Sonnenaktivität beeinflusst Sommermonsun in Ostasien

Kritiker des Klimaalarms werden gelegentlich aufgefordert ihre Kritik doch bitte in begutachteten Fachjournalen zu veröffentlichen. Im Prinzip ist dies ein guter Hinweis, denn die „Währung“ der Wissenschaft sind immer noch formal publizierte Papers. Das Verfassen von wissenschaftlichen Publikationen braucht etwas Übung, ist aber durchaus schaffbar. Jeder Doktorand muss heutzutage Artikel verfassen, da werden Kritiker des Klimaalarms es wohl auch mit etwa Mühe hinbekommen.

Allerdings gibt es da noch ein Problem: Herausgeber und Gutachter sind in vielen Fällen fest in die Klimaalarmgruppierung eingebunden. Sie verstehen sich als Verteidiger der IPCC-Linie und achten peinlichst genau darauf, dass niemand die Aussagen des Weltklimarat zu sehr in Frage stellt. Kritik ist meist unerwünscht. Und wenn ein Editor einmal die Tore öffnet, kann er gewiss sein, dass ihn die IPCC-Kämpfer schnell attackieren und im schlimmsten Fall aus dem Ehrenamt werfen werden. Das werden nur die wenigsten Herausgeber riskieren wollen, daher haben kritische Manuskripte in vielen Journalen keine Chance. Die Anonymität der Gutachter bietet dabei ein schönes Schutzschild. Wie Heckenschützen zersieben die IPCC-Fighter das ungeliebte Manuskript. Dabei reichen manchmal ein paar Sätze wie: „Die Autoren haben nichts verstanden“, ohne weitere Details. Und schwupps, wird das Manuskript abgelehnt.

Mike Jonas schilderte im April 2019 auf WUWT eine solche Tortur durch den Begutachtungsdschungel. Er hatte etwas gefunden, was im Prinzip schon bekannt war: Der Südliche Ozean (also der Ozean um die Antarktis) hat sich in den letzten Jahrzehnten unerwarteterweise abgekühlt. Klimamodelle können diese Abkühlung jedoch nicht reproduzieren und werfen fälschlicherweise in den Rückwärtsmodellierungen immer nur Erwärmung aus. Mike Jonas machte dies zu Thema seines Papers. Wie kann man den Modellen trauen, wenn sie einen riesigen Ozeanbereich falsch berechnen.

Der Editor war zunächst vom Thema angetan. Zwei Reviewer fanden die Kritik am IPCC nicht gut, gaben negative Evaluierungen. Jonas durfte darauf antworten, daraufhin zogen sich die beiden Gutachter zurück, gaben an, keine Zeit mehr zu haben. Der Herausgeber kontaktierte 12 Ersatzgutachter, keiner wollte tätig werden. Daraufhin lehnte der Editor das Paper einfach ab. Kritik abgebügelt. IPCC gerettet. Allerdings hat Jonas dann einen Fehler gemacht. Er hat das Paper dann einfach in einem Blog veröffentlicht. Das war Quatsch. Er hätte es einfach bei einer anderen Fachzeitschrift einreichen sollen. Denn glücklicherweise gibt es immer noch genug neutrale Herausgeber und Gutachter. Man muss sie nur finden, und das benötigt etwas Ausdauer. Ein fachlich robustes Paper hat immer eine Chance publiziert zu werden, auch wenn es etwas länger dauert.

Lesen Sie die ganze Geschichte auf WUWT. Sie können sicher sein, dass dies kein Einzelfall ist. Nichts gegen fachlich fundierte Kritik. Nobody is perfect. Aber IPCC-Bollwerke sind unglaublich destruktiv, bringen die Wissenschaft nicht weiter, sondern befördern vor allem die politisierte Alarmkultur. Aber seien Sie beruhigt: Irgendwann bricht auch das beste Bollwerk zusammen. Auf lange Sicht wird sich die Natur durchsetzen und die Daten immer klarer werden.

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Pressemitteilung der Shinshu University vom 25. April 2019 (via Science Daily):

Researchers trace 3,000 years of monsoons through shell fossils

The tiny shells at the bottom of Lake Nakaumi in southwest Japan may contain the secrets of the East Asia Summer Monsoon. This rainy season is fairly predictable, ushering in air and precipitation conducive to growing crops, but — sometimes without any hint — the pattern fails. Some areas of East Asia are left without rainfall, and their crops die. Other areas are inundated with rain, and their crops and homes flood.

Ostracoda shells are smaller than the white wisp a fingernail grows over a month, yet they have recorded the effects of sunshine and climate shifts for almost 500 million years. A team of researchers dug into the lake and the rich historical record in the shells to better understand why East Asian summer monsoons vary at the centennial scale, which should hold relatively steady. They published their results on March 22, 2019, in Scientific Reports.

„The mechanisms driving the variations in East Asian summer monsoons remain unclear, so we used the oxygen isotopes from adult ostracode shells to reconstruct the variations over the last 3,000 years in southwestern Japan,“ said Katsura Yamada, paper author and a professor in the department of geology and faculty of science at Shinshu University. Yamada and the team cored sections of the lake, retrieving shells from present day to 3,000 years ago. The scientists analyzed the shells, measuring a specific ratio between slightly different versions of oxygen, called isotopes. The isotope ratio can offer a glimpse into the atmosphere’s precise composition thousands of years ago. A higher rate of nitrogen in the atmosphere will produce a different isotope of oxygen than times when nitrogen is less abundant.

The researchers found that the primary factor of the centennial-scale variations in the East Asia summer monsoon was solar activity, also called insolation. „Our results and compiled data propose that insolation variation was a primary factor of the centennial-scale East Asia summer monsoon variations,“ Yamada said. „However, dominant factors affecting the variations can shift according to the solar insolation decreases.“

During sunny periods, the insolation dominates the East Asian monsoon pattern. During cooling off periods, usually around glacial ice ages, other factors — such as wind patterns — took over as the dominant influencer. „Our next goal is to clarify the relationship between East Asian monsoon variations and other climatic phenomena,“ Yamada said. This work was supported by the Japan Society for the Promotion of Science and the cooperative research program for the Center for Advanced Marine Core Research at Kochi University. Other authors Kazuma Kohara of the department of geology and Faculty of Science at Shinshu University; Minoru Ikehara of the Center for Advanced Marine Core Research at Kochi University; and Koji Seto of the Estuary Research Center at Shimane University.

Paper: Katsura Yamada, Kazuma Kohara, Minoru Ikehara, Koji Seto. The variations in the East Asian summer monsoon over the past 3 kyrs and the controlling factors. Scientific Reports, 2019; 9 (1) DOI: 10.1038/s41598-019-41359-y