Unsere Verkitschung der Natur hat fatale Folgen

Axel Bojanowski ist nun Wissenschaftsredakteur bei der WELT. Und er wartet auf mit einem beeindruckenden Artikel: “Unsere Verkitschung der Natur hat fatale Folgen“ (kostenpflichtig). Darin erklärt er, warum wir auf die Corona-Pandemie nicht vorbereitet waren. Wir haben ein verklärtes Bild der Natur, unmittelbare Gefahren werden verdrängt. Und Bojanowski spannt den Bogen zur Klimadebatte. Dort erklären wir das natürliche Gleichgewicht vor 1850 zum erstrebenswerten Idealzustand. Das Gegenteil war der Fall. Daher sind wir auch auf Menschen bedrohende Gefahren nicht eingestellt. Wie bei Corona. Alle wussten, dass es irgendwann passieren wird. Aber alle schwelgten darüber, wie wir in das glückselige Klima vor 1850 zurückkommen können. In der Naturverklärung und der Klimadebatte steckt aber noch mehr: eine gehörige Portion Misanthropismus, der sich für gesellschaftsändernde Politik instrumentalisieren lässt.

Aber die Natur hat die Agenda der Ideologen wieder zurechtgerückt. Der Mensch steht wieder im Mittelpunkt, und für misanthropische Experimente gibt es schlicht kein Geld mehr. Der New Deal, dieses monströse bürokratische Monster, wogegen der sowjetische Gosplan eine schnuckelige Verwaltung war, ist geplatzt. Auf einmal stützen wir Flugzeugunternehmen, Automobilhersteller und Touristikunternehmen. Lernen wir daraus ?

Hier gehts zu Bojanowskis Artikel auf welt.de.

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Der deutsche Wald macht einfach nicht das, was Klimaforscher von ihm verlangen. Er brennt einfach bei Tagestemperaturen von ca. 5-10 Grad und Nachtforst. How dare he?

Aktuelles Beispiel ist Brandenburg an der Havel laut einem Bericht der Berliner Morgenpost hat es dort gebrannt, die Temperaturen lagen zum Brandzeitpunkt bei 2-3 Grad. Der Ort liegt nur 38 Km Luftlinie von Potsdam entfernt. Vielleicht wird der Ort eine neue Wallfahrtsstätte für Klima-Alarmisten, um das Wunder von Waldbrand bei niedrigen Temperaturen zu preisen. Statt einer schwarzen Madonna bietet sich eine schwarze, verkohlte Kiefer an zum Pilgern und Anbeten. Zum Glück ist die Fläche klein und offenbar auch kein Truppenübungsplatz wie bei den beiden größten Bränden in 2019 mit erschwerten Löschbedingungen.

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Greta Thunberg ist nach eigenen Angaben an dem Corona-Virus erkrankt – das berichtet die WELT. Sie habe sich vermutlich auf einer Tour durch Europa angesteckt, schreibt die Aktivistin. Ob die Klima-Demonstrationen zu dem Zeitpunkt eine gute Idee waren, ist mehr als fraglich, das Virus war bereits in Deutschland. Dichte Ansammlungen von vielen Menschen sind perfekt für Übertragungen. Nicht zu vergessen die Anreise zu solchen Events im dicht gefüllten öffentlichen Nahverkehr.

Aus dem Beispiel Fußball-Championsleague Atalanta Bergamo und dem Spiel gegen Valencia am 19.02.2020 ist bekannt, wie das zu einem dramatischen Viren-Hotspot werden konnte, sowohl für Italien als auch Spanien. Das Spiel war eine Art Brandbeschleuniger. Zwei Tage nach dem Spiel, am 21.02.2020 fand in Hamburg eine Fridays For Future (FFF) Demo statt. Die Polizei sprach von 20.000 Teilnehmern, die Organisatoren von 60.000.

Ein großes Problem sind auch die anstehenden Abiturprüfungen in den Bundesländern. Sie werden überall anderes geregelt. Im Nachhinein stellt es sich als ebenfalls nichts hilfreich heraus, dass neben der durch Corona ausgefallenen Zeit auch noch die zahlreichen Freitage durch Teilnahme an Klimastreiks nicht-erteilten Unterricht bedeuten. Eine schwere Aufgabe für Lehrkräfte aber auch später für Universitäten und Ausbildungsbetriebe. Sie müssen von Lücken im Wissen ausgehen. Generation Gap.

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Das sonnige Wetter lässt die Fans erneuerbarer Energie jubeln. Ganz besonders Photovoltaik Anlagen laufen gerade auf Hochtouren – aber leider nur bis zum Sonnenuntergang. Es ist ohnehin ratsam sich mehrere Monatsverläufe anzusehen, statt über Spitzen mit viel Sonne und Wind zu jubeln. Werfen wir also mal einen Blick auf verschiedene Monate in 2019 und stellen fest, dass Kernenergie und konventionelle Kraftwerke nach wie vor unverzichtbar sind. Die Frage nach Backups für die Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, wird von Befürwortern leider nicht beantwortet. Dabei wäre das die drängende Frage, selbst für den jetzt bestehenden Anteil an Erneuerbarer Energie.

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Vietnam stoppt den Export von Reis, um die Versorgung der eigenen Bevölkerung sicherzustellen. Eine Dürre im Süden hatte zu Ernteausfällen geführt. Die Tagesschau meldet:

„Vietnam stoppt seine Reisexporte, um die Nahrungsmittelversorgung der eigenen Bevölkerung sicherzustellen. Grund sei neben der Corona-Pandemie auch eine schwere Dürre im Süden des Landes, teilte die Regierung mit. Ministerpräsident Nguyen Xuan Phuc ordnete zudem an, zusätzliche Reisvorräte aufzukaufen. Der Zoll wies die Dienststellen an, ab sofort keine Reisexporte mehr zu genehmigen. Vietnam ist nach Indien und Thailand der drittgrößte Exporteur von Reis weltweit.“

Erinnern Sie sich noch an bemerkenswerte Wettererklärung zum Thema Heuschrecken in Ostafrika durch die ZDF Meteorologin Katja Horneffer vom 28.02.2020? Dort erklärt sie das Phänomen, dass durch El Nino Ereignisse und den Indischen Ozean Dipol hervorgerufen wird.

Nun wissen Sie auch, was zu den Ernteausfällen in Vietnam geführt hat. Diese wären auch ohne das Corona-Virus passiert. Das Land meldete am 25.03.2020 134 Fälle, keinen Toten.

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US Stromversorger gibt zu, dass er Waldbrände verursacht hat

Kein Funke, kein Feuer, das haben wir bereits im Dezember 2019 in diesem Blog beschrieben und auch ganz besonders die Situation in Kalifornien aufgezeigt. Nun gibt es Klimawissenschaftler wie Professor Stefan Rahmstorf, die schreiben bei Spektrum.de lange Aufsätze darüber, dass der Klimawandel einzig und allein die Schuld an Bränden in Kalifornien trägt.

Vermutlich steht der Potsdamer Klimaforscher auch gerade fassungslos vor seiner Wäschespinne und wundert sich, dass die Wäsche in der Kalenderwoche 13/2020 bei Tagestemperaturen um die 5 Grad viel besser trocknet als in schwül-heißen Sommerwochen. Und möglicherweise wundert er sich über die am Ende der Kalenderwoche 13/2020 in Deutschland erhöhte Waldbrandgefahr bei sehr moderaten Temperaturen, da immer noch eine kalte Nordostströmung herrscht. Das könnte sein Klima/Waldbrand-Verständnis ins Wanken bringen. Oder wird von ihm einfach stumpf nur jedes Ereignis genommen, um es dem Klimawandel zuzuschreiben?

Wälder, selbst trockene, zünden sich nicht von selbst an, daher sind die ganzen Erklärungsversuche von Rahmstorf auch nicht zu Ende gedacht. In Kalifornien waren es die maroden Stromleitungen, die ganz besonders bei starkem Wind und dadurch schwingende und abgerissene Kabel Kurzschlüsse ausgelöst haben.
Das hat man in Kalifornien erkannt und bei Dürre und starken Winden in bestimmten Teilen des Landes den Strom abgestellt. Dieses sorgte dafür, dass sich die Zahl der Brände deutlich reduziert.
Wenn etwas menschengemacht ist, dann doch eher die mangelhafte Wartung von Stromleitungen, die der Auslöser der Brände waren.

Wie marode die Infrastruktur in dem US Bundesstaat ist, kann man an einem Gerichtsverfahren ablesen.
Der SPIEGEL berichtet von dem Prozess, bei dem der Tod von 86 Menschen durch die Brände verhandelt wurde. Die beklagte Energieversorgungsfirma hat sich schuldig bekannt.

„Der US-Energieversorger Pacific Gas and Electric (PG&E) hat wegen der verheerenden Waldbrände in Kalifornien im Jahr 2018 die Verantwortung für den Tod Dutzender Menschen eingeräumt. Der Konzern werde sich in einem Schuldplädoyer bei Gericht dazu bekennen, für die fahrlässige Tötung von 86 Menschen verantwortlich zu sein, teilte das Unternehmen mit. „Unser Gerät hat das Feuer ausgelöst. Das sind die Fakten“, erklärte Unternehmenschef Bill Johnson. PG&E werde eine Strafe in Höhe von rund vier Millionen Dollar zahlen, gab der Konzern in der Mitteilung bekannt. Der Bezirk Butte County hatte das Unternehmen nach tödlichen Bränden in der Ortschaft Paradise verklagt.“