Zahlung der Bill-Gates-Stiftung an den Spiegelverlag: Was ist mit der journalistischen Unabhängigkeit?

Der Aktionskreis Energie und Naturschutz stellt auf seiner Webseite zahlreiche Dokumente zum Download bereit. Das momentan aktuelle Dokument (08.11.2021) geht Problemen, Mythen und Lösungen bei der Energiewende auf den Grund.

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Björn Lomborg stellt im Wallstreet Journal seine Sicht auf die Zahlen in Sachen Tote durch klimabedingte Katastrophen dar. Es war vor 100 Jahren deutlich “einfacher”, Opfer einer solchen Katastrophe als in den 2000er Jahren zu werden.

“As the world has gotten richer and its population has grown, the number and quality of structures in the path of floods, fires, and hurricanes have risen. If you remove this variable by looking at damage as a percent of gross domestic product, it actually paints an optimistic picture. The trend of weather-related damages from 1990 to 2020 declined from 0.26% of global GDP to 0.18%. A landmark study shows this has been the trend for poor and rich countries alike, regardless of the types of disaster. Economic growth and innovation have insulated all sorts of people from floods, droughts, wind, heat and cold.”

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Die Welt kommentiert die unübersehbare Radikalisierung von Teilen von Fridays For Future, FFF. Der Artikel hat eine Bezahlschranke.

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Golem mit einem Artikel über die Internetgiganten und das Thema Klima. Einige Aussagen lassen erstaunen:

“Rund 70 Prozent der Klimaleugner-Inhalte werden von gerade einmal zehn Akteuren verbreitet, stellte das Center for Countering Digital Hate in einer eigenen Untersuchung fest. Diese „Propagandamaschine der Klimaleugnung“ finanziere sich teils aus Google-Werbeanzeigen, um sich dann auch auf Facebook über weitere Anzeigen zu verbreiten.”

Diese Aussage bezieht sich offenbar auf die USA. Solche Berichte sind leider Öl auf die Mühlen derer, die z. B. keinerlei Kritik an der deutschen Energiewende dulden. Es wird einfach einmal alles über einen Kamm geschert und es nützt z.B. rein gar nichts, das sich erwärmende Klima anzuerkennen und auch nichts, den menschlichen Anteil daran. Selbst Klimaforschern wie Hans von Storch werden in Deutschland von bestimmten Kreisen mittlerweile öffentlich in Ecke gestellt, wir berichteten. Diese Cancel Culture wird dann zu allem Überfluss auch noch Journalismus genannt.

Im Falle des Tagesspiegel-Interviews mit Hans von Storch ging Deutschlands ungekrönte Königin dieser Disziplin – Sara Schurmann – nicht mit einer Silbe auf die Äußerungen von Hans von Storch ein. Sie hätte im Sinne eines Diskurses die Äußerungen kritisieren können. Das ist nicht nur aufwendig, sie würde auch nicht die Reichweite erreichen, die der Tagesspiegel in diesem Fall vorgelegt hat.
Also ist es die Konsequenz die Journalisten des Tagesspiegels von der Inkompetenz in diesem Fall die von Hans von Storch zu überzeugen und ihm so die Reichweite abzuschneiden.

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In Spanien klagen Windkraftunternehmen gegen die Regierung. Die katalonische Regionalregierung ist das Ziel von Klagen. Ein fehlender Rechtsrahmen soll laut Euroweekly demnach zu Schadenersatzklagen in Höhe von 150 Millionen Euro geführt haben.

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Männlich, weiß und fast immer aus Europa und Nordamerika. Das trifft auf die Klimawissenschaftler zu. Forscher aus Afrika kommen kaum darin vor, Frauen sind stark unterrepräsentiert. Zu dem Schluss kommt ein Artikel bei Infosperber.

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RWE will nach Angaben der Tagesschau bis 2030 50 Mrd. Euro in die Erneuerbaren Energien stecken. Das Ziel sind 50 GW Kapazität, eine Verdoppelung gegenüber heute.

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Stefan Ruß-Mohl kommentiert bei Deutschlandfunk das Verhältnis Wissenschafts-PR und Journalismus.

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Hier noch einmal das Video “Alle gegen Olaf”. Kanzlerkandidat Olaf Scholz stellt sich der Diskussion. Auf dem Panel sitzen ehemalige Hungerstreikende, denen dieses Gespräch zugesagt wurde. Die einladende Friedrich-Ebert-Stiftung hat auch Fragesteller im Publikum. Diese machten im gleichen Stil weiter. Sie warfen Scholz wütend Genozid vor in Südamerika, weil Deutschland Wintershall subventionieren würde, die in Argentinien mit Fracking Gas gewinnen.

Auch eine Fragestellerin aus Chile durfte Scholz auf Menschenrechtsverletzungen hinweisen. Es fehlten in den persönlichen Vorwürfen an Scholz nur noch die Entführung des Lindbergh Babys, Ausbruch 1. und 2. Weltkrieg, Brexit, Chemieunfälle und Terrorattacken. Wie die Auswahl der Fragesteller zustande kam, darüber lässt sich nur spekulieren. Gleiches gilt für die Auswahl der Moderation. Sie wurde übernommen von Sara Schurmann, siehe oben.

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Flixbus unterstützt laut einer Meldung bei Golem einen Wasserstoff-Fernbus. 500 km Reichweite soll der Bus haben. Wie der teure Brennstoff Wasserstoff mit den günstigen Flixbus-Tickets zusammenpasst, wird man sehen.

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Laut Sciencemediacenter steht die Entscheidung, dass Kernenergie und Gaskraftwerke künftig als grüne Investitionen gelten, unmittelbar bevor. In ihren Statements unter dem Artikel stellen sich mehrere Wissenschaftler gegen diese mögliche Entscheidung.

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Die Berliner Zeitung macht eine Zahlung der Bill-Gates-Stiftung an den Spiegelverlag öffentlich. Solche Zahlungen sind immer dann suspekt, wenn der Begünstigte sie selber nicht umgehend veröffentlicht, was der Spiegel hier wohl nicht gemacht hat. Das lässt Raum für Spekulationen. Ob solche Zuwendungen Einfluss auf redaktionelle Entscheidungen haben, ist ohnehin sehr fraglich. Gates, der ja persönlich im SMR Unternehmen Terra Power investiert, wird vermutlich nicht über seine Stiftung dafür sorgen, dass der Spiegel nun pro Kernenergie schreibt.

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Fritz Vahrenholt im Interview mit Boris Reitschuster auf rumble.com.

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Aus Angst vor dem Klimawandel keine Kinder mehr in die Welt zu setzen, darüber haben wir ja schon einige Male berichtet. Publizistin Birgit Kelle, Mutter von 4 Kindern, widmet sich auf Ihrem Blog dem Thema.

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Markus Schär am 9.10.2021 im Nebelspalter (Artikel ist frei verfügbar, keine paywall):

Forscher warnen vor Unheil, das sie nicht verstehen – Klimageschichte Teil 4

Die Alarmisten mahnen, wegen der Klimaerwärmung komme es zu mehr Hochwassern, Bergstürzen, Hagel und Dürren. Dabei zeigen alle Studien: Die Extremereignisse nehmen nicht zu.

Klimageschichte Teil 1: siehe hier

Klimageschichte Teil 2: siehe hier

Klimageschichte Teil 3: siehe hier

Nicht nur das Wetter erhitzt sich im Sommer 2019, sondern auch eine Nationalrätin, die gegen den Verlust ihres Sitzes kämpft. «Den Bauern drohen Naturkatastrophen, die Bevölkerung schwitzt und ist grossen Risiken ausgesetzt», schimpft Kathy Riklin auf Twitter, «doch die SVP fährt mit dem SUV und heizt und konsumiert sorglos weiter.» Und die Zürcher CVP-Frau zetert nicht als irgendeine Kandidatin im heissen Klimawahlkampf: Kathy Riklin präsidiert das OcCC, das Beratende Organ für Fragen der Klimaänderung – trotz Abwahl als Nationalrätin bis heute.

Die Unterschrift von Kathy Riklin steht denn auch in einem Bericht, mit dem die Berater des Bundesrates 2003 Alarm schlugen (siehe hier). Bis 1997 lief das mit 20 Millionen Franken gefütterte Nationale Forschungsprogramm zu «Klimaänderungen und Naturkatastrophen», dazu kam ein dicker Schlussbericht samt multimedialer Inszenierung heraus: «Die Klimaverschwörung. Ein Wissenschaftskrimi». Und: «Das grosse Klimapaket: Klimarisiken als Herausforderung für die Schweiz» (siehe hier). Zu alledem aber machte das Beratende Organ mit Prominenz wie Professor Thomas Stocker noch einen eigenen Bericht zur Frage: Spielt das Wetter verrückt?

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