So wird die Grundlast endlich Grün!

Masterwindrad heißt des Rätsels Lösung. Ein Atomkraftwerk treibt dieses fantastische Windrad an, und selbiges sorgt dann dafür, dass viele weitere Windräder angetrieben werden. Anpusten nennt sich dieser Vorgang physikalisch korrekt. Das sollte man in Deutschland allerdings noch so lange umsetzen, wie die restlichen Kernkraftwerke laufen.

Sie denken, das ist ziemlicher Quark? Sie denken richtig. Im Stile der Quarks-Sendungen vom WDR haben sich einige Menschen mit Sinn für Satire daran gemacht, die leider oftmals eher ideologisch motivierten Quarks-Posting bei Twitter zu persiflieren. Es gelingt erstaunlich gut, wie man am Masterwindrad sieht. Man kann auch sagen, dass es so gut gemacht ist, dass sich einige Nutzer beschweren, weil sie meinen es handele sich um echte Quarks-Tweets, sie sind aber nur Quark.

Leider keine Satire ist das, was Britta Haßelmann von den Grünen so von sich gibt. Wir lernen, Strom aus Wasser, Sonne und Wind kann russisches Gas ersetzen. Strom aus Kernenergie kann das nicht.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

Sehr wahrscheinlich kennt Frau Haßelmann die aktuellen Umfragen zu dem Thema nicht sonst würde sie nicht von Konsens reden. Je näher das Grundeis dem Allerwertesten der Konsumenten kommt, desto größer ist die Zustimmung zu einer Laufzeitverlängerung. Die gleiche konsequente Verweigerung einer eigentlich schlichten intellektuellen Transferleistung kann man allerdings auch bei anderen Protagonisten wie Petra Kemfert erkennen. Sie trommelt im gleichen Takt wie Haßelmann.

Grüner Strom muss also was ganz Besonderes sein, dass nur er es schafft, russisches Gas zu ersetzen. Wir bleiben beim Thema Quark, denn genau das ist es, was die Grünen oder auch Kemfert hier postulieren. Erdgas, das nicht zur Verstromung eingesetzt werden muss, kann anderweitig verwendet werden. Eigentlich ist es nicht so schwer.

Und wo wir schon mal dabei sind, nicht Allen bekommt die aktuelle Hitze momentan wirklich gut. Man kann schon echt ins Grübeln kommen, dass dieses Posting von jemanden mit einem Professoren-Titel stammt. Allerdings nicht aus dem Nuklearbereich sondern, Tarahhh aus dem Bereich Erneuerbare Energien. Schuster bleib bei Deinem Leisten, möchte man da laut rufen.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Die Waldbrandsaison in Kalifornien ist dieses Jahr verhältnismäßig ruhig. Das berichtet der San Francisco Chronicle (Bezahlartikel). Nur etwa 20% der Fläche, die zum gleichen Zeitpunkt in 2021 brannte, sind dieses Jahr verbrannt. Gegenüber dem Mittel der letzten 5 Jahre sind es sogar nur 10%. Allerdings beginnt die Saison erst und anhaltende Dürre erhöht die Brandlast in den Wäldern. Kalifornien hat zudem ein ganz spezielles Problem. Die Infrastruktur in Sachen Stromnetz sind derartig marode, dass bei starken Winden es immer wieder zu Funkenbildung oder Lichtbögen kommt. Wenn solche Phänomene auf trockene Vegetation treffen, dann haben Brände freie Bahn. Wir haben im Januar 2020 schon einmal über einen entsprechenden Artikel der LA Times berichtet.

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US-Präsident Biden ruft den Klimanotstand aus. Wenigstens etwas. Reuters berichtet über verschiedene Aktionen, die Biden plant. Dazu gehört der schnellere Ausbau der Windkraft u. a. im Golf von Mexico. Das Wort Notfall vermeidet er allerdings, obwohl die USA gerade eine Hitzewelle erleben. Biden muss sich nicht nur mit den Republikanern abplagen, es gibt auch “friendly Fire” in den eigenen Reihen mit dem demokratischen Senator Joe Manchin.

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Outdoor Chiemgau ist ein YouTube Kanal. Der Kanalbetreiber nimmt sich ein Interview von Claudia Kemfert vor und wundert sich mehr als einmal über ihre Aussagen zur Gasmangellage.

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Alex Reichmuth im Nebelspalter:

Klimawahn

Basel: 53 Franken für die Vermeidung eines Liters Diesel

In der Schweiz häufen sich klimatische Schildbürgerstreiche: In Zürich wollen linke Politiker das Feuerwerk am «Züri Fäscht» nächstes Jahr verbieten – wegen des CO₂-Ausstosses. Dabei macht dieser nur 0,4 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen des Anlasses aus. Die Stadt Bern verzichtet ab sofort auf Touristen, die mit dem Flugzeug anreisen – aus Klimaschutzgründen. Entsprechend macht die Bundeshauptstadt, immerhin Unesco-Weltkulturerbe, keine Werbung mehr in Übersee und setzt offensichtlich bewusst auf wirtschaftliche Verarmung (siehe hier). Doch auch in Basel gibt es Klima-Schildbürger, wie der «Nebelspalter» erfahren hat.

Weiterlesen im Nebelspalter

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Betreff: Aktionen von Klimaschützern, Gutachten zum Klimawandel, Windkraft in Hessen, Gasmangel

Sehr geehrte Damen und Herren,

einige Anmerkungen zum Blog vom 20. 07. 22. Ein Beitrag handelt von Störungen durch Klimaschützer bei der Tour de France. Durch entsprechende Aktionen ist es nun zu einem Unfall gekommen, ein Teilnehmer der Tour wurde verletzt. Wie im Artikel beschrieben bin ich ebenfalls der Meinung, dass solche Aktionen nicht zu dulden sind. Könnten Verletzte dabei eigentlich Schadensersatz einklagen, weil sie die Teilnahme aufgeben müssen oder in ihren Chancen zurückgeworfen werden? Doch solche Überlegungen scheinen die Aktivisten nicht anzustellen. Sie sind der Meinung im Recht zu sein und da müssen alle anderen sich unterordnen.

Ein weiterer Beitrag berichtet über ein Gutachten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, in welchem Schäden durch den Klimawandel aufgezeigt werden sollen. Dem Gutachten wird durch Axel Bojanowski in der Welt widersprochen. Sehr selten wird in den Medien berichtet, dass z. B. Extremwetter in den letzten Jahrzehnten nicht zugenommen haben. Es ist schon interessant, wie die Menschen für dumm verkauft werden. Die aktuelle Warmphase hat gerade in den letzten Jahrzehnten dieses Niveau erreicht, das heißt eine sehr kurze Zeit. Andere Warmphasen waren deutlich länger und meist deutlich wärmer. Lediglich die mittelalterliche Warmphase war wohl nur geringfügig wärmer, aber z. B. die römische Warmphase war deutlich wärmer und dauerte auch einige Jahrhunderte. Die heute der Klimaerwärmung zugeordneten „Katastrophen“ hätten in den vorherigen Warmphasen um ein Vielfaches größer sein müssen. Ein Beispiel, welches heute immer wieder durch die Medien geistert, ist das Absterben der Korallen. Wenn die Korallen nach wenigen Jahrzehnten durch die Klimaerwärmung in Gefahr geraten, dann hätten diese das Mittelalter nicht überlebt. Das ist jedoch nicht der Fall. Jeder logisch denkende Mensch müsste diese Zusammenhänge eigentlich erkennen.

Ein Beitrag beschäftigt sich mit Windkraft in Hessen. Das Land ist schon recht weit mit Windkraftanlagen vollgepackt. Die Menschen in den betroffenen Regionen sind wütend. Neben Natur- und Artenschutz sind auch Denkmalschutz und Flugsicherheit betroffen. Das vollpacken der Landschaft mit Windrädern ist sicher kein schöner Anblick. Außerdem wird die Gesundheit der Menschen fahrlässig aufs Spiel gesetzt. Die Regierung – insbesondere die Grünen – wischen alle Bedenken einfach beiseite. Im Fernsehen ist zuweilen der Reichstag zu sehen, mit einer großen Freifläche davor. Wie wäre es denn, vor dem Reichstag einige Windräder aufzustellen, dass die Initiatoren gleich solche Objekte vor Augen haben.

In zwei Berichten geht es um Erdgas. Kevin Künast äußert sich zu Gaslieferungen aus Russland. Die Sanktionen sollen Deutschland nicht härter treffen als Russland. Das ist verständlich. Jedoch sollte die Regierung endlich darangehen, Ersatz für das russische Gas zu erschließen. Die durch Robert Habeck eingeleiteten Maßnahmen sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein und nicht unbedingt sicher. Dafür lagern in Deutschland im Untergrund große Mengen an Gas. Diese müssen nur erschlossen werden, doch die Maßnahmen müssen endlich eingeleitet werden, denn es dauert noch einige Zeit, bis die Förderung beginnen kann.

Zum Thema Erdgas wird in einem weiteren über geplante Förderungen in der Nordsee berichtet. Die ostfriesischen Inseln wollen dagegen klagen. Dabei wird berichtet, dass der Bürgermeister von Borkum Probleme für den Tourismus sieht. Gleichzeitig wird ein Bild gezeigt mit einer Reihe von Windrädern auf See. Ich finde eine einzelne Förderstation für Erdgas verschandelt das Bild bei weitem nicht so, wie, wenn der gesamte Horizont mit Windrädern vollgestopft ist.

Ich finde in der jetzigen Zeit werden immer wieder fragliche Prioritäten gesetzt, gegenteilige Meinungen werden nicht anerkannt.

Viele Grüße
Dipl. Ing. Martin Krohn