Warum ignoriert der Deutsche Wetterdienst das Wetter vor 1881?

In einer Rede am 26. November 2019 von Tobias Fuchs, Leiter Klima- und Umweltberatung des Deutschen Wetterdienstes, unter dem Titel „Der Klimawandel hat Deutschland im Griff“ stellt der Author fest (pdf):

Die Erwärmung der Erde schreitet in einer Geschwindigkeit fort, die durch natürliche Ursachen nicht erklärbar ist.

So etwas kann man nur behaupten, wenn man seine Klima-Sicht auf den Zeitraum nach 1881 (Meßnetz-Beginn beim DWD) begrenzt. Bekanntlich gab es seit mindestens 8000 Jahren regelmäßige vorindustrielle Klimaschwankungen im 1000-Jahre Zyklus um +/- 1°C, die nichts mit dem CO2-Gehalt der Atmosphäre zu tun hatten.

Eine Rückfrage bei H.Fuchs blieb ohne Antwort. Dabei ist der DWD ein von unseren Steuergeldern finanziertes Amt und zur Auskunft verpflichtet. Warum betreibt der DWD unverantwortlichen Klima-Alarmismus anstatt zur Versachlichung der Debatte beizutragen? Steht er voll unter der Fuchtel des politisch-ideologischen Klima-Dogmatismus? Die österreichische ZAMG macht vor, wie es auch anders geht.

Offenbar sind auch etliche Mitarbeiter des DWD anderer Meinung: So die Mitteilung eines dieser Mitarbeiter, dessen Namen bekannt ist, den wir aber aus verständlichen Gründen (Personenschutz) hier nicht nennen wollen.

Terminus „Der DWD“: Im Namen meiner Kollegen im DWD sage ich, dass dieser Terminus nicht zutreffend ist. Ich bitte zur Kenntnis zu nehmen, dass fast alle meine Kollegen im DWD genau wissen, was läuft, dass sie aber (öffentlicher Dienst!) Gefahr laufen, der fachlichen Unkenntnis geziehen werden oder sich auf disziplinarische Maßnahmen einstellen müssen. Daher bitte den Terminus „der DWD“ ersetzen durch „die DWD-Führungsetage“. Und die stehen auch mit dem Rücken zur Wand, denn wenn sie nicht mit den Wölfen heulen, werden ihnen vermutlich seitens der Politik Gelder gestrichen!

Abbildung: Temperatur der extratropischen Nordhemisphäre während der vergangenen 2000 Jahre. Quelle: Ljungqvist 2010