Was verbindet PIK, MunichRe und die Grünen?

Presseinfo der Goethe Uni Frankfurt am Main vom 8.2.2021:

Forscherteam der Goethe-Uni untersucht im internationalen CLOUD-Projekt Aerosolbildung aus jodhaltigen Dämpfen

Klimaforschung: Rasante Bildung von Jodpartikeln über der Arktis – mehr Wolken könnten Eis schneller schmelzen lassen

Wenn das Meereis schmilzt und sich die Wasseroberfläche vergrößert, steigen mehr jodhaltige Dämpfe aus dem Meer auf. Dass sich aus solchen Joddämpfen rasant Aerosolpartikel bilden, die als Kondensationskeime für die Wolkenbildung dienen können, haben jetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des internationalen Forschungsverbunds CLOUD herausgefunden. Die CLOUD-Forscher:innen, unter ihnen Atmosphärenforscher:innen der Goethe-Universität Frankfurt, befürchten eine gegenseitige Verstärkung von Meereis-Schmelze und Wolkenbildung, die die Erwärmung von Arktis und Antarktis beschleunigen könnte.

FRANKFURT. Über zwei Drittel der Erde sind von Wolken bedeckt. Je nachdem, ob sie hoch oder niedrig schweben, wie groß ihr Wasser- und Eisgehalt ist, wie dick sie sind oder über welcher Erdregion sie sich bilden, wird es unter ihnen wärmer oder kühler. Durch den Einfluss des Menschen gibt es heute höchstwahrscheinlich mehr abkühlende Effekte durch Wolken als in vorindustrieller Zeit, doch inwiefern Wolken zum Klimawandel beitragen, ist noch nicht gut verstanden. Forscher:innen gehen derzeit davon aus, dass zum Beispiel niedrige Wolken über Arktis und Antarktis zur Erwärmung dieser Regionen beitragen, indem sie die direkte Abstrahlung langwelliger Wärmestrahlung von der Erdoberfläche zurückhalten.

Alle Wolken bilden sich über Aerosole, Schwebpartikel in der Luft, an die sich Wasserdampf anlagert. Solche Schwebteilchen oder Aerosole bestehen natürlicherweise etwa aus Stäuben, Salzkristallen oder Molekülen, die von Pflanzen freigesetzt werden. Durch menschliche Aktivitäten gelangen vor allem Rußpartikel in die Atmosphäre, aber auch Schwefelsäure- und Ammoniakmoleküle, die sich zusammenlagern und in der Atmosphäre neue Aerosolpartikel bilden können. Modellrechnungen zeigen, dass mehr als die Hälfte der Wolkentröpfchen aus Aerosolpartikeln entsteht, die sich erst in der Atmosphäre neu gebildet haben. Für die Wolkenbildung ist nicht entscheidend, woraus die Aerosolpartikel bestehen, es kommt vor allem auf ihre Größe an: Erst ab einem Durchmesser von etwa 70 Nanometer werden Aerosolpartikel zu Kondensationskeimen für Wolkentröpfchen.

In der Atmosphäre über dem Meer spielen von Menschen freigesetzte Aerosole eine viel geringere Rolle für die Bildung niedriger Wolken als über dem Land. Neben Salzkristallen, die aus der Gischt stammen, stammen Aerosolpartikel über dem Meer vorwiegend aus bestimmten Schwefelverbindungen (Dimethylsufiden), die aus Phytoplankton freigesetzt werden und beispielsweise zu Schwefelsäure reagieren. So jedenfalls lauteten die bisherigen Forschungsergebnisse.

Wissenschaftler:innen des CLOUD-Konsortiums haben jetzt die Bildung von Aerosolpartikeln aus jodhalten Dämpfen untersucht. Der leicht stechende Geruch von Jod gehört zum Aroma der Meeresluft, die man bei einem Spaziergang an der Nordsee einatmet. In jedem Liter Meerwasser sind 0,05 Milligramm Jod enthalten, und wenn es in die Atmosphäre gelangt, bildet sich mit Sonnenlicht und Ozon Jodsäure oder jodige Säure. Die Wissenschaftler:innen haben in der CLOUD-Experimentierkammer beim Teilchenbeschleunigerzentrum CERN in Genf die Atmosphärenbedingungen in mittleren Breiten und arktischen Regionen simuliert, einschließlich der kosmischen Höhenstrahlung, die durch einen Teilchenstrahl nachgestellt wurde.

Ihr Ergebnis: Die Aerosolpartikelbildung durch Jodsäure läuft extrem schnell ab, viel schneller als die Partikelbildung von Schwefelsäure und Ammoniak unter vergleichbaren Bedingungen. Ionen, die durch die kosmische Höhenstrahlung entstehen, begünstigen die Partikelbildung weiter. Zur Umwandlung des molekularen Jods in die jodhaltigen Säuren sind noch nicht einmal UV-Strahlung und nur wenig Tageslicht nötig. Auf diese Weise können sehr schnell sehr große Aerosolmengen entstehen.

Der Atmosphärenforscher Prof. Joachim Curtius von der Goethe-Universität erklärt: „Jod-Aerosole können sich schneller bilden als fast alle anderen Aerosoltypen, die wir kennen. Wenn noch Ionen hinzukommen, die durch kosmische Strahlung entstehen, führt jeder Zusammenstoß zum Anwachsen der Molekülcluster.“ Dies sei besonders wichtig, da sich in den vergangenen 70 Jahren die globalen Jodemissionen auf der Erde bereits verdreifacht hätten, so Curtius weiter. „Womöglich wurde hier ein Teufelskreis in Bewegung gesetzt: Das Packeis taut, dadurch vergrößert sich Wasseroberfläche und mehr Jod gelangt in die Atmosphäre. Das führt zu mehr Aerosolpartikeln, die Wolken bilden, welche die Pole weiter erwärmen. Der von uns gefundene Mechanismus kann jetzt Teil von Klimamodellen werden, denn Jod spielt möglicherweise vor allem in den Polarregionen eine dominante Rolle in der Aerosolbildung, und dies könnte die Vorhersagen von Klimamodellen für diese Regionen verbessern.“

Das Experiment CLOUD (Cosmics Leaving OUtdoor Droplets) am CERN untersucht, wie neue Aerosolpartikel in der Atmosphäre aus Vorläufergasen gebildet werden und weiter zu Kondensationskeimen wachsen. Damit liefert CLOUD ein grundlegendes Verständnis zur Entstehung von Wolken und Feinstaub.  CLOUD wird von einem internationalen Konsortium – bestehend aus 21 Instituten – durchgeführt. Die CLOUD-Messkammer wurde mit CERN-Know-how entwickelt und ist eine der reinsten Experimentierräume der Welt. Bei CLOUD-Messkampagnen wird mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Messgeräten der physikalische und chemische Zustand der Teilchen und Gase charakterisiert, aus denen die Atmosphäre besteht. Das Team um Joachim Curtius vom Institut für Atmosphäre und Umwelt der Goethe-Universität Frankfurt entwickelt und betreibt im CLOUD-Projekt zwei Massenspektrometer, um Spurengase wie Jodsäure und jodige Säure auch in kleinsten Konzentrationen nachzuweisen.

Publikation: Xu-Cheng He, Yee Jun Tham, Lubna Dada, Mingyi Wang, Henning Finkenzeller, Dominik Stolzenburg, Siddharth Iyer, Mario Simon, Andreas Kürten, et. al. Role of iodine oxoacids in atmospheric aerosol nucleation, Science  05 Feb 2021: Vol. 371, Issue 6529, pp. 589-595, https://doi.org/10.1126/science.abe0298

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Lobbypedia hat einen Eintrag zu den Grünen.

Inhaltsverzeichnis

Unter anderem zeigt die Webseite diese Großspender;

Munich RE bzw. deren Stiftung ist auch mit dem Potsdamer PIK-Institut verbandelt. Eine interessante Dreieckszusammenarbeit: Versicherungsindustrie – Partei – Forschungsinstitut. In diesem Fall engagieren sich alle drei, um die Klimakatastrophe möglichst breiten Kreisen der Gesellschaft nahezulegen.

Infos zu Jochen Wermuth auf Wikipedia hier. Zitate hieraus:

As of June 2017, he is also a member of the investment committee for the newly formed EUR 24 billion Energy Transition Fund (Atommüllentsorgungsfonds). […] He is a member of the board of the Liberal Mission Foundation and a supporter of Greenpeace. […] In March 2016 Jochen Wermuth made a Euro 300,000 donation to the German green political party Alliance ´90/The Greens (German: Bündnis 90/Die Grünen) to support their election campaign in Baden-Wurttemberg, where state elections were held on 13 March 2016. […] The Greens, which had called for caps at Euro 100,000 on individual donations, were criticized for accepting the donation. But Winfried Kretschmann, the Minister-President of Baden-Wurttemberg, said: The law is not in place yet and it would be silly not accept this donation.[18] The German newspaper Die Tageszeitung (taz) argued that while it may happen to be a sympathetic cause for someone to make a donation to support green causes, what if someone had provided a 30 percent boost to the election campaign budget for some party promoting coal production? To the taz, the Greens had lost their most important asset, their credibility, by accepting the donation

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Stefan Uhlig bietet auf Researchgate (RG) einen Bericht mit dem folgenden Titel an:

CO2 = Globale Erwärmung = Klimawandel ! Und was wäre, wenn alles viel komplexer ist ? Natürliche Klimawandel – Fakten aus geologischer, archäologischer und astrophysikalischer Sicht (02/2021).

Hier als pdf für RG-Mitglieder herunterladbar. Andere Interessierte können sich gerne bei uns melden, wir stellen einen Kontakt mit dem Autor her.

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Ausgezeichneter Artikel von Andrew Montford in The Spectator am 21.2.2021:

The good news on climate

As I watch the snow blow past my window, it’s hard not to scoff at the idea of a ‘climate emergency’. However, I’m probably in a minority. The idea that we are currently experiencing a dangerous deterioration in our weather has been pushed so hard, and for so long, that the man in the Clapham Uber is now thoroughly convinced.

Those of us who have the time and inclination to look at the evidence for such claims, on the other hand, realise that they are largely overblown. The Global Warming Policy Foundation, where I work, has just published a review of the impacts of climate change and it’s a valuable antidote to the relentless alarmism pushed by some academics. The paper is written by Indur Goklany, an American whose involvement in the climate field goes back 30 years when he was involved in the first United Nations Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) review of the world’s climate. So he knows what he is talking about, and the story he tells is one of almost unmitigated good news. There is a great deal of evidence that mankind is able to take the effects of climate change in its stride.

Take extreme weather for example. For 30 years, everyone from the Met Office to Al Gore has been telling us that global warming is going to make things much worse. But as Goklany shows, it just hasn’t happened; three decades of shirt-tearing, tears and wailing on the subject have changed things barely at all. In most areas, this should mostly be uncontroversial: the IPCC said in 2013 that it has ‘low confidence’ that droughts and hurricanes have become worse globally, and the best it can say of extreme rainfall is that it thinks there have been more areas with increases than decreases. On heatwaves it goes further, saying that it has ‘medium confidence’ of a global increase. But while we shouldn’t shy away from discussions over how to tackle these issues, it is not the impending catastrophe that some might make it out to be.

Weiterlesen in The Spectator