Windräder lassen Immobilienpreise sinken, Polen plant Ausstieg aus der Windkraft

Thema heute: Wind. Zunächst ein Hinweis auf die Sendung „Windgerädert“ die im Februar 2019 auf Nuoviso lief:

Können wir mit Hilfe der Windkraft die Energiewende schaffen? Eine genauere Betrachtung der Fakten belegt ein klares Scheitern der regenerativen Energieanlage. Bei BarCode sprechen wir mit dem Mediziner Dr. Stephan Kaula und dem Maschinenbauingenieur Dr. Detlef Ahlborn über die Folgen der Windkraft und stellen die Frage: Hat die Windkraft neben ihren vielen Nebenwirkungen überhaupt einen messbaren Nutzen?

 


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In Mecklenburg-Vorpommern soll ein riesiger Windpark entstehen. Holger Douglas am 5. Juni 2019 auf Tichys Einblick:

Landschaftsfrevel durch grüne Energielobby
Ostsee: Urlaubsparadies wird mit Windrädern zugepflastert

Wie es Habeck versprochen hat: mit ihm wird die Energiewende nicht am Naturschutz scheitern.

Eine einmalige Landschaft breitet sich zwischen der Halbinsel Darß-Zingst und der Westküste von Rügen aus. Wasser, Wälder, Dünen, lange Strände gehören zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, eine der letzten naturbelassenen Landschaften Deutschlands.

Das war einmal. Wer künftig am Strand der Ostsee sitzt, wird einen Wald aus Windrädern im Blick haben. Denn ein Windpark soll vor einer der schönsten Urlaubsregionen Deutschlands entstehen. Künftig sollen 103 Windradanlagen, doppelt so hoch wie die bisherigen Räder des Offshore-Windparks Baltic 1, vor der Küste von Darß und Zingst aus der Ostsee emporragen. Das Ganze geschieht nur 15 Kilometer vor der Halbinsel Fischland und 24 Kilometer westlich von Hiddensee.
Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Stralsund hat jetzt die Genehmigung zum Bau des geplanten Windparks »Gennaker« erteilt. Das Unternehmen OWP Gennacker GmbH aus Bremen will vor der Küste von Fischland-Darß-Zingst mehr als 100 Windkraftanlagen errichten.

Dazu kommen noch zwei Plattformen für Umspannstationen. Diese gewaltigen Industrieanlagen sollen direkt neben die Windparks Baltic 1 und Baltic 2 gebaut werden. Beide Anlagen sind bereits gut von der Küste aus zu erkennen und gemahnen an den Naturfrevel, der dort begangen wird.

Weiterlesen auf Tichys Einblick.

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Es geht auch anders, hören wir aus der Schweiz. Die Plattform suedostschweiz.ch meldete im November 2018:

Regierung verbietet Windräder in Bilten – Linthwind vor Aus

Im Linthgebiet werden keine Windräder gebaut, geht es nach der Glarner Regierung. Sie hat diese überraschend aus dem Richtplan gestrichen – ein schwerer Rückschlag für das umstrittene Windenergie-Projekt Linthwind.

[…]

Im Richtplan von 2004 war das Linthgebiet noch zum «Interessengebiet Windenergie» erklärt worden. Jetzt streicht der Regierungsrat den Standort wieder aus dem Richtplan. «Im Einzugsbereich von Siedlungsgebieten sollen keine neuen Windenergie-Anlagen erstellt werden», hat er entschieden. Eine Windanlage verunmögliche auf lange Sicht die Siedlungsentwicklung, argumentiert der Regierungsrat. Zudem würden Windräder Zuzüger abschrecken und die intakte Landschaft zerstören.

Weiterlesen auf suedostschweiz.ch

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t-online im März 2019:

Nach erneutem Rotoren-Schock
Niemand weiß, wie viele Windräder umkippen

In Deutschland kommt es regelmäßig zu schweren Unfällen mit Windrädern. Wie viele es sind, wissen nicht einmal zuständige Behörden. Der TÜV drängt auf schärfere Kontrollen.

Masten brechen, Rotoren stürzen zu Boden, brennende Trümmer fliegen teilweise Hunderte Meter weit: In Deutschland ist es allein seit 2015 nach Recherchen von t-online.de zu Dutzenden schwerwiegenden Vorfällen an Windrädern gekommen. Zuletzt verlor eine Anlage in Schleswig-Holstein ein ganzes Rotorblatt, das einen Spazierweg überflog, bevor es in einer Wiese landete. Doch die zuständigen Landesministerien haben kaum Kenntnis der Fälle.

Klaffende Lücke in der Dokumentation

Statistisch werden die Brände und Havarien nicht erfasst. Weder auf Landes- noch auf Bundesebene. Anfragen von t-online.de an die Bundesländer legen eine klaffende Lücke in der Dokumentation offen: Mehrere Bundesländer wiesen auf die fehlende statistische Erhebung der Vorfälle hin, andere antworteten basierend auf einzelnen Presseberichten. Nur wenige Länder verfügen durch parlamentarische Anfragen zumindest über unvollständige Aufstellungen. Trotzdem sieht die Bundesregierung die Länder in der Verantwortung und führt keine eigene Statistik.

Weiterlesen auf t-online. Siehe auch Bericht auf tagesanzeiger.ch.

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In Deutschland möchte man bis in die 2030er Jahre aus der Kohle aussteigen. Unsere Nachbarn in Polen planen auch einen Ausstieg bis dahin, nämlich einen Ausstieg aus der Windkraft. wysokienapiecie.pl im Januar 2019:

Polish government: wind turbines will be scrapped within 17 years

All wind farms operating today in Poland will be scrapped by 2035, with no new turbines built to replace them, stipulates draft “Energy Policy of Poland until 2040” presented by Ministry of Energy on Friday. This is a political decision, the Minister explained.

On Wednesday the government contracted with investors the construction of several hundred new wind turbines (with a capacity of approximately 1 GW). The average prices offered by investors, at which they committed to sell electricity, barely reached 197 PLN/MWh. This is less than the current market price (250 PLN/MWh) and much less that the total production cost in new coal-fired power plants (350 PLN/MWh).

However, on Friday Ministry of Energy presented the draft Energy Policy of Poland, which reads that all existing wind turbines will be scrapped by 2035, with the ones just contracted by the government a few years later. No new wind farms will be built to replace them.

Weiterlesen auf wysokienapiecie.pl

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Pressemitteilung des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung vom 21. Januar 2019:

Windräder lassen Immobilienpreise sinken

Eine Studie des RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung zeigt, dass Windkraftanlagen zu sinkenden Preisen von Einfamilienhäusern in unmittelbarer Umgebung führen können. Der Wert eines Hauses in einem Kilometer Entfernung zu einer Windkraftanlage sinkt im Durchschnitt um gut 7 Prozent. Für die Studie hat das RWI knapp 3 Millionen Verkaufsangebote auf dem Online-Portal Immoscout24 ausgewertet.

Die wichtigsten Ergebnisse:

–Windkraftanlagen, die in einem Abstand von einem Kilometer von einem Einfamilienhaus errichtet werden, führen im Durchschnitt zu einer Preissenkung der Immobilie um 7,1 Prozent.
–Mit zunehmendem Abstand von der Windkraftanlage verringert sich der Effekt. Bei einem Abstand von acht bis neun Kilometern haben Windkraftanlagen keine Auswirkungen mehr auf die Immobilienpreise.

–Den Wertverlust der Immobilien führen die Forscher auf die negativen Auswirkungen von Windrädern auf ihre unmittelbare Umgebung zurück – etwa durch Lärm und die Störung des Landschaftsbildes.

–Wie die RWI-Studie zeigt, erleiden nicht alle Immobilien den gleichen Wertverlust: Am stärksten betroffen sind alte Häuser in ländlichen Gebieten. Hier kann der Wertverlust innerhalb des Ein-Kilometer-Radius sogar 23 Prozent betragen. Dagegen verlieren Häuser in Stadtrandlage bei gleicher Entfernung zu einer Windkraftanlage kaum an Wert. Dies könnte daran liegen, dass in städtischen Gebieten Störungen des Landschaftsbildes oder Lärm weniger auffallen als auf dem Land.

„Auch wenn Windkraft eine wichtige Rolle für den Erfolg der Energiewende spielt, können die Auswirkungen für Immobilienbesitzer im Einzelfall gravierend sein“, sagt Manuel Frondel, Leiter des Kompetenzbereichs „Umwelt und Ressourcen“ am RWI. „Die Installation einer Windkraftanlage kann für Hausbesitzer einen Vermögensverlust von mehreren zehntausend Euro bedeuten.“

Für die Studie hat das RWI knapp 3 Millionen Verkaufsangebote ausgewertet, die in der Zeit zwischen 2007 und 2015 auf dem Online-Portal Immoscout24 erschienen sind. Die Auswirkungen auf Immobilienpreise wurden dabei mittels eines hedonischen Preismodells geschätzt, das neben vielen Eigenschaften der Häuser und der sozioökonomischen Umgebung die exakte Distanz zwischen den Windkraftanlagen und den betrachteten Einfamilienhäusern berücksichtigt.

Dieser Pressemitteilung liegt das Ruhr Economic Paper #791 „ Low Cost for Global Benefit: The Case of Wind Turbines“ zugrunde. Es kann unter http://www.rwi-essen.de/publikationen/ruhr-economic-papers/976/ als pdf-Datei heruntergeladen werden. Über die Ergebnisse der Studie berichtet die „Welt am Sonntag“ vom 20.01.2018 unter der Überschrift „Windkraft vernichtet Immobilienwerte“.

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Gilbert Brands am 21. Juli 2019:

Stoppt endlich den Windkraftwahnsinn!!!

Nein, es geht nicht darum, dass Windkraft nur die Versorgungssicherheit gefährdet, die Versorgung aber nicht übernehmen kann. Das ist bis zum Vergasen vorgerechnet worden und hat lediglich bewiesen, dass die vier Grundrechenarten für grüne Gehirne bereits eine Überforderung darstellen.

Es geht um die Vernichtung der Biosphäre, die das Ergebnis dieses Wahnsinns sind. Und nein, ich meine auch nicht die gerodeten und versiegelten Flächen, damit man mit 100to schweren Kränen an die Baustellen kommen kann. Ich meine die Vernichtung der Tierwelt und folgend auch der Pflanzenwelt. Nein, ich bin kein Biologe, ich bin nur Chemiker und Informatiker. Trotzdem hat es für eine Veröffentlichung in einem entomologischen Fachblatt und mehrere populärwissenschaftliche Bücher gereicht. Ich weiß, wovon ich rede, und ich spreche aus eigener Erfahrung. Vor einiger Zeit machte die Schreckensmeldung, die Insektenanzahl würde drastisch abnehmen, die Runde. Der Schuldige war schnell gefunden: die Landwirtschaft und die Agrarchemie. Das ist allerdings aus gleich zwei Gründen eine nicht zutreffende Fantasieerfindung:

–Der Einsatz von Agrarchemikalien ist seit Jahren leicht rückläufig, der Insektenrückgang aber schlagartig um fast 90% innerhalb von 1-2 Jahren.

–Die besagten Insekten kommen auf den Monokulturflächen, auf denen die Agrarchemikalien eingesetzt werden, gar nicht vor, weil sie da gar keine Nahrung finden.

Sehr viel wahrscheinlicher war ein Zusammenhang mit dem starken Ausbau der Windkraftanlagen. Die Wirkung auf die Umwelt durch Schreddern des Lebens in der Luft sowie durch Infraschall ist seit den 1960er Jahren in den USA ausführlich in vielen Studien dokumentiert. Meine Anregung, den Rückgang mit dem Ausbau der Windkraftanlagen zu verbinden, wurde gar nicht erst beantwortet, meine Vorstellungen beim Umweltbundesamt sowie dem Bundestags-SPD-Abgeordneten meines Wahlkreises führte lediglich dazu, dass mich beide für verrückt erklärten.

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