Wasserstoff aus Meerwasser

Der Autozulieferer Schaeffler stellt ein Projekt zur Gewinnung von Wasserstoff aus Meerwasser vor. Im Grunde ist es in erster Linie ein Verfahren, um aus ”schmutzigem” Meerwasser hochreines Wasser herzustellen, aus dem Wasserstoff gewonnen werden kann.

“Die Funktionsfähigkeit seiner Wasseraufbereitung hat Hydron nach Angaben von Schaeffler bereits in einer auf der niederländischen Nordseeinsel Texel betriebenen Testanlage nachgewiesen. Als Teil von Schaeffler arbeitet das Hydron-Team nun an der Skalierung der Filter-, Entsalzungs- und Membranelektrolyse-Komponenten für Einsätze in industriellem Maßstab bei gleichzeitiger Reduktion der Kosten sowie der Steigerung von Betriebseffizienz und Langlebigkeit.

„Wind2Hydrogen, also die Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Windenergie, ist ein wichtiges Wachstumsfeld für Schaeffler. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der Windkraft-Branche wollen wir einer der führenden Anbieter von Systemkomponenten in diesem Bereich werden“, erläutert Bernd Hetterscheidt, Leiter Strategisches Geschäftsfeld Wasserstoff bei Schaeffler.”

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Die Tragik der Wissenschaft Teil 3
Es geht in diesem Fall um den Aktivisten Professor Volker Quaschning, der im Nebenberuf auch an einer Hochschule in Berlin angestellt ist. Seine Expertise in Sachen Verständnis von Natur scheint im Bereich der Biologie stark eingeschränkt zu sein. Ist es das Pfeifen im Wald, weil bei einem Ausbau der Windkraft zwangsläufig mehr Greifvögel getötet werden? Man könnte es fast annehmen. Quaschning wiederholt den alten, aber leider falschen Vergleich der Zahl getöteter Vögel und er verwechselt dabei Garten- und Singvögel mit Greifvögeln. Traurig. Er schafft aber noch was anderes, denn er bringt nun auch Suppenhühner, Brathähnchen, Gänse und Enten ins Spiel und wirft die munter in den großen Topf, damit die Zahl der getöteten Vögel durch Windkraftanlagen optisch mickerig wirkt. Blödsinn bleibt aber Blödsinn, auch wenn er oft wiederholt wird.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

Nun es ist ein großer Unterschied, ob eine Population 15.000 beträgt wie beim Rotmilan oder fast 10 Millionen wie bei der Amsel, die auch gern von Katzen dezimiert werden. Es soll einfach nicht sein und wenn man die Zahlen, die sogar der Nabu veröffentlicht, schon nicht wegbekommt, dann müssen halt zur Not Brathähnchen herhalten. Wie erbärmlich. Wir haben die Problematik der schrägen Vergleiche der Todeszahlen schon 2019 beschrieben und auf die Studien hingewiesen.

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Die Tragik der Wissenschaft Teil 4
Scientist Rebellion unternehmen ”Schritte” gegen die königliche Akademie der Wissenschaften und das Fachjournal Nature im Vereinigten Königreich. Grund: Diese unterstützen nicht den zivilen Ungehorsam. Die Infantilisierung der Gesellschaft geht weiter, nächster Halt Wissenschaftler oder solche, die denken, sie wären welche.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Bemerkenswerter Artikel in der taz: Tabuthema Atomkraft.

“Robert Habeck geht mit dem sympathischen Grundsatz durchs Leben, dass auch andere recht haben könnten, dass die Dinge auch anders sein könnten. Die Ideen der politischen Konkurrenz könnten vielleicht sogar überzeugender sein, ihre Forderungen sinnvoller. Wenn diese Sicht des Wirtschafts- und Klimaschutzministers auf die Politik auch für die Wirklichkeit gilt, dann wäre angesichts der bedrohlichen Erderwärmung und der aktuellen Diskussion über die Energiewende zu fragen:

Was wäre, wenn die anderen, die Atomkraftbefürworter*innen, recht hätten? Wenn die Bedeutung der AKWs und die Gefahr, die von ihnen ausgeht, in Zeiten des Klimawandels, der großen Überlebensfrage für die Menschheit, neu bewertet werden müssen? Die Frage ist ein großes Tabu. Niemand stellt sie, nicht einmal die Union. Bei Habecks Pressekonferenz diese Woche zur Klimabilanz (verheerend) meldeten sich rund zwei Dutzend Jour­na­lis­t*in­nen zu Wort.”

“Wir müssen reden. Wenn der Weltklimarat Atomkraft als Teil der Lösung ansieht und die finnischen Grünen ihre Haltung zu AKWs revidiert haben, dann sollte es auch in Deutschland möglich sein, Atomkraft nicht länger als Tabu zu betrachten. Es geht ja hierzulande nicht um den Bau neuer Kraftwerke oder irgendeine andere Art von nuklearer Renaissance.

Doch die Klimakiller Kohlekraftwerke weiterlaufen zu lassen, während AKWs abgeschaltet werden, ergibt einfach keinen Sinn. Man würde sich ja auch nicht den Fuß eingipsen, wenn der Arm gebrochen ist. Nur weil wir schon immer gegen Atomkraft waren, wir jahrelang dagegen demonstriert und uns Wasserwerfern entgegengestellt haben, sind bisherige Positionen nicht sakrosankt.”

Insgesamt beachtlich, aber der Zug ist in Deutschland längst abgefahren. Da kann man als Atomkraftgegner sicherlich noch so sehr am Ausstieg zweifeln. Das Szenario, dass unsere Nachbarländer den Weg der Kernenergie gehen ist wahrscheinlicher. In Tschechien macht schon das Wort die Runde, dass die dortige Kernkraft die tschechischen Renten bezahlen wird. Unsere Nachbarn brauchen nur in Ruhe abzuwarten und dann Strom liefern, wenn Deutschland mal wieder in der Klemme ist.

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Tesla lernt die deutsche Bürokratie nicht nur in Form von Baugenehmigungen kennen. Das Bundeskraftfahramt stellt Tesla laut Welt ein Ultimatum, damit mögliche Mängel geklärt werden. Grund waren Probleme, die in anderen Ländern auftauchten.

“Beim Model S bestehe die Gefahr, dass die sogenannte Sekundärverriegelung des vorderen Kofferraums, der sich unter der Motorhaube befindet, nicht funktioniert. Sollte die Primärverriegelung versehentlich geöffnet werden, könnte sich die Motorhaube öffnen und die Sicht des Fahrers blockieren.

Beim Modell Y soll sich ein Teil der Vorder- und Hinterradaufhängung lösen oder verformen können, wodurch die Lenkbarkeit und Kontrolle des Fahrzeugs beeinträchtigt werden kann. Auch hier sei die mögliche Folge ein „Verkehrsunfall mit Personenschaden“, warnen die Niederländer.”

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T-Online mit einem relativ ausgewogenen Artikel zur Windkraft. Vermutlich in Anlehnung an die Habeck Aussage, dass man über Kernenergie reden kann, wenn jemand bereit ist, das Endlanger in seinem Vorgarten bauen zu lassen, fragt die Autorin:

Ein Windrad vor jede Haustür?

““Erst einmal hoffe ich, dass wir als Gesellschaft in der Lage sind, auch immer wieder mal über unsere eigenen individuellen Betroffenheitsschatten zu springen, sonst wird das alles nichts werden“, so Habeck. Gleichzeitig wolle er sich darum kümmern, dass Windparks noch stärkere wirtschaftliche Vorteile für die betroffenen Regionen und die Menschen dort mitbringen.”

Ob Habeck wohl klar ist, dass man so auch jeden Bau einer Autobahn rechtfertigen kann? Interessant ist sicherlich die Grafik über eine mögliche Verteilung von Windkraft in Bezug auf Windkapazitäten, geringste Unannehmlichkeiten für Anwohner und geringste Störung für Raubvögel. Die Daten dazu stammen von der Uni Leipzig.

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Minister Habeck hat Zumutungen angekündigt. Eine davon betrifft Haushalte mit geringem Einkommen. Sie geben anteilig am meisten für Strom, Heizung und Warmwasser aus wie das Statistische Bundesamt meldet.

Zukünftig wird es dann anteilig noch mehr sein, weil es etliche politisch gewollte Preissteigerungen wie der CO2-Steuer oder den Zertifikate Handel gibt.

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Betreff: Pläne von Robert Habeck

Einige Anmerkungen zum Blog vom 13. 01. 22. Es geht um die Pläne, welche Robert Habeck kürzlich verkündet hat. Mit aller Gewalt will er den Ausbau der Windenergie vorantreiben. Hindernisse sollen ausgeräumt werden. Die Abstandsregeln in Bayern (10H) oder in anderen Bundesländern zu Wohnbebauung sollen gekippt werden, um mehr Windräder aufbauen zu können. Das die Abstandsregeln als Hintergrund die Gesundheit der Menschen haben wird praktisch geleugnet. Die Menschen und die örtlichen Behörden werden quasi entrechtet.

Auch Umwelt- und Artenschutz werden den Plänen der Grünen hintenangestellt. Wird eines Tages in den Geschichtsbüchern stehen, dass der Rotmilan durch die Aktivitäten einer Umweltschutzpartei ausgestorben ist?. Es ist schon eine Schande, wie die Grünen für ihre eigenen Pläne den Umweltschutz unterordnen.

Ich habe gelesen, dass Robert Habeck ausgesagt hat, dass er Deutschland vom Import von Energieträgern unabhängig machen will. Man erkennt daran, dass das ganze Konzept von Anfang an nicht durchdacht ist. Im welchem Himmelsschloss muss man leben, um eine solche Idee zu erspinnen. Lediglich Kohle wäre ein Energieträger, welcher in Deutschland selbst gewonnen werden kann, doch davon wollen die Grünen nichts wissen. Mit Wind und Solar lässt sich das sicherlich nicht erreichen.

Die Ideen von Robert Habeck werden Arbeitsplätze kosten, Industrien werden abwandern und Deutschland wird seinen Status als Industrieland verlieren. Von Wegen, die Welt wird dem deutschen Beispiel folgen. Es bleibt zu hoffen, dass genügend Menschen diese Fehlentwicklung rechtzeitig erkennen und die Schäden während der laufenden Legislaturperiode nicht zu krass ausfallen. Ansonsten sehe ich schwarz für unser Land.