Hans-Josef Fell löst alle Probleme der Erde

60.000 Kilometer beträgt das Streckennetz der Deutschen Bahn. Nach einem Bericht bei Trends der Zukunft gibt es theoretische Überlegungen Photovoltaikanlagen in die Gleisanlangen zu legen.

“Der britische Bahn-Partner Bankset Energy Ltd. geht davon aus, dass mit Hilfe von Photovoltaikanlagen im Schnitt 100 Kilowatt Strom pro Kilometer Schiene erzeugt werden könnten. Sollte dies zutreffen, könnte über das gesamte Streckennetz so viel Strom produziert werden, wie er von fünf Atomkraftwerken produziert werden kann. Die Nutzung von Gleisanlagen hätte damit enormes Potential in Sachen Solarstrom.”

Ebenfalls bei Trends der Zukunft eine weitere Studie von Agora zum Thema Energie im Jahr 2035. Offenbar hat man bei Agora den Schwachpunkt Speicher erkannt. Nun sollen des Elektroautos als Speicher richten. Interessant sicherlich auch die Bedeutung von Gaskraftwerken in den 2030er Jahren.

“Auch in den 2030er Jahren seien laut Studie noch Gaskraftwerke nötig. Die Abwendung vom Gas als Energieträger wird also noch dauern. 2030 sollen diese noch 107 TWh zum Stromverbrauch beitragen, 2035 werden es noch etwa 86 TWh sein. Bis 2025 werde die installierte Leistung aus Gaskraftwerken von derzeit 30 GW auf 61 GW steigen. Allerdings werde dabei Erdgas immer mehr durch Wasserstoff ersetzt.
[…]
Der Einsatz von 25 Prozent der Elektroautos im Jahr 2035 als VehicletoGrid-Speicher, von denen dann wiederum 40 Prozent für den Strommarkt bereitgestellt würden, würde zu einer nutzbaren Leistung von 28 Gigawatt führen. Diese könnte zwar nur für verhältnismäßig kurze Zeiträume bereitgestellt werden, würde aber dazu beitragen können, den Bedarf sowohl an kleinen Batteriespeichern in Eigenheimen als auch an Großbatteriespeichern zu senken. Außerdem regen die Autoren Netzentgelte mit dynamischen Stromtarifen an.”

Ganzen Beitrag bei Trends der Zukunft lesen.

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Irgendwie ja auch interessant zu beobachten, dass für das Unternehmen Tesla die gleichen Bedingungen herrschen wie für andere Unternehmen. Das gilt auch für Lieferketten. Die Tesla-Werke in Grünheide und Austin fahren nach Angaben vom Handelsblatt große Verluste ein. Erstmal steht Personalabbau zur Diskussion.

Anscheinend hat Tesla zu optimistisch geplant. Die 4680-Zellen erweisen sich nun als „Herausforderungen“, wie Musk es nannte. Das Werk in Austin war auf die Produktion des Model Y mit der neuen Batteriezelle ausgelegt. Jetzt muss Tesla auf das alte Format 2170 umstellen – doch fehlen dafür Maschinen und Werkzeuge. „Sie stecken in einem Hafen in China fest“, sagte Musk.

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Die Energiekrise in Deutschland, ganz besonders die Gaskrise hat nach Angaben von Business-Insider die gleiche wirtschaftliche Sprengkraft wie die Pleite der Lehman Brothers Bank im Jahre 2008.

“”If this minus gets so big that they can’t carry it anymore, the whole market is in danger of collapsing at some point — so a Lehman effect in the energy system,“ said German economy minister Robert Habeck at a press conference, according to a Bloomberg translation. Habeck was referring to financial services firm Lehman Brothers, which filed for bankruptcy in 2008 amid the subprime mortgage crisis — which spilled over and caused the Global Financial Crisis.”

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Servus-TV mit einer sehenswerten Dokumentation über den Rhône-Gletscher. Vom Hochgebirge bis zur Mündung wird der Weg des Flusses begleitet. Interessant ist sicherlich der erste Teil mit den Entwicklungen des Gletschers. Dort wird über Ablagerungen auf dem Gletscher berichtet, die die Sonnenstrahlen absorbieren und so für mehr Schmelze sorgen. Nach dem Bericht sind es Schuttablagerungen, die das Eis “verschmutzen”.


(Abbildung: Screenshot Servus TV)

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Klimaaktivistin Lisa Poettinger auf Twitter:

”Farbbeutel auf Häuser sind „cool“”

Die Berliner Zeitung berichtet über das Thema. Die Aktivistin erntet Kritik dafür.

“Ich halte es für legitim, die Adressen von Nazis, Klimafaschos und Konzerneigentümer:innen zu veröffentlichen. Die Frage ist halt, was dann damit gemacht wird: Das Haus mit Farbe bewerfen oder Grafitti, cool. Gewalt gegen Leute schwierig…

— Lisa Poettinger (@lisapoettinger) An anderer Stelle heißt es: „Hm, aber wenn Rechte Adressen von Linken leaken und deren Häuser mit Farbe bewerfen findest Du es nicht mehr so cool, oder?“ Ein weiterer User schreibt in einem Antwort-Tweet: „Hey Lisa, Ich weiß wo du wohnst. Soll ich es hier auf Twitter rotzen? Die Frage ist, was dann damit gemacht wird. Das Haus mit Farbe bewerfen, oder mehr? Naja, nicht mein Problem.“”

Offenbar ist Poettinger die Rechtslage in Deutschland nicht bekannt.

„Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts personenbezogene Daten einer anderen Person in einer Art und Weise verbreitet, die geeignet und nach den Umständen bestimmt ist, diese Person oder eine ihr nahestehende Person der Gefahr eines gegen sie gerichteten Verbrechens oder einer gegen sie gerichteten sonstigen rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert auszusetzen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Und weiter: „Handelt es sich um nicht allgemein zugängliche Daten, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.“

Der Zweck heiligt nie die Mittel, weil der Zweck immer subjektiv beurteilt wird oder anders gesagt, auch für Klimaaktivsten gilt das Recht.

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Wer jemals in seinem Leben auf dem Hamburger Fischmarkt war, der kennt die niederländischen Blumenverkäufer. Ihre Verkaufsmasche ist beeindruckend. Sie packen alles Mögliche zusammen und versuchen es dem Kunden lautstark zu verhökern. So ähnlich macht Hans-Josef Fell es auf Twitter auch.

Wir übersetzen das mal in das Blumenhändler-Deutsch des Fischmarkts:

Komm jetzt her hier. Das bekommst Du alles für Dein Geld. Pass auf, Energiekrise, löse ich Dir.
Klimakrise, Scheißegal, löse ich Dir auch.
Aber jetzt Freunde, jetzt aufgepasst, die Gesundheitskrise, die Lösung packe ich jetzt auch noch mit drauf. Na, ist das was?
Reizdarm? Einschlafprobleme? Übergewicht? Bluthochdruck? Corona?
Ich mache das alles mit Wind weg.
Ist das ein Angebot?

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Die Gefahr der anekdotischen Evidenz.
Momentan kann man wieder sehr viele Meldungen lesen, über große Wärme in Teilen von Europa. Der betrifft aktuell auch den Norden Skandinaviens. Sehr warme Luftmassen werden dort aus dem Süden hin transportiert. Überall, wo die Luft keine weiten Strecken über das Wasser zurücklegen muss, erwärmt sich die Luft entsprechend. Das ist gut im Norden Finnlands, Schwedens und Norwegen zu erkennen mit Temperaturen von bis zu 30 Grad Celsius. Die Luft kommt aus dem Süden und es stört kein Meer auf dem Weg von Osteuropa über Finnland bis in den Hohen Norden. Dort wo kühlende Meere dazwischen sind, wie an der Westküste Norwegens werden nur Temperaturen von maximal 20 Grad erreicht.

Aber, das ist natürlich nur ein Aspekt. Schaut man sich die Anomalien auf der gesamten Welt an, dann gibt es Kanada oder auch Russland Gegenden mit bis zu 19 Grad Celsius Abweichung, nach unten. Das Grenzgebiet von Russland zu Kasachstan ist so ein Beispiel. Im Grunde ist es dort der entgegengesetzte Effekt. Polarluft strömt weit nach Süden und erwärmt sich auf dem Weg nach Kasachstan nur auf maximal 15-20 Grad Celsius.

Wie gut, dass dort niemand eine neue Eiszeit einläutet. Es lohnt sich also immer das größere Bild zu betrachten und sich auch die Effekte anzusehen. Eine Änderung der Windrichtung und es sieht schon wieder ganz anders aus. Insgesamt liegt die Anomalie am 29.06.2022 weltweit bei + 0,1 Grad Celsius gegenüber dem Referenzzeitraum 1979-2000. Auffällig ist die Arktis mit -5,4 Grad Abweichung.

(Abbildung: Screenshot Climatereanalyzer.org)

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Betreff: Wohlstand abbauen, Abstand zu Windrädern, Energielieferungen aus dem Ausland

Sehr geehrte Damen und Herren,

einige Anmerkungen zum Blog vom 29. 06. 22. In einem Artikel wird die These von Özdem Terli wiedergegeben, welcher einen Ratschlag hat, dem Klimawandel zu begegnen: einfach den Wohlstand abbauen. Doch genau auf dieses Ziel arbeitet die Politik hin. Das Verbot der Verbrennerautos wird für viele Menschen das Auto unerschwinglich machen. Außerdem wird für diejenigen, die sich ein E-Auto leisten können, der Bewegungsradius deutlich eingeschränkt. Mit den geringen Reichweiten und den langen Ladezeiten ist kein großer Sprung zu machen. Mit der Corona-Pandemie ist Camping bei großen Teilen der Bevölkerung stärker in den Focus gerückt. Doch ein E-Auto mit einem Anhänger reduziert nochmals enorm die Reichweite. Also, Campingurlaub im engen Bereich der eigenen Wohnung.

Weitere Empfehlungen den Wohlstand zu reduzieren kommen von Robert Habeck im Zuge der Energiekriese. Kürzer oder weniger duschen, weniger heizen usw. Als Allheilmittel wird der massive Ausbau der Windkraft vorgesehen. Doch das gibt keine sichere Stromerzeugung. Robert Habeck setzt in solchen Fällen auf Energielieferungen aus dem Ausland. Dabei werden Wege zur Energiegewinnung (sei es Fracking oder Kernkraft) im Ausland gerne in Kauf genommen doch hier kategorisch abgelehnt. Doch wie weit sind Nachbarländer bereit, an Deutschland Strom zu liefern und ggf. den eigenen Bedarf z. B. in der Industrie zu reduzieren, solange die Deutschen „so blöd“ sind, eigen Möglichkeiten wie Weiterbetrieb von Kernkraftwerken oder Gasförderung zu verweigern.

Noch ein Wort zu den Abstandsregeln zu Windkraftanlagen. Nach einem Artikel im Blog fordern 80% der Befragten einen Mindestabstand von 1000 m zu Wohnbebauung. Robert Habeck will diese Grenze kippen, solange seine Ausbauziele nicht erreicht werden können. Die Menschen sind egal (ebenso wie der Naturschutz), Hauptsache die Ideologie der Grünen wird erfüllt.

Wenn die Politik so weitermacht, wird der Wohlstand automatisch herabgesetzt. Der Weg geht zurück ins Mittelalter. Apropos Mittelalter. In der Zeit gab es auch eine Warmphase.

Viele Grüße

Dipl. Ing. Martin Krohn

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Leserpost von Heinz Guenther:

Betreff: Sparen, koste es, was es wolle

Es gibt eine Studie vom UBA aus 2016 wo herausgefunden wurde, dass all diejenigen, die sich als besonders umweltaffine definieren, einen deutlich höheren CO 2 Abdruck haben als der Durchschnitt. Die 2. Überraschung war, dass das diesen Leuten gar nicht bewusst war. Also zuerst sollte Habeck seine Klientel auffordern, sich zu deutlich einzuschränken.

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