Vegan hergestelltes Wind- und Biogas

Es sieht so aus, als wenn Kälte den Osten und den Norden Europas am Ende der ersten Februarwoche 2021 erreichen wird. Wir erinnern uns, im Jahre 2000 sagte der Klimaforscher Mojib Latif voraus, dass wir in unseren Breiten keine Winter mehr mit Eis und Schnee erleben werden. Später gab er an, dass er leider falsch vom Spiegel zitiert wurde, er stellte das aber über 20 Jahre nie klar. Denn eigentlich meinte er die Zeit nach 2040. Möglicherweise in der Hoffnung, dass ihn niemand mehr darauf anspricht, weil er dann das stolze Alter von 86 Jahren erreicht hat.

Was werden wir erleben, wenn das so eintritt mit Kälte und Schnee über großen Teilen Europas? Wir werden hören, dass es die natürliche Variabilität des Wetters ist. Die gibt es aber ausschließlich, wenn es kälter als im Mittel ist. Wird es wärmer als das Mittel, dann ist es der Mensch und zwar nur der Mensch. Klassischer Doppelstandard.
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Kennen Sie Windgas? Damit sind jetzt keineswegs Darmwinde gemeint, auch wenn das möglicherweise nahe liegt. Laut Greenpeace Energy, über deren eigenartige Rolle als kommerziell agierendes Unternehmen, das munter lobbyiert, haben wir schon berichtet, ist es Erdgas, dem Gas aus Strom beigefügt wurde. Über Strom und Elektrolyse wird letztlich Erdgas produziert. Das ist mit sehr hohen Wirkungsgradverlusten verbunden und der mickerige Anteil von 1% könnte ein Beleg dafür sein, dass es teuer ist. Aber, es geht um ein gutes Gefühl beim Kauf, obwohl der größere Teil des Windgases schnödes Erdgas ist. Vielleicht kommt es sogar aus der Nordstream 1 Pipeline, die ansonsten ja so heftig bekämpft wird? Jedenfalls war es in 2020 so, dass weniger als 1% des Gases aus der Elektrolyse stammte. Die Webseite des kommerziellen Unternehmen Greenpeace Energy weißt es so aus.

(Abbildung: Screenshot der Webseite von Greenpeace Energy)

In 2021 kommt jetzt der Durchbruch. Zwar bleibt der Anteil von elektrolytisch hergestelltem Gas fast gleich, aber dafür kommt Biogas ins Spiel. Das hat zwar herzlich wenig mit Wind zu tun, aber es soll ja um das gute Gefühl gehen. Und ganz neue Zielgruppen erschließt man sich auch, wenn man dann noch das Gas vegan herstellt. Ja, richtig gehört: vegan. Auch geht es wieder um das Gefühl, denn kaum jemand wird das Gas essen oder trinken, aber das ist nebensächlich. Es kamen keine Tiere bei der Produktion zu Schaden, das ist wichtig. Wie tröstlich, aber an die geschundenen Mikroben, die Lebensmittelabfälle in Sklavenarbeit zu Gas umwandeln müssen, denkt natürlich keiner.

(Abbildung: Screenshot der Webseite von Greenpeace Energy)

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Sibirische Kälte ist ein feststehender Begriff. Momentan ist es in dem riesigen Teil Russlands so kalt, dass die Durchschnittstemperatur der gesamten Arktisregion nach unten gezogen wird. Laut Climatereanalyzer liegen die 1,8 Grad unter dem Mittel von 1979 – 2000. Grund zur Sorge? Keineswegs, allerdings sollte man sich an dieses Intermezzo spätestens dann erinnern, wenn es im gleichen Landstrich im Sommer wärmer als im Mittel ist.

(Abbildung: Screenshot Climatereanalyer.org)

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Ein Meinungskommentar in der WELT beschäftigt sich mit der Angst der Deutschen vor Technologie. Ganz besonders betrifft dieses Wasserstoff-Technologien und Kohlenstoff-Abscheidungen. Wir haben mehrmals auf eigenartige Sichtweisen bei z. B. den Grünen hingewiesen, die die Wissenschaft immer dann in den Zeugenstand berufen, wenn es der eigenen Agenda dient aber sie komplett ignorieren, wenn es nicht ins eigene Narrativ passt. Die Beispiele des Autoren Nils Heisterhagen anhand von Wasserstoff zeigen es noch einmal deutlich auf wie Grünes Denken funktioniert oder soll man besser sagen nicht funktioniert?

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Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, sagt ein altes Sprichwort. Das genaue Gegenteil macht der Grünen-Politiker Oliver Krischer offenbar. Am 17.01.2021 rief er bereits das Dürrejahr 2021 aus, wir berichteten. Kurz vor Ultimo im Januar 2021 kann man sich beim Betrachten der Januar Niederschläge nur verwundert die Augen über seine Aussagen reiben. Große Teile Deutschlands haben im Januar 2021 mehr Regen abbekommen als im langjährigen Mittel. Der Südwesten hat zum Teil mehr als doppelt so viel Regen wie gewöhnlich gehabt.

Wie sich die Niederschläge in Deutschland in 2021 entwickeln werden, weiß niemand ganz genau, außer wahrscheinlich Oliver Krischer. Ob der die Welt an seinem exklusiven Geheimwissen teilhaben lässt? Oder sich tatsächlich mal auf die Wissenschaft verlässt, die auch für die nächsten Wochen beträchtliche Mengen an Niederschlägen für große Teile Deutschlands gem. der 46 Tage Prognose ECMWF Modell vorsieht?

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Wir erinnern uns, im Sommer 2020 herrschte große Aufregung, weil es in Sibirien ungewöhnlich hohe Temperaturen gab. Jetzt 6 Monate später weisen große Teile des riesigen Landes eine Anomalie mit entgegengesetzten Vorzeichen auf. Wunderbar zu sehen bei Climatereanalyzer, ein Project der Universität Maine, zu erkennen. Zum Teil beträgt die Anomalie fast 20 Grad unter dem Mittel von 1979 – 2000.

(Abbildung: Screenshot Climatereanalyer.org)

An deutschen Windrädern kann diese Abkühlung nicht liegen, auch wenn Lobbyisten immer wieder betonen, dass man nur genügend Windräder in Deutschland aufstellen müsste, damit sich das Klima auf der Welt abkühlt. Die Windstromausbeute für Deutschland im Januar 2021 war bis auf 2 Phasen, die aber immer wenige Tage dauerten, sehr überschaubar

(Abbildung: Screenshot Agora Energiewende)
Lesen über diese Temperaturentwicklung in Sibirien wird man übrigens nur sehr wenig, denn es passt nicht zur gängigen Meinung, dass es immer wärmer wird. „Our house is on fire“ – at least not in Siberia in January 2021. Die Wärmerekorde aus dem Sommer 2020 waren gute Beispiele für selektive Wahrnehmung und Berichterstattung darüber in Bestform.

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Sun to liquid. Bei Enformer gibt es einen Artikel über den Stand der Forschung bei der Umwandlung von Sonnenenergie zu Flugbenzin inkl. einiger Videos. Zum Weiterlesen, hier entlang.

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Man hört so oft die Forderung nach Systemwechsel durch Klimaaktivsten. Wie innerhalb eines bestehenden Systems interessante Projekte möglich sind, zeigt ein ARD Bericht aus Panama. Dort entstehen Wälder für Generationen als Alternative zur Rinderzucht und das alles in Rahmen einer Marktwirtschaft. How dare they? Den Artikel inkl. Link zum Video gibt es hier.