Trotz Klimawandel: Gemüseernte in Deutschland 2019 fiel deutlich besser aus als in 2018

Eine Nachricht, die nicht zum Narrativ vieler Klima-Alarmisten passen dürfte. Die Gemüseernte in Deutschland 2019 fiel deutlich besser aus als in 2018 und war auch im Vergleich zum Durchschnitt 2013 – 2018 fast 10% besser, während die Fläche nicht im gleichen Maße wuchs. Diese legt von 2013 – 2018 lediglich um 6% zu.

Vielleicht hat der eine oder andere noch die Bilder und vor allem die Berichte aus dem Sommer 2019 vor Augen, dass es immer schlimmer wird und einige Stationen Rekordwerte bei den Temperaturen zeigten während gleichzeitig die Wälder brannten, weil der Klimawandel im vollen Gange ist. Nun, es lohnt sich immer genauer hinzusehen. Zu den Waldbränden und Klima in Deutschland ist ja bereits hier berichtet worden, inkl. Tweets von Experten wie Professor Volker Quaschning, der partout nicht verstehen kann, dass Dürre und nicht die Temperatur ausschlaggebend für Waldbrände ist. Er steht aber in guter Verbindung zur Professor Stefan Rahmstorf, der die Urban Legend von der Glasscherbe verbreitete, die einen Waldbrand verursachen kann. Das ist natürlich falsch, er hätte nur seine Hauspostille Spektrum befragen müssen. Genauso falsch wie das Erwecken des Eindrucks, dass hohe Temperaturen automatisch zu Waldbränden führen. Wälder zünden sich nicht von selbst an, kein Funke, kein Feuer.

Aber auch die gute Gemüseernte 2019 zeigt sehr gut, dass wir nicht alle verdammt sind und die Landwirte nicht anfangen müssen Bananen oder Passionsfrüchte in Deutschland anzupflanzen. Möglicherweise spielt auch CO2 als Dünger für Pflanzen neben den klimatischen Bedingungen eine Rolle. Aber auch hier gilt, es darf nicht sein, was nicht sein soll. Immer schön zu sehen, dass die Realität dann die Klimafakten schlägt und das Gemüse in 2019 einfach nicht das gemacht hat, was man von ihm erwartet hat, trotz Klimawandel. CO2 hat halt das Image toxisch zu sein, das wird das Spurengas auch nicht so schnell los, trotz guter Tomatenernte.

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Die Treibhausgasemissionen in Deutschland gingen 2019 um 6,3% zurück. Das Bundesumweltministerium berichtet über die vorläufigen Zahlen für 2019. Gegenüber 1990 ist das ein Rückgang um 35,7%. Die größte Minderung hat die Energiewirtschaft mit einem Rückgang um 16,7% in 2019. Als Grund nennt das Ministerium die Erneuerbaren Energien, die Abschaltung erster Kohlekraftwerke und den Umstieg auf Gas bei der Stromerzeugung.

Die Lobby der Erneuerbaren Energien steckt bei solchen Zahlen in einem gewissen Dilemma, denn einerseits werden windstarke Zeiten wie im Februar oder im März in täglichen Meldungen gefeiert, so wie kürzlich am 15.03.2020 als 73,3% des Stroms aus Erneuerbaren Energien kamen, andererseits bedeutet dieser Erfolg aber auch, dass Deutschland seinem Ziel nach dem Pariser Abkommen von Reduzierung um 40% gegenüber 1990 immer näher kommt und der Ruf nach zum Beispiel immer mehr Windkraftanlagen (WKA) dann ein gewisses Argumentationsproblem hat.

Ganz abgesehen davon, dass jede WKA eine Schattenkapazität benötigt. Wir haben immer noch keine oder nur minimale Speicher, und so sind Backups der einzige Weg bei Dunkelflaute. 100% Erneuerbare Energien bedeuten eben auch 100% Backup dafür. Es sei an dieser Stelle noch mal an den Vortrag von Professor Sinn „Wie retten wir das Klima und wie nicht“ erinnert. Netze speichern keinen Strom, auch wenn Politikerinnen das so darstellen, und eine Grundlast bekommt man auch nicht weggelächelt, wenn man diesen Begriff einfach zur Vergangenheit erklärt.

Daher werden solche Meldungen, die eigentlich Erfolgsmeldungen sind, von Klima-Aktivisten auch nicht beachtet, was aber zu deren Agenda gehört und im Artikel „Die lange Geschichte des Öko-Pessimismus“ beschrieben wird. Wir werden daher eher hören, dass die CO2-Emissionen weltweit steigen, was nach dem Pariser Abkommen auch kein Wunder ist und, dass die Anstrengungen noch lange nicht reichen. Die Frage ist nur, welche Anstrengungen und wo.

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Der Winter in Mittel- und Nordeuropa war recht warm. Woran liegt das? Das norwegische Zentrum für Klimaforschung CICERO erklärt es in einem Beitrag vom 6. Januar 2020:

Unseasonal temperatures for Norway

The unusual warm temperatures this winter and forecasts indicating milder winter conditions for January, February and March in Europe are partly due to an atmospheric circulation pattern called the North Atlantic Oscillation, or NAO. This atmospheric circulation pattern explains well the weather we get in Europe, especially in winter.

As explained in a CICERO-article from November 2019, seasonal forecast models are sometimes able to correctly forecast the phase of the NAO. 6 different seasonal forecast models are run at the beginning of each month by their respective weather centres from around the globe. The October simulations gave us a hint that we might get a positive phase of the North Atlantic Oscillation for November, December and January. The signal was quite strong, and 4 out of the 6 models were clearly in that direction, while 2 suggested normal winter conditions. The November simulations gave similar results, the majority of the models showed a positive NAO for December, January and February. Experts were a bit puzzled, as at the same time the snow cover over Siberia was already quite extensive, and the Arctic was very warm, two things that usually suggest a cold winter for Europe.

And then came the December simulations, the most recent ones, where all six models hinted to a positive NAO for January, February and March, and therefore milder conditions than normal for northern Europe in particular.

Weiterlesen auf CICERO.

Ein ausgezeichneter Beitrag, der auch für Mitteleuropa gilt. Wer es noch nicht weiß: Die NAO (Nordatlantische Oszillation) steuert die Wintertemperatur in Nord- und Mitteleuropa. Positive NAO bringt warme Winter, negative NAO bringt kalte Winter. Bitte merken!

Nun werden einige von Ihnen fragen, was ist diese NAO eigentlich? Nun ja, das ist der Luftdruckunterschied zwischen Island und Azoren. Wenn der Unterschied groß ist (ausgeprägtes Tief und ausgeprägtes Hoch), dann ist die NAO positiv (NAO+). Wenn Tief und Hoch etwas mager ausfallen, der Unterschied also geringer ist, dann ist die NAO negativ. So einfach ist das.

Warum ist das wichtig? Dieser Druckunterschied drückt die Westwinde mal etwas mehr nach Norden oder nach Süden. Bei einer NAO+ liegt der Westwindgürtel weiter nördlich und trifft auf Mitteleuropa. Dort landet dann die Feuchtigkeit (nasser Februar 2020, erinnert sich jemand?) und die relative Wärme des Atlantiks. Bei einer negativen NAO (NAO-) wehen die Westwinde weiter südlich und laden ihre Feuchtigkeit als Regen in Portugal und Spanien ab.

Wer es genauer wissen will, dem sei die NAO-Webseite des britischen MetOffice empfohlen. Wir erlauben uns, die beiden wichtigsten Graphiken der Webseite hier wiederzugeben:

NAO+

Und so sieht es bei NAO- aus:

Und nun wollen Sie natürlich noch wissen, wo man den aktuellen NAO-Stand überprüfen kann. Dazu googlen Sie einfach NAO und NOAA (schönes Wortspiel) oder klicken auf dieser NOAA-Seite. Dort kann man die letzten Monate der NAO hochauflösend nachvollziehen. Außerdem gibt es für die kommenden 2 Wochen eine Prognose.

Wir sehen: In der Tat, die NAO war im Winter meist positiv. Die Prognosen für die kommenden 2 Wochen sind nicht einheitlich. Pech gehabt. Aber wenn alle Modelle mal im Winter krass nach unten zeigen, müssen Sie dringend Streusalz kaufen. Da haben Sie dann immer noch 1-2 Wochen Vorsprung vor Ihren Nachbarn. Wer die NAO versteht, kommt besser im Leben und im Klimawandellabyrinth zurecht. Abschließend erlauben wir uns die Frage: Warum kann uns der Deutsche Wetterdienst solche Zusammenhänge nicht erklären?

Quelle: NOAA

Bleiben Sie gesund!