Siemens plant einen der leistungsstärksten Batteriespeicher Europas in Bayern

Beim Bericht aus Berlin in der ARD war Annalena Baerbock zu Gast. Sie wurde von Tina Hassel interviewt. Die sympathisiert zwar ansonsten gern mit den Grünen, gab sich aber ungewohnt kritisch und schnitt Baerbock gelegentlich sogar das Wort ab, wenn diese abschweifte, und das macht sie häufiger. Sie stellte im Interview auch fest, dass Baerbock offenbar nicht antworten wolle. Möglicherweise hat Hassel der Grünen auch nicht verziehen, dass Habeck nicht Kandidat geworden ist, für den die TV-Dame sonst gern einmal schwärmt.

Auch Zuschauer konnten Fragen stellen. Baerbock beantwortete diese aber konsequent nicht. Als eine Hebamme aus Potsdam erklärte, dass 75 Euro Energiegeld für sie eine Wochentankfüllung bedeutet und sie auf das Auto angewiesen sei, erklärte Baerbock ihr wortreich, dass sich die Grünen für einen Mindestlohn einsetzen. Das wird der Hebamme mit Sicherheit nicht helfen. Auch der Hinweis, die Hebamme könne sich ja ein Elektroauto kaufen, mutete komisch an. Hassel bemerkte, dass das günstigsten 22.000 Euro kostet. Baerbock träumte daraufhin von einem Gebrauchtwagenmarkt und einer Prämie von 9.000 Euro.

Ebenso ging es der Eigentümerin eines Mehrparteienhauses in Berlin. Die fragte, wie sie denn das Haus energetisch auf dem neuesten Stand halten soll und dabei auch noch den Denkmalschutz genüge tut, wenn zukünftig nach den Plänen der Grünen Mietpreiserhöhungen ausgeschlossen sind. Auch hier keine wirkliche Antwort, außer dass die Eigentümerin sich keine Sorge machen müsse wegen einer Vermögensabgabe, die die Grünen planen, sie habe ja einen Kredit aufgenommen. Wer das vermeintliche Haus im Hintergrund gesehen hat, der kann auch hier ins Staunen kommen, denn solche Häuser sind in Berlin gern auch schon mal mehr als 2 Millionen Euro wert, was die Grenze einer Grünen Vermögensabgabe wäre.

(Abbildung: Screenshot ARD-Mediathek)

Auf die Wortfindungsprobleme von Baerbock mag man schon fast gar nicht mehr eingehen. Ihr gelingt es kaum, mehr als 5 Sätze fehlerfrei zu formulieren: Parteien müssen “sich persotionieren”, auf “Fragen muss man reingehen” usw… Ein kleines Bonbon gab es dann noch am Ende. Baerbock warnte vor Temperaturen, dass man im August nicht mehr ins Freie gehen könne. Das Interview musste aber wegen Dauerregen ins Studio verlegt werden, in Berlin wurde gerade einmal 20 Grad am Interviewtag erreicht. Gewöhnlich finden die Interviews im Freien statt.

Der August 2021 wird nach der zweiten Dekade als zu kühl in die Wetterchronik eingehen, weil auch das letzte Drittel keine wirkliche Besserung verspricht. Die obligatorische Klimakarte spielte die Kanzlerkandidatin also zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt aus. Der August 2021 wird nicht die Top 10 der wärmsten Monate aller Zeiten eingehen. Die durchschnittliche Temperatur betrug bis zum 23.08.2021 in Deutschland 17,2 Grad Celsius. Tendenz eher sinkend. Das Mittel 1991-2020 beträgt 18 Grad Celsius. Der August hat eher Chancen in etwa bei den gemittelten Werten 1971-2000 zu liegen, das wären 17,1 Grad Celsius. Für die Top 10 der kältesten Monate wird es allerdings auch nicht reichen, dazu müsste der August 15,1 Grad oder weniger abschließen. Der wärmste August war übrigens 2003 mit 20,6 Grad Celsius, gefolgt von 2020 mit 20,0 Grad Celsius. Die Sendung ist noch bis zum 22.08.2022 in der ARD-Mediathek zu sehen.

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Wird das Lastenfahrrad der Veggieday für die Grünen in diesem Wahlkampf? Die Grünen fordern einen Zuschuss von 1.000 Euro und möchten den Kauf solcher Räder gern forcieren. Sie denken dabei offenbar sogar an Handwerker, die solche Räder nutzen sollen. So jedenfalls scheint sich ein Grüner aus Berlin das Leben von Handwerkern vorzustellen. Wer jemals einen Werkstattwagen eines Handwerkers von innen gesehen hat, der kann bei solchen Ideen schon ins Grübeln kommen. Ob man damit Handwerker als Grüne Wähler gewinnt? Der Tagesspiegel berichtete.

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Offensichtlich spielt das Alter von Bäumen und Wäldern eine große Rolle bei der Fähigkeit Kohlenstoff aufzunehmen. Weiterlesen bei Bild der Wissenschaft.

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Auch in Kalifornien scheint die Erkenntnis gewachsen zu sein, dass die Sonne nicht 24 Stunden scheint und der Wind nicht immer weht. Das Land plant Kraftwerke, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, um den Strombedarf zu decken. In diesem Sommer mussten Verbraucher abgeschaltet werden und die Bevölkerung wurde zum Stromsparen angehalten. Die Grünen Stromquellen lieferten nicht genügend. Zum Artikel bei Reuters bitte hier klicken.

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Geschichte wiederholt sich nicht, sie schickt nur eine andere Rechnung. Man kennt es. Als die Grünen die Landwirte zu den neuen Ölscheichs machten und üppig subventionieren, dauerte es nicht lange, bis die gleichen Grünen die Vermaisung der Landschaft laut beklagten. Eine Entwicklung, die sie selber herbeigeführt hatten. Ähnlich verhält es sich mit Holz- bzw. Pelletheizungen. Auch diese Förderung war eine Idee der Grünen. Bereits im Jahr 2015 gab es in der taz einen interessanten Artikel dazu, der sich mit dem Thema beschäftigte. Es ging um den Holzeinschlag in Osteuropa, häufig wird das illegal gemacht.

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Haben die sinkenden Umfragewerte der Grünen den YouTuber Rezo hochgeschreckt? 5 Wochen vor der Wahl veröffentlicht dieser ein weiteres „Zerstörungsvideo“, in dem er in erster Linie die CDU kritisiert, die Grünen bekommen allerdings auch etwas sanfte Kritik ab. Die Welt hat sich das Video angesehen.

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Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Fegebanks weiht eine CO2-Abscheideanlage ein. Offenbar ist ihr bei der ganzen Sache nicht wirklich wohl, denn solche Technik lehnt ihre Partei ansonsten rigoros ab. Weiterlesen hier bei der Welt, der Artikel steht hinter eine Bezahlschranke.

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Wegen der kürzlich großen medialen Berichterstattung über die Hitzewelle im Westen der USA und von Kanada kann es nicht schaden, sich die aktuelle Lage vor Augen zu führen. Die Abweichung zum langjährigen Mittel beträgt in der gleichen Region bis zu 10 Grad Celsius. Es ist dort also kälter als normal.

(Abbildung: Screenshot Ventusky)

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Donna Laframboise bei der GWPF (pdf hier):

Auszug aus der Zusammenfassung:

Big Tech doesn’t just dominate commercial markets, it increas-ingly distorts the marketplace of ideas. These corporations ghettoise all manner of non-conformist thought, including climate scepticism. They demote individuals to second class status by depriving them of an online presence. Unlike landlords in the physical world, no rules compel Big Tech to behave reasonably. No meaningful, independent appeals process exists. It is within the power of Big Tech to purge any number of accounts, at any moment, for any reason. These compa-nies have already acted in concert to silence the democratically elect-ed leader of the world’s most powerful nation during a moment of national crisis.Governments are constrained by common law, strong free press traditions, document retention rules, Freedom of Information legis-lation, and elections. In stark contrast, censorship by corporations is a free-for-all. Nothing prevents Google from obliterating historically significant YouTube videos. Nothing prevents Amazon from vaporis-ing years of other people’s business records. Nothing stops Big Tech from manipulating the social media accounts of world leaders, under-mining their authority and threatening national security.

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Pressemitteilung von Siemens vom 19.7.2021:

Siemens plant einen der leistungsstärksten Batteriespeicher Europas in Bayern

–Absichtserklärung für die Errichtung eines der größten Energiespeicher Europas in Wunsiedel unterzeichnet

–Zukunftsenergie Nordostbayern GmbH will regional erzeugten Strom aus Erneuerbaren Energien speichern und CO2-Emissionen senken 

–Siemens soll 100 Megawatt-Anlage liefern und schlüsselfertig übergeben

–Vertragspartner prüfen Umsetzung und erarbeiten ein geeignetes Finanzierungskonzept

Siemens Smart Infrastructure und die Zukunftsenergie Nordostbayern GmbH (ZENOB) unterzeichneten in Wunsiedel eine Absichtserklärung zur schlüsselfertigen Errichtung eines Batteriespeichers mit einer Leistung von 100 Megawatt in Wunsiedel. Die Anlage mit einer Speicherkapazität von 200 Megawattstunden soll zur Nutzung überschüssiger erneuerbarer Energie beitragen und Bedarfsspitzen im Stromnetz abdecken. Der 5.000 Quadratmeter große Stromspeicher kann rechnerisch 20.000 Durchschnittshaushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. Der Lithium-Ionen-Batteriespeicher soll vom Hersteller Fluence geliefert werden, einem Joint Venture von Siemens und AES. Siemens übernimmt die Projektleitung inklusive eines technischen Umsetzungskonzepts, sowie den Bau einer Mittelspannungsschaltanlage und die Hochspannungsnetzanbindung. Des Weiteren sieht die Absichtserklärung unter anderem vor, ein Finanzierungskonzept zu erarbeiten.

„Stromspeicher sind ein wichtiger Baustein für die Gestaltung der Energiezukunft“, sagte Marco Krasser, Geschäftsführer der SWW Wunsiedel GmbH, einem der beteiligten Partner in der Zukunftsenergie Nordostbayern GmbH. „Sie können dazu beitragen, das Netz zu stabilisieren und die erneuerbare Erzeugung besser auszunutzen. Sie laden überschüssigen Strom aus dem Netz und entladen bei einer höheren Stromnachfrage. Durch die intelligente Speichertechnik wird die lokale und überregionale Bereitstellung von Ökostrom erhöht. Deshalb bauen wir die Kapazitäten schrittweise aus.“

In dem geplanten Speichersystem können große Mengen grünen Stroms ein- und ausgespeichert werden, die somit nicht mehr abgeregelt werden müssen. Denn teure, lastbedingte Spitzenlasten lassen sich vermeiden, weil sie sich über den Speicher abfedern lassen. „Davon profitiert auch der vorgelagerte Netzbetreiber, weil er dadurch mehr Flexibilität zum Ausgleich von Spannungsschwankungen erhält, die durch den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung vermehrt auftreten“, sagte Bernd Koch, Cheftechnologe Energy Performance Services bei Siemens Smart Infrastructure, Deutschland. Für den Netzbetreiber verspricht die Lösung eine wesentliche Entlastung. „Das Ein- und Ausschalten der großen Industrieanlagen im Netzgebiet braucht sehr viel Strom“, sagte Siemens-Projektleiter Andreas Schmuderer. „Dafür musste der Netzbetreiber bisher erhebliche Reserven vorhalten. Fallen diese in Zukunft weg, birgt dies ein großes Potenzial zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen auf dem lokalem Energiemarkt.“

„Die Unterzeichnung der Absichtserklärung ist ein weiterer Meilenstein, der zeigt, was erreicht werden kann, wenn Ziele konsequent verfolgt werden“, sagten Thomas Schwarz und Stefan Göcking, Bürgermeister der Städte Kirchlamitz und Arzberg, die zu den Gründern der ZENOB gehören. Wunsiedels Bürgermeister Nicolas Lahovnik zeigte sich von der Dynamik begeistert: „Anfang Juli haben wir die Weichen gestellt und heute haben wir bereits den Zug aufs Gleis gebracht. Mit Siemens als Partner nehmen wir sicher auch schnell Fahrt auf. Weiter so!“

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Badische Zeitung am 19.7.2021:

Rechnungshof: Baden-Württemberg versäumt Bau von Solaranlagen auf Landesgebäuden

Wer ein Haus bauen will, muss ab Mai 2022 eine Solaranlage auf dem Dach installieren. Der Rechnungshof wirft dem Land nun vor, der Vorbildfunktion nicht gerecht zu werden.

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The Times am 26.7.2021:

Offshore power ‘will fail without subsidies’

Most wind farms in Britain will not be economically viable when existing subsidies end and will close prematurely without further revenue support, new analysis suggests.

A report commissioned by SSE has found that the huge expansion of wind power in the UK is likely to push wholesale electricity prices so low on windy days that most wind farms will be unable to cover their operating costs simply from selling power into the market.

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Bjorn Lomborg am 25.7.2021 auf Facebook:

Fewer and fewer people die from climate-related natural disasters.This is even true of 2021, despite breathless climate reporting.Over the past hundred years, annual climate-related deaths have declined by more than 96%. In the 1920s, the death count from climate-related disasters was 485,000 on average every year. In the last full decade, 2010-2019, the average was 18,362 dead per year, or 96.2% lower.In the first year of the new decade, 2020, the number of dead was even lower at 14,893 — 97% lower than the 1920s average.You hear a lot about all the deadly climate catastrophes in 2021 — the US/Canada heat dome, the floodings in Germany and Belgium, or the US February winter storm. All of these deaths are included in the graph.

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ORF am 26.7.2021:

Schwierige Energiewende

Kohlepreis geht durch die Decke

Viele Länder weltweit versuchen derzeit mehr oder weniger ernsthaft, zumindest den Einstieg in die Energiewende zu schaffen. Derzeit steigt allerdings ausgerechnet der Preis für Steinkohle, der wohl verpönteste fossile Brennstoff, dramatisch. Das wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, vor der Politik und Weltwirtschaft beim Einbremsen der Klimaveränderung stehen.

Weiterlesen beim ORF

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NRW-Landtagsabgeordneter Christian Loose:

Wenn das die Leute wüssten: Im Juli hat Schwarzgelb ein sogenanntes Klimaschutzgesetz verabschiedet, dass eine vierköpfige Familie pro Jahr um 8.100 Euro ärmer machen wird – so Berechnungen der renommierten Stanford Universität! Wohlstandsvernichtung zwecks „Klimarettung“?

Rede auf Youtube.

Hinweis: Dieses Blog ist überparteilich und beschäftigt sich mit allen Parteien.