Russland überwies wohl 82 Millionen Euro an Klimaschutzorganisationen

In Kalifornien gibt es Pläne, Kanäle zu überdachen, um Solarflächen zu haben. Immerhin entfiele dann die Umwidmung von Agrarfläche wie es in Deutschland momentan geplant ist. Die überdachten Kanäle lassen das Speicherproblem aber nach wie vor offen, denn auch in Kalifornien gibt es Tag und Nacht. Trends der Zukunft berichtete:

“Eine Studie der University of California kam kürzlich zu dem Ergebnis, dass die knapp 6.500 Kilometer an Kanälen ausreichen würden, um pro Jahr rund 13 GW an Solarstrom zu produzieren. Damit würden sich die bisher bereits installierten Kapazitäten immerhin um rund ein Sechstel erhöhen. Um zu schauen, ob sich ein entsprechender Umbau tatsächlich lohnt, wird nun ein Testprojekt in Angriff genommen. Verantwortlich dafür ist die gemeinnützige Organisation Turlock Irrigation District, die sich eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung auf die Fahnen geschrieben hat.”

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Wir werden Kröten schlucken. Das sagt der Chef des Umweltbundesamt Dirk Messner. Er meint damit den vermehrten Einsatz von Kohle, laut T-Online.

“Das Umweltbundesamt (UBA) hält als Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine den Ersatz von russischem Erdgas durch Kohle für unvermeidbar, warnt aber davor, grundsätzlich Klimaziele in Frage zu stellen. „Wir werden in der Übergangsphase Kröten schlucken“, sagte der Präsident des Amtes, Dirk Messner, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). „Für kurze Zeit wird Kohle Gas ersetzen. Wichtig ist, dass insgesamt an den Klimazielen nicht gerüttelt wird.“

Der Klimawandel mache auch im Krieg keine Pause, mahnte Messner. „Wenn wir kurzfristig mehr Kohle verbrennen, um russisches Gas zu ersetzen, müssen an anderer Stelle Emissionen zusätzlich eingespart werden: durch Effizienz und Reformen etwa im Mobilitätsbereich, durch Sanierungsmaßnahmen im Gebäudesektor und durch zügigere Planungen und Genehmigungen von erneuerbaren Energieträgern“, sagte der UBA-Chef.”

Von Kernenergie steht in dem Artikel nichts. Die Kröten (Kohle) scheinen ja prima zu schmecken.

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Woher soll im Falle eines Embargos Ersatz für russisches Öl kommen? Von der OPEC wohl nicht, die hat bereits abgewunken laut Tagesschau.

“Nach einem Embargo für russische Kohle wollen die EU-Staaten als nächstes auch Öllieferungen aus Russland aussetzen, um Russland die Finanzierung des Ukraine-Krieges zu erschweren. Russisches Öl fällt gegenwärtig nicht unter die Sanktionen der EU, es wird aber als Teil eines weiteren Sanktionspakets erwogen. Australien, Kanada und die USA haben dagegen bereits entsprechende Käufe untersagt. Öl ist auf dem Weltmarkt leichter zu ersetzen als die Gas-Lieferungen aus Russland, von denen insbesondere Deutschland noch stark abhängig ist.

Das Förderkartell OPEC kann und will diese Lücke aber wohl nicht alleine schließen. Die Versorgungslücke könne mehr als sieben Millionen Barrel pro Tag (bpd) an Öl und anderen Flüssigexporten erreichen, so OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo am Montag bei einem Treffen mit EU-Vertretern. „Angesichts der aktuellen Nachfrageaussichten wäre es nahezu unmöglich, einen Verlust an Volumen in dieser Größenordnung zu ersetzen.””

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Ein Heizkraftwerk, das mit Strom funktioniert und überschüssigen Strom aus Windkraft verwenden soll. Klingt interessant, es scheitert aber am deutschen Strommarkt Design. Bei MSN.com kann man nachlesen, welche Blüten das aktuelle System hervorbringt.

“Die Hamburger Energiewerke nutzen den Elektroheizkessel bislang nicht regulär, weil dessen Betrieb im heutigen Strompreis-System zu teuer ist: Neben Ökostrom-Umlagen und Energiesteuern müsste das Unternehmen sofort nach dem Einschalten rund 400.000 Euro Nutzungsgebühr an den Netzbetreiber Stromnetz Hamburg zahlen – im Voraus für den gesamten Monat: „Darum ist die Anlage aktuell für uns quasi nur eine Reserve“, sagt Unternehmenssprecher Stefan Kleimeier.

Dabei könnte „Karoline“ auch das Klima entlasten, wenn sie mit Ökostrom betrieben wird. „Wir würden bei 1000 Betriebsstunden im Jahr zwischen 10.000 und 20.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen“, sagt Kleimeier, „je nachdem, ob dann Strom aus Kohle- oder aus Gaskraftwerken ersetzt wird.“ Eine ähnliche, größere Anlage wollen die Hamburger Energiewerke bis zum Jahresende am Kraftwerk Wedel bauen, im Auftrag des Netzbetreibers 50Hertz.”

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Und noch einmal die Widersprüche: Windkraft wird zur nationalen Sicherheit erklärt. Die Industrieanlagen – nichts anderes sind Windkraftanlagen – werden allerdings nicht durch unabhängige Institutionen geprüft, so wie z. B. jedes Auto in Deutschland alle 2 Jahre. Offensichtlich sind die Teile der nationalen Sicherheit auch nicht gegen Cyberangriffe gewappnet. Die taz berichtet über einen Angriff auf das Unternehmen Deutsche Windkraft AG.

Die Attacke stellte wohl eine Art Ransomware-Angriff dar – dabei wird über Schadprogramme der Zugriff auf die eigenen Daten blockiert. Der Cyber-Angriff erfolgte gegen eine Server-Anlage in Rendsburg, betroffen waren indirekt aber Einrichtungen der Firma weltweit: Das gesamte Firmennetzwerk wurde aus Sicherheitsgründen heruntergefahren. Noch am Donnerstagnachmittag war das Unternehmen daher nicht per Mail zu erreichen. Für Kunden des Unternehmens bestehe keine Gefahr, heißt es in einer Presseerklärung.

Weiterlesen in dertaz

Wird die nationale Sicherheit also ernst genommen, oder geht es eher darum mögliche rechtliche Hemmnisse aus dem Weg zu schaffen?

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Bei den Ruhrbaronen schreibt Roderich Kiesewetter über die Energieabhängigkeit Europas von Russland. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, die CDU, der Kieswetter angehört, war die letzten 17 Jahre in der Opposition. Immerhin scheint er aber Zahlen zu haben, wie Russland Umwelt NGOs in Europa unterstützte.

“Das Martens Centre für European Studies berief sich 2020 in einer Studie auf belastbare Quellen, wonach die russische Regierung 82 Millionen Euro an europäische Klimaschutzorganisationen überwiesen habe, die öffentlich gegen europäische Erdgasförderung gewirkt haben. Das Ziel sei – so die Quelle – gewesen, die Selbstversorgungsquote Europas bei der Energieversorgung gering zu halten und die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen zu erhöhen. Bereits 2014 hatte der seinerzeitige NATO-Generalssekretär Anders Fogh Rasmussen auf die Desinformationskampagne Russlands hingewiesen und vor der hybriden Vorgehensweise gewarnt: „Es gehört zu den raffinierten Informations- und Desinformationskampagnen Russlands, aktiv so genannte Nicht-Regierungs-Organisationen zu unterstützten, nämlich Umweltschutzverbände, die gegen Fracking-Gas sind, um die Abhängigkeit vom Import russischen Gases aufrechtzuerhalten.“”

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Tipps von Robert Habeck, Windkraft in NRW

Sehr geehrte Damen und Herren,

einige Anmerkungen zum Blog vom 17.04.2022. Darin wird über die Tipps von Robert Habeck zum Energiesparen berichtet. So sollte die Raumtemperatur um einen Grad heruntergedreht werden. Keiner bräuchte dabei zu frieren. Wann jemand friert ist individuell, eine pauschale Reduzierung der Raumtemperatur ist nicht unbedingt der Weg. Ich möchte mich in der Wohnung auch wohlfühlen. Allerdings wird aufgrund der Temperaturentwicklung ohnehin weniger geheizt. Außerdem wurde den Bürgern nahegelegt, zu Ostern das Fahrrad oder die Bahn zu fahren. Doch das Osterfest ist auch eine Gelegenheit für die Besuche von Verwandten und Bekannten – gerade nach den Einschränkungen durch Corona.

Doch die zu Besuchenden leben nicht unbedingt um die Ecke. Teilweise sind 50, 100 oder mehr Kilometer zurückzulegen. Das ist mit dem Fahrrad nicht zu bewerkstelligen. Auch mit der Bahn kann das Ganze ein ziemlich aufwendiges Unterfangen werden. In der Zeitung habe ich gelesen, dass Robert Habeck auch die Nutzung der Sauna ablehnt, weil dabei zu viel Energie verbraucht wird. Die Sauna möchte ich jedoch auch individuell nutzten, wenn ich die Zeit und Möglichkeit dafür habe. Auf der anderen Seite lehnt Robert Habeck den Weiterbetrieb der noch laufenden Kernkraftwerke ab. Außerdem lehnt er die Erschließung der Erdgasvorkommen in Deutschland ab. Es ist toll, auf der einen Seite von den Bürgern Einschränkungen abzuverlangen, Maßnahmen einer verbesserten Energieversorgung aber abzulehnen.

In einem weiteren Artikel wurde über den Windkraftausbau in NRW berichtet. Es fallen Flächen aus, aufgrund der Abstandsregel zu Wohnbebauung (1000 m), in der Nähe von Bahntrassen, Autobahnen, Flughäfen, in Naturschutzgebieten oder in Wäldern. Die Begründungen sind alle nachvollziehbar, die Abstandsregel von 1000 m ist gegenüber anderen Reglungen (10 H) sogar recht gering. Es sollte auf gar keinen Fall diese Regelung gekippt werden, eher sollte man die Regel verschärfen, um Gesundheitsprobleme der Anwohner zu vermeiden. Doch so etwas ist ja nur Einbildung. Vielleicht sollte man allen Grünen ein Windrad in den Garten stellen.

Es wurde bereits mehrfach über den Flächenverbrauch der Windräder berichtet. Neben dem Standplatz sind auch Zufahrten für Wartungszwecke vorzusehen. Bei der Anzahl der Windräder könnte man einige Autobahnkilometer bauen. Doch bei den geplanten Autobahnen sind sofort Protestaktionen vorprogrammiert. Weshalb protestiert eigentlich niemand bei den Zufahrten für die Windräder. Außerdem möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass die Flächen für Windräder und Zufahrten nicht mehr für die Landwirtschaft nutzbar sind. Auch landwirtschaftliche Produkte sind durch den Ukrainekrieg eingeschränkt.

Viele Grüße
Dipl. Ing. Martin Krohn

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phys.org am 14.4.2022:

‚Rare‘ springtime blizzard wallops parts of Canada

A springtime blizzard walloped Canada’s western Prairies region and parts of Ontario province this week, closing roads, airports and schools, and leaving a dump of snow to shovel.

Whiteouts were also reported in the US states of North Dakota and Montana.

Natalie Hasell, a meteorologist at Environment Canada, told AFP it was „rare“ to see a major weather event dropping 30 centimeters (12 inches) of snow in April, when most Canadians are gearing up for spring.

Only two winter storms of this intensity have ever been recorded around this time of year in the region since 1902. The last one of this magnitude, in 1997, pummeled Manitoba province for three days and went into history books as „the storm of the century.“

Just weeks after the last of the 2021-2022 winter snowfall had melted away, forecasts warned of a „historic“ winter storm, with an average of 30 to 50 centimeters of fresh snow expected to accumulate in Manitoba and Saskatchewan by the time it ends on Friday, with some parts seeing as much as 80 centimeters of snow coupled with strong winds.

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