„Unanfechtbar“: Schonungsloser Faktencheck zum BVerfG-Beschluss ab sofort als Taschenbuch erhältlich

Sie erinnern sich sicher noch an den fragwürdigen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zu mehreren gebündelten Klimaklagen. In der Folge wurde die Klimaneutralität in Windeseile um 5 Jahre vorgezogen und CO2-Steuern der kommenden Jahre erhöht. Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning haben die Begründung des Beschlusses detailliert ausgewertet. Die aufrüttelnde Fehleranalyse erschien jetzt bei Langen-Müller als Taschenbuch und ist im Buchhandel ab sofort erhältlich. Bestellbar ist das Buch zum Beispiel im Shop von Tichys Einblick, bei Thalia und beim JF Buchdienst. Bei Amazon ist es gerade ausverkauft (Stand 22.7.2021 abends), kommt aber sicher bald wieder ein. Preis: € 10,00.

Buchbeschreibung:

Unanfechtbar?
Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz im Faktencheck

Im März 2021 hat das Bundesverfassungsgericht das Klimaschutzgesetz für verfassungswidrig erklärt und der Politik aufgetragen, die CO2-Reduktion über 2030 hinaus bis 2050 bereits jetzt zu regeln. Die Konsequenzen werden zu einem Klima-Lockdown führen und das soziale Gefüge Deutschlands auseinanderreißen. Das Gericht ignoriert dabei den mit hohen Unsicherheiten behafteten wissenschaftlichen Diskussionsstand und erweckt fälschlicherweise den Eindruck einer alternativlosen Gefahrenlage. Dieses Buch will zu einer faktenorientierten Diskussion des Urteils beitragen und prüft die Argumentation auf fachliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Plausibilität. Die Autoren belegen mit einer Fülle von Quellenverweisen eindrucksvoll, auf welchen fehlerhaften Annahmen dieser folgenschwere Beschluss beruht.

Und falls jemand das Video zum Fall noch nicht kennt, hier ist es:

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Brasilien bzw. Teile des Landes leiden unter Kälte. Das wird Auswirkungen auf die Kaffeepreise haben, meint ein Artikel bei Bloomberg. Offenbar rechnet der Autor des Artikels mit weiteren La Niña-Ereignissen im Herbst 2021. Vielleicht liegen er bzw. das U.S. Climate Prediction Center besser als das PIK, das sich Ende 2019 sehr sicher war, dass wir Ende 2020 eine El Niño Lage haben werden. Es kam aber ganz anders.

“The odds for La Nina’s return are at 45% between August and October, 55% from September to November and 62% from October to December, according to the U.S. Climate Prediction Center. There’s little cushion — the U.S. Department of Agriculture sees inventories in Brazil ending the season at the lowest level in data going back to 1960 and U.S. green-coffee stockpiles are down 18% from a year ago.

With all the upheaval, a La Nina’s return “would likely inject new impetus to prices,” said Hernando de la Roche, senior vice president for StoneX Financial Inc.”

Dazu passt ein Tweet vom US-Atmosphären Wissenschaftler Ryan Maue.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Anna Veronika Wendland äußert sich zur CO2-neutralen Industriegesellschaft auf dem Blog Politische Ökonomie, der vom SPD-Wirtschaftsforum betrieben wird. Zum Artikel geht es hier entlang.

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Der Stern interpretiert mehr regen-messende Wetterstationen mit mehr Starkregenereignissen. Jörg Kachelmann macht auf Twitter das Blatt dezent auf diesen Fehlschluss aufmerksam. Der Stern hat die besagte Grafik mittlerweile offline genommen, zum Thema Hochwasser musste vermutlich schnell etwas aus dem Hut gezaubert werden. Das ist halt die große Gefahr, wenn man den Journalismus verlässt und auf Aktivismus als Geschäftsmodell setzt.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Uihh, das ging aber schnell. Nach einigen Pannen in Sachen Kommunikation und Klimapolitik hat der Kanzlerkandidat der CDU/CSU Armin Laschet schnell reagiert und sich einen internationalen Experten ins Team geholt. Weiterlesen in der Welt.

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Informationen zum Thema Wasserstoff in der Energiewende gibt es hier. Es ist wohltuend, wenn Themen sehr nüchtern betrachtet werden wie hier, mit allen Aspekten.

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Einigung im Streit zwischen Deutschland und den USA in Sachen Nordstream 2. Weiterlesen bei der Tagessschau.

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Im Kampf ums Klima darf man auch mal die Verbreitung von Zeitungen verhindern, finden Aktivisten. Eine Richterin sieht das anders. Zur Meldung geht es hier.

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“Klimaschutz ist eine riesige Chance für unsere Gesundheit”, meint im Interview mit dem Deutschlandfunk die Medizinerin Sabine Garbysch. Ganz so weit wie Eckhard von Hirschhausen, der ab 41 Grad Temperatur eine Zersetzung der menschlichen Gehirne befürchtet, geht Sabine Garbysch allerdings nicht:

“Die Hitze als Folge des Klimawandels habe die größte Auswirkung auf die Gesundheit, sagte Gabrysch und betonte die extreme Belastung für das menschliche Herz-Kreislauf-System. „Das kann bis zum Hitzschlag gehen und erhöhter Sterblichkeit, aber auch einfach, dass man nachts schlechter schläft.“ Die Behandlung der Klimakrise müsse sehr bald zu einer zentralen Aufgabe des Gesundheitssystems werden, forderte die Wissenschaftlerin. Beispielsweise sei die Erarbeitung flächendeckender Hitzeaktionspläne dringend notwendig.”

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Alternative Antriebe 2030: Strom wie 33 Millionen Haushalte. Ein interessanter Artikel bei Autohaus.de, der sich mit dem Energiebedarf bei E-Autos befasst. Zum Artikel bitte hier klicken.

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Ein digitaler Waldbrandatlas soll helfen, zukünftige Brände zu verhindern bzw. Deren Bekämpfung zu verbessern. Weiterlesen hier.

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Welche Art der Landwirtschaft sollten die Menschen in Zukunft betreiben? Roland Knauer legt in einem Artikel bei Spektrum der Wissenschaft dar, dass wir sowohl konventionelle als auch biologische Anbaumethoden brauchen und in erster Linie mehr Flächen, um die wachsende Menschheit zu ernähren.

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Plastikabfall ist ein großes Problem, er gelangt in großen Mengen ins Meer. Offenbar hat die Coronazeit die Zahl an Plastikmüll aber noch einmal gesteigert. Einen entsprechenden Artikel gibt es hier.

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Eine Videoempfehlung: Anfang 2020 hielten die Professoren Holler und Gauckel einen Vortrag zum Thema “Erneuerbare Energien in Deutschland auf 100%?”. Auch für Laien sind die Ausführungen der beiden sehr gut nachvollziehbar. Die Experten kommen zu interessanten Erkenntnissen, was zum Beispiel Flächenbedarf und deren Grenzen angeht. Das Thema Speicher wurde in dem Vortrag noch gar nicht angesprochen. Ebenso wird die Kernenergie komplett außen vorgelassen – die Beiden werden wissen warum.

(Abbildung: Screenshot YouTube)

Zum Video bitte hier klicken. Das Buch (”Erneuerbare Energien ohne heiße Luft“) der beiden Wissenschaftler gibt es bei Amazon.

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Leserpost:

Willkommen im Club der Schuldzuweiser

Noch eine kleine Nachbetrachtung zur Sendung „Lanz“ am 20.07.2021 (ZDF-Mediathek) oder als Bericht im Rahmen der Themenabende des ZDF zur Unwetterkatastrophe. Beim Versuch die Flutkatastrophe als Folge des Klimawandels zuzuordnen, stach ein Gast besonders hervor: Dirk Steffens. In seinem Eingangsplädoyer gab er sehr emotional Angela Merkel und Armin Laschet durch ihr politisch verhinderndes Verhalten die Schuld an der Katastrophe und dem Klimawandel. Damit wiederholt er sinnhaft die Aussage von Oliver Krischer. Wohl wissend, dass eigentlich in 2020 die CO2-Ziele von Deutschland, also von uns Allen, erreicht wurden.

In der Sendung „Lanz“ am 21.07.2021 war dann natürlich die Klimaaktivistin Luisa Neubauer mit von der Partie.(ZDF-Mediathek) oder als Bericht. Auch Frau Neubauer ist anscheinend dem Club der o. a. Schuldzuweiser beigetreten. Was wäre das für ein großes Signal gewesen, wenn sie einen Aufruf an FFF organisiert hätte, gemeinsam im Katastrophengebiet eine Hilfsaktion zu starten, anstatt zum neuerlichen konspirativen Hüpfen aufzufordern. Aber warum sind die Herrschaften eigentlich alle so nervös? Es liegen noch fast 25 Jahre Gestaltungszeit vor uns, um ca. 1,8 % zur Reduktion des weltweiten CO2-Ausstoßes beizutragen. Keiner in den Talkrunden hatte auch nur ansatzweise einen Gedanken daran verschwendet, ob und wie die restlichen 98,2 % des anthropogen erzeugten CO2-Ausstoß reduziert werden, damit zukünftig  Naturkatastrophen dieser Art bei uns nicht mehr stattfinden können.

Wie wohltuend waren da die sachliche Betrachtung der Bauingenieurin Lamia Messari-Becker und ihre Kernaussage: „Wir müssen mit der Natur bauen, nicht gegen die Natur.“ Frau Messari-Becker fiel schon in einem Interview mit dem Heute-Journal-Moderator Klaus Kleber positiv auf, in dem sie ihm auf die gestellten Fragen Antworten gab, die dem Moderator merklich nicht ins Klimakonzept passten. Schon 1933 wusste Erich Kästner: „Rings in den Wasserköpfen steigt die Flut. Und Ebbe wird es im Gehirn der Klugen“ (Auszug aus Große Zeiten). Oder an anderer Stelle: „Es ist besser Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, dass die Flut allmählich Vernunft annimmt.“ Denken wir also sachlich ein wenig darüber nach, wie wir uns zukünftig vor dem Klima schützen können, denn ohne dies wären alle Maßnahmen zum Klimaschutz überflüssig.

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In eigener Sache: Die Arbeiten zur nächsten Klimaschau-Staffel mit 11 neuen Folgen befinden sich in der heißen Phase. Wenn alles klappt, geht #52 am Sonntag um 13:00 Uhr online. Zwischenzeitlich konnte die Klimanachrichtensendung ihr 50. Jubiläum feiern. Und soeben konnte der 4500. Abonnent begrüßt werden. Allen Zuschauern vielen Dank für Ihr Interesse an der Sendung!