Ziel: Wind- und Sonnenenergie ohne Subventionen

Daniel Wetzel in der WELT zum Thema Wasserstoff und Märkte:

„Wasserstoff sei der „Champagner“ unter den Energieträgern, finden Energiewende-Protagonisten der ersten Stunde: Der allwissende Staat soll die „Verschwendung“ des teuren Gutes durch Verbote und Kontingentierung verhindern. Was Verschwendung ist und was nicht, sollte jedoch besser der Markt entscheiden.“

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Lithium hat, was den Abbau angeht, keinen guten Ruf. Viele Fans von Elektromobilität schließen lieber die Augen, wenn es um die Folgen für die Umwelt beim Abbau des für Batterien wichtigen Rohstoffs geht. Für den Deutschlandfunk hatte 2019 übrigens Susanne Götze, die gerade als Fangirl der Energiewende fungiert, einen Beitrag über die dramatischen Konsequenzen der Lithium-Gewinnung in Südamerika verfasst. Das ist schon ein ziemlicher Spagat, wenn man sich ihren neuesten Spiegel-Artikel ansieht. Im Oberrheingraben könnte Wasser aus der Tiefe sogar so viel Lithium enthalten, dass ein Abbau hier möglich wäre. Die Welt berichtet über entsprechende Pläne die Förderung mit Geothermie Projekten zu koppeln.

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Das ZDF Magazin Frontal 21 hat einen Beitrag zum Thema Holzverbrennung veröffentlicht. „Klimaschutz auf dem Holzweg – Wird unser Wald verheizt?“, kann hier angesehen werden. Es kommen sowohl Befürworter als auch Kritiker der Holzverbrennung zu Wort. Interessant sind auch die Fakten, die auf der Webseite zu dem Video aufgeführt werden.

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Eulen nach Athen tragen oder Franzbrötchen nach Hamburg, so könnte man beschreiben, was die Klimasekte Extinction Rebellion (XR) gerade macht. Über die obskure Sekte und deren eigenartige Entstehungsgeschichte (inkl. Legendenbildung und ausgedachter Regenperiode in Wales) hat dieser Blog bereits im Dezember 2019 berichtet. Den Holocaust nannte der XR Gründer Hallam übrigens eine „Fuckery“.

Nun setzen die Weltuntergangspropheten wieder an. Dank Corona sind sie nämlich aus der Öffentlichkeit so gut wie verschwunden. Bis zum 21.06.2020 gibt es eine XR Aktionswoche. Man darf schon fast dankbar sein, dass es explizit angekündigt wurde, denn möglicherweise wäre es sonst untergegangen. Nach Meinung der Sektenjünger wird in den Medien viel zu wenig über die Erdüberhitzung berichtet. XR hat also sprachlich eine schöne Steigerung zu Klimawandel gefunden. Kommt also nächstes dann die Erdverbrennung? XR protestiert ausgerechnet vor dem Spiegel und dem NDR, um darauf aufmerksam zu machen. Sollte dieser Protest bewirken, dass die beiden Medien jetzt endlich mal über das Thema Klimawandel berichten? Das tun sie bereits ausgiebig. Beim Spiegel hat der umstrittene Klimaforscher Stefan Rahmstorf sogar eine eigene monatliche Kolumne.

Über den Erfolg der XR-Aktionswoche kann man nur mutmaßen, aber die Menschen in Deutschland quälen momentan vermutlich ganz andere Sorgen. Und vielleicht ist der Juni 2020 einfach nur ein schlechter Monat für XR, weil bis zur Mitte des Monats alles andere als eine Überhitzung stattfindet. Der Juni 2020 kommt bis 15.06. auf durchschnittlich 15,4 Grad, liegt damit 0,3 Grad unter dem Mittel 1981 – 2010. Den Aussichten für die zweite Hälfte des Junis nach wird sich dieser Wert nicht wesentlich nach oben bewegen. Schlechtes Timing für den Untergang, denn auch Dürre ist im Juni kein Thema.

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Manfred Haferburg am 9.6.2020 auf Achgut:

Die Frohe Botschaft für die Energiewende

Ich habe eine schlechte und eine frohe Nachricht für alle Energiewender.

[…] Nun zur guten Nachricht: Die Energiewende wäre noch zu retten. Wie vom Himmel gesandt, wird eine Lösung angeboten: Deutsche Ingenieure haben eine Technologie entwickelt, die alle Probleme der Energiewende mit einem Schlag lösen könnte. Ein paar unverdrossene Physiker in Berlin forschen auf eigene Rechnung und haben sich das Patent auf den „Dual-Fluid-Reaktor“ gesichert. Dieser völlig neuartige Kernreaktor der vierten Generation ist die Kröte, die von den Grünen geschluckt werden muss, wenn sie es ernst mit der Energiewende und dem Vorreiten meinen.

Ganzen Beitrag auf auf Achgut lesen. Die Webseite des Dual Fluid Reaktors gibt es hier.

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James Osborne im Dezember 2019 im Houston Chronicle:

Wind, solar face future without subsidies

More than 25 years after Congress created tax credits to encourage the development of renewable energy, wind turbines and solar panels will soon have to fend for themselves as they never have before.

Under the spending deal approved shortly before Congress took its holiday break, the investment tax credit, which reimburses 30 percent of the cost of new solar systems, will begin winding down next month, dropping to 10 percent for most companies by 2022. The energy production tax credit, which gives wind power generators roughly two cent per kilowatt boost, will follow in 2021, decreasing steadily until eventually hitting zero in 2025.

Weiterlesen im Houston Chronicle