Zweifel an menschgemachter Landschaftsentwicklung während der Steinzeit

Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Einige Anmerkungen zur 81. Klimaschau zum Thema CO2 Erwärmung und Kühlwirkung von Aerosolen. In der Klimaschau wurde berichtet, dass der durchschnittliche Temperaturanstieg der letzten 170 Jahre etwa 1,1° beträgt. Der IPCC geht in den Modellen von einer Erwärmung durch menschliches CO2 von 1,5° aus und einer Abkühlung durch menschlich verursachte Aerosole von 0,4°, um die gemessenen 1,1° zu erreichen. Bei der Betrachtung wird von einer ausschließlichen Erwärmung durch CO2 ausgegangen, natürliche Erwärmungen werden nicht berücksichtigt. Das ist der Tenor, den der IPCC schon länger verfolgt. Ist das realistisch?

Klimawandel ist nicht etwas besonderes, sondern Normalzustand. Das Klima verändert sich, seit es Klima gibt. Historisch betrachtet hat es nach der letzten Eiszeit verschiedene Kalt- und Warmphasen gegeben. Vor 2000 Jahren gab es das Römische Klimaoptimum und vor 1000 Jahren die mittelalterliche Warmzeit. Dazwischen gab es die Kaltphase der Völkerwanderungszeit und nach zuletzt die Kleine Eiszeit. Die 1,1° Erwärmung bis heute gehen von einem Wert zum Ende der Kleinen Eiszeit aus.

Deshalb sind für die Erwärmung der letzten 170 Jahre auf jeden Fall auch natürliche Gründe anzusetzen. Alles andere wäre unrealistisch. Ein guter Beleg für die natürliche Klimaerwärmung ist die Feststellung, dass auch auf den Nachbarplaneten der Erde (Mars, Jupiter, Saturn…) in den letzten Jahrzehnten (durch Aufzeichnungen von Satelliten) Erwärmungen festgestellt werden. Das gibt einen eindeutigen Hinweis, dass zentrale Faktoren, wahrscheinlich durch die Sonne, die Erwärmung verursachen.

Wenn jetzt eine Erwärmung von 1,1° auf der Erde in den letzten festgestellt wird, ist die Frage, welcher Anteil ist natürlich und welcher Anteil ist durch zusätzliches CO2 verursacht?  Im Vergleich mit historischen Warmzeiten sind die festgestellten 1,1° kein besonders hoher Wert. Das würde bedeuten, dass für die CO2 Erwärmung nur noch recht wenig übrig bleibt.

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CLINTEL:

The Extreme Scenario that IPCC Saw as Most Likely in 2013 is Now Judged Low Likelihood

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Klimarealismus:

Hier gehts zur Webseite der CO2 Coalition.

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Spiegel am 26.10.2021:

Erwärmung in der Antarktis Wie ein einziger Gletscher den Meeresspiegel steigen lässt

Der Riesengletscher »Pine Island« in der Antarktis schmilzt – wie stark und welche Folgen das für die Höhe des Meeresspiegels hat, haben Forscher nun simuliert.

Ein völlig irrer Artikel, der die Ergebnisse der Arbeit (und die Arbeit selbst) nicht referiert. Der Artikel bezieht sich wohl auf eine Studie aus dem Juni 2021, auffindbar mit der DOI: 10.1126/sciadv.abg3080, Joughin et al (2021). Dort wurde den Ursachen einer Beschleunigung des Eisflusses zwischen 2017 und 2020 um 12% nachgegangen. Man kam zu dem Schluss, dass geologische Verwerfungen an den Rändern des Gletschers dafür der Grund war. Eine Extrapolation dieser Entwicklung ist nicht so einfach zulässig, denn die Arbeit schreibt:

„The likelihood of further retreat of PIG’s ice shelf in the coming years to decades remains unclear. …After the recent retreat, the shelf front is potentially now in a more sheltered/confined part of the embayment, which may slow or stop the enhanced rifting. „

Alles in allem eine Studie, die geologische Ursachen findet und KEINE Ursache in Schmelzseen unter dem Eis. Es erheben sich einige Fragen: Warum wird in dem (Agentur)- Artikel nicht die Originalquelle (die Arbeit ist offen zugänglich) verlinkt? Warum wird in ihm das Ergebnis der Arbeit so …oberflächlich wiedergegeben?

Siehe auch Klimaschau 32: ANTARKTISCHER KIPPPUNKT-ALARM: Hat die letzte Stunde des Pine Island Gletscher geschlagen?

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Alex Reichmuth am 24.11.2021 im Nebelspalter:

Atomkraft: Es geht vorwärts mit den Mini-AKW in Europa

Bereits haben Frankreich und Grossbritannien den Bau kleiner modularer Reaktoren angekündigt. Nun will auch Rumänien mithilfe der USA solche Anlagen aufstellen: Die ersten dieser Werke sollen schon in sieben Jahren in Betrieb gehen.

Weiterlesen im Nebelspalter

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Stephen McIntyre:

BBC’s Fake Climate Audit Screengrab

On October 18, 2021, BBC (producer Owen Sheers) aired a “conspiracy thriller” entitled The Trick – though a more complete title would have been The Trick… to Hide the Trick to Hide the Decline. In a forthcoming post, I’ll do a longer analysis of the trick in which, to borrow a phrase from Climate Audit past, we will watch the pea as Sheers and colleagues use a trick to hide the “trick to hide the decline”. In today’s post, I’m going to parse a short scene in which BBC created a fake Climate Audit screengrab (shown below) in order to introduce me and Climate Audit. In the scene, a police forensic specialist is “explaining” his discoveries to supervising detective inspector Julian Gregory, telling the inspector that this is where the first link to the emails was posted.

But the screengrab is not from Climate Audit, but a fake imitation. While the comments in the screengrab do relate to comments on a Climate Audit article, they are from a different article, with the “A miracle just happened” comment being spliced from the original thread into this thread from a different article. But the BBC didn’t stop the fabrication there: they replaced contents of several comments from the original thread with fabrications that appear intended to ridicule the commenters. Then finally, they altered the “A miracle just happened” comment itself by adding link in the comment, but to a website that did not exist at the time, while concealing the actual website at which the email zipfile was originally posted (realclimate.org). I’ll show this in detail: it’s quite bizarre.

Weiterlesen bei Climate Audit.

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Universität Leipzig:

Studie: Zweifel an menschgemachter Landschaftsentwicklung während der Steinzeit

Die Wissenschaft ist sich darin einig, dass der Mensch seine Umwelt signifikant beeinflusst und verändert. Doch seit wann, darüber herrscht noch Uneinigkeit. Bislang galt der Auelehm, der unter anderem an der Weißen Ester zu finden ist, als Indiz für menschengemachte Landschaftsentwicklung seit der Steinzeit. Doch dies stellen Wissenschaftler:innen um Prof. Dr. Christoph Zielhofer von der Universität Leipzig nun in Frage.

Die Suche der Wissenschaft fokussiert sich auf das sogenannte Holozän, eine Epoche, die am Ende des Eiszeitalters vor ca. 11.700 Jahren begann und bis in die Gegenwart reicht. Deren erste Jahrtausende wiederum fallen mit den Spätphasen des von der Archäologie als Steinzeit bezeichneten ältesten Abschnitts der Menschheitsgeschichte zusammen. Als eines der markantesten Merkmale für die Geowissenschaft, an denen sehr früher menschlicher Einfluss auf die Entwicklung der Landschaft in Mitteleuropa erkannt werden konnte, galt bisher der Auelehm. Dabei handelt es sich um Flussablagerungen, welche nach dem Verständnis jahrzehntelanger Auenforschung aus Rodungen im Einzugsgebiet der Flüsse und dem anschließenden Abtrag der blanken Böden durch Spülprozesse resultieren. In allen landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten Mitteleuropas gilt der Auelehm bislang als zuverlässiges Indiz für einen solchen teils bis in die Jungsteinzeit zurückreichenden menschlichen Einfluss auf die Umwelt.

„Internationale Berühmtheit in der Forschung hat der Auelehm der Weißen Elster. Er gilt bislang als einer der ältesten Auelehme überhaupt“, so Prof. Dr. Christoph Zielhofer, Physischer Geograph an der Universität Leipzig: „Wir haben jedoch Zweifel an dieser Hypothese, da unsere neuen Ergebnisse eher auf eine Herkunft der Auelehme aus Gebieten schließen lassen, welche nicht von jungsteinzeitlichen Rodungen beeinflusst waren, nämlich von den damals bewaldeten Oberläufen des Flusses.“

Ein geographisch, archäologisch und geophysikalisch ausgerichtetes Team aus Leipzig, Jena, Tübingen und Magdeburg stellt damit die grundsätzliche Frage erneut, nämlich, seit wann der Mensch in die Landschaftsentwicklung eingreift, so Zielhofer: „Es gibt in der Tat deutliche naturwissenschaftliche Hinweise, dass wir die vormals formulierten Hypothesen überdenken müssen, aber ein abschließender Beweis steht aus meiner Sicht noch aus.“ Der Co-Autor und Archäologe Prof. Dr. Ulrich Veit von der Universität Leipzig ordnet die neuen Erkenntnisse ein: „Wir haben überzeugende Daten, aber diese stehen im Kontrast zum bisherigen Forschungsstand. Es wird auch in der Archäologie weitere Diskussionen über diese Frage geben, davon müssen wir aktuell ausgehen.“

Die Studie entstand im Rahmen des DFG-Projektes „Auswirkungen von Rapid Climate Changes und menschlicher Aktivität auf die holozäne hydro-sedimentäre Dynamik Mitteleuropas (Modellregion lössbedecktes Weiße Elster-Einzugsgebiet)“. An dem Projekt sind Wissenschaftler:innen der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Eberhard-Karls-Universität Tübingen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung Leipzig (UFZ) und der Universität Leipzig beteiligt.

Originaltitel der Veröffentlichung in „Science of the Total Environment“: „Overbank silt-clay deposition and intensive Neolithic land use in a Central European catchment – Coupled or decoupled?”, https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2021.150858

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Argolis.de:

„Anavalos“ Kiveri – Süßwasserquelle im Meer
Ein deutscher Ingenieur brachte sie ans Land

Die Argolis dürstet. Seit Menschengedenken leidet die ansonsten fruchtbare Ebene unter Wassermangel. Von Oktober 1999 bis Juli 2000 sind in der Argolis nur 290 mm Regen gefallen! Im ganzen Jahr 2001 nur 350 Millimeter. (Siehe zum Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern auch unser Regendiagramm) 2002 und 2003 waren die Regenmengen zwar etwas reichlicher, aber trotzdem nicht ausreichend. Dabei fließt das Wasser sozusagen vor der Tür: Die Hochebenen rund um Tripoli, wo es immer reichlich Niederschläge gibt, haben größtenteils keinen natürlichen Abfluss. Das Wasser sucht sich seinen Weg durch das Karstgestein und tritt einige hundert Meter tiefer entweder an Land oder im Meer wieder zutage. Während die Quellen an Land schon immer genutzt wurden, mussten die Bauern jahrhundertelang zusehen, wie sich das wertvolle Nass in das Meer ergoss. Pausanias, der erste große Reiseschriftsteller Europas, beschrieb schon im zweiten Jahrhundert, dass die Bauern der Argolis dem Meeresgott Poseidon Pferde opferten, um eine Süßwasserquelle im Meer in der Nähe des Ortes Kiveri auf das Land zu holen.

Ein deutscher Ingenieur, Dr. Wolfgang Ständer, der lange in München gelebt hat, las dies in den 50er Jahren und war von der Idee besessen, diese Quelle, die immerhin 10 bis 12 Kubikmeter Wasser pro Sekunde bringt, nutzbar zu machen. Jahre brachte er damit zu, das Projekt bis zur Verwirklichung zu treiben. Nicht wenige Schwierigkeiten mussten gemeistert, Skeptiker überzeugt werden. Ende der 60er Jahre begann der Bau, und 1972 wurde die Anlage eingeweiht. Dabei hatte Ständer erhebliche Probleme mit der Militärjunta, wurde später denunziert, mit der Junta zusammengearbeitet zu haben… Man wollte ihn gar um das vereinbarte Honorar prellen.

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