt die Folgen des Klimawandels.

Ein wuchtiger Anfang. Da hat sich die klimawissenschaftliche Redaktion sehr angestrengt, um ihrer Leserschaft die Gefahren des Klimawandels zu verdeutlichen. Allerdings fehlen die Originalquellenangaben zu den Behauptungen. Der Hinweis auf die “UN-Meteorologieorganisation” ist ein Anfang, jedoch stellt dies keine begutachtete Literatur dar. Gehen wir daher systematisch vor.

Punkt 1: “Kein Stillstand beim Klimawandel”. Nunja, wie würde man es wohl nennen, wenn es seit 16 Jahren gar nicht mehr wärmer wird? Schauen wir in Deutschands größter Antonym-Datenbank Gegenteil-von.com nach. Wie lautet das Gegenteil von Stillstand (“kein Stillstand”)? Die Datenbank bietet u.a. die folgenden Begriffe an:

Aufschwung, Aufstieg, Unaufhörlichkeit, Kontinuität, Fortschreiten, Erweiterung, Verlängerung, Bestand, Fortsetzung.

Laut UN-Meteorologieorganisation (WMO) schreitet der Klimawandel also angeblich voran, obwohl die Temperaturen stagnieren. Ein Paradoxon à la WMO/IPCC. Sechstwärmstes Jahr heißt gleichzeitig, dass fünf Jahre wärmer waren.

Punkt 2: Wirbelsturm Haiyan: Ganz klar keine Folge des Klimaawandels. Siehe “Klimaaktivisten missbrauchen Taifun Haiyan für eigene Zwecke: Studien fanden für die vergangenen Jahrzehnte keine Zunahme der Taifunaktivität

Punkt 3: Hochwasser in Mitteleuropa: Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Flussbgeradigungen und natürliche Zyklen spielen eine große Rolle. Siehe “Was waren die wahren Hintergründe der mitteleuropäischen Flut 2013?

Punkt 4: Rekorddürre in Australien: Gerne hätte man zuvor den paläoklimatologischen Kontext recherchieren dürfen. Siehe “Solare Millenniumszyklen überall: Auch die Regenmengen in Südost-Australien schwankten während der letzten 10.000 Jahre im Takte der Sonne

Wie kommt die WMO nun auf die Idee, all diese Dinge wären Folge einer menschengemachten Klimakatastrophe? Die Lösung: Die WMO ist Mitbegründer des IPCC, und beide sitzen im gleichen Gebäudekomplex in Genf. Beide Organisationen benötigen die Klimakatastrophe um an Ansehen, politischen Einfluss und Geldmittel zu gelangen. Es wäre überraschend, wenn WMO und IPCC diese mühsam erkämpfte Macht aufgeben würde, nur weil die Fakten nicht mehr zum ursprünglich aufgestellten Horroszenario passen.

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Vielleicht war es ein Aprilscherz, vielleicht aber auch nicht. Am 1. April 2014 meldet Die Welt:

Den Klimawandel mit wärmenden Textilien bekämpfen
Umweltministerin Hendricks stimmt Deutsche auf Veränderung der Lebensgewohnheiten ein – und gibt damit Thilo Sarrazin recht.
Die drohenden Folgen der Erderwärmung werden nach Ansicht von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) auch die Lebensgewohnheiten der Deutschen grundsätzlich verändern. “Wir werden uns schon darauf einstellen müssen, dass wir etwas anders leben müssen”, sagte Hendricks im Interview des Deutschlandfunks. So könne es künftig sein, “dass wir in Mitteleuropa unsere Wohnungen vielleicht ab und an nicht mehr auf 22 bis 23 Grad heizen, sondern nur noch auf 20 bis 21″.

Weiterlesen auf welt.de.

Da kann man nur hoffen, das die globale Erwärmung möglichst schnell voranschreitet, so dass schon bald im Winter in Deutschland 22 Grad herrschen und gar keine Heizung mehr notwendig ist. Man könnte auch eine neue Regel einführen, nach der man sein Auto nach jeweils 5 km für 100 m schieben muss, bevor man mit Motorkraft die Reise fortsetzt. Oder man könnte Flugreisenden eine Kurz-Diät auferlegen, so dass sie mit einem um 2 kg gegenüber ihrem Normalwert verringerten Körpergewicht ihren Flug antreten. Oder einmal pro Stunde für eine Minute die Luft anhalten, oder, oder, oder…

 

IPCC konzediert: Biotreibstoffe schaden mehr als sie nutzen

Björn Lomborg am 31. März 2014 in der Welt:

Der globale Energie-Irrsinn trifft die Ärmsten
Nicht der Klimawandel schadet armen Ländern am meisten, sondern steigende Energiepreise. Weil wir uns auf die Klimasorgen konzentrieren, bleiben drei Viertel der Menschen in Dunkelheit und Armut.
Laut UN-Generalsekretär Ban Ki-moon “schadet der Klimawandel in erster Linie und am stärksten den Armen”. Das stimmt, denn die Armen sind am verwundbarsten und verfügen über die wenigsten Ressourcen, um sich anzupassen. Allerdings vergessen wir oft, dass sich Energie aufgrund der momentan angewandten Strategien gegen die globale Erwärmung stark verteuert – und das schadet den Armen dieser Welt noch viel mehr. Im Jahr 2012 wurden Solar- und Windenergie mit 60 Milliarden Dollar subventioniert. Das bedeutet, die Welt bezahlte 60 Milliarden Dollar mehr für Energie als nötig. Und weil der gesamte Klimanutzen magere 1,4 Milliarden Dollar betrug, wurden mit den Fördergeldern im Wesentlichen 58,6 Milliarden Dollar verschwendet.

Weiterlesen auf welt.de.

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Die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hat in Hamburg eine Befragung zur Klimaangst durchgeführt. Die Ergebnisse sind beängstigend: Die Jugend hat die Nase von der Klimaangst trotz aller Klimaalarm-Propagandabemühungen voll und will einfach keine Angst mehr vor dem Klima haben. Der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung – Professor Dr. Ulrich Reinhardt – schrieb hierzu im Hamburger Abendblatt vom 24. März 2014:

Angst vor dem Klimawandel? Jugend sorgt sich am wenigsten!
Am vergangenen Donnerstag begann der kalendarische Frühling. Und der Blick vor die eigene Haustür bestätigt dies auch: Der Winter ist vorbei. Vorbei? War die kalte Jahreszeit denn überhaupt schon da? In Hamburg hatten wir in den letzten Monaten an keinem einzigen Tag eine wirkliche Schneedecke, Weihnachten war es 12 Grad warm, und die Sonne schien an manchen Januartagen bis zu sechs Stunden täglich. Kein Wunder also, dass laut Wetterstatistiken der Winter 2013/ 2014 zu den fünf wärmsten in der Geschichte gehört. Schnell wird dies mit den Auswirkungen des Klimawandels erklärt: Temperaturen steigen, Gletscher schmelzen und Schneesicherheit gibt es nur noch über 2000 Meter. Diese und weitere Befürchtungen wie ein Anstieg des Meeresspiegels, Dürre und Hitzeperioden, Wassermangel oder die generelle Zunahme von Wetterextremen werden sich in den kommenden Jahrzehnten zweifellos bewahrheiten.

Das ist ja unerhört. Der letzte milde Winter in Deutschland muss jetzt als Beweis für den Klimawandel herhalten.Was ist dann mit den viel zu kalten Wintern der vergangenen Jahre? Sind sie der Gegenbeweis? (siehe “Dominik Jung: Alpenwinter sind in den letzten 20 Jahren kälter geworden” und “Winter in Deutschland werden seit einem Vierteljahrhundert deutlich kälter“). Der Herr Statistikprofessor hat hier offenbar die reale Wetterstatistik aus den Augen verloren, da er sich in das klimatische Weltuntergangsszenario verliebt hat. Dies zeigt schon seine beschwörende Formulierung “Diese und weitere Befürchtungen … werden sich in den kommenden Jahrzehnten zweifellos bewahrheiten”. Kann Reinhardt da so sicher sein? Der IPCC sieht dies mittlerweile wieder ganz nüchtern und schreibt ganz offen, dass eine Steigerung der Wetterextreme nicht belegbar ist und in den Bereich der Spekulation zu stellen ist.

Reinhardt weiter: (weiterlesen …)

Pfiffige Oberpfälzer Rathausdelegation nutzt Klimawandelthema für Traumreise nach Kapstadt auf Staatskosten

Südafrika ist ein attraktives Reiseland, wo wohl jeder mal gerne hin möchte. Eine Delegation der oberpfälzer Kreisstadt Neumarkt war jetzt besonders erfinderisch und hat sich die Traumreise einfach vom Steuerzahler finanzieren lassen. Man wollte sich dort über den Klimawandel informieren, sagte man. Unter anderem ging es um den Meeresspiegelanstieg, so dass man sich leider, leider gezwungen sah, die malerischen Küsten Südafrikas zu bereisen. Fazit der “Studienreise”: Zum Glück besitzt Neumarkt keine Küsten, so dass der Meeresspiegelanstieg keine Gefahr für die 38.000 Bewohner darstellt. Einige Mitbürger rochen den Braten und erahnten, worum es der der lustigen Reisegruppe wohl wirklich ging. Neumarktonline.de berichtete am 4. April 2014:

Die Begeisterung einer Neumarkter Rathaus-Delegation, im fernen Südafrika über Klimawandel und Klimaschutz diskutiert zu haben, wird nicht von allen Neumarkter Bürgern geteilt. Trotzdem berichten die Reiseteilnehmer jetzt von ihren Eindrücken. Oberbürgermeister Thomas Thumann mußte sich bei der Haushaltssitzung des Neumarkter Stadtrates einige spitze Anmerkungen über seine Reise um den halben Globus anhören (Bericht hier). “Solange wir in Neumarkt nicht in der Lage sind, unseren Beitrag zum Klimaschutz ernsthaft umzusetzen, brauchen wir auch nicht nach Afrika zu fliegen, um unsere Weisheiten zu verkaufen”, mokierte sich zum Beispiel die SPD.

Weiterlesen auf Neumarktonline.de.

Foto: Andreas Tusche / Lizenz: This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

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The Guardian am 18. März 2014:

We need more scientific mavericks
“Science is the belief in the ignorance of experts,” said Richard Feynman in the 1960s. But times change. Before about 1970, academics had access to modest funding they could use freely. Industry was similarly enlightened. Their results included the transistor, the maser-laser, the electronics and telecommunications revolutions, nuclear power, biotechnology and medical diagnostics galore that enriched the lives of virtually everyone; they also boosted 20th-century economic growth. After 1970, politicians substantially expanded academic sectors. Peer review’s uses allowed the rise of priorities, impact etc, and is now virtually unavoidable. Applicants’ proposals must convince their peers that they serve national policies and are the best possible uses of resources. Success rates are about 25%, and strict rules govern resubmissions. Rejected proposals are usually lost. Industry too has lost its taste for the unpredictable. The 500 major discoveries, almost all initiated before about 1970, challenged mainstream science and would probably be vetoed today. Nowadays, fields where understanding is poor are usually neglected because researchers must convince experts that working in them will be beneficial.

Weiterlesen auf theguardian.com.

Judith Curry weist auf zwei weitere interessante Texte hin:

The Daily Caller has an article on this entitled Scientists:  Government agencies use the peer review process to squash dissent

und

Cass Sunstein and Reid Hastie have an article published in the Journal of Institutional Economics entitled Garbage in, garbage out? Some micro sources of macro errors.

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Wieder einmal traf sich der Klimakonferenzzirkus in Bonn. Das Resultat war wie immer: Keines.

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Peter Heller am 23. März 2014 im Science Skeptical Blog zu einer kürzlichen TV-Klima-Talkrunde: (weiterlesen …)

Neues aus der Paläoklimatologie: Schon immer wurde Mexiko von Dürren heimgesucht

Anfang 2012 suchte eine schwere Dürre das Land Mexiko heim. Nie dagewesen und auf jeden Fall Schuld des Menschen? Mitnichten. Wetter24.de klärte auf:

Woher stammt die Trockenheit?
Diese lange Dürrephase haben wir unter anderem dem derzeitigen La Niña-Phänomen zu verdanken. Dabei sorgt eine kräftige Luftzirkulation in der Atmosphäre, die Walker-Zirkulation, dafür, dass mit kräftigeren Passatwinden das Oberflächenwasser des Ostpazifiks von der Küste Amerikas in Richtung Asien transportiert wird. Dort staut sich an den Ostküsten das warme Oberflächenwasser, während vor der Westküste Latein- und Südamerikas das kältere Tiefenwasser nach oben strömt. Dadurch ist die Wassertemperatur des äquatorialen Ostpazifik an der Oberfläche niedriger als im Mittel, wie es hier auch in der nachfolgenden Animation gezeigt wird. Zu sehen ist die Abweichung der Meeresoberflächentemperatur des äquatorialen Pazifiks der letzten Wochen.

Ein ganz natürliches Phänomen. Der Blick in die Vergangenheit zeigt den Kontext, wie die die Studie von Lachniet et al. 2012 in Geology eindrucksvoll belegt:

A 2400 yr Mesoamerican rainfall reconstruction links climate and cultural change
Droughts are a recurring feature of Mexican climate, but few high-resolution data are available to test for climate-change forcing of Mesoamerican civilizations. We present a quantitative 2400 yr rainfall reconstruction for the Basin of Mexico, from a precisely dated and highly resolved speleothem, that documents highly variable rainfall over the past 2400 yr. Dry conditions peaked during a 150-yr-long late Classic (ca. 600–900 CE) (Common Era) megadrought that culminated at 770 CE which followed centuries of climatic drying that spanned the fall of the city of Teotihuacán ca. 550 CE. The wettest conditions in the 1450s CE were associated with flooding in the Basin of Mexico. Our data suggest that rainfall variability was likely forced by the El Niño–Southern Oscillation, and impacts on spring-fed irrigation agriculture may have been a stressor on Mesoamerican civilizations.

Eine Übersicht über die variable Dürregeschichte Mexikos wurde vom SPPI zusammengestellt und kann als pdf heruntergeladen werden.

Bereits im Mittelalter hatte man sich große Sorgen gemacht, dass der Mensch vielleicht selbst für das Dürre-Unheil verantwortlich sein könnte. Damals gab es noch kein industrielles CO2, so dass man zu anderen Mitteln greifen musste. So entschlossen sich die Urmexikaner damals, den Göttern Kinder zu opfern, damit der Regen zurückkehren möge. Der Effekt der rabiaten Maßnahme war der gleiche wie die Emissionsreduktion heute, nämlich keiner.