Stromversorgung in Zukunft “grundlastfrei und angebotsorientiert”

Wie sah die Entwicklung des antarktischen Meereises von 1979 bis 2021 jeweils im Mai aus? Das Alfred-Wegener-Institut hat die Daten dafür auf seiner Seite Meereisportal.de. Zu sehen ist für den Monat Mai erstaunlicherweise ein leichter Aufwärtstrend bei der Ausdehnung.

(Abbildung: Screenshot Meereisportal)

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Wer auch nur rudimentär im Physikunterricht in der Schule anwesend war, dürfte Bekanntschaft mit dem Energieerhaltungssatz gemacht haben. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass jedermann von Erneuerbaren Energien spricht und schreibt. Wer es genauer wissen will, dem sei dieser Artikel hier angeraten. Er beschäftigt sich damit, wie sich Windparks gegenseitig ausbremsen.  Natürlich schickt der Wind keine Rechnung, aber er wird dennoch schwächer, wenn ihm vorher Energie entzogen wurde.

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Manchmal ist der Blick von außen gut. Die NZZ hat sich die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk in Deutschland angesehen und festgestellt, wie der beim Thema Gendern und Klima durch immer mehr Instagram-Kanäle die Jugend massiv beeinflusst. Zum Artikel bitte hier entlang.

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7 Prognosen zur Weltbevölkerung, dazu gibt es einen Artikel ebenfalls in der NZZ. Dafür muss man sich allerdings registrieren. Er gibt sehr gute Einblicke, wo das Problem der Welt, auch in Sachen Energie, eigentlich liegt, nämlich nicht in einem schrumpfenden Europa. Dieter Nuhr hat 2019 schon einmal einen Shitstorm geerntet als er fragte, ob Greta Thunberg den Menschen in Afrika denn sage, dass sie eigentlich überzählig sind. Politiker aber auch Aktivisten lassen dieses Thema lieber unangetastet, dabei hängt in Sachen Energie sehr viel am Thema Überbevölkerung.

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Wer anderes als Hans-Joachim Schellnhuber sollte den Spaniern erklären, dass sie im Jahre 2050 Wetter haben werden wie der Irak mit unvorstellbarer Hitze. Das Gute an solchen Prognosen: Schellnhuber wäre im Jahr 2050 dann 100 Jahre alt. Ob ihn dann noch jemand auf die Weissagung ansprechen wird? Weiterlesen bei El Pais (englischer Text).

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Sind Wärmepumpen, auf die ja so viel Hoffnung gesetzt wird, bei der Energiewende, möglicherweise eine Umweltgefahr? Das jedenfalls meint ein Artikel der australischen Webseite reneweconomy.com.au. Basis ist ein Bericht des Umweltbundesamtes.

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Die unterschätzte Macht der Grünen Lobby, der Artikel von Ende April ist jetzt auch ohne Bezahlschranke zu lesen in der WELT.

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J.P. Morgan veröffentlichte das 11th Annual Energy Paper. Der Autor ist Michael Cembalest, aber was wichtiger ist, der Experte im Hintergrund ist Vaclav Smil, wohl einer der renommiertesten Energieexperten. Erst kommt ein interessanter Vorspann, ab Seite 10 folgen die einzelnen 10 Kapitel. Unter anderem ist im Vorspann eine Grafik mit dem projektierten weltweiten Kohleverbrauch bis 2040. Der wird in Indien, Asien, Afrika, Südamerika durch die Decke gehen, in China weiterhin hoch sein. Es geht dann in Kap.1 los mit E-Autos, dabei finden sich auch, z.B., interessante Passagen zum E-Auto-Boom in Norwegen:

“• Norway has 5 million people and a population density that is 5%-15% of most other European nations

• 97% of Norway’s electricity comes from hydropower; its electricity prices are 40%-70% of European levels

• In Norway, EVs are exempt from VAT taxes and receive a 50% discount on toll roads and parking fees while ICE cars are subject to a 25% VAT, a CO2 tax, an NOx tax and a weight tax. As a result, Norwegian ICE cars are more expensive to buy and 75% more expensive to operate

• A full conversion to EVs would put its EV subsidies at the second largest gov’t expenditure behind pensions”

Es folgt ein längerer Ausflug zur Thematik in den USA und weltweit, dann:

“• Will EVs replace ICE cars or supplement them? In Norway, subsidies promoted new EV purchases but two thirds of families supplemented their ICE cars instead of replacing them, with 60% of driving miles by two car families via their ICE cars vs 40% from their EVs(11). Other analyses on Norway found that EV subsidies resulted in a sharp reduction in public transit and bicycle use compared to people owning ICE cars

• What kind of cars would most EV buyers have bought instead? A study from UC Davis found that many EV buyers would have bought higher mileage cars instead, which could mean that the emissions savings from EV transitions could be overstated by as much as 50%(12)

• Why do EV owners tend to drive their cars for much fewer miles per year than ICE cars? Whether the answer is range anxiety or their status as a second car rather than a replacement, the implications are not positive for EV adoption trends and GHG benefits. University of Chicago researchers extrapolated miles driven by monitoring their electricity bills before and after purchase. Adopting an EV increased household electricity consumption by 2.9 kWh per day. After correcting for out-of-home charging, this translated to approximately 5,300 miles traveled per year by EV owners, which is under half of the US fleet average(13)”

Ein schöner anekdotischer Einschub beim Thema Energiespeicher und Kosten:

“Energy storage comparisons It costs $15-$18 per barrel to purchase an oil storage tank. To store an amount of electricity equal to the energy in one barrel of oil (1,700 kWh), it would cost $510,000 based on the $300 per kWh cost of the Tesla Megapack, software costs included.“

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Achgut am 30.4.2021:

Stromversorgung in Zukunft “grundlastfrei und angebotsorientiert”

Die Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, die Grüne Sylvia Kotting-Uhl, lässt die Katze aus dem Sack. Sie ruft den AfD-Abgeordneten zu: „Allein Ihre Unfähigkeit, sich unter Energieversorgung etwas anderes als Grundlast vorzustellen, das ist so von gestern wie Sie selbst. Die Zukunft wird flexibler sein, spannender, ja, auch anspruchsvoller: nicht mehr nachfrage-, sondern angebotsorientiert, …“. Zu gut Deutsch: „Strom gibt es nicht, wenn er gebraucht wird, sondern dann, wenn der Wind weht und die Sonne scheint“. Gesellschaftsklempnerin Kotting Uhl will ein neues Bewusstsein, „dass Energie kostbar ist und sorgsam mit ihr umzugehen ist“. 

Weiterlesen bei Achgut

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Was gibt es Neues von der Naturschutz Initiative? Hier können Sie es herausfinden.

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Solarify im Dezember 2020:

Kohleausstieg in Gefahr

Marktforscher warnen vor Stromerzeugungslücke bereits 2022 – Folge: Laufzeitverlängerung fossiler Kraftwerke

Marktforscher sehen die Gefahr, dass sich der Ausstieg aus der Kohleverstromung um viele Jahre verzögert. Das ergebe sich zwingend, wenn Erneuerbare Energien, d.h. Photovoltaik und Windenergie sowie ergänzende Speicherkapazitäten, nicht zeitnah deutlich schneller ausgebaut würden. Bereits in zwei Jahren sei mit einer erheblichen Unterdeckung des Strombedarfs in Deutschland zu rechnen, ergaben Analysen von EUPD Research, die am 02.12.2020 pünktlich zur Sitzung des Klimakabinetts im Kanzleramt veröffentlicht wurden, was einer Pressemeldung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) vom 02.12.2020 zu entnehmen ist.

Weiterlesen bei Solarify

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DWN am 12.43.2021:

Wartet bei erneuerbaren Energien eine riesige Blase auf das Platzen?

Seitdem das Thema „Klimaerwärmung“ Anfang 2019 durch die Greta Thunberg-Kampagne weltweit an Fahrt aufgenommen hat, fließen hunderte Milliarden in nachhaltige Fonds und Energieprojekte. Branchenkenner sprechen inzwischen von einer enormen Blase bei den Bewertungen.

Weiterlesen bei DWN

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Forschungszentrum Jülich im April 2021:

Durchsichtige Nanoschichten für mehr Solarstrom

Nanostrukturiertes Material und ein neues Zelldesign ebnen den Weg für die Produktion von Silizium-Solarzellen mit mehr als 26 Prozent Wirkungsgrad

Jülich, 16. April 2021 – Günstiger als mit Sonne lässt sich heute kein Strom erzeugen. An sonnigen Standorten entstehen derzeit Kraftwerke, die Solarstrom sogar für weniger als zwei Cent pro Kilowattstunde liefern werden. Auf dem Markt erhältliche Solarzellen auf der Basis von kristallinem Silizium machen dies mit Wirkungsgraden von bis zu 23 Prozent möglich und halten daher einen Weltmarktanteil von etwa 95 Prozent. Mit noch höheren Wirkungsgraden von mehr als 26 Prozent könnten die Kosten weiter sinken. Dieses Ziel hat nun eine internationale Arbeitsgruppe rund um Photovoltaik-Forscher vom Forschungszentrum Jülich mit einem nanostrukturierten, durchsichtigen Material für die Vorderseite von Solarzellen und einem ausgeklügelten Design im Blick. Über ihren Erfolg vieljähriger Forschung berichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Energy“.

Weiterlesen beim Forschungszentrum Jülich

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Blackout News am 12.3.2021:

Kohleausstieg hielt nur 8 Tage

Aufgrund des Kohleausstiegs erfolgte zum 1. Januar 2021 für 11 Kohlekraftwerke, mit einer Gesamtleistung von 4,7 GW, die Abschaltung vom Netz. Deren Betreiber erhielten für das vorzeitige Aus bereits eine Vergütung für die geplante Restlaufzeit. Der Kohleausstieg hielt nur 8 Tage, dann mussten mehrere Kraftwerke, wegen der länger andauernden Dunkelflaute, wieder ans Netz

Weiterlesen in den Blackout News

Siehe auch englischsprachiger Bericht auf ntz.

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Youtube:

Die wahren Kosten der Windenergie

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Infosperber am 13.4.2021:

Die Risiken der Metalle der Seltenen Erden

Um weniger von China abhängig zu sein, muss die Schweiz mehr in die Wiederverwertung von Elektroschrott investieren.

Sie gehören in Zeiten von Elektromobilität und Informationstechnik zu den wichtigsten Rohstoffen. Handys, Laptops, Flachbildschirme, Digitalkameras oder Windturbinen sind ohne sie nicht denkbar. Der boomende Elektroautomarkt ist auf sie angewiesen. Gesellschaft und Wirtschaft sind von ihnen so abhängig wie nie zuvor. Und doch spricht man kaum über sie: die Metalle der Seltenen Erden, kurz «Seltene Erden». Ausserhalb von Rohstoffbranche und Industrie wissen die meisten Menschen kaum, worum es dabei geht. Man kennt Erdöl und Erdgas, Aluminium und Edelmetalle, Sand, Kies und Ton – aber Seltene Erden?

Weiterlesen auf Infosperber