Vulkan auf La Palma ausgebrochen

Auf der Kanaren-Insel La Palma ist nach 50 Jahren Pause wieder ein Vulkan ausgebrochen. Er liegt auf dem südlichen Rücken der Insel der Cumbre Vieja. Wer sich über den Vulkanismus von La Palma interessiert, dem sei die Doku „La Palma – der schlummernde Feuerdrache“ von Sebastian Lüning empfohlen. Der Film ist mehr als 10 Jahre alt. Nun hat das Schlummern ein Ende, und der Feuerdrache zeigt sich wieder.

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Leserpost von Wolfgang Richter:

Ich habe das am 18.9.2021 im Blog verlinkte Buch „Wie die Wissenschaftler der Welt für den »Klimawandel« weichgeklopft wurden“ zu etwa zwei Dritteln bereits gelesen und kann es allen empfehlen, die sich für die historische Entwicklung der CO2-Hypothese und der Entstehung des IPCC interessieren. Aus meiner Sicht ist das Buch, soweit ich es gelesen habe, eine nicht wertende Darstellung dieser Historie mit sehr interessanten Details, doch es trägt einen ganz und gar ungeeigneten Titel. Deutlich besser wäre z.B. ein  Titel wie die deutsche Übersetzung des englischen Titels „Searching for the Catastrophe Signal – The origins of the Intergovernmental Panel on Climate Change“, also: „Die Suche nach dem  Katastrophensignal – Die Entstehung des IPCC“.

Das Buch wartet mit sehr vielen Originalzitaten mit Quellenangaben auf und beschreibt wie lange die Wissenschaftler sich uneinig waren, ob das CO2 überhaupt eine erwärmende Wirkung hat und auf welchem Weg diese Uneinigkeit „überwunden“ wurde: indem führende Wissenschaftler die Unsicherheiten und die unbekannten oder kaum erforschten Aspekte beim Klima einfach nicht mehr anzusprechen und der Politik, die fordernd dahinterstand, die CO2-Hypothese als quasi gesichert oder bewiesen hinstellten. Wissenschaftler, die dennoch skeptisch waren, kamen „ins Abseits“. Das Buch zeigt zu Anfang der Schilderung der historischen Entwicklung die Erwartungen vieler Wissenschaftler zu einer schnell kommende Eiszeit und den daraus erwachsenen Zukunftsängsten der Wissenschaftler und der Politiker. Zusammen mit der Ölkrise und den Befürchtungen, dass die fossilen Brennstoffe knapp werden könnten, ging die Katastrophenangst viele Jahre lang in die entgegengesetzte Richtung wie heute, also Angst vor einer Abkühlung, auch wenn in dieser Zeit sich auch Wissenschaftler mit der Erwärmung der Erde durch anthropogenes CO2 beschäftigten.

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Leserpost:

Net-Zero-Deutschland…

… so lautet der Titel einer Studie von McKinsey, die kürzlich veröffentlicht wurde. Auf 105 Seiten werden Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045 ausgelobt. Das Werk ist interessant und gut-strukturiert aufgebaut und liest sich wie ein Sciencefiction Roman, oder wie das Drehbuch zu einem neuen Steven Spielberg Film. Die Wortwahl in der Studie ist unaufgeregt sachlich und wird dem/der Leser*in wie ein wohlschmeckender Smoothy serviert, also ohne die sonst bei Klimathemen vorgetragenen Panikattacken. Der Plan soll Orientierung für Unternehmen und Bürger*innen bei der Umsetzung von Maßnahmen geben, damit das Net-Zero-Ziel erreicht wird. In wie weit eine Umsetzung in der Praxis letztendlich möglich ist, darf ernsthaft in Zweifel gezogen werden. Ob die Bürger*innen da uneingeschränkt mitgehen ist ebenfalls fraglich.

Allein bei der Kostenbetrachtung wird es schwindelerregend. In der Darstellung liest es sich gerade so, als wären die für Investitionen gesamt veranschlagten 5 +1 Billion Euro = mindestens 240 Milliarden € pro Jahr = ein Betrag zur Ausrichtung eines Kindergeburtstags. Das bedeutet aber, dass jedem/jeder Bürger*in vom Baby bis zum Greis für die Energiewende jährlich ca. 2.900 € abgetrotzt werden. Für eine 4-köpfige Familie beträgt die monatliche Mehrbelastung demnach 966 €. Das ist Geld, welches in Preisen versteckt, oder in anderer Art und Weise zusätzlich aufzubringen ist.

McKinsey formuliert das in einer Pressemitteilung völlig entspannt: Deutschland kann das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu gesamtgesellschaftlichen Netto-Null-Kosten erreichen. Die Einsparungen durch den Klimaschutz im Gesamtzeitraum bis 2045 können die Kosten der Dekarbonisierung ausgleichen. Voraussetzungen dafür sind der konsequente Umstieg auf grüne Technologien in allen Wirtschaftssektoren und Lebensbereichen sowie schnelles Handeln bereits in den nächsten zehn Jahren. Dabei rechnet McKinsey mit 5 Billion Euro für Investitionen, die für den Ersatz bzw. die Instandhaltung bereits bestehender Infrastruktur, Anlagen und Gebäude ohnehin aufgewendet werden. 1 Billion Euro sind als Zusatzinvestitionen in „grüne“ Sachgüter, z.B. in neue Anlagen, Fahrzeuge und Wärmetechnik zu investieren.

Und da kommt als Ergebnis = Null heraus? I don’t believe it! Die Prinzipien von Angebot und Nachfrage der Marktwirtschaft werden in diesem Spiel außer Kraft gesetzt und münden schnell in einer gesteuerten, neuen Wirtschaftsordnung, die dann eigentlich nur in den Kontext einer Zentralverwaltungswirtschaft  oder Planwirtschaft gestellt werden kann. Guter Rat ist bekanntlich teuer. Wurde deshalb noch nicht für alle dem Pariser Klimaschutzabkommen beigetretenen Staaten jeweils eine eigene landesspezifisch Net-Zero-Studie angefertigt? Das wäre aber schon bedeutsam, denn wenn nur Deutschland allein den Net-Zero-Weg geht, ist die Welt bekanntlich nicht gerettet. Deshalb erstaunt es schon, dass es in der Studie inhaltlich nur um Deutsche Belange geht. Sicher wird zu den Inhalten der Studie nicht nur hier im Blog in den nächsten Wochen kritisch berichtet werden.

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Passend zur Wahl sind bei RP Online zum Wahlthema Nr. 1 = Klimaschutz = die Programme der Parteien kurz und bündig übersichtlich dargeboten.

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Pressetext.com:

CO2-Nutzung: Neuer Kat zündet den Turbo

Effektivität der Klimagasabtrennung dank neuer Kunststoffbeschichtung um Faktor 24 gesteigert

Forscher der Universitäten Tsukuba http://www.tsukuba.ac.jp/en und Osaka http://www.osaka-u.ac.jp/en haben die Effektivität von porösen Zinn-Katalysatoren zur Abtrennung von CO2 aus der Atmosphäre und folglich Umwandlung in Treibstoffe oder Rohstoffe für die chemische Industrie um das 24-Fache verbessert.

Weiterlesen bei Pressetext.com

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Buch von Peter Maier:

Die Abrechnung …mit der Energiewende: Der Energiewende-Check

Über das Buch:

Einerseits lesen Sie, dass wir mit der Energiewende auf einem guten Weg sind. Anderseits stellen Sie fest, dass die Energiewende vermehrt kritisiert wird. Trotz erheblicher Anstrengungen gehen die CO2-Werte nicht wie geplant zurück. Gleichzeitig steigen die Kosten und die Schäden in der Natur.
Die Energiewende sei bloß schlecht gemacht, sagen die Kritiker, weil sie zu teuer geworden ist und die Klimaschutzziele nicht erreicht werden.
Wer hat denn nun Recht – die Kritiker oder die Optimisten?
Die Energiewende mag gut gemeint sein, aber wir dürfen nicht die quantitativen Fakten und die technischen Grenzen des Energiewendekonzepts ignorieren, warnt der Autor.
Auf der Basis eines Elektrotechnikstudiums und 35 Jahre in der Forschung und Entwicklung, geht der Autor Fragen nach wie:
– Können Deutschland und die EU mit ihrer Politik die „Klimakatastrophe“ überhaupt aufhalten?
– Was ist die Sektorkopplung und was bedeutet „Große Transformation“?
– Ist die Energiewende überhaupt technisch, ökonomisch und gesellschaftlich umsetzbar?
Das komplexe Stromversorgungssystem und die Rolle der Erneuerbaren Energien werden ausführlich behandelt. Sowohl der einfach Interessierte findet eine Beschreibung, die er versteht, wie auch der, der sich in das Thema bereits eingearbeitet hat und technisch versiert ist, wird mit einer anspruchsvollen Analyse der Zusammenhänge gleichermaßen zufriedengestellt.

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Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e. V.:

Atmosphärenforschung in Deutschland wird deutlich ausgebaut

Nationaler Beitrag zur EU-Forschungsinfrastruktur ACTRIS wird künftig bessere Vorhersagen für Luftqualität, Wetter und Klima ermöglichen

Berlin/Leipzig. Deutschland bekommt eine neue Infrastruktur zur Erforschung von Feinstaubpartikeln, Wolken und Spurengasen. Verteilt auf elf Einrichtungen wird dieser deutsche Beitrag zur EU-Forschungsinfrastruktur ACTRIS künftig bessere Vorhersagen für Luftqualität, Wetter und Klima ermöglichen. Der Aufbau dieser Infrastruktur wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden acht Jahren mit insgesamt 86 Millionen Euro gefördert. In ACTRIS-D arbeiten viele Akteur:innen der deutschen Atmosphärenforschung zusammen – darunter Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Behörden. Koordiniert wird der deutsche Teil durch das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig.
ACTRIS wird Daten zu den kurzlebigen Bestandteilen der Atmosphäre vom Boden bis in die Stratosphäre liefern und so helfen, die Unsicherheiten in der Vorhersage des zukünftigen Klimas zu reduzieren, das Wissen über Klima-Rückkopplungsmechanismen zu verbessern sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und deren Auswirkungen auf Gesundheit und Ökosysteme zu bewerten.

ACTRIS ist die grundlegende europäische Forschungsinfrastruktur für kurzlebige Atmosphärenbestandteile, die die Erdsystembeobachtung und -forschung ausbaut und der Gesellschaft das Wissen zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen bereitstellt. Das Kürzel ACTRIS steht für Aerosol, Clouds and Trace Gases Research Infrastructure – also eine Forschungsinfrastruktur für Aerosole (u.a. Feinstaubpartikel), Wolken und Spurengase. Diese kurzlebigen Bestandteile der Atmosphäre haben großen Einfluss auf die Luftqualität und das Klima.
Die kurzlebigen Klimatreiber sind in der Regel nur wenige Stunden bis Wochen in der Atmosphäre unterwegs – im Gegensatz zu den langlebigen Treibhausgasen wie Kohlendioxid oder Methan, die viele Jahre bis Jahrzehnte in der Atmosphäre verbleiben. Deshalb ist über die Wirkung der langlebigen Treibhausgase deutlich mehr bekannt als über die kurzlebigen Bestandteile, obwohl auch diese das Klima deutlich beeinflussen. So reflektieren winzige Schwebeteilchen beispielsweise Sonnenlicht und Wärmestrahlung oder dienen als Keime für die Bildung von Wolkentropfen und Eiskristallen, was die Niederschlagsbildung beeinflusst. Der Mensch nimmt durch Landnutzung, Verkehr und Energieerzeugung Einfluss auf die kurzlebigen Klimatreiber, die sehr unterschiedlich wirken können: zum Beispiel tragen Rußpartikel zur Erwärmung bei, Sulfat- und Nitratpartikel wirken dagegen abkühlend. Klar ist, alle diese Faktoren wirken sich auf das Klima aus und müssen in den Vorhersagen berücksichtigt werden. Wie groß die zum Teil sehr unterschiedlichen Effekte aber letztlich jeweils sind, ist noch nicht ausreichend erforscht.
Neben den Wirkungen auf das Klima haben kurzlebige Bestandteile der Atmosphäre auch einen starken Einfluss auf die Luftqualität und damit auf die menschliche Gesundheit. Schwebeteilchen, umgangssprachlich Feinstaub genannt, und kurzlebige Spurengase wie Stickoxide führen zu Erkrankungen der Atemwege und reduzieren die Lebenserwartung aufgrund von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.
Die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf die Atmosphäre vom einzelnen Auto bis hin zu riesigen Waldbränden können jedoch nur dann abgeschätzt werden, wenn Messungen kontinuierlich und großflächig an vielen Punkten erfolgen, denn die Atmosphäre kennt keine nationalen Grenzen. Deshalb wurde 2016 die paneuropäische Initiative ACTRIS auf die europäische Roadmap für Forschungsinfrastrukturen aufgenommen. Ab 2022 soll ACTRIS in der Rechtsform eines ERIC (European Research Infrastructure Consortium) seine langfristige Arbeit starten. Mit der Aufnahme des deutschen Beitrags ACTRIS-D auf die Nationale Roadmap für Forschungsinfrastrukturen hatte sich Deutschland 2019 zur Mitarbeit an der europäischen Forschungsinfrastruktur bekannt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert diese Initiative im Rahmen der Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ (FONA). Das BMBF hat nun die Förderung des Aufbaus von ACTRIS-D mit zunächst insgesamt ca. 75 Millionen Euro begonnen. Mit diesen Mitteln werden in den nächsten fünf Jahren zahlreiche feste und mobile Messstationen sowie Labore und Simulationskammern ausgebaut oder neu errichtet. Eine zweite Förderphase zum vollständigen Aufbau von ACTRIS-D ist für den Zeitraum 2026 bis 2029 geplant. Zusätzlich wird das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) einen wichtigen Beitrag leisten, indem es langfristig den Betrieb von Serviceeinrichtungen wie den ACTRIS-Kalibrierzentren finanziert.

Hintergrund
An ACTRIS beteiligen sich europaweit weit über 100 Forschungseinrichtungen aus 22 Ländern. Sie haben über Europa ein Netz aus mehr als 70 Observatorien gespannt, das durch Stationen in den Polarregionen, den Tropen und in Asien ergänzt wird. Dazu kommen 18 Simulationskammern und Labore in Europa, in denen Prozesse in der Atmosphäre im Experiment nachgestellt werden, sowie 17 mobile Messplattformen, die an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden können. ACTRIS soll einer breiten Nutzergemeinschaft effektiven Zugang zu seinen Daten, Ressourcen und Diensten bieten, um eine qualitativ hochwertige Erdsystemforschung zu ermöglichen. Vom freien und offenen Zugang werden nicht nur der Technologie- und Wissenschaftsstandort Europa, sondern auch Umweltbehörden und Entscheidungsträger und damit letztlich Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa profitieren.

ACTRIS-D-Partner TROPOS:
Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) koordiniert ACTRIS-D und beteiligt sich mit allen drei Typen von Plattformen:
Zu den Beobachtungsplattformen gehören das weltweite Lidar-Netzwerk PollyNET, das Deutsche Netzwerk für Ultrafeinstaub (GUAN), die Forschungsstation Melpitz bei Torgau in Sachsen sowie das Cabo Verde Atmosphären-Observatorium (CVAO). Mit dem Schmücke-Wolken-Observatorium (SCO) wird es künftig im Thüringer Wald außerdem eine Station geben, die sich vor allem der Wolkenforschung widmen wird.
Zu den Erkundungsplattformen gehören die Atmosphärenchemie-Kammer (ACD-C) und das Wolkenlabor (LACIS-T) am TROPOS in Leipzig. Neben diesen stationären Einrichtungen spielen auch eine Reihe von mobilen Messstationen eine wichtige Rolle zur Untersuchung von Luftqualität und Klima weltweit: Das Leipziger Aerosol- und Wolkenfernerkundungssystem (LACROS) besteht aus mehreren mit Instrumenten bestückten Containern und kann weltweit eingesetzt werden. In den letzten drei Jahren wurden damit Messungen in Punta Arenas, Chile, durchgeführt, wo unter anderem der Rauch der australischen Waldbrände im Jahr 2020 vermessen wurde. OCEANET ist eine mobile Messplattform, die weltweit auf Schiffen wie zum Beispiel während der MOSAiC-Expedition auf dem Forschungseisbrecher Polarstern mitfahren kann und dabei die Atmosphäre über den Ozeanen untersucht. Mit OCEANET-2 ist bereits ein Nachfolgesystem für das neue deutsche Forschungsschiff Polarstern II in Planung. Eine von einem Fesselballon getragene Messplattform, die sich ebenfalls unter anderem in der Arktis bewährt hat, wird als mobile Plattform für Aerosol- und Wolkenmessungen fortgeführt (ACME).
Zu den zentralen Serviceeinrichtungen von ACTRIS gehören künftig drei Kalibrierzentren am TROPOS. Das Weltkalibrierungszentrum für Aerosolphysik (WCCAP)) sorgt dafür, dass Feinstaub-Messgeräte präzise Daten liefern können. Für die Qualitätssicherung der Messdaten sorgen ebenfalls das Kalibrierzentrum für organische Tracer (OGTAC CC) und das Zentrum für Wolkenwasserchemie (CCWaC).
Die Förderung für ACTRIS-D ermöglicht in den kommenden fünf Jahren am TROPOS rund 13 neue Stellen für Forschende sowie Investitionen von rund 20 Millionen Euro und trägt damit deutlich zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts Leipzig sowie der deutschen Atmosphären- und Klimaforschung bei.

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DasWetter.com:

Klimawandel: Schweizer Alpen gewinnen mehr als 1.000 Seen!

Der Klimawandel hat die Landschaft der Schweizer Alpen drastisch verändert, und zwar schneller als erwartet, denn das schmelzende Eis hat mehr als 1.000 neue Seen in den Bergen geschaffen, wie eine neue Studie zeigt.

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Youtube:

Geothermie: Erneuerbare Energie aus der Tiefe | Methoden der Energieerzeugung (Episode 3)

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Portugal News:

Controversial new solar power plant plans

The project to install a large solar plant in the parish of Cercal do Alentejo, municipality of Santiago do Cacém (Setúbal), may imply the “artificialisation of rural areas”, warned the environmental association ,Zero, as local people sign a petition against the development.

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Geomar:

Die Geburt eines Ozeans

Internationale Forschungsexpedition will neue Erkenntnisse zur Geburtsstunde des Atlantiks finden

04.08.2021/Kiel. Die Theorie der Plattentektonik ist erst gut 50 Jahre alt. Wie genau die sich über Millionen von Jahre erstreckenden Prozesse beim Auseinanderbrechen eines Kontinents ablaufen, ist in vielen Details noch unbekannt. Ein internationales Team von Forschenden will im Sommer dieses Jahres im Rahmen einer Expedition des Integrated Ocean Discovery Programs (IODP) mit dem Forschungsschiff Joides Resolution umfangreiches Probenmaterial am Rande des norwegischen Schelfs erbohren. Die Expedition wird gemeinsam von Prof. Sverre Planke von der Universität Oslo und Prof. Christian Berndt vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel geleitet.

Auf Island kann man noch jetzt die letzten Nachwirkungen des Vulkanismus beobachten, der mit der Öffnung des Atlantiks einherging als Grönland und Europa auseinanderbrachen. Wie an einer Perlenschnur ziehen sich aktive Vulkane quer durchs Land. Kilometerlange tiefe Risse mit Dutzende Meter hohen Abbruchkanten lassen sich mit bloßem Auge ausmachen. Jedes Jahr rücken dort die eurasische und die amerikanische Platte ein wenig weiter auseinander. Dieser Prozess begann im Nordatlantik vor mehr als 56 Millionen Jahren. Es kam dabei über etwa eine Million Jahre zu mit den gewaltigsten Vulkanausbrüchen der Erdgeschichte. Nach heutigen Erkenntnissen hat dieser Vulkanismus das Weltklima um etwa fünf Grad erwärmt. Viele Details des Aufbrechens des Atlantiks zwischen Grönland und Norwegen liegen aber noch im Dunkeln. Als Zeitzeugen können Ablagerungen am Meeresboden dienen, die aber oft nur schwer zugänglich sind. Um einen besseren Einblick in die Entstehungsgeschichte des Atlantiks zu erhalten, will deshalb ein internationales Team von Wissenschaftler*innen im Sommer dieses Jahres mit dem Forschungsschiff Joides Resolution vor der Küste Norwegens mit Hilfe von Bohrungen umfangreiches Probenmaterial gewinnen.

„Die IODP-Expedition bietet die einmalige Gelegenheit, wirklich zu verstehen, wie sich die gewaltigen Vulkanausbrüche während der Öffnung des Nordatlantiks auf das damalige Klima ausgewirkt haben und welche Lehren wir für zukünftige Klimaveränderungen ziehen können.“, sagt Christian Berndt, Co-Fahrtleiter der Expedition vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

„Unsere Hypothese ist, dass die vulkanische und magmatische Aktivität maßgeblich dazu beitrug, ein 150.000 Jahre langes extremes globales Erwärmungsereignis auszulösen, das als Paläozän-Eozän-Thermalmaximum bekannt ist. Diese globale Erwärmung von 4-5 °C könnte durch die Freisetzung von Treibhausgasen aus erhitzten Sedimenten vor der Küste Mittelnorwegens verursacht worden sein“, erklärt Dr. Morgan Jones von der Universität Oslo.

Und genau in diese Gesteinsschichten wollen die Wissenschaftler*innen hineinbohren und Probenmaterial gewinnen. Insgesamt sind neun Bohrungen in Tiefen von bis zu 800 Metern geplant. Das erbohrte Material wird anschließend geochemisch analysiert und datiert. In Verbindung mit der Fülle von reflexionsseismischen Daten, die von der Erdölindustrie in den letzten 40 Jahren gesammelt wurden, werden die Bohrlochinformationen ein noch nie dagewesenes Bild der Bildung einer großen Eruptionsprovinz während der Öffnung eines Ozeanbeckens liefern, ist sich Christian Berndt sicher. Ein Nebenaspekt, der hierbei untersucht werden soll, ist die Frage, wie gut sich diese Gesteinsschichten zur Speicherung von Kohlendioxid nutzen lassen. Falls dies kostengünstig möglich ist, könnte dies dazu beitragen, die heutige Klimaerwärmung zu verlangsamen.

Die Dimensionen der damaligen Eruption waren gewaltig. „Wir schätzen diese auf mehrere Millionen Kubikkilometer Lava, genug um ganz Deutschland mit fünf Kilometern Lava zu bedecken“, sagt Sverre Planke von der Universität Oslo, Co-Fahrtleiter der Expedition. „Wir wollen im Rahmen dieser IODP-Expedition herausfinden, warum dieser Vulkanismus so außergewöhnlich ergiebig war. Es ist für uns die einmalige Gelegenheit, die Entstehung solcher Vulkanausbrüche aus dem Erdmantel zu verstehen und er globale Erwärmung und Massenaussterben ausgelöst haben könnte“, so der norwegische Wissenschaftler.

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MMNews TV:

Deutschland vor Blackout

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SciTechDaily:

Secret Behind Jupiter’s “Energy Crisis” Revealed – Puzzled Astronomers for Decades

New research published in Nature has revealed the solution to Jupiter’s “energy crisis,” which has puzzled astronomers for decades.

Space scientists at the University of Leicester worked with colleagues from the Japanese Space Agency (JAXA), Boston University, NASA’s Goddard Space Flight Center and the National Institute of Information and Communications Technology (NICT) to reveal the mechanism behind Jupiter’s atmospheric heating.

Now, using data from the Keck Observatory in Hawai’i, astronomers have created the most-detailed yet global map of the gas giant’s upper atmosphere, confirming for the first time that Jupiter’s powerful aurorae are responsible for delivering planet-wide heating.

Weiterlesen bei SciTechDaily

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Leserpost von Matti Tukiainen:

Some time ago, I completed a website on historical temperatures that is easy to see where the data for a particular day is when compared to previous years, a specific day of the year, or the entire weather history. It’s also easy to see when the coldest and hottest days of a given day of year or year have been. It is also possible to look where 10%, for example, of the coldest or hottest days of the year or a given day of the year are located. Maybe you can find the site useful. The site can be found here. For visualizations, you should adjust the „Graph size“ to near zero. By pressing column headings, it is possible to sort data in ascending or descending order to make it easier to compare data. The site has daily temperatures from more than two thousand weather stations over a period of at least 50 years. The longest time series are over two hundred years long. I use the data generated by the European Climate Assessment & Dataset project on the site.