Wie viel Klimastaat?

In den Klimawissenschaften passieren Fehler, so wie überall. Eine neue Arbeit von Rasmus Benestad und Kollegen untersuchte jetzt, was die Zunft aus den Fehlern der Vergangenheit lernen könnte. Und gleich im ersten Satz unterläuft den Autoren offenbar ein blöder Rechenfehler…:

Learning from mistakes in climate research
Among papers stating a position on anthropogenic global warming (AGW), 97 % endorse AGW. What is happening with the 2 % of papers that reject AGW?

Den Rest des Abstracts ersparen wir ihnen, weil es sich um ein lupenreines Aktivistenpaper unter Beteiligung von bekannten Protagonisten wie Dana Nuccitelli und Stephan Lewandowsky handelt.

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Jasper von Altenbockum am 10. April 2019 in der FAZ:

Wie viel Klimastaat?
Ist der Klimawandel tatsächlich der Grund für neue Regeln – oder fungiert er nur als Vehikel für altbekannte Regelungswut? Im Poesiealbum des „Klimakabinetts“ sollte jedenfalls ein bestimmter Spruch zu finden sein.

Es ist in der Klimapolitik nicht immer ganz klar, was Henne, was Ei ist. Hat der Klimawandel dazu geführt, dass sich ganz bestimmte ordnungspolitische Vorstellungen durchsetzen? Oder sind es diese Vorstellungen, die den Klimawandel nur als Vehikel benutzen, um sich durchsetzen zu können? Der Klimawandel eignet sich deshalb so gut als Vehikel, weil er keine Nische unserer Existenz in Ruhe lässt. Das Netz der Politik, das ihn aufhalten soll, reicht von der Energiepolitik über die Landwirtschaft bis in die Gesellschaftspolitik, ja stellt sogar demokratische Willensbildung zur Disposition. Gut geeignet ist der Klimawandel auch deshalb, weil mit seiner Hilfe Untergangsvisionen heraufbeschworen werden können, die Skepsis, Widerspruch und Kompromisse als fahrlässig und unverantwortlich erscheinen lassen – siehe die Schüler-Demonstrationen. Gerechtfertigt ist angesichts des drohenden Weltuntergangs vielmehr alles.

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Die Basler Zeitung berichtete am 31. März 2019 über eine Schmährede von Roger Köppel über den Klimahype:

[…] Roger Köppel trat ans Rednerpult und thematisierte den Klimawandel. Das Thema stand nicht auf der Liste der geplanten Referate. Doch Köppels spontane Worte begeisterten die Massen: Rhetorisch geschickt machte er sich zuerst über den Klima-Hype lustig, um dann gleich anzuhängen, dass die SVP nicht gegen Umweltschutz sei. Man sei nur gegen jene, die den Klimawandel missbrauchten. «Gegen den Missbrauch der Kinder durch ihre links-grünen Lehrer», zum Beispiel. Schliesslich brachte Köppel den Schenkelklopfer vom SVP-Logo. Es sei das einzige grüne Logo, bei dem nicht rot zum Vorschein komme, wenn man daran kratze. Das sass. Tosender Applaus. Mit seiner Schmährede gegen den Klima-Hype sprach Journalist Köppel offenkundig vielen Parteigängern aus dem Herzen.

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Axel Burkart bespricht in Videos den Klimaalarmismus: