Wetterbedingte Versicherungsschäden lagen 2019 in Deutschland deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt

Die wetterbedingten Versicherungsschäden lagen 2019 in Deutschland deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Bild.de am 27.12.2019:

Wegen Hagel, Sturm und Starkregen: Wetterschäden kosten Versicherer 3,2 Milliarden

Stürme, Hagel und Starkregen haben in diesem Jahr in Deutschland Schäden von insgesamt 3,2 Milliarden Euro angerichtet. Das geht aus Zahlen des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, die BILD exklusiv vorliegen. […] Besonders teuer waren die Folgen der Stürme Dragi und Eberhard im März 2019: rund 500 Millionen Euro. Auch die Unwetter mit Hagelschauern an den Pfingsttagen schlugen in der Statistik besonders zu Buche. Insgesamt liegt die Schadensbilanz der Sach- und Autoversicherer für 2019 aber unter dem langjährigen Schnitt von 3,7 Mrd. Euro.

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Weder Stürme noch Hagel zeigen eine langfristige Steigerung in Deutschland (siehe www.klimawandel-in-deutschland.de: Stürme, Hagel). Mit dem Klimawandel haben die beiden Extremwetterarten also sowieso nichts zu tun.

Auf der GDV-Webseite gibt es die dazugehörige Pressemitteilung vom 27.12.2019:

Natur­ge­fah­ren­bi­lanz 2019: Schä­den von 3,2 Mil­li­ar­den Euro durch Stürme, Hagel und Star­kre­gen

Die Naturgefahrenbilanz 2019 fällt leicht unterdurchschnittlich aus: Das Jahr steht dennoch für einige schwere Stürme, große Hitze und starke lokale Überschwemmungen – und ist damit charakteristisch für Extremwetter in Deutschland.

Man entschuldigt sich fast dafür, dass die Schäden nicht größer ausgefallen sind. Auch Überschwemmungen haben übrigens keinen Klimawandelbezug. Bleibt die Hitze des Sommers, die sich zwar in den letzten 100 Jahren gesteigert hat, aber offenbar nur geringe Schäden verursacht hat. Das wundert kaum, da doch Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate unsere Hitzewelle im Sommer als Dauerzustand haben. Und trotzdem überlebt man dort recht gut, wie man hört. Zudem liegt der „langjährige Mittelwert“ in Wirklichkeit sicher sogar noch höher, da Schäden durch Überschwemmung bzw. Starkregen, Hochwasser, Erdbeben, Erdsenkung, Schneedruck, Lawinen/Erdrutsch und Vulkane erst im Jahr 2002 Einzug in die Statistik gehalten haben.

Lesen wir weiter in der GDV-Pressemitteilung:

Im Jahr 2019 haben Stürme, Hagel und Starkregen in Deutschland versicherte Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Kraftfahrzeugen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro verursacht. Die Bilanz liegt damit auf dem Vorjahresniveau und unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 3,7 Milliarden Euro. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) heute veröffentlicht hat.

Hohe Leistungen für Sturm- und Hagelschäden an Kraftfahrzeugen

Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben sich die Leistungen für Sturm-, Hagel-, Blitz- und Überschwemmungsschäden an Kraftfahrzeugen auf geschätzte eine Milliarde Euro fast verdoppelt. Allein die Unwetterserie und der Hagel an Pfingsten schlugen in diesem Jahr mit Schäden an Kraftfahrzeugen von rund 350 Millionen Euro zu Buche. Insgesamt liegen die Schäden voraussichtlich jedoch rund fünf Prozent über dem langjährigen Schnitt von 950 Millionen Euro. „Trotz der Sturm- und Hagelschäden an Kraftfahrzeugen fällt die Naturgefahrenbilanz insgesamt leicht unterdurchschnittlich aus“, sagte GDV-Präsident Wolfgang Weiler.

Weniger Schäden durch Sturm- und Starkregen in der Sachversicherung

Sturm und Hagel und weitere Naturgefahren wie Starkregen verursachten Schäden in Höhe von 2,2 Milliarden Euro und liegen damit unter dem langjährigen Durchschnitt von 2,7 Milliarden Euro. Allein im März mit den Stürmen „Dragi“ und „Eberhard“ dürften Schäden von knapp 500 Millionen Euro angefallen sein. „Die unterdurchschnittliche Bilanz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer wieder heftige lokale Regenfälle mit hohen Schäden gab“, sagte Weiler.

2019 – heftige Stürme, Rekordhitze und Dürre

„Insgesamt steht das Jahr 2019 für einige schwere Stürme, große Hitze und starke lokale Überschwemmungen und ist damit charakteristisch für Extremwetter auch in Deutschland“, sagte Weiler. Während über 90 Prozent der Hausbesitzer gegen Sturm und Hagel versichert sind, haben sich nur 43 Prozent gegen die Naturgefahren wie Starkregen und Hochwasser abgesichert. Eigentümer und Mieter sollten die bestehende Wohngebäudeversicherung um alle Naturgefahren erweitern.

Fakt ist: Das Wetter in Mitteleuropa ist NICHT extremer geworden. Einzige Ausnahme sind Hitzewellen. Die österreichische Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) stellt fest, dass ein Trend zu extremerem Wetter in Österreich allgemein nicht feststellbar sei:

Es sei der genauen Besprechung der Entwicklung von Extremwerten in den folgenden Abschnitten Hitze (Lufttemperatur) Starkniederschlag (Niederschlag) und Stürme (Wind) vorweggenommen, dass alles in allem das Klima in den letzten 200 Jahren nicht extremer geworden ist. Der einzigen geeigneten Grundlage für diese Behauptung – langen und qualitätsgeprüften Messdaten – zufolge blieb die Klimavariabilität im südlichen Mitteleuropa gleich oder sie ging sogar zurück.

Ähnliches kann man für das Nachbarland Deutschland annehmen. Das sollte der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) aus Transparenzgründen endlich gegenüber seinen Kunden einräumen. Stattdessen schließt die Pressemitteilung mit einer Werbebotschaft, dass sich die Bürger doch bitte noch umfangreicher gegen Extremwetter versichern sollen.

Die Vermischung von Klimaalarm und Versicherungsgeschäft ist hochbedenklich (“ Spiegel Online zweifelt an Katastrophenszenarien der Münchener Rückversicherung„). Neuestes Beispiel ist das von den Medien gepushte Bestseller-Büchelchen zweier Wirtschaftsstudenten zum Klimawandel. Einer der Hauptsponsoren ist – dreimal dürfen Sie raten – die MunichRe. Gleich zu Beginn des Buches grüßen die MunichRe-Manager die Leser auf einer eigenen Vorschaltseite und freuen sich insgeheim sicher über viele neue Versicherungsverträge klimaalarmistisch beunruhigter Leser. Auf dem Back Cover grüßt uns recht herzlich Hajo Schellnhuber, der das Buch dort wärmstens empfiehlt. Alte Freundschaften sind halt durch nichts zu ersetzen…