Regierungsberater: Wer sich eine abweichende Meinung leistet, fliegt raus

Da Vinci – Humboldt – Lesch, das ist die logische Reihenfolge von Universalgelehrten. Letzterer hat nun ein Video zum Thema Kern Fusion online gestellt. Dort erklärt er mit Zetteln (dagegen war der Fußball-Trainer Ewald Linen – Spitzname „Zettel Ewald“ – ein Waisenknabe) und mit den Fingern und den Fäusten die Kernfusion. Mit allem, was Lesch so ausmacht, also inklusive Formulierungen wie „Abstoßen im Sinne von abstoßen“. Welchen anderen Sinn könnte abstoßen wohl noch haben?

Nun, das Video ist dennoch sehenswert, weil Lesch die Perspektive erstaunlich gut aufzeigt und auch dafür plädiert, weiter Geld in die Forschung zu investieren, somit also in Kontrast zu denjenigen steht, die es der Technik und der Forschung nicht zutrauen, eine Form der Energieerzeugung zu entwickeln die viele Probleme von heute löst.

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Robert Habeck zu seinem Berater: Warum habe ich so schlechte Umfragewerte?
Berater: Robert, weil du nicht auf die richtigen Themen setzt.
Robert Habeck: Was wäre denn ein richtiges Thema?
Berater: Die Strompreise, die steigen immer weiter, das merkt jeder jeden Monat am Geldbeutel.
Robert Habeck: OK, da habe ich eine ganz tolle Lösung, wir regeln das über Steuern. Davon verstehen wir Grünen etwas, außer wenn es um Pendlerpauschalen geht. Dann zahlen die Leute zwar auch, aber dann merken sie es nicht gleich so. Ich rufe mal bei der Presse an.

Dieses fiktive Gespräch hätte so stattgefunden haben können. Jedenfalls, wenn man sich die neuesten Äußerungen von Grünen Chef Robert Habeck in der WELT ansieht.

„Wir wollen die EEG-Umlage um fünf Cent je Kilowattstunde senken“, sagte Habeck WELT. „Die Vergütung für die Erneuerbaren bleibt gleich, die Absenkung wird durch Steuern kompensiert.“

Irgendein Gedanke, dass im Konstrukt EEG vielleicht ein Wurm ist, kommt Habeck nicht. Die Milliarden an Subventionen sollen bitte schön weiterfließen, ohne die die Erneuerbaren Energien offenbar nicht funktionieren.

„Dem EEG haben wir es zu verdanken, dass Wind- und Sonnenenergie heute die günstigsten Energiequellen sind“, sagte Habeck: „Nun geht es darum, den Strompreis auf einem stabilen Niveau zu halten, damit Elektroautos, Wärmepumpen und Wasserstoffanwendungen rentabel werden.“

Wir gehen mal davon aus, dass im Hause Habeck die Ehefrau die private Buchführung macht und auch die Überweisungen an den Stromanbieter. Anders ist der Widerspruch günstigste Energiequellen und höchste Strompreise nicht zu erklären.

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Ene, Mene, Muh und raus bist du. Der Sachverständigenrat der Bundesregierung in Sachen Umwelt entledigt sich gerade eines missliebigen Mitglieds, genauer die Bundesregierung macht es. Die TAGESSCHAU berichtet über den Fall Lamia Messari-Becker, Professorin für Gebäudetechnologie und Bauphysik. Diese hat es gewagt, in Abschlussberichten eine abweichende Meinung zu äußern. Bereits beim 2019er Gutachten des Rats hatte sie eine andere Meinung als Teile des Rats. Angeblich wurden ihre Anmerkungen zu spät eingereicht und konnten nicht mehr berücksichtigt werden. Dabei ging es um das, was auch viele Anhänger von Fridays For Future (FFF) sich wünschen, nämlich eine Art Räte-Mitbestimmung. Ein nicht demokratisches Organ, das sich „Rat für Generationengerechtigkeit“ nennt, sollte eine Art Vetorecht bei Gesetzen haben. Ein Traum für jeden, der von einer Ökodiktatur schwärmt.

Diesmal war Frau Professor Lamia Messari-Becker schlauer und schaltete einen Anwalt ein, um dafür zu sorgen, dass ihr Statement es in den Bericht schafft. In Zeit von 99% Konsens ist es kaum vorstellbar, das es auch andere Meinungen gibt. Nach der Homogenisierung der Presse kommt jetzt die der Gutachter?

„„Die Ratsmitglieder bemühen sich jedoch, im Verlaufe von intensiven Diskussionsprozessen wann immer möglich zu konsensualen Texten zu kommen.“ Dies sei oft, aber eben nicht immer sinnvoll, entgegnet Messari-Becker: „Uniformität und immer nur eine einheitliche Meinung suggeriert, dass es nur „den“ einen Weg, „die“ eine Empfehlung gibt. In der Politik ist das zu oft schlicht falsch. Es gibt in der Regel mehrere Handlungsoptionen und Spielräume für politische Entscheidungen. Die Aufgabe eines Beratungsgremiums sehe ich darin, Optionen aufzuzeigen. Die Entscheidung fällt dann die demokratisch legitimierte Politik.“ Im Bereich der Umwelt- und Klimafragen gebe es nun mal oft mehrere Wege, das gewünschte Ziel zu erreichen.“

Ihre Haltung hat Frau Professor Lamia Messari-Becker den Sitz gekostet, sie wurde nicht wieder berufen.

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Zwei kurze Videos erklären den Klimawandel in Deutschland. Wer sie noch nicht gesehen hat, der hat hier die Gelegenheit:

Teil 1:

Teil 2:

Die Videos sind auch für Schüler und Lehrer geeignet, insbesondere im Rahmen des derzeit aktuellen digitalen „home schooling“ . Machen Sie bitte Werbung in Ihrem Bekanntenkreis, bieten Sie die Videos den Lehrern Ihrer Kinder an. Die Clips sind 100% ideologiefrei und behandelt nur die Fakten.

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businessinsider.de im September 2019:

Es gibt einen neuen Trend in Schweden, der sich bald auf eure Art zu shoppen auswirken könnte

In Schweden beziehen Menschen in ihr Konsumverhalten oft Bedenken rund um die Klimakrise mit ein. Zusätzlich zu „flyskam“ („Flugschande“/„Flugscham“) und „Smygflyga“ („heimliches Fliegen“) haben junge Schweden jetzt den neuen Begriff „köpskam“ („Kaufschande“) geprägt, der sich auf „schändliches“ Kaufverhalten bezieht.  Jonas Arnberg, Chef von HUI Research, meint, dass es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit ist, bis der Begriff zu einer weit verbreiteten Formulierung wird.

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