Meereisbedeckung der Ostsee war während der letzten 500 Jahre an die Sonnenaktivität gekoppelt

In einer neuen Studie gingen Leal-Silva und Velasco Herrara von der Universidad Nacional Autónoma de México in Mexico City der Frage nach, durch welche Prozesse die Meereisentwicklung in der Ostsee gesteuert wird. In einigen Jahren war die Ostsee stark zugefroren, in anderen wiederum blieb das Wasser in vielen Bereichen eisfrei. Was könnte der kontrollierende Mechanismus für diese Variabilität sein? Und die beiden Forscher wurden fündig. In ihrer im November 2012 im Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics erscheinenden Arbeit machten sie die Sonne als wichtige Einflussgröße aus. Die Wissenschaftler schreiben in der Zusammenfassung ihrer Arbeit: Die Sonne ist die wichtigste Energiequelle für das … weiter lesen

Nacheiszeitliche Temperaturen der antarktischen Halbinsel lagen 7000 Jahre lang auf dem heutigen Niveau

Immer wenn in der Antarktis ein Stück Eis abbricht, wird das Ereignis in den Medien als Zeichen eines gefährlichen, unnatürlichen Klimawandels bejubelt. Dass schon immer Eis von den antarktischen Inlandsgletscher abkalbte, scheinen die Kommentatoren zu verdrängen. Auch die Unterscheidung zwischen der Antarktischen Halbinsel (im Prinzip lediglich einer Verlängerung Südamerikas), der West-Antarktis und der Ost-Antarktis scheint vielen Probleme zu bereiten. So nimmt der ostantarktische Eispanzer derzeit sogar zu. Und das antarktische Meereis als Gesamtheit betrachtet, ist dieses Jahr auf ein rekordverdächtiges Niveau angewachsen (siehe unser Blogartikel „“Noch nie” besaß das antarktische Meereis eine so große Ausdehnung am 267. Tag des Jahres wie 2012„). Schmelz-Berichte über die … weiter lesen

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Zu viel Rückenwind? Arktischer Meereisrekord auf dem Prüfstand

Mitte September 2012 war die arktische Eisbedeckung stark zurückgegangen. Dabei handelte es sich um die geringste Eisausdehnung der vergangenen gut 30 Jahre. Systematische Eisvermessungen per Satellit begannen in der Arktis erst um 1979, so dass der Bezugszeitraum für aufgeregte Meldungen à la „Schmelzrekord in der Arktis – Noch nie gab es so wenig Eis“ etwas dürftig ist. Schauen wir uns einmal kurz an, wie es zu dem „neuen Rekord“ eigentlich kam. Bis Anfang August 2012 entwickelte sich die arktische Eisausdehnung durchaus im gängigen Rahmen der letzten Jahre. Dann fiel die Kurve auf einmal steil ab (Abbildung 1). Irgendetwas hat plötzlich … weiter lesen

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Wer hätte das gedacht: Gletscher in Montana schmolzen in den 1930er und 40er Jahren bis zu 6 mal schneller ab als heute

Alles wird immer schlimmer, schneller und katastrophaler. Die Erde steht kurz vor dem klimatischen Superkollaps. Wir befinden uns in einer Zeit der klimatischen Extrema, wie es sie noch nie gegeben hat. Das alles wollen uns jedenfalls die bekannten Expert weismachen. Aber wehe dem, der auf die seltsame Idee kommt, die diversen Katastrophenthesen zu überprüfen. Wenn dabei dann nicht das gewünschte Ergebnis herauskommt, ist es Pseudowissenschaft und Rosinenpickerei. Seien wir daher heute einmal unvernüftig und überprüfen die These, dass die Gebirgsgletscher momentan so schnell schrumpfen wie noch nie zuvor. Hierzu schauen wir in die neue Ausgabe der Quaternary Science Reviews vom 15. Oktober 2012, in der … weiter lesen

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„Noch nie“ besaß das antarktische Meereis eine so große Ausdehnung am 267. Tag des Jahres wie 2012

UPDATE 3.10.2012: Der 23. antarktische Tagesrekord (siehe sunshine hours blog) UPDATE 30.9.2012: Der all-time-record ist gefallen: Im Jahr 2012 hat das antarktische Meereis seine größte Ausdehnung der gesamten Satellitenära ereicht (siehe WUWT). UPDATE 29.9.2012: Der all-time-record ist jetzt fast geknackt (siehe the air vent). ——————————————————————————————- In den letzten Wochen berichteten einschlägige Medien aufgeregt über einen neuen Schmelzrekord des arktischen Meereises (siehe unsere Blogartikel „Arktisches Meer 2013 eisfrei? Shell unterbricht 2012 Arktis-Bohrung wegen zuviel Meereis“ und „Noch nie wurde eine sprachliche Nachschulung so dringend benötigt wie heute: Journalistische Panne bei der Berichterstattung zum arktischen Meereis„). Während über die Arktis ausführlich geschrieben … weiter lesen

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Noch nie wurde eine sprachliche Nachschulung so dringend benötigt wie heute: Journalistische Panne bei der Berichterstattung zum arktischen Meereis

Noch nie wäre das arktische Meereis so sehr geschrumpft wie in diesem Jahr, tönt es uns aus vielerlei Medien entgegen (z.B. Die Zeit, BZ, Stern, Klimaretter). Müssen wir uns jetzt also doch richtig große Sorgen machen? Hat es sich die reichlich verspätete Klimakatastrophe nun vielleicht doch anders überlegt und schlägt jetzt mit voller Wucht zu? Ein schönes Verwirrspiel, das sich hier einige Journalisten erlauben. Wer sich in der Materie ein wenig auskennt, lehnt sich genüsslich zurück und fragt sich, wann die Leute es wohl endlich merken, was da für ein seltsames Spiel mit ihnen getrieben wird. Das Wort „nie“ hat … weiter lesen

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Arktisches Meer 2013 eisfrei? Shell unterbricht 2012 Arktis-Bohrung wegen zuviel Meereis

Wenn man in den letzten Wochen und Monaten Zeitung gelesen hat, musste man schon fast den Eindruck gewinnen, die letzte Stunde des arktischen Meereises hätte geschlagen. Allerorten wurde der neuer Eisschrumpf-Rekord lauthals bejubelt. Das arme Eis, die armen Eisbären. Nun ja, der letzte Rekord ist jetzt fünf Jahre her und einen richtig großen Sprung hat das Eis in der Zeit nicht gerade gemacht. Das wird besonders Wieslaw Maslowski von der Naval Postgraduate School im kalifornischen Monterey geärgert haben, der 2007 anlässlich der letzten arktischen Rekord-Meereisschmelze die Prognose gewagt hatte, dass bis 2013 der gesamte arktische Ozean eisfrei wäre. Diese Vorhersage … weiter lesen

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Historiker Wolfgang Behringer: Abgasreduktion auch ohne Klimahysterie eine gute Idee

Der Historiker Prof. Dr. Wolfgang Behringer lehrt Frühe Neuzeit an der Uni Saarbrücken. Einige werden ihn auch als Autor des 2007 erschienen  Buches „Kulturgeschichte des Klimas“ kennen. Hierin hat er sich mit Kritik am Weltklimarat und Klimaalarmismus weitgehend zurückgehalten und lieber Fakten sprechen lassen. Die hysterische Berichterstattung zum sommerlichen Schmelzhöhepunkt des arktischen Meereises hin vielen Medien hat Behringer jedoch kürzlich offenbar so irritiert, dass er sich am 3. September 2012 auf Welt Online und in gewohnt besonnener Art den Kontext der Ereignisse in eindrucksvoller Weise in Erinnerung rief:

Mittlerweile haben wir uns an die Konjunkturen des Weltuntergangs gewöhnt. Wenn der Winter eisig ist oder der Sommer kühl und verregnet, dann gehen die Klima-Alarmisten in Deckung. Erst im Hochsommer, mit Beginn der Waldbrände im Mittelmeerraum und dem Anbruch der Hurrikan-Saison in der Karibik fühlen sie sich wieder zu volkspädagogischen Aktivitäten ermuntert.

Kommt der alljährliche Bericht über die sommerliche Eisschmelze in der Arktis heraus, gibt es kein Halten mehr. Nach dem Hurrikan „Katrina“ hieß es, jedes Jahr werde es jetzt mehr und größere tropische Wirbelstürme geben. Die globale Erwärmung führe zu einer zunehmenden Erhitzung der Ozeane, dies bilde den Motor für immer stärkere Wirbelstürme, das sei nur logisch.

Dummerweise folgte die Natur dieser Logik nicht, „Katrina“ blieb in seiner Vernichtungskraft einmalig, wohl nicht zuletzt aufgrund der Dammbrüche in New Orleans. Wenn man eine Stadt aber vier Meter unter dem Meeresspiegel baut, dann darf man mit entsprechenden Katastrophen rechnen. Bereits in einem Blues aus den 1920er-Jahren hieß es: „When the levee breaks…“.

Entgegen den Weltuntergangsszenarien gab es seit 2007 immer weniger Hurrikans. Jetzt hieß es etwas vorsichtiger, in Zukunft werde es vermutlich weniger tropische Wirbelstürme geben, doch diese fielen dafür besonders schlimm aus. Ein interessantes Argumentationsmuster: Die Prognose war falsch, aber wir haben trotzdem recht.

Meldungen dienen zum Füllen des Sommerlochs

Nun ist wieder die Eisschmelze dran. Nie sei sie so bedrohlich gewesen wie in diesem Jahr, heißt es wie in jedem der vergangenen Jahre. Und die Meldung dient zusammen mit unkritischen Kommentaren in vielen Medien zum Füllen des Sommerlochs. Zutreffend ist die Feststellung allerdings nur für die Zeit der Satellitenmessungen, also seit 1979. Für die Zeit vorher fehlen die Daten.

Etwas mehr als dreißig Jahre sind fast ein halbes Menschenleben, doch in der Erdgeschichte ist dies nicht einmal ein Wimpernschlag. Hier wechselten sich Zeiten, in denen die Erde ein völlig vereister „Schneeball“ (Snowball Earth) war mit solchen ab, in denen es keinerlei Eis an den Polen oder auf den Hochgebirgen gab.

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Luftbilder-Fund im Keller des dänischen Katasteramts: Rapide grönländische Gletscherschmelze in den 1930er Jahren

Ab und zu liest man in der Zeitung über wertvolle Gemälde, teure Münzsammlungen oder geheimnisvolle Tagebücher, die jemand auf dem Dachboden seiner Großmutter gefunden hat. Was für Glückspilze! Meistens jedoch lagern in den staubigen Dachkämmerchen und den feuchten Kellerkatakomben nur große Mengen Sperrmüll. Schnell noch etwas Neues dazu geschmissen und ruckzuck wieder raus. Aber spätestens zum Umzug muss man sich dann an die quälende Aufgabe machen und die wenigen wirklich brauchbaren und wichtigen Dinge aus dem Wust retten. Der Rest wird dann im Container abgefahren und zu Fernwärme verarbeitet.

Ähnlich ging es wohl vor einiger Zeit dem Chef des nationalen dänischen Vermessungs- und Katasteramtes. Er schickte seine Mitarbeiter in den Keller eines Schlosses bei Kopenhagen, wo noch größere Mengen von Unterlagen der Behörde die Räume blockierte. Bei dieser Entrümpelungsaktion machten die Kartographen einen interessanten Fund. Ein lange vergessener Glasplatten-Stapel mit Luftbildaufnahmen aus Südost-Grönland erweckte ihr Interesse. Die Aufnahmen wurden in den Jahren 1932-1933 im Rahmen der siebten Thule-Expedition aus einem Wasserflugzeug aus geschossen. Geleitet wurde die Expedition vom grönländisch-dänischen Polarforscher und Ethnologen Knud Rasmussen. Damals stritten Dänemark und Norwegen um Ostgrönland, wozu detailliertes Kartenmaterial benötigt wurde. Die Luftbilder wurden damals aus diesem Grund als militärische Verschlusssache eingestuft, so dass sie nicht veröffentlicht werden konnten.

Nach der kürzlichen Wiederentdeckung der Bilder gelangten diese zum Naturkundemuseum der Universität Kopenhagen. Der Doktorand Anders Bjørk war über den Datenschatz hocherfreut, da er ihm ermöglichte, anhand der Bilder das Schrumpfen und Wachsen der Gletscher in Ostgrönland für die letzten 80 Jahre detailliert zu rekonstruieren. Die traditionellen Gletscherrekonstruktionen basieren lediglich auf Satellitendaten, welche aber erst seit den 1970er Jahren existieren. Die Luftbilder aus den 1930er Jahren verlängerten nun den dokumentierten Zeitraum erheblich. Für Grönland ist es das erste Mal, dass eine Gletscherstudie so weit zurückreicht.

Zusammen mit dänischen und US-amerikanischen Kollegen, wertete Bjørk die Bilder detailliert aus. Dabei stießen sie auf ganz unerwartete Dinge. Die Forschergruppe veröffentlichte ihre Ergebnisse Ende Mai 2012 im Fachmagazin Nature Geoscience.

Entlang eines 600 km langen Küstenstreifens untersuchten die Wissenschaftler insgesamt 132 Gletscher. Die zeitliche Veränderung der Gletscherstirn kartierten sie anhand der Bilder der 7. Thule Expedition, ergänzt durch Luftbilder des US-amerikanischen Militärs aus dem Zweiten Weltkrieg sowie Satellitenaufnahmen. Anders Bjørck und seine Kollegen fanden, dass sich auch in den 1930er Jahren die ostgrönländischen Gletscher stark zurückzogen, mit ähnlichen Abschmelzraten wie heute. Damals herrschten in Grönland zudem ähnlich hohe Temperaturen wie heute (Abbildung 1). Damals stiegen die Temperaturen in Grönland um 2 Grad Celsius pro Dekade, in einer Zeit als die CO2-Emissionen nur ein Viertel des heutigen Wertes betrugen. 

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Klimakatastrophe macht wohl einen Bogen um die Antarktis

Die Antarktis ist eines der letzten großen Geheimnisse dieser Erde. Der Zugang in diese eisige Welt ist mit logistischen Hürden gespickt und die klimatischen Bedingungen in der Region sind extrem. Und die Bedingungen werden immer extremer, was jedoch die wenigsten wissen. In dieser kleinen Übersicht wollen wir uns um die wichtigsten Veränderungen am südlichen Ende unserer Erde kümmern. Wie haben sich Temperaturen, Meereis, Eisschild und Schelfeis in den letzten Jahrzehnten verändert? 

Es ist kälter geworden! 

Nahezu die gesamte Antarktis ist innerhalb der vergangenen 30 Jahre kälter geworden. Die einzige wesentliche Ausnahme ist die Antarktische Halbinsel (siehe auch Artikel von Klaus-Eckard Puls auf EIKE). Die Abkühlung kann man zum Beispiel anhand der längsten, ununterbrochenen antarktischen Temperatur-Reihe nachvollziehen, die auf der Amundsen-Scott-Station am Südpol seit 1957 erhoben wurde (Abbildung 1). Auch die deutsche Neumayer-Station hat nun 30 Jahre lang Daten gesammelt. Resultat: Es wurde kälter. Und was sagte das Alfred-Wegener-Institut dazu? 

„Ein Ergebnis der Langzeitforschung: An der Neumayer-Station ist es in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht wärmer geworden.“

So kann man es natürlich auch ausdrücken. 

Hören und sehen Sie aber dazu auch Heinrich Miller vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven in einem Interview aus dem Dezember 2011: 

Warum macht die antarktische Halbinsel eigentlich eine Ausnahme? Sie ist im Prinzip eine Verlängerung Südamerikas, dessen Klima bis auf die antarktische Halbinsel ausstrahlt. Insgesamt hat dies jedoch kaum eine Bedeutung für den antarktischen Durchschnitt, denn die Antarktische Halbinsel nimmt kaum 1% der antarktischen Gesamtfläche ein. Trotzdem wird gerne von der Halbinsel berichtet. Sie ist einfacher zu erreichen und ist immer für schaurige Nachrichten gut. AWI-Forscher berichteten jetzt, dass die Tiere hier aufgrund der Erwärmung unter „Umweltstress“ leiden würden. 

 

Abbildung 1: Abkühlungs-Trend der Amundsen-Scott-Station am Südpol 1957-2008 (Quelle: Ken Gregory).

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Hamburger Max-Planck-Institut mit fragwürdiger Beweisführung zum arktischen Meereis

Hinter uns liegt das wärmste Jahrzehnt seit mehreren Jahrhunderten. Seit dem Ende der Kleinen Eiszeit 1850 ist die globale Durchschnittstemperatur um fast ein Grad angestiegen. Wir befinden uns in der sogenannten Modernen Wärmeperiode, einer zyklisch wiederkehrenden Wärmephase die sich zuletzt als Mittelalterliche Wärmeperiode vor 1000 Jahren mit ähnlich hohen Temperaturen auf der Erde bemerkbar gemacht hat.

Welche Bedeutung könnte die beobachtete Erwärmung nun für das Meereis im Arktischen Ozean gehabt haben? Richtig, es schmolz natürlich kräftig, so dass sich die Ausdehnung des Meereises im Verlauf der Jahrzehnte und Jahrhunderte verringerte. Interessant dabei ist, dass der Rückgang bereits lange vor dem industriellen Eintrag von anthropogenem CO2 einsetzte, nämlich bereits Anfang des 19. Jahrhunderts (Abbildung 1). Wichtig ist daher die Beobachtung, dass das arktische Meereisschrumpfen seit seinen Anfängen von einem langfristigen Anstieg der Sonnenaktivität begleitet worden ist (Abbildung 2).

Entgegen der landläufigen Meinung ist ein eisarmes Nordpolarmeer keinesfalls ein noch nie dagewesenes Phänomen der Menschheitsgeschichte. Bereits zur Zeit der Mittelalterlichen Wärmeperiode war das Eis des arktischen Ozeans stark dezimiert. Die reiselustigen Wikinger nutzten die gute Schiffbarkeit des Nordmeeres aus und besiedelten zu dieser Zeit Island und Grönland. Erst im Übergang zur Kleinen Eiszeit fror das arktische Meer wieder großflächiger zu, so dass die Versorgungsfahrten vom europäischen Kontinent immer beschwerlicher wurden und die arktischen Siedlungen schließlich aufgegeben mussten. Und auch hier wieder der Bezug zur Sonne: Die Abkühlung und das Zufrieren ging mit einer deutlichen Abnahme der Sonnenaktivität einher.

Abbildung 1: Rückgang der arktischen Meereisbedeckung seit 1700 (Abbildung nach Polyak et al. 2010). 

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Nicht Wärme sondern Schrotflinten sind die größten Feinde der Eisbären

Passend zum Welttag des Eisbären im Februar 2012 gab der World Wide Fund for Nature (WWF) eine zutiefst bedrohliche Überlebensprognose für diese Tierart ab, über die die Salzburger Nachrichten in dramatischer Werise berichtete:

„Die Eisbären in der Arktis geraten immer mehr in Bedrängnis. Bis 2050 werden die Bestände um zwei Drittel zurückgegangen sein. […] Ursache ist laut WWF der Klimawandel. Derzeit gibt es laut WWF noch maximal 25.000 Eisbären, die akut vom Temperaturanstieg bedroht sind. In der Arktis macht sich der Umweltorganisation zufolge der Klimawandel am deutlichsten bemerkbar. In den vergangenen 100 Jahren sei die Durchschnittstemperatur in der Arktis um rund fünf Grad gestiegen. Die Fläche des für die Eisbären so wichtigen Packeises sei seit 1985 um sechs Prozent zurückgegangen. Es schmilzt im Frühling früher und kehrt im Herbst später zurück. Dadurch müssen die Tiere länger am Festland bleiben und leiden Hunger. Am Packeis könnten sie ihre Hauptnahrungsquelle, die Ringelrobben, jagen. Die Muttertiere werden durch die verkürzte Zeit am Packeis kleiner, wiegen weniger und bringen deutlich weniger Junge zur Welt als noch vor einigen Jahren. Außerdem müssen Eisbären laut WWF auch immer längere Distanzen schwimmen, um stabiles Eis zu finden, was besonders Jungtiere gefährdet. Durch ihre kleinere Größe und ihre noch nicht so gut ausgebildeten Fett- und Energiereserven ermüden sie schneller und sterben leichter an Unterkühlung. Die Sterblichkeit bei den jungen Eisbären erhöhte sich laut einer WWF-Studie auf fast die Hälfte der beobachteten Tiere.“

In den vergangenen Jahren wurde der unmittelbar drohende Untergang der Eisbären durch die Klimaerwärmung immer wieder lautstark verkündet. In Al Gore’s Oscar-prämierten Film „Eine unbequeme Wahrheit“ kamen den Zuschauern Tränen in die Augen als sich ein verzweifelt im weiten Ozean paddelnder Zeichentrick-Eisbär mühsam auf eine rettende Eisscholle hievt, diese dann aber unter seinem Gewicht in mehrere Stücke zerbricht und der Eisbär scheinbar aussichtslos weiterziehen muss.

Auch Greenpeace drückte auf die Tränendrüse der Fernsehzuschauer und präsentierte in einem Werbeclip einen tot im Wasser treibenden Trickfilm-Eisbären als Opfer der Klimakatastrophe.

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Himalaya-Schmelzkatastrophe abgeblasen: Das Neueste aus der Welt der Gletscher

Seit dem Ende der Kleinen Eiszeit 1850 ist es um knapp ein Grad wärmer geworden. Die Temperaturen unserer „Modernen Wärmeperiode“ entsprechen damit heute etwa denen der Mittelalterlichen Wärmeperiode vor 1000 Jahren. Das allmähliche Abschmelzen vieler Gebirgsgletscher in den verschiedensten Teilen der Erde ist Teil dieses zyklischen Prozesses, der sich in den letzten 10.000 Jahren bereits mehrfach abgespielt hat (siehe auch Gletscher-Kapitel auf S. 191-193 in unserem Buch „Die kalte Sonne“).

Ein internationales Forscherteam um Tobias Bolch von der Universität Zürich hat nun im Rahmen einer im Fachjournal Science veröffentlichten neuen Studie die Himalaya-Gletscherschmelze neu bewertet (siehe Berichte auf ORF, SF, scinexx, Hamburger Abendblatt, innovations-report). Die Forscher fanden, dass die meisten der Himalaya-Gletscher zwar schrumpfen, dies aber deutlich weniger schnell als bisher in den alarmistischen Prognosen des Weltklimarats angenommen. Überraschend: Die untersuchten Gletscher passen sich gut in das globale Mittel ein. Der IPCC hatte in seinem letzten Bericht irrtümlicherweise ein rasantes Abschmelzen bis 2035 vorhergesagt und in der Folge wegen des darauf angeblich folgenden Schmelzwassermangels die Existenzgrundlage der Lokalbevölkerung in Frage gestellt. Immer wieder gerne gesehen dazu ist das Video mit Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, in dem er diese mittlerweile berühmte IPCC-Fehlprognose dem deutschen Fernsehzuschauer genüsslich auftischt:

 

 

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Kipp-Element auf wackeliger fachlicher Grundlage: Grönlands Eismassen lassen sich vom Potsdam-Institut keine Angst einjagen

In schöner Regelmäßigkeit meldet sich das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mit einer neuen Klimahorrorstory. Noch im Juni 2011 versuchte das PIK uns mit einer Sintflutwarnung zu schocken („Meeresspiegel steigt heute schneller als je zuvor in den letzten 2000 Jahren“), aktuell versucht man uns mit extremen Regenfällen, Hitzewellen und anderem Extremwetterunbill in Angst und Schrecken zu versetzen. Pikant am Rande: Bereits 2011 kooperierte das PIK mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Studie, die eine signifikante Zunahme von Sturm-, Hagel- und Überschwemmungsschäden suggerierte. Schön dass man sich dagegen versichern kann. Interessenskonflikte sah hier keiner der beteiligten Partner (siehe „Die kalte Sonne“ Seite 274-275). In diesen Kontext passen auch gut die kürzlichen Versuche des PIK, den Menschen für einzelne heiße Sommer und kalte Winter verantwortlich zu machen (Rahmstorf & Coumou 2011), obwohl andere Forschungsinstitutionen zu ganz anderen Ergebnissen gelangt sind (siehe S. 96-98 in „Die kalte Sonne“). Es ist geradezu auffällig, dass die Arbeiten des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung stets nur das Klimakatastrophenszenario weiter verschärfen. Ausgewogenere Studien, die die Rolle natürlicher Klimafaktoren hervorheben, werden in der Regel an anderen Forschungsstätten erarbeitet. Gibt es hierfür eine Erklärung? 

Vor wenigen Wochen durfte die Potsdamer Presseabteilung endlich wieder schreckliche Nachrichten verbreiten. Im März 2012 ratterte die PIK-Meldung „Grönlands Eismassen könnten komplett schmelzen bei 1,6 Grad globaler Erwärmung“ über die Ticker der Nachrichtenagenturen. Es gäbe eine neue Studie „mit einer neuartigen Computer-Simulation“, die der PIK-Doktorand Alexander Robinson zusammen mit zwei weiteren Instituts-Kollegen ersonnen hat. Und in dieser virtuellen Computerwelt konnten die Forscher beobachten, dass die grönländischen Eismassen „unumkehrbar“ abschmelzen würden, wenn sich die Erde um ein weiteres knappes Grad erwärmte. Dann wäre eine Art Lawineneffekt gestartet, aus dem es kein Entrinnen mehr gäbe. Eine Einbahnstraße ohne Wiederkehr. Im Gegensatz zu vorangegangenen Studien setzte das PIK dabei den Temperaturwert dieser verhängnisvollen Weggabelung um anderthalb Grad herab und steigerte damit das vermeintliche Gefahrenpotential dramatisch. Das PIK schlussfolgert daraus: 

„Die Eismassen Grönlands sind wahrscheinlich viel verletzlicher durch die Erderwärmung als bislang gedacht.“ […] „Wenn die Menschheit ihren Ausstoß an Treibhausgasen ungemindert fortsetzt, steuert sie langfristig auf acht Grad globaler Erwärmung zu. Dies würde innerhalb von 500 Jahren zu einem Abschmelzen von einem Fünftel der Eisdecke Grönlands führen, und zu einem fast vollständigen Eisverlust in 2000 Jahren, so die Studie. ‚Das würde man nicht als raschen Zusammenbruch bezeichnen‘, erklärt Robinson. ‚Allerdings ist es rasch, wenn man es vergleicht mit dem, was bislang in der Erdgeschichte passiert ist. Und wir nähern uns wahrscheinlich bereits der kritischen Grenze‘.“ 

Die deutsche Presse war entzückt und frohlockte über den großen Unterhaltungswert der Meldung. Ohne den Inhalt kritisch zu hinterfragen, wurde der Inhalte der Pressemitteilung praktisch im copy-paste-Verfahren übernommen (z.B. Spiegel Online, Augsburger Allgemeine, Stern, wissenschaft-aktuell.de). Endlich konnten die Redakteure das Feld „Katastrophe der Woche“ in ihrem Pflichtenheft abhaken. 

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Überraschung: Himalaya-Gebirgsgletscher haben in den letzten 10 Jahren gar kein Eis verloren!

Ein Forscherteam von der Universität Boulder und des National Center for Atmospheric Research NCAR in Colorado (USA) konnte anhand von GRACE-Satelliten-Messungen dokumentieren, dass die Gletscher des Himalaya und umliegender Gebirge in den letzten 10 Jahren kein Eis verloren haben. Zuvor war man davon ausgegangen, dass jährlich 50 Milliarden Tonnen Wasser durch Schmelzen aus diesen Gebirgsgletschern abgeflossen wären. Diese Zahlen basierten jedoch auf besser zugänglichen Gletschern aus tiefergelegenen Zonen, deren Entwicklung nicht auf die höhergelegenen Gletscher verallgemeinert werden darf. Letztere sind nämlich während dieses Zeitraums angewachsen. Die neuen Ergebnisse sind auch deshalb pikant, da der Weltklimarat IPCC in seinem letzten Klima-Bericht von … weiter lesen